• Willkommen im Forum „NEW HiFi-Classic“.

Beldins TD 126 Projekt - Restauration und optische Modifikation eines Klassikers

Begonnen von beldin, Donnerstag, 07.Februar.2008 | 23:49:49 Uhr

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

beldin

Moin Moin!

Was lange währt wird endlich war! Der TD 126 ist fast fertig!

Deshalb fange ich nun mal denn mehrfach angedr......versprochenen Thraed an.

So ein Projekt wächst mit der Zeit! Zu Beginn waren mir nicht alle Maßnahmen und Details klar, nur dass es gemacht werden mußte!

Es wird viele Bilder geben und von einigen Rückschlägen sowie Pannen ist zu berichten ....  Verbesserungsvorschläge inklusive!

Am Ende steht ein Ergebnis, welches mir zumindest gefällt!


Wie alles begann

Kurz nach dem Exodus aus dem HF wurde unser Säugling schwer krank und mußte mit meiner Frau mehrere Wochen ins Krankenhaus. Das war eine Zeit, auf die wir alle verzichten konnten....
Papa blieb mit den beiden anderen Kindern zu Hause, Schwiegerdra... Lieblingsschwiegerdrache machte den Haushalt so gut es ging. Jeden Tag ins Kinderkrankenhaus, Kinder betüdeln usw.

Kurzum, dies war der richtige Zeitpunkt, als Trost den lange ersehnten TD-126 zu kaufen!
Eingestielt war das ja schon vorher, nun folgte der Vollzug!

Bernd (aka A700) hatte den Dreher rumstehen, wurde aber aufgrund des Zustandes nicht so richtig glücklich damit. Er wurde in einem anderen Forum ein wenig geprellt und wollte den TD loswerden. Der optische Zustand war von "Wohnzimmertauglichkeit" auch weit entfernt!

Also wußte ich, dass ich ein Restaurationsobjekt kaufe. Die vorab gemailten Bilder ließen aber noch ein wenig Hoffnung auf Rettung der Zarge......



Bernd wollte nur ungern versenden. Maddin (aka HisVoice) war bereit den Dreher bei Bernd abzuholen, zu verpacken und mir zu schicken. Dafür nochmal herzlichen Dank an Euich beide, die Ihr da so problemlos mitgespielt habt!
Maddin hat noch was bei mir gut....

Irgendwann kam dann ein großer, sauschwerer Karton bei mir an, den ich in telefonischer Anwesenheit von Maddin auspackte! :grinser:



Bestandsaufnahme

Drin war der hier


Bei der Montage fiel mir schon auf, dass diese Zarge, abgesehen von optischen Beeinträchtigungen an den Kanten, keine meinen Ansprüchen genügende Konstruktion ist.
16 mm MDF foliert, an den Ecken auf Gehrung verleimt und mit Diagonalstreben ausgesteift.
Die Buchenhölzer, aus denen die tragenden Elemente unter der Grundplatte gefertigt waren, hinterließen einen guten Eindruck. An den Ecken verzinkt, aber leider innen an die Zarge geklebt.....

Der Zargenneubau war also beschlossene Sache. Als grobe Orientierung diente Jürgens Selbstbauzarge für seinen TD 126 Mk IV, den er inzwischen abgegeben hat bzw. abgeben möchte. Es folgten im Rahmen dieses Projektes mehrere Telefonate mit Jürgen, der mir immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Jürgen, dafür an dieser Stelle nochmals vielen Dank!

Jürgens Wissen um diese Geräte ist sehr umfassend, fast schon unheimlich....aber er hat an den Dingern auch selbst schon genug rumgeschraubt!

Die neue Zarge wollte ich dann in Nußbaum furnieren und mahagonifarben beizen...

Die Frontplatte war auch nicht mehr so doll!
Die Beschriftung war an den Rändern unscharf, die silberne Lackierung inzwischen suboptimal...also mußte eine Lösung für die Frontplatte her!
Diese Frontplatte und die dahinter liegende Blende bestehen aus Aluminium-Strangpreßprofilen. Aluminium kann man schleifen und eloxieren, die Schrift gravieren......
Aber beide Teile sind eloxiert! De Blende hatte die gebürstete Oberflächenstruktur schon; die Frontplatte mußte diese Struktur noch erhalten!
Meine Anlage besteht aus Accuphase E 303 und T 105. Eine optische Angleichung sollte im Zuge der Restauration erfolgen. Eloxalfarbe also champagner bis gold!

Die Technik dieses TD machte zum Glück keine Probleme!  Nur die Zugentlastungen der Kabel gefielen mit nicht.

Ach ja! Ein kleines Problem gab es dann technisch doch noch! Seht hier


Irgendjemand hatte diese Potentialausgleichsleitung (Masseverbindung) mit einem Seitenschneider durchtrennt! Der TD hat gebrummt wie irre! Arrggghh! Mit einem Lötkolben, Zinn und einem Stückchen Litze oder Draht aber kein nennenswertes Problem!

Ein Vorbesitzer wollte die Masse des Innentellers erhöhen und hatte Unmengen Kit in denTeller gedrückt!

Das kann nicht ohne Unwucht abgehen! Auch wenn der Verursacher anderer Meinung ist. Dynamisch gewuchtet kann diese Konstruktion nicht sien.
Ihr merkt es schon:....... Es gefiel mir nicht! Also raus mit dem Zeug!

Die Nextelbeschichtung auf Subchassis ud Tonarmbrett war einfach nur fertig! Also runter damit. Zunächst wollte ich Furnier aufbringen......dann sollte es Folie sein......Schließlich wählte ich einen anderen Weg. Aber dazu später! Hier der Zustand der Nextelbeschichtung:

Klebrig, dreckig, verkratzt......runter damit!

Und noch einen Kollateralschaden gab es an der Tonarmstütze:


Bekommen habe ich den TD mit einem TP63 und montiertem ELAC ESG 896. Zunächst kaufte ich eine Tonarmstütze, Einstellehre, Tonabnehmermotageset, einen weiteren TP 63 und und und..... aus Ebay und von Rolf Kelch!

Teilweise habe das Zeug wieder verkauft, ohne es zu benutzen, aber auch dazu später.....


Demontage - oder teilweise, sachgerechte Zerstöung eines TD-126

Zunächst mußte der TD auseinandergeschraubt werden. Die erste Hürde bestand in der Frontplattendemontage! Wenn man weiß, wie es geht, ist es ein Klacks! Man muß sich aber erstmal trauen.....Am besten geht es, wenn die Bodenwanne abgeschraubt ist. Das Ding entsorgt man am Besten sowieso......

Hier ist das Frontend demontiert.


und zerlegt



Dann wurde der Plattenspieler in seine Hauptbaugruppen zerlegt:






Und schnell ein paar Gedächtnisstützen per Foto gemacht.
Wie waren die Kabel angelötet?


Mist!
Die Schraube muß raus!


Diese Maße muß ich im Spalt zwischen der Trommel und dem Magnetschlitten wieder einhalten:


Erklärung: Das Maß von ca. o,4 mm bestimmt die Breite eines Luftspaltes zwischen der Magnettrommel unten an der Tonarmachse und dem Schiebestück, welches iin diesem Abstand fixiert wird! Stimmt der Abstand nicht, gibt es Probleme mit der Endabschaltung!!! Deshalb immer viele Dinge markieren oder anders dokumentieren! Das Maß von 0,4 mm gilt aber nur für den EMT-Arm und den TP16 von Thorens! Andere Arme benötigen andere Abstände!

Den Tonarm kriege ich so nicht ab!


Also muß die weitere Oberflächengesteltung mit montiertem Tonarm möglich sein! Furnier und Folierung scheiden damit aus! Lackieren ist die Lösung!
Aber das bitte dann durch eine Profi......

Der Teller war natürlich angelaufen. Die Kunststoffknöpfe waren mir nicht wertig genug....
=> Knöpfe ausmessen, zeichen und eine Dreher gesucht, der diese aus den Vollen dreht. Der Dreher hat dann auch den Außenteller poliert. Den Teller habe ich mit Zaponlack hoffentlich dauerhaft versiegelt.....Eloxieren scheidet für den Teller aus, da dieser aus einer Zinkdruckgußlegierung besteht! Lackieren fand ich nicht so schön!


Der langsame Wiederaufbau

Um die Frontplatte so zu gestalten, wie es mir vorschwebte, mußte zunächst ein Gravierer gefunden werden. Ich fand ihn in Kassels Innenstadt und besprach mit ihm mein Vorhaben. Die Platte sollte die gebürstete Struktur vor der Gravierung erhalten, da durch ein Schleifen nach der Gravur die Schriftkanten verwaschen werden könnten!
Also ab nach Hause, und zunächst den Schleifblock gesattelt....

Hey! Das ist eine mörderharte Oberfläche! die ist nicht lackiert! Das ist ja Eloxat!
Bandschleifer raus und eingespannt. Grobe Körnung drauf und ab gehts....
....eigentlich sollte man von Hand schleifen, der Schleifstaub hat es in sich....
....also nicht zur Nachahmung empfohlen! Eltern haften für Ihre Kinder...... :grinser:

Wer Eloxat mir der Maschine schleift muß bescheuert sein! So wie ich.....
Eine Drecksarbeit und körperlich anstrengend!
Nach dem Schleifen sah die Platte dann so aus:


Den Fehler von mir sieht man auch schon! Der glänzende Streifen!  :_thumbdown_:
Also, entweder man macht es besser als ich, oder man nimmt eine serienmäßig gebürstete Platte. Die gab es bei einigen Modellen des TD 126 auch!
Damals wußte ich es aber noch nicht besser und gab die Platte zum Graveur.

Das war das Ergebnis:




Graviert ist's also ab zum Eloxieren.....aber wo?
Hier muß man etwas Klinkenputzen und nachfragen. Erhört wurde ich bei einer Firma in der Nähe, die Thermometer und elektronische Bauelemente fertigt!
Die Blende wurde enteloxiert.
Die anderen Aluteile wurden gleich miteloxiert!




Aus der alten Zarge wurden die tragenden Elemente herausgenommen und der Rest ensorgt!
Ritze ratze voller Tücke in die Zarge eine Lücke..... :_55_:


Man kann hier auch die erste Zarge erkennen.....
Wer viel misst misst Mist!
Ist mir auch passiert! Ein saugend eingebautes Subchassis macht nicht wirklich Spaß!
Die zu kleine Zarge wurde aber dann während des weiteren Baus für viele Dienste mißbraucht....

Also nochmal Holz gekauft und eine weitere Zarge gebastelt....


...macht ja auch Spaß! :grinser:


Weil es in der unbeheizten Werkstatt saukalt war, wünschte ich mir zu Weihnachten von meiner Frau, dass ich einige Arbeiten in der Küche machen durfte. Zur Leimtrocknung kam die Zarge nach drinnen. Hier wird gerade furniert:
 

Die Flächen, an denen später nur schlechter Zugang besteht habe ich vor dem Zusammenbau furniert, gebeizt und vorlackiert, (Schnellschliffgruund und Klarlack seidenmatt).
Oben seht ihr das Aufbringen von Furnier auf die Außenflächen und oben. Furniert wurde nach Udo Wohlgemuths Methode.
Also
- das Furnier grob zuschneiden
- beide Klebeflächen mit einer Kunststoffrolle diagonal dünn mit Holzleim einstreichen
- Leim anziehen lassen, bis er durchsichtig wird
- dann Furnier auflegen und mit dem Bügeleisen (Temperatur zwischen Seide und Baumwolle, also halbe Drehzahl !) aufbügeln
- dabei langsamer Vorschub mit hoher Anpreßkraft!
- darauf achten, dass sich das Furnier nicht verschiebt!

Vorteil dieser Methode ist, dass wenn sich im Zuge der weiteren Bearbeitung das Furnier an einer Stelle abheben sollte, die erneute Bearbeitung mit dem Bügeleisen Abhilfe schafft. Ich hatte zunächst gedacht, dass die Bügeleisenmethode nur mit Knochenleim (den  nahmen die Tischler früher) funktioniert. Aber auch mit den von mir verwendeten Holzleim auf Chemiebasis von der Firma Ponal funktionierte diese Methode! Ich war erstaunt! So kann man auch große Flächen problemlos furnieren! Ich behaupte mal, dass es mindestens genauso gut funktioniert, wie mit einer Furnierpresse in einer Tischlerwerkstatt! Und die jungen Tischler kennen diese Methode meist nicht mehr!!! Mehrere, mit denen ich gesporchen habe, kennen nur noch Furnierpressen.....Da geht viel Wissen um die Handwerkskunst verloren!

Parallel erfolgte der Zusammenbau der anderen Komponenten, in umgekehrter Reihenfolge. Die Grundplatte habe ich mit Karosseriedämmatten bedämmt!


Und dann die erste Anprobe:




Lechz! Das gefiel mir und machte Appetit auf mehr.

Inzwischen war die entscheidung gefallen, was mit dem subchassis und dem Tonarmbrett zu geschehn hatte. Die Tele wurden zwischen den Jahren in eine befreundete  Lackiererei gebracht. Die Teile wollte ich nach meinem Urlaub in der 2. KW abholen.

Ja, er wolle das auch gleich machen, die Teile nicht in der Kammer sondern über die Zeit trocknen lassen...Soweit die Theorie!
In der Praxis waren die Teile nach zwei Wochen immer noch nicht lackiert. Ende der 4. KW konnte ich die Teile endlich abholen. Es gab vorher Probleme mit dem Tonarmboard aus MDF, wo die Lackierung immer wieder hochkam......Natürlich waren die Teile dann doch in der Einbrennkammer gewesen, was an den veränderten Farben der Tonarmkabel zu erkennen war.
Richtig trocken war der Lack aber dennoch nicht. Das bemerkte ich dann zu Hause. Das Tonarmbrett hatte ich während der Fahrt iin weichen Noppenschaum gelegt. Die Noppen hatten sich verewigt.....






Für Nachmacher goilt es also hier aufzupassen!
Lieber die Teile noch ein paar Tage länger in der Lackiererei belassen!

Aber das Subchassis sah klasse aus:


Wie Ihr seht, hatte ich in der Zwischenzeit auch Basen gebastelt, welche an den Ecken über Innensechskantschrauben und Einschlagmuttern höhenverstellbar sind!


Irgendwann hatte ich dann mal die Ruhe(Kinder waren zum Lüften lange draußen) um mich dieses Puzzlespieles anzunehmen:


Jürgen emphal mir während eines Telefonates, das Lifterrad auszutauschen. Meins hatte ein Kunststoffgewinde. Die neueren Ausführungen haben eine Messingbuchse!
Rolf Kelch angerufen und das Ding bestellt......Nachdem 25,- € den Besitzer gewechselt und das Rad bei mir angekommen war (warum hat er mir eigentlich bei Bankeinzug eine Nachnahmegebühr berechnet?) konnte ich weitermachen.

Hier altes und neues Rad:


Beim Zusammenbau konnte ich dann feststellen, dass leider im Tonarmbrett in das Loch für die Liftstange durch den Lack zu eng geworden war....
Nun war guter Rat nötig. Am besten würde man das Problem mit einer Reibahle lösen. Reibahle hat man in der Regel nicht, schon gar nicht im passenden Durchmesser......
Aber Bohrer, Schleifpapier und etwas Klebeband hat jeder.....

Schon kann man ein konisches Spezialschleifwerkzeug basteln:


Und hier die Anwendung:


Das Ergebnis:


Und das Beste ist, es funktioniert. Was auf dem Bild so dramatisch als weiße radiale Kratzer erscheint ist nur aufliegender Staub (Klarlack)!


Inzwischen hatte ich mich auch längst von der ursprünglichen Idee, mehrer Tonabnehmer im Wechsel betreiben zu wollen, verabschiedet! Also weg mit den Tonarmen und dem Montagezeugs! Warum?

Ein TMC 63 oder noch besser ein MCH 63 sollte es sein! Rudi (aka valsi) bot zu dieser Zeit ein frisch revidiertes, von Herrn Fabrizius gerade zum MCH umgebautes TMC 63 an!
Nach vielen netten PN's waren wir uns doch rechts schnell handelseinig und zu meinem Geburtstag kam passend das MCH aus Austra bei mir an!

Bei dem TMC 63 handelt es sich um eine von EMT für Thorens gefertigete Version der TSD 15 !
Das MCH 63 ist die Version mit der v.d.H.-Nadel!

Der MC-Eingang meines Accuphase ist mit 100 Ohm abgeschlossen. Das MCH möchte 220 Ohm. Also könnte man, so Jürgens Vorschlag, Widerstände in die RCA-Stecker reinlöten.....


Ähm! Das passt nicht wirklich!
Dann suche ich lieber weiter eine PPA-990!!!

Stecker zusammengeschraubt und mit Schrumpfschlauch eine vernünftige Markierung gestzt!


Die ursprüngliche Klebebandlösung, und dann auch nur an einer Seite, war nix.

Nun konnte langsam die erste Anprobe mit Subchassis und Tonarmbrett erfolgen:


Ihr seht hier das Hilfsgestell, welches in Waage auf dem Tisch steht. Die Auflageflächen des TD lliegen in einer horizontalen Ebene!
Nun konnte ich bequem von unten das Suchassis befestigen und die Höhe sowie die Lage mit einer Ortofon-Libelle einstellen. Auf dem Bild bin ich schon einen Schritt weiter und stelle die Auflagekraft mittels Ortofon-Tonarmwaage ein. Das MCH tastet bei mir mit ca. 1,3 gr Rillenauslenkungen von 90 µm sauber ab!
Wahnsinn!!! Das schaffen bei dieser geringen Auflagkraft nur wenige Systeme!



Der Probelauf ergab dann, dass die Einstellung der Liftbank und die Endabschaltung des Liftes noch eingestellt werden müssen....
Da gab es ein leicht sirrendes Geräusch,welches nicht zu beinflussen bzw. abzuschalten war, bevor das Lifterad mit einem "KLONK" in die Zarge fiel....!

MERDE!

Nun darf ich das Ganze Ding wieder Aufschrauben und die notwendigen Einstellungen noch vornehmen!

Aber ich freue mich darauf, am Wochenende dann einen fertigen TD-126 zu haben!


Eine Klippe gibt es noch!
Das Schrankbrett biegt sich unter dem Gewicht des TD 126 und seines Kumpels dem TD 320 MKII doch sehr weit durch!
So muß ich mir noch überlegen, wie ich das Ganze in Waage bringe.....


Die Kosten......

Wie antwortete Ekel-Alfred noch auf die Frage wie er im Restaurant zahlen wolle? "Ungern!"

So ein Projekt wirft natürlich Kosten auf, die man am Anfang nicht übersehen kann.
Bei mir hat sich die ganze Sache auch erst während des Aufbaus entwickelt. Einige Planungen wurden umgeworfen. Neue Ideen umgesetzt....
So ein Projekt "lebt" und entwickelt eine  gewisse Eigendynamik! Damit muß man leben. Es macht aber auch den Reiz aus!

Hier eine Aufstellung der Kosten:


Hier eine Aufstellung der Kosten:
Gerät
300,00 €
Zweite Front
8,00 €
Gravieren
63,40 €
Drehen und Polieren
30,00 €
Eloxieren 
50,00 €
zweiter Tonarm
59,00 €
Montagesatz
16,00 €
Einstellehre 
18,45 €
Schaltkontakt
12,00 €
Riemen Lift 
13,30 €
Riemen
14,60 €
Tonarmstütze
18,45 €
Tonarm + Elac verk
-115,00 €
Einstellehre verk.
-16,00 €
Montagesatz verk
-15,90 €
Knöllchen Parken
15,00 €
Furnier
12,00 €
Leim
5,79 €
Holzteile
21,75 €
Zaponlack
9,59 €
MCH 63
450,00 €
Lackierer
50,00 €
Dämpfungsmatten
20,00 €
MC-PrePre-Teile
?
Kleinteile
20,00 €
Summe
1.060,43 €



Fazit

Bleiben die Fragen:
1) Was hat es gebracht?
2) Würde ich das wieder machen?

zu 1)
Ja ich würde es wieder machen. Unterstützend kommt am Anfang hinzu, dass man die Kosten i.d.R. nicht absehen kann. Das Projekt entwickelt ja eine Eigendynamik, Diese macht den großen Reiz aus!

zu 2)
Jein!
Nun weiß ich was an Kosten aus so einer Arbeit entstehen können!
Aber Spaß hat es bei aller Aufregung doch gemacht!!!  :grinser:


Und das Wichtigste am Schluß:
Dem Kleinen geht es soweit wieder sehr gut. Die Zukunft wird zeigen, ob Spätfolgen bleiben!


Ich habe fertig!
Das Thema ist nun geöffnet!
Liebe Grüße

von beldin .,73

Rollo

Zitat von: beldin am Donnerstag, 07.Februar.2008 | 23:49:49 UhrAber Spaß hat es bei aller Aufregung doch gemacht!!!  :grinser:

Und das ist das Wichtigste!  :drinks:
(neben der viel wichtigeren Tatsache das alle in der Familie wieder wohlauf sind :_good_: )

Und wer das Geld übrig hat der soll es doch in so ein Projekt stecken anstatt es zu versaufen oder zu verqualmen!

Schöner Thread! Danke für die geleistete Arbeit.

Bei Plattenspieler kann ich mich nicht so begeistern aber trotzdem lese ich gerne solche technischen "Erfolgsgeschichten"

:drinks:

Udo

Klasse Marc, sehr schöner Bericht :drinks:

Nach der ganzen Arbeit wünsche ich dir viel Freude mit dem Dreher, er ist ja jetzt ein Unikat.

wattkieker

Wirklich schön Marc, gratuliert hab ich dir gestern schon  :drinks:

Aber das du bei den Kosten die 15 fürs Knöllchen mit aufgeführt hast, ist schon Klasse  :grinser:

aileenamegan


jim-ki


beldin

Danke!

Die 15,- fürs Knöllchen waren beim Gravierer. Ich hatte Parkgebühren bezahlt, mich aber aus Vershehen auf eine Anwohnerparkplatz gestellt......

Hatte ich 3 x Parkgebühren aufgeführt?
Und die Fahrkosten?

Nein?
Dann kämen noch 20,00?Euro hinzu.......

Wenn ich irgendwann mal noch einen PPA 990 oder etwas vergleichbares bekommen sollte, dürften sich alle Kostenin Summe bei 1150,- bis 1200,- €
bewegen.

Oder 2400,- DM für einen 30 Jahre alten Platenspieler, der unter aktuellen Geräten und bei vorsichtiger Schätzung in der Preisklasse zwischen 3500,- bis 4500,- € einzuordnen wäre....
Was will ich mehr?
Liebe Grüße

von beldin .,73

TommiS

Hallo Beldin,

ich habe vor zwei Jahren ein ähnliches Projekt gestartet und bin ähnlich zufrieden wie Du.
Das ganze ist zwar irgendwie nie ganz fertig, weil man findet immer irgendwo noch einen Ansatz etwas zu verbessern.
Das Ergebnis ist allerdings sehr zufriedenstellend.
Wenn ich sehe was heute ein Thorens TD 550 so kostet, dann ist das Geld was man in einen solchen Umbau steckt wohl noch als ein Schnäppchen zu bezeichnen.
Ich denke zwar, dass ich mit dem Geld was Du ausgegeben hast nicht hinkommen werde, ich habe noch ein paar andere Veränderungen vollzogen,  aber gemessen an den 6000,- ist es auch bei mir immer noch günstig.
Meine Umbaugeschicht findet Ihr übrigens hier.

Viele Grüße

Tom

Valsi

Hallo Marc,

ich freue mich für Dich dass dein Projekt so super und unvergleichlich toll beendet werden konnte! Ich ziehe meinen Hut vor Dir! Respekt.

:_hi_hi_:

Zum TCH möchte ich noch was anmerken:


1,3g sind laut EMT zu wenig! 1,7 - 2,0g oder gar 2,5g sollten passen. Alles weitere per PN wenn noch notwendig!

Edit:
Text entfernt


beldin

Danke Rudi!

Jetzt kommen ich nur nicht an die Anlage ran.....


Deshalb:
:_thumbdown_:


Aber mit der Eisenbahn zu spielen, macht auch mir einen Höllenspaß.... :_tease:
Liebe Grüße

von beldin .,73

A 700

#10
Hallo Marc,

eine äußerst interessante und sehr schön erzählte wahre Geschichte. Es war ja irgendwie ein Zufall, als ich Dich im HF so nebenbei auf den bei mir dümpelten TD 126 hingewiesen habe. Was daraus geworden ist, kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Herzlichen Glückwunsch zu diesem Stück.

............

Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Freude mit dem Dreher und beim Spielen mit der Eisenbahn. Und schön, dass es mit dem Zwerg auch wieder aufwärts geht.

Beste Grüße
Bernd


Hier wurde der mittlere Absatz und zusätzlich die dem Streit anhänglichen Posts entfernt und in den unsichtbaren Bereich verschoben.
Jürgen
Admin

beldin

Nun wird die Eisenbahn abgebaut und am WE komme ich wieder an die Anlage ran. Dann will ich das Problem mit der Liftabschaltung angehen....

Gleichzeitig bietet es sich an, die hakende verstellung der Antiskatingeinstellung zu schmieren. Vor der Lackiererei hat die nicht gahkt. Ich nehme mal an, dass Svhmiermittel verdunstet ist. Womit schmiere ich am besten?
Liebe Grüße

von beldin .,73

beldin

Noch ein Nachtrag:
Dank Jürgens Vermittlung werde ich bald einen Dual MC 101 Übertrager besitzen und damit das MCH ohne den MC.Eingang miese Verstärkers anschliessen können!
Liebe Grüße

von beldin .,73

Jürgen Heiliger

Mir wurde als Schmiermittel immerzu Vaseline empfohlen...... aber ob dies wirklich nötig ist dort zu schmieren......

Ich würde erst mal nur gründlich saubermachen dort......
Gruß
Jürgen

>.... liebt den guten Ton und die Musik ....<
>.... die HiFi-Classiker und die Information ....<
Unsere WIKI
Skype: juergen_heiliger

beldin

Liebe Grüße

von beldin .,73

Jürgen Heiliger

oder zerlegen......

wenn auspusten dies bitte mit möglichst wenig Druck und dabei den Magneten der AS bewegen.
Gruß
Jürgen

>.... liebt den guten Ton und die Musik ....<
>.... die HiFi-Classiker und die Information ....<
Unsere WIKI
Skype: juergen_heiliger

beldin

Hier nochmal ein paar Bilder aus meiner heutigen Fotosession:


Der TD 126 hat den Platz gewechselt. Die Endabsschaltungen des Tonarmliftes sind eingestellt und deas Bild ist schärfer als das andere....


Hier meine beiden Thorense in trauter Eintracht nebeneinander


Der TP 16 mit dem MCH 63 im Einsatz


Mein neues Avatar...


Und nochmal fast die ganze Anlage....
Liebe Grüße

von beldin .,73

Jürgen Heiliger

Hi Marc,

dies sieht doch schonmal vielversprechend aus....... :-handshake:

Und wie hört es sich an.....? :flööt:
Gruß
Jürgen

>.... liebt den guten Ton und die Musik ....<
>.... die HiFi-Classiker und die Information ....<
Unsere WIKI
Skype: juergen_heiliger


beldin

Doch Jürgen und Peter!

Angeschlossen ist er! So lahmarschig bin ich nun auch wieder nicht! Ich habe zwar eine Menge Geduld, aber nun wollte ich es auch mal wissen!

Wie hört er sich an?

Dazu möchte ich zunächst noch nicht allzu viel sagen, weil

1) das MCH noch an einem 100 Ohm MC-Eingang läufteigentlich aber ertwas anders braucht. Das andere wird ein Übertrager sein, welcher wohl demnächst heir eintrudelt!

2) auf dem 320er nun erstmal ein Goldring Epic II montiert ist, welches dazu dient die Extrakte aus der am letzten WE gekauften LP-Sammlung zu hören....bei dem Schatz im
Silbersee und Winnetou Folge I bis irgendwas kann man die Klangqualität nicht wirklich beurteilen.

3) ich die Platten der LP-Sammung auch nicht kenne....

Aber die angespielte Moonlight Serenade mit Laurindo Almeida an der Gitarre und Ray Browns gestreichenem Kontrabass  (Jeton Direktschnitt)  war schon beeindruckend!
Einfach klasse, wie tief das MCH 63 auf dem TD 126 resonanzfrei runtergeht! :_yahoo:

Ansonsten wißt Ihr doch:
Ich höre nur Testplatten.... :smile :_55_:
Liebe Grüße

von beldin .,73

beldin

Liebe Grüße

von beldin .,73

beldin

Ich habe noch immer eine Gänsehaut!

Gerade habe ich Ben Webster, Live at the Monmatre (aufgenommen am 30.Januar 1965!) gehört.

Das war ein Zeitsprung par excellence!

Die Musiker standen wie festgemeisselt in meinem Wohnzimmer!!! Luftig, räumlich, einfach Klasse!
Ich habe immer wieder auf das Aufnahmedatum geguckt!!!

Unglaublich!

Den Test bei Jürgen kann ich voll nachvollziehen. Ein kleiner Thorens mit MCH 63 mischt mit der richtigen Anpassung sehr weit oben mit!

Der TD 126 dürfte noch ein Quentchen besser sein!
Liebe Grüße

von beldin .,73

aileenamegan


beldin

Heute kam der Dualübertrager, von einem Mitglied einer aaanderen Parallelwelt per Post an.  :_yahoo_:

Ausgepackt und nach kurzer Akklimatisierung angeschlossen. Fotos kan ich von dem Dual-Übertrager nicht mehr machen. Der ist jetzt hinter der Anlage.....und die Kamera ist iim Auto....tatsächlich....und das Auto steht vor der Tür, nicht am Nordpol! :_tease:

Gerade habe ich mal zum relaxen zwischendurch Moonlight Serenade als Jeton Direktschnitt  aufgelegt. Die Überbetonung des Hochtonbereiches, welches an dem 100 Ohm MC-Eingang des Verstärkers zu hören war, ist jetzt weg!

In meinen Ohren spielt die Kombi aus TD 126 MK III, TP 16 MK III, MCH 63 und Dual MCT-101 einfach nur PERFEKT!

:grinser:
Liebe Grüße

von beldin .,73

Jürgen Heiliger

Gruß
Jürgen

>.... liebt den guten Ton und die Musik ....<
>.... die HiFi-Classiker und die Information ....<
Unsere WIKI
Skype: juergen_heiliger

beldin

Die Kosten muß man jetzt auch noch um 40,-€ nach oben korrigieren!

Also lautet der Endbetrag nun 1.100,- € :__y_e_s:
Liebe Grüße

von beldin .,73

beldin

Gerade habe ich Ben Webster, in der Aufnahme aus dem Jazzhus Monmatre gehört....in der Kombi mit dem neuen Übertrager.

Die Aufnahme entstand zu einer Zeit als ich noch nicht geboren war, am 31.01.1965.

Mit einem gaaaaanz breeeeiiiiiiiteeeen Grinsen im Gesicht...... :grinser: Das war eine Reinkarnation der Musiker!
Einfach irre!
Liebe Grüße

von beldin .,73

Macek

Beitrag erst heute entdeckt. :shok: Das ist feinste Sahne.  :__y_e_s:
Was sehen meine blinden Augen noch? Einen Stax SR5 Gold?   :_good_:

beldin

Deine blinden Augen trügen Dich nicht!

Ausdrückliche Anerkennung, dass Du aus dem Geräusel rechts neben meinem Verstärker den Stax erkannt hast!

Das ist ein ca. 21 Jahre alter Stax SR5 Gold mit dem Speiseteil SRD-6.  :_good_:

Diese Kombi ist in meinen Ohren nur schwer zu toppen, zumal für den Preis von damals 680,- DM.......
Liebe Grüße

von beldin .,73

aileenamegan


beldin

Ja sollte ich vielleicht....Ich glaube damals hatte ich auch einen auf, aber irgendwie kamen wir nicht zusammen....
Liebe Grüße

von beldin .,73

Macek

Zitat von: beldin am Samstag, 23.Februar.2008 | 08:55:53 Uhr
Diese Kombi ist in meinen Ohren nur schwer zu toppen,
So gut sind die doch gar nicht, nein sie sind gigantisch.  :grinser: ( Einmal Elektrostat, immer Elektrostat )  :_good_:
Möchte meine Mitmenschen vor ihnen bewahren und besitze mitunter zwei SR5 Gold Speiseteile SRD-6 / SRD-7  :smile

beldin

So'n Schiet!

Gerade gab es nach langer Benutzung mal wieder das "Klong", den Aufschlag des Lifterrades im Gehäuse......

Also wieder abbauen, aufschrauben, Kontakte einstellen........dabei habe ich genug andere Dinge zu tun!
Liebe Grüße

von beldin .,73

wattkieker

Zitat von: beldin am Samstag, 08.März.2008 | 15:49:35 Uhr
So'n Schiet!

Gerade gab es nach langer Benutzung mal wieder das "Klong", den Aufschlag des Lifterrades im Gehäuse......

Also wieder abbauen, aufschrauben, Kontakte einstellen........dabei habe ich genug andere Dinge zu tun!

So'n Schiet - aber zum Rasen mähen und vertikutieren ist es noch zu früh ......

Wie ist das Lifterrad denn gesichert, bzw befestigt? Kannst du da nicht was regeln, um das Selbstständigmachen zu verhindern?

beldin

Das Lifterrad läuft euf einem Gewindestab. Über 2 Metallfedern wird durch Kontakt zur Mitnehmerfeder der Abschaltkontakt gegeben. Die untere Metellfeder scheint schon etwas weich geworden zu sein, so dass sie sich bei jedem kontak etwas nach unten mitverbiegt.....Irgendwann fällt dann das Rad runter...
Liebe Grüße

von beldin .,73

TommiS

Moin,

bei Rolf Kelch gibt es noch Ersatz für ausgeleierte oder verbogene Federn...

Viele Grüße

Tom

beldin

Liebe Grüße

von beldin .,73

beldin

Nachdem der 126 wieder läuft und der Boden zur besseren Erreichbarkeit der Innenteile großflächig ausgesägt wurde, möchte ich hier die perfekte Tuningmaßnahme vorstellen.
Nix bringt mehr als diese....

Vergeßt Kabel, Klangschalen und Wunderelexiere!

Seht selbst:


Liebe Grüße

von beldin .,73

rappelbums

Marc, ich weiß nicht so recht. Würde es nicht mehr bringen, erst mal den Staub von der Nadel zu wischen?  :_55_:

Gruß,
der rappelbums


Bildergalerie It ain't what they call Rock and  Roll

fly_hifi