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Hifi-Oldies und HiFi-Klassiker bis in die Moderne ---- Hier der technische Bereich.... => Sonstige nationale Firmen und Spezialisten => SABA => Thema gestartet von: Onkel Theo am Sonntag, 23.November.2008 | 15:57:08 Uhr

Titel: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Sonntag, 23.November.2008 | 15:57:08 Uhr
Hallo an Alle,

heute mal was abseits der Receiver von SABA...... raucher01

So habe ich meine 600er bekommen, aber trotzdem bin ich TB-Dani - dem Schenker - sehr dankbar dafür. Nebenbei, Dani hat sie auch so bekommen.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh.JPG)
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh02.JPG)
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh03.JPG)
Die Haube, das Seitenteil wird aus einem Massiv-Nussbaum nachgefertigt, der Rest mit Holzspachtel aufgearbeitet.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh04.JPG)
Das Hauptgehäuse, die tiefen Kratzer habe ich zum grössten Teil rausschleifen
können, der Schreiner hat mit Nussbaum Hell gespachtelt, noch lackieren, fertig. Die fehlende Alublende mit SABA Schriftzug kommt noch.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh05.JPG)
Das Chassis vor der Demontage aller abschraubbaren Teile, keine einzige Funktion ging, kein Magnet zog an, nur die Tastenbeleuchtung ging solange die Taste gedrückt wurde. Die Selbsthaltung funktionierte nicht, der Automatikschalter war komplett abgelötet, die Kabel dafür entfernt.
Der Mittelkontakt der Fernbedienungsbuchse war entfernt, darüber geht die Selbsthaltung, warum??, die Beleuchtung der VU´s brannte nicht.
Im Kopfträger fehlen der Viertelspurkopf und der rechte Löschkopf, beide Kopfumschaltrelais wurden incl. Verkabelung komplett entfernt.
Das Stummrelais wurde ausgelötet, dafür wurde ein Relaissockel eingelötet.
Das Massekabel vom Aufnahmerelais AU3 wurde entfernt, das leuchtet aber
nach Entfernen der Tonköpfe auch ein.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh06.JPG)
Das Mischpult, hier werden die Potis und Schieberegler noch gereinigt, wenn möglich.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh07.JPG)
Die Steuerplatine, vor der Säuberung
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh08.JPG)
Capstanmotor, Wickelmotoren, HF-Platine usw.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh09.JPG)
Kopfträger mit Andruckrolle, Bandführung usw.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh010.JPG)
Ausgebaute Steuerplatine von der Lötseite, die meisten Lötpunkte wurden Sicherheitshalber nachgelötet
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh011.JPG)
Hier von der Bestückungsseite, sofort nach dem Foto wurden die Relaisdeckel
entfernt, in Isoprop gereinigt und getrocknet.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh012.JPG)
Die Relaiskontakte wurden mit Tuner 600 eingesprüht, mit 1500er Schleifpapier abgezogen, ausgeblasen und mit Kontakt 60 nachbehandelt.
Nach dieser - Behandlung - liefen die Wickelmotoren bei Vor-Rücklauf,
der Bremsmagnet zog - wenn auch schwer - an, die Wickelmotoren liefen
bei Stopfunktion langsam gegenläufig, der Bandzug funktionierte auch.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh013.JPG)
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh014.JPG)
Die Relaisdeckel in der - Waschanlage - und beim Trocknen.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh015.JPG)
Das Netzteil, schon mit neuen Elkos und Sicherungshaltern, die alten haben sich verabschiedet.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh016.JPG)
Der Kopfträger, man sieht die Befestigungen der fehlenden Köpfe
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh017.JPG)
Links vom Hauptchassis der abgelötete Automatikschalter, rechts daneben
der Geschwindigkeitsschalter, er wurde komplett gereinigt.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh018.JPG)
Die beiden Magnete vor dem Ausbau, die Schaltkontakte mussten alle
nachjustiert werden.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh021.JPG)
Der Bremsmagnet, danach der gereinigte Kern
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh022.JPG)
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh019.JPG)
Das Gleitlager der linken Bandführung, vor der Demontage
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh023.JPG)
Die Aufnahme des Kopfträgers, der Andruckrolle usw.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh024.JPG)
Die Bandführung, unten vor, oben nach der Reinigung und nachschleifen
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh025.JPG)
Das erste Foto zur Wiederbestückung des Chassis, die linke Bandführung
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh026.JPG)

Hier sind alle Teile montiert, sie läuft in allen Funktionen einwandfrei und sehr leise, sie spult wie der Teufel mit einem fast perfekten Wickel, obwohl die
Spulenaufnahmen zZt. nur mit je einer Schraube befestigt sind.
Die Automatikfunktion geht wieder, Schalter angeschlossen, die Bandabschaltung geht auch.
Die Beleuchtung der VU´s ging nach Reinigen der Kontakte von Relais AU2.
Das Foto zeigt sie beim 1ten Versuch auf Stereo zu löschen, das Ergebnis:
der linke Kanal wird gelöscht, der rechte noch nicht. Naja, es sind ja auch noch einige Arbeiten zu machen.

Man muss aber schon sehr aufpassen wo man die Messleitung anlegt,
beim Durchmessen von AU3 bin ich abgerutscht und schon hats den Schalttransistor des Bremsmagneten erwischt. Habe bis heute nicht verstanden wie die zusammen hängen, aber was soll´s, ich habe mir die
alten Transis bei unserem Elektonikhändler in genügender Zahl besorgt, selbst die AC Typen.

So, genug für heute - der Rest folgt wenn sie richtig fertig ist.

Grüsse an alle - Theo
Titel: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Stormbringer667 am Sonntag, 23.November.2008 | 16:05:10 Uhr
Hast du fein gemacht,Onkel Jürgen!  :_good_:
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 23.November.2008 | 17:01:47 Uhr
Hi Peer,

nix Onkel Jürgen..... :grinser:..... ne diesmal war/ist dies die Verwandtschaft aus Bonn-Röttgen.... der war zu tun bekam und einen neuen Familienzuwachs....

Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: jan.s am Sonntag, 23.November.2008 | 20:54:24 Uhr
Hallo
Schoener Bericht.
Nur ein paar Details:
Die SABA 600SH kam kurz vor der A77 raus, ist also ein aelteres Modell.
Auf die SABA passen nur 22cm Spulen und keine 26,5cm.
Die SABA hat eine Playlogic auf die man bei der A77 verzichten muss (heute gibt es natuerlich Nachruestsaetze).
Die SABA ist nur liegend zu betreiben.
Die 600SH ist ein Geraet fuer Reverse-Betrieb. Den gibt es bei der A77 auch nicht.

Auf jeden Fall aber ein schoenes Geraet, dass auch nicht zufaellig so hoch gehandelt wird :_good_:
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: fly_hifi am Sonntag, 23.November.2008 | 20:57:57 Uhr
oh Gott, ein Lebenswerk ---> reeespect !
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Armin777 am Montag, 24.November.2008 | 10:24:30 Uhr
Hallo Theo,

diese Maschine hatte mir Dani auch mal angeboten (schon vor über einem Jahr), jetzt bin ich aber froh, daß sie bei Dir gelandet ist. Ich glaube nicht, daß ich solchen Aufwand betrieben hätte.

Es ist aber einerseits sehr schön, zu sehen, wie viel Mühe sich jemand gibt, so ein Gerät wieder in den Urzustand zurück zu versetzen - und noch ein wenig mehr Freude macht es, solche ausgedehnten Fotostrecken anschauen zu dürfen. Das sollte Vorbild für viele "Selbermacher" sein. Wir wollen alle nicht nur das fertige Produkt sehen, sondern vielmehr den Weg dahin fotografisch dokumentiert betrachten. Dafür meinen besonderen Dank, lieber Theo!   :_hi_hi_:

:drinks:
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Montag, 24.November.2008 | 22:22:42 Uhr
Hallo Theo,

auch hier von mir an dieser Stelle ein "Bravo bravissimo".
Die 600er ist eine Maschine, die es unbedingt verdient, am Leben
erhalten zu werden.

Gruss

Peter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Dienstag, 25.November.2008 | 12:08:24 Uhr
Hallo an alle, erstmal vielen Dank für die netten Antworten für meine Arbeiten an der - besten - Saba.
Sie ist es wirklich wert, auch wenn noch viel Arbeit und Mühe reingesteckt werden muß.

Der weitere Verlauf bis gestern abend:
Nach erneutem reinigen und genauem ansehen mit einer richtigen Aufsetzlupe - wie der bei Enterprise - des Löschrelais, hier war ein schließer-
kontakt verbogen, löscht sie auf beiden Spuren einwandfrei.
Wiedergabe eines Viertelspurbandes geht, aber seltsamerweise nur wenn ich den Kopfträger vorne etwas nach unten drücke, ich vermute Kontaktprobleme??

Von der Qualität möchte ich noch gar nicht reden!!

Aufnahme geht, aber bei Wiedergabe lest eins höher.

Die Bandführung muß erstmal wieder genau eingestellt werden, ich hatte ja alles demontiert, bei rechtslauf läuft das band etwas nach unten, hier vermute
ich die Bandandruckrolle, sie ist unter der Lupe betrachtet nicht mehr plan, wie eine ganz feine Welle, rauf-runter-rauf-usw

Der Bandzug lieg bei Wiedergabe und Spulen im erforderlichen Bereich, wurde am Sonntag von Dani und Jürgen fachgerecht überprüft.

Die Bremsen, man soll es nicht glauben, aber ich habe gestern abend über 1 Stunde dran eingestellt, sie bremst immer noch nicht richtig.

Als nächstes nach den Bremsen werde ich mich den Potis und den vier Schiebereglern annehmen, dann den Kopfträger mal genau mit den Klemmaufnahmen kontrollieren.

So, für heute wars das - Bilder folgen

PS: wer von den Sh600 Besitzer würde mir zum testen seine Bandandruckrolle für ein paar tage leihen??

Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 25.November.2008 | 13:00:24 Uhr
Respekt, das ist eine wirkliche Restauration  :_good_:  Die Maschine steht noch für Deutsche Wertarbeit, ein regelrechtes Trum. Muß damals ziemlich teuer gewesen sein -  kann man die überhaupt allein heben?  :smile
Ich hoffe, Dir gelingt es, sie wieder komplett herzurichten :)
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Dienstag, 25.November.2008 | 13:53:59 Uhr
Hallo Andre, komplett herrichten werde ich sie nicht können, es sei den ich bekomme von irgendjemand oder irgendwoher noch einen viertelspurkopf
und einen halbspur löschkopf. die siemens relais für die entsprechende kopfumschaltung bei linkslauf könnte man auch mit anderen relais realisieren,
das habe ich eben vergessen zu schreiben: sie nimmt nur im rechtslauf auf und gibt auch nur im rechtslauf seitenrichtig wieder. Bei linkslauf hört man
die musik rückwärts, aber hauptsache die köpfe sind erstmal ok, vom einschliff sind sie ja fast wie neu

Habe eben mal einen schieberegler komplett zerlegt, die 6 stück kleinen 2 mm kupfernieten aufgebohrt, alles isoprop gesäubert, die widerstandsbahn
ist nach dem säubern wieder ok, nur die abgreifer könnten ein problem machen, mal sehen, ich mache aber gute fotos davon.

jetzt eine frage an alle - wo bekomme ich diese kleinen hohlnieten, 2mm oder hat jemand eine idee wie ich die dinger wieder fest zu bekomme??

grüsse - theo
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 26.November.2008 | 12:06:21 Uhr
Die Regler könntest Du auch mit M2-Schrauben verschließen. Es müßte nur Platz für Schraubenkopf und Mutter sein. Die Schrauben bekommst Du im sortierten Modellbaufachhandel.
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Mittwoch, 26.November.2008 | 12:27:24 Uhr
genau, das habe ich mir auch schon gedacht, hab auch gestern abend schon die richtigen bei conrad rausgesucht, gehe ich morgen kaufen.

grüsse - theo
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Donnerstag, 27.November.2008 | 20:30:08 Uhr
Hallo Theo ,

der Zustand der Andruckrolle weckt meine Neugierde... ...mache bitte
mal eine Grossaufnahme - vor allem von der Lauffläche.

Gruss

Peter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Freitag, 28.November.2008 | 19:08:27 Uhr
Hallo an alle, Hallo Peter. Ich habe Fotos gemacht, ich kann sie nur nicht hochladen, sie wären zu groß??

Kann mir einer sagen wie ich es mache, rufe auch gerne an, Tel. Nr. per PN.

Grüsse - Theo
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: beldin am Freitag, 28.November.2008 | 19:17:43 Uhr
Hallo Onkel Theo!

Mit einem Bildbearbeitungsprogramm könntest Du die Größe ändern. 1600x1200 gehen immer.
Der Server hier kann wohl auch mehr, dann dürfen aber pro Upload wieder in Summe bestimmte Grenzen nicht überschritten werden.

Wenn Du die Bilder nict verleinert bekommst, schick diese mir per Mail, falls das geht. Ich verkleinere Dir die Bilder. Dann kannst Du sie einstellen.
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Freitag, 28.November.2008 | 19:26:53 Uhr
Hallo, die bilder sind ja schon auf 1024 * 681 runter, ich bekomme trotzdem eine Fehlermeldung.

Ich kann sie höchstens ins SABA Forum stellen, von dort kann sie ja einer rüberholen, mal sehen.

Grüsse - Theo

PS: oder es schickt mir einer per pn seine Tel. Nr.
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Freitag, 28.November.2008 | 20:56:08 Uhr
Hallo Theo,

die Dateinamen sollten wohl auch keine Sonderzeichen, Leerzeichen oder Umlaute
enthalten.

Ich schicke Dir mal meine Tel. Nr.

Gruss

Peter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: jan.s am Freitag, 28.November.2008 | 20:59:35 Uhr
Hallo
habe grade noch einen Unterschied zur A77 festgestellt: Die aktuellen Preise.
Die Tage wurde ein 600SH in der Bucht fuer um die 300,- incl. Versand verkauft. Dafuer bekommt man 2-3 A77 :shok:
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Samstag, 29.November.2008 | 20:38:50 Uhr
hallo zusammen, hier sind bilder der andruckrolle und des ersten schiebereglers, ich habe die 6 kleinen hohlnieten aufgebohrt und den regler komplett zerlegt, gesäubert und die widerstandsbahn gemessen, ist einwandfrei. für den zusammenbau habe ich mir kleine M2er schrauben gekauft, einen M2 gewindebohrer bestellt und wenn er da ist schneide ich in das obere halteblech gewinde und verschraube das ganze, fertig.

die bremsen machen mich fast wahnsinnig, die machen mehr arbeit als der ganze rest der maschine, ich habe heute im knauber baumarkt von fix-o-moll
parkett-gleiter in der grösse 80 * 95 * 6 mm für 1,99 euronen gekauft, die orig. beläge sind nicht mehr das wahre, mal sehen ob es geht.
(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Andruckrolle.1.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Andruckrolle.2.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Bremsen.1.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Bremsen.2.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Regler.1.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Regler.2.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Regler.3.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Regler.4.JPG)

seht ihr die zwei kleinen, schwarzen noppen im abnehmer, einer davon ist lose, als ich mit der pinzette dran war und den schleifer etwas nach unten gedrückt habe ging der auf einmal ab wie ein katapult bei den alten römern.
der kleine noppen war weg, ich konnte nur noch sehen wo er hinwollte, genau in den weihnachtsstern meiner frau. nach 45 minuten hab ich ihn gefunden...

so, schluß für heute, mein oberbefehlshaber ruft!!
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Donnerstag, 04.Dezember.2008 | 23:14:52 Uhr
Hallo, eine Frage an alle Bandmaschinen Experten:
Beim Spulen ist mir aufgefallen das beide Spulen in der Höhe EIERN.
Man kann es auch sehen, ist mir bis gestern nur nicht aufgefallen.
Ich habe mit der Messuhr mal kontrolliert, es ist ein Schlag von - nur 5/100tel
aber wenn der Spulenteller drauf ist und auch noch die grosse Spule
ist es schon fast 1 mm.

Wie wirkt sich das beim Vor - Rückspulen aus, die SH spult ja in einer
Wahnsinns Geschwindigkeit.

Danke für Eure Meinungen, hier ein paar Bilder, leider schlechte

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Spulenaufnahme.jpg)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Teller.2.jpg)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Teller.3.jpg)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Teller.4.jpg)

Die Bilder zeigen jeweils die Abweichung beim drehen der Motoren, die Motorwellen haben übrigens nur eine Unwucht von - 1/100tel, wahnsinn
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Freitag, 05.Dezember.2008 | 09:19:23 Uhr
Hallo Theo,

Ich interpretiere Deine Aussage so, dass Du 5/100 an der
Aussenkante des Wickeltellers gemessen hast - richtig?
Dann werden die gemessenen 1 mm  Höhenschlag "über Alles"
sicher nicht ausschliesslich durch 5/100 Tellerschlag hervorgerufen.

Das käme rein rechnerisch schon nicht ganz hin.
Der gemessene Schlag scheint also massgeblich durch die
(etwas "krumme") Spule hervorgerufen zu sein. Du kannst
ja mal eine andere hernehmen - das Messergebnis wird
sicher abweichen.

Wie wirkt sich extremer Höhenschlag aus:
- unsauberer Wickel
- Beanspruchung des Bandes an den Bandkanten
- Beanspruchung der Tellerantriebslager

Dies alles ist natürlich in seiner Relevanz meiner Ansicht
nach schwer nachzurechnen. Will sagen: wie viel schneller
ein (ohnehin gebrauchtes) Antriebslager dann bei häufigem
Umspulen verschleisst, kann meiner Meinung nach nicht
seriös beantwortet werden.

Fazit:
d. Lagerverschleiss würde ich persönlich links liegen lassen;

solange die Bandkanten (unter der Lupe betrachtet) nirgendwo
im Bandpfad "gebeugt" werden, auch links liegen lassen;

mit dem unsauberen Wickel muss man bei bestimmten Maschinen
und Bandtypen ohnehin rechnen;

Ergo: ....bei einem alten Bandgerät möglichst wenig schnell umspulen  :zwinker:
(so halte ich es zumindest...) und nur die "besten" Spulen verwenden (die
"eiernden" Spulen gehören als Wandschmuck in den Bastelkeller)

Gruss

Peter


(edit: Schlechtschreibung korr.)

Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: ratfink am Freitag, 05.Dezember.2008 | 12:55:36 Uhr
Ich muss einmal was loswerden.Ganz grosser Respekt vor dieser Arbeit!!!Ich freue mich immer wieder,wenn manche keine Kosten und Zeit scheuen,diese alten Preziosen zum Leben wieder zuerwecken.Sind schon viel zu viele im Container gelandet.Außerdem sieht man wieder das man bei den alten Teilen noch viel selber machen kann.
Gruss Dieter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Freitag, 05.Dezember.2008 | 19:22:23 Uhr
hallo peter, du hast natürlich recht, der - ca. 1 mm - bezieht sich auf die aufgelegte spule, ich habe mal eine alte basf kunststoffspule aufgelegt und
bei beiden spulenteller gemessen, sie eiert mit 4/10 links und 5/10 rechts. das werde ich wie du sagst:  links liegenlassen.
bei verwendung eines basf - dp26 ist der wickel reif für die tonne, bei basf lpr35 wie aus einem guss.

den werkzeughändler habe ich heute gebeten den gewindebohrer mit der post zu zusenden, für einen preis von netto 7,10 euronen fahre ich
keine 25 km hin und 25 zurück, bekomme ich ihn eben erst am dienstag. rainer - rollie384 - braucht seinen kopfträger zur zeit nicht, so kann ich am
wochenende die 3 anderen schieberegler zerlegen, reinigen und dann alle 4 stück in einem rutsch zusammen bauen. nach erneutem reinigen der
kontakte an meinem kopfträger und auch der steckbrücke am chassis hat mein träger nun auch keine kontaktprobleme mehr.

so, für heute wieder schluss, werde wohl nichts mehr dran machen heute

grüsse - theo
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Samstag, 06.Dezember.2008 | 11:17:11 Uhr
Hallo Theo,

na ~0,5 mm Höhenschlag der BASF-Spule auf der Saba erscheint mir
doch ganz passabel! Wenn der Bandverlauf sauber bleibt und
die Bandkanten nirgendwo schleifen, ist´s doch gut. Parallelität
zu den Kopfkanten (= Spuren) muss natürlich gegeben sein.

Und was den Bandwickel angeht - klar: rückseitig beschichtetes Band
ergibt nun mal den saubersten Wickel - auch auf ´ner 600er.

Bin gespannt, wie´s bei Deiner 600er weitergeht. Was macht die
Andruckrolle?

Gruss

Peter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Samstag, 06.Dezember.2008 | 13:05:38 Uhr
hallo peter, ja nicht, 0,5 mm sind absolut verträglich. die anderen spulen waren auch von basf, nur aus alu, aber krumm wie atze.

die andruckrolle, ja...., ich habe meine diese woche beim abendfilm mal 1 std. mit fiss scheuermilch bearbeitet, solange bis wirklich nichts schwarzes
mehr am lappen sichtbar war, danach in kochendes wasser mit reichlich spüli gelegt, einweichen lassen und dann mit einer zange gepackt - war sonst zu heiß - mit einer harten zahnbürste immer so 5 minuten bearbeitet. danach nochmal in kochendes wasser zum klarspülen, trocknen lassen und auf die sh.
ergebnis: sie lief einwandfrei mit dem dp26, genauso sauber wie die rolle von rainer. gestern habe ich dann das lpr35 aufgelegt, meine rolle läuft wieder weg,
rainers rolle läuft einwandfrei. ich glaube im neuen jahr werde ich sie zu hewicker schicken zum erneuern??. oder was meint ihr??

wie gehts weiter mit der sh?: ab montag muss ich abends was kürzer treten, habs was übertrieben jeden abend!, meine liebste ist was sauer seit ich
zur kontrolle der wiedergabe noch meine 4418 von phillips hier stehen habe. ich möchte die sh noch nicht an die stereoanlage anschließen, dani wollte mir ein
adapterkabel für den kopfhörerausgang basteln, mal sehen, ich rufe ihn nachher mal an.

was ich am wochenende noch mache sind die restlichen 3 schieberegler und event. die drehpotis, vielleicht bekomme ich die dinger wieder leichtgängig ohne
auslöten.

bilder werde ich auf jeden fall davon machen.

an alle 600sh besitzer, seht euch mal diesen link oder die ebay a.nr. an, das ist die orig. fernbedienung der sh, leider für mich schon zu teuer.
Link zur Sicherheit entfernt..... Gründe bitte per PN erfragen bei mir...
Jürgen

schönes wochenende - grüsse - theo


Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Montag, 08.Dezember.2008 | 17:12:37 Uhr
Hi Jungs,

am Wochenende brachte mir Theo die Bilder in voller Auflösung mit und ich habe sie in der Galerie eingestellt......
https://magnetofon.de/nhc/Gallery/thumbnails.php?album=599

wer das Ganze sich einmal genau ansehen möchte. :zwinker:
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Sonntag, 14.Dezember.2008 | 18:59:09 Uhr
Hallo Leute, schönen Abend.

Damit auch die User in diesem Forum noch was von meiner SH lesen können habe ich mich doch dazu entschlossen wenigstens die 4 Schieberegler zusammen zu bauen. 
Ich kann Euch sagen, das ist eine schöne piddelei, bei PREH wurden die Dinger bestimmt
von Frauen zusammen gebaut. Ich habe für den ersten über 1 Stunde gebraucht!!!
Das Ergebnis des ersten Reglers: er ist wie neu, er geht Butterweich und hat auch über den
gesamten Weg seine Werte.


(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Regler.neu.1.JPG)

Das sind die einzelnen Teile des Reglers vor dem Zusammenbau

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Regler.neu.2.JPG)

So sieht der Regler fertig aus, von oben betrachtet

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Regler.neu.3.JPG)

So von unten, man sieht die kleinen M2 Schraubenköpfe

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Regler.neu.4.JPG)


Was mich aber gedanklich nicht los lässt: die Änderungen am Wiedergabepfad,
ich habe mir alles genau aufgeschrieben wo ich im neuen Jahr, wenn Zeit ist, weitermachen
muss. Die genauen Änderungen habe ich im Schaltplan eingezeichnet, ebenso die Unter-
brechungen in den Leiterbahnen.
Die Verbindung vom Wiedergabe Entzerrer zur Radio und Monitorbuchse wurden
komplett umgelötet, das AU3 Relais, gehört zum Aufnahmezweig, wurde nicht nur seiner
Masse ( + ) Spannung in Form von Kabel abgelötet beraubt sondern es wurden alle 4 Schließerkontaktblöcke einfach zusammen gepresst  sowie 3 Leiterbahnen der Kontakte unterbrochen. Die Verbindungen wurden auf der Bestückungsseite einfach abgeschnitten
und auf der Leiterbahnseite direkt angelötet.
Der rechte Kanal wurde auf Masse gelegt, konnte nicht gehen!

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/HF.3.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/HF.1.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/HF.2.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/S.1.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/S.2.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/S.3.JPG)

Die Unterbrechungen sind ROT, die Leitungs Änderungen GRÜN und BLAU
eingezeichnet. Jürgen bekommt noch diese Woche alle restlichen Bilder in hoher Auflösung, er stellt sie
dann sofort ein.

So liebe Tonbandfreunde, auch wenn es noch etwas früh ist, aber dies ist für 2008
mein letzter Bericht in diesem und im Saba Forum – ich wünsche allen ein frohes
Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Grüsse aus Bonn - Theo





Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Montag, 15.Dezember.2008 | 09:37:21 Uhr
Hallo  Theo,

alle Achtung - gut gewerkelt mit den Potis. Das sieht
vertrauenserweckend aus.

Auch Dir schonmal ein paar schöne Festtage...

...man hört/liest voeinander.

Viele Grüsse

Peter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Donnerstag, 18.Dezember.2008 | 20:10:59 Uhr
Moin JunKs,

dann sind es schon 2 Maschinen, die sozusagen zum Forum gehören ... ich hab´ nämlich gerade zugeschlagen ... :flööt:

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_7860_3.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/7860_3.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_7a2d_3.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/7a2d_3.JPG)

Ich bin schon gespannt ... zumal mir da ein "Mäuschen" geflüstert hat, daß auf dieser Maschinetype beim Label MPS gemastert wurde ...  :_hi_hi_:

Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Donnerstag, 18.Dezember.2008 | 23:38:39 Uhr
Na dann herzlichen Glückwunsch und viel Spass mit dem
Teil (die Feiertage lassen hoffentlich etwas Zeit dazu...).
Und dann auch noch die seltenen Spulenarettierungen - schöööööön!

Ich hoffe, sie "dreht" noch gut und lässt Dir erstmal ein
paar Stunden Hörgenuss (...und keine Bastelstunden....)

Viele Grüsse

P.
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Donnerstag, 18.Dezember.2008 | 23:43:35 Uhr
Moin Peter,

Danke für die Glückwünsche ... ich bin schon sehr gespannt auf die Maschine ... ich will sie neben meiner Otari allerdings wohl eher nur zum Abspielen der Viertelspur-Kaufbänder nutzen ...

... auf jeden Fall bekommt sie eine gründliche Durchsicht, soll aber in erstklassigem Zustand sein ...
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 31.Dezember.2008 | 00:06:40 Uhr
Hallo Theo,
gute Arbeit, es macht mir Spaß, beim Fortgang Deiner Arbeit Dir sozusagen "über die Schulter" zu schauen.  :_hi_hi_: Ich wünsche Dir im kommenden Jahr neben allen üblichen Wünschen auch die gelungene Wiederherstellung der Maschine. Anhand meiner Thorense weiß ich, was das mitunter für eine Fitzelei sein kann...

@Rolf
Viel Spaß mit Deiner "neuen". 
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Mittwoch, 31.Dezember.2008 | 12:40:04 Uhr
Moin André,

Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 31.Dezember.2008 | 00:06:40 Uhr
Viel Spaß mit Deiner "neuen".

Danke ... nur leider werde ich derzeit etwas unruhig ... seit Bezahlung meldet sich der Verkäufer nicht mehr ... und auf meine Frage nach Abholmöglichkeit hat er ebenfalls nicht reagiert ...  nicht das ich mir da mehr Ärger als Freude eingehandelt habe ... :shok:
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Mittwoch, 31.Dezember.2008 | 18:08:19 Uhr
Hallo Rolf, wieviele Bewertungen hat den der Verkäufer??

Daran kann man doch erkennen ob er ! erhrlich ! ist.

Wo wohnt der Verkäufer, event. kann ja einer aus dem Forum die SH abholen wenn Du nicht kannst

Grüsse - Theo
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Mittwoch, 31.Dezember.2008 | 18:35:33 Uhr
Moin Theo,

.. die Bewertungen sind ja auch eigentlich top ... nur reagiert man überhaupt nicht auf meinen Vorschlag der Abholung ... noch nicht mal ein Lebenszeichen ...

Wenn ich bis zur kommenden Woche keine Antwort und auch kein Pakerl haben sollte, dann kümmert sich ein Freund, der in der Nähe wohnt, wahrscheinlich drum .... der steht dann einfach mal beim Verkäufer vor der Tür ...

Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: beldin am Mittwoch, 31.Dezember.2008 | 18:57:50 Uhr
Dann gebe ich schon mal eine Vorschau auf das Gespräch:

:_hi_hi_:
:0keule
;0006
:01belehr
.,c045
:_55_:

:_good_:
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Samstag, 03.Januar.2009 | 13:47:59 Uhr
hallo beldin, bist du sicher das daß gespräch in so einem netten ton abläuft??

ich habe leider große bedenken, und nicht nur ich.

grüsse - theo
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Samstag, 03.Januar.2009 | 19:59:47 Uhr
Moin JunKs,

... Entwarnung ... ich hab´ nur kurz von der Trioden Mafia  :_hi_hi_: geschrieben und die Verkäuferin hat sich dann sehr schnell gemeldet.  :grinser:

Ein Spezl holt die Maschine nun am Montag ab und bringt sie gleich mit nach München ... ich werde dann wahrscheinlich schon ungefähr Ende der kommenden Woche berichten können  :grinser: :huepf:
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Samstag, 03.Januar.2009 | 20:33:31 Uhr
Wohl getan - Geduld ist da oftmals der bessere Ratgeber. Immerhin hatten wir ein
paar "kleinere" Feiertage dazwischen - da fahren manche auch schon mal weg und
vergessen einfach, ihre Käufer um Geduld zu bitten. So einfach ist das (manchmal....).

Gruss

Peter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 11:44:07 Uhr
Moin,

so, die SABA ist gestern abend schon eingetroffen. Der optische Zustand ist hervorragend ... ein Gerät aus erster Hand ... von einem Sammler, der selbst mal im HiFi-Sektor gewerblich unterwegs war.

Den ersten Funktionstest hat die Maschine gleich gestern abend absolvieren dürfen und bestanden ... es funktioniert alles ohne Rappeln und Quietschen ... nur die Bremse nicht ganz so, wie man sich das vorstellt ... da werde ich also mal ran müssen ...

... bei der Gelegenheit überprüfe ich auch gleich alle Elkos im Gerät und werde mir schon mal mindestens einen kompletten Satz der in der SABA verwendeten Transistoren zur Seite legen ... AC151 und Co. sind ja noch ab und an auffindbar.

Hat jemand evtl. einen Tip, wonach ich am Günstigsten schaue, wenn die Bremse zu schlaff zupackt? Gibt es neben dem in der Bedienungsanleitung abgedruckten Schaltplan evtl. auch noch andere Serviceunterlagen? Hat die vielleicht auch noch jemand in elektronischer Form vorliegen?  :flööt:
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 12:14:57 Uhr
Hallo Rolf,

...na wunderbar - dann hat das Zittern ja ein Ende.

Mehr als den Schaltplan des Manuals habe ich leider
auch nicht.

Gruss

Peter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 13:00:52 Uhr
Hallo Rolf, was hat Deine SH den für Bremsen, die mit den Filzstücken oder Bremsbänder??

Für die Einstellung mit den Filzen siehe hoch oben in diesem Tread, da wo die Bilder der Bremsen sind. Du mußt die einzelnen Schrauben
etwas lösen und mit eingelegtem Band, aber nur bis max. 15 cm Spule, sonst kommst Du nicht mehr an die Schrauben, immer wieder versuchen bis
sie richtig packen, bei Vor - und Rücklauf. Die Einstellungen über das Servicem. habe ich nicht beachtet, danach wäre ich heute noch dran.

Grüsse - Theo
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 13:13:56 Uhr
Moin Theo,

Danke für die schnelle Antwort ... da schaue ich heute nachmittag doch gleich mal nach ... und melde mich wieder ...

@ Peter

... yepp ... Ende gut alles gut ... und sie spielt zudem auch echt gut ... der VK hat mir noch ein paar alte bespielte Bänder mitgegeben ... Peter Alexander und so´n Zeuch ... :_hi_hi_: ... ich bin zuerst fürchterlich erschrocken, da natürlich alle Bänder unbeschriftet sind und sich nur unten in der Sachchtel ein zusammengefaltetes Stück Papier eines früher üblichen Notizblockes mit ganz altem Pfanni-Werbeaufdruck aus Ende der Sechziger fand ... dieses Stück Papier habe ich natürlich erst nach den ersten gar schröcklichen Tönen von Peter Alexander entdeckt ... brrrr ... *schüttel* ... aber tonal ist die Maschine echt gut ...

... ich habe dann aus meinem Fundus mal ein altes Kaufband mit Aretha Franklin rausgekramt ... das war sogar noch NOS ... also bislang wirklich ungespielt ...

... das klang dann auch schon ohne Reinigung der Maschine schon richtig bezaubernd ... richtig gut ...

... ich bin gespannt, ob mein erster Eindruck auch noch nach einer genauen Durchsicht der Maschine bestehen bleibt ... aber so, kann ich mich dem Threadtitel schon anschließen ... die SABA war sicherlich ein ernstzunehmender Konkurrent der A77 ...
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 14:45:09 Uhr
Moin Theo,

... ich konnt´ nicht anders und habe meinen Schreibtisch verlassen und eben nachgesehen ...

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh05.JPG)

... die Bremse sieht bei mir genau so aus ...

... allerdings war der Übeltäter der obere Magnet ... der blieb hängen ...


(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh018.JPG)

... kurz mit Reinigungsspray bearbeitet und schon läuft´s wieder ... mal sehen, ob ich mir die Arbeit der kompletten Zerlegung der Magnetmimik mit anschließender Neujustage machen soll ... ich hab´ ja leider keine sog. Tortenschaufel zur Einstellung des Bandzuges und Bremsmomentes zur Hand.

Auf die nachfolgende Platine fiel auch mein erster Blick ... danach auf die stehend im Gehäuse montierten Kondensatoren ...

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/sh015.JPG)

... die Netzteilplatine werde ich ganz sicher überarbeiten, da diese roten Kondis alle wohl ELKOs sind ... aber die Stehenden sind MP-Typen ... und die sind ja eigentlich eher unkaputtbar ... die Maschine ist also sehr wertig aufgebaut und gefällt mir vom Innenleben und der Bauteilegüte eher besser als eine A77 ... :_good_:



Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 14:51:29 Uhr
Moin Theo,

(https://magnetofon.de/nhc/bildupload/Bremsen.1.JPG)

... der Filz sieht bei meiner Maschine auch noch gut aus ... nicht sonderlich verdrückt und nachdem der Magnet nicht mehr hängen bleibt, bremst sie auch richtig ...

Übrigens ist bei meiner der Zählwerksriemen gerissen ... und ich kann leider nicht auf Anhieb ausmachen, wie der ursprünglich verlaufen ist ... also welches Rädchen er wirklich antreibt und ob dieser vom Spulenmotor angetrieben wurde ... er lag da halt einfach lustlos in deren Nachbarschaft  :flööt:

Weiß Du evtl. auch, wo ich für den Riemen Ersatz bekommen kann?

Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 14:58:35 Uhr
Moin Theo,

Zitat von: Onkel Theo am Sonntag, 23.November.2008 | 15:57:08 Uhr
... sie läuft ... sehr leise, sie spult wie der Teufel mit einem fast perfekten Wickel

... auch das hat mich sehr überrascht ... sie ist wirklich sehr leise und die Umspulgeschwindigkeit ist sehr hoch ... sie müßte damit auch schneller als eine A77 sein.

Selbst mit den alten mitgegebenen Bändern, bei denen ich zumindest bei dem PES26 Band beim ersten Abspielversuch ein leichtes aufeinanderpappen der einzelnen Lagen festgestellt habe ... sieht der Wickel danach gut aus ...

... bei einem weiteren Umspulversuch konnte ich bei dem PES-Band dieses Aufeinanderpappen der einzelnen Lagen aber schon nicht mehr feststellen. Könnte also auch an der langen Lagerung gelegen haben. Abrieb kann ich noch nicht wirklich beurteilen, da ich die Maschine und speziell die Bandführung hierzu erstmal ordentlich reinigen müßte. Das war ja alles auch nur als erster Funktionstest gedacht.
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 17:20:57 Uhr
Hallo Rolf, da hast Du ja noch mal Glück gehabt mit den Bremsen, und Dir jede Menge Kopfschmerzen erspart.
Die Bremsen einzustellen ist kein Kinderspiel, auch nicht mit Federwaage. Ich habe an 2 Tagen fast 4 Stunden gebraucht.

Die Netzteilplatine würde ich an Deiner Stelle auch überarbeiten, nur sind die orig. Werte nicht mehr zu bekommen, nimm die
nächst höheren und alles ist OK. Die Sicherungshalter musst Du überprüfen, wenn sie Oxid. sind raus damit und neue einlöten, hab ich auch gemacht.

Die Motorkondis kannst Du drinnenlassen wenn die Motoren sauber und Geräuschlos laufen, was sie ja wohl tuen.!!?

Hast Du meine Rep. und Säuberungsbeschreibung komplett gelesen??, wenn ja würde ich an Deiner Stelle die Schalter und Relaiskontakte
alle säubern, es ist unwahrscheinlich das sie alle 100 % Kontakt haben, und all das bevor ich mit der Maschine viel spielen würde.

Was Du auch kontrollieren solltest: die Schwinge, schon mal gehört oder gesehen??, das ist das Teil was den Capstanmotor bremst wenn Du
von rechts oder linkslauf auf STOP schaltest, dann schaltet die Schwinge ganz kurz den Capstanmotor in die andere Richtung und.... er steht, toll nicht??

Trotzdem Beglückwünsche ich Dich zu der SH, sie hat aber auch einiges gekostet, ich habe meine von TB-Dani geschenkt bekommen
und ich muß nochmal sagen:  ICH HABE NOCH KEINE SEKUNDE ARBEIT AN IHR BEREUT, auch wenn ab März noch viele Arbeit an ihr ist.

Solltest Du noch andere Fragen zur SH haben kannst Du  gerne PN schicken, bis Samstag Abend bin ich da, danach 6 Wochen ausser Haus.

Grüsse - Theo
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 21:13:23 Uhr
Hallo Rolf, hab ich eben vergessen, wegen des Zählwerks, es sind 2 Riemen, bekommst Du beide im Satz bei Hewicker, kosten ca. 6,00 euronen
Der eine treibt von der größeren Rolle das Zählwerk an, der größere von beiden wird um den linken Wickelmotor auf die größere, untere Rolle vom Zählwerk
gelegt. Für diesen Riemen musst Du den Motor Kabelseitig ablöten und drei der Vier Befestigungsschrauben lösen, damit Du den Riemen auch über
den Motor bekommst. Ist ein wenig Fummelei, geht aber. Bitte die Kabelbelegung an der Lötleiste merken, sonst Problem.

Auch solltest Du nur die Riemen von Hewicker nehmen, ich habe andere probiert, der Motor blieb stehen oder lief erst gar nicht an, kaum zu glauben ist
aber wirklich so.
Was die Spulgeschwindigkeit angeht, die Motoren bekommen fast 300 Volt über die Relaiskontakte aus dem Trafo, aufpassen.

Grüsse - Theo
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Donnerstag, 08.Januar.2009 | 12:52:57 Uhr
Moin Theo,

Zitat von: Onkel Theo am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 17:20:57 Uhr
Die Netzteilplatine würde ich an Deiner Stelle auch überarbeiten, nur sind die orig. Werte nicht mehr zu bekommen, nimm die
nächst höheren und alles ist OK. Die Sicherungshalter musst Du überprüfen, wenn sie Oxid. sind raus damit und neue einlöten, hab ich auch gemacht.

... das war sowieso mein Plan ... dabei wollte ich auch gleich die Gleichrichter einer genaueren Prüfung unterziehen. Wenn ich das beim Überfliegen des Schaltplanes in der Bedienungsanleitung richtig gesehen habe, dann sind das Selen-Typen.

Zitat von: Onkel Theo am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 17:20:57 Uhr
Die Motorkondis kannst Du drinnenlassen wenn die Motoren sauber und Geräuschlos laufen, was sie ja wohl tuen.!!?

... ich hatte noch keinen einzigen defekten MP-Kondensator ... ein Spezl nach vielen Jahren "Service" und Wasteln einen einzigen. Das wäre also eh mein allerletzter Schritt in einer etwaigen Fehlersuche  :flööt:

Zitat von: Onkel Theo am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 17:20:57 Uhr
Hast Du meine Rep. und Säuberungsbeschreibung komplett gelesen??, wenn ja würde ich an Deiner Stelle die Schalter und Relaiskontakte
alle säubern, es ist unwahrscheinlich das sie alle 100 % Kontakt haben, und all das bevor ich mit der Maschine viel spielen würde.

... auch das hatte ich mir bereits vorgemerkt ... wobei die Relais bei meiner Maschine schon optisch deutlich besser aussehen, als bei Deiner.

Zitat von: Onkel Theo am Mittwoch, 07.Januar.2009 | 17:20:57 Uhr
Was Du auch kontrollieren solltest: die Schwinge, schon mal gehört oder gesehen??, das ist das Teil was den Capstanmotor bremst wenn Du
von rechts oder linkslauf auf STOP schaltest, dann schaltet die Schwinge ganz kurz den Capstanmotor in die andere Richtung und.... er steht, toll nicht??

Nein, die Schwinge habe ich noch nicht gesehen ... wo ist die denn? Hast Du davon evtl. ein Foto? Hab´ ich das hier im Thread evtl. überlesen?

Den Riemensatz habe ich gestern noch bestellt ... mal sehen, wann und wie ich den Riemen dann eingebaut bekomme ...

Was sonst noch auffällt  :flööt:

... der Rahmen ist richtig massiv ... das Teil ist gebaut wie ein Panzer ...

... Laufgeräusche sind faktisch fast nicht vorhanden

... tonal ist die Maschine auch eine Wucht.

Was mich stört  :flööt:

... die DIN-Stecker ... aber ich werde sie nicht umbauen ...  :flööt:

Bevor ich es vergesse ... Danke für Dein Angebot ... wenn ich noch Fragen habe, dann komme ich gerne auf Dein Angebot zurück  :_hi_hi_:
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Donnerstag, 08.Januar.2009 | 13:52:09 Uhr
Hallo Rolf, genau, die Gleichrichter habe ich ja auch gewechselt, sind Selentypen, normale Bauart.

Die Schwinge, davon habe ich noch kein Einzelbild gemacht, das ist der ca. 5 cm lange und ca. 3 cm breite, doppelte Kupferbügel auf dem
Schaltgestänge welches vom Andruckmagnet nach oben, Richtung Bremsmagnet gezogen wird. Die Schwinge packt über eine Nylonscheibe, die sitzt
auf der Capstanwelle. Rechts und Links sind jeweils Kontaktblöcke, die Schalten zwei Relais auf der Steuerrungsplatine. Kannst Du
auch kurz von Hand schalten, nur kurz bitte, ca. 1 Sekunde.

Die Riemen einbauen wie ich geschrieben habe oder melden bis Samstag abend, am besten abends nach 19.00 uhr

Bis dann - Theo
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Freitag, 09.Januar.2009 | 02:52:10 Uhr
Moin Theo,

yepp ... ich glaube ich habe die Schwinge gefunden ... diese sitzt auf dem Bügel, der vom Magneten unter dem Kopfträger hindurch nach oben angezogen die Andruckrolle gegen die Capstanwelle zieht ... je nach Laufrichtung richtet sich diese Schwinge sozusagen aus und bei Stopp "pendelt" sie zu der entsprechenden Seite und schaltet dort den senkrecht montierten Kontakt ... das tut sie ganz ohne Probleme und zuverlässig ... vielleicht allerdings etwas länger als 1 Sekunde ...

Ich habe heute mal die Maschine äußerlich vom Staub der Jahre gereinigt ... sie sieht jetzt gleich noch besser aus ... und sobald die Lederstäbchen angekommen sind, werde ich alle dieser offen liegenden Schaltkontakte reinigen ... ebenfalls werde ich mir die Relais genauer ansehen.

Hast Du die Maschine eigentlich neu abgeschmiert? Wenn ja mit welchem Fett oder Öl?

Und wie hast Du diese silberne Haube über der Andruckrolle entfernt? Ich habe mal dran gezogen und versucht, diese in Richtung Kopfträger zu schieben, aber da bewegt sich nichts. Gibt es da einen Trick?

Und ich merke, daß ein Service Manual echt Gold wert wäre ... so suche ich mir nur einen Wolf und muß jede "Funktion" nachstellen und dann im Schaltplan umständlich suchen, wie diese im Normalbetrieb denn sein sollte.

Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Freitag, 09.Januar.2009 | 09:58:16 Uhr
Hallo Rolf, Du bist ja genau so Verrückt wie ich, bin auch in der Nacht aufgestanden und hab an ihr gearbeitet und gemessen.

Die Haube bekommst Du mit einen kleinen Inbusschlüssel, ich meine 1,5 mm, losgeschraubt und dann kann Du sie abziehen.

Mit den Lederstäbchen würde ich nicht an die Kontakte gehen, die Stäbchen sind zu dick, mach es doch wie ich, habe 1500er Schmiergel
in 5-6 mm * 15 mm geschnitten, mit der Pinzette gepackt und den Kontakten ( allen, auch den Relais ) schön einen geschm........,
6 - 8 mal rauf und runter reicht, mit wenig Druck ausgeblasen, ich habe von Würth eine Sprühdose, die kann ich an der Tanke mit Pressluft
auffüllen, bis 5 BAR, reicht für 3 SH´s und dann einmal mit Kontakt 60 eingesprüht. Danach waren meine Kontakte alle OK, habe sie auch alle
durchgemessen.

Abgeschmiert habe ich nichts, war nicht nötig, sie läuft mechanisch wie am ersten Tag, meine Akai 630, die ist schon sehr... leise ist ein Trecker
dagegen.

Das Manuel werde ich mir demnächst auch bei Lange bestellen, hab mir bis jetzt immer mit den Download Plänen geholfen, ein Bild auf dem Monitor,
zwei weitere auf zwei älteren P II Laptop´s, ging so...

Grüsse - Theo
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Samstag, 10.Januar.2009 | 07:28:39 Uhr
Moin Theo,

Zitat von: Onkel Theo am Freitag, 09.Januar.2009 | 09:58:16 Uhr
Die Haube bekommst Du mit einen kleinen Inbusschlüssel, ich meine 1,5 mm, losgeschraubt und dann kann Du sie abziehen.

...  .,a015 ... ich glaub´ ich hab diese Inbusschraube jetzt endlich im Service Manual entdeckt ... die Haube scheint auf die Achse der Andruckrolle aufgestetckt zu werden und die Inbusschraube dient dann zur Klemmung auf der Achse ... nur ...  .,a015 ... wie komme ich da überhaupt ran? Muß ich dazu nicht den kompletten Kopfträger demontieren und diesen sowie die Bandführung nach der erneuten Montage nicht auch neu justieren?

Irgendwo steht in der Bedienungsanleitung zwar, daß die SABA einen abziehbaren Kopfträger besäße, der sitzt bei meiner Maschine aber fest ... zumindest läßt er sich nach Abnahme der Blende nicht einfach abziehen.

Dann noch ein Zwischenstand zum Bremsmagneten ... das Mistviech  :flööt: hakelt nach längerem Spulen doch noch ... ich werde es also nicht nur nochmals und deutlich intensiver mit Sprühreiniger fluten sondern auch mal zusätzlich mit etwas Kriechöl behandeln ...vielleicht kann ich mir so die aufwändige Demontage und Neujustage sparen ... da hängt ja immerhin auch noch die Bremse und deren Einstellung mit dran  :_tease:
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Onkel Theo am Samstag, 10.Januar.2009 | 08:42:34 Uhr
Hallo, nein, warte noch eine Stunde... ich melde mich wieder
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: be.audiophil am Samstag, 10.Januar.2009 | 09:34:53 Uhr
Moin Theo,

... ich meld´ mich gleich ...

Übrigens hab´ ich beim Buerklin die Germanium-Transen (AC-Typen) bekommen ... man hatte noch einige Restbestände ... allerdings waren es genau so wenige, wie anzahlmäßig in der 600SH verbaut ... ich glaub´, daß ich mir da noch mehrere zur Seite legen sollte ... und die BFY-, BF- und BCY-Typen muß ich ja eh noch suchen ...

... obwohl ...  :flööt: ... wenn Dein örtlicher Händler noch welche hätte, dann würde ich ja gerne ... .,a040 ... aber das Besprechen wir am Besten gleich mal ausführlich ...  .,a095 :drinks: ... eilt auch nicht.
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: BlueAce am Dienstag, 12.Juli.2011 | 20:45:51 Uhr
ich kram den Thread mal raus. Gibt es Infos auf welche Bandsorte(n) die 600-SH ab Werk eingemessen war?
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Andre N. am Sonntag, 27.September.2015 | 23:54:24 Uhr
Hallo zusammen,

mit ein bisschen Schmunzeln hab ich grad mal den, ja doch übersichtlichen, Thread durchforstet.  Sehr interessant das ganze. Ich hab meine im gleichen schrottigen Zustand bekommen und deren History ergab sich erst nach einem grandiosen Zufall. Weil ich keine Offenwickelgeräte besitzen kann und immer wieder gern die solchen anschau, entdeckte ich 22er Offenwickel für meine dicke Dame und Gespräch mit dem Verkäufer ergab sich anhand meiner SN Nummer die Herkunft meiner Maschine. Und zwar war die bei genau dem Verkäufer im Studio Freiburg im Einsatz. Sie wurde damals aufgrund Ihrer Zicken ersetzt und landete im Irgendwo. Der Weg von Freiberg nach Twistringen (Niedersachsen) war wohl sehr schwer und das zeigte dann auch der erbarmungswürdige Zustand. Ich hab meine auch bis die letzte Schraube zerpflückt und so ist die Dicke aus Schwarzach-Villingen auf einem sehr guten Weg Ihr Gnadenband bei mir abzuspielen  .,a095
Klangtechnisch echt irre für die Zeit.  :_good_: 1968 mit sehr viel Komm vor und Komm zurück.  :grinser: Fachkreise nannten das Reverse .....

(http://abload.de/img/200.saba600shklxzx.jpg) (http://abload.de/image.php?img=200.saba600shklxzx.jpg)

Gruss Andre
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Sonntag, 04.Oktober.2015 | 14:48:35 Uhr
Hallo Andre,

Glückwunsch! Dass diese Maschine zu dem Besten gehörte, das man in der zweiten Hälfte der 60er kaufen konnte, verwundert wenig. Immerhin kostete sie damals stolze 1900,- (und ein paar "Kaputte") DM! Das war eine Menge Geld. Der passende Receiver dazu hatte den gleichen Preis und ist nicht minder üppig ausgestattet. Das waren übrigens nicht irgendwelche "sinnfreien Spiel-Knöpfchen" sondern durchdachter Bedienkomfort, technisch gut funktionierend umgesetzt. Und wenn man diese Kombi nebeneinander stehen hat, dann wird man glatt erschlagen: das sind runde 50 kg "High-Vieh", verteilt auf einen guten Meter Gerätefrontfläche (Receiver+TB).


Gruß
Peter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Andre N. am Dienstag, 06.Oktober.2015 | 17:22:48 Uhr
Hallo,

ja da schau her, der angenehme Peter. Mich fasziniert an dem Gerät so einiges, obwohl ich alle Funktionen noch gar nicht geprüft hab, um ehrlich zu sein. Für mich war wichtig: Aufnahme und Wiedergabe innerhalb der Norm und das in beiden Spurlagen und die Beigabe von SABA war nur einfach da. Ich hatte mal SABA Boxen hier und den dazugehörigen Receiver hab ich Knallvogel stehen gelassen. Das breu ich bis heute bitter. Aber die Grand Dame aus dem Studio Freiburg ist seit der Revision immer noch sehr zuverlässig, was auch letztendlich durch das SABA Forum und Semih ( Tonbandfreund ) möglich geworden ist. Ich bin immer noch schwer verliebt.



Gruss Andre



Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Mittwoch, 07.Oktober.2015 | 21:21:25 Uhr
Hallo Andre,

...was die Funktionen angeht habe ich mir tatsächlich mal den Spaß gegönnt, das Eingangssignal vor der Aufnahme über den "Klangmischer" zu jagen - ein nettes Gimmik, da geht so einiges (auch wenn das dann nicht mehr originalgetreu ist). Aber für Sprachaufnahmen via Mikro durchaus eine Möglichkeit, der Aufnahme eine andere "Klangfarbe" zu geben.

Gruß

Peter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Lothar H. am Donnerstag, 08.Oktober.2015 | 00:52:01 Uhr
...mein lieber Schwan,

eigentlich müsste ich das Gerät in Erinnerung haben. Hab ich aber nicht. Auf Grund dieses Beitrages und nicht zuletzt der hübschen Fotos zum Schluss, habe ich mal versucht, mich schlau zu machen.
Donnerkopfski. Das war und ist ja wirklich ein Hammergerät. Die Preise dafür sprechen für sich. :shok:


Tüsss
Lothar
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Andre N. am Donnerstag, 08.Oktober.2015 | 13:05:14 Uhr
Hallo Peter, hallo Lothar,

oooch mit den Preisen ist das ja wie überall. Ich hab letztens eine 600er in den Ihbeh Kleinanzeigen gesehen, die hatte sogar Ihre Spulenzwicker und für 240€ war das direkt mal moderat.
Und z.B . ist die:
http://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/saba-hifi-600-sh-tonbandgeraet-tonband-neuwertig/367723355-172-1068
auch nicht sooo teuer.
Mensch Peter, jetzt muss ich da auch mal experimentieren. Du machst einen ja richtig neugierig.

Aber meine war auch in einem erbärmlichen Zustand.

(http://abload.de/img/01.zustandwieichkam1zqsuj.jpg) (http://abload.de/image.php?img=01.zustandwieichkam1zqsuj.jpg)

und das war ein gefühltes Jahr bis die Grand Dame wieder lief.

(http://abload.de/img/129.mitihrerspule29sun.jpg) (http://abload.de/image.php?img=129.mitihrerspule29sun.jpg)

Obwohl ich nun gar nicht der Holzfan bin, find ich die Maschine irgendwie einzigartig und Sie ist ja mein Platzhalter für eine M15A  :flööt:

Gruss Andre
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Donnerstag, 08.Oktober.2015 | 23:31:44 Uhr
Als Platzhalter für eine M15? So so... ...aber sicher nur, was ihre Stellfläche angeht, nicht war. Technisch sind`s doch völlig andere Welten.

Auch was ihre Namensnennung im Atemzug mit der A77 angeht (sh. Threadtitel), so ist die Saba 600 SH im Vergleich zur A77 konstruktiv wirklich eher "oldfashioned". Sowohl ihre inwendige Elektrokonstruktion als auch ihre - bevorzugt liegende - "Schatullen"-Machart zeugten zur damaligen Zeit noch von der Bauart der (europäischen) Gegenwarts-Geräte während die Bauart der A77 wirklich sehr modern war. Primär für den Stehendbetrieb gebaut (und damit dem Japan-Trend folgend), inwendiger Einsatz von Steckkarten - das war schon sehr modern.
So repräsentiert die 600SH für mich eine der letzten "grand dames" der deutschen Bandgerätefertigung, zu einem Zeitpunkt, zu dem bei Telefunken schon der Alu-Plaste-Look ausgerufen war und man sich auch bei Grundig von der "Materialschlacht" verabschiedete. Während man allerdings sowohl bei Grundig als auch bei Telefunken in den darauffolgenden 70er Jahren noch einmal technisch ernsthafte Geräte auflegte, wurde es bei Saba nach der 600er leider ziemlich duster. Die Geräteserien der Plaste-Henkelmänner a la TG674 & Co. waren nur noch Schatten ihrer grossen Vorgängerin. Aber sie spielten auch preislich in einer ganz anderen Liga - sicher dem fernöstlichen Druck nachgebend. Zeigte sich da schon der Niedergang der Apparate-Bau-Anstalt ab?
Wie auch immer - für mich bleibt die 600SH ein Stück beeindruckender Technik-Geschichte.

Gruß

Peter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Andre N. am Freitag, 09.Oktober.2015 | 09:57:17 Uhr
Hallo Peter,

die M15 wird wohl ein Traum bleiben, weil die *Grand Dame* ja auch keinen Millimeter wegrutscht  :__y_e_s:

Wenn ich im Thementitel zwischen beiden Geräten vergleich, welche sich besser reparieren lässt, tendiere ich sofort zur A77. Eben wegen Ihrer Einfachheit. Die 600SH hat, glaub ich, nicht nur mich zur Weißglut gebracht. Nicht nur durch das Reinigen der Relaiskontakte und der Schalterkontakte. Manchmal hat das Gerät so seine Selbstständigkeiten. Heute noch jault sie mal los und mal nicht. So ca. nach jedem 30. Schaltvorgang. Das Relais für den Wiedergabezweig schaltet aber hörbar und messtechnisch ist auch alles i.O. Mein türkischer Freund war selbst hier vor Ort ratlos.

Und das hier:

(http://abload.de/img/72.fehlerfrdieaufnahm8zrli.jpg) (http://abload.de/image.php?img=72.fehlerfrdieaufnahm8zrli.jpg)

hat so einige SABA Besitzer an den Rand des Wahnsinns gebracht. Davon hat ja die Fernmeldezentrale so einige. Für mich bleibt es, wie Du auch sagst, ein technischer Meilenstein. Welches Gerät kann ohne Kopfbrückenwechsel 1/2 und 1/4 Spur Stereo? Ich kenn leider keins.

Gruss Andre
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Freitag, 09.Oktober.2015 | 18:03:30 Uhr
Hi Andre,

nur am Rande erwähnt: ohne Kopfträgerwechsel 1/2- und 1/4-Spur Bänder wiedergeben konnte die Sony TC777, jede 4 kanalige Masch. (wie z.B. Teac A2340 oder 4-kanal. Geräte von Toshiba, Sansui u. JVC) sowie (später) dann die Technics RS1506 - aber aus deutschen Landen ist mir da in der Tat auch nichts bekannt, mit dem das zu der Zeit möglich gewesen sein soll.

Gruß

Peter
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: gyrator am Sonntag, 11.Oktober.2015 | 19:43:17 Uhr
Zitat von: Andre N. am Freitag, 09.Oktober.2015 | 09:57:17 Uhr
Welches Gerät kann ohne Kopfbrückenwechsel 1/2 und 1/4 Spur Stereo? Ich kenn leider keins.

Gruss Andre

Dem kann geholfen werden, so denn es ausreicht 1/4Spur Wiedergabe ohne Aufnahme!

Da wären :

Sony TC 766-2
Otari MX5050

ASC AS 5002 mit bestückten zusätzlichen 1/4Spur Kopf (muss man halt mit ordern)
ASC AS 6002 s.o.

Braun TG1000 s.o
Braun TG1020 s.o.

Die ASC AS 6002 sowie die Braun TG1000 sind in meinem Bestand und haben die Möglichkeit nativ 1/2 Spur zu arbeiten bzw, 1/4Spur Fremdbänder wiederzugegben und dies ohne jeglichen Kopfträgerwechsel.



Da gibt es bestimmt noch mehr.

Gruß

Thomas

Thomas
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: PeZett am Samstag, 24.Oktober.2015 | 17:44:24 Uhr
Hallo Thomas,

dass die Sony TC766 auch 1/4spurig wiedergeben kann, wusste ich bis dato gar nicht.

Was die ASC angeht...  ...ja klar, ich Depp! Gar nicht dran gedacht... .,35

Gruß

P.
Titel: Re: SABA 600 SH, der Konkurent der ReVox A-77
Beitrag von: Lothar H. am Samstag, 24.Oktober.2015 | 17:58:55 Uhr
jau, Thomas,

Du hast sicherlich recht, das es da noch weitere Anbieter gibt.

Mir stellt sich da allerdings die Frage; Wo bleibt die Qualität und Exaktheit der Maschine? Ungenauigkeiten sollten da doch vorprogrammiert sein. Oder?


Tüsss
Lothar