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TD126 MkV ?

Begonnen von Captn Difool, Mittwoch, 19.November.2008 | 14:11:56 Uhr

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Captn Difool

Hallo Thomas,

ich weiß nicht, der erste neue und doch schlecht laufende Riemen (der mit dem Aufdruck) war auch von Joel. Ich möchte ihm aber nichts unterstellen, denn von außen kann man das wirklich nicht erkennen, ob da was nicht stimmt. War wirklich ein Ausreißer.

Was die generellen Regelprobleme angeht, vermute ich das mal - auch wenn ich keinen früheren MkIII habe, also noch die Ausführung mit Pabstmotor (erkennt man auch am orangefarbenen Strobo, da dieses m.W. bis zum Wechsel auf Valvomotor mit Glimmlampe beleuchtet wurde). Diese Bauausführungen haben auch eine andere Motoransteuerung, welche mbMn aber später nur auf den Valvomotor angepaßt/geändert werden mußte.

Gleichfalls mutmaße ich auch, das es vornehmlich die Pabstmotoren sind, die sich nach einer gewissen Betriebszeit verabschieden. Jedenfalls waren es immer welche, wenn ich von solch einem Fall erfahren hatte. Meinen "Valvo" habe ich zwar über die Jahre nicht exessiv viel gespielt, auch keine wochenlangen 24h-Durchläufe, aber nach 27 Jahren zeigt der keinerlei Anzeichen von Schwäche. Die Schaltung hat m.E. auch keinerlei Schwächen mehr, immer absolut zuverlässig, so scheinen mir die Valvo-MkIIIer recht ausgereift. Ich bin mit mit meinem MkIII wirklich zufrieden, wenn, kann ich also die vorletzte und letzte Bauserie mit Valvomotor guten Gewissens empfehlen, soll es ein MkIII sein.

Captn Difool

#41
Ganz vorbei ist es mit dem "MkV" noch nicht. Eine Sache hatte mich schon immer sehr gestört:
Fast immer hatte ich eine leichte Drift in der Sollgeschwindigkeit, fast nie blieb das Strobo wirklich stehen. Noch ärgerlicher aber war, stellte ich am Pitchregler ein wenig nach, haute das Strobo gleich mit höherer Geschwindigkeit in die eine oder andere Richtung ab. Ich konnte nur 1/10mm-weise am Knopf "ruckeln" um das Strobo wieder einigermaßen ruhig zu bekommen. Der Stellweg war für solche Änderungen einfach zu kurz. Durch Anlaufen der Kohlebahn konnte das Poti auch dauerhaft diesen feinen Widerstandswert nicht halten und noch innerhalb einer Plattenseite begann wieder die Drift.

Auf die Idee brachte mich ein TD126-Umbau eines Users "Lurotec" im Analogforum, er verbaute bei seinem TD126III ein 10-Gang-Präzisionspoti. Allerdings war sein Umbau optisch umfangreicher, so bekam das Poti auch das 10-Gang-Skalenrad. Außerdem konnte ich daraus ableiten, das ich mit dem Problem wohl nicht allein stehe... :flööt:

Meine Zielsetzung bleibt nach wie vor, den TD optisch weitgehend im Original zu belassen. Bei Reichelt fand ich ein 1k-Poti und es ging nun darum, wie ich es passend einbauen konnte.




Die Potiachse mußte in ihrer Länge und damit später in ihrer Bauhöhe angepaßt werden. Es sollte wieder der Originalstellknopf drauf passen, der allerdings eine 4mm-Achse hatte, während das 10Gang-Poti mit einer 6,2mm-Achse versehen war.




Damit nicht genug. In die originale Halterung paßte das 10Gang-Poti wegen seines deutlich größeren Volumens nicht, daher mußte ich an der Seite der Halterung eine Aussparung aus dem Material nehmen.




Dann paßte aber alles. Den originalen Thorensknopf habe ich mit etwas Rundholz auf die 6mm-Achse adaptieren können und somit ist von außen der Umbau nicht zu sehen. Aber zu spüren.

Statt angespannten "ruckeln" das ich z.B. während einer Bandaufnahme nicht machen durfte, zu groß die Gefahr einen "Tonhöhen-Jauler" mit aufs Band zu verewigen, kann ich nun auch während einer solchen Aufnahme unbemerkt nachdrehen. Ich kann sogar bis fast eine volle Umdrehung machen, bis sich das Stroboskop merklich ein eine Richtung bewegt. Mit Hilfe dieses Spielraumes ist es mir nun endlich möglich, das Stroboskop stillstehend zu bekommen, wie bei einem guten Direktantrieb. Auch eine Messung bestätigte, das die Drehzahl jetzt exakt ist. Des weiteren bleibt auch die Drehzahl über einen längeren Zeitraum konstant.
Das ist noch ein weiteres Feature des "MkV", welches den Hörgenuss deutlich verbessert und die Bedienung weit komfortabler macht.


Weil wir gerade beim Thema sind
Läuft ein TD126MkIII unruhig, sind die Ursachen mit folgenden Maßnahmen zu beseitigen:

Außenteller abnehmen und nur den Innenteller laufen lassen
Zuckt das Stroboskop in etwa mit der Pulleydrehzahl?
Dann läuft das Pulley unrund. Man kann es nicht immer an einem leicht taumelnden Riemen erkennen, aber am ruckelnden Stroboskop.

Hier hilft zum einen ein wirklich rundlaufendes Pulley, das von Rolf Kelch angebotene, aus dem vollen gedrehte Alupulley macht seine Sache sehr gut. Des weiteren ein neuer Riemen, der keine partiell unterschiedlichen Riemenspannungen durch lange Standzeiten  oder Verhärtungen durch Alterung hat.

Das Feinregelpoti sollte sauber sein, sich ständig ändernde Abgriffwiderstandswerte sorgen auch für Unruhe. Im Zweifelsfall das Poti fachgerecht reinigen oder wie vor mit 10-Gang umbauen.

Die Unruhe wird durch die Motorregelung des TD126MkIII verstärkt, denn bei einer Unruhe wird die Tachoregelung angeregt. Weil diese auf die Trägheit der Tellermasse abgestimmt ist, kann die Schaltung die kurzfristigen Schwankungen nicht ausregeln, sondern regelt um einen Mittelwert herum. Daher beginnt das Strobo dann leicht zu schwanken, ein leicht rythmisches vor- und zurück. Das ist immer ein Indiz für die vorgenannten Ursachen, taumelnder Pulley, mangelhaftes Poti und gealterter Riemen. Nur in manchen Fällen schwankt das Stroboskop wegen leicht dezentrierter Montage der Stroboskopscheibe am Innenteller.

Sind diese Ursachen gefixt, hält auch der in meinen Augen oft zu Unrecht kritisierte MkIII in Sachen Gleichlauf wie Drehzahlstabilität locker mit einem Direktantrieb mit. Ebenso sehe ich keine Nachteile mehr gegenüber einem Wechselstromantrieb, der im günstigen Fall auch nicht mehr als "gleichlaufen" kann.

Compu-Doc

Hallo Andre´,

sehr verständlich geschrieben, danke!

Ich werde mir diesen, Deinen THORENS-Thread-auszugsweise-kopieren und in mein "Patientenbuch" notieren, damit ich meinen kränkelnden TDlern wieder zur völligen Genesung verhelfen kann.

.......weiter so  :drinks:
En la mesa y en el juego, la educación se ve luego.

HIFIIDZO

Ja das mit dem Potie kann ich auch bestätigen, allerdings ist bei mir nach einer " Warmlaufzeit X  :  1- 2 STD "  ruhe !

Dann steht alle wie eine EINS !!!  Thorens   
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