Autor Thema: Tandberg TCD-3034  (Gelesen 27833 mal)

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Offline kuni

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Tandberg TCD-3034
« am: Saturday, 28.May.2011 | 12:06:38 Uhr »
Hi zusammen,

dank des netten Hinweises von Jürgen, bekam ich Wind von diesem kleinen Tandberg:

(Originalbild von "teax")

Ja, lieber Frank. Das Deck kam heute an, da konnte ich es natürlich nicht lassen, es gleich mal zu öffnen und eine erste Bestandsaufnahme zu machen.
Es leuchtet, klackt (Kopfschlitten fährt hoch), Motor dreht sich aber sonst nigges.

Ein Blick ins Innere verrät die Ursache:
3 Riemen, 1x zum Zählwerk ist iO, die anderen beiden schleimen im Gerät rum - Riemenpest also.

Soweit das.

Ich werde weiter berichten, was geht (eigene Bilder gibt's noch keine) ...
Gruß, Kuni
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Offline m_ETUS_alem

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #1 am: Saturday, 28.May.2011 | 12:20:01 Uhr »
Nice  :drinks:

Die TANDe kenne ich noch gar nicht, kannst mal  :foto01 von den inneren Werten machen ?

Gewerblich

Offline teax

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #2 am: Saturday, 28.May.2011 | 12:32:09 Uhr »
Hey Matthias,

ich war schon ganz unruhig und habe just den Tracking-Code kontrolliert...demnach wohl schon gestern angekommen...und dann sehe ich Deinen Beitrag. Froh bin ich jedesmal, wenn so ein Gerät heile ankommt.

Bin schon ganz gespannt, was Du am Ende zu den inneren Werten berichten wirst.
Beste Grüße
teax

Offline PeZett

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #3 am: Saturday, 28.May.2011 | 15:14:38 Uhr »
Hallo Matthias,

...wenn Du in den Eingeweiden tiefer wühlen willst, kannst Du Dich auch des Servicemanuals
bemächtigen. Hier liegt das SM des "Zwillings-Brüderleins" aus dem Hause ITT:

http://itt.pytalhost.eu/itt3020s/ITT3020_01.jpg  (und weitere Dateien auf Wegavision)

Gruß


Peter
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Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #4 am: Saturday, 28.May.2011 | 20:04:37 Uhr »
'n Abend Jungs  .,a095,

Die TANDe kenne ich noch gar nicht

Das Ding gab's baugleich auch von ITT. Keine Ahnung wer da der eigentliche Hersteller ist. Wenn's Tandberg war, dann kam mMn zumindest das LW nicht von denen - oder da wurde schon gespart wie sonst was. Ist ein 1 Motoren LW, sieht erst mal recht robust aus, viel Blech. Und generell müssen diese 1 Motorer ja nicht schlecht sein, wie ich schon mehrfach feststellen durfte.

, kannst mal  :foto01 von den inneren Werten machen ?

Klar, kömmt alles zu seiner Zeit. Nächste Woche wird das LW rausoperiert und die ganze Riemenpest entfernt. Bei der Gelegenheit mach' ich dann auch Fotos.

Froh bin ich jedesmal, wenn so ein Gerät heile ankommt.

Frank, lief butterweich glatt. War ja auch super verpackt und hat keine Macke abbekommen.
Froh bin ich auch, daß sich der Gummi Schlunz nicht weiter im Gerät verteilt hat, sondern noch Nähe zu den Rädchen sucht  ;0008.
Hatte ja mal eins, da wurde das Zeug im Betrieb mächtig im Gehäuse herumgespritzt. Schöne Sauerei sowas  :girl_devil:

Ein Rätsel ist mir, was das mit den Löchern im Deckel sollte  .,a015 - Das hat einer definitiv mit der Bohrmaschine gemacht (eirige Löcher).
Doof nur, daß bei geschlossenem Deckel da drunter direkt ein Abdeckblech des Trafos sitzt, d.h. die Löcher werden eigentlich von diesem Blech von unten fast komplett verdeckt, daß da eh nix mit großer Belüftung ist.

Zu bekommt man ja sowas nicht mehr, aber vlt. wieder sauber rund - sieht dann wenigstens ein bischen "professioneller" aus  :_rofl_:

...wenn Du in den Eingeweiden tiefer wühlen willst, kannst Du Dich auch des Servicemanuals bemächtigen.

Danke. Hatte mir SM + BDA schon vom hauseigenen Forenserver gezogen  .,d040.

BTW: Die Abgleichanleitung ist ja mal lustig -> http://itt.pytalhost.eu/itt3020s/ITT3020_02.jpg.
Eine Tabelle, kurz und knackig - aber mehr braucht man ja fast nicht.
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Offline teax

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #5 am: Saturday, 28.May.2011 | 23:27:31 Uhr »
Ein Rätsel ist mir, was das mit den Löchern im Deckel sollte  .,a015 - Das hat einer definitiv mit der Bohrmaschine gemacht (eirige Löcher).
Doof nur, daß bei geschlossenem Deckel da drunter direkt ein Abdeckblech des Trafos sitzt, d.h. die Löcher werden eigentlich von diesem Blech von unten fast komplett verdeckt, daß da eh nix mit großer Belüftung ist.
...die sind wirklich erstaunlich, ja! Und absolut sauber gesetzt, wie mit einer Schablone. Muß sich doch jemand was bei gedacht haben, oder?...oder nicht?  .,a015
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teax

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #6 am: Sunday, 29.May.2011 | 13:08:13 Uhr »
So Männers, mal ein paar Impressionen, nachdem ich heute mal das LW rausoperiert habe:

Was ist es denn nun ?
Vorne steht Tandberg drauf, hinten ITT - oder hat da einer ein ITT per Tandberg Front "aufgewertet"  .,a015


Blick ins Innere:


Die schwarzen Flecken am Trafo sollen die Löcher des Deckels farblich "abdecken", daß das Blech nicht so "durchscheint":


Um an die Innereien zu kommen, darf man nicht die Front abnehmen. Da hängt allerlei Kabelkram dran. Boden und Hinterteil bilden eine L-förmige Abdeckung, die man abmacht und dann an alles dran kommt was wesentlich ist. Die Seitenteile müssen dabei dran bleiben, sonst fällt einem alles wie ein Kartenhaus zusammen  :smile :


LW von hinten:


An dem Gerät wurde mehrfach repariert. Es gibt etliche häßliche Lötspuren und merkwürdige "Lötkonstrukte":


Was will uns diese Bemerkung im inneren der unteren LW Abdeckung sagen ?
Hat sich da der Reparateur wie die Künstler auf ihren Gemälden verewigt ?


Bastelarbeit bzgl. abgebrochener Befestigungshaken, ebenfalls an der unteren LW Abdeckung:


Ausgebautes LW, ebenfalls mit Gedächtnisaufkleber am Löschkopf:


Und die besagte Riemenpest:






Übrigens:
Wenn man's mal gerafft hat, daß man an diesem Deck nicht die Front abbauen darf, sondern eben das hintere/untere L Abdeckungsblech, dann braucht man nur noch 4 Schrauben lösen, dazu die oberen Laschenkontakte und den Impulsgeber am Zählwerk. Auf der Platinenunterseite findet man dann 3 Steckverbinder, die man abbmacht und man kann das LW kompletti aus dem Gerät heben.

Das LW selbst ist ein Blechklotz, recht schwer sogar. Die lange Platine macht keinen guten Verarbeitungseindruck. Ist zu lang und nirgends abgestützt. Da dürften Durchhänger und Leiterbahnbrüche keine Seltenheit sein. Ansonsten kommt man aber überall eigentlich gut dran - kann nicht klagen.
Nimmt man dem Gehäuse aber dieses hintere L Blech, dann verliert es schlagartig massiv an Stabilität.

Jedenfalls ist das LW nun raus und kann prima zerlegt und gereinigt werden.

To be continued ....
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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #7 am: Sunday, 29.May.2011 | 14:57:09 Uhr »
Hallo Matthias,

ich hatte mal den ITT-gelabelten Bruder, von der Kiste. Das war ein prima Mittelklassegerät. Ende der 90er tat er es dann nicht mehr und wurde entsorgt.
Damals traute ich mich noch nicht an diese Zaubergeräte heran. Da war bestimmt auch nur ein Riemen gerissen.

Bestimmt hatte es die tausendfachen Wiederholungen der Benjamin Blümchen Kassetten meiner Kinder nicht verkraftet. ;)
Gruß - Knud

Ich würde mich niemals in einem Forum registrieren, das mich als Mitglied akzeptiert.

Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #8 am: Sunday, 29.May.2011 | 19:04:54 Uhr »
Also wenn ich mein's so anschaue und die Preise die man wohl dafür schon gesehen hat, dann würde es sich fast lohnen an ein ITT eine Tandberg Frontplatte dranzubasteln und dann um Faktor 2 teurer zu verscherbeln  raucher01
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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #9 am: Sunday, 29.May.2011 | 19:06:03 Uhr »
Ach ja

Was ist es denn nun ?
Vorne steht Tandberg drauf, hinten ITT - oder hat da einer ein ITT per Tandberg Front "aufgewertet"  .,a015

Also auf den Platinen steht überall Tandberg drauf.
Wieso dann hinten ITT drauf pappt ?   .,a015
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Offline PeZett

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #10 am: Sunday, 29.May.2011 | 19:24:16 Uhr »
Also wenn ich mein's so anschaue und die Preise die man wohl dafür schon gesehen hat, dann würde es sich fast lohnen an ein ITT eine Tandberg Frontplatte dranzubasteln und dann um Faktor 2 teurer zu verscherbeln  raucher01


Guter Witz...

Wenn Du ein intaktes ITT hast, und das Innenleben in ein Tandberg Schlachtgerät (mit  guter Front!) eingebaut
hast, sowie die Riemenpest beseitigt hast, dürftest Du so viel Geld in die Hand genommen haben, daß
Dir fast schon nichts anderes übrig bleibt.

By the way - angesichts der Tatsache, dass eigentlich alle Tandberg-Kombikopfgeräte vorher 3 Motor-LW'ke hatten,
vermute ich in dem 3034 tatsächlich ein Zukauf-LW.

Gruß


Peter
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Offline teax

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #11 am: Monday, 30.May.2011 | 09:36:35 Uhr »
MannoMann ist das Gerät vollgestopft...und diese Lötspuren hätte ja sogar ich erkannt...allerdings vorher womöglich die falschen Schrauben gelöst  .,a015

Ich sehe das übrigens wie Peter: sich ein Tandi organisieren um dann ein ITT umzulabeln dürfte sehr teuer sein. Und mal ehrlich, wen hätte das "damals" wirklich interessiert. Bin ja mal auf die weiteren Überaschungen gespannt.

Gruß
Frank

P.S. und dafür, daß Du doch bis morgen "stillhalten" wolltest, bist Du ja ganz schön weit gekommen  :_55_:

Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #12 am: Monday, 30.May.2011 | 10:17:51 Uhr »
Moin Jungs,

erst mal:
Das mit dem "Umlabeln" ITT -> Tandberg war natürlich eher scherzhaft gemeint  :_tease:.
Wobei: Vlt. sollte man mal ein 1€ Deck kaufen, das in ein Nakamichi Gehäuse verpflanzen und dann als Prototypen Einzelstück anpreisen  :_rofl_:

Zur ominösen Herkunft des Geräts:
Da sind ja noch diese Löcher im Deckel und im Boden/Rückwandblech (auf dem der ITT Bäbber klebt).
An beiden Blechen sind die Löcher dort wo der Trafo sitzt. Das ist weder beim ITT noch beim Tandberg original gewesen, schlicht deswegen, weil man den Löchern ansieht, daß sie von Hand mit einer Bohrmaschine reingebohrt wurden.
Hinter der Frontplatte sitzen die ganzen Potis samt etlicher Platinchen, die alle per Kabel an die Hauptplatine verlötet sind. Im Gegensatz dazu ist das LW mit Steckverbindern zur Hauptplatine verbunden. Wollte da also jemand die Front tauschen, dann hat er etliches an Arbeit vor sich.

Ich denke, daß das im original schon ein Tandberg ist (wobei mich interessieren würde, ob man im ITT Derivat auf der Platine auch Tandberg Beschriftungen finden würde). Ich vermute mal, daß dem Original aus irgendwelchen Gründen das Gehäuse "abhanden" kam und man es durch Blechteile eines ITT ersetzt hat.

By the way - angesichts der Tatsache, dass eigentlich alle Tandberg-Kombikopfgeräte vorher 3 Motor-LW'ke hatten, vermute ich in dem 3034 tatsächlich ein Zukauf-LW.

Definitiv  .,111
Voher das LW im Original stammt würde mich dann aber doch noch interessieren. Vlt. finde ich ja bei dessen Zerlegung noch Hinweise.
Jedenfalls habe ich so'n Konstrukt mit den 3 Huckepack aufgesetzten Hubmagneten schon mal gesehen, kann mich aber nicht erinnern wo  .,a015.

Diese Brücke der Wickelbremse

erinnert mich auf jeden Fall ganz stark an Akai. Das GXC-75D ist zwar 'ne ganze Ecke älter, hat auch ein ganz anderes LW, aber genau die gleiche Bremse.
Wie das beim GXC-760 aussah, da kann ich mich leider auch nicht mehr erinnern.

MannoMann ist das Gerät vollgestopft...

Ne ne Frank, eigentlich ist da ganz im Gegenteil sogar sehr viel Luft drin. Wenn man mal gerafft hat, daß das Gehäuse etwas anders zu zerlegen ist, als ich es kenne, dann kommt man da eigentlich super dran. Etwas mühsig ist halt, daß die Platine mit Bestückungsseite nach unten eingebaut ist. Hat zwar den Vorteil daß nichts verdreckt, aber dafür kann man das Teil eigentlich nur kopf - oder seitwärts stehend einstellen.

Jedenfalls ging das LW recht einfach raus, was durchaus auch nicht selbstverständlich ist. Dafür hat man's um Klassen einfacher so'n LW zu zerlegen, wenn's solo ausgebaut auf', Tisch liegt.

und diese Lötspuren hätte ja sogar ich erkannt...

Ob diese Dioden da vlt. sogar hingehören, werde ich mal noch schauen.
Es gibt aber an einigen anderen Stellen, vor allem dort wo die Beleuchtung angelötet ist, wirklich üble Lötsprunzereien.

Bin ja mal auf die weiteren Überaschungen gespannt.

Ich auch  :grinser: - spannend wird's wenn das LW wieder drin ist ....

und dafür, daß Du doch bis morgen "stillhalten" wolltest, bist Du ja ganz schön weit gekommen

Na ja, Neugier siegt halt - vor allem wenn man dann am WoE mal 'ne Stunde Leerlauf hat ....
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Offline PeZett

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #13 am: Monday, 30.May.2011 | 13:12:06 Uhr »
Hallo Matthias,

....also: das TCD 3034, das bei mir herumsteht,  hat
eine mit Siebdruck beschriftete Rückseite ohne aufgeklebte
Typenschilder. Aufgedruckt ist die Tandberg-Bezeichnung.
Ich vermute also, dass es sich bei deinem Gerät um ein
"aus 2 mach 1"-Exemplar handelt.

Zum Werdegang des Gerätes selbst:
Lt. Vintagecassette und anderen Quellen ist das 3034 nur
um 1981 "herum" von Tandberg angeboten worden (parallel
zu den sündhaft teuren 4-Motorern 3004 bzw. 30014).
Daraus erklärt sich auch das Design - hier sollte das
Produktspektrum wohl nach unten erweitert werden.
Unter dem ITT-Logo segelte das Deck dann von 1983-85
weiter (Quelle: Vintagecassette). Bei Tandberg taucht es
jedenfalls 1984/85 nicht mehr auf. Möglicherweise war das
bei ITT auch nur noch eine Art "Resteabverkauf", da es
vom Design her eigentlich nicht zu den damaligen ITT-Komponenten
passte.

"Von wem stammt es?"
Ich vermute, dass zumindest das Laufwerk eine Zukaufkomponente war. Von ITT stammt
es möglicherweise nicht - die in den frühen 80ern produzierten 8020/8021/8025 hatten
bereits etwas modernere Konstrukte unter der Haube. Dass dich die "Huckepack-Hub-
magneten" an irgendetwas erinnern, glaube ich gerne. Mich irgendwie auch...
Auf jeden Fall scheint mir das eine recht "altbackene" Konstruktion
zu sein, die ihre Wurzeln noch deutlich in den 70er Jahren
hatte. Von Tandberg stammt das LW deshalb möglicherweise
auch nicht. Ich tippe auf irgendein OEM-Laufwerk aus
den damals "üblichen verdächtigen" Quellen. Wenn man
den Sankyos, Aiwas und sonstigen der späten 70er mal
unter die Haube schaut, werden die drei "Plunger" wohl
noch mal auftauchen.

Gruß


Peter
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Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #14 am: Monday, 30.May.2011 | 13:38:49 Uhr »
Ist ja interessant, daß Du auch eins hast. Hattest Du das schon erwähnt ? (hab' ich wohl verdrängt ...)
Was erwartet mich denn dann dereinst - top oder Flopp ?

Das mit den Hubmagneten ist übrigens eine ganz witzige Konstruktion. Das sieht nämlich fast so aus, als hätte man als Basis ein tastenbetätigtes LW genommen und dort einfach die Magneten angeflanscht um damit Tipptastensteuerung machen zu können.
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Offline PeZett

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #15 am: Monday, 30.May.2011 | 14:25:06 Uhr »
Hi Matthias,

...kann sein, dass ich das erwähnte - kann auch nicht sein. Ich schreie nicht immer gleich "Herr Lehrer, ich hab was..." ;)
Vor allem, wenn ich mich handwerkl. mit den Dingen noch nicht auseinandergesetzt habe und
deshalb zu den Innen-Details noch nicht wirklich viel beizutragen habe. Was nützt also
die "Besitzanzeige"?
(Das ITT-Pendant habe ich übrigens auch - aber im Lager eingegraben und Riemen-verpestet...)

Was Dich erwartet? Keine Ahnung - meinst Du, mein 3034 läuft? (Riemen verpestet...)
Ich habe aber andererorts gelesen, dass es zu den besseren 2-Kopf-Geräten gehören soll.

Thema "Plunger": ...das würde meine Vermutung bestätigen, dass das ein Konstrukt ist, das noch
deutlich vor 1980/81 entstanden ist.

Gruß

Peter
« Letzte Änderung: Monday, 30.May.2011 | 14:30:32 Uhr von PeZett »
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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #16 am: Monday, 30.May.2011 | 14:54:22 Uhr »
Was nützt also die "Besitzanzeige"?

Na ja, wenn man jemanden kennt, den man wegen z.B. "wo muß das abgerissene Kabel xyz hin" fragen kann, dann ist das ja was.

(Das ITT-Pendant habe ich übrigens auch - aber im Lager eingegraben und Riemen-verpestet...)

Magst 'nen unzerlöcherten Tandberg gegen einen zerlöcherten ITT Deckel tauschen ?   :_rofl_:

Was Dich erwartet? Keine Ahnung - meinst Du, mein 3034 läuft? (Riemen verpestet...)

Sorry Peter - wußte ich ja nicht, daß Deins nicht rennt.

Ich habe aber andererorts gelesen, dass es zu den besseren 2-Kopf-Geräten gehören soll.

Jepp ich auch, aber mich interessieren immer mehr die direkten Aussagen von Leuten die ich (zumindest virtuell) ein bischen besser kenne  .,a095
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Offline teax

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #17 am: Monday, 30.May.2011 | 15:14:55 Uhr »
...um noch weitere Verwirrung zu stiften  :grinser: ich habe im Netz auch einige 3034 gesehen, die einen ganz fetten 3034 Aufdruck oben auf der Kante hatten. Ich vermute schwer, daß da, je nach Teile-Lage, alles mögliche irgendwie zusammengebaut wurde, womöglich sogar am gleichen Band...vermutlich werden sich einige Fragen heute gar nicht mehr valide beantworten lassen.

@ Peter
ich staune ja, was Du alles so gehortet hast. Sorgst Du für die Zeiten des Ruhestandes vor?  :flööt:

Gruß
Frank

Offline PeZett

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #18 am: Monday, 30.May.2011 | 19:36:07 Uhr »
.. einige 3034 gesehen, die einen ganz fetten 3034 Aufdruck oben auf der Kante hatten. ..

Dein "Ex" hat ja auch den Aufdruck oben rechts... (sh. Foto). Ich bilde mir allerdings ein, dass an meinem
TCD der Aufdruck in der Tat grössser ist.
Zitat
@ Peter
ich staune ja, was Du alles so gehortet hast. Sorgst Du für die Zeiten des Ruhestandes vor?  ...


Ich staune auch immer wieder... und meine Frau erst.  .,c045
Vorsorge f. d. Ruhestand - ja, so kann man das nennen. Mit irgendwas muss ich mich ja
beschäftigen, wenn ich nicht mehr Moped fahren kann.


@Kuni...


...nach `nem Gehäuse schaue ich mal. Den 3020 habe ich ja schliesslich auch noch und der soll eigentlich als E-Teileträger
dienen.

Gruß

P.

« Letzte Änderung: Monday, 30.May.2011 | 19:38:46 Uhr von PeZett »
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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #19 am: Monday, 30.May.2011 | 20:33:33 Uhr »
...nach `nem Gehäuse schaue ich mal. Den 3020 habe ich ja schliesslich auch noch und der soll eigentlich als E-Teileträger dienen.

War eigentlich auch wiederum als Scherz gedacht, aber wenn man mich so fragt, dann gerne  :__y_e_s:

Noch 'n kleines Schamkerl zum LW:

Betrachten wir uns doch nochmal die Rückansicht...


Da sehen wir links unten ein Loch mit sternförmig abgehenden Löchern.
Richtig  :;aha - das ist die Aufnahme für einen zweiten Motor. Das passende lager für den zweiten Capstan ist auch im Blech der LW-Rückwand.
Also ein "Multi-LW", so'n LW Baukasten, aus dem der Hersteller/OEM wohl alles mögliche reinbasteln konnte, was der Kunde wollte.
Clever gemacht  :foto01

Mit 'nem zweiten LW und dessen Capstanwelle könnte man sich da fast schon ein 2 Motoren Doppelcapstan bauen. Einfach die Riemenscheibe des linken Capstan etwas abdrehen, daß er leicht schneller läuft und fertig  :__y_e_s:

Der Jürgen hat übrigens noch Geruch aufgenommen und meinte, der Motor sei ein Matsuhita.
Zudem haben wohl die diversen Hersteller, welche Decks und/oder LW'e gebaut haben auch ihre eigenen Motoren verbaut, also z.B. Akai, Sankyo etc.
Schlußfolgerung daraus: Das LW müßte demnach von Technics stammen, weil Technics Teil des Matsuhita Konzerns war (ist ?).
« Letzte Änderung: Monday, 30.May.2011 | 21:16:15 Uhr von kuni »
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Offline PeZett

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #20 am: Monday, 30.May.2011 | 23:57:14 Uhr »
Hi Matthias,


....das mit dem LW und der Aufnahme für einen 2ten Mot. hatte ich so noch gar
nicht wahrgenommen. Bravo - fein beobachtet!

Auf den Matsushita-Motor (siehe Logo) würde ich nichts geben - dass Technics zu dem
Konzern gehörte, ok... ...aber die Bauteile wurden auch einzeln überall hin verkauft.
Wie bei Gemischtwaren-Kozernen nun mal üblich.

Gruß
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Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #21 am: Wednesday, 01.June.2011 | 00:07:43 Uhr »
So Männer, wie geplant heute die Instandsetzung des Laufwerks.

Vor der Zerlegung:

Ausgebautes LW:


Zählwerkriemen:


Zählwerkriemen vorne:


Zerlegung:

Zunächst müssen die beiden seitlichen Halterungen weg:


Dann die obere Verstrebung:


Seitlich werden 4 Schrauben gelöst, dann kann das hintere Blech abgezogen werden und man kann das LW auseinanderklappen.
Capstan kann dann nach hinten herausgezogen werden (Obacht: Vorne die kleine Kunststoff Staubschutzscheibe auf der Capstanachse nicht verlieren).
Hier im Bild schon vom Gummischleim befreit und mit abgezogenem und gesäubertem Idler Gummi.


Neuer Riemen für den Wickeltrieb rechts:


Wieder zusammengebaut mit neuem Antriebsriemen.
Vor dem Zusammenbau:
- vorderes Capstanlager nachgeölt
- hinteres Capstanlager gefettet
- natürlich alles gesäubert
- Lager der Rädchen geölt
- Schieber gefettet


Ein wirklich nettes Feature ist, daß man das LW noch in ausgebautem Zustand testen kann. Dazu einfach den Logikstecker wieder mit der Platine verbinden. Das hat wirklich was. Hat man nämlich einen Fehler gemacht, dann merkt man das nicht erst nachdem man das LW wieder mühsam reingefrickelt hat  .,111


Hier noch ein Bild der gesäuberten Köpfe, nebst Andruckrolle:
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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #22 am: Wednesday, 01.June.2011 | 00:08:34 Uhr »
Maße der Gummis:

In meinem Fall kamen alle aus meinem "Lager":

Vierkantriemen Wickelantrieb -> Zählwerk (2 St):
U=150mm 1,0 x 1,0
Vierkantriemen Schwungrad -> rechter Wickel:
U=174mm 1,2 x 1,2 (besser wäre 1,5 x 1,5, dann aber den Riemen ein bischen länger nehmen)
Flachriemen Antrieb:
U=220mm 3,0 x 0,6 (besser wäre 3,5, dann aber auch hier den Riemen ein bischen länger nehmen)
Idler:
AD=20mm, Breite=Dicke=2,5mm
Gummis an Wickel:
Habe ich nicht ausgebaut und deswegen auch nicht vermessen
« Letzte Änderung: Wednesday, 01.June.2011 | 08:07:50 Uhr von kuni »
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Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #23 am: Wednesday, 01.June.2011 | 00:16:13 Uhr »
Erster Test:

Alle LW Funktionen tun wieder, aber nach mehrmaligem Hin- und Herspulen um sicher zu sein, daß das LW das Band auch komplett "durchzieht", hat sich dieser Kandidat mit Zischeln und heftigster Rauchentwicklung vertschüßt  :girl_devil: :



Meine Bude stinkt jetzt (2h danach) immer noch nach diesem Mistzeug  prost02.
Also mal eben noch einen im Lager befindlichen neuen Entstörkondensator eingelötet, wobei mir dann doch so manche "bedenkliche" Stelle begegnet ist.

Hier mal die Netzkabelführung am Seitenblech, hinter dem Netzschalter von außen:


und von innen:


Da hat sich Tandberg oder wer auch immer das Teil konstruiert hat, nicht mit Ruhm bekleckert.
Wenn Netzkabel an einem nicht schutzgeerdeten Gerät ohne zusätzliche Isolierung so nah am Blech und vor allem an scharfen Kanten verlaufen  :shok:, dann wird's mir flau im Magen.

Zudem waren die Kabel am Netzschalter nur durch die Ösen gesteckt und gelötet und nicht wie sich das gehört noch gegen Lösen zusätzlich gesichert (z.B. verdrillt mit/durch die Öse). Das habe ich bei der Gelegenheit jetzt ordentlich am Schalter angebracht.
Gruß, Kuni
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Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #24 am: Wednesday, 01.June.2011 | 00:25:21 Uhr »
Einige weitere Verarbeitungsschwächen:

Wenn man sich durch so'n Gerät ackert, dann fällt einem ja das eine oder andere auf.
Das 3034 muß auf jeden Fall zu einer Zeit entstanden sein, als man es bei Tandberg nicht mehr so genau nahm, mit der Qualität.
Zumindest kann ich mir bei dem exzellenten Ruf der Firma nicht vorstellen, daß andere Produkte auch so - sagen wir mal - "eigenartige Detaillösungen" beinhalten.

Als Bsp. hier mal das Zählwerk von vorne:


Die vertikale Ausrichtung des Resetknopfs hat man auf der Rückseite mit unterschiedlich viel unterlegten U-Scheiben gelöst:


Allen Ernstes Jungs, das stammt nicht von mir, sondern das habe ich so vorgefunden.
Wieso ist das so ?
Weil das Blech, an dem das Zählwer sitzt schlampig gefertigt und etwas zu weit oben abgekantet wurde
Das mit den U-Scheiben ist eigentlich nichts Neues, weil so oder so ähnlich findet man das öfter auch mal unter Schrauben zwischen Frontplatten und Chassis.

Noch ein Bsp., diesmal der elektrischen Art:


Hier hat man die Pins so lange gelassen, daß die sich beim Abbiegen gefährlich nahe kommen. Im Bild oben habe ich sie schon wieder gerade gerückt, weil die teilweise nur noch ca. 0,5mm auseinander waren.

Soweit erst mal für heute. Jetzt muß das Ding noch ein bischen lüften, läuft aber soweit schon mal wieder.
« Letzte Änderung: Wednesday, 01.June.2011 | 00:27:46 Uhr von kuni »
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Offline PeZett

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #25 am: Wednesday, 01.June.2011 | 08:53:50 Uhr »
Hallo Matthias,

....schöne Foto-Doku. Das hilft (auch mir irgendwann) sicher weiter.
Nach dem langen WE werde ich mir mal den ITT3020 hervorkramen und
hineinsehen - vielleicht lässt sich so noch etwas über die Entstehungsgeschichte
der Kisten herausbekommen (Platinenaufdruck z.B.),

***
EDIT: ...ich werde d. Eindruck nicht los, dass diese Entstörkondensatoren
auch zu den pauschal zu wechselnden Bauteilen gehören. Die scheinen mit der
Zeit irgendwie in jedem Gerät zu zerplatzen.


Zitat
...Weil das Blech, an dem das Zählwer sitzt schlampig gefertigt und etwas zu weit oben abgekantet wurde..

Ein weiterer Hinweis auf die Fremdfertigung des Laufwerkes, wie ich finde.

***


Bis die Tage....

Gruß

P.
« Letzte Änderung: Wednesday, 01.June.2011 | 09:01:21 Uhr von PeZett »
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. (F.Kafka)

Offline m_ETUS_alem

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #26 am: Wednesday, 01.June.2011 | 12:04:24 Uhr »
Wunderschöne Bilderdocu, ich liebe Bildchen (und ich weis wieviel Arbeit das macht !)  :-handshake:

Stimmt, die "Funkenfänger-C´s" verenden imMo derart häufig, das man meinen kann die hätten sich abgesprochen.
Natürlich muß das immer mit viel Dampf passieren....einen einfachen Knall wie bei "Öli´s" hätte es doch auch getan?


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Offline hifikauz

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #27 am: Wednesday, 01.June.2011 | 13:10:14 Uhr »
Eigentlich war es ja die Chemie die knallt und stinkt, die Physik die nie gelingt.  :_55_:
Viele Grüße,

Käuzchen

Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #28 am: Wednesday, 01.June.2011 | 13:52:07 Uhr »
Hi zusammen,

....schöne Foto-Doku. Das hilft (auch mir irgendwann) sicher weiter.

Deswegen hab ich's gemacht, weil sonst interessieren sich eh die Wenigsten für Kassettendecks  :cray:

Nach dem langen WE werde ich mir mal den ITT3020 hervorkramen und hineinsehen

Au ja, bitte.
Schau mal irgendwo, ich meine auf der Lötseite, steht bei meinem "Tandberg" (ausgeätzt) drauf.
Würde mich interessieren ob das bei den ITT auch so ist.

Noch was zur allgemeinen Verarbeitung:
Die ist mMn nämlich doch ziemlich Krücke.
(1) Ich weiß nicht, ob so'ne Netzkabelführung offiziell iO ist. Selbst wenn, finde ich das schon abenteuerlich.
(2) Die Verkabelung ist selbst für jap. Verhältnisse lieblos. Oft findet man ja in jap. Geräten wilde Verdarhtungen, aber dann doch oft wenigstens mit Kabelbindern zusammengefasst. Hier weitestgehend Fehlanzeige. Einfach Strippe von Hü nach Hott.
(3) Die lange Platine ist mMn hochgradig gefährdet. Die ist zwar an einigen Punkten per Schraube zum Gehäuse hin abgestützt, aber dem Gehäuse selbst fehlt ja das Chassis vollkommen. Es wird nur durch die Seiten-/Deckel-/Bodenbleche zusammengehalten. Macht man Deckel und Boden raus, dann verliert das Teil rapide an Stabilität und im Wesentlichen verhindert dann noch die Platine, daß es sich zusammenfaltet. Zudem ist die einfach viel zu lang und läuft Risiko durchzuhängen.
(4) Während meines Praktikums bei HP habe ich mal gelernt, daß Pins max. ca. 1mm oberhalb des Lötkegels aufzuhören haben. Grund ist eben genau, daß die überschüssigen Beinchen nicht umknicken und dann Kurzschlüße machen. Hier sind die Pins der Bauteile viel zu lang abgeknipst (ca. 3-5mm oberhalb des Lötkegels).

Mir ist klar, daß das Gerät kein reinrassiges Tandberg mehr ist, aber evtl. wurde ja die Platine nicht nur bei Tandberg entwickelt, sondern auch dort gefertigt. Sehen andere Tandberg Geräte da auch so aus ?

Alles in Allem schon ein bischen ein Armutszeugnis für so 'nen Hersteller wie Tandberg. Vlt. stimmt ja die o.g. Theorie und die Restbestände wurde über ITT vertickt. Vlt. gerade deswegen, weil Tandberg gemerkt hat, daß das 3034 nicht so recht zur eigenen Marke passen will  .,a015

Hatte nach dem Rifa Tausch gestern noch etwas damit gespielt. Es tut alles, klingt ad-hoc auch schon mal ganz vernünftig.
Das LW hat halt das typische, robuste "Knocken" beim Umschalten der LW-Funktionen. Verbunden mit dem hohlen Blechgehäuse klingt das halt schon ziemlich blechern. Wie wenn E-Magnete in einen Blecheimer legen würde  :grinser: .

Mords Manko mMn ist, daß die Rückspulgeschwindigkeit wirklich lahmarschig ist. Vorspulen geht schneller, aber auch nicht gerade das was ich als flott bezeichnen würde.

Heute abend geht's mal an den Abgleich.
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Offline teax

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #29 am: Wednesday, 01.June.2011 | 17:44:25 Uhr »
Hatte nach dem Rifa Tausch gestern noch etwas damit gespielt. Es tut alles, klingt ad-hoc auch schon mal ganz vernünftig.
Schau schau, das ist ja schon mehr, als man direkt erwarten konnte. Vielleicht sollte ich doch nicht immer soviel Sorge haben  .,a015
Gruß
teax

Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #30 am: Wednesday, 01.June.2011 | 23:15:50 Uhr »
Sodele, Abgleich ist erledigt. Dann also noch die Ergebnisse (Eigenaufnahmen, ohne Dolby):

TDK-AD



TDK-SA



So übel gar nicht mal  :_good_:

Das LW muß allerdings nochmal raus, weil das lahmarschige Rückspulen kann so nicht sein  ;0003

Gruß, Kuni
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Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #31 am: Thursday, 02.June.2011 | 01:16:48 Uhr »
Zum Problem des langsamen Rückspulens:

Hier lag die Ursache darin, daß sich Kunststoffabbrieb auf den Achsen der beiden Treibräder (siehe Bild unten) gebildet hat, vor allem am Linken (für's Rückspulen).



Habe dann das ganze Teil (Idler samt Treibräder und Halterung) aus dem LW genommen.
Dazu muß das LW aus dem Gehäuse, aber man braucht es nicht komplett auseinander zu klappen - geht auch so ganz gut raus.
Dann die beiden Rädchen von den Achsen nehmen, säubern, ölen, einbauen und nun spult's wie'n Weltmeister  :grinser:

Jou Jungs, zu später Stund. That's it ... tut nun alles wieder (Aufwand bis hier ca. 20h  :shok: - nur um das auch mal gesagt zu haben  :flööt:).
Morgen kömmt's erst mal ohne Gehäuse in den echten Betrieb - hoffentlich kommt nicht nochmal was  :girl_devil:
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Offline teax

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #32 am: Monday, 06.June.2011 | 08:36:56 Uhr »
schau mal:

http://cgi.ebay.de/Tandberg-3014A-IR-Remote-FB-Referenz-MINT-SERVICED-/140560276307?pt=LH_DefaultDomain_77&hash=item20ba0b9b53

das 3014 hat ja die gleichen Tasten und auch das Gehäuse sieht sehr ähnlich aus...also doch ein Tandberg und kein ITT, oder?
Gruß
teax

Offline PeZett

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #33 am: Monday, 06.June.2011 | 10:25:32 Uhr »
@teax

...auf die stimmige Optik des 3034 würde ich nicht allzu viel geben. Ein Hersteller, der eine
"runde" Produktpalette anbietet, sorgt dafür, dass auch Zukauf-Geräte im Design zu dem
Rest des Portfolios passen.
Mag ja auch sein, dass das Deck bei Tandberg gefertigt wurde aber das Laufwerk ist doch
ein im Vergleich zu allem vorher/nachher Dagewesenen sehr simpel.

Gruß

P.
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Offline PeZett

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #34 am: Tuesday, 07.June.2011 | 21:57:32 Uhr »
Aufklärung!

Tandbergfreunde können aufatmen, auch das ITT-Deck scheint im Wesentlichen von Tandberg zu stammen.
Nachdem ich mein ITT 3020 mal aufgemacht und abgesucht habe, ist mir zunächst nichts aufgefallen
aber dann...   Auf zwei Platinen fand ich unprofessionell ausgeführte Farbkleckse (eher so eine Art "Teerschmiere"),
die irgendwas verbergen sollen. Ein bischen von der Pampe weggekratzt und schon tauchte ein Schriftzug auf,
der schon nach der ersten Silbe die Herkunft verrät.



Weitere Ausgrabungen erübrigen sich da ja dann wohl.

Mein Fazit:
Das Laufwerk mag zugekauft sein, aber erst segelte das Deck unter Tandbergs Flagge um danach
(wie schon erwähnt ein Jahr später) dann unter dem ITT-Label weiter-/abverkauft zu werden.


Gruß

Peter
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Offline kuni

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #35 am: Tuesday, 07.June.2011 | 23:46:10 Uhr »
Ich fasse es ja nicht  .,35 - tarnen & täuschen war da angesagt  :_rofl_:
Gruß, Kuni
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Offline Feldi

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #36 am: Monday, 19.September.2011 | 17:28:17 Uhr »
Hallo zusammen!

Wie sich das gehört, möchte ich mich erstmal kurz vorstellen.
Mein Name ist Christof. Ich bin 51 Jahre (ur)alt, verheiratet, zwei Töchter, lebe im Chiemgau und bin begeisterter Analogist (liegt wohl am Alter :__y_e_s:)

Im Augenblick bin ich dabei, meine Komponenten zu restaurieren und Tante Gugl hat mich auf diese sehr informative Seite geführt.
Ich besitze auch das hier beschriebene ITT Deck (und Tandberg steht auf der Platine). Leider hat auch die Riemenpest zugeschlagen.

Könntet Ihr mir eine Quelle nennen, wo ich einen kompletten Riemensatz bekomme? Es ist zwar nur der Motorriemen hinüber, aber wenn ich das Ding schon auseinander habe, dann möchte ich gleich alle austauschen. Eine neue Andruckrolle wird sicher auch nicht schaden.
Kennt Ihr eine Quelle?
Wie kommt es eigentlich zu dieser Riemenverflüssigung?.

Ich hoffe, Ihr könnt mir helfen.

L.G.

Feldi
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Offline Jürgen Heiliger

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #37 am: Monday, 19.September.2011 | 17:43:17 Uhr »
Hallo Feldi,

zuerst würde ich es einmal hier versuchen......

Jochen Schmidt, seines Zeichens der Tandberg Zentral-Service. Dort müsstest Du das benötigte bekommen.
Gruß
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Offline Feldi

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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #38 am: Monday, 19.September.2011 | 17:50:46 Uhr »
Danke Jürgen,

werde ich morgen mal kontaktieren und dann über meine Resto-Fortschritte berichten.

Gruß
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Re: Tandberg TCD-3034
« Antwort #39 am: Monday, 19.September.2011 | 20:15:56 Uhr »
Hi Feldi,

willkommen auch von meiner Seite im Forum.

Hier mal die Maße die ich ermittelt habe - gelten dann schon abzgl. 5% direkt für die Bestellung neuer Riemen.

Vierkantriemen Wickelantrieb -> Umlenkrolle: U = 150mm, 1 x 1mm
Vierkantriemen Umlenkrolle -> Zählwerk: U = 150mm, 1 x 1mm
Vierkantriemen Schwungrad -> rechter Wickel: U = 174mm, 1,5 x 1,5mm
Flachriemen Antrieb: U = 220mm, Breite: 3,5 - 4,0 mm (3mm geht zur Not auch), Dicke: 0,6mm

Ersatzriemen habe ich bei http://www.gummimeyer.de/ bestellt.
Gruß, Kuni
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