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Titel: Bauliche und klangliche Unterschiede MM und MC-Systeme
Beitrag von: 4504 am Montag, 23.Oktober.2006 | 10:45:31 Uhr
Hallo zusammen, hallo Jürgen,

es ist, wie üblich, eine Anfängerfrage: Wo liegen die baulichen Unterschiede der beiden Systemarten?

Anschließend stellt sich dann die Frage, wie sich das klanglich auswirkt. Mein ungeschultes Ohr und meine mittelmäßige Anlage hat da echt ein Problem. Also welche Kriterien soll ein Hörer denn in Betracht ziehen, wenn er sich an einen Vergleichstest wagt? Welche Art von Musik deckt denn Schwächen und Stärken auf?

Da meine Sammlung hauptsächlich aus dem Bereich Rock/Pop der 70er und 80er besteht, dazu alle möglichen Maxis der Discozeit der 80er plus ein wenig Soul und Funk aus dieser Ära, wäre ich für Anspieltipps dankbar.

Bisher gehört:

Montana Sextett: Heavy Vibes
Al Jarreau: Take Five (aus der Look To The Rainbow)
Quincy Jones: Walking in Space
J.M. Jarre: Oxygen
Barclay James Harvest: Rockn Roll Starr (Live Tapes)
BJH: Sommer Soldier (Baby James Harvest)
Saga: A Brief Case (In Transit)
Pink Floyd: Sheeps (A collection of great dance Songs)
Sade: Is it a crime
Supertramp: Rudy (Crime of the Century)
Steve Winwood: Spanish Dancer/Night Train (Arc of a diver)

Die Unterschiede sind minimal: Das MM-System hat mehr Power bei den Bässen, die Höhen sind nicht so ausgeprägt. Das MC-System klingt ausgewogener, feiner auflösend mit einem besserem Klang im Hochtonbereich. Aber von einem wirklichen Unterschied, der mir bei einem Blindtest auffallen würde, bin ich Meilenweit entfernt.

Grüße, Thomas!

p.s. Testumgebung: MM: Pickering XV-15/625E, MC: Ortofon MC 200, TT: Sony PS-X50, Preamp: Yamaha C-50, Amp: Yamaha AST-10, Speaker: Sonab A-200
Titel: Re: Bauliche und klangliche Unterschiede MM und MC-Systeme
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Montag, 23.Oktober.2006 | 11:03:07 Uhr
Hi Thomas,

recht anschaulich und für den "Laien" leicht verständlich erklärt bekommst Du die baulichen Unterschiede hier: http://fl-electronic.de/analog/tonabnehmer.html

Direkte Klanglische Zuweisungen dem jeweiligen Prinzip zugehörig gibt es meiner Meinung nach nicht, wenn beide Hersteller ihre Hausaufgaben ordentlich gemacht haben. Eher sind sie der Entwicklergüte zuzuordnen. Leider werden zur Zeit keine hochwertigen MMs mehr so in dem Maße entwickelt wie's einmal der Fall war. Bei den MCs sieht es anders aus, hier lässt sich besser der höhere Preis (teils durch Entwicklungskosten, teils durch die kleinere Serie) verkaufen, dadurch gibt es dort auch immer wieder Weiterentwicklungen und teils auch Verbesserungen.

Mach Dich bei den von Dir getesteten Systemen von den Riesenunterschieden frei, es sind immer die kleinen Schritte die einen auch weiter bringen. Auch würde ich ein neu bekommenes System nicht direkt vergleichen wollen sondern mich zunächst einmal in Ruhe einhören und mich mit den Eigenheiten vertraut machen.

Auch nehme ich zum Vergleichshören immer Aufnahmen mit natürlichen Instrumenten und nur zu 25% meine Lieblingsscheiben. Sehr gut eignen sich Frauenstimmen, sie sind sehr kritisch was Auflösung, Raumdarstellung und Sauberkeit betrifft.

Übrigens das MC-200 ist kein Basswunder, dies ist eher ein Denon DL 103 (es übertreibt aber etwas) oder gar das DL-301 (hier fetzt es richtig bei Pop los).
Schließe mal das Pickering mit 68KHom oder höher ab, Du wirst Dich wundern. ;)

Gruß
Jürgen
Titel: Re: Bauliche und klangliche Unterschiede MM und MC-Systeme
Beitrag von: hagu am Montag, 23.Oktober.2006 | 17:46:53 Uhr
Hi Thomas,

es gibt schlechte/gute/sehr gute und überragende Systeme aus beiden Lagern.
...wie Jürgen schon angedeutet hat  ;D

Um "Dein System" zu finden gehört Geduld, Geduld und nochmals Geduld dazu.
...und viiiiiiiiiiel ausprobieren  :)

Kommt ein System nach erstem Probehören in die engere Wahl, brauche ich für mich noch mehrere Tage/Wochen um mich richtig reinzuhören.

Jürgens Tip mit dem Pickering würde ich unbedingt ausprobieren, ich durfte schon erleben was da bei den ollen Shure noch mehr rauskommt.
Das MC-200 hatte ich längere Zeit laufen und war ganz zufrieden damit, als bekennender MM-Hörer bin ich jetzt aber doch wieder auf ein olles ADC umgestiegen.
...aber das 301er Denon bei Jürgen hat schon richtig Spaß gemacht  :laugh:

Gruss,
Volker

Titel: Re: Bauliche und klangliche Unterschiede MM und MC-Systeme
Beitrag von: Stoppelhopser am Mittwoch, 20.Dezember.2006 | 20:58:49 Uhr
Hallo zusammen..

Wie sieht das denn mit den High-output-MC im Vergleich zu MM-Systemen aus? ich kann nur MM an meinem PhonoPre fahren, reine MCs kann ich also knicken. Ich möchte mir bald ein neues System gönnen, weiß nur nicht genau wie ich da ne Vorauswahl treffen soll.
Nix gegen mein AKG, aber aufgrund der desolaten Ersatzteillage läuft die Uhr für´s AKG leider täglich weiter ab.
Titel: Re: Bauliche und klangliche Unterschiede MM und MC-Systeme
Beitrag von: Jayk. am Mittwoch, 20.Dezember.2006 | 22:00:42 Uhr
Nabend allerseits,

möchte mal einen MM-Tip geben: NAGAOKA MP-Reihe, wobei dort die Typen MP-30, MP-50.

Letzteres habe ich, beschreiben kann ich es als bassstark (ohne zu dröhnen),räumlich, hochauflösend und äussert dynamisch.

Technische Dateh gibt es hier:

http://www.svalander.se/pickuper/mp10_50.htm (http://www.svalander.se/pickuper/mp10_50.htm)

Eine zus. Beschreibung / Diskussion findet ihr hier:

http://dedi262.your-server.de/analog1/wbboard/thread.php?threadid=23509&boardid=2&highlight=nagaoka (http://dedi262.your-server.de/analog1/wbboard/thread.php?threadid=23509&boardid=2&highlight=nagaoka)

Kaufen kann man bei den Schweden oder 3-2-1.. Preislich fast gleich...

Vorteil von MM zu MC könnte der gesparte MC-Pre / MC-PrePre für Einige sein...

Grüsse

Jonny






Titel: Re: Bauliche und klangliche Unterschiede MM und MC-Systeme
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Donnerstag, 21.Dezember.2006 | 01:26:30 Uhr
Hi Jonny,

danke für Deinen Tip, der für alle mal eine interessante Alternative darstellt, die einmal sich mit einem Exoten versuchen möchten. Die dort gebotene Performence dürfte bei heutigen neuen Systemen nur schwer im aufgerufenen Preisrahmen zu erreichen sein.

meine 2 ct.
Gruß
Jürgen