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Hifi-Oldies und HiFi-Klassiker bis in die Moderne ---- Hier der technische Bereich.... => Plattenspieler und Zubehör => Allgemeines zu den Klassikern ---- Geräteklasseneinteilung => TonArme & Tonabnehmer => Thema gestartet von: Nik099 am Freitag, 09.Dezember.2016 | 14:26:08 Uhr

Titel: Grenzen der Perfektionierung
Beitrag von: Nik099 am Freitag, 09.Dezember.2016 | 14:26:08 Uhr
Bei meinen Einstellarbeiten an dem SME 3009 S2 improved Tonarm habe ich mich schließlich die Frage gestellt, was macht noch Sinn, was ist erreichbar, wann soll man sagen: genug.
Da man die Einstellung rein optisch mit den Augen in einer dreidimensionalen Welt durchführen muss, ist sie mit gewisser Ungenauigkeit behaftet, die schwer zu unterschreiten ist.
So habe ich die Einstellung mit dem originalen SME "Protractor" vorgenommen. Bleistiftmine quer an der Stirnseite des Tonabnehmers und auf perfekt parallel eingestellt.
(ohne Eile bis zur Perfektion, subjektiv gefühlt.)
OK, aber der anschließend gemessene Überhang ist etwa um 1 mm weniger, als von SME vorgeschrieben. Gut  genug, oder doch schlecht???
Als Kontrolle habe ich die ELAC-Schön Schablone genommen. Bei äußerem Einstellpunkt schön parallel, bei innerem nicht. OK, der Radius beim inneren Einstellpunkt ist 62.2mm
während er beim SME Protractor 60.3 beträgt
OK, aber dann müßte ich doch auf der ELAC-Schön Schablone bei 60.3 Parallelität haben, oder?
Fehlanzeige. Nochmals und nochmals nachgemessen. Eigentlich unlogisch, man möchte sagen ein Unsinn.
Offensichtlich ein Summenspiel von Ungenauigkeiten bei den Schablonnen und bei der optischen Bewertung.
Soll mich das beunruhigen, oder ist es noch normal und üblich?
Titel: Re: Grenzen der Perfektionierung
Beitrag von: BorisK am Samstag, 10.Dezember.2016 | 00:47:21 Uhr
Naja, die Ausrichtung der Linien zum Justieren des Tonabnehmers ändert sich mit dem Wert eines Nulldurchgangs.
Wenn Deine Schön-Schablone den Nulldurchgang bei 62.2 mm hat beziehen sich eben diese Linien genau auf diesen Radius.
Ich habe hier in eine selbst gezeichnete Schablone einmal beispielhaft in rot auch einen anderen Radius mit 65mm eingetragen.
Wie man deutlich sieht weichen sie in ihrer Ausrichtung stark zu den schwarzen Linien bei dem Nulldurchgang von 60.35mm ab.
Somit müsste die Schön-Schablone auch eigens Ausrichtlinien für den Nulldurchgang bei 60.35 haben, erst dann ging's auch mit dieser.
Hat sie denn?




(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Schablone-SME-65mm.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Schablone-SME-65mm.jpg)

Hoffe das erklärt das ein wenig.

Liebe Grüße
BorisK
Titel: Re: Grenzen der Perfektionierung
Beitrag von: BorisK am Sonntag, 11.Dezember.2016 | 00:15:25 Uhr
Du solltest auch noch beachten, dass es für den "3009 series II S2 improved" abhängig von der Seriennummer nochmals Unterschiede in der Tonarm-Geometrie gibt. So haben für die oben abgebildete Justage-Schablone Vorgaben aus der Datenbank von Vinylengine (->vinylengine.com) für die Tonarme bis Seriennummer 439606 als Grundlage gedient. Die Tonarme mit der Seriennummer ab 439606 unterscheiden sich dazu etwa im Kröpfungswinkel, damit verbunden auch in den Stellen der beiden Nulldurchgänge.

:_hi_hi_:

Liebe Grüße
BorisK