Autor Thema: Akai GX-635DB  (Gelesen 28795 mal)

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Offline Neuronadyn

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Re: Akai GX-635DB
« Antwort #40 am: Tuesday, 01.January.2013 | 18:48:10 Uhr »
Leider noch keine Antwort bzgl des Tape/Source RastDruckSchalters der
AKAI GX-635-D. Suche dringend Ersatz.

Hallihallo, Liebe Forengemeinde und vor allem Opfer von defekt gewordenen Tape/Source-Schaltern von GX-635D/DB-Bandmaschinen,

bitte erschlagt mich jetzt nicht, wenn ich diesen Uralt-Thread ausgebuddelt habe und etwas dazu schreibe. Ich halte dieses aber für
sinnvoller, als einen neuen Thread zu eröffnen, weil ich euch direkt hierzu eine Lösungsmöglichkeit bieten könnte, zumal aus dem
Diskussionsverlauf auch nicht hervorgeht, ob ihr euer Problem diesbezüglich bereits gelöst habt.
Ich selbst stand mit meiner GX-635D vor ca. 15 Jahren vor demselben Problem, schon damals gab es keine Ersatzteile mehr von Akai.
Ich habe mir damals mit einem Schadow Miniatur-Drucktaster geholfen, und zwar genau mit einem solchen von Conrad:
http://www.conrad.de/ce/de/product/708712/Schadow-Miniatur-Drucktaster-2-FA-100-V-05-A-226848-Miniatur-Taster-NA/0216610&ref=list
Der ist mit 17,97 Euro zwar nicht ganz billig, ist aber qualitativ sehr hochwertig und robust und -nahezu!- perfekt!

Ich sage bewusst 'nahezu', weil: Polzahl, Abmessung und das Rastermaß passen perfekt bzw. sind identisch mit dem Original. Nur die Lötfahnen sind
kürzer als das Original bzw. als erforderlich. Ich hatte mir dann damit geholfen, dass ich Lötstifte an die Lötfahnen in der erforderlichen Länge
angelötet hatte. Sowas wie diese hier:
http://www.conrad.de/ce/de/product/526191/Steckerstift-Vierkant-Einpressschaft-Vogt-Verbindungstechnik/0211010&ref=list

Man muss allerdings dabei beachten, dass, wenn man die Lötstifte an die Lötfahnen anglötet hat, Letztere sich durch das Erhitzen beim Einlöten des
Schalters wieder lösen und abfallen.
Sinnvoll ist es deshalb, über die Lötfahnen des Schalters und die hieran angelöteten Lötstiften Schrumpfschlauch in geeignetem Durchmesser drüber zu
schrumpfen und das Ganze so zu fixieren.
Hierbei muss man dann weiter darauf achten, dass der Schrumpfschlauch auf die Länge gebracht werden muss, dass unten noch genügend vom Lötstiften
herausschaut, damit man den Schalter in die Lötösen der Platine einlöten kann (der Schrumpfschlauch muss also etwas kürzer bemessen sein als die
Gesamtlänge der Lötfahne mit angelötetem Lötsitft). Aber das ist unkompliziert und schnell gemacht. Anschließend kann man den Schalter problemlos in
die Platine einlöten. Dann passt das wirklich perfekt! Ich zumindest habe seitdem nie wieder Probleme damit gehabt.

Nebenbei: Dieser Shadow-Schalter eignet sich auch als Ersatz für die Aufnahmeumschalter (REC Left/Right / On/Off) (in diesem Fall also zwei Schalter).

Wie gesagt: Diese Schalter sind nicht ganz billig, mir war es aber die Sache wert - vor allem, wenn es keine Ersatzteile gibt, man aber welche benötigt,
dann muss man eben Kompromisse finden. Und von diesem Kompromiss kann ich sicher sagen: Er passt! (Der Kompromiss und auch der Schalter :) )  


/Edit: Diese Shadow-Schalter gibt es mit unterschiedlichen Signalfarben in der Tastkappe (rot/grün/gelb): Die Farbe ist dabei unerheblich, weil die Tastkappe
muss natürlich vor dem Einbau in die Bandmaschine entfernt werden. Ist aber auch problemlos zu bewerkstelligen.
 
« Letzte Änderung: Tuesday, 01.January.2013 | 18:52:01 Uhr von Neuronadyn »

Offline PeZett

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Re: Akai GX-635DB
« Antwort #41 am: Wednesday, 06.February.2013 | 21:23:40 Uhr »
Immerhin eine praktikable (wenn auch viell. etwas Geduld erfordernde) Lösung. Bei mir steht der Tausch auch noch an, nur war ich bisher zu faul. Glücklicherweise habe ich einen Original-Umschalter zum wechseln...
...trotzdem danke für den Tip.

Gruß
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. (F.Kafka)

Offline Neuronadyn

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Re: Akai GX-635DB
« Antwort #42 am: Thursday, 04.April.2013 | 00:03:11 Uhr »
(...) (wenn auch viell. etwas Geduld erfordernde) Lösung

Nein, eigentlich nicht. Die Länge meines Textes hat offensichtlich mehr zu Verwirrung als zur Aufklärung beigetragen. Es kam mir lediglich darauf an aufzuzeigen, dass es durchaus Alternativen zum Original des Monitorumschalters gibt. Wichtig ist nur, dass der Ersatzschalter das richtige Rastermaß hat und dass die Lötfahnen des Ersatzschalters verlängert werden müssen, damit die Einbauhöhe stimmt und der Schalter wieder in die Aussparung der Frontblende passt. Und das ist recht schnell erledigt.
Mehr Geduld erfordert es meiner Erfahrung nach sich zu merken, wo die vielen Schrauben hingehören, wenn man das Gerät anschließend wieder zusammenbaut (aber, das ist ein anderes Thema und gehört hier jetzt, glaube ich, gerade nicht hin...  .,35)

Aber so viel vielleicht noch: Es gibt ganz sicher auch andere mehrpolige Druckschalter als den von mir oben genannten, die das gleiche Rastermaß haben und die man demzufolge als Ersatz für den Monitorumschalter nehmen kann. Ich hatte mich in meinem obigen Beitrag lediglich deshalb auf diesen einen bestimmten Schalter bezogen, weil ich den damals gerade zur Hand hatte und ich deshalb mit Gewißheit sagen kann, dass er passt, abgesehen von dem Umstand, dass die Lötfahnen verlängert werden müssen, was aber, wie gesagt, kein Problem darstellt - also, in Bezug auf Geduld oder Aufwand (vielleicht 5 - 10 Minuten mehr, wenn der Lötkolben warm ist...  :__y_e_s:)