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Hifi-Oldies und HiFi-Klassiker bis in die Moderne ---- Hier der technische Bereich.... => Plattenspieler und Zubehör => Allgemeines zu den Klassikern ---- Geräteklasseneinteilung => TonArme & Tonabnehmer => Thema gestartet von: Stoppelhopser am Mittwoch, 09.Mai.2007 | 01:45:29 Uhr

Titel: Wie ist das denn nun mit der Tonarmresonanzfrequenz
Beitrag von: Stoppelhopser am Mittwoch, 09.Mai.2007 | 01:45:29 Uhr
Hallo zusammen..

Zu gewohnt später Stunde plagen mich wieder paar analoge Frage, die auch nach etlichen Diskussionen zu einem Konsens gekommen sind, darunter fällt auch diese Tonarmresonanzfrequenz.

Die Berechnungsdatei ist mir bekannt, Uneinigkeit besteht aber in meinem analogen Bekanntenkreis über die Wichtigkeit und die Auswirkungen. Als Beispiel nehm ich mal meinen 12" Cantus Arm (15gr), iVm einem Denon 103R liegt die ResoFreq bei 14,6Hz.. iVm nem Denon 304 bei 9,0Hz was wohl im anzupeilenden Bereich läge. Aber was macht das am Klang aus? Was ändert sich wenn man das Optimum unter- oder überschreitet? Ich selbst kenne das alles nur aus der Theorie, und kanns nicht einschätzen.

Titel: Re: Wie ist das denn nun mit der Tonarmresonanzfrequenz
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 09.Mai.2007 | 10:29:54 Uhr
Hallo Ralph,

eine Resofr. deutlich über 12 Hz, so wie bei Dir mit dem 103R, bewirkt das die zweite Oberwelle (diese hat noch immer die 1/4 Energie der eigentlichen Resofrequenz) dieser Frequenz im hörbaren Bereich sich befindet und auch von den meisten Boxen auch übertragen wird.
Wie sich dies nun auswirkt ist nicht eindeutig zu sagen. Es kann zu Auslöschungen in diesem Frequenzbereich (Resofr. gegenphasig zum Musiksignal) oder aber zu Aufdickungen (gleichphasig zum Musiksignal) kommen.
In jedem Fall kommt es zu Unsauberkeiten bei der Abtastung. Dies ist in meinen Augen aber zu vermeiden.

Resofr. unter 7 Hz sind aber auch zu vermeiden, damit der Tonarm/Tonabnehmer nicht durch Trittschall angeregt werden kann.

Messungen wollen wir im Sommer mal mittels eines Bruer&Kear machen. Erst dann kann ich genaueres sagen.

Gruß
Jürgen
Titel: Re: Wie ist das denn nun mit der Tonarmresonanzfrequenz
Beitrag von: Stoppelhopser am Mittwoch, 09.Mai.2007 | 15:49:14 Uhr
Hallo Jürgen..

Da scheint ja dann doch mehr dran zu sein als die meisten denken, vermutlich scheitert das Verständnis daran, das - wie ich ja auch - weiß wie sich das berechnet, aber nicht wie sich das auswirkt.
Das mit der 2. Oberwelle und 1/4 Energie ist mir zB total unbekannt, eigenartig auch das sich Hersteller bei ihnren Tonabnehmertips daran auch nicht stören, Scheu empfiehlt zB das 103/103R mit dem 12"Cantus, ich hatte auch ein 103er dran als ichs LW abgeholt habe (mangels MC-Pre aber nie gehört).

Kann man den Bereich wo es zu Unsauberkeiten kommen kann je nach ResoFrequ zuordnen, oder wird das jeweils neu berechnet?

Und witzig das ich mit meinem AKG derzeit doch sehr weit unterhalb des Solls liege mit 6,5Hz, vermutlich dank Wandhalterung hats da noch nicht zu hüpfen angefangen bislang, aber das AKG ist mir eh zu leise und kommt bald in den verdienten Ruhestand.

Super interessantes Thema wie ich finde, und da herrscht viel viel Unwissenheit auf anscheinend ziemlich breiter Front. Hab Dank für die Erläuterung Jürgen :thanks:
Titel: Re: Wie ist das denn nun mit der Tonarmresonanzfrequenz
Beitrag von: Malle am Freitag, 08.Juni.2007 | 22:39:52 Uhr
Hai, Ralph !

Nicht nur die Resonanzfrequenz ist wichtig, sondern auch dessen Ausprägung ( Amplitude ) , die in dB gemessen wird.

Zur Bedämpfung gibts da z. B. die Silikonwannen an den SME-Armen oder direkt am TA die Bürstchen a la Shure. Soweit ich mich an die Pickering-Bürsten erinnern kann , waren die alle untauglich bis sch... ubiduh.

MfG,
Malle
Titel: Re: Wie ist das denn nun mit der Tonarmresonanzfrequenz
Beitrag von: Stoppelhopser am Sonntag, 08.Juli.2007 | 20:04:55 Uhr
Hallo Malle..

Hab das 304er nun seit kurzem dran am 12"Cantus, Probleme gabs bisher nicht, hab aber auch noch nicht viel hören können :icon_sad: Bisher hab ich zum Glück keine Probleme gehabt / gehört.
Die Kombination war rechnerisch absolut im grünen Bereich was die ResoFrequenz angeht, eine weitere Modifikation brauchts wohl da vermutlich nicht.
Aber da muß ich erst noch mehr hören, man hadert ja auch imemr mal mit der Einstellung, mein PhonoPre hat flatschneue Röhren bekommen die sich noch eindudeln müssen, neue Kondensatoren sind auch reingekommen.. wird spannend :icon_wink:
Titel: Re: Wie ist das denn nun mit der Tonarmresonanzfrequenz
Beitrag von: rund am Freitag, 24.August.2007 | 07:53:53 Uhr
Hi,

da oft die Angaben der TA und Tonarmhersteller nicht unbedingt korrekt oder vollständig sind ist eine Berechnung der Resonanzfrequenz höchstens ein Anhaltspunkt, aber für grünes Licht reicht dies nicht unbedingt.

Ausschlaggebend sind in verstärktem Maß auch das Resonanzverhalten des Armrohres und der Lager, das ist auch der Grund warum mancher mathematische Mißmatch perfekt läuft und manches grüne Licht nicht. Und eine Bedämpfung des Armes ist dann immer nur eine Krücke.

Gruß

René
Titel: Re: Wie ist das denn nun mit der Tonarmresonanzfrequenz
Beitrag von: Stoppelhopser am Freitag, 31.August.2007 | 14:58:04 Uhr
Hallo Rene..

In den letzten Tagen hatte ich gute Gelegenheit ausgiebig Musik zu hören, bisserl rumprobiert wurde logo auch (der Spieltrieb halt :angel: ), es gab keine Auffälligkeiten :D
Das es eigentlich nicht richtig ist, aus einem Gesamtpaket nur einen Teilbereich (--> hier eben die Resoanzfrequenz) zu beurteilen ist mir klar. Aber irgentwo muß man ja anfangen ;)