NEW HiFi-Classic

Hifi-Oldies und HiFi-Klassiker bis in die Moderne ---- Hier der technische Bereich.... => Sonstige internationale Firmen und Spezialisten => Garrard => Thema gestartet von: NKA am Samstag, 24.Januar.2009 | 21:13:29 Uhr

Titel: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Samstag, 24.Januar.2009 | 21:13:29 Uhr
Hallo,

ich habe dank Rolfs und anderer Anleitungen den Motor meines kürzlich erstandenen 401 ausgebaut und zerlegt. Beide Lager sehen fast aus wie neu, die Achse spiegelt überall. Ich frage mich deshalb, ob ich die Lager nicht lieber zu lassen soll, von außen reinigen und Joels Öl rein, fertig.... Der Motor hat auch keinerlei Geräusche gemacht beim Drehen.

Wie seht ihr das? Ich will natürlich auch ein paar Jahre Ruhe haben...

Liebe Grüße

Norbert

Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Samstag, 24.Januar.2009 | 22:31:10 Uhr
Hallo Norbert

Wenn Du Deine Motor Pulley mit zwei Finger anwirft , wie lange dreht sich Deine Pulley ?

Wie lange brauchst Deine Geräte bis sich der genau Drehzahl exakt stabil ist ?

Mfg
Joel
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Sonntag, 25.Januar.2009 | 09:30:04 Uhr
Hallo Joel,

wenn ich den Motor mit 2 Fingern anwerfe, dreht er sich ca. 4-5 sec. nach. Pulley und Wirbelstromscheibe ist ab, also nur der Rotor allein. Hab noch nichts gesäubert, noch kein Öl nachgefüllt.

Soll ich wirklich das Lager mit Waschbenzin gründlich reinigen oder gar in Waschbenzin reinlegen? Ist das nicht ein Sinterlager? Da bekomm ich doch ohne Vakuumpumpe das Öl nie wieder rein, wenn ich es ausgewaschen habe.....

Liebe Grüße

Norbert

Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Sonntag, 25.Januar.2009 | 10:29:02 Uhr
Hallo Norbert

Doch !

Oberer und unterer Lager sind Sinterlager

Die welle sollte etwas polier werde  wenn sie rauhe ist um die selbstmierende eingenschaft zu verbessern.

Du kannst die Lager nicht mehr so imprägnierende wie ein Firma unter Wacuum macht , aber Du kannst sie nach der Reinung im 80  ca  70-80  grad Öl einlegen mindestens ein Stunde.

Wichtig ist auch die Endwelle sie musse von Kugelspure poliert werde.


Mfg
joel
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Sonntag, 25.Januar.2009 | 10:59:32 Uhr
...... gut, dann mache ich das untere Lager auf. Das obere werde ich zu lassen und nur mit Q-Tips sauber machen. Danach lege ich die Lagerbuchse in dein Öl mit der Bezeichnung "Motor", ok?


Liebe Grüße

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Sonntag, 25.Januar.2009 | 11:18:57 Uhr
Hallo Norbert


"Der Motor hat auch keinerlei Geräusche gemacht beim Drehen."

Meine Gott wenn Du ein Garrard Motor der Keine Geräusche machst , was möchst  Du denn ?

Ist er zu heiss geworden ?

Was war der richtig Problem ?

Mfg
Joel
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Sonntag, 25.Januar.2009 | 12:01:04 Uhr

Hallo Joel,

ich möchte, dass der Motor auch in Zukunft keine Geräusche macht..... :flööt:

Der Garrard war bei mir noch nie in Betrieb, ich hab ihn in der Bucht in England gekauft. Ich will einfach Ruhe, wenn er mal in der Zarge ist. Und weil ich sowieso ein Kokomo einbaue, hab ich gedacht.....

Das untere Lager ist jetzt offen. Kein Abrieb, sieht aber ziemlich trocken aus. Und eine gaaaaanz kleine Einlaufstelle von der Kugel ist auch auf der Achse. Ich nehm jetzt mal dein Zeug zum Polieren und werd die Achse in die Bohrmachine einspannen.

Ist das Öl von dir, auf dem "Motor" draufsteht, anderes als das mit der Aufschrift "Lager" ?

viele Grüße

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Sonntag, 25.Januar.2009 | 12:36:14 Uhr
Hallo Norbert

Du kannst doch nicht einfach loslegen und alles machen ohne was gehört zu habe ?

Du sagst das Geräte war nocht nicht im Betriebe , aber das Motor macht keine Geräusche ?

Nicht das Du meinst das nach Deine Revision Du hörst nicht mehr wenn er unter Strom lauft.

Am Tellerlager nehmen das Lageröl "Lager" , an der Lager kann Dir schon sage , Da ist nicht zu hören wenn  alles OK ist

Am Motor Da müsse Du selber selber Dir ein Meinung bilden , ich möchte Dir nicht zuviel versprechen.

Mfg
Joel






Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Jayk. am Sonntag, 25.Januar.2009 | 12:49:14 Uhr
Hallo Norbert,

ZitatDer Motor hat auch keinerlei Geräusche gemacht beim Drehen.

es gibt KEINEN Garrard-Motor, der keine Geräusche macht. Sogar ein NOS-Motor, der gut 30 Jahre in der Schublade lag und noch nie gelaufen war, hat Geräusche gemacht. Erst nachdem ich BEIDE Lager aufgemacht und die Filzringe in Öl gelegt, sowie den gesammten Hohlraum unter dem unteren Lager mit Hochleistungs-Motoren-Fett ausgefüllt hatte, wurde er deutlich ruhiger. Wenn Du den Motor zusammengebaut auf dem Tisch hast, schliesse ihn an Strom an und lasse ihn ca. eine Stunde laufen, nimm einen Schraubendreher, halte die Klinge an den Motor und stecke Dir den Griff ins Ohr (Elektriker-Stethoskop!), dann hörst Du die Geräusche/Vibrationen, die sich später über das Reibrad, den Teller, die Platte auf das System fortpflanzen und so gerade in leisen Musikpassagen äusserst störend werden können.

Du hast sicherlich meine Ausführungen gelesen und Dir auch die Bilder genau angeschaut. Eigentlich ist dort alles genau beschrieben...

Gruss
Jonny

[edit] Bilder sagen mehr als Worte...

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_401_mot_parts.JPG)
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: be.audiophil am Sonntag, 25.Januar.2009 | 12:53:06 Uhr
Moin Norbert,

... vorsichtig ... das untere Motorlager ist wie folgt aufgebaut (von unten betrachtet):

- Hülse im unteren Motordeckel, der den Lagerboden hält
- Lagerspiegel
- Kugel
- Sinterbronzehülse, die die Kugel auf dem Lagerspiegel zentriert
- Filzring & Federscheibe
- obere Abdeckung des unteren Motorlagers

Wenn man von oben in die Hülse hineinlugt, dann sieht man die Kugel ... mehr nicht ... also bleibt der Zustand des Lagerspiegels verborgen und auch der Zustand der Kugel ... Auswaschen funktioniert deshalb definitiv aber auch nicht, da der Dreck nicht wirklich raus kann ...

Du kommst also - und sofern Du lange Zeit Freude und Ruhe haben willst - um eine Zerlegung des unteren Motorlagers nicht wirklich herum.

Bitte verlasse Dich hier lieber auf die Worte von Leuten, die mit einem Garrard echte Erfahrungen gemacht haben und schon ein paar davon in Fingern hielten ...alles andere ist echt Quatsch und bringt kein gutes Ergebnis ...

... ich habe insgesamt zwei besessen und insgesamt in den vergangenen Jahren für Feunde und Bekannte bestimmt 10 Stck.  gewartet ... immer war genau das untere Motorlager das echte Problem ... und immer sah das Lager beim reinblinzeln eigentlich richtig gut aus ...

... und trotzdem war bei bestimmt 8 Garrards das ursprünglich verwandte Fett im unteren Motorlager derart verharzt, daß die Kugel unbeweglich an der unteren Hülse klebte ... bei einigen war auf dem unteren Lagerspiegel ein Fettklecks, der derart ausgehärtet war, daß ich den unteren Motordeckel ganze drei Tage in Waschbenzin einlegen mußte, bevor diese Fettreste entfernt werden konnten. Das waren übrigens alles Serie 3 Geräte

Die Achse des Rotors bitte mit z.B. Schleif und Polierpaste polieren ... den Rotor kann man in eine Akkubohrmaschine einspannen und dann richtig gut und schnell polieren ...

... und bitte auch nicht vergessen, die Reste des Poliermittels wieder sauber auszuwaschen ... das geht bei den Mittelchen von Joel und bei Schleif und Polierpaste am besten unter heißen Wasser ... danach die Lagerhülse in Öl einlegen und zur Beruhigung der eigenen Nerven das Öl leicht erwärmen oder kurz aufkochen ...

... in das untere Motorlager ... also dort wo die Kugel sitzt gehört dann übrigens Fett, da Öl zwischen der unteren Hülse und dem Lagerspiegel immer wieder rausläuft ... der Dreck allerdings nicht.

... Bitte achte bei der Achse des Rotors auch auf mechanische Beschädigungen ... nicht nur auf Riefen in der Achse sondern an deren unterem Ende ... findet sich dort eine Einkerbung der Kugel, so steht die untere Kugel auf jeden Fall fest. Die Achse ist unten also ab Werk eigentlich plan.

Der Unterschied eines gewarteten unteren Motorlagers ist nicht nur hörbar sondern auch meßbar ... mit einem ungewarteten unteren Motorlager kommt der Garrard je nach Zarge und Zustand des Tellerlagers auf einen Rumpelfremdspannungsabstand (unbewertet) von ca. 30 dB ... mit einem gewarteten unteren Motorlager und mit dem Kokomo versehener Tellerachse auf bis zu 46 dB ... das sind echte absolute Welten ... und diesen Wert erreicht ein serienmäßiger Thorens TD-160 oder TD-126 laut den HiFi-Jahrbüchern z.B. nicht ...  ;0001 ... ein EMT 927 kommt auch nur auf 49 dB unbewertet ... ein Scheu-Stahllager oder ein TR auf unbewertet vielleicht 42 bis 45 dB dB ... bewertet entspricht das dann ca. 75 dB ...

@ Jonny

Danke ... es hilft auch keinem, wenn hier mit Nachlaufzeiten am Symptom rumgedocktert wird ... das trifft des Pudels Kern nämlich noch nicht mal ansatzweise
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Sonntag, 25.Januar.2009 | 13:01:41 Uhr
Hallo Rolf

Du hast schon keine Thorens TD 160 Motor gehört ? , TD 125 - 320 -520 auch bestimte nicht ?

Da liegen Welt mit Da zwischen man kann Ja viele erzählen . :_06_:

Selbst ohne Lager ist das Grund Geräusche von Garrard Motor auf ein sehr hoch Level.

Mfg
Joel







Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 25.Januar.2009 | 13:05:43 Uhr
Hallo Joel,

was haben denn die Eigenschaften von Thorens Motoren und deren Geräusche hier im Gerrad-Thread zu tun.....

Ich bitte doch sehr enger beim jeweiligen Thema zu bleiben....
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Jayk. am Sonntag, 25.Januar.2009 | 13:11:06 Uhr
Hi Joel,

ZitatSelbst ohne Lager ist das Grund Geräusche von Garrard Motor auf ein sehr hoch Level.

..stimmt! Das Teil ist nunmal bauartbedingt eine Radau-Büchse!! Die Frage bleibt, wie gut bekommt man den Motor vom Chassis entkoppelt und wie gut ist die Aufhängung/Führung des Treibrades und seiner Lager - die nächste Baustelle... Dagegen benimmt sich das Tellerlager ja geradezu harmlos..

Gruss
Jonny
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Sonntag, 25.Januar.2009 | 13:17:14 Uhr
Hallo,

danke für eure Erläuterungen...... Ich bin jetzt froh, dass ich das untere Lager offen habe, es ist ziemlich trocken. Mir war auch nicht klar, dass die Kugel sich drehen muss, sie war fest und auf der Achse ist eine kleine Einlaufstelle (wie im Fred von Jonny beschrieben, hab ich natürlich gelesen, genauso wie die Anleitung von Rolf  :__y_e_s:). Kugel selbst ist ok. Die Achse werd ich incl. Einlaufstelle polieren, ich hab ja die Mittelchen von Joel. Und dann das Lager in Öl legen.

Was ich noch nicht verstanden habe bei dem unteren Lager: ich habe jetzt die obere Abdeckung raus, die Federscheibe und den Filzring, die Sinterbronzehülse und die Kugel. Muss der Rest auch noch raus, also das Teil das die Sinterbronzehülse hält und die Platte, auf der die Kugel läuft?? Wenn ja, wie??

Wenn ich das richtig verstanden habe, wird der Hohlraum unter der Kugel mit Fett gefüllt. Ich wollte dazu das weiße Kugellager-Fett nehmen, ist das ok?
danke und liebe Grüße

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Jayk. am Sonntag, 25.Januar.2009 | 13:37:06 Uhr
ZitatMuss der Rest auch noch raus, also das Teil das die Sinterbronzehülse hält und die Platte, auf der die Kugel läuft?? Wenn ja, wie??

Nö, Norbert - die "Lagerschale bekommst Du ohne Ausziehwerkzeug nicht heraus - deshalb bekommst Du auch nicht den Lagerspiegel (welche Farbe??) heraus oder kannst ihn drehen. Ob weisses Kugellagerfett sich besser oder genausogut eignet wie anderes, weiss ich nicht. Jedenfalls sollte das Fett schon hohe Temperaturen (90°C) aushalten können ..

Achte bitte beim Zusammenbau darauf, dass die Hülse auf einer Seite extra für die Aufnahme der Kugel weiter ist...

Gruss
Jonny
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Sonntag, 25.Januar.2009 | 13:47:58 Uhr
Zitat von: Jayk. am Sonntag, 25.Januar.2009 | 13:37:06 Uhr
......Lagerspiegel (welche Farbe??) .......



Lagerspiegel ist matt glänzend, keine Verfärbungen, kein verhärtetes Fett, alles ok.

Die untere Lagerschale bleibt dann drin. Prima, ihr helft mir super! Im Detail stellen sich dann halt doch immer noch Fragen, die für andere selbstverständlich sind....

liebe Grüße

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Sonntag, 25.Januar.2009 | 14:48:31 Uhr
Joel,

noch eine Frage an dich: Du hast mir 5 ml Öl für den Motor (1 Spritze) und 10 ml (2 Spritzen) für das Tellerlager geschickt. Die 5 ml Motoröl reichen nicht, um die beiden Sinterlager reinzulegen und das Öl heiss zu machen. Kann ich das Öl für das Tellerlager dazukippen - also auch für die Motorlager verwenden - oder geht das nicht? Für das Tellerlager hab ich noch Öl aus dem Kokomo-Kit

liebe Grüße

Norbert

Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Sonntag, 25.Januar.2009 | 19:25:11 Uhr
So, das obere Lager ist auch raus. Alles trocken  :cray:

Da hab ich ja Glück gehabt, dass ich jetzt alles prüfe....

Die Rotorachse ist wieder spiegelblank. Die kleine Vertiefung in der Achse, die die Kugel des unteren Lagers hinterlassen hat, hab ich mit etwas Schleifpapier und anschließendem Polieren restlos wegbekommen. Die Kugel blitzt auch wieder, genauso wie das Pulley und die Gewindestangen, die den Motor zusammenhalten 

Dann müssen die Lager noch ins heiße Ölbad ........ wenn ich weiß, ob ich Joels Motor- und Tellerlager-Öl zusammenkippen kann .............. Joooeeeeelll   :_sos_help_:

Liebe Grüße

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Sonntag, 25.Januar.2009 | 19:33:44 Uhr
Hallo Norbert

Du nehmst Ausnahmenweise die 10 ml Lageröl für beide Motorlager

Für Deine Tellerlager nehme das Kokomo  Lageröl so kannst Du weiter machen.

Mfg
Joel
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Sonntag, 25.Januar.2009 | 19:40:12 Uhr
.........danke!! :friends:


Liebe Grüße

Norbert


Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: be.audiophil am Montag, 26.Januar.2009 | 11:24:22 Uhr
Moin Jonny,

Zitat von: Jayk. am Sonntag, 25.Januar.2009 | 13:11:06 Uhr
Das Teil ist nunmal bauartbedingt eine Radau-Büchse!! Die Frage bleibt, wie gut bekommt man den Motor vom Chassis entkoppelt ...

... yepp der Motor läuft nicht zwangsläufig ruhig ... es gibt aber auch zwei Tricks ...  :flööt:

Erstens sollt eman beim Zusammenbau oberen und unteren Motordeckel mit den vier Muttern an den beiden Gewindestangen gut handfest auf den Stator drücken ... also die Muttern handfest anziehen, dann den Motor in dessen Federhalterung und Rahmen an der Motorplatte befestigen, aber zuerst weder Magnetbremse noch Pulley montieren und den Motor laufen lassen ... darauf achten, daß der Motor in den sechs federn frei Schwingen kann ... dabei die Hand auf und das Ohr direkt neben der Motorplatte ... jetzt die beiden unteren Muttern langsam und wechselseitig solange langsam anziehen oder leicht und vorsichtig lösen, bis an der Motorplatte keine Vibrationen mehr feststellbar sind ... dann ggf. die Muttern mit Sicherungslack in genau dieser Position sichern. Nur so läßt sich das Lagerspiel am unteren Motorlager richtig einstellen.

@ Norbert,

Bitte das Kokomo mit keinem anderen Öl mischen ... das von Robert Graetke mitgelieferte Öl ist das einzig richtige für das Tellerlager. Verschiedene andere Anbieter kennen die Lagereigenschaften des Garrards nicht wirklich und verkaufen Dir Öl, die nicht wirklich zum größeren Spaltmaß des Garrard-Lagers passen.

Das größere Spaltmaß ist aber ein konstruktives Muß bei einem Reibradler ... wer hier falsches Öl einfüllt, der riskiert lang- bis mittelfristig Lagerschäden.

Ich habe daübrigens auch kein Verständnis für Anbieter, die ohne je ein Garrardlager genau untersucht zu haben, hier die Ölliste eines anderen alten Plattenspielerherstellers zücken und diese Öle als ausreichend oder passend postulieren. Ein Thorens ist nunmal kein Garrard und allein schon konstruktiv eine ganz andere Angelegenheit. Und ich hatte allein in den vergangenen 10 Jahren viele Thorens (16x/14x, 125, 126, 320, 520, 124, 121) in den Händen und auf meiner Werkbank ... kenne also aus eigener Anschauung und Wartungs- sowie "Tuning"erfahrung beide Welten ...

Beim Tellerlager Deines Garrard bitte darauf achten, daß es nach der Montage des Kokomos auch unten wirklich dicht ist ... ggf. die alte Originaldichtung durch eine selbstgeschnittene aus Dichtungspapier austauschen. Das Tellerlager muß in der Motorplatte montiert sein, damit man das Kokomo einbauen kann ...

... hierzu den Garrard auf den Kopf stellen, die Lagerkugel mit einem guten Tropfen Öl in der Bronzebasis des Kokomos "fixieren", in die Lagerhülse des Garrard auf die eingeschobene Tellerachse einen guten Schuß von dem Kokomo-Öl geben und das Kokomo nebst Dichtung aufsetzen ... keine Angst, mit ein wenig Übung fällt die Kugel dann auch nciht aus der Basis heraus ...

... dann das Tellerlager von unten verschrauben, Garrard umdrehen und oben am Lagergehäuse die Ölschraube öffnen und Öl tropfenweise in die Öffnung träuflen .. .die Tellerachse hierbei immer mal wieder leicht noch oben ziehen und "fallen lassen". Das Tellerlager hat dann genug Öl, wenn beim Einträufeln kein Öl mehr in der Öffnung "versickert" und dann beim darauffolgenden "Fallenlassen" an der Öffnung Öl herausgedrückt wird. Verschlußschraube inkl. des Dichtungsrings verschließen und die Filzscheibe in die leichte Öllache, die sich rund um die Tellerachse in der kleinen Vertiefung gebildet hat einlegen. Sollte sich die Filzscheibe nicht komplett mit Öl durchtränken, einfach ein bis zwei Tropfen des Kokomo-Öls aufträufeln.

Aus welcher Serie stammt denn Dein Garrard 401 überhaupt?
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Montag, 26.Januar.2009 | 12:35:41 Uhr
Hallo Rolf,

vielen Dank für die ausführliche Anleitung!!

Mein 401 hat die SN 8710, ist also wohl einer der ganz frühen. Er ist m. E. in einem vergleichsweise guten Zustand und hatte nur zwei Vorbesitzer, von denen der letzte ihn wohl kaum benutzt hat. Aber trotzdem.....reinigen und verbessern wo möglich ist angesagt.... ich will lieber eine Legende als ein Ammenmärchen  :__y_e_s: 

Was hast Du eigentlich bei deinen vielen Garrard-Überholungen mit dem Reibrad-Lager gemacht? Der Gummi sieht bei mir noch ganz gut aus, keine Risse, aber das Lager hat Spiel. Ich wollte es gründlich reinigen und mit Fett schmieren und dann mal sehen. Ich hab irgendwo gelesen, dass Jonny ein Modellbau-Kugellager einbauen lässt... aber die genaue Beschreibung finde ich nicht mehr und so viel Geduld hab ich auch nicht.

Liebe Grüße

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Montag, 26.Januar.2009 | 13:03:23 Uhr
Hallo Rolf

Du müsse niemand Angst Jagd  das Thorens Sinterlageröl ein Risiko für das Garrard Lager ist.  :_06_:

Ich verstehe nicht das man ein andere Lageröl verwenden sollte wegen das Kokomo Lagerspiegel , es wäre nett wenn Du das erklären sollte.

Die Lagerbüchse bleiben und verlangen das richtig Lageröl , Ich werde das empfehlt Öl von Garrard auf jeder Falle weiter verwenden.
mfg
Joel





Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: be.audiophil am Montag, 26.Januar.2009 | 13:10:48 Uhr
Moin Joel,

Zitat von: violette am Montag, 26.Januar.2009 | 13:03:23 Uhr
Du müsse niemand Angst Jagd  das Thorens Sinterlageröl ein Risiko für das Garrard Lager ist.  :_06_:

Ich verstehe nicht das man ein andere Lageröl verwenden sollte wegen das Kokomo Lagerspiegel , es wäre nett wenn Du das erklären sollte.

die Antwort steht doch schon oben ... die Garrard-Tellerlager besitzen, da echter (T)Reibradler, ein größeres Lagerspiel (Spaltmaß) ... das ist sozusagen konstruktionbedingt ... Thorens - auch die TD-121 und TD-124 - haben ein geringeres Spaltmaß ... das für Thorenslager passende Öl ist für Garrads also untauglich! Das hat aber auch nichts mit dem Kokomo-Lager zu tun.

@ Norbert

ausführliche Antwort kommt heute nachmittag ...
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Montag, 26.Januar.2009 | 13:21:00 Uhr
Hallo Rolf

Das müsse Du andere erzählen .
Ich kann jeder garantieren das es nix passiert. :_06_:
I
Joel

Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Montag, 26.Januar.2009 | 13:23:09 Uhr
Joel, Rolf,

könnt ihr dies bitte per PN machen.....


Moderation: Ich hatte drum gebeten dies per PN zu machen, dies auch nicht umsonst!
Deshalb werde ich nachfolgende Post die direkt mit dem Thema zu tun haben in die Endlosschleife verschieben.
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Jayk. am Montag, 26.Januar.2009 | 13:39:41 Uhr
Zitataber die genaue Beschreibung finde ich nicht mehr und so viel Geduld hab ich auch nicht.

Es gibt (noch) keine, Norbert. Erstens mache ich das nicht selbst, sondern Jemand, der gerne im Hintergrund bleiben möchte, und Zweitens dauert das immer noch, weil Spezialwerkzeug beschafft werden musste..

Du musst Dich also (wie ich auch) gedulden - mei 401-er liegt hier seid Nov. in Einzelteilen rum, das ges. Treibradgedöns wird überholt, nicht nur das obere, sondern auch das untere Treibradlager wird erneuert...

Tja, und dann werde ich wieder Leerrillen hören, ob es was gebracht hat und in meinem Fred weiterschreiben...

Gruss
Jonny
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: beldin am Montag, 26.Januar.2009 | 17:22:26 Uhr
Moin!

Rolf, könntest Du bitte mal erläutern, was Du unter Spaltmaß verstehst?
Meinst Du vielleicht die Passung von Lagerdorn und Buchse?
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 26.Januar.2009 | 18:12:49 Uhr
Hallo Marc,
ja genau darum geht es, wieviel Lagerspiel erlaubt ist und davon hängt es besonders ab, welche Ölsorte man dafür verwendet. Durch "Reverseengineering" zählt hier: Versuch macht Kluch. Sprich der Praktiker weiß es hier am besten.
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: beldin am Montag, 26.Januar.2009 | 18:29:42 Uhr
Moin Andre!

Deshalb möchte ich diese Begriffe auch sauber unterschieden und korrekt angewandt sehen!

Eine Passung kennt jeder Maschinenbauer. Dieser Begriff ist hier korrekt anzuwenden.

Das Spaltmaß, als Begriff für die Breite einer Fuge - z.B. an einer Karosserie oder als Abstand zwischen Subchassis und Zarge (TD 126) - ist hier falsch verwendet!

Auch anhand solcher Kleinigkeiten, kann der Qualität der Fachbeiträge erheblich angehoben werden.

@ Rolf: Es ging mir hierbei nicht darum Dich zu diskreditieren !  :drinks:
Bitte ändere Deine Beiträge entsprechend.


Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 26.Januar.2009 | 19:07:36 Uhr
Das ist richtig, aber manch einer ist nicht gleich so gewandt im Fachdeuchinesisch und meint mit anderen Worten das Richtige, was mir immer noch lieber ist, als mit Fachbegriffen um sich werfen aber keine wirkliche Ahnung zu haben ;) Manchmal bin ich letzteres...
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: be.audiophil am Dienstag, 27.Januar.2009 | 13:24:14 Uhr
Moin Marc,

Zitat von: beldin am Montag, 26.Januar.2009 | 18:29:42 Uhr
Deshalb möchte ich diese Begriffe auch sauber unterschieden und korrekt angewandt sehen!

... ich kenne hier - auch aus der einschlägigen Literatur - beide Begrifflichkeiten ... also Lagerspalt und Passung ... wobei sich wahrscheinlich viele unter Passung weniger vorstellen können, als unter Lagerspalt ... deshalb nutzte ich den Begriff Lagerspalt bzw. Spaltmaß ...

... wobei Spaltmaß natürlich auch mit der Passform von Türen und Hauben im Automobilbereich vorbelegt ist ...  :flööt:

Wenn ich die Theorie aus meiner Studienzeit noch richtig zusammenbringe, dann kann der Lagerspalt bei einem Riementriebler bei gleichzeitiger Anpassung der Öl-Viskosität (dünneres Öl)  und des Materialmixes (Hülse/ Achse) weiter minimiert werden ... 1/100 mm ist hier durchaus machbar (untere Grenze) ... bei einem (T)Reibradler ist die axiale Lagerbelastung höher und insofern würde ein Lager mit derart kleiner Passung unweigerlich "klemmen". Hier muß der Lagerspalt also größer sein ... und rein rechnerisch betrachtet wird ein Lagerspalt von mindestens 5/100 mm benötigt ... ein Garrard hat übrigens einen Lagerspalt von ca. 1/10 mm ...

... verwendet man bei einem Garrard z.B. dünnflüssigeres Öl, so wird dieses durch den Lagerspalt nach oben gedrückt und befeuchtet den Filzring zusätzlich ... es steht aber nicht wirklich als nutzbarer Schmierstoff an der Lagerwand zur Verfügung ... obwohl man augenscheinlich glauben mag, daß das Lager beim Anschubsen des Tellers und dem Messen der Nachlaufzeit leichter läuft ... die Nachlaufzeit ohne die beim Betrieb obligatorische axiale Belastung durch z.B. gespannten Riemen oder anliegendem Reibrad sagt aber erstens nichts über die Schmierwirkung oder das Lagerverhalten unter echten Betriebsbedingungen aus ... das ist also mechanisch betrachtet eher Augenwischerei.
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Dienstag, 27.Januar.2009 | 13:52:53 Uhr
Hallo Rolf

Gut das es Du es auch sowas einsehen kannst

"verwendet man bei einem Garrard z.B. dünnflüssigeres Öl, so wird dieses durch den Lagerspalt nach oben gedrückt und befeuchtet den Filzring zusätzlich ... "

Der Spaltmaß ist auch nur ein Parameter es wäre fatal nur dieser Parameter allein als wichtig zu betrachten.

Der Nachlaufzeit zeigt ein Zustand über die Lagerreibung also ein einfach und wichtig information über Lagerqualität , Lager raughigkheit  , Rundheit , Lageröl , sowie zustand von Lager.
In ein schlecht Lager kann das beste Lageröl auch nicht wirken.

Deshalb empfehle ich als simple Methode das Lager test durchzuführen, ein schlecht Lager werde niemals so lange sich drehen  als ein gut gewartet Lager mit das selber Lagerspalte.

Da wo wenig Reibung ist , ist auch weniger Rumpel es hängt alles zusamen.

Man müsse einfach die Wahrheit sage und dabei bleibe.

So ist in der Praxis und glaube mir Rolf , es hatte sich bewährt und werde so bleibe.

Mfg
Joel













Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Felice am Mittwoch, 28.Januar.2009 | 23:28:02 Uhr
Hallo
Benutze zur  Zeit für's Lager das Öl. Welches der vier es ist, weiss ich nicht. Kann nur sagen, ist wirklich der Hammer. Drehdauer ab 33 Touren über 3 Minuten! Kein Witz! 
Mir wurde von einem Englischen HIFI Händler empfohlen; Nimm ein leichtes Öl. Light oil wird auch in einigen Englischsprachigen Foren empfohlen.
Das soll aber nicht heissen, dass Joel's oder Kokomo Öl schlechter ist. Aber beide für mein 401er Lager ein Digg zu dick. 


Nähmaschinenöle

 

   feinstes paraffinisches Weißöl, absolut harz- und säurefrei in den Sorten:

   • I a
   • 3 (B+D)
   • 3 (G)
   • MR 3, gefettet

   ... da saust die Maschine!

Auch für die beiden versenkten Muttern am Motorboden wo man ja ganz schlecht dazu kommt habe ich eine Lösung gefunden.
Nehme statt der Muttern und Steckschlüssel Spezialanfertigung,  Sechskant Stehbolzen mit englischem Innengewinde. Ca. 1.5cm lang. So kann man nachträglich elegant die Verwindung des Blechpacket ausgleichen. 
Gruss
Felix
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 13:21:39 Uhr
So...... ich habe den Motor heute nacht wieder zusammengebaut.... alles nach eurer Anleitung. Fett unter das untere Lager und in das untere Lager bei der Kugel, Lager selbst 2 Std in heißes Öl eingelegt, Filz getränkt und alles schön ordentlich zusammengebaut. Motor läuft, Achse dreht sich wie geschmiert  :__y_e_s: und nach dem Stecker ziehen läuft der Motor noch ca. 9 Sekunden nach, fast doppelt so lange wie vorher

ABER: das Ding ist ja wirklich eine Radau-Büchse!!! Mit dem Schraubenzieher am Ohr macht der ganz schön Krach! Die Lager-Geräusche bekommt man weg, wenn man ganz leicht mit dem Schraubenziehergriff oder Fingernagel gegen die Achse klopft, um die beiden Lager optimal in Flucht zu bekommen. Aber trotzdem....Brummen ohne Ende. Außerdem wird mir das schöne "Lager-Achse-Fluchten" später nichts helfen, denn von dem Treibrad wird ja wohl eine seitliche Kraft auf die Achse ausgeübt, die die ganze Einstellung wieder zunichte macht??!! Oder sehe ich das falsch?

Oder hab ich beim Polieren der Achse geschludert, denn es gibt ein leicht reibendes, rhythmisches Geräusch, wenn die Lager nicht optimal ausgerichtet sind  :cray:  Aber die Achse war überall auf Hochglanz poliert (dachte ich zumindest....)

Was meint ihr dazu? Nochmal auseinandernehmen oder so lassen?

Liebe Grüße

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 14:31:03 Uhr
Hallo Norbert

Das Du alles als Laie so gut weiter gekommen bist müsse man Dich schon ermutigen weiter zz machen.

Das Du aber Deine Motor gewartet hast werde mich interessieren ob bei Dir die Kugel an der Achse sich bei laufen drehen oder nicht ?

Der Motor hast Du gut hingekriegt wenn Du sagst es dreht sich noch nach der abschalten solang.

Wenn Der solang sich dreht ist der gut geölt und die Reibung sehr gering .

Was die Zentrierung angeht kann ich nicht beurteilen , das müsst Du ausprobieren , wenn überhaupt ein Möglichkheit Da ist , ich denke schon das Du alles fest angezogen hast.

Jetz versuche mal wie lange brauche Deine Geräte zu exakt Stabil Drehzal zu kommen .

Was Du für Fehler gemacht hast beim polierern ist schwer zu sagen , normalweise brauchst Du nur die Achse Fläche poliere die sich in der Büchse dreht.

Lasse mal alles mindestens ein pare Stunde laufen und hört alles ab , nicht zu schnell ein Urteil geben.

Wie gesagt Du sollst kein Schraubenzieher an der Lager fest halten , es ist ein "alte" Patient der Herz schlägt anders.

Mfg
Joel








Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 15:43:50 Uhr
.......ja, ich werde den Motor heute abend noch mal ein paar Stunden laufen lassen.

@ Rolf: ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich deinen Tip mit dem Anziehen der Muttern befolgt habe..... bin aber trotzdem nicht unter das Restgeräusch gekommen. Hast Du bei deinen vielen restaurierten Garrards auch noch leichte Reibgeräusche gehört?

@ Jonny: was mir aufgefallen ist: mein Motorgehäuse sieht etwas anders aus als deins auf dem Bild..... die Seiten sind gerade, keine Ausbuchtung. Also gibt es unterschiedliche Modellvarianten...


Liebe Grüße

Norbert




Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: be.audiophil am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 17:04:48 Uhr
Moin Norbert,

... mahlende Geräusche solltest Du nicht hören können ... ein leichtes Vibrieren und zittern ist dagegen normal ...

... sobald der Motor in den sechs Federn des Montagerahmens hängt, sollte von den Vibrationen so wenig wie möglich an der Motoreinheit - also dem Gußrahmen, der auch das Tellerlager trägt - zu hören sein. Zur Not die Muttern der Gewindebolzen nochmals anders anziehen ... also langsam lösen oder festziehen und hören ...

Was meinst Du denn mit dem Ausdruck "leicht reibendes rhythmisches Geräusch"?

Kann es sein, daß die Schraubenköpfe der Schrauben, mit denen Du die Lagerdeckel montiert hast, zu weit nach oben rausstehen? hast Du dort evtl. Unterlegscheiben oder Zahnringe untergelegt?

An diesen Stellen ist wenig Platz, so daß nur Schrauben mit sehr flachem Kopf verwendet werden sollten ... ich nehme immer normale M3 Schlitzschrauben ... Inbusschrauben gehen z.B. nicht, da deren Kopf zu hoch ist, Unterlegscheiben auch nicht.
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Jayk. am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 17:48:49 Uhr
ZitatInbusschrauben gehen z.B. nicht, da deren Kopf zu hoch ist,
Widerspruch - Euer Ehren - Du musst nur die richtigen nehmen, die sind nämlich noch flacher als Deine Schlitzschrauben  :01belehr

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Lager_Kompl_klein.JPG)

@ Norbert,

Zitat...Fett unter das untere Lager und in das untere Lager bei der Kugel,

... ich habe nur den Hohlraum mit Fett "ausgekleidet" - in die Lagerhülse selbst ist nur das Joel-Parfüm-Motoroel gekommen.
Du musst dafür sorge tragen, das sich die Kugel auf dem Lagerspiegel und im Sinterlager (richtig herum eingebaut???) frei drehen kann. Auf dem Lagerspiegel darf KEINE von der Kugel gegrabene Kuhle sein (siehe meine Bilder!!), sonnst rappelt die Kugel da unten rum.

Gruss
Jonny

Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: be.audiophil am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 17:53:52 Uhr
Mahlzeit Eure Majestät von der Waterkant, :flööt:,

Zitat von: Jayk. am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 17:48:49 Uhr
Widerspruch - Euer Ehren - Du musst nur die richtigen nehmen, die sind nämlich noch flacher als Deine Schlitzschrauben  :01belehr

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Lager_Kompl_klein.JPG)

... yepp ... so geht´s natürlich auch ... Inbus mit Linsenkopf ...  :_good_:
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 20:12:01 Uhr
Moin alle zusammen,

vielleicht bin ich ja auch zu kritisch...... die Kugel rappelt nicht, die ist ok. Und das Lager ist auch nicht mit dem oberen verwechselt und richtig rum.     :__y_e_s:    Und die Micro-Vertiefung auf der Achse hab ich wegpoliert. Und die Schraubenköpfe sind ganz flach.....  wenn der Rotor an den Schrauben schleifen würde, würd sich das anders anhören...

nein, "mahlende Geräusche" sind das nicht

Ich weiss nicht, wie ich das Geräusch beschreiben soll - ja, es ist schon ein bißchen wie schleifen, aber eben nur mit dem Schraubendreher-Stethoskop hörbar, und auch nur dann, wenn man die Achse aus der "optimalen" Stellung verschiebt. Ich erkläre mir das so, dass beide Lager ja nicht fix sind sondern durch die Feder gehalten und damit verschiebbar und etwas zu verkanten. Wenn ich dich Achse leicht nach einer Seite verschiebe, drückt sie natürlich gegen eines der Lager, vermutlich das obere. Wenn sie jetzt doch an einer Stelle nicht ganz 100%ig poliert sein sollte..... müsste man das hören.... und das tut man dann wohl auch  :cray:   auch wenn es nur minimal ist. Hat das bei euch keinen Einfluss, ob man die Achse ein bißchen in die eine oder andere Richtung bewegt??

Ok, wenn das nicht von alleine besser wird und nicht normal ist, hab ich mir die Antwort wohl schon selbst gegeben. Also nochmal auf und nochmal Achse polieren. Dabei hatte ich sie so schön in die Ständer-Bohrmaschine eingespannt....


an die Arbeit  :_06_:  prost02

liebe Grüße

Norbert

Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Jayk. am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 20:50:01 Uhr
ZitatHat das bei euch keinen Einfluss, ob man die Achse ein bißchen in die eine oder andere Richtung bewegt??
... doch, hat es....
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 22:37:08 Uhr
Zitat von: Jayk. am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 20:50:01 Uhr
... doch, hat es....
..... also doch......nicht nur bei mir    raucher01  :_55_:


hab jetzt nochmal alles poliert (mehr spiegeln geht wohl nicht mehr....), wieder zusammengebaut. Eine Idee besser, aber das ist vielleicht nur Einbildung. Dann bleibt es eben eine Radaukiste .,35   Man muss die Achse halt genau richtig ausrichten, dann sind keinerlei Lagergeräusche zu hören. Aber heiß wird die Radaukiste schon, wenn sie mal 2 Stunden läuft.... passt zu meiner Aleph-J..... wenn sie hinterher genausogut klingt, bin ich mehr als zufrieden!

Ok, erstmal herzlichen Dank soweit  :_good_:. Motor läuft also. Am Wochenende kommt dann das Treibradgedöns

Stay tuned (wenns euch interessiert)

LG

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Felice am Freitag, 30.Januar.2009 | 01:21:54 Uhr
Zitat von: NKA am Donnerstag, 29.Januar.2009 | 22:37:08 Uhr
Stay tuned (wenns euch interessiert)

Aber sicher Norbert.
Hab heute die Motor Temperatur gemessen . Just  55°C nach vier Stunden. Gemessen mit Fluke-61.
Gruss
Felix
                                                                                                                                                           
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Freitag, 30.Januar.2009 | 18:55:36 Uhr
Hallo,

Neue Frage: ich hab gerade den Umlenkspiegel für das Stroboskop gereinigt. Dabei ist mir aufgefallen, dass eine schwarze Pappe teilweise das Glas in der Motorplatte verdeckt, so dass nur ein Teil des umgelenkten Lichts nach oben kommen kann...... soll das so sein? Soll nicht so viel Licht wie möglich noch oben gelenkt werden??? Da ich die Pappe nicht bemerkt habe, bis ich sie in der Hand hatte, weiß ich auch nicht, ob sie tatsächlich so gehört wie es scheint. Ist euch die Pappe schon mal begegnet??


@ Felix: wenn 55 Grad heiß aber nicht unangenehm ist, kommt das bei mir auch hin...... ich hätte aber auf unter 50 Grad getippt


viele Grüße

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Samstag, 31.Januar.2009 | 21:56:00 Uhr
ich bau gerade wieder alles zusammen.......

sagt mal: ist die Scheibe der Wirbelstrombremse bei euch eigentlich absolut plan? Meine hat nämlich einen leichten Schlag und ich frage mich gerade, ob das nicht zu ungleichmäßigem Lauf führt ....... ?

viele Grüße

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Jayk. am Samstag, 31.Januar.2009 | 22:59:57 Uhr
Zitatist die Scheibe der Wirbelstrombremse bei euch eigentlich absolut plan?

Ja..

Zitatund ich frage mich gerade, ob das nicht zu ungleichmäßigem Lauf führt ....... ?

... Möglicherweise - ja...

Jonny
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Sonntag, 01.Februar.2009 | 15:51:49 Uhr
Kokomo eingebaut. Ich staune ja, was Garrard da so vorher verbaut hat........

Nachlaufzeit jetzt von 33 auf Null: ca. 1 min 30.

OK?


Gruß, Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Sonntag, 01.Februar.2009 | 16:01:29 Uhr
Hallo Norbert

Nehme kontakt auf mit Felice , bei ihn geht alles um ein viele Fach besser als bei kokomo.
Kokomo ist nur ein Schritt.
Bei dieser Geräte ist sehr wichtig die Wirkung von die relative leicht Schwungmasse besonder zu unterstützen , so ist jeder Reibung minderung am Lager sehr positive.
Mfg
Joel
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Montag, 02.Februar.2009 | 08:31:50 Uhr
Moin Alle,

:grinser: :grinser: :grinser: :grinser:

fertig!!!

Alles zusammengebaut, keine Teile übrig und keine fehlen und ... läuft super leise!!!!

Aber bis dahin war es am Wochenende noch ein schwerer Weg. Damit es nicht anderen nicht aus so geht hier mal ein kleiner Bericht. Vermutlich werden die, die schon mehrere Garrards überholt haben, darüber schmunzeln, aber bei dem ersten sind manche Dinge halt nicht selbstverständlich....

Hauptbaustelle war bei mir der Motor. Den habe ich 5 x (!) ausgebaut, zerlegt und wieder eingebaut. 4x hätte ich mir sparen können. Beim ersten Mal habe ich die Lager oben und unten aufgebohrt, mit Waschbenzin gereinigt und 2 Stunden in heißes Öl von Joel gelegt und darin abkühlen lassen. Und die Rotorachse blank poliert, die Einlaufstelle von der Kugel wegpoliert und den Raum unter dem unteren Lager mit Fett gefüllt. Dann alles gut geölt und zusammengebaut. Hätte eigentlich jetzt alles perfekt sein müssen. War es aber nicht, siehe meine Postings vorher. Wenn die Achse perfekt ausgerichtet war, lief der Motor top, sobald sie leicht zu einer Seite gedrückt wurde, war es mit der Ruhe vorbei.... Also wieder raus, nochmal Rotor poliert, wieder rein. Und immer wieder schön in den Rahmen (6 Federn eingehängt, Sicherungsringe), Wirbelstrombremse montiert und dann an die Motorplatte..... achja, und immer wieder die Kabel angelötet. Ergebnis: wie vorher.

Nach dem 3. Mal ging mir die Geduld aus und ich fing an nachzudenken..... Geräusch=Reibung, Reibung=Kratzer oder unrund. Also hab ich mir die Rotorachse nochmal ganz genau angeschaut. Ca 1 mm oberhalb des Rotors war auf der Achse ein heftiger Kratzer, dem ich bislang keine Bedeutung beigemessen hatte, weil ich der Meinung war, dass er zu dicht am Rotor ist, um mit dem oberen Lager in Berührung zu kommen. Ausserdem sah er so aus wie mit dem Schraubendreher abgerutscht, so dass ich ihn für einen Montage-Kratzer vom Einpressen der Achse in Rotor hielt. Da ich nichts anderes gefunden habe, habe ich mit der Schieblehre nachgemessen..... dieser Kratzer lag innerhalb des Lagers, wenn auch nur ganz knapp!!! Wenigstens eine Ursache!! Also wieder Rotor in die Bohrmaschine und erst Schmiergelpaper, dann poliert. Ganz schön schwierig, so dicht am Rotor..... fast 2 Stunden Arbeit!!

Wieder zusammengebaut (zum 4. Mal). Kabel waren jetzt durchgeschnitten und mit Lüsterklemmen verbunden. Ergebnis: Geräusch weg..... aber m. E. immer noch zu laut............. Also nochmal........ was ich bis jetzt noch nicht gemacht hatte: Lager von innen poliert, weil ich weiß, dass sich die Poren von Sinterlagern dann zusetzen und der Schmiereffekt nachlässt.  Aber jetzt doch. Q-Tip in die Bohrmaschine gespannt und Joels Polierpaste und los. Dann gründlichst ausgewaschen und geölt. Im Zusammenbau hab ich ja jetzt Übung, geht auch nach Mitternacht problemlos........

Und jetzt:   :_yahoo_: :_yahoo_: :_yahoo_:

Ich denke mal, leiser geht es nicht mehr, zumindest reicht es mir. Auch das Kokomo macht nach ein paar Stunden Einlaufen keine Geräusche.

WAS ICH GELERNT HABE:

- die Achse auf der ganzen Länge spiegelblank polieren, auch direkt am Rotor
- die Lager in jedem Fall auch innen gut polieren
- die Treibradlager habe ich gefettet, nicht geölt, läuft bei mir leiser. Auch die Lagerachse des Treibrad-Armes polieren und fetten
- die Feder, die das Treibrad an das Pulley drückt, habe ich ein ganz klein wenig gebogen, um etwas mehr Spannung zu bekommen
- die Verbindung Gestänge - Wirbelstrombremse erfolgt über eine Konstruktion mit 3 Federn und Sicherungsring: den Si-Ring rausmachen, nicht die Federn (die Federn haben mich anfangs eine halbe Stunden beim Zusammenbau gekostet....)
- ich habe alle zusammengehörigen Teile immer in ein Plastik-Tütchen gepackt, das hat mir beim Zusammenbau geholfen

So, das wars erst mal für heute

Herzlichen Dank an alle, die mir geholfen haben. Vielleicht helfen dem nächsten meine Erfahrung auch ein Stückchen

Liebe Grüße

Norbert



Achso - die schwarze Pappe beim Umlenkspiegel gehört wirklich dahin

Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: beldin am Montag, 02.Februar.2009 | 08:55:05 Uhr
Super!

So müssen die Beiträge hier sein!
Diese Zusammenfassung Deiner Erfahrungen ist es, was den Sinn dieses Threads ausmacht!  :drinks:
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 02.Februar.2009 | 09:35:06 Uhr
Welch Aufwand...aber interessant. 
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Montag, 02.Februar.2009 | 09:42:23 Uhr
noch zwei Punkte......

- ich habe während der Demontage ca. 50 Fotos gemacht, die mir beim Zusammenbau sehr geholfen haben. Manchmal fragt man sich halt doch, wie herum etwas gehört und wo denn diese verd.....te Feder eingehängt wird...... auch wenn's eigentlich klar ist, wenn sie denn drin ist.

- bei der Befüllung des Tellerlagers mit Öl hilft das hier SEHR gut weiter: (in der Anlage .... wie stellt man hier Bilder rein??). Einfach das Öl tropfenweise daran runterlaufen lassen. Wenn man das Öl direkt in das Schraubenloch kippt, bildet sich ein geschlossener Film und die Luft kann nicht raus... und das Öl nicht rein

- wenn man die Motorplatte umdreht, kann die Unterlage für das Bedienpanel nicht weich genug sein..... ich hab mir eine Reihe kleinster Kratzer eingehandelt, obwohl ich eine Luftpolsterfolie untergelegt hatte


@ beldin: danke
@ captn difool: ich hab jetzt in Summe ca. 3 Tage gebraucht. Ich denke, das geht.....


Liebe Grüße, Norbert


Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: beldin am Montag, 02.Februar.2009 | 10:14:14 Uhr
50 Fotos?

Bitte einstellen mit Kommentar!
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 02.Februar.2009 | 10:17:53 Uhr
Hallo Norbert,

lade Deine Bilder in der Galerie hoch, achte darauf, das diese nicht zu groß sind, ggf. vorher auch 1024 Breite reduzieren. Gehe dazu ganz oben rechts auf "Bilderupload". Wenn Du dann alles in Deiner Galerie angelegt und sortiert hast, gehe auf die Bilderansicht wo man ein einzelnes kleines Bild sieht, da kannst Du mit der rechten Maustaste auf "Grafikadresse kopieren" gehen. Der Link des Vorschaubildes kommt zwischen (img) [/img) der Link des grossen Bildes in (url=...)

Dann hier (url=LinkdesgrossenBildes)(img)LinkdesVorschaubildes(/img)(/url)

Die runden Klammern hier gegen die Eckigen [  ] tauschen. Das mache ich seit geraumer Zeit so in meinen Threads und  funktioniert einwandfrei.

Beispiel (kannst Du sehen, wenn Du diesen Beitrag zitierst)

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_22012009463.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/22012009463.jpg)
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: be.audiophil am Montag, 02.Februar.2009 | 12:06:02 Uhr
Moin Norbert,

Zitat von: NKA am Montag, 02.Februar.2009 | 08:31:50 Uhr
Wieder zusammengebaut (zum 4. Mal). Kabel waren jetzt durchgeschnitten ...

... welche Kabel meinst Du? Die vom Einschalter zum Motor?

Diese hättest Du nicht abnehmen oder trennen müssen ... wenn man den Schalter ausbaut, dann kann man den Motor mitsamt seinem Kabelbaum komplett entnehmen ... das sind nur zwei kleine Schrauben am Schalter :wink:

Zitat von: NKA am Montag, 02.Februar.2009 | 08:31:50 Uhr
... und mit Lüsterklemmen verbunden.

... Lüsterklemmen sind hier elektrisch betrachtet suboptimal ... wenn dann die Kabel zusammenlöten und mit Schrumpfschlauch schützen.

Zitat von: NKA am Montag, 02.Februar.2009 | 08:31:50 Uhr
... was ich bis jetzt noch nicht gemacht hatte: Lager von innen poliert, weil ich weiß, dass sich die Poren von Sinterlagern dann zusetzen und der Schmiereffekt nachlässt.  Aber jetzt doch. Q-Tip in die Bohrmaschine gespannt und Joels Polierpaste und los. Dann gründlichst ausgewaschen und geölt. Im Zusammenbau hab ich ja jetzt Übung, geht auch nach Mitternacht problemlos...

... yepp ... die Lagerhülsen sollte man leicht polieren. Habe ich ebenfalls gemacht ...

Zitat von: NKA am Montag, 02.Februar.2009 | 08:31:50 Uhr
Achso - die schwarze Pappe beim Umlenkspiegel gehört wirklich dahin

Ja, die gehört da hin ... ist allerdings nicht bei allen Serien vorhanden ... einer der Serienunterschiede ist eben die Stroboleuchte und deren Umlenkeinheit ... die 3.Serie hat z.B. keine Umlenkeinheit/ keinen Spiegel.

Apropos Öl ... ich wiederhole mich ja wirklich nur ungern ... aber der größere Lagerspalt ist ein konstruktives Muß bei einem Reibradler ... und ein Garrard-Telllerlager ist nicht mit Thorens vergleichbar - die Konstruktion des Garrard unterschiedet sich auch maßgeblich von der eines TD-124 oder TD-121 ... hier oder mit Thorens ganz allgemein gemachte Erfahrungen sind also auch nicht übertragbar. Das wird durch stetige Wiederholung falscher Tipps also auch nicht besser und hilft echt keinem weiter. :_thumbdown_:

Wer im Garrard zu dünnes Öl nutzt, hat vielleicht ohne die axiale Lagerbelastung durch das Reibrad einen längeren Nachlauf, dafür aber Probleme beim Betrieb, da sich die Achse aufgrund des größeren Lagerspaltes leicht zur Seite legt und das Öl durch die Taumelbewegung dann nach oben rausdrückt. Einzig der Filzring wird nässer sein als normal; das Lager läuft dann aber einseitig fast trocken ... Lagerschäden sind also mehr oder weniger vorprogrammiert.  :shok:

Zitat von: NKA am Montag, 02.Februar.2009 | 08:31:50 Uhr
Ich denke mal, leiser geht es nicht mehr, zumindest reicht es mir. Auch das Kokomo macht nach ein paar Stunden Einlaufen keine Geräusche.

... wie, das Kokomo hat anfänglich Geräusche gemacht? Bist Du Dir sicher, daß die Kugel richtig sitzt? Wie hoch steht denn der Teller über der Motoreinheit? Da dürfen nur ein paar Millimeter zwischen sein. Andernfalls bitte das Tellerlager nochmals aufschrauben und den Sitz der Kugel kontrollieren ... sonst Lagerschaden :wink:
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Montag, 02.Februar.2009 | 13:28:06 Uhr
Hallo Leute

" Das wird durch stetige Wiederholung falscher Tipps also auch nicht besser und hilft echt keinem weiter. "

Um so etwas zu behaupten sollte man sich erste erkundigen wie der Lagerspalte ist bei ein neu Thorens Lager.

Ich appeliert an Deine Vernunft und bitte Dich endlich mal auf normal Ross zu reiten und respektiert endlich die Meinug von andere .

:drinks:

Joel



























Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 02.Februar.2009 | 14:20:58 Uhr
Zitat von: be.audiophil am Montag, 02.Februar.2009 | 12:06:02 Uhr
. Das wird durch stetige Wiederholung falscher Tipps also auch nicht besser und hilft echt keinem weiter.

Hallo Rolf,
nur mal zur Information: Worauf beziehst Du Dich mit dieser Aussage? Meinst Du damit namentlich Joel, der sich scheinbar angesprochen fühlt, oder auch andere?

Ich bitte Euch beide, davon zu lassen, ansonsten werden entweder die Beiträge editiert/verschoben oder das Thema geschlossen, was im Sinne der Diskussion sehr schade wäre. 
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: be.audiophil am Montag, 02.Februar.2009 | 17:29:15 Uhr
Moin André,

Zitat von: Captn Difool am Montag, 02.Februar.2009 | 14:20:58 Uhr
Worauf beziehst Du Dich mit dieser Aussage?

... ich beziehe mich auf die vielen falschen Tipps, die man zum Garrard in den unterschiedlichsten Foren finden kann. Jemanden persönlich anzugreifen, liegt mir gänzlich fern - auch wenn Manche meinen sich wiederholt im Ton vergreifen zu müssen und auch keine Diskussion zulassen wollen. Ich respektiere die Meinung von anderen, weise nur darauf hin, wenn´s falsch ist ...
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 02.Februar.2009 | 17:55:34 Uhr
Ja, ok. Darauf sollte man hinweisen. Das beste wäre mal eine Aufarbeitung in Form einer kleinen Anleitung oder "Punkteplan" was man alles beim Garrard beachten sollte.

Wird aber bestimmt lang....  :flööt:
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Montag, 02.Februar.2009 | 21:35:39 Uhr
Hi,

muss euch noch ein paar Antworten geben und noch einige Dinge loswerden:

Zitat von: beldin am Montag, 02.Februar.2009 | 10:14:14 Uhr
50 Fotos?

Bitte einstellen mit Kommentar!

ok, ich suche ein paar aussagekräftige raus und stelle sie in die Galerie ein.


Zitat von: be.audiophil am Montag, 02.Februar.2009 | 12:06:02 Uhr

... welche Kabel meinst Du? Die vom Einschalter zum Motor?

Diese hättest Du nicht abnehmen oder trennen müssen ... wenn man den Schalter ausbaut, dann kann man den Motor mitsamt seinem Kabelbaum komplett entnehmen ... das sind nur zwei kleine Schrauben am Schalter :wink:


.........ja, das war mir dann auch klar, NACHDEM ich die Kabel durchgeschnitten hatte ...... ja, schon klar, wird wieder ordentlich geflickt  :__y_e_s:

Zitat von: be.audiophil am Montag, 02.Februar.2009 | 12:06:02 Uhr

... wie, das Kokomo hat anfänglich Geräusche gemacht? Bist Du Dir sicher, daß die Kugel richtig sitzt? Wie hoch steht denn der Teller über der Motoreinheit? Da dürfen nur ein paar Millimeter zwischen sein. Andernfalls bitte das Tellerlager nochmals aufschrauben und den Sitz der Kugel kontrollieren ... sonst Lagerschaden :wink:

Die Kugel sitzt definitiv richtig und die Achse ist auch wunderschön poliert, ganz ohne unbeachtete Kratzer. Trotzdem hat das Tellerlager - ich nehme an nicht das Kokomo sondern das obere Sinterlager - leichte Geräusche gemacht. Ich hab das Lager nochmal auseinander genommen, weil ich befürchtet habe, dass noch irgendwo Schmutz ist, hab aber nichts gefunden. Auch nach dem Zusammenbau noch leichte Geräusche. Erst als ich oben durch die Schraube noch so viel Öl nachgefüllt habe, wie Rolf geschrieben hat, war Ruhe.

Noch ein Wort von mir zum Thema Öl. Ich kann beide Standpunkte, die hier im Thread vertreten wurden, akzeptieren und will nicht beurteilen, ob dünneres Öl besser ist oder nicht. Ich möchte nur zu bedenken geben, dass es auch Konstrukteure gibt, die den Teller absichtlich BREMSEN, für die also eine lange Nachlaufzeit kein Kriterium ist. Für Willibald Bauer mit seinem dps (der m. E. über jeden Zweifel erhaben ist) gilt das beispielsweise.  Ich kann seine Ansicht sehr gut nachvollziehen. Ich möchte ein Lager, das absolut ruhig läuft und nehme dafür gerne eine geringe definierte, gleichbleibenden Reibung durch etwas dickeres Öl in Kauf. Der Antrieb des Garrard hat genug Power um damit fertig zu werden. Vielleicht gelten für schwache Riemenantriebe andere Überlegungen. Bauer behauptet übrigens, dass der Gesamtantrieb Motor + Lager mit Reibung ruhiger läuft als ohne zusätzliche Reibung. Interessant ist, dass dem dps ähnliche Wiedergabequalitäten nachgesagt werden wie Reibrad-Spielern: Kontrolle und präzises Timing. Ich habe schon öfter mal überlegt, ob dps nicht "das Vorwärts-Ziehen" des Reibrades mit der eingebauten Reibung des Tellerlagers und einem für einen Riemenantrieb starken Motor nachempfindet.....

Langer Rede kurzer Sinn: ich persönlich habe nichts gegen etwas dickeres Öl im Tellerlager und habe dort das Original-Kokomo-Öl genommen.

Vielleicht kann man den Vorschlag von André zur Aufarbeitung einer kleinen Anleitung schon mal vorab so aufgreifen, dass einer der Moderatoren meinen Beitrag mit den Erfahrungen in den Fred mit den Tips von Rolf zur Motorrestauration kopiert.

Liebe Grüße

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 02.Februar.2009 | 21:58:19 Uhr
Ich persönlich bevorzuge auch generell dickeres Öl, da dieses ein Lager besser stabilisiert. Der Leichtlauf allein ist noch kein Kriterium, wie ein Lager unter Last läuft.
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Dienstag, 03.Februar.2009 | 01:45:13 Uhr
Hallo André

" Der Leichtlauf allein ist noch kein Kriterium, wie ein Lager unter Last läuft.  "


Es ist aber so:

Erste mit Dickerer Lageröl werde bei Sinterlager weniger Reibung erreicht

Das kokomo Lageröl wie das Thorens Sinterlageröl führen exact zu gleich Ergebniss

Was der groß Unterschied ausmacht bei der Leichtlauf ist nicht das Lageröl sondern das kugel Durchmesser.

Das Lageröl ist so auszuwählen nach : Teller Gewicht  und Lagerart und Antriebsart

Unabhängig von Lageröl kann sich der Leichtlauf nochmals verbessert werde durch die Teller Geometrie und Lagerspiegel.

Das Lageröl sowie der Lager ist beim Garrard nicht das Problem sondern das sehr hoch elektrische Grundgeräusche die sich über die Motoraufhängung  und das dick Reibrad über das Lager übertrage.

Der überlang Zeit bis sich der Drehzahl stabilisiert ist nicht akzeptable.

Das Teller Material erlaubt nicht genug Schwungmasse Gewicht um die Gleichlaufschwankung korrekt zu stabilisieren.

Das Geräte ist wirklich nicht mit ein Thorens zu vergleichen

Mfg
Joel

 


Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Dienstag, 03.Februar.2009 | 08:35:29 Uhr
Zitat von: violette am Dienstag, 03.Februar.2009 | 01:45:13 Uhr

Das Lageröl sowie der Lager ist beim Garrard nicht das Problem sondern das sehr hoch elektrische Grundgeräusche die sich über die Motoraufhängung  und das dick Reibrad über das Lager übertrage.



Moin Joel,

da gebe ich dir vollkommen recht. Ich habe mich auch über das Brummen und Vibrieren - selbst bei angehaltenem Rotor - geärgert. Da kann man die Lager noch so lange polieren, weniger wirds nicht..... Das ist m. E. eindeutig ein Mangel in der Konstruktion. Außer einem sorgfältig abgestimmten Anziehen der beiden Gewindestangen (wie Rolf vorschlägt) ist mir nichts eingefallen, um es zu reduzieren. Doch, Vergießen des Blechpakets und der Spulen..... vielleicht testet das ja noch mal jemand     .,a040

...... mir war mein erster und einziger Motor für das Experiment zu schade..... vielleicht wenn ich mal einen Thorens haben sollte.......  :_55_:

Lg

Norbert

Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: be.audiophil am Dienstag, 03.Februar.2009 | 09:14:17 Uhr
Moin Norbert,

... laß Dich nicht verunsichern ... die Garrards sind Studiogeräte ... robust und gut ... und er läuft in der passenden Zarge auch richtig ruhig ... wie gesagt 46 dB Rumeplfremdspannungsabstand sind erreichbar. UNd das ist besser als bei einem TD-160 ...

Dann noch etwas zum Öl ... die Viskosität sagt weniger über dessen Schmierwirkung aus, als man allgemein annimmt ... es ist erstmal nur ein Maß für die "Dickflüssigkeit" bzw. für die Beschaffenheit bei Normaltemperatur und unter thermischer Belastung. Dann schmiert ein Öl auch nur innerhalb der dafür designten Grenzen (Drehzahl-, Temperatur- und Druck-Bereich) ...

... auch deshalb sollte man sehr genau wissen, was man da macht. Oder anders gesprochen gibt es Öle, die erst bei sehr hohen Drehzahlen aber ohne nennenswerten Lagerdruck wirklich ausreichend schmieren ... solche Öle sind aber für sich langsam drehende Gleitlager nicht wirklich geeignet. Explizit sind bei z.B. Nähmaschinen die Drehzahl- und Druckparameter ganz andere, als bei einem Tellerlager.

Die zu wählende Viskosität steht - wie schon mehrfach angemerkt - in direkter Abhängigkeit zur Lagerbeschaffung ... je geringer der Lagerspalt, desto dünnflüssiger muß das Öl sein ... je größer der Lagerspalt, desto dickflüssiger muß das Öl sein. Und bei einem Garrard haben wir Lagerspalte von ca. 2/10 ... bei einem Thorens von ca. 5/100 bis 8/100 ... wir spechen also über Lagerspalte, die ca. 4-Mal so groß sind ...

... deshalb habe ich auch schon mehrfach darauf hingewiesen, daß für Thorens gegebene Tipps hier nicht taugen. Auch spielt der Durchmesser einer Lagerkugel bei der Ölauswahl deutlich weniger eine Rolle, als immer behauptet ... der Lagerspalt, der im Lager aufgebaute Druck sowie die axiale Lagerbelastung und die Umdrehungsgeschwindigkeit ist deutlich wichtiger ...

... der Kugeldurchmesser definiert nur den auf den Lagerspiegel wirkenden Druck und auch nur am Rande bzw. in Verbindung mit dem Lagerspalt sozusagen die generelle Taumelneigung. Und die Auflagefläche einer Kugel geht auch nicht in die "Reibungsgleichung" ein.

Das, was aber Herr Bauer meint, hat auch weniger mit der Schmierwirkung oder den generellen Laufeigenschaften eines Tellerlagers zu tun, als auf den ersten Blick vermutet.

Hier geht es vielmehr um den Ausgleich des vom Motor verursachten Polruckelns ... die definierte "Schwergängigkeit" des Tellerlagers führt hierbei dazu, daß der Motor kräftig ziehen muß und somit das Polruckeln des Motors nicht mehr auffällt. Zudem läuft der Motor in einem eng gesteckten Drehmomentbereich und kann deshalb nicht in der Geschwindigkeit davonlaufen ... das ist allerdings ein elektrisch über die Motorsteuerung und die Motorwahl "geschaffenes Problem" ...

Das Tellergewicht spielt übrigens nur dann in Punkto Gleichlauf eine Rolle, wenn der Motor nicht drehmomentstark genug ist oder selbst den Teller nicht auf einer konstanten Drehzahl halten kann. Man macht sich dann das Trägheitsmoment eines schweren Tellers zum Ausgleich der Drehzahlschwankungen des Antriebes zu nutze ... man doktert also am Sympthom und nicht am eigentlichen Problem herum. Das ist übrigens bei der Mehrzahl der heute angebotenen Riementriebler der Fall - deshalb hält sich wohl auch die "Unsitte", bei geringeren Tellergewichten direkt von Gleichlaufproblemen zu schwadronnieren. Dies ist aber bei einem gut gemachten Antrieb einfach nur Humbug oder ein klares Indiz, daß man die technische Seite nicht verstanden hat.

Der "leichte" Teller des Garrards ist also ein Konstruktionsmerkmal, welches in Verbindung mit dem sehr drehmomentstarken Synchronmotor keine negative Rolle beim Gleichlauf spielt. Auch hier verhält sich ein Garrard gänzlich anders, wie ein 08/15-Riementriebler ... er verhält sich in diesem Punkt also eher wie ein Direkttriebler mit einer sauber funktionierenden Regelung. Auch kann die Drehzahl nicht wirklich daonlaufen, da der Netzsynchronmotor in direkter Abhängigkeit von der Netzfrequenz und über dessen elektrischem Aufbau die Drehzahl hält. Im Falle des Garrards ist das nutzbare Drehmoment so groß, daß die Drehzahl auch fast annähernd stoisch gehalten wird.

Die Drehzahlstabilisierung des Garrards ist übrigens direkt abhängig vom Zustand des Motors und sowohl des Tellerlagers und der Reibradlagerung ...

... mein Garrard erreicht die Nenndrehzahl erstmals bereits nach knapp 30 Sekunden ... innerhalb der ersten knapp 5 Minuten läuft die Drehzahl dann noch ganz langsam weg, um danach stoisch stabil zu stehen. Das ist für ein Studiogerät mehr als akzeptabel ... und er läuft absolut ruhig (vgl. gemessene 46 dB Rumpelgeräuschspannungsabstand) ...
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: be.audiophil am Dienstag, 03.Februar.2009 | 10:05:13 Uhr
Moin Norbert,

noch ein Nachtrag ...

Zitat von: NKA am Dienstag, 03.Februar.2009 | 08:35:29 Uhr
da gebe ich dir vollkommen recht. Ich habe mich auch über das Brummen und Vibrieren - selbst bei angehaltenem Rotor - geärgert. Da kann man die Lager noch so lange polieren, weniger wirds nicht..... Das ist m. E. eindeutig ein Mangel in der Konstruktion. Außer einem sorgfältig abgestimmten Anziehen der beiden Gewindestangen (wie Rolf vorschlägt) ist mir nichts eingefallen, um es zu reduzieren. Doch, Vergießen des Blechpakets und der Spulen..... vielleicht testet das ja noch mal jemand     .,a040

... das geht auch deutlich einfacher ... einfach einen Regeltrafo davorschalten ...


Da der Garrard einen Netzsynchronmotor besitzt, ist die anliegende Spannung mehr oder weniger sekundär ... sie hat zwar Auswirkungen auf das Drehmoment und darüber in Verbindung mit der Wirbelstrombremse auf die Drehzahl ...

... mögliche über den Regeltrafo eingestellte Spannungen liegen zwischen 180 und 220 Volt ... einfach von den 220 Volt ausgehend die Spannung solange reduzieren, bis der Motor fast komplett ohne Vibrationen läuft ...  :_hi_hi_:

... u.U. mußt Du danach den Vorwiderstand der Strobolampe anpassen, da diese dann ggf. schon fast zu dunkel leuchtet ... über U=R*I einfach ausrechnen ... also alten Widerstand ausmessen ... neue Spannung und gemessenen Widerstandswert in die Formel übernehmen und neuen Widerstandswert ausrechnen, einlöten ... fertig ...  :flööt:
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: violette am Dienstag, 03.Februar.2009 | 10:10:12 Uhr
Hallo Leute

Man müsse einfach beobachten.

mein Garrard erreicht die Nenndrehzahl erstmals bereits nach knapp 30 Sekunden ... innerhalb der ersten knapp 5 Minuten läuft die Drehzahl dann noch ganz langsam weg, um danach stoisch stabil zu stehen. Das ist für ein Studiogerät mehr als akzeptabel .

In welcher Welt lebst Du ?  :shok: ?

Was hintenraus kommt wenn alles gut gewartet ist  Fakt + minus kleine Abweichung bei so real Wert ändert nicht an der Tatsache.

Da können Deine Theorie leider nur spiegel was rauskommt , und das ist eben so .

Mfg

Joel


PS: Rolf ein TD 160 ist kein Studio LW und erzeugt niemals soviel Geräusche als so ein Brummer , Du kannst Dich bitte korrigieren und wir wollen doch nicht persönlich werden und anfangen User zu beleidigen, Joel. Sollte sowas nochmals vorkommen, sehe ich mich leider gezwungen solche Beiträge ins Streitboard zu verschieben, mitsammt dem User. Gruß Jürgen  , an dieser Stelle ist wirklich niemand bereit Dir zu glaube .
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: be.audiophil am Dienstag, 03.Februar.2009 | 11:44:02 Uhr
Moin,

natürlich ist ein TD-160 kein Studio-LW ...

... aber Gott sei Dank sind zu den verschiedenen alten Plattenspielern die Rumpelwerte noch in den HiFi-Jahrbüchern sauber und ehrlich dokumentiert ... sogar die realen unbewerteten Meßwerte ... (ganz im Gegensatz zu heute produzierten Laufwerken ;0001)

... und auch für so manchen EMT-Studiodreher sind diese bekannt. Hier mal eine kleine Gegenüberstellung ...

TD-160 MKII -> 45 dB
TD-125 -> 47 dB
EMT 930 -> 49 dB

Und die 46 dB habe ich bei meinem Garrard mittels Thorens-Meßkoppler im Versuchsaufbau (ohne den hierzu üblicher Weise genutzten Lufttisch zur kompletten Entkopplung vom Untergrund) gemessen ... auf einem derartigen Lufttisch dürfte der Wert sogar noch mindestens 1 dB höher liegen.

Auch habe ich an verschiedenen Garrard genug Erfahrungen mit verscheidenen Ölen gesammelt ... ich habe über die Jahre an meinen Garrards vieles ausprobiert ... deshalb hat die Schilderung des Verhaltens des Tellerlagers bei der Verwendung von zu dünnflüssigem Öl nichts mit einer theoretischen Betrachtung zu tun, sondern basiert auf selbst gemachten Erfahrungen.

Deshalb ausdrücklich nochmal ... ich warne ausdrücklich davor, jeden in der Forenwelt hingeworfenen Tipp als bare Münze zu nehmen ... der Großteil der dort auffindbaren Tipps - vor Allem zu den angeblich verwendbaren Schmiermitteln - ist einfach nur Humbug. Der Garrard braucht aufgrund seines großen Lagerspaltes ein sehr dickflüssiges Öl ... also auch dickflüssiger als beim TD-124 ... zumal die ersten 301er auch noch ein Fettlager besaßen und man sich konstruktiv von der Fettlagerung in Richtung Öllager entwickelte ... und das Garrardlager ein ca. 4-Mal so großen Lagerspalt besitzt als ein normaler Thorens ... auch das kann man nachmessen, wenn man will.

Und ich würde mich freuen, wenn man technsiche Aspekte als das diskutieren könnte, was sie sind ... nachmeßbare technische Werte ... da hilft kein Drehen und Wenden und auch keine persönliche Animositäten.
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: NKA am Dienstag, 03.Februar.2009 | 14:37:35 Uhr
........ die Idee mit dem Regeltrafo bzw. der niedrigeren Betriebsspannung ist gut. Ich werde es bei Gelegenheit mal mit einem Vorwiderstand versuchen.... 500 Ohm 2W und es sollten nur noch 200V am Motor liegen...... ich hab ja eh noch die Lüsterklemme drin ;-)

LG

Norbert
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Morfeus am Donnerstag, 26.Februar.2009 | 15:30:11 Uhr
Hallo Norbert,

Zitat von: NKA am Sonntag, 01.Februar.2009 | 15:51:49 Uhr
Nachlaufzeit jetzt von 33 auf Null: ca. 1 min 30.

ich finde nicht, dass das ok ist. Mein 401 läuft mit Kokomo Lager gestoppte 2 Minuten 17 Sekunden nach.

Solltest Du Dir nochmals ansehen.

Gruß,
Heinz
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Morfeus am Donnerstag, 26.Februar.2009 | 16:15:09 Uhr
@ Jonny

Gibt's eigentlich schon was Neues zum Treibrad-Lager?

Gruß,
Heinz
Titel: Re: Frage zur Motorrevision 401
Beitrag von: Jayk. am Donnerstag, 26.Februar.2009 | 16:45:42 Uhr
Zitat von: Morfeus am Donnerstag, 26.Februar.2009 | 16:15:09 Uhr
@ Jonny

Gibt's eigentlich schon was Neues zum Treibrad-Lager?

Gruß,
Heinz

Nö - Gut Ding braucht Weile...

Gruss
Jonny