Hallo HCF´s,
ich mache hier einen neuen Thread auf.
Thema: Die offene Schallwand oder auch OB (open Baffle).
Wer hat Erfahrung mit diesen Exoten ?
Was ist gut an OB ?
Was ist schlecht an OB ?
Gruß
Kay
Moin,
ich habe wenig Erfahrung mit der offenen Schallwand, außer wenn man alte Radios mit einbezieht. Interessant und mutig finde ich, dass Jamo mit seiner Reference R 909 zum Preis von $18600 dieses Prinzip vermarktet.
Was ist zu diesem Lautsprecher zu sagen? Die Schallwand ist sehr schmal, was nach meinem Verständnis dazu führen sollte, dass der Bassbereich nicht sonderlich tief geht. Evtl. wird da mit Entzerrung und viel Leistung nachgeholfen. Auch die Aufstellung sollte kritisch sein.
(http://jamo.de/Files/Billeder/R%2090/R909_pblack_env_2_med.jpg)
(http://jamo.de/Files/Billeder/R%2090/R909_pblack_1_med.jpg)
(http://jamo.de/Files/Billeder/R%2090/R909_detail_3_med.jpg)
Hi,
so ein Dipol Sub funzt aber auch, doch müsste es theoretisch zu Auslöschungen im Tieftonbereich führen?!
Ist doch vorn und hinten offen, aber trotzdem geht es in den Tiefton-Keller...
Schmales einfaches Brett mit DDR KSP 215 und als Hochtöner ein AMT "Eton ER 4", unterstützt durch einen Sub im Vergleich zu einer ESS Kaufbox mit Heil AMT und einem 8" Tieftöner.
Das "Brett" spielte auch offener. Die Box klang nach Box, irgendwie gepresst...
Gruß
Monti
Diese Konstruktion ist recht bekannt: http://www.linkwitzlab.com/orion_ec.htm
Auslöschungen werden durch die besondere Konstruktion der Schallwand vermieden.
Noch etwas zum lesen: http://www.acoustic-design-magazin.de/magazin/html/retro_l8
Zitat von: Udo am Samstag, 15.Dezember.2007 | 13:32:52 Uhr
Auslöschungen werden durch die besondere Konstruktion der Schallwand vermieden.
Hallo Udo,
so funktioniert "Marketing" raucher01
Die besondere Konstruktion der Schallwand heißt nichts anderes, als das ich im Bassbereich ordentlich Leistung rein geben muss, um der Auslöschung entgegen zu wirken. Das ganze nett umschrieben, und man kann es teuer verkaufen.
Gruß
Kay
Da wird ja nix teuer verkauft, es ist ein Bausatz. Die Aktivweiche kann man z. B. auch von Behringer nehmen.
Doch,es wird teuer verkauft!
Lies Dir den Linkwitzlab mal durch . Von dem redest Du doch auch, oder ?
Ich muss denen doch nix abkaufen, die Pläne reichen.
Naja... Treiber, Holz und ein paar Bauteile brauchst du auch noch. ;)
Zitat von: rappelbums am Samstag, 15.Dezember.2007 | 16:13:22 Uhr
Noch etwas zum lesen: http://www.acoustic-design-magazin.de/magazin/html/retro_l8
Das ist aber ein FAST (Fullrange and Sub). Wird gerne genommen um einen kompakten Lautsprecher zu haben, der die Vorteile des Breitbänders mit Teifbass vereinigt.
Zum Thema zurück. Was sind die Vorteile der offenen Schallwand?
Harry,
Vorteile, Nachteile....?
Was für Dich ein Nachteil ist, kann für mich ein Vorteil sein und umgekehrt. Da wird man in den Foren nie zu einem gemeinsamen Nenner kommen.
Eine offene Schallwand ist auf jeden Fall eine große Herausforderung für den Entwickler.
Hörraum, Chassis, Abmessungen, Verstärker , WAF und das Material zum Bau der SW sind hier Maßgebend.
Grüzze
Ich
Moin zusammen!
OB = du hörst das Chassis im Raum!
Ich habe es selbst nicht glauben wollen - und deshalb ausprobiert. Timo_bau im HF hatte zufällig (?) den gleichen Breitbänder CORAL 8F70 und konnte mich beraten. Eine frappierende, ungewöhnliche Räumlichkeit, besonders, wenn man vorher auf stark bündelnde LS fixiert war. Die OB mit dem CORAL BB ist eine der wenigen LS, die ich alle paar Monate gerne mal wieder zum genussvollen Hören ´raushole und anschließe.
(http://img169.imageshack.us/img169/2971/img260201iq1.jpg)
Gruß
Detlef
Hi Detlef,
Timos SOS ist aktiv mit Subwoofer(Ripol) betrieben. Bei dieser sehr schmales offenen Schallwand ist die Breite relativ egal. Je schmaler die OB, desto höher die Übernahmefrequenz.
Es ist ein FAST System!
Gruß
Kay
Moin Kay,
FAST - schon klar - ohne aktive Entzerrung im Grundton etc. geht´s natürlich nicht, den Bass machen CORAL 15L70 in 180L BR
Gruß
Detlef
Zitat von: Kaspie am Samstag, 15.Dezember.2007 | 16:16:16 Uhr
Hallo Udo,
so funktioniert "Marketing" raucher01
Die besondere Konstruktion der Schallwand heißt nichts anderes, als das ich im Bassbereich ordentlich Leistung rein geben muss, um der Auslöschung entgegen zu wirken.
Gruß
Kay
Sehr interressant, einer Auslöschung mit Leistung entgegen zu wirken , wie soll das funktionieren
habe keine :;aha , also bitte um Erklärung
Syd
Hallo Syd,
hast Du Dich schon einmal mit Lautsprecher und deren Funktionsweise auseinandergesetzt ?
Wenn Dich das Thema interessiert, wirst Du nicht drum herumkommen, Dir ein Paar Bücher zu besorgen und selbst nachzulesen.
Thema " akustischer Kurzschluss".
Es sind einfache Grundlagen , die man beherrschen sollte.
Gruß
Kaspie
die Entfernung Membran vs. Schallwand , gleich A/2 des tiesten ungeschwächten übertragbaren Tones und bei einer z.b. 500 mm*800mm Schallwand , befinde ich mich nicht unbedingt im Bassbereich (entnommen Radio Magazin Nr. 7 1951/ Thema : Schallwandgröße vs. tiefst ungeschwächt übertragbarer Ton )
folglich habe ich darunter Auslöschungen und das mit Leistung kompensieren , Leistung welcher Art ?
mfG Syd
bezug auf deteg Posting
was heißt " frappierende ungewöhnliche Räumlichkeit " ?
Räumlich können viele Lautsprecher spielen , ungewöhnlich ...weil noch etliche andere Lautsprecher im Hörraum stehen .,a015
mfG Syd
Hallo alle,
also die Faszination, die von einer offenen Schallwand bei der Wiedergabe ausgeht, ist schwierig zu beschreiben. Ich will es mal versuchen:
in punkto Dynamik fällt einem nur "sauschnell" ein, da wirken geschlossene Boxen im direkten Vergleich wie mit angezogener Handbremse.
in punkto Ortbarkeit ist diese Sorte Schallwandler, meist mit vielen gleichen Breitbändern bestückt, unschlagbar, man kann sogar deutlich wahrnehmen, wenn ein Musiker während eines Stückes einen Schritt nach vorn oder hinten macht.
in punkto Tieftonwiedergabe ist diese Konstruktion einfach schwach, das kann man nicht schön reden, aber: die allermeisten Töne sind nicht so tief, wie angenommen. Wenn ein Schallwandler 50 Hz noch mit vollem Druck wiedergibt, ist das schon sehr tief. Die meisten Basstöne, die wir alle so lieben, liegen meist zwischen 70 und 120 Hz - und in diesem Bereich ist eine offene Schallwand, wenn sie denn mit vielen gleichen Chassis bestückt ist, einfach deswegen so beeindruckend, weil da riesige Mebranflächen parallel am arbeiten sind - und das klingt einfach unglaublich gut.
Nicht durchgesetzt hat sich das Prinzip m.E. nach, wegen der schieren Größe der Konstruktion. Vom Aufbau her ist es ja eher simpel.
Gehört habe ich das alles mit diesen hier:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Thorens_soundwalls%7E0.jpg)
Zusätzlich erhielt ich vor einigen Jahren den Auftrag eine Diskothek zu beschallen - mit einem äußerst schmalen Budget (3000,- DM für Verstärker und Lautsprecher). Ich habe mich damals auch für offene Schallwände entschieden. Zu diesem Zweck habe ich 22mm-Spanplatten mit dicken Leisten zu einer offenen Schallwand von 12 mal 6 Metern an Ketten von der Decke abgehängt. Darauf habe ich zwei 46cm PA-Bässe (hart aufgehängt) mt einer Eigenresonanz von etwas über 30 Hz montiert und insgesamt 8 Piezo-Hochmitteltonhörner. Das Ganze konnte ohne Frequenzweiche ausgeführt werden, die Piezos erhielten lediglich Vorwiderstände. Auch die Bässe liefen ohne Weiche. Zusammen mit einem PA-Stereoverstärker mit 2 mal 150 Watt von Monacor (da stammten auch die Lautsprecher her), ließ sich das Ganze innerhalb der Preisgrenze realisieren. Ich war hernach selber stutzig, wie tief hinab die Wiedergabe reichte und mit welcher Wucht die Baßwiedergabe einem mechanische Stöße versetzte. Einerseits wurde hier mit Lautstärken gefahren, wie man es von zu hause nicht kennt, andererseits war es auch die größte offene Schallwand, die ich je gehört hatte. Die Piezos haben mir nicht wirklich gefallen.
Ich fürchtete nur, daß alle anderen Möglichkeiten nicht lange überlebt hätten.
:drinks:
Zitat von: Armin777 am Donnerstag, 13.März.2008 | 10:34:08 Uhr
Hallo alle,
Zu diesem Zweck habe ich 22mm-Spanplatten mit dicken Leisten zu einer offenen Schallwand von 12 mal 6 Metern an Ketten von der Decke abgehängt. Darauf habe ich zwei 46cm PA-Bässe (hart aufgehängt) mt einer Eigenresonanz von etwas über 30 Hz montiert und insgesamt 8 Piezo-Hochmitteltonhörner. Ich war hernach selber stutzig, wie tief hinab die Wiedergabe reichte und mit welcher Wucht die Baßwiedergabe einem mechanische Stöße versetzte.
:drinks:
wieso überrascht 27 hz ca. 12.5 m A/2 = 6 m
die benötigte Schallwandfläche war doch vorhanden
mir geht es um die Aussage am Beispiel des Jamo Dipol ,mit Leistung gegen die Auslöschung angehen .
wenn das funktioniert , ja dann habe ich bei meinen Schallwänden was nicht beachtet :shok: die sind 180 *180cm und im Fullrange Betrieb ca. 180 hz bei 6 db Abfall
also , was habe ich nicht beachtet :_sorry:
mfG Syd
Von der Auslöschung ist bei Dipolen doch nur der seitlich abgestrahlte Schall betroffen, er strahlt also nur nach vorn und hinten ab. Sitzt man genau in der Mitte zwischen den Membranen hört man nur den indirekten Schall, daher auch der räumliche Eindruck.
Zitat von: andisharp am Donnerstag, 13.März.2008 | 11:39:46 Uhr
Von der Auslöschung ist bei Dipolen doch nur der seitlich abgestrahlte Schall betroffen, er strahlt also nur nach vorn und hinten ab. Sitzt man genau in der Mitte zwischen den Membranen hört man nur den indirekten Schall, daher auch der räumliche Eindruck.
kann es sein das wir unterscheiden müßen zwischen ,einerseits zu erzielenden linearen Frequenzgang und anderseits tiefst übertragbare Frequenz ?
bei einem spielt die Höhe der Schallwand und die Position des Chassis zum Schallwandrand , bei dem anderen die Breite der Schallwand eine Rolle ?
kann das so gesehen werden ?
mfG Syd
Hallo Syd, (ist Dein nick von Syd Barrett von Pink Floyd?)
die Auslöschung wird von der kürzesten Strecke, die dem Schall möglich ist, von der Membranvorderseite zu dren Rückseite zu gelangen. Die Länge dieser Strecke ist einer bestimmten Frequenz zuzuordnen. Dadurch wird die tiefste Frequenz, die noch wiedergegeben werden kann, bestimmt.
Hallo Udo,
Deine Ausführungen verstehe ich nicht! Die Auslöschungen betreffen doch nur den Bass - welcher bekanntermassen für die räumliche Darstellung überhaupt
keine Rolle spielt. Was also meinst Du mit "Sitzt man genau in der Mitte zwischen den Membranen hört man nur den indirekten Schall, daher auch der räumliche Eindruck."? Verstehe nicht!
:drinks:
Ein Dipol strahlt keinen Schall an den Seiten ab, da er sich durch Phasenumkehr gegenseitig auslöscht. Die Ausbreitungscharakteristik gleicht deshalb einer Acht und nicht einer Kugel, wie sonst üblich.
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8f/Polar_pattern_figure_eight_thumb.png)
Dipolacht © Wikipedia
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d0/Polar_pattern_omnidirectional_thumb.png)
Normale Schallausbreitung © dito
Ein Kalottenchassis strahlt zudem sehr breit ab.
eine Möglichkeit worin ein Problem des klassischen Dipol mit einem dynamischen Treiber zusehen ist:
oft geht man davon aus, dass das im Dipol eingesetzte Lautsprecherchassis nach vorn und hinten identisch abstrahlt. Das ist aber für die meisten Korblautsprecher unrealistisch: Die Strukturen von Korb und Magnet bilden nach hinten ein akustisches Filter, das den Frequenzgang verzerrt. Und von hohen Frequenzen, die evtl. nur noch von den innersten Bereichen der Membran abgestrahlt werden, kommt überhaupt kein signifikanter Beitrag mehr an der Lautsprecherrückseite an.
mfG Syd
Zitat von: andisharp am Donnerstag, 13.März.2008 | 12:42:11 Uhr
Ein Dipol strahlt keinen Schall an den Seiten ab, da er sich durch Phasenumkehr gegenseitig auslöscht. Die Ausbreitungscharakteristik gleicht deshalb einer Acht und nicht einer Kugel, wie sonst üblich.
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/8f/Polar_pattern_figure_eight_thumb.png)
Dipolacht © Wikipedia
(http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/d/d0/Polar_pattern_omnidirectional_thumb.png)
Normale Schallausbreitung © dito
was passiert wenn einem Dipol , ein Monopol (Bass) zugestellt wird ?
mfG Syd
Zitat von: Syd am Donnerstag, 13.März.2008 | 12:43:45 Uhr
eine Möglichkeit worin ein Problem des klassischen Dipol mit einem dynamischen Treiber zusehen ist:
oft geht man davon aus, dass das im Dipol eingesetzte Lautsprecherchassis nach vorn und hinten identisch abstrahlt. Das ist aber für die meisten Korblautsprecher unrealistisch: Die Strukturen von Korb und Magnet bilden nach hinten ein akustisches Filter, das den Frequenzgang verzerrt. Und von hohen Frequenzen, die evtl. nur noch von den innersten Bereichen der Membran abgestrahlt werden, kommt überhaupt kein signifikanter Beitrag mehr an der Lautsprecherrückseite an.
mfG Syd
Deshalb haben echte Dipole auch zwei gegeneinander verpolte Konus-Chassis, oder aber nach hinten offene Flächen, wie Elektro- oder Magnetostaten.
Zitat von: andisharp am Donnerstag, 13.März.2008 | 12:56:29 Uhr
Deshalb haben echte Dipole auch zwei gegeneinander verpolte Konus-Chassis, oder aber nach hinten offene Flächen, wie Elektro- oder Magnetostaten.
das verstehe ich jetzt nicht , bin davon ausgegangen das wir von einer OB sprechen und die sind nach meinem Vertständnis , grundsätzlich Dipole
desweiteren , durch verpolen der Chassis besteht immer noch das gleiche Problem , oder hat sich dadurch die Bauart geändert?
oder ist damit das drehen der Chassis um 180 grad in der Schallwand gemeint?
mfG Syd
Zitat von: andisharp am Donnerstag, 13.März.2008 | 12:56:29 Uhr
Deshalb haben echte Dipole auch zwei gegeneinander verpolte Konus-Chassis, oder aber nach hinten offene Flächen, wie Elektro- oder Magnetostaten.
Hallo Udo,
ah, jetzt ja. Du meinst also "moderne" Dipollautsprecher mit zwei verpolten gleichen Chassis, eins nach vorne, das andere nach hinten abstrahlend. Sicher dann verstehe ich Deine Ausführungen in post #20. Aber ein Lautsprecherabstrahlverhalten in Kugelform wäre das Ei des Kolumbus (jedenfalls bei Frequenzen über 200 Hz) ! Gibt es leider noch nicht.
Dennoch schweift das alles vom Thema der offenen Schallwand ab. Der "Dipol" von Jamo, der in Wirklichkeit eine offene Schallwand ist, hat wohl dafür gesorgt. Hat aber nichts mit dem Abstrahlverhalten zu tun.
Mit dem Auslöscheffekt ist bei der offenen Schallwand der so genannte akustische Kurzschluß gemeint:
http://de.wikipedia.org/wiki/Akustischer_Kurzschluss (http://de.wikipedia.org/wiki/Akustischer_Kurzschluss) - ist in wikipedia sehr anschaulich erklärt.
:drinks:
Einer strahlt nach hinten, einer nach vorne mit vertauschter Phase. Das geht in einer offenen Schallwand natürlich nur unvollkommen, deshalb sind es auch keine echten Dipole, sondern haben nur Dipoleigenschaften. Identisch ist die Abstrahlung nur bei Flächen.
Zitat von: Armin777 am Donnerstag, 13.März.2008 | 13:08:33 Uhr
Hallo Udo,
Dennoch schweift das alles vom Thema der offenen Schallwand ab. Der "Dipol" von Jamo, der in Wirklichkeit eine offene Schallwand ist, hat wohl dafür gesorgt. Hat aber nichts mit dem Abstrahlverhalten zu tun.
Mit dem Auslöscheffekt ist bei der offenen Schallwand der so genannte akustische Kurzschluß gemeint:
http://de.wikipedia.org/wiki/Akustischer_Kurzschluss (http://de.wikipedia.org/wiki/Akustischer_Kurzschluss) - ist in wikipedia sehr anschaulich erklärt.
:drinks:
@Armin777
Syd = nicht Barrett
wieso schweift das vom Thema ab
die Eingangsfrage lautete Vor & Nachteile und das Auslöschungsverhalten gehört doch dazu .Speziell im Bassbereich und eine Frage von mir lautet - wie ist die Abstrahlkeule bei einem Dipol wenn ein Monopol hinzukommt ( Kardioid , Martin Logan ?)
mfG Syd
Zitat von: Syd am Donnerstag, 13.März.2008 | 00:39:01 Uhr
die Entfernung Membran vs. Schallwand , gleich A/2 des tiesten ungeschwächten übertragbaren Tones und bei einer z.b. 500 mm*800mm Schallwand , befinde ich mich nicht unbedingt im Bassbereich (entnommen Radio Magazin Nr. 7 1951/ Thema : Schallwandgröße vs. tiefst ungeschwächt übertragbarer Ton )
folglich habe ich darunter Auslöschungen und das mit Leistung kompensieren , Leistung welcher Art ?
mfG Syd
Hallo Syd ( das ist eine Grußformel,wie wir sie hier im allgemeinen anwenden),
Die Leistung setzt sich aus Strom und Spannung zusammen und nennt sich im umgänglichen Sprachgebrauch Watt ( W)
Desweitweren solltest Du meine Antwort richtig interpretieren. Also erst einmal den Thread richtig durchlesen, nachdenken und dann posten :__y_e_s:
Gruß
Kay
Hallo Kay
eines verstehe ich immer noch nicht , wie Schall-Energieauslöschungen in einem Frequenzbereich , durch Watt oder verstärktem Frequenzbereich(Anhebung) aufgehoben werden können
wenn das als richtig betrachtet wird
wieso kann dann eine Senke bei den Raummoden nicht aufgehoben -sondern nur die benachbarten Peaks abgesengt werden
bei einer Schallwand von mir gibt es eine Senke bei 120 Hz , durch Tiefton Anhebung blieb die Senke auch beim Einsatz eines DSP blieb die Senke , durch höheren Qts der Chassis auch , nur der benachbarte Frequenzbereich wurde lauter/kräftiger....
mfG Syd
Zitat von: Syd am Freitag, 14.März.2008 | 00:04:54 Uhr
Hallo Kay
eines verstehe ich immer noch nicht , wie Schall-Energieauslöschungen in einem Frequenzbereich , durch Watt oder verstärktem Frequenzbereich(Anhebung) aufgehoben werden können
wenn das als richtig betrachtet wird
wieso kann dann eine Senke bei den Raummoden nicht aufgehoben -sondern nur die benachbarten Peaks abgesengt werden
bei einer Schallwand von mir gibt es eine Senke bei 120 Hz , durch Tiefton Anhebung blieb die Senke auch beim Einsatz eines DSP blieb die Senke , durch höheren Qts der Chassis auch , nur der benachbarte Frequenzbereich wurde lauter/kräftiger....
mfG Syd
Guten Morgen Syd,
erst einmal gehen wir von 2 verschiedenen Situationen aus.
Situation 1:
Andisharp
<Diese Konstruktion ist recht bekannt: http://www.linkwitzlab.com/orion_ec.htm
Auslöschungen werden durch die besondere Konstruktion der Schallwand vermieden.>
darafhin mein Posting:
so funktioniert "Marketing"
<Die besondere Konstruktion der Schallwand heißt nichts anderes, als das ich im Bassbereich ordentlich Leistung rein geben muss, um der Auslöschung entgegen zu wirken. Das ganze nett umschrieben, und man kann es teuer verkaufen.>
Durch aktive Entzerrung und Leistung wird der Abfall zu den tiefen Tönen kompensiert. Der Wirkungsgrad des Lautsprechers liegt hier im Promillebereich
Tiefe Frequenzen werden angehoben, höhere Frequenzen abgesenkt.
Situoation 2:
Deine Senke bei 120Hz!
du schreibst, dass Du eine Schallwand betreibst.
>wieso überrascht 27 hz ca. 12.5 m A/2 = 6 m
die benötigte Schallwandfläche war doch vorhanden
mir geht es um die Aussage am Beispiel des Jamo Dipol ,mit Leistung gegen die Auslöschung angehen .
wenn das funktioniert , ja dann habe ich bei meinen Schallwänden was nicht beachtet die sind 180 *180cm und im Fullrange Betrieb ca. 180 hz bei 6 db Abfall
also , was habe ich nicht beachtet ?<
Die Frage kann pauschal schlecht beantwortet werden, da ich Deine Schallwand und die weiteren Gegebenheiten nicht kenne.
Du schreibst,"bei einem spielt die Höhe der Schallwand und die Position des Chassis zum Schallwandrand , bei dem anderen die Breite der Schallwand eine Rolle ?"
Die Senke kann verschiedene Ursachen haben:
Der Raum, die Aufstellung im Raum,die Anordnung der Lautsprecher auf der Schallwand.......?
Kannst Du Bilder einstellen ?
Gruß
Kay
Hallo zusammen:
Weitere Schallwand-infos gibt es u.a. bei: :flööt:
http://www.dipolplus.de/ (Rudolf)
http://members.myactv.net/~je2a3/open.htm
http://www.amoenkediek.de/priv_audioseite/priv_audio_index.htm (Tröötenseite)
.. und auf vielen anderen Seiten.. einfach mal googlen, und man finden so einiges..
Grüße,
A.
Zitat von: Syd am Freitag, 14.März.2008 | 00:04:54 Uhr
Hallo Kay
eines verstehe ich immer noch nicht , wie Schall-Energieauslöschungen in einem Frequenzbereich , durch Watt oder verstärktem Frequenzbereich(Anhebung) aufgehoben werden können
wenn das als richtig betrachtet wird
wieso kann dann eine Senke bei den Raummoden nicht aufgehoben -sondern nur die benachbarten Peaks abgesengt werden
bei einer Schallwand von mir gibt es eine Senke bei 120 Hz , durch Tiefton Anhebung blieb die Senke auch beim Einsatz eines DSP blieb die Senke , durch höheren Qts der Chassis auch , nur der benachbarte Frequenzbereich wurde lauter/kräftiger....
mfG Syd
Hallo
Syd
Die Senke wirst du nicht Los jedenfalls nicht mit den Mitteln die Kay meint .
Mit Leistung und dem DSP geht es nicht die Senke zu füllen .
Die Position auf der Schalwand ist entscheidend und muß Individuell
für Jeden Raum eingemessen werden .
Die Bekannten Programme geben dir ein Bild wies sein Kann .
Messen ist da angesagt um die senke zu Eliminieren das geht in HH ist so ein Messung
drin und bei http://www.hifi-selbstbau.de/extra.php?cbnameid=Projekte
Ist es auch noch erklärt ist zwar nicht im den Bereich den du Hast
Aber das Prinzip ist das Gleiche.
Mfg
Tub-6as7
Moin :_hi_hi_:,
Schallwandbreite und Form, sowie die Position des/der Treiber ist ausschlaggebend für einen harmonischen Frequenzgang. Die größe, der OB, ist sowohl vom Raum, als auch vom verwendeten Treiber abhängig, um auch im Bassbereich überzeugend zu wirken.
Meine Zackenwand habe ich hier vorgestellt:
http://freenet-homepage.de/stratihatti/page10aa787effd.html (Kommt nach den 2x2Meter Wänden von meinem Lehrmeister...)
Meine OB´s sind im Bassbereich auch dezent mager! Jegliche Entzerrung (passiv wie aktiv), um dem entgegenzuwirken, hat mich nur unglücklicher gemacht. Ich halte es jetzt wie Mikrosoft: "Abstürzende Computer werden als Standart festgelegt" bzw.: "Dezent Bassschwache OB´s sind Standart." ;0008
Mit ner vernünftig abgemischten Tonkonserve vermisse ich auch nix. raucher01
Schöne Ostern, Hatti
@kaspie: bitte nicht wieder dieses Bild mit halbem Hase und Hund! .,c045 :_55_:
Zitat von: HaiVieh am Samstag, 22.März.2008 | 14:23:51 Uhr
@kaspie: bitte nicht wieder dieses Bild mit halbem Hase und Hund! .,c045 :_55_:
Hallo Hatti,
meinst Du dieses Bild ?
(http://img84.imageshack.us/img84/8226/osternflltausmh6.jpg) (http://imageshack.us)
Nein, das würde ich nie reinsetzen. Schon gar nicht zu Ostern und in diesem Forum.
Gruß
Kay
Moin,
- tolles Tier - geht mir das Herz auf! :__y_e_s:
welch ein schöner, klarer, wacher Blick - ich meine vom Hund
- nicht vom Hasen :grinser:
Meine Nachbarn hatten "keinen Bock" auf meine PA. :cray:
Seitdem:
DiPol gibt´s hier auf die "Lauscher". (etwas mehr "Zubehör" als beim Hasen noch vorhanden :grinser:)
Vorher:
Endloses Schwärmen anderer, darum war ich neugierig "sowas" mal zu hören. Hatte keiner in meinem Umfeld - dann eines Tages:
Ein Mitglied eines Nachbarforums hat seine "Altwände" hier vorgeführt - und sie auch gleich hier gelassen. DIY mit Chassis von und nach:
www.bastanis.com
- da gibts Bausätze und komplette Wände, dieser hier eine MachArt der Atlas. "low budged" ist was anderes.
Bastanis Chassis sind "eigentlich" nix anderes als gemoddete Eminence...
Wenn man mäkeln wollte, könnte man sagen, dass die Fostex Hörnchen für den HT noch zu ersetzen wären. Muss man aber nicht.
Bei der Beschreibung des Basserlebnisses muss ich unterscheiden. Die Schallwände können bis 70 Hz runter - lass ich aber nicht zu - hier aktiv getrennt bei 125 Hz.
Obwohl die Beschreibung "hinkt"... bezeichne ich mal diesen Übergabepunkt als Midbass / Tiefbass. So habe ich am Midbass gar nix zu knurren - wie immer gibts ein ABER
Pferdefuss:
... jaja der Tiefbass, ist zumindest "gewöhnungsbedürftig" - Tieftöne ja - aber kein Punch. Was tun?
Es waren BGS 40 im DiPol Bass drin. Berechnet und so gebaut-
...nee,nee,nee... nicht wirklich meine Welt.
Hab ein paar farbenfrohere :pleasantry: EV 15 L ins DiPol Gehäuse geschraubt. Neben Vorteilen hab ich mir einen kleinen Nachteil eingehandelt. Die EV´s setzen wohl ein bisschen mehr Luft :grinser: um. Bei höheren Pegeln wird der Luftzug hörbar.
Andere Lösungsansätze:
Bastanis selbst nimmt für den Tiefbass einen Aktivbass, der mich sehr an "Mivoc" - Lösungen erinnert. Also griff ich in die "Teileecke" und hab meinen aktiven Mivoc bemüht. Nee, hat mir auch nicht gefallen. Als eine mögliche Lösung hab ich Klipsch Eckhörner dazu gesellt. Nee...-"Das" isses ooch nich...
Versuch der Beschreibung:
Der Charakter der offenen Schallwände passt dann überhaupt nicht mit einem druckvollen Tiefbass zusammen - es ist schwer zu beschreiben, so stellen die offenen Schallwände Räumlichkeit her - und eine "herkömmliche" Bassquelle - wird hingegen allen herkömmlichen Erfahrung - ortbar... arbeitet zu punktuell. Ganz einfach: nervt auf die Dauer. Es hat mal jemand gesagt:" Der Fluss der Tonalität geht verloren. " -Wäre nicht meine Beschreibung. Aber vielleicht können andere "damit was anfangen".
Kompromisse:
Nun bin ich kein Mensch der Kompromisse- in diesem Fall aber irgendwie nicht zu umgehen. Ich habe die EV in den DiPol Gehäusen drin gelassen. Bei "normalen" Pegeln ist das eine überaus befriedigende Lösung. Drehe ich mal bisschen am Rad - so muss ich mich eben mit Lufzug abfinden. Geht auch.
Vorteile/Nachteile/Anforderung
Dem Tiefbass Generve stehen aber etliche Vorteile gegenüber, die mal so beschreibe:
Räumlichkeit ähnich wie bei Magnepan Schallwänden
Erheblich mehr Druck als Maggies :grinser:
Blitzeschnell - noch nie hab ich Percussion Wiedergabe so erlebt.
Beim Amping sei angemerkt, dass es mit "Warmduschern" nicht getan ist. Die Dinger brauchen "Stromlieferanten" - sonst bringt das alles nix.
Aufstellpunkt - jo... keine gute WAF - entweder braucht man eine verständnisvolle Partnerin - oder einen extra Raum. Ich habe Glück + Beides! :_good_:
Schönes Wochenende.. + jetzt schnell zum Flohmi
Jürgen
hallo
ohne dass ich jetzt jedes deiner details wirklich nachvollziehen kann, habe ich bei dipol-lautsprechern die ganze zeit an meinen ripol-sub denken muessen.
ich trenne den bei etwa 80hz ab (18db) und entgegen allen anderslautenden behauptungen bleibt das teil gelegentlich ortbar. ist aber nicht stoerend oder wenn dann nur sehr selten.
ich betreibe das teil zur zeit eigentlich nur mit meinen picolino-hoernern. ist zwar ne andere welt als ob, aber evtl. tut das ja als anregung :)
Hi Jan,
an den OB gibts, wie ich versucht habe zu beschreiben, nix zu mäkeln.
Es ist in der Tat schwer, den richtigen Bass dazu zu finden.
Klar haben auch die DiPole hier "Richtcharakter"...-vergass ich zu erwähnen.
"Richtcharakter...Ortbar..."... ... oder Ortbarkeit durch Richtcharakter.
Da hab ich als "Laie" dann Schwierigkeiten die Vokabeln zu finden, damit alle verstehen, was ich meine. Das ist auch schwer.
Auf jeden Fall hab ich auch andere Bassgeschichten dazu probiert. Dabei ist mir die "final völlig befriedigende Lösung" nicht begegnet.
Das Bassproblem haben Magnepan-Wand-Betreiber auch. Gerade in diesem Umfeld sucht Axel Ridtahler seine Lösung anzubieten - wohl weil die Leute auch nicht immer eine gute Lösung finden.
Vielleicht DiPol zur Zeit die technisch beste Lösung? keine Ahnung.
Hier die "einfache" Ridthaler Variante aktiv... - ich glaube, bei Dir ja auch? - War doch der Tisch? :grinser:
-gibt ja auch noch die Ridtahler/Linkwitz Lösung in anderen LS Anordungen.... z.B. W ... mit 4 Basschassis.
-evtl. geht das besser? - Vielleicht hat hier jemand damit Erfahrungen und berichtet?
Grüsse
Jürgen
"Entwicklung" eines finalen "Hornsystems" ist etwas, was mich so manchen Abend nicht einschlafen lässt. Gibt hier auch schon "WAS". Aber wird nicht in den Foren landen, bevor ich ..... (kann also nur noch Jahre dauern) .,a015
Zitat von: jan.s am Sonntag, 06.April.2008 | 00:17:06 Uhr
hallo
meinen ripol-sub denken muessen.
ich trenne den bei etwa 80hz ab (18db) und entgegen allen anderslautenden behauptungen bleibt das teil gelegentlich ortbar. ist aber nicht stoerend oder wenn dann nur sehr selten.
möglich das die Flankensteilheit zu gering und ein Ripol-Sub zu wenig ist
mfG Syd
Hi Syd,
viele Köche legen ein Ei raucher01
Stimmt, ich weiss es auch nicht. Und der gute Jan offenbar auch nicht wirklich.
Ich trenne hier mit Behringer Xpro 3400 - unter 200 Hz., da ist der "Behringer Rauschfaktor" kein Thema.
So kommt mir die ganze Geschichte bei 125 Hz harmonischer vor als bei 70 Hz, die praktisch "fahrbar" sind.
So scheint die Behringer xpro mit 24 DB geeigneter,
mehr Musikalität will sich aber auch nach intensievster
Regeltortour auch nicht einstellen lassen.
Jans Weg ja auch ein wenig anders.
Horn-Anbindung ...18 DB Flankensteilheit-
wird Musik nur manchmal als störend empfunden :grinser: :grinser: :grinser:
was soll man mit so ner Aussage anfangen?
.. ja da arbeiten die grauen Zellen... und doch geht nur Probieren über Studieren.
Eine Behringer CDX 2496 soll mit 48 DB trennen können - da muss man dann erstmal
eine anschaffen ... auch Geld... und wenn´s nicht funzt - auch wieder los werden.
Ratlos, ratlos - ich glaube einzig ein Gespräch mit Axel Ridtahler kann da Aufschluss geben.
Der hat vernünftige Hornanbindung und Magnepananbindung schon zu stande bekommen.
Ob man dann mit einer von ihm erarbeiteten Lösung aber "Druck" auf dem Bass hat, ist
die nächste Frage.
Lohnt der Aufwand und das Grübeln?
schönen Sonntag Nachmittag
wünscht
Jürgen