• Willkommen im Forum „NEW HiFi-Classic“.

Alternative zu MMK-Kondensatoren im Netzteil ?!

Begonnen von peter2055, Montag, 18.Mai.2009 | 15:55:02 Uhr

Vorheriges Thema - Nächstes Thema

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

peter2055

Hallo Klassik-Freunde,

eine Frage von Hobbylöter zu Spezialisten: Mit welchen Typen lassen sich MMK-Kondensatoren im Netzteil ersetzen? ..vielleicht MKT? .,a015
Gruß Peter

be.audiophil

Moin Peter,

das MMK steht für metalisierte Polyesterfolie ... und für ein "selbsstverlöschendes Gehäuse" ...

... diese sind speziell für Überbrückungs-, Signalkopplungs- und Mehrzweckanwendungen bei hoher Zuverlässigkeit ausgelegt ...

Prinzipiell kannst Du diese MMK eigentlich gegen jede andere Art von Polyesterkondensatoren (MKT, MKP, MKC, FKP etc.) austauschen ... bitte unbedingt auf die Spannungsfestigkeit achten ...

Aber MMK-Kondensatoren gibt es doch noch ... das wäre also kein Grund für einen Wechsel zu z.B. MKP ... oder was hast Du vor?

peter2055

Hallo Rolf, ich bin an einem Beomaster 1100 mit Netzteilschaden zugange; und wenn ich dann schon mal dran bin....würde ich Grundsanieren.

Passende MKT-Varianten wären für mich schnell zu organisieren , für MMK müsste ich den Lieferanten wechseln, mit Transportkosten für drei Bauteile.
Gruß Peter

be.audiophil

Moin Peter,

ok, dann nimm lieber MKPs ... die sind für diese Applikation imho besser geeignet ... oder wenn Du etwas Tuning betreiben wolltest, dann PIOs (Paper in Oil), das nimmt den Elkos etwas Ihres Eigenklanges ...

... wie groß dürfen/ müssen die Kondensatoren denn sein, welche Spannungsfestigkeit ist gefordert und welche Abmessungen wären maximal machbar?

peter2055

`nabend Rolf,
ja...Tuning muss an diesem Gerät eher nicht sein. Er soll laufen und kommt dann in meine Skandinavier-Kollektion. Genaue Abmessung habe ich hier, im Moment nicht,..brauche RM 22,5, min. 250 V, 470nF; also gängige Sachen.
Gruß Peter

carawu

Moin,

es scheint sich hier um ein sicherheitsrelevantes Bauteil im Netzteil zu handeln! Wahrscheinlicher Zweck: Funk-Entstörkondensator, Klasse Y2 oder X2 oder Y1. Genauer kann ich es erst mit dem Schaltplan bestimmen.

Wie heißt es in einer entsprechenden Produktbeschreibung so schön: "Metallpapier-Kondensatoren, damit ihr Netzteil nicht zum Brandstifter wird."

Bei z.B. www.Reichelt.de als Artikel "Funk 470N" oder "MP3-X2 470N" erhältlich. Beide RM 27,5mm.
RM 22,5 ist dort nur in 330N zu haben.

LG Carsten
LG Carsten

Es gibt Menschen und Foren, die man einfach meiden sollte, bis sie in sich selbst zusammenfallen, verpuffen und keiner sie vermisst.

be.audiophil

Moin Peter,

wo sitzen denn die betreffenden Kondensatoren ... wenn diese die Elkos brücken, dann MKP andernfalls wirklich wie von Carsten angemerkt sicherheitrelevant und dann eher Kondensatoren der Klasse X2, Y2 oder Y1 nehmen. Liegen die z.B. über dem Netzschalter, dann Klasse X2 ...

peter2055

..mal etwas Anschauungsmaterial zum Thema "Sicherheitsrelevanz" :__y_e_s:
Gruß Peter

peter2055

#8
...es sind C 47/49/50, die drei hellen, rechts im Bild nebeneinanderer.
Dann wie immer in meinen Beo´s , rote Roederstein bis zum Abwinken
Gruß Peter

be.audiophil

#9
Moin Peter,

C49 und C50 liegen vor dem Gleichrichter... da würde ich schon von einem erhöhten Sicherheitsbedarf ausgehen wollen ... also sowas wie Y1 oder Y2 in gleicher Größe nehmen, oder einfach weglassen, da diese nur quasi eine Symmetrierung der Ausgangsspannung des Netztrafos bewirken ...

C47 ist unkritisch und brückt nur den Elko ... dort kannst Du ruhig einen MKP nehmen

nosecrets

Tach auch, vielleicht darf ich mich mal kurz zum Thema Roederstein einklinken. Habe solche Teile auch als fehlerhaft bei meinem Yamaha identifiziert...was kann ich als adäquaten Ersatz nehmen ? Gruß Michael
Home of MCIntosh, Sony, Thorens TD124, JBL250ti Jubilee

peter2055

Hallo,  ich ersetze durch gängige Typen von Reichelt oder Conrad. Eher etwa spannungsfester als die alte Bestückung. Also den 100/40V neben den hellen Kondis z.B. werde ich gegen 100/63V tauschen; 85 oder 105C.
Gruß Peter

Captn Difool

Müssen die denn zwingend getauscht werden? Bei Elkos könnte ich das ja noch verstehen.

be.audiophil

Moin Peter,

wenn dann würde ich gleich zu den 105 Grad Typen greifen ... diese vertragen meistens nicht nur höhere Umgebungstemperaturen sondern weisen auch i.d.R. den niedrigeren ESR auf.

@ André

That´s the point ... die MMK sind Folientypen ... solange das Netzteil an sich keinen Defekt aufweist, würde ich diese auch nicht unbedingt wechseln, die ELKOs dagegen auf jeden Fall. Hat die Netzteilsektion aber einen Defekt, dann würde ich über den Austausch der MMK-Typen durchaus ebenfalls nachdenken.

peter2055

Das Netzteil ist meines Erachtens nach defekt. Dem Vorbesitzer ist der B&O kurz nach dem letztmaligen Einschalten total ausgefallen, beide Schmelzeinsätze sind durch und das Gerät gibt keinerlei ! Geräusche oder Lebenszeichen von sich. Ich habe im Moment weder Gemessen oder mich sonst wie damit beschäftigt,
sondern weder erst Pfingsten Zeit dazu finden. Die Elkos fliegen sowieso raus, alles was Halbleiter heißt und im Netzteil sitzt hätte ich auch in der Kiste, aber eben diese MMK´s nicht. Ich gehe auch davon aus, das die eher unbeteiligt sind, hätte sie aber gerne , falls es ganz anders kommt, als ich denke.

Ein Profi kann natürlich schon rein gedanklich einen Defekt anders eingrenzen als ich.
Gruß Peter

m_ETUS_alem

Hi,
also wenn wirklich das NT def. ist, nimm die Spikekiller mit raus und auch dann wieder durch MMK´s ersetzen.
Die "Roten" sowieso. Diese kannst/solltest Du durch die Panasonic die jetzt Madame Reichelt erhältlich sind ersetzen.
Wie Rolf schon schreibt am besten durch die 105er da diese natürlich nicht nur länger unter höheren Temp. halten sondern unter "normalen" Temp´s sowieso.
Da dieses (so viel ich sehen kann) ein normales LängsregelNT ist, kannst Du das auch zum Testlauf abhängen, nicht das Dein Fehler durch evtl. def. nachfolgende Stufen zum Tod belastet wird.

Da das ein B&O ist (richtig?), achte auf die Chassisverschraubungen der jeweiligen Stufen.
Bei diesen Geräten ist die Masse oft über das Chassis gezogen (Ähnlich wie bei manchen Optonikas ;)  )
Sind diese Masseschrauben nicht alle angezogen, kann es zu "Halbleiterhüpfen" kommen.
Daher beim Testlauf im ausgebauten Zustand, die Masseverschraubungen be"Kroko"en!!!!!

Grüße
der Alte   


Gewerblich

peter2055

#16
Ich danke für die Tipps. Das Reichelt jetzt Panasonic führt war an mir vorbeigegangen; bleibt aber für mich noch die Suche nach den MMK´s.
Conrad bietet MKP-Typen mit X2/Y2-Eigenschaften an, deren Raster passen würde; könnte das nicht auch gehen?
Art. 451073-62
Gruß Peter

m_ETUS_alem

Zitat von: peter2055 am Mittwoch, 20.Mai.2009 | 12:00:05 Uhr
........Das Reichelt jetzt Panasonic führt war an mir vorbeigegangen; .......

Hat auch lange genug gedauert, bis man endlich in Deutschland wieder Elyt´s bekommt, die den aufgedruckten Werten entsprechen.
Seit Nov. letzten Jahres war es eine komplette Katastrophe (egal von wem!!!) Elyt´s zu bekommen, deren Werte annähernd stimmten.

Da die Pana´s auch Low-ESR´s sind, sind diese auch ein guter Ersatz der teilweise extremst schwer zu bekommenden ELNA´s  :_yahoo_:


Gewerblich

be.audiophil

Moin,

Zitat von: m_ETUS_alem am Freitag, 22.Mai.2009 | 02:08:53 Uhr
Da die Pana´s auch Low-ESR´s sind, sind diese auch ein guter Ersatz der teilweise extremst schwer zu bekommenden ELNA´s  :_yahoo_:

... oder die "neuen" Frolyt ERY ... die sind wirklich gut

peter2055

Ich danke für eure Beiträge, möchte aber mit eine veränderten Situation nochmal auf mein Netzteilthema zurückkommen.
Auf dem Schaltplanausschnitt erkennt man , dass zwischen Brückengleichrichter und Trafo 37V Wechselspannung anliegen sollten. Die Versorgungsleitung,
die diese 37V auf die Platine bringen sollte habe ich nun abgelötet und die Spannung gemessen: Praktisch 0V. Sehe ich das richtig, das der Trafo schon
in den ewigen Jagdgründen ist, während ich noch über passende Tauschkondensatoren für das Netzteil nachdenke ?! .,35
Gruß Peter

AndreasTV

#20
... wenn beide Trafozuleitungen nun "Offen" liegen = Ja  :__y_e_s:.
Hab´ jetzt zugegebenermaßen nur oberflächlich gelesen  :flööt: - aber wenn die Entstörkondensatoren (auch nur Einer) einen Kurzschluss hatten kann Das die entsprechende Trafowicklung schon gehimmelt haben  :_sorry:.
MfG

Andreas

UBV

Zitat von: AndreasTV
... aber wenn die Entstörkondensatoren (auch nur Einer) einen Kurzschluss hatten kann Das die entsprechende Trafowicklung schon gehimmelt haben

...dies glaube ich nun eher nicht. warscheinlicher hätten die Primärsicherungen auslösen müssen.
Die Wechselspannung muß zwischen beiden Anschlüssen der 37 V Wicklung messbar sein.
Gruß Bertram

peter2055

..soweit kann ich Auskunft geben: Die beiden Kondensatoren die am Gleichrichter "hängen" haben keinen Kurzschluss und die Schmelzeinsätze vor dem Trafo waren beide durch.
Gruß Peter

AndreasTV

#23
Zitat von: UBV am Donnerstag, 28.Mai.2009 | 12:57:11 Uhr
...dies glaube ich nun eher nicht. warscheinlicher hätten die Primärsicherungen auslösen müssen.
Die Wechselspannung muß zwischen beiden Anschlüssen der 37 V Wicklung messbar sein.

.,a020 ... siehe Post von Peter nach Deinem  :_sorry:.
Zur absoluten Sicherheit diesbezüglich brauchen doch nur sämtliche Leitungen des Trafos sekundär aufgetrennt werden und die Sicherungen erneuert werden - stehen dann die 37 Volt an (werden dann wohl eher 42 Volt Wechselspannung sein da nicht belastet) kann´s der Trafo ja nicht sein  raucher01; wenn nicht ...  :_55_:.

MfG

Andreas

Edit: Eventuell der Einfachheit halber mal mit dem Ohmmeter den Wiederstand der Sekundärwicklung prüfen -> zeigt das VM "I" bzw. Überlauf an = "Essig".

peter2055

..so, zwischen den beiden oberen Strippen, die auf die Platine gehen, messe ich keinen Widerstand; Kurzschluss.
Die unteren haben einen Durchgang zwischen lila/braun, lila/schwarz  ;alleine an der sek. Wicklung braun/schwarz.
Sonst gibt es keinerlei Durchgänge.
Was meinen die Fachleute dazu?
Gruß Peter

AndreasTV

... wenn an an den Anschlusspunkten von "C49 / 50" Nichts zu messen ist -> Der Trafo hat eventuell (Meistens) eine Temperatursicherung (Die ist aber sehr oft nicht reparier - / auswechselbar) oder aber im Weg der primärseitigen Zuleitungen befinden sich noch andere "Dinge" als Netzschalter / Feinsicherungen ...
Kannst Du eventuell den Strom in der Primärwicklung messen - Achtung: Netzspannung -> Lebensgefahr  :shok: (Eine Feinsicherung entfernen und stattdessen das Amperemeter zwischenschalten?
Dann wüsste man zumindest schon mal das dort Strom fließt - eine Spannungsmessung zeigt ja auch bei defekter Primärwicklung die Netzspannung von 230 V an; deshalb die Strommessung  :__y_e_s:.
Sollte die Messung ergeben das Strom fließt und Sekundär immer noch Nichts "ankommen" = Sekundärwicklung hinüber raucher01.

Achtung: Das von mir empfohlene Messen in der Zuleitung der Primärwicklung bitte nur durchführen so ein geegnetes Multimeter mit entsprechendem Wechselstrommessbereich zur Verfügung steht (Sicherheitshalber "10 A" - Meßbereich da im Moment des Einschaltens ein erhöhter Einschaltstrom fließt).

MfG

Andreas

MfG

Andreas

peter2055

Gruß Peter

m_ETUS_alem

Was macht ihr denn das so kompliziert .,a015

Also.
- Netzstecker aus der Steckdose
- Anhand deines Schaltplanes die Wicklungen mit dem Multi (Ohm-Bereich) durchmessen
- sind alle Werte bei 0,xx bis ein paar Ohm, dann Trafo ok
- ist einer der Werte "unendlich" dann Trafo unterbrochen (meistens primärseitig)
- Trafo ausbauen und rumdrehen, ist dort in der Folie ein rechteckiger "Knubbel" prima, dann
   - Folie entfernen, Temperatursicherung entfernen und durch eine gleichwertige (Wert steht drauf) ersetzen
     ( NIEMALS-NICHT, Tempsicherung brücken!!!!)
- Kein Rechteckiger Knubbel zu sehen dann "shice", die Tempsicherung liegt innen  :_thumbdown_:

Abwickeln bei dieser Art von Trafo und dem Alter kannst Du vergessen denn meistens sind die nach dem Wickeln
noch schön in Tauchlack getunkt, was beim Abwickeln des Trafos zur Folge hat, das der CUL mit absplittert und du nur noch blanken Draht zum bewickeln hast->NOGO!

grüßle


Gewerblich

AndreasTV

Zitat von: m_ETUS_alem am Donnerstag, 28.Mai.2009 | 21:04:11 Uhr
Was macht ihr denn das so kompliziert .,a015
....

Moin moin  :_hi_hi_:.
Immer "einfach" ist doch auch Nichts  :_55_: ...

Also auf dem Schaltbildausschnitt ist ja schon mal keine Temperaturabsicherung des NTs eingezeichnet  .,a015 - ergo sehr wahrscheinlich nicht vorhanden.
Was ist aber rechts davon (noch vor den Sicherungen) auf d. Schaltplan eingetragen? Nur noch der Spannungswahlschalter u. der Netzschalter ... (Von wegen: Kein unterbrechungsfreier "Eingang" -> ergo Nix am Trafo).
Aber Okay ...
Wohnt denn Keiner dort in der Nähe welcher bei einem Kaffee mal wacker den "Eingang" checken kann (Eigentlich ist so etwas ja in einer Minute "durch")?

MfG

Andreas

peter2055

Also ich habe jetzt nochmal auf Grundlage eurer Ratschläge gemessen, gedreht und gewendet. Der Trafo ist tot :cray:
Bei diesem selbigen gab es übrigens kaum was zu wenden, denn der ist mit dem unteren Drittel in seiner Trägerwanne vergossen; unten gibt es für den Betrachter dort gar nicht.

Ich bedanke mich für eure Unterstützung :-handshake:
Gruß Peter

AndreasTV

Zitat von: peter2055 am Freitag, 29.Mai.2009 | 19:03:32 Uhr
....

Guten Abend  :_hi_hi_:.
Schade - aber einen Versuch war´s allemal wert  :__y_e_s:.
Eventuell mal in der "Bucht" nach Geräten schauen sowie auf Flohmärkten, da ist dann immer Was zum Basteln dabei (Wobei so ein kleiner "Fummelerfolg" seinen eigenen Reiz hat  .,045).
Noch eine schönen Abend bzw. ein schönes Pfingstwochenende  :drinks: :_good_:.

MfG

Andreas