Autor Thema: Folienmembranen-Klang - gibt es das?  (Gelesen 1164 mal)

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Offline Matthias M

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Folienmembranen-Klang - gibt es das?
« am: Tuesday, 19.May.2015 | 22:36:28 Uhr »
Moin, moin,

vielleicht hat ja der eine oder andere von Euch schon einmal mit groß-flächigeren Hoch- und Mittelton-Membranen Musik gehört und kann mir sagen: Klingen die irgendwie anders?

Ihr kennt das sicher. In der späteren Jugend-Zeit hat man einen Wunsch, der nicht nur ganz knapp über jedem möglichen Budget liegt. Dann bekommt man langsam andere Dinge in den Kopf. Und irgendwann erinnert man sich wieder und schmeißt sämtliche mühsam erlernte Vernunft über Bord und kauft sich das, was inzwischen sowieso nicht mehr so teuer scheint, wie früher.

Und das kennt ihr auch: gebraucht gekauft, vor allem in Auktionen: Und irgendwie stimmt der Zustand nicht so ganz mit der Ansage des Verkäufers überein. Und beim zweiten Versuch auch nicht und beim dritten Versuch auch nicht ...
Da ich nicht so schnell aufgebe, habe ich also zwischenzeitlich bei einem Paar Böxchen etwas mehr Aufwand in die Wiederherstellung investiert, als üblich. Eigentlich hätten sie inzwischen wieder so klingen sollen, wie ich es früher nie gehört habe (wegen des Budgets). Tun sie aber nicht. Denke / dachte ich zumindest.

Und dann stieß ich bei einer Recherche wegen einer Vorstellung ganz anderer Boxen auf einen Ausspruch von Hans Deutsch, von wegen einem "zu direkten Klang" von Mitteltönern und fragte mich: Gibt es so was?

Jedenfalls klingen meine Boxen mit mehreren vergleichsweise großflächigen Hochton-Magnetostaten irgendwie "anders". Kaputt oder vielleicht doch eben nur "anders"?

Nach mehreren Zwischenspielen habe ich vor einiger Zeit, nach einem Boxenwechsel, ein Paar ACR Isostatic RP200 angeschlossen. Ein kleiner Fostex für die Höhen und ein größerer Magnetostat pro Seite für die Mitten. Und irgendwie klingt mir das auch anders, als von Boxen mit nur dynamischen Chassis gewöhnt. Also nochmal gewühlt und ein Paar Alternativen mit Hochton-Elektrostaten aus dem Boxenberg gezogen. Wenn auch weniger deutlich, habe ich doch auch hier den Eindruck: Es klingt anders.


Meine Frage an Euch: Wer hat Erfahrungen mit Boxen mit größerer Folienmembran (nicht unbedingt Bändchen)? Findet Ihr, es gibt so etwas wie einen typischen Klang-Charakter? Lässt sich der beschreiben?

Tschüß, Euer neugieriger Matthias
"Den guten Tonabnehmer erkennt man daran, daß er bei einem Auflagegewicht von höchstens zehn Gramm auch bei stärksten Bässen nicht entgleist und nicht klirrt." (Fono Forum 3/53)

Offline kuni

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Re: Folienmembranen-Klang - gibt es das?
« Antwort #1 am: Monday, 25.May.2015 | 09:46:27 Uhr »
Hi Namensvetter,

ein Freund von mir hat Magnepan Magnetostaten, welches Modell weiß ich nicht.
Ich meine das sind 3 Wege, alle mit Folie.

Als ich meine Vulkan gekauft hatte, haben wir beide ausführlich verglichen und sind kurz gesagt zu folgendem Ergebnis gekommen:

Die Magnepan hat sensationell fein auflösende, detailreiche und seidige Mitten und Höhen. Bei wandferner Aufstellung (Dipolstrahler) bietet sie auch eine etwas bessere Räumlichkeit. In den Bässen hapert's dafür sehr. Sind zwar vorhanden, aber doch eher zurückhaltend.

Was die Bässe angeht:
Mit der Vulkan eh kein Vergleich, aber auch zu mittelgroßen dynamischen Regalboxen (z.B. Canton GLE70, MB-Quart 390) kann die Magnepan da nicht mithalten.

Fazit:
Die Magnepan ist was für höhen-/mittenbetonte Musik (z.B. Jazz, Gesang etc.) aber auch nur, wenn man sie richtig stellen kann.
Auf Baß darf man nicht stehen, wenn man sich die holt.

PS:
Mein Freund hat mittlerweile auch ein Pärchen Vulkan, dann wenn er eher Rock und Klassik hören möchte, wenn also Baß da sein soll.
Gruß, Kuni
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