Autor Thema: GX-75  (Gelesen 21352 mal)

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Offline m_ETUS_alem

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Re: GX-75
« Antwort #40 am: Tuesday, 19.June.2012 | 21:02:56 Uhr »
und wieder ein AKAI-Begeisterter  :-handshake:

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Offline Paule_s

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Re: GX-75
« Antwort #41 am: Wednesday, 03.October.2012 | 15:44:02 Uhr »
Hallo Gemiende,
Mein erster Post!
Nach dem mein Lieblingsspielzeug ein Denon DR-M 44 ist, aber das Sendust Aufnahmesystem bei allen meiner gekauften Decks mehr oder weniger krumm und schief geschliffen ist, dachte ich, ich versuche es mal mit einem Akai GX75.
Gesagt, getan ein defektes mit Höhenschwäche ergattert, und aufgebaut. Der Kapstanriemen war mit 5 mm offensichtlich zu breit, es gab keinen Bandzug zwischen den Kapstanwellen. Deswegen wurde vermutlich ohne Rücksicht auf Verluste an der der Kombikopf verkurbelt, bis er lose im Gerät rumklapperte. Den Riemen hatte ich auf 4,5 mm breite runtergeschliffen, und es war nun Bandzug da. Auch hatte der Bastler das Gegenlager der Kastanwellen nicht wieder richtig eingesetzt, es gab komische Geräuse. Dann entschloss ich mich, nachdem der Bandlauf wieder stimmte, und das Gerät recht gut klingt das Laufwerk zu zerlegen, um es zu reinigen und neu zu schmieren. Dabei viel auf, das eine Kugel von der Kopfschlittenlagerung gefehlt hat, und der Kopfschlitten auf dem Kunststofblock lief. Klasse. Ich habe die Kugel die zwischen der Metallfeder und dem Kopfschlitten genommen, und die zwischen Feder und Kopfschlitten von einem Denon Laufwerk verwendet. Die Kugel ist ca. 0.5 mm grösser.
Dann viel mir noch der unüberhörbare Steuermotor auf, der nun eindeutig einen Lagerschaden hat. Beide Sinterlager des Motors klemmen, und haben sich bereits im Kunststoff gelockert, bzw. das hintere Lager ist komplett lose.  Was nun, das Lager rasten nicht mehr ein!   

Offline kuni

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Re: GX-75
« Antwort #42 am: Wednesday, 03.October.2012 | 17:41:26 Uhr »
Hi,

wart mal, bis der Dominik ("m_ETUS_alem") sich meldet.
Vlt. hat er sowas im Lager liegen oder kennt einen Tip.
Was mich betrifft, bin ich überfragt, außer evtl. ein entsprechendes Teil (Gegenlager oder Lagerscheibe osä.) irgendwo fertigen lassen.
Gruß, Kuni
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Offline Micha49497

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Re: GX-75
« Antwort #43 am: Wednesday, 03.October.2012 | 18:46:34 Uhr »
 .,045

 ;0006
...was lange gärt wird endlich Wut !

Offline Paule_s

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Re: GX-75
« Antwort #44 am: Wednesday, 03.October.2012 | 22:27:41 Uhr »
Ich habe nun um das hintere Lager einen Kranz aus 2-Komponenten Kleber gelegt, aber das lager ist immer noch nicht total fest. es läst sich nun verschieben, wie es im Normalfall sein soll, aber es scheint immer noch ab und zu zu klemmen. Mal geht das Kassettenfach normal schnell auf und zu, und das auch noch fast geräuschlos, und  manchmal geht es fast in Zeitlupe, mit einem leichten Geräuschteppich.
Das Gerät ist sonst gesund, die Köpfe haben kaum mit der Lupe zu erkennende Einschliff, und dr Bandkontakt ist ausgezeichnet auch mit angehobenen Filz der Kassette. Ich habe dazu aus Kupferblech in der Stärke 0.5mm eine aussetzbare Kulisse gebastelt, die den Andruckfilz vom Kopf abhebt. Ich hoffe, das diese Köpfe dadurch nicht auch mal so aussehen, wie bei meinem GX75mk2 (aus der Bucht, im angeblichen Top-Zustand, ohne nennenswerte Gebrauchsspuren) Das Gerät hat nicht nur überall Spiel in der Mechanik (Das Nockenrad klappert fröhlich auf seinem Lager, der Kopfschlitten hängt schief um ca. 2Grad nach links, und die Köpfe wippen fröhlich rum, nach Betätigung von Start und Stopp) auch sah die Kiste nach einem Nikotingrab aus, auf welchem eineige Zielübungen mit Dart-Pfeilen statttgefunden haben. Wenigsten nimm der VK den Schrott zurück. Der Aufnahmekopf hat statt einer schmalen Spalte zwischen dem Rechten System und der oberen Einlage, eine tiefe, rundgeschlifende Furche. Es läst sich nur noch mit 90 oder 120'er Bändern halbwegs kallibrieren, und ohne Filz der Kassette geht schon mal rein gar nichts. (Andruckrollen sind mit 1200'er Papier nachgeschliffen und wieder exakt grade,  Der Bandlauf ist nun traumhaft gut, wie auch der Bandzug zwischen den Capstanwellen. obendrein hat der Tilt des Kopfsystems nicht gestimmt, er war oben ca 1mm näher an der Kassette wie unten, das Band war oben auch stärker gespannt wie unten bei den Systemen), die Tilt Schraube war auch nicht verlackt. so ein Zufall. Halt ein Gerät im E-Bay Top-Zustand.
Letztendlich habe ich mit dem MK1 wohl wesentlich mehr Glück gehabt, da lies sich der Fusch korrigieren, und es wurde als Baltlergerät für 70 Euro verkauft.
Aber: Mein komplett aufgebautes Denon DR-M44HX kingt besser. Da höre ich wirklich keinen Unterschied zwischen vor - und hinterband. Das Denon hat als Ersatz für die Elkos im Signalweg SMD Mehrschichtkondensatoren bekommen, man sieht kaum noch einen Elko auf den Platinen. Die Elkos der Dolbyzeitkonstanten habe ich durch Polyesterkondensatoren mit 5% Tolleranz ersetzt. Das hat so richtig was in der Transparenz und Dynamik gebracht. Anschläge klingen viel impulsiver nach der Elko entfernung. Das Denon ist BJ 1984/85, und hat neue Koppelkondensatoren wirklich verdient.
Auch baue ich derzeit ein Denon auf, der einen Akai GX-Kopf aus einem 75'er bekommen hat. Er kling nach zahlreichen elektronischen Anpassungen auch recht passabel mit dem GX-Kopf. Aber die Höhenaussteuerbarkeit ist meilenweit vom Sendust/Ferite Kopf des Denon entfernt, obwohl ich den Bias-Arbeitspunkt sehr tief angesetzt habe. Gleiches extrem hochtonreiches Material auf dem GX75 aufgenommen, zeigt eine ähnlich schlechte Höhenaussteuerbarkeit, wie der umgebaute DR-M44HX
Sind die Köpfe evt auch nicht mehr so ganz das gelbe vom Ei, oder ist es normal, das die GX-Köpfe kein so hohe Höhenaussteuerbarkeit haben. Im Denon lauft der Bias auch nur mit 105 Khz im Gegensatz zum Akai mit 210 Khz. Die HX-Pro Schaltung im Denon ist noch diskret mit OP's aufgebaut. (kein Spezial IC)
Das Bild zeigt das Kopfsystem des GX75mk2, Die Vertiefungen kann man gut an den Reflexionen des Blitzes sehen, wie auch durch Meisterhand ungleichmäßig angerauten Capstanwellen
« Letzte Änderung: Wednesday, 03.October.2012 | 22:34:27 Uhr von Paule_s »

Offline kuni

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Re: GX-75
« Antwort #45 am: Thursday, 04.October.2012 | 11:45:59 Uhr »
Hi,

also ich hatte glaube ich schon 2 GX-75 und ein GX-95. Ein 75'er steht noch im Zimmer meines Sohnes, weil er die motorische Klappenöffnung "geil" findet  :grinser:

Ich habe alle drei nicht sooo lange gehabt, weil sie mich klanglich nicht überzeugt haben. Im Vergleich fand ich, daß da immer ein leichter "Vorhang" davor hängt und die Höhenbrillianz einfach nicht so stark vorhanden ist, wie ich das von anderen hochwertigen Decks kenne. Ob das an mangelnder Höhenaussteuerbarkeit liegt kann ich nicht sagen. Ich - für meinen Teil  habe ja überwiegend mit MC's gehört, die auf anderen Decks aufgenommen waren, d.h. hier mangelt es den Akai mMn etwas im Wiedergabezweig. Einen ähnlichen Höreindruck, tendenziell vlt. sogar noch ausgeprägter, hatte ich beim GXC-760D - gut, das ist etliche Jahre älter - trotzdem.

Schlußendlich hat mich bisher kein Akai wirklich begeistert, obwohl die natürlich schon auf hohem Niveau spielen und sehr gut verarbeitet sind.
Gruß, Kuni
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Offline Paule_s

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Re: GX-75
« Antwort #46 am: Thursday, 04.October.2012 | 13:17:30 Uhr »
ich habe so eben von einem Gewerblichen Anbieter ein GX75mk2 gekauft. Sollte dies auch verschlissen sein, geht es halt wieder zurück. Aber der Verkäufer des verschlissenen 75mk2 behauptet nun, ich hätte das Gerät verbastelt, und möchte es nicht mehr zurück nehmen. Lustig, hat er doch das Gerät noch nicht wieder zu Gesicht bekommen, empfinde ich dies als Beleidigung. Ich sehe schon neue Aufgaben für meinen Anwalt am Horizont. Die Webseite der Auktion habe ich gesichert, mit all den vielen Bildern, und den Aussagen über den Zustand des Gerätes, was zweifelsfrei nachweisbar ist, dass es nicht dem Zustand des Gerätes entspricht.
 .,c045 .
« Letzte Änderung: Thursday, 04.October.2012 | 13:32:14 Uhr von Paule_s »

Offline garlock

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Re: GX-75
« Antwort #47 am: Friday, 05.October.2012 | 21:33:45 Uhr »
Hallo,

Alos der Servomotor ist ein Problem beim AKAI aber eigentlich nur bei der MKI version dort ist der hintere Lagerschild komplett aus Kunststoff und da löst sich gerne das hintere Lager der Motor vom MKII hat ein Metall Lagerschild und zeigt diesen Fehler nicht.
Ich repariere die Alten Motoren normalerweise, habe aber auch Ersatz.
Das Bild der Köpfe sieht nicht so gut aus die Köpfe haben schon die bekannten Ausbrüche vorallem der Wiedergabekopf, das würde die Höhenschwäche erklären.

Die Kapstanwellen sehen garnicht gut aus, normalerweise ist die linke poliert und die rechte Mattiert und definitiv nicht angeschliffen.

mfg


Offline Paule_s

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Re: GX-75
« Antwort #48 am: Friday, 05.October.2012 | 23:13:32 Uhr »
Der defekt (humpelde) Motor ist auch im MK1. Das hintere Lager hat wohl im Kunststoff gedreht, bis es locker war. Das Bild mit dem verschlissenden Kopf, und den vermutlich mit groben Sandpapier aufgerauhten Kapstanwellen, ist das MK2, welches der Verkäufer nun doch zurück nimmt. Ich hoffe nicht wieder eine Niete mit dem MK2 geszogen zu haben, welches ich gestern von einem Gewerblichen Händler gekauft habe, aber noch nicht habe. Wenigstens ist das MK1 top fit, bis auf den provisorisch geflickten Motor, es läuft (vermutlich) noch mit dem Werksabgleich perfekt. Alles stimmt, Wiedergabepegel, selbst die Cal Regler stehen genau in der Mitte bei einer TDK SA, MA und AD. Mit der Maxxel UR muss ich den Bias etwas nach links drehen. Scheinbar ist das Gerät auf die AD eingemessen, oder es ist ein dummer Zufall.

Offline garlock

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Re: GX-75
« Antwort #49 am: Saturday, 06.October.2012 | 00:46:42 Uhr »
Ein ganz einfacher Test ob die Köpfe noch OK sind ist: Metal Kassette einlegen in den Kalibrierungsmodus gehen und den Biasregler einmal voll nach links und nach rechts drehen bei dieser Prozedur darf sich der Pegelbalken höchstens um ein Segment nach links oder rechts verändern das selbe mit Chrom wiederholen, sackt der Pegel bei voll aufgedrehtem Bias mehr als zwei Segmente ab sollten die Köpfe geläppt werden.

Fals du Interesse an ner vernünftigen Überholung hast PM an mich.

mfg :dirol:


Offline Paule_s

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Re: GX-75
« Antwort #50 am: Saturday, 06.October.2012 | 11:34:40 Uhr »
Der Pegel fällt mit dicken Bändern tatsächlich in den Keller, wenn der Bias zurück gedreht ist. Einige 90 und 120'er Tapes funktionieren noch erstaunlich gut, aber mit der Höhenaussteuerbarkeit sieht es sehr mau aus, im Vergleich zu einem perfekt funktionierenden GX65mk2, mit einem Kopf ohne sichtabaren Gebrauchsspuren.
Wenn der "neue" GX75MK2 noch eine gute Substanz haben sollte, dann komme ich gern auf ihr Angebot zurück. Ich möchte ein Deck welches kompromisslos klingt, und die Bänder nicht einseitig belastet. Auch möchte ich analog zu meinem GX75MK1, einen Lifter verwenden können, der den Filz der Kassette abhebt. Das funktioniert nur mit einem noch gut in Form stehenden Kopfsystem, und vermeidet eine unnütze Abnutzung des Aufnahmekopfes, und es schont es die Bänder. Die Köpfe des verschlissenen GX75MK2 haben vermutlich keine Spielraum mehr für das Lappen, die dürften ganz kurz oder bereits in der Phase der Kopfspalterweiterung stehen. Der Level am Cal-Regler muss um 2 db zurück genommen werden, bei Kassetten die noch halbwegs mit diesem Kopfsystem funktionieren (z.Bsp. TDK SA und MA). Auch ohne Filz der Kassette geht nichts mehr, trotz Bandzug durch die Kapstanwellen, je dicker das Band, um so schlechter der Kopfkontakt, da ein dickes Band sich der Hügellandschaft alias Kopfspiegel nicht so flexibel anpassen kann. (das vermute ich zumindest)
Steuermotor im GX75mk2: Das Deck, welches heute noch zurück geht, hat auch einen Kunststoff Schild auf der Rückseite. Die Lötstellen sehen für mich noch original aus. Auch ist ein anderer Löschkopf verbaut (glänzt von oben bis unten metallisch) nicht wie das neue MK2, wo eine Keramikeinlage an der oberen Hälfte des LK verbaut ist. Ist da möglicherweise ein MK1 Laufwerk drin, welches das MK2 Kopfsystem und die MK2 Wickeldome eingebaut bekommen hat?