Hallo Freunde des Schwarzen Goldes,
nach dem ich in einem anderen Thread so nett darum gebeten wurde mich diesen Themas einmal anzunehmen, möchte ich dies dann auch gerne machen.
Ich glaube ich hatte schon einmal ein paar Worte dazu bei Andreas im BMF geschrieben.
Doch zu nächst einmal zu dem "Warum überhaupt Plattenwaschen" und wenn welche Möglichkeiten gibt es.
Ich glaube zu dem Warum braucht man nicht lange diskutieren, zumindestens wenn es um die sogenannten Flohmarktschätzchen geht.
Kennen wir doch alle die ach so sauberen Scheiben der Vorbesitzer, die nicht selten Butter oder sonstige Fettabdrücke in der Rille haben. Dieses Gericht dann noch mit Staub und Flusen vermischt ergibt dann eine vorzügliche Speise die dann unseren Ohren wiederum gemunden muss.
Ich kann Euch nur sagen ein Lagerfeuer prasselt richtig leise dagegen.
Aber was können wir dazu beitragen, damit dies nicht so ist?
Also irgendwie müssen wir unsere Schätze ja wieder sauber bekommen.
Da gibt es dann zuerst einmal die Möglichkeit unsere Platten nass abzuspielen, Lencoclean und deren Derivate seien genannt, was uns verspricht die Platten wieder sauber zu bekommen. Aber ist dem wirklich so? --- Wer einmal eine Platte wirklich nass abgespielt hat und sie sich dann ohne danach abzutrocknen einige Zeit später wieder anhört (ohne nass abzuspielen) der wird entsetzt sein über das nun noch verstärkte Lagerfeuerprasseln.
--- Denn was geschieht, der Schmutz wird angelöst und dann in den Rillenboden gespült, worin er dann wirklich festbackt mit der Zeit. Wenn schon Lencoclean, dann bitte nur bei fast sauberen Platten, die nur verstaubt sind und dann so eingestellt dass das Bürstchen nur feucht wird und damit den Staub besser binden kann.
Ein weiterer Grund könnte in meinen Augen sein, die Reibung Diamantspitze-Platte herab zu setzen. Es ga da mal Untersuchungen der Stereoplay mit einer Wärmekamera die dies auch belegten. Selbst AKG empfahl für sein Stitzensystem, das AKG P 8 ES v.d.Hul II Supernova die Nassabtastung.
Hier einmal der Thread Lencoclean entfernen aber richtig (http://www.analogforum.de/wbboard/thread.php?threadid=8180&boardid=14&styleid=1)
Zurück zu Ursprung unseres Threads.
Welche Möglichkeiten haben wir noch:
Da wäre erst einmal eine gut gemachte Seite meines Freundes Holger in der es um Plattenwaschen per Hand geht, die ich auch schon einmal gepostet habe:
http://www.vinyl-lebt.de/html/die_waschseiten.html (http://www.vinyl-lebt.de/html/die_waschseiten.html)
und scrolle dann bis "Schallplattenreinigung : The Cheap Thrill". Dort wird eine preiswerte und auch passabel funktionierende Methode beschrieben, um seine Platten zu säubern.
Idee des ganzen ist es seine Platten mit Microfaser Tüchern zu säubern.
Eine weitere preiswerte Möglichkeit ist es seine Platten mit einer Knosti-Plattenwaschmaschine zu säubern. Prinzipiell wird die Platte in diesem Fall am Mittelloch aufgehängt durch eine Reinigungflüssigkeit bewegt (gedreht) und soll so gereinigt werden. Da hier aber die Flüssigkeit für mehrere Platten genutzt wird ist die Effektivität nicht so gegeben,wie man sich ja leicht vorstellen kann. Und auch die Reinigungsflüssigkeit wird dass immerwährende Erneuern auch nicht billiger.
Hier ein
nicht ganz ernst zu nehmender Beitrag zur " Knosti - Waschen nach Hausfrauen Art (http://www.analogforum.de/wbboard/thread.php?threadid=8213&boardid=14&styleid=1) "
Eine etwas teuere Alternative hierzu wären die kleinen Modelle des Waschbären und der Nitty Gritty (letzteres hier beim Deutschlandvertrieb)
http://www.Jungs von der A61.de/d_19724_Nitty_Gritty_1_070447.htm. (http://www.jungs%20von%20der%20a61.de/d_19724_Nitty_Gritty_1_070447.htm.)
Bei diesen Modellen wird die Reinigungsflüssigkeit mit einer Bürste, per Hand oder montiert je nach Model, auf die Platte aufgebracht und anschließend flächenmäßig wieder abgesaugt. Leider sind die Geräuche einer flächenabsaugenden Waschmaschiene nicht dazu geeignet mal ebenso zwischendurch eine Platte zu reinigen, es sei denn sie steht im Keller und die Stereo-Anlage eben nicht. :O
Mir persönlich sind die Flächenabsaugenden jedenfalls zu laut, welches aber jeder selber beurteilen sollte.
Des Weiteren gibt es die Möglichkeit der Punktabsaugung, wobei auch hier die Reinigungsflüssigkeit mittels mitlaufender Bürsten verteilt und eingerieben wird. Danach wird die Reinigungflüssigkeit mittels eines dünnen Schlauchs wieder abgesaugt wird.
Hier auch einmal ein Selbstbau von Christoph Held, wo man rechts sehr gut den Absaugarm erkennen kann. Dieser Arm wird über einen Stellmotor geführt.
(http://www.analog-forum.de/bilder/wfwma.jpg)
Deutlicher Vorteil ist hier (Punktabsaugung), man kann auch während der Musikwiedergabe mal eben so zwischendurch eine Platte reinigen ohne das der Lärm einem auf den senkel geht, oder die Maschiene im Nebenraum stehen muss :D .
http://www.plattenwaschen.de/waschen.htm (http://www.plattenwaschen.de/waschen.htm)
Hier einmal eine bei der Arbeit
Im Gegenteil ich habe die Erfahrung machen dürfen sie, Punktabsauger, sind sehr leise bei der Arbeit.
Auch was die Arbeitsleistung in Form vom Schutzentfernung sind sie mit wenigen Ausnahmen, die Effektivsten.
Mit Fett und solchen Mitteln verschmutzten Platten reinige ich persönlich mit Fensterreiniger und einen Mirofasertuch vor und mit der Plattenwaschmaschine nach. So habe ich bisher fast alles, bis auf einmal da waren es Farbspritzer, entfernt bekommen.
Und morgen werde ich dann auf die verschiedenen Reinigungsflüssigkeiten eingehen. Soeben im Netz gefunden:
http://secret-sound-labs.net/seife.htm#Reinigunsflüssigkeiten (http://secret-sound-labs.net/seife.htm#Reinigunsfl%C3%BCssigkeiten)
Weiterhin hier einmal als Zitat, die Erfahrungen eines Freundes zum Thema Palttenwaschen, welche ich Euch nicht vorenthalten will.
ZitatAm Anfang war...nein, nicht der Wasserstoff :D...die Knosti.
Zuerst einmal, eine einzige Knosti taugt nicht.
Mit 2, besser 3, Knostis...Vor-, Hauptwäsche, Spülen....sind sehr gute Ergebnisse zu erzielen.
Nachteile:
Umständliche Handhabung
Hoher Verbrauch an Reinigungsmittel: Je nach Verschmutzungsgrad, spätestens nach 15-20 LP's muss der Inhalt der Vorwaschknosti weggekippt werden. Filtern bringt hier nichts, durch die Verdunstung des Alkohols läßt die Reinigungswirkung stark nach.
Meine Idee war eine Knostiwanne umzubauen und die Platten zum Abschluss beidseitig abzusaugen. Vielleicht probiert es ja mal jemand aus.
Methode 2, der Cheap-Thrill von Holger.
Sehr brauchbar, mit etwas Übung in der Handhabung leichter/effektiver als die Knosti-Methode.
Mit der Nitty-Gritty "Basic" ging es dann bei mir weiter:
Bei wenigen zu reinigenden Platten in Ordnung. Um Massenhaft Platten zu waschen viel zu laut und die Handhabung ist einfach ein Krampf.
Reinigungswirkung gut, bei "normal" verschmutzten Platten kein Vorteil gegenüber Knosti und Cheap-Thrill.
Seit neuestem wasche ich mit dem Nachbau von Christoph Held, der am Anfang des Threads von Jürgen schon vorgestellt wurde.
Die Handhabung ist hier um Klassen besser als bei den vorher probierten Methoden.
Die Reinigungwirkung ist m.E. über jeden Zweifel erhaben. Eine alte "Walker Brothers" die auf einer Seite an 2 Stellen gehangen hat, läuft jetzt einwandfrei durch. Mehrere nass abgespielte Platten von Frank (Beutlin) sind, ohne Beeinträchtigung, trocken spielbar.
Klanglich tut sich auch etwas, mit einem Kunden zusammen wurde dies ausprobiert und wir waren beide beeindruckt. Dazu musste kein elitäres Equipment aufgefahren werden, vielmehr war dies auch auf 0815-Geräten nachvollziehbar.
Mein Fazit:
Wer "nur" seine eigenen Platten säubern will ist m.E. mit dem Cheap-Thrill am besten beraten. Einfache Handhabung und gutes bis sehr gutes Reinigungsergebnis. Für normal verschmutzte Platten dicke ausreichend.
Um stärker verschmutzte Platten (Flohmarkt etc.) zu reinigen eignet sich die Nitty Gritty "Basic", dank der Absaugung, besser. Bei normalen Mengen an Platten läßt sich dann auch mit der verkrampften Handhabung leben.
Die Anschaffung einer "großen" Plattenwaschmaschine wird sich für "Otto Normalverbraucher" nicht rechnen. Es gibt mittlerweile fast überall Händler die Plattenwäsche anbieten. Dort kann man die hartnäckig verschmutzten Platten proffessionell reinigen lassen, und die Welt kostet es auch nicht.
Zum Thema Waschflüssigkeit möchte ich mich hier nicht äußern.
Erstens muss ich da noch mehr Erfahrung sammeln und zweitens, hat diese Diskussion m.E. etwas von "Glaubenskrieg" an sich. ;)
Mit analogem Gruß,
Christoph wird sich aber auch noch gerne zu diesem Thema melden, als Erbauer auch meiner Plattenwaschmaschine.
Gruß
Jürgen
Hi,
ich möchte hier kurz meine Erfahrungen zu diesen Thread geben. Das Reinigungsnirvana ging erst mit der Anschaffung der NG Basic auf. Alles andere vorher wie Microfasertuch Methode Samtwischer, oder diese Klebepaste waren nicht befriedigend.
Im Analogforum hatte ich seinerzeit Mikroskopaufnahmen von der selben Platte gemacht wo man die Unterschiede zur NG Basic und zur "Cheap-Thrill" Methode. Wenn ich den Thread finde werde ich in hier posten.
Das optimale Ergebnis vor allem aber viel leiser habe ich jetzt mit einer Hannl Mera. Sehr komfortabel, gut einstellbar (Tellerdrehzahl und Saugleistung) und definitiv besser als die NG Basic. Nun ja koster auf 5 mal so viel. ;) Die Platten sind -je nach Originalzustand- nach max 2-3 Waschungen restlos sauber. Bei nurmal verscmutzen Platten oder Neuware genügt eine Waschung und dann steht dem Musikgenuss nichts mehr im Wege.
lg
Rudi
Hi Jungs,
ich möchte diesen Thread nochmal nutzen um etwas auf die Problematik des Plattenwaschens näher einzugehen, weil es auch von Rolf und mir angedacht ist eine Selbstbauanleitung nebst Plänen und Montagefotos hier ins Forum zu setzen.
welche Vor und Nachteile der verschiedenen Prinzipien (Flächen- oder Punktabsaugung) gibt es?
Welchen Komfort sollte die Maschine bieten?
welche Ausführungen soll es geben.....
Hi Jürgen und die anderen Forianer,
was ist mit einer Ultraschallwäsche der Schallplatten?
Gruß
Monti
Hi Monti,
Zitat von: montcorbier am Sonntag, 16.Dezember.2007 | 18:17:03 Uhr
...Ultraschallwäsche ...
... ich sach nur zwei - eigentlich drei - Punkte, die diesen Weg in der Folge dann imho auch ausschließen ... bzw. ganz stark relativieren ...
... mögliches Aufplatzen von Lunkern im Vinyl durch die Anregung mittels Ultraschall ...
... Du müßtest ein Tauchbad veranstalten ... da ist es dann sehr schwierig das Label sinnvoll zu schützen ... und das Problem der Trocknung/ Absaugung bleibt trotzdem bestehen.
Zitat von: be.audiophil am Sonntag, 16.Dezember.2007 | 18:45:44 Uhr
Hi Monti,
.......... Du müßtest ein Tauchbad veranstalten ... da ist es dann sehr schwierig das Label sinnvoll zu schützen ... und das Problem der Trocknung/ Absaugung bleibt trotzdem bestehen.
Hi Rolf,
könnte man dies nicht mittel einer Klemmung erledigen. Diese müsste doch sowieso vorhanden sein, um die Platte besser händeln zu können nach dem Bad.....
Könnte dies dann nicht auch ein Gestänge sein, auf das man dann mehrere Platten bringt und so in "Bad" eintaucht.....
Hi Jürgen,
Zitat von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 02.Januar.2008 | 14:20:03 Uhr
könnte man dies nicht mittel einer Klemmung erledigen. Diese müsste doch sowieso vorhanden sein, um die Platte besser händeln zu können nach dem Bad.....
Könnte dies dann nicht auch ein Gestänge sein, auf das man dann mehrere Platten bringt und so in "Bad" eintaucht.....
yepp, das könnte man natürlich machen ... die gesamte Apparatur ist dann aber mechanisch auch wieder sehr aufwändig und hat zudem einen riesigen Platzbedarf ... es bleibt die Absaugung ... und wenn Du das dann für mehrere Platten gleichzeitig machen wolltest, dann brauchst Du auch gleich die Absaugung mehrfach ...
... hinzu kommt, daß Du auch noch das Ultraschallbad nach einigen gewaschenen Plattenseiten komplett entleeren, reinigen und neu befüllen müßtest.
Ich halte das deshalb für keine zu vernünftigen Kosten und bei vernünftigem Platzbedarf gangbare Lösung ...
Zitat von: be.audiophil am Mittwoch, 02.Januar.2008 | 20:33:15 Uhr
Hi Rudi,
... irgendwo in einer Zeitschrift gab es erst vor einigen Ausgaben einen Bericht über die Produktion bei Pallas ...
... ich such´ den mal raus und werde berichten.
Aber wie schon oben geschrieben ... Platzbedarf, konstruktiver Aufwand und Kosten laufen bei einer Ultraschalllösung imho sehr schnell aus dem Ruder ...
... die Unwägbarkeit bzgl. Lunker bleibt dann auch noch ...
Hallo Rolf,
der Aufwand bei einer US WM ist natürlich sehr hoch. Das ist fast eine No Go Situation bezüglich der Kosten. Allerdings schätze ich den Reinigungseffekt deutlich höher ein als bei jedem Saugprinzip.
lg
Rudi
Wie sind eigentlich die einschlägigen Erfahrungen mit z.B. einer Knosti ? Für einen gelegentlichen Plattenhörer wie mich, der sich seine Scheiben meist auf dem Flohmarkt kauft, würde sich so eine aufwendige Eigenkonstruktion sicherlich nicht lohnen. Gibt es Produkte von Fremdherstellern, mit denen man die Wirkungsweise einer Knosti deutlich verbessern kann?
Ich dumm, warum nimmt man nicht einfach destilliertes Wasser zum Waschen der Platten .,a015
Zitat von: Erich am Mittwoch, 02.Januar.2008 | 23:41:43 Uhr
Ich dumm, warum nimmt man nicht einfach destilliertes Wasser zum Waschen der Platten .,a015
Macht man doch.
Mit ner Absaugung wird verhindert, dass Reste mit bösem Dreck in den Rillen verbleiben und antrocknen. Technik Freaks nehmen Waschmaschinen. Hausfrauen nehmen Wasser und Lappen :_55_:
Hi Rudi,
Zitat von: Valsi am Mittwoch, 02.Januar.2008 | 23:12:56 Uhr
der Aufwand bei einer US WM ist natürlich sehr hoch. Das ist fast eine No Go Situation bezüglich der Kosten. Allerdings schätze ich den Reinigungseffekt deutlich höher ein als bei jedem Saugprinzip.
... da wäre ich mir nicht so sicher ... das Saugprinzip kommt ja bei der Absaugung zum Einsatz ... also auch bei einer Ultraschallwäsche ...
... wird auf die waagerecht liegende Schallplatte Reinigungsflüssigkeit appliziert, so schwämmt diese die Verunreinigung auf ... die Ablösung der Verschmutzungen von der Rille wird über die chem. Reaktion von in destiliertem Wasser gelösten Alkohol beim Auftreffen auf die Vinyl-Oberfläche erreicht ... es gibt einen Temperaturunterschied und die Verschmutzungen platzen ab ... die Reinigungsleistung läßt sich über die Zuhilfenahme einer Bürste erhöhen ...
... beim Ultraschall sollen die Schallvibrationen die Verschmutzungen lösen ... und diese fallen dann in das Wasserbad ...
Nimmt man also die Schallplatte aus dem Wasserbad, so enthält das sich noch auf der Schallplatte befindliche Wasser ebenso wie bei der herkömmlichen bzw. bekannten Reinigungsmethode nicht nur H2O sondern auch noch in Wasser gebundene Verunreinigungen, die zuvor noch in den Rillen waren ...
... und diese Wasserrückstände ... die gilt es abzusaugen ...
Also ist wahrscheinlich/ imho die Absaugung/ Trocknung der Schallplatte der weitaus wichtigere Schritt, als das Lösen der Verunreinigungen.
Da hat sich doch sicher auch jemand Gedanken gemacht wie das am besten zu lösen ist und ob es auch noch andere Methoden gibt zum reinigen der Platten während des Abspielens.
Man kann einen Reinigungsbesen mitlaufen lassen. Der sammelt dann locker aufliegenden Staub auf. Über eine Masseverbindung werden dann statische Aufladungen abgeleitet. DasSystem funktioniert ganz gut ist aber trocken.
Dann gibt es noch die Naßfahrvariante. Dabei wird über eine mitlaufende Bürste eine Wasser-Alkohol-Gemisch auf die Platte aufgetragen. Während des Abtastens werden die Schmutzpartikel in der Lösung in Schwebe gehalten. I.d.R. müssen die Auflagekkraft und die Antiskatingkraft angepasst werde.
Nachteil dieses Verfahrens ist, dass die Flüssigkeit auf der Plattenoberfläche eintrocknet, da sie nicht abgesaugt wird.
Erich, Du siehst, es gibt schon lange diese Ansätze. Am besten ist aber, regelmäßig die Platten zu wschen und den DReck auch abzusaugen.
Hallo,
bin auch seit einiger Zeit dabei mir Gedanken über eine Automatisierte Plattenreinigung zu machen.
In Versuchen (Manuell und "Halbautomatisch") bis jetzt einiges ausprobiert.
Eine Ultraschallreinigung hat bei keiner meiner Platten (bis jetzt ca 150 Stück)
Schäden verursacht, darum werde ich an dieser Methode festhalten.
Auch nicht bei einer Testweise eingesetzten Platte die den Vorgang gut 50 mal absolviert hat.
Das Label ist dabei kein Problem da es bei mir gar nicht mit der Flüssigkeit in Berührung kommt.
Die Platte wird auf den Wellenstumpf mit Aufnahmescheibe (im Moment mit Holzbeschichtung, kommt aber in Gummiert)
eines Gleichstrommotor aufgelegt und mit einem "Oberteil" bestehend aus einer 60 mm Scheibe festgezogen.
(Genau das werde ich noch ändern in eine Automatische Spannvorrichtung bei der das Oberteil mit der Scheibe nur noch aufgelegt und dann von einer Spannzange die aus der Hohlwelle ausfährt, spreizt und die Scheibe mit sich zurück zieht.
Das ganze angetrieben von einem kleinen Getriebemotor mit Spindel, der mitrotierend auf der entgegengesetzten Hohlwellenseite des Gleichstrommotors sitzt).
Die Platte wird hochkant und mit geringer Drehzahl (von 0 auf 60 upm in 5 Sekunden Hochlaufzeit)
exakt bis zum Auslaufrillenende in das USR Bad abgesenkt.
Dort verweilt sie drehend eine (einstellbare) Zeit und wird drehend wieder aus dem US Bad gefahren.
Sobald sie mit der Einlaufrille den Flüssigkeitsstand verlassen hat fährt der DC-Motor langsam auf 300 upm.
Die Flüssigkeit wird innerhalb weniger Sekunden durch die Fliehkraft (mitsamt evtl. in ihr enthaltenen Schmutzteilchen) von der Platte entfernt.
Es reichen weitere 10-20 Sekunden um sie vollständig zu trocknen.
Danach fährt der Motor langsam auf 0 und die Platte kann fertig entnommen werden.
Der ganze Vorgang ist bis auf das leichte Rauschen der Luft bei den 300 upm fast völlig Geräuschlos.
Im US-Reiniger befindet sich nur Umkehrosmose - Wasser und einige Tropfen Spülmittel bei etwa 30 Grad.
Durch das entfernen der Flüssigkeit mitsamt Restteilchen durch die Fliehkraft war ein Bad
von ca 6 Ltr. selbst noch nach der 100.ten Platte weiterverwendbar.
Werde evtl. noch mal eine USR - Wanne bauen die unten in etwa die Form eines Plattendrittel hat,
aber vielleicht nur noch 20 - 30 mm breit ist und ein integriertes Rinnenartiges Oberteil hat das die Flieh-Flüssigkeit effektiver ins Bad zurück führt.
Im Moment geht die Rückführung nur provisorisch unvollständig durch ein aus einer Waschschüssel ausgeschnittenen Reif in's Bad zurück.
Der letzte Stand ist aber schon einige Monate her. Seitdem (aus Faulheit ?) nicht weiter gemacht... :flööt:
Moin Klaus,
von der Waschmaschine würden mich mal Bilder interessieren.
Am Besten wäre eine Videosequenz, welche die Arbeitsweise zeigt....
Hi Jungs,
ich finde es schade, wenn die verschiedenen Posts zum Plattenherstellen hier in diesem Thread verschwinden.....
Deshalb werde ich aus diesen einen neuen Beitrag formen und in einem die Off-Topic-Beiträge entfernen.....
Nachtrag: Hier der Thread zum Plattenherstellen (http://hifi-classic.de/forum/index.php?topic=1496.0)
Und hier die OT-Beiträge (http://hifi-classic.de/forum/index.php?topic=1497.0)
Jürgen
Admin
Zitat von: beldin am Donnerstag, 03.Januar.2008 | 02:06:58 Uhr
Moin Klaus,
von der Waschmaschine würden mich mal Bilder interessieren.
Am Besten wäre eine Videosequenz, welche die Arbeitsweise zeigt....
Hi, bis jetzt ist es noch keine "Maschine" bzw. noch weit davon entfernt mehrere Manuelle Betriebs-Schritte.
Das Ziel das ganze mal als fertige PWM zu haben ist noch weit entfernt.
Das ganze müßte dann auch kompakter werden, Wasserfest, tragbar, in ein Gehäuse mit Bedienfeld usw...
Moin Medels :smile,
warum eigentlich Platten waschen???
Runterspielen bis die Matte durchblinzelt und dann einfach prost02......nachfüllen! (http://cgi.ebay.de/LP-Kymyas-Schallplatten-Restaurationskit_W0QQitemZ180201102481QQihZ008QQcategoryZ10633QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem)
Hi Robert,
vollmundigere Aussagen wie z.B.
Zitat von: ©protected.de(http://www.protected.de/ebay/t1066.jpg)
kann ein Hersteller nicht treffen...... nur wie erkennt die Flüssigkeit was Kratzer und was Plattenrille ist? :_06_: :wallbash .,a026
Hallo Jürgen,
du musst mehr SiFi Filme gucken, dann würdest du wissen das dies kein Problem ist! In den unendlichen Weiten wes Weltraumes gibt es mehr als du dir vorstellen kannst! :_tease:
lg
Rudi
....:"nur wie erkennt die Flüssigkeit was Kratzer und was Plattenrille ist?"
Das nennt man sensibilisierte Materie. :_06_:
Mal nebensächlich zum Thema:
Bis jetzt hab ich eigentlich noch kein Vorgehen gehört, das man nicht auch ordentlich per Hand erledigen könnte. Verwundert mich schon etwas, dass zwischen Knosti und den Monster-Apparaten kaum was zu finden ist.
Der Alternativ-Apparate - Bau ist ja auch sehr interessant, aber da sollte es doch auch normale Möglichkeiten geben (Einweichen, Abblasen,... was auch immer).
Klar geht das auch einfacher.
Ich habe auch schon LP´s mit Druckluft vorgereinigt,meistens obersiffige vom Flohmarkt,das geht prima!
So eine "Hennl" ist was sehr feines und irgentwann-also nach dem berühmten Lottogewinn-hole ich mir auch eine,
in der Zwischenzeit reinige ich weiter vollmanuell;dest.Wasser,Tröpfchen Spüli,5 min. Einwirkzeit,abwaschen,Mikrofasertuch trockenzelebrieren,zum Schluss noch ein par-zweihändige-rhytmische "Shake-Bewegungen" und ab auf´n Wunschteller mit der "Neo-Jungfrau",pardon Scheibe.
Na dann viel Vergnügen vorm Spielen erst die Arbeit :smile
Bescheidene Frage: Kommen da noch Bilder? Würde mich sehr interessieren. :__y_e_s:
Um mal wieder eine ON TOPIC Antwort zu geben: die Anschaffung einer Okki Nokki PWM war für mich die beste Anschaffung seit Beginn meiner Phonophilie (zumal ich nie neue Platten, sondern ausschließlich vom Flohmarkt oder Second Hand kaufe).
Gibt es denn eine geignete Methode die man mit schmalen Geldbeutel in Betracht ziehen kann um seine Platten zu reinigen?
Ist denn dieses Reinigungsteil wo die Platte aufgehängt wird und durch Flüssigkeit rotiert denn wirklich so schlecht?Ich wollte mir eigentlich so ein Teil zulegen,aber nachdem ich hier so lese,bekomme ich Zweifel ob es denn was bringt.
Da ich meine Platten aus Haushaltsauflösungen,Flohmarkt etc beziehe sind sie natürlich nicht unbedingt sorgfältig behandelt worden und müssen natürlich gereinigt werden.....stellt sich nur die Frage wie?????
Ne Maschine is zumindet zu groß...
Andy, ich benutze Glasreiniger und Mikrofasertücher für die Reinigung. Das Ergebnis kommt zwar nicht an das einer PlaWa heran, ist aber doch erstaunlich gut.
Die KNOSTI ist eine feine Sache, kaufen!!! :_good_:
Zitat von: Compu-Doc am Dienstag, 09.Dezember.2008 | 10:59:42 Uhr
Die KNOSTI ist eine feine Sache, kaufen!!! :_good_:
Stimmt, ich möchte sie nicht mehr missen.
Ich sehe zwar die Vorteile einer "profesionellen" Waschmaschine, aber die Knosti ist ein annehmbarer Kompromiss.
Den Selbstbau von Matthes (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=3684.0) finde ich auch sehr interessant und sicher lohnenswert zum Nachbau. Nächstes Jahr möchte ich das in Angriff nehmen.
Knosti is notiert,wird die nächste Anschaffung sein...Ich hab mir überlegt dass man doch die verunreinigte Flüssigkeit in einen trichterförmigen Behälter nach der Plattenreinigung schütten könnte und es sollten sich nach einiger Zeit die Schmutzstoffe am Boden Abgesetzt haben.Wenn man dort am Boden einen ABlauf montiert,sollte die Flüssigkeit doch länger halten wenn man nur den Teil der Flüssigkeit ersetzt die durch das Ablassen der "Gülle" fehlt.
Oder mache ich da jetzt einen Denkfehler .,a015
Oder via Kaffee-Filter reinigen.
Das hatte ich auch überlegt, aber ich denke dass die Schmutzpartikel doch recht klein sein können und durch den Filter einfach durchlaufen.Aber in beiden Fällen denke ich würde sich der Verbrauch der Reinigungsflüssigkeit deutlich reduzieren.
gegebenenfalls 2 x filtern.
Tip von mir.....
zusätzlich zum Kaffeefilter ein doppelt gelegtes Stofftaschentuch (mit in den Filter gelegt) benutzen, und schon sollten 95% der Schwbstoffe entfernt sein.
:;aha schon notiert ! :_good_:
Säuren und Aerosole werden damit aber nicht abgefiltert, ich wäre daher nicht zu geizig mit der Flüssigkeit.
Geizig sollte man zwar nicht sein, aber ich denke es schadet nix wenn man schaut dass man vielicht nicht verschwenderisch ist.für wieviele Platten reicht denn 1 Liter Flüssigkeit (bei mittlerer Verschmutzung) ?
Oder kann man sogar die Flüssigkeit selbst anrühren? Hat vielicht jemand Erfahrung damit?
Moin,
Zitat von: Funplayer am Mittwoch, 10.Dezember.2008 | 07:44:27 Uhr
Geizig sollte man zwar nicht sein, aber ich denke es schadet nix wenn man schaut dass man vielicht nicht verschwenderisch ist.für wieviele Platten reicht denn 1 Liter Flüssigkeit (bei mittlerer Verschmutzung) ?
Oder kann man sogar die Flüssigkeit selbst anrühren? Hat vielicht jemand Erfahrung damit?
... also die Reinigungsflüssigkeit gehört nach benutzung nicht gefiltert sondern entsorgt ... die Reinigungsleistung mit egal wie gefilterter Flüssigkeit ist sehr bescheiden ... zumal bei der Knosti nicht abgesaugt wird, sondern mittels Tuch getrocknet werden muß ... jede Verunreinigung des Reinigers ist da nur schädlich ...
Bei der Knosti solltest Du die Füllung der Wanne nach spätestens 20 Platten wechseln ...
Yepp ... man kann die Flüssigkeit selbst anmischen ... so ca. 70% Aqua Dest., 30% Isopropanol und einen Spritzer Netztrennmittel - dieses wahlweise von Tetenal oder Agfa (Mirasol oder so ...) ... wenn Du das Aqua Dest aus dem Baumarkt nimmst und das Isopropanol aus dem Kosmetikversand, dann kostet ein Liter Reinigungsflüssigkeit auch nur noch ein paar Cent ... :flööt:
:__y_e_s: auf den Punkt gebracht !
Das filtern ist auch nur eine "Notlösung", wenn mal garnixxx zum reinigen da ist.
Die KNOSTI tolleriert "hausfremde" Produkte. :grinser:
danke euch für die Info
wieviel Prozentig sollte das Isopropanol denn sein, denn es gibt 70% bis 99%? Werde mir die Reinigungslösung dann selbst anmischen.Auf den Trichter mit dem sparen bin ich ja nur gekommen ,weil mir die Kosten für die Flüssigkeit etwas hoch vorgekommen sind.... so kann ich jetzt an Geld sparen aber nicht an ordentlicher Flüssigkeit :_good_:
Sorry für meine Anfängerfragen, aber ich hab auf dem Gebiet noch nicht die Erfahrungen wie ihr Profis.
Nimm den hoch%igeren, der Preis ist unerheblich höher.
danke dir,werd ich machen.
Moin Andy,
unbedingt den 99%ter nehmen ... der 70% Isopropylalkohol ist i.d.R. vergällt (http://de.wikipedia.org/wiki/Verg%C3%A4llung) ... ähnlich dem Brennspiritus ... heißt da sind für die Schallplattenreinigung unbrauchbare Stoffe enthalten ...
danke Rolf, das ist natürlich weniger schön wenn ich meinen geliebten Platten mehr schaden als nützen würde.Das mit dem vergällen ist nachvollziebar.Ich dachte bisher nur dass die Entkonzentration der Reinigungslösung entscheident sei und es hätte ja sein können dass die höhere Konzentration der Reinigungslösung den Platten evtl auch schaden könnte.
Aber man lernt ja nie aus...
Zitat von: be.audiophil am Donnerstag, 11.Dezember.2008 | 22:53:13 Uhr
unbedingt den 99%ter nehmen ... der 70% Isopropylalkohol ist i.d.R. vergällt (http://de.wikipedia.org/wiki/Verg%C3%A4llung) ... ähnlich dem Brennspiritus ... heißt da sind für die Schallplattenreinigung unbrauchbare Stoffe enthalten ...
D.h. da bleiben zu viele Reststoffe auf der Oberfläche zurück, die nicht komplett verdampfen. Reinigung wird somit praktisch wirkungslos.
Alkohol versprödet Kunststoffe, da Platten normaler Weise nicht ständig gewaschen werden, ist das aber hier vernachlässigbar. Manche vermeiden jedoch ein Abspielen direkt nach der Reinigung, da die Platten etwas rauh und harsch klingen sollen. Das alkoholfreie "Art du son"-Gemisch soll das vermeiden und wird daher von jenen Kritikern bevorzugt. Es gibt ja Verrückte, die jede Platte vor jedem Abspielen waschen...
Laß die Platte einfach gut abtrocknen, tüte sie wieder ein und höre sie am nächsten Tag.
Moin,
Verdünnung des Alkohol geschieht ja über das Aqua Dest ...
... also kein Problem ...
Ich wasche mein Vinyl ... allerdings nur bei Bedarf ... und höre es dann auch gleich an ... ich höre da keinen echten Unterschied zwischen direkter Abspielung und Abspielung einen Tag später ... außer, daß die Scheiben dann halt beide sauber sind und nicht knistern ... wobei das Knistern nach der Wäsche trotzdem auftreten kann ... dann ist zu wenig Netztrannmittel in der Reinigungslösung ...
... wichtig ist auch, daß die Innenhülle direkt nach der Wäsche gewechselt wird, ansonsten ist die Wäsche eher witzlos ...
... günstige Innenhüllen mit antistatischer Folie gibt´s z.B. bei www.Protected.de ...
Und noch ein Satz zum Netztrennmittel ... einige Quellen beschreiben, daß man auch Spüli nehmen könnte ... habe ich probiert ... ich sage nur :_thumbdown_: ... Mirasol oder Agepon ist deutlich besser ... eine Mischung aus Agepon und Mirasol (je ein guter Spritzer) ergibt bei mir das beste Ergebnis ... nämlich vollkommen knisterfrei, wenn das Vinyl keine Vorschäden hatte.
Die anderen käuflichen Mixturen auf Basis von Oranex ... also Orangenöl ... habe ich auch schon ausprobiert ... außer höheren Kosten konnte ich keinen klanglichen Unterschied feststellen ... ebenfalls nicht in der Reinigungsleistung ... die ist z.B. bei vormals naß abgespielten Scheiben deutlich schlchter als mit der Isopropanol-Mischung ... deshalb mische ich mein Mittelchen auch wieder nach der althergebrachten und erprobten Mischung selbst.
Obwohl ... einen großen Unterschied gibt es ... L´ Art du son ist nicht lange haltbar ... es hat defintiv ein Verfallsdatum und flockt aus ... selbst wenn es noch nicht mit Aqua Dest gemischt ist. Das ist halt ein zentrales Problem bei organischen Mischungen. Nutzt man "abgelaufenes" L´Art du Son, dann darf man das damit gewaschene Vinyl gut und gerne vier Mal mit der Isopropanolmischung waschen, bis es wieder in Ordnung ist.
Von welchen Quellen bezieht ihr denn eure Zutaten für die Mischung?ebay,chemieversand, Fotolabortechnik???
Moin,
Agepon und MIrasol von Foto Sauter am Stachus ... also direkt vor Ort ... Isopropylalkohol aus dem Kosmetikversand und Aqua Dest aus dem Baumarkt ...
ich hau mir den Kopf an die Wand :wallbash. ich bin scheinbar noch nicht richtig wach.... Das mit dem Fotoladen hätte mir auch einfallen können,somit brauch ich nur das Iso zu bestellen.... Man möge mir für die Dummheit verzeihen :smile
Was ist denn ne gute Quelle ?
http://cgi.ebay.de/1000-ml-Agfa-AGEPON-Netzmittel-Wetting-Agent_W0QQitemZ350140132678QQcmdZViewItemQQptZFotolabor_Zubeh%C3%B6r?hash=item350140132678&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=72%3A1231|66%3A2|65%3A12|39%3A1|240%3A1318 (http://cgi.ebay.de/1000-ml-Agfa-AGEPON-Netzmittel-Wetting-Agent_W0QQitemZ350140132678QQcmdZViewItemQQptZFotolabor_Zubeh%C3%B6r?hash=item350140132678&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=72%3A1231%7C66%3A2%7C65%3A12%7C39%3A1%7C240%3A1318)
Na die Buddel reicht ja für ne Megamenge Pladdden!
Mal schauen, ob es nicht hier in meiner Nähe ein Photolädchen gibt, die mir mal 1-200ml abzapfen können. prost02
Heute habe ich im Blödmarkt vor den LP's kurz verharrt, um dann mit 2 Scheiben an der Kasse zu stehen. Sohnemann hatte einen MP3-Player...so ist es heute halt.
Zu Hause die Eagles aus der VErschweisten Hülle geschlagen und versucht die erste Scheibe der Doppel-LP aus der viel zu eng geschnittenen, Papp-Innenhülle zu kriegen....
Da ich prinzipiell nicht auf die Rillen tatsche, bestand die abschliessend favorisierte Technik hierfür darin, die Innenhülle an den dem Schlitz gegenüberliegenden Ecken zu fassen und Ruckweise nach unten zu bewegen. Dabei rutschte die LP Zug um Zug heraus und konnte schließlich am Rand soweit berührt werden, dass sie aus de Hülle herausgedreht werden konnte.
Spontan entschloss ich mich, dass diese Hülle fortan nicht mehr zur Aufnahme der LP dient und nun nur noch zur neuen Antistatikhülle gesteckt wird.....
Als die Platte sich auf dem Teller drehte wunderete ich mich über die matten Flecken auf der Rille. Dies kannte ich bisher nur von Flohmarktscheiben.....
Nach dem Stop des Tellers und dem Abnehmen der Scheibe, habe ich sie gegen das Licht betrachtet. Da befanden sich doch tatsächlich die Fingertapsen so eines Idioten aus dem Presswerk drauf!!!! :wallbash
Durch die zu engen Innenhüllen, war die Oberfläche schön geradlinig über die Rillenflächen verschrammt. So etwas kenne ich wirklich nur von Flomi-Scheiben!!!!
Da löhnt man 30,- € an der Kasse für eine neue LP und bekommt aufgrund von Mängeln im Produktionsablauf ein neues Produkt, welches noch vor dem ersten Benutzen keinesfalls mehr als "neu" bezeichnet werden kann!!!
Diese Scheiben werde ich nun mit zu Jürgen nehmen, damit die Fingertapsen des o.g. Idioten unter der Plattenwaschmaschine verschwinden.....
Also ist es anscheinend manchmal zwingend erforderlich, neue Platten zu waschen.
Tja, es gibt leider nur wenige Hersteller, denen noch bewußt ist, was Platten sind. Oft wird anscheinend zudem billig im Ausland pressen lassen. 30 Teuro (60DM!!! :shok: )finde ich dafür ne Frechheit. :_thumbdown_:
Hallo,
(ohne den Thread von Anfang an gelesen zu haben) ich bin der Ansicht, dass heute, wo man den überwiegenden Teil seiner Software second-hand beschaffen muss, eine Plattenwaschmaschine zwingend zum Hobby dazu gehört.
Deshalb habe ich mir bereits vor Jahren eine - damals schon uralte und zudem defekte - Keith Monks für kleines Geld zugelegt und reparieren lassen.
Erfahrungen wie Marc sie gerade gemacht hat bestärken micht in dieser Ansicht noch.
Grüße aus der Rhön, Roberto