NEW HiFi-Classic

Hifi-Oldies und HiFi-Klassiker bis in die Moderne ---- Hier der technische Bereich.... => Yamaha => Cassettengeräte => Thema gestartet von: Captn Difool am Samstag, 07.November.2009 | 18:58:09 Uhr

Titel: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Samstag, 07.November.2009 | 18:58:09 Uhr
Aufgrund einer Anregung in diesem Thread (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5059.0) habe ich sogleich ein Deck in der Bucht gefunden. Es war als defekt deklariert, der Antriebsriemen wäre wohl hin. Es hat außer mir niemand drauf geboten, da dachte ich, naja, für 1€ + Versand kann man da nicht viel falsch machen, ...2,1,meins   raucher01

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_IMG_6699k.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/IMG_6699k.JPG)

Erfreulich ist zunächst, bis auf einen kleinen Kratzer an der oberen Blende des Cassettenschachtes ist das Gerät äußerlich unversehrt. Es klebt lediglich ein deutlicher Nikotinfilm auf der Oberfläche, aber was zum Reinigen möchte man ja auch haben... :flööt: Alle Schrauben sitzen sehr fest, keine nachträglichen Lötspuren zu entdecken, demnach wurde das Gerät noch nie geöffnet.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_IMG_6687k.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/IMG_6687k.JPG)

Die Anzeigenbeleuchtung und alle LED (die beiden Peak-LED konnte ich nicht prüfen) gehen, nur die Lampe der Cassettenschachtbeleuchtung nicht.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_IMG_6686k.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/IMG_6686k.JPG)

Die Übersicht zeigt, die Platine hat man hier "hängend" mit Bestückungsseite nach unten verbaut. Die wichtigen Justierpotis sind allerdings von oben per Beschriftung identifizier- wie (durch Löcher) erreichbar.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_IMG_6690k.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/IMG_6690k.JPG)


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_IMG_6684k.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/IMG_6684k.JPG)

Wie vom Verkäufer beschrieben, schlabbert der Antriebsriemen kraftlos in der Mechanik, nicht nur der - auch die beiden Sekundärvierkantriemen für Bandlaufüberwachung und Zählwerk sind "matschig". Diese müssen auf jeden Fall ersetzt werden. Es handelt sich hier um einen Kombikopfrecorder mit einfachen Capstan, allerdings mit gut dimensionierter Schwungmasse. Leider rattert der Antriebsmotor etwas, ob ich den neu bekomme, keine Ahnung.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_IMG_6689k.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/IMG_6689k.JPG)

Ob man noch so einen Motor als Ersatzteil bekommt? Ich glaube eher nicht  ;0003


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_IMG_6694k.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/IMG_6694k.JPG)

Auch die Köpfe sehen gut aus und scheinen nur wenig Verschleiß zu haben. Angeblich sollen sie mehrfache Plasmabeschichtung bekommen haben, so eine Aussage im HiF-Forum.de welche angeblich so teuer war, das Yamaha diese Sendustköpfe schon bald nicht mehr herstellte sonder weniger hochwertige von Zulieferern eingekauft haben soll.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_IMG_6691k.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/IMG_6691k.JPG)

Hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf spätere Arbeiten, die beiden Potis für den BIAS... :foto01

Als kommende Arbeiten sind erst einmal die Riemen zu wechseln, das Reibrad der Wickel zu prüfen/neugummieren und eine komplette Reinigung. Erst dann kann man mit der Meßtechnik anrücken. Da noch die Plattenwaschmaschine fertig gebaut werden will, wird sich dieses Projekt etwas hinziehen.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: AndreasTV am Samstag, 07.November.2009 | 19:49:55 Uhr
Guten Abend  :_hi_hi_:.
Feines Teil  :__y_e_s: - da warte ich mal gespannt ab ... .,045.

MfG

Andreas
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Samstag, 07.November.2009 | 20:30:08 Uhr
Ich muß mir noch das SM besorgen, fällt mir so nebenbei ein...  :;aha

.....war gerade beim Schaltungdienst, die haben nur die BDA... :cray:  ...mal sehen, notfalls muß ich improvisieren  .,a015
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Compu-Doc am Sonntag, 08.November.2009 | 15:57:49 Uhr
 .,111 die PWM würde mich meeeeehrr interessieren!  raucher01
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: nix1euro am Montag, 09.November.2009 | 23:38:30 Uhr
@ Andre:

Die Peak-Led dürften / sollten bei Übersteuerung leuchten, denn sie dienen meinen Wissens nach zur Unterstüzung der langsameren VU-Meter. Wirst ja sehen ....  :_good_:

Kann Dir bzgl. ET-Spender nicht helfen, da selbst solche Oldies hier nicht für 1 Euro zu haben sind. Da bekäme ich Ladenverbot ....  :smile

MfG,
Erik
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 10.November.2009 | 06:38:31 Uhr
Hallo Erik,
danke. Die Peak-LED kenne ich schon von anderen Recordern. Ich werde die VUs mal untersuchen, ob ich die nicht in Peak umbauen kann... Ein Ersatzriemen (Nachbau) ist bereits geordert, die kleinen Vierkantriemen muß ich noch besorgen, eventuell ein Set von Conrad, habe aber irgendwo gelesen, das andere sowas auch anbieten, einer wohl eine Riesentüte zu 16€. Muß ich noch raussuchen.

Den Motor werde ich öffnen und aufarbeiten müssen, ähnlich wie es beim Pabstmotor vom TD126III gemacht wurde. Ich werde wohl neue Sinterlager einbauen müssen. Dann sollte er wieder ruhig laufen, eine Unwägbarkeit wird noch bezüglich der Bürsten bleiben, das sehen wir aber erst, wenn offen...

Dann eine Vollreinigung, das Ding ist völlig im Nikotinsiff eingekleistert, das Alu hat einen schönen Gilb. Sind diese (Mechanik)Probleme erstmal gefixt, kann man durchaus was draus machen. Ich sammle derzeit noch weitere Ideen, was man noch ändern/verbessern kann...

Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 11.November.2009 | 18:24:51 Uhr
Ich hatte heute nochmal die Finger im Gerät, zwecks "Neugummierung". Als erstes den heute eingetroffenen Ersatzriemen nachgemessen:

Durchmesser 50mm (so halbwegs rund gelegt...)
Stärke 0,6mm
Breite 3mm

Das Original hat dagegen (war schwieriger zu Messen, da der Riemen "zerfließt")
Durchmesser ~70mm (völlig überdehnt)
Stärke 0,5mm
Breite 3,5mm

Ich habe bei Gummimeyer neben den beiden benötigten Vierkantriemen (hier habe ich kurzerhand das große Set genommen, da wird schon was passen) auch noch einen weiteren Flachriemen mitbestellt, der vielleicht noch näher am Originalriemen ist. Außerdem noch einen kleinen 18x2x2 - vielleicht paßt der auf das Idlerrad für den Bandwickel. Bleibt als letztes noch die Gummiandruckrolle, vielleicht bastle ich da was per Ibäähiii, vielleicht muß sie auch noch gar nicht getauscht werden, macht auf den ersten Eindruck einen noch brauchbaren...

Ich spielte dann noch ein wenig mit dem Antriebsmotor, nachdem mir der alte Riemen fast entgegen geflossen kam. Meine Freudenentdeckung des Tages: Der Motor rattert nur im Leerlauf. Ich brauche den Pulley nur ganz sanft mit der Fingerkuppe berühren, der seitliche Druck ist dabei sogar deutlich weniger als eine Riemenspannung, da wird er Motor mucksmäuschenstill, nur noch ein feines Sirren bleibt vernehmbar. Da fiel mir ein großer Stein vom Herzen  :_yahoo_:, denn ohne guten Motor wäre das Gerät wohl eher was zum nur noch anschauen.  :_sorry: So steht dem Neuaufbau kaum noch was im Wege.  :-handshake:

Selbst meine Frau hat das Teil akzeptiert, wenn auch mit leichtem Kopfschütteln...  ;0003  :smile

Jetzt warte ich erstmal die weiteren Riemen ab, ich kann es schon wieder kaum erwarten, drauflos zu basteln, aber wie schon erwähnt, so schnell geht das nicht... denn erstmal richtig zerlegen und ausputzen... .,70
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: AndreasTV am Mittwoch, 11.November.2009 | 18:36:02 Uhr
Guten Abend  :_hi_hi_:.
Ja dann mal viel Glück bei der Aufarbeitung  :__y_e_s:.
Teilweise war / ist in Foren zu lesen das bei Austauschriemen (Nicht Originale) der Gleichlauf u. Umständen nicht so gut sein soll wie bei Originalen  .,a015 - mal abwarten.

MfG

Andreas
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 11.November.2009 | 19:23:48 Uhr
Das stimmt, das ist wie mit den zu engen Thorens-Nachbauriemen, die ziehen einfach zu stark an den Lagern. Ich werde den Meyer-Riemen erstmal ausprobieren, wenn er da ist, den anderen (von elektro-ersatzteile.org) habe ich noch nicht verbaut. notfalls werde ich ihn vordehnen. Die Riemenspannung darf eigentlich nur soviel sein, das der Antrieb gerade so nicht durchrutscht und das Band natürlich einwandfrei transportiert wird. Ein neuer Riemen muß zudem auch etwas einlaufen, dann dehnt er sich nach und wird besser. Da achte ich schon drauf.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: AndreasTV am Mittwoch, 11.November.2009 | 19:56:45 Uhr
Alles wird gut - da habe ich keine Bedenken  :drinks:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 01.Dezember.2009 | 17:37:46 Uhr
Interessant, in Japan hieß das K-560 K-8 (http://audio-heritage.jp/YAMAHA/player/k-8.html) und mit zusätzlichen DBX, leicht geänderten Reglern als K-9 (http://www.audio-heritage.jp/YAMAHA/player/k-9.html) erhältlich. Auffällig noch die Hellgrau oder Silbergrau lackierten Gehäusebleche, die beim europäischen Modell schwarz waren.

(http://audio-heritage.jp/YAMAHA/player/k-8.JPG)
Audio-Heritage.jp Werkfoto Yamaha

Titel: Der große Yamaha K-560 Thread
Beitrag von: Captn Difool am Samstag, 05.Dezember.2009 | 00:00:24 Uhr
So heute bin ich einen entscheidenden Schritt vorangekommen und konnte das K-560 wieder nahe an seinen Originalzustand bringen. Anhand des Etikettes am Motor und der Seriennummer 3080 läßt sich ableiten, das das im September 1980 hergestellte Deck noch am Anfang der Serie stand. Ein Foto aus dem Netz zeigt die Seriennummer 17xxx

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6927.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6927.JPG)

Das Gerät wurde gehäusemäßig zerlegt, hier sehen wir die demontierte Frontblende.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6928.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6928.JPG)

Kaum zu glauben, was jemand im HF schrieb, aber es stimmt, die Klarsichtabdeckung der VUs ist tatsächlich aus Glas.  :;aha


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6926.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6926.JPG)


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6924.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6924.JPG)


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6929.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6929.JPG)

Der Sendustkopf, eine Eigenentwicklung von Yamaha.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6933.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6933.JPG)

Leider brach beim Ausbau des Laufwerkes der Zentrierstift fürs Cassettengehäuse ab. Dabei hatte ich gar keine Kraft aufgewendet.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6934.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6934.JPG)

Das Laufwerk


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6935.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6935.JPG)

Die Tonköpfe sind direkt verlötet, kopfseitig wie auf der Platine. Zum Ausbau des Laufwerkes mußten die Kabel abgelötet werden.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6936.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6936.JPG)

Das laufwerkslose Gehäuse


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6937.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6937.JPG)

Das Cassettenfach von hinten. Das Lämpchen hat einen Wackelkontakt und ist anscheinend schon mal heiß geworden, der Klarkunststofflichtleite ist im Bereich der Glülampe leicht deformiert.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6938.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6938.JPG)

Das nun vollständig ausgebaute Laufwerk.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6939.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6939.JPG)

Hier noch einmal die Bruchstelle vom Zentrierstift. Glück im Unglück: Der Stift hat eine Bohrung, die wie wir weiter unten sehen werden, sehr nützlich ist.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6940.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6940.JPG)


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6941.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6941.JPG)

Da Laufwerk von der Rückseite. Diese wird jetzt geöffnet, um den Antriebsriemen wechseln zu können. Zugleich werden die Motoren überprüft.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6942.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6942.JPG)


Nach dem Lösen zweier Schrauben läßt sich das Halteblech mit dem Motor entfernen.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6943.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6943.JPG)

Den Motor selbst bekommt man mit einem "Dosenöffner" in Form eines kleinen Schraubendreher geöffnet...

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6944.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6944.JPG)

...wobei es sich hier eher um ein doppeltes Motorgehäuse handelt. Das äußere Gehäuse dient vor allem der Abschirmung gegen die Tonköpfe.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6945.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6945.JPG)

Zur Geräuschdämmung ist vorne eine Gummischeibe...


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6946.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6946.JPG)

...und hinten eine Schaumgummischeibe verbaut. Diese klemmt zugleich den Motor im Gehäuse, so das er nicht wackelt.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6949.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6949.JPG)

Darunter sitzt die Steuerelektronik, die die Geschwindigkeit des Motors regelt.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6948.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6948.JPG)

Von vorn sieht er fast wie ein billiger Modellbaumotor aus. Das Sinterlager des Motors vorne war schon trocken, daher kamen die Rasselgeräusche. Nach der Ölung des Lagers gibt der Motor nur noch ein feines Sirren von sich.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6950.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6950.JPG)

Praktisch baugleich der Wickelmotor. Auch dieser war schon trocken. "Trocken" heißt hier im Notlauf. Die Motoren scheinen aber noch einwandfrei zu laufen, denn läßt man sie länger trocken laufen, neigen sie zu Lagerfressern. So ein Fresser beendete nach 16 treuen Jahren damals die Dienste meines Toshiba PCX-60AD Decks. Leider damals zu spät bemerkt, die Elektronik schmorte wegen des zu hohen Laufwiederstandes durch.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6951.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6951.JPG)

Der demontierte Wickelmotor. Der Pulley ist hier aus Metall, bei späteren Versionen (wie ich anhand von Fotos im Netz feststellen durfte) waren die Pulleys nur noch aus Kunststoff.

Cut
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Samstag, 05.Dezember.2009 | 00:26:27 Uhr
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6952.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6952.JPG)

Auch das Reibrad für die Bandwickel wird geprüft. Gefürchtet sind diese Teile bei versprödeten Gummi, dann neigen sie zum durchrutschen. Ein Aufrauhen der Lauffläche wirkt meist nur kurze Zeit.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6953.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6953.JPG)

Der rechte Bandwickel ist über eine Riementransmission mit einem Hallgeber und dem Zählwerk verbunden. Auch diese Riemen haben sich sprichwörtlich verlüssigt. Her kleben noch verbliebene Bruchstücke in der Führungsnut.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6954.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6954.JPG)

Vorsorglich hatte ich bei Gummi-Meyer auch einen solchen Gummi wie links abgebildet besorgt, der ist leider aber ein wenig zu groß. Aber Glück: Der Originalgummi ist im Gegensatz zu den Riemen noch sehr gut erhalten, weder schmierig noch spröde. Ich kann ihn daher bedenkenlos weiter verwenden.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6955.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6955.JPG)

Der rechte Bandwickel wurde indes von seinen Artefakten befreit, die Fingerkuppen waren davon im nu schwarz.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6956.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6956.JPG)

Die Achsen der Wickel habe ich mit einem Spezialfett eines Modellbahnherstellers leicht eingefettet.


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Das ist es.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6960.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6960.JPG)


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6957.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6957.JPG)

Anschließend wieder die Klemmscheibe aufgedrückt und zum Schluß die Kappe.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6958.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6958.JPG)

Auch die Lagerung des Reibrades ist einen Blick wert. Es darf nicht zu leicht aber auch nicht zu schwer drehen.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6962.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6962.JPG)

Nun geht es zur Schwungscheibe. Sie ist wie üblich aus Zinkdruckguss.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6963.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6963.JPG)

Die Schwungmasse ist ordentlich dimensioniert.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6964.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6964.JPG)

Die Achse war ebenfalls pupstrocken und im Notlauf, aber ohne Schäden.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6966.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6966.JPG)

Das Laufwerk von innen. Unten das kleine Hubrelais, welches die Bremsbacken nach dem Spulen anzieht und die Wickel abbremst. Das große Relais hinten zieht den Kopfschlitten an. Die Spannfeder vorn hält die Ruhelage definiert.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6969.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6969.JPG)


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6971.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6971.JPG)

Jetzt kommt der neue Riemen rauf. Er spannt immer noch so knapp, das er schon an der Schwungscheibe hält. Es ist der Flachriemen BF-053 von Gummi-Meyer, der hier recht gut paßt.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6972.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6972.JPG)

Nun wird das Laufwerk wieder zusammengesetzt.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6973.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6973.JPG)

Mit etwas geschicktem Zerren und Zurren ließ sich der Riemen dann auch dazu überreden, seinen vorgesehen Platz auch am Pulley einzunehmen.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6974.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6974.JPG)

Auf den rechten Wickel kommt wieder der Hilfsriemen für Bandlaufüberwachung und -zählwerk. Es ist ein 43er Riemen, den ich experimentell aus dem Riemensortiment von Meyer ausgesucht habe.


cut


Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Samstag, 05.Dezember.2009 | 00:33:46 Uhr
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6975.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6975.JPG)

Nun müssen wir noch den unglücklichen Zentrierstift wieder an seinen Platz bringen. Zum Glück hatte ich vom Koshin-Pojekt noch ein Stück 2mm-Edelstahldraht übrig. Diese Achse nehme ich als Verstärkung, da bekanntlich auch die bestverklebte Kunststoffachse wieder an seiner Klebestelle brechen wird.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6976.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6976.JPG)

Ich hatte noch eine neue Packung Superkleber speziell für Kunststoffe, der hier mal zeigen konnte, ob er taugt...


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6977.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6977.JPG)

Er taugt. Ich habe sicherheitshalber knapp 24h aushärten und ablüften lassen, aber der Stift sitzt stabil und fest.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6978.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6978.JPG)


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6980.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6980.JPG)

Auf der Rückseite sieht man, wo der Stift rauskommt.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6979.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6979.JPG)

Wieder alles verschlossen kann es zum Einbau in das Gehäuse gehen....



(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6984.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6984.JPG)

Hier noch ein bewußt unterbelichtetes Bild vom Kopfspiegel, welches den Verschleiß des Kopfes zeigt. Das Verschleißbild hält sich aber noch in Grenzen, der Kopf scheint noch brauchbar.


cut
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Samstag, 05.Dezember.2009 | 00:50:43 Uhr
Bevor das Laufwerk aber zu seinem Recht kommt, muß erstmal das Gehäuse wieder Hochglanz gebracht werden.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6985.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6985.JPG)

Die Blende des Cassettenschachtes vorher...

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6986.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6986.JPG)

...und nachher. Der Nikotinfilm ist schon heftig, wie später erst noch offensichtlicher werden wird.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6987.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6987.JPG)

Alles Braune ist ein dicker Raucherfilm.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6988.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6988.JPG)

Eine Zahnbürste mit Glasrein hilft schon recht gut auch bei verwinkelten Stellen.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6989.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6989.JPG)

Eine halbe Rolle Küchenpapier sah dann so aus. Teilweise geht das schon bis an die Ekelgrenze. Immerhin war das braune Zeugs schon mal in Lungen von Menschen, bevor es sich auf dieses Gerät breit machte. Der Vorbesitzer muß Kettenraucher gewesen sein und sicherlich haben noch weitere Lungen bei Kräften mit geholfen, das Gerät zu "bräunen", zudem ist der Belag auch klebrig. Wer von Euch Raucher ist, empfehle ich draußen zu rauchen, zumindest in einem anderen Raum, die Geräte werden es Euch danken.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6990.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6990.JPG)

Ja, dann passierte noch was. Das Reibrad für den Bandwickel schwenkte nicht mit der Spulrichtung sondern blieb stehen, dann schnippte mir noch die Andruckfeder weg, ich hörte sie noch aufschlagen, fand sie aber nicht mehr wieder. Also guter Rat teuer. Wie durch Zufall hatte ich noch aus alten Modellbautagen etwas Federstahldraht über. Aber 0,4mm sind schon zu stark, keine Veränderung, da Reibrad bleibt, wo es ist.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6991.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6991.JPG)

Die selbst nachgebogene Feder paßte nach ein paar Versuchen zwar, war aber zu stark.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6992.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6992.JPG)

Also noch ein paar mehr Versuche, aber immer noch erfolglos  :_aggressive:


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6997.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6997.JPG)

Manchmal können Dinge so einfach sein. Ich hatte noch einen schwächeren Draht. Nach einigen Versuchen ohne Draht aber mit Festhalten der Reibradmechanik fand ich heraus, das eine ganz geringe Federkraft völlig ausreicht. Der 0,3mm Draht wurde einfach quer gelegt und schon funktionierte der Bandwickel wie gewünscht in beiden Richtungen. Auch die Wickelkraft ist ausreichend groß, aber nicht zu groß.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6998.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6998.JPG)

Dann endlich alles eingebaut, Kopfkabel wieder verlötet und es ging zur ersten Laufprobe. Ein voller Erfolg, das Gerät läuft wieder. Den Spuren nach muß es schon mehrere Jahre unbenutzt gewesen sein, bis sich der Vorbesitzer einsichtig zur Trennung entschied, da mit diesem defekten Gerät eh nichts mehr zu holen wäre. Hier läuft es nun wieder in sein zweites Leben.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_6999.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_6999.JPG)

"Sommer 84" ist hier natürlich nicht mehr drauf sondern ein paar Radiomitschnitte mit Clubsounds. Die Sony BHF ist schon recht abgenudelt und diente hier eher dem Funktionstest.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classics_IMG_7000.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classics_IMG_7000.JPG)

Ton auf beiden Kanälen, die VUs zappeln beide, sogar die Peak-LED spricht an.


Fortsetzung folgt

Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: AndreasTV am Samstag, 05.Dezember.2009 | 06:09:29 Uhr
Guten Morgen, André / Folks  :_hi_hi_:.
Das liest und schaut sich Alles sehr schön an - sehr gute Arbeit  :_good_:.
Dann kann ein elektrischer Abgleich in Kürze erfolgen und das Deck erlebt seinen "zweiten Frühling"  :drinks:.

Eventuell findest Du die "entsprungende" Feder ja noch und hast dann eine "eiserne Reserve" ;-).

MfG

Andreas
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Samstag, 05.Dezember.2009 | 15:27:14 Uhr
Hallo André,

danke Dir für diesen Bericht..... das K-560 ist es wert....
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Sonntag, 06.Dezember.2009 | 13:17:11 Uhr
Am Freitag ging es weiter...

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7001.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7001.JPG)

Linker Knopf noch wie erworben, rechter Knopf bereits gereinigt.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7003.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7003.JPG)

Der Motor läuft bereits, ich habe ihn mehrere Stunden ohne Betrieb nur mit eingelegter Cassette den Riemen einlaufen lassen.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7004.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7004.JPG)

Der zweite Transmissionsriemen ist ein 47er aus dem bereits erwähnten Sortiment von Gummi-Meyer.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7006.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7006.JPG)

Der mit einem schwarzen Kunststofffolienlaminat versehene Gehäusedeckel hatte es dann nochmal in sich, er schien besonders gut den Rauchfilm angezogen zu haben, ich mußte ihn sogar mit Büste und Glasrein in der Badewanne schrubben, da mit Küchenpapier allein dieser dicken Schicht nicht mehr Herr zu werden war, danach war er endlich sauber und glänzte im feinen Seidenmattschwarz fast wie neu.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7007.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7007.JPG)

Auch der Gehäuseboden war ähnlich zu gesetzt. Der braune Schaum ist alles gelöster Raucherfilm.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7011.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7011.JPG)

Dann konnte bis auf die nur aufgelegte Kopfabdeckung wieder alles montiert werden. Sogar die Schachtbeleuchtung tat es mal wieder...


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7012.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7012.JPG)

Der Tonkopf muß noch im Azimuth überprüft werden, erst dann kann die Abdeckung wieder fest geklipst werden.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7016.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7016.JPG)

Nun zur erste Session mit Meßtechnik. Ich hatte beim zerlegen des Antriebsmotors versehentlich leicht das Poti für die Geschwindigkeit verstellt, nur einen kleinen Ruck, es muß ein "Glücksruck" gewesen sein, denn die Geschwindigkeit paßte laut Frequenzzähler mit BASF-Service Band (Wow and Flutter) perfekt. Ganz ungläubig bremste ich dann mit dem Finger etwas den Pulley ab, tatsächlich, der Frequenzzähler reagierte. Die Abweichungen betrugen lediglich +/- 1,5Hz, was ich mit einer Gleichlaufabweichung von 0,047% errechnete, welches dem meist ohnehin idealisierten Prospektwert von 0,04% WRMS sehr nahe kommt.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7018.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7018.JPG)

Den Azimuth hatte ich mit der gleichen Cassette überprüft, da hier die Gewähr einer korrekte Justage vom Band erwartet werden kann. So sah der Azimuth vorher aus, nicht gerade genau...


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7021.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7021.JPG)

...nach einem kleinen Dreh an der Schraube sieht das schon viel besser aus.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7017.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7017.JPG)

Als nächstes kam das von Andreas aufgenommene Referenzband mit 160nWb/m zum tragen. Auch wenn das VU-Meter auf -1dB stehen blieb, die Ausgangsspannung zeigt hier (Spannungsraster auf 0,2V) 480mVs welches dem Prospektwert von 340mVeff entspricht. Auch am Playbacklevel gab es also kein Bedarf, den Justierschraubendreher anzusetzen.  :-handshake:


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7022.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7022.JPG)

Eigenartiger Weise geht das VU bei 200nWb/m wieder recht genau.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7023.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7023.JPG)

Dann habe ich den Azimuth nochmal mit 16kHz von einem anderen BASF-Band gemessen.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7025.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7025.JPG)


Ein kleiner Nachschubser an der Schraube ließ dann auch hier die hier gerade etwas geöffnete Ellipse immer wieder zu einer Linie zusammenfallen, besser geht es nicht.

Anschließend habe ich REC-Level und BIAS auf die jüngeren TDK-SA 90 eingemessen. Währden der REC-Level praktisch schon stimmte, war der BIAS noch etwas zuviel, also nachgedreht. so das bei 12,5kHz ein minimaler Anstieg zu erkennen war (etwas mehr als Strichstärke im Oskar) Dann ging es nach oben ins Musikzimmer...


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7050.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7050.JPG)

Frisch geputzt, montiert und justiert steht das K-560 nun zum Soundcheck bereit. Aussehen tut es wieder fast wie neu. Nur das Lämpchen für die Cassettenfachbeleuchtung will mal wieder nicht, aber das wird später gefixt...


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7053.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7053.JPG)


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7054.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7054.JPG)

Dann fanden die ersten Testaufnahmen statt.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7055.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7055.JPG)

Die VU-Meter sind eigentlich völlig überflüssig für Musikaufnahmen, da sie nur im Bereich bis -10dB vor sich hinzappeln, ich habe so ausgesteuert, das gelegentlich die "+3dB" Peakanzeige in Grün aufflackert. Es hätte aber noch ein wenig mehr Pegel sein können, denn das Bandrauschen ist an Pianostellen doch unüberhörbar. Ich werde, wenn ich das SM habe, mal drüber nachdenken, wie ich die Zappelmaxen in Peakmeter umbauen kann... .,a015

Der Klang ist recht ordentlich und ausgewogen nur bei einem Stück von Jan Akkermann's "Pleasure Point" habe ich den Eindruck das auf der Badaufnahme die Fußdrum etwas dominanter kommt. Die Höhenwiedergabe und Feindynamik ist gut, auch wenn sie nicht ganz das getweakte KX-670 (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4473.0) erreicht. Hier denke ich, liegt aber auch noch Potential, mit einigen Folienkondensatoren, die die Elkos brücken noch etwas mehr herauszukitzeln, denn der Klang ist für mich der typische "Elkoklang", wo noch ein dünner Vorhang vor den feinsten Details hängt. Ich werde mich in den nächsten Tagen mal ranmachen und ein paar MKS aus meiner Grabbelkiste einlöten. Die haben damals meinen verblichenen Toshiba-Aurex auch "Beine" gemacht.

Auf jeden Fall gefällt mir das Deck so gut, das ich es behalten werde. Im Netz kann man ein paar Loblieder über das K-560 nachlesen, welche aber nahezu alle auf eine einzige Quelle namens "Michael" zurückgehen. Wenn natürlich ein Band recht gut zur Einmessung paßt, dann klingt ein Recorder meist auch recht gut. Was das K-560 wirklich kann, wird sich bald zeigen.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: m_ETUS_alem am Sonntag, 06.Dezember.2009 | 13:52:09 Uhr
Super Bericht, richtig schön und auch mit vielen Bilderchen  :_good_:...soooo liebe ich es :)

Kleine Tip´s noch am Rande:

- den Zapfen kann mann mit TriChlormethan "kaltschweisen", die restlichen, auf der Grundplatte aufgegossenen Zapfen und Halterungen auch auf Risse prüfen, ggf. dort auch TCM einlaufen lassen.
- der "abgerissene/unlineare" Sound kommt von den kleinen Koppelelyts an den Treibern (Yama-Usus ;)  )

Alles in allem ein schönes Tape, liebevoll zum Leben erweckt  :_good_: :_good_: :_good_:
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Sonntag, 06.Dezember.2009 | 14:09:32 Uhr
Danke  :_hi_hi_:

Wo bekommt man das TriChlormethan? Die Apotheken geben sich zunehmend zickiger, wenn es um "gefährlich" muffelnde Substanzen geht... .,a015


PS. Danke auch für das BASF-Serviceband, welches mir bei Geschwindigkeit und Azimuth sehr geholfen hat. Dank auch an Jürgen für seine Cassetten und nicht zuletzt auch an Andreas für seine Cassetten  :_good_:
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 16:00:38 Uhr
Heute habe ich noch mal versucht, die Frequenzgänge zu messen, bevor ich mich an die Elkos mache. Leider taugt die Soundkarte nicht so.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_K-560_frgL.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/K-560_frgL.jpg)

Linker Kanal von der DHFI Nr. 9 (Test CD)


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_K-560_frgR.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/K-560_frgR.jpg)

Rechter Kanal wie oben


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_K-560_frgR%2BL_CD_AndreasTV.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/K-560_frgR%2BL_CD_AndreasTV.jpg)

Beide Kanäle mit einer CD von Andreas


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Eigenfrequenzgang-Mic-Phones_E252.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Eigenfrequenzgang-Mic-Phones_E252.jpg)

Hier eine Messung mit einem Brückenkabel zwischen Kopfhörerausgang und Microfoneingang am Notebook. Ob mögliche, aber nicht angeschlossene Line-in/out besser wären, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich habe von Hand langsam gesweept, aber man sieht hier einen deutlichen Abfall ab 16kHz, schon davor starke Pegelschwankungen. Ich spiele mit dem Gedanken an eine externe Soundkarte mit 96kHz... .,a015


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_K-560_1kHz_-20dB.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/K-560_1kHz_-20dB.JPG)

Am Oskar sieht das ein wenig besser aus, hier das 1kHz Bezugssignal bei -20dB 20mV/Raster welches etwa 70mV Spitze entspricht.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_K-560_18kHz_-20dB.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/K-560_18kHz_-20dB.JPG)

Das Gleiche bei 18kHz, noch voller Pegel. Ich hatte den Bias so eingestellt, das bei 18kHz eine ganz leichte Anhebung da ist.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_K-560_20kHz_-20dB.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/K-560_20kHz_-20dB.JPG)

So sind es bei 20kHz nur noch gut 50mV, welches einem Abfall von ca. 3dB entspricht. Im Prospekt würde eine Frequenzgangangabe von 20kHz (-3dB) stehen, angegeben sind 18kHz für TypII. Messcassette war eine abgenudelte TDK SA 90 jüngerer Produktion. Interessant noch das kleinere Signal in der Mitte, das ist der andere Kanal, man sieht ab 16kHz ein deutliches Übersprechen.

Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 17:08:34 Uhr
Wer möchte, kann sie hier (http://www.captndifool.de/hifi/YamahaK-560Freguenz.flac) die als flac digitalisierten Frequenzgänge mal selbst anschauen/anhören. Achtung: 16MB!!
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: AndreasTV am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 19:23:07 Uhr
Mahlzeit zusammen  :_hi_hi_:
Menno, meine "Ollche" verhindert mich hier beim schreiben wollen  :girl_devil: - immer funkt sie da mit dem Messenger dazwischen  :flööt: ;0001 :_55_: ...

Super Arbeit, André  :__y_e_s: :_good_:.
Bezüglich der um ca. - 1dB abweichenden 160 nWb / m meiner Kassette -> Die fiel ja schon öfters auf vonwegen "Aus derReihe tanzen"  :give_rose:.

Davon ab ist der FG bis 16 kHz mehr als gut - im Neuzustand würde Der bestimmt auch nicht wirklich besser ausfallen.

Aber: Von einer leichten Überhöhung beim Wiedergabe - FG - einstellen, da =>
Da der anschließende Abgleich des Aufnahme - FGs ja auf Gleichheit 400 Hz / 10 - 12,5 kHz eingepegelt wird würde Das dann auf eienm neutral eingestelltem Deck eine Absenkung um den zuvor bei Wiedergabe angehobenen Hochtonbereichs bedeuten  .,111 ...

Aber - Hauptsache egal  :drinks: - so schlimme ist´s nicht wirklich.

MfFG

Andreas
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 19:44:44 Uhr
Zitat von: AndreasTV am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 19:23:07 Uhr
Aber: Von einer leichten Überhöhung beim Wiedergabe - FG - einstellen, da =>

;0003 Nein  .,111 Das ist die Aufnahmeverzerrung beim BIAS. Die Wiedergabe bleibt unangetastet, zumal dort eh nur der Pegel einstellbar ist. Es soll schon alles konform und kompatibel bleiben.

Von servicemanuals.net  habe ich inzwischen das SM erhalten, aber die Deppen haben ein Borddiagramm eines anderen Gerätes aber keinen Schlatplan mitgeliefert   .,c045 (Download). Das habe ich per Email reklamiert, mal sehen ob sie das blicken, denn der Schaltplan ist mir eigentlich das Wichtigste am SM, den Rest bekomme ich auch so hin.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7069.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7069.JPG)

Das Gerät läuft gerade zum Test mit gebrückten Elkos (MKS 150nF aus der Restekiste) und ich habe inzwischen herausgefunden, das die VUs mit fetten 220müff ruhiggestellt wurden, also noch mal in der Grabbelkiste gewühlt und anstelle zwei Tantis mit 10müff rein und schon zappeln die Zeiger wie junge Götter  :_yahoo_:  Ich werde vielleicht nur den Rücklauf ruhigstellen. Ein weiteres Problem dabei ist, das die Anzeige noch nicht ganz stimmt. Das werde ich nach dem Kondensatorhörtest morgen (heute wird mir auch gleich mein "Ollinchen" dazwischenfunken und habe dann keine rechte Ruhe mehr.... :smile ) klären und die Anzeigen richtig abgleichen. Ebenfalls dann noch mal alle Pegel. Bisher bin ich aber auf gutem Weg  :__y_e_s:
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: AndreasTV am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 20:05:00 Uhr
Okay - dann ist´s ja OK mit dem FG.

Wegen der "Zappelheinis" frag´ doch mal beim Hans - Joachim an, Der sollte da doch Was Genaues zu sagen können (anhand eines Schaltbildes wäre Das natürlich zielführender)  :__y_e_s:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 20:07:45 Uhr
Ich werde wohl eine Diode vorwärts schalten und in Reihe dazu den kleinen Tanti, während die 220müff-Eimer dann den Zeiger im Rücklauf ordentlich abbremsen...dann die Meter neu abgleichen, da die Diode natürlich einen Spannungsabfall von 0,7V mitnimmt.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: be.audiophil am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 20:12:32 Uhr
Moin André,

Zitat von: Captn Difool am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 19:44:44 Uhr
Das Gerät läuft gerade zum Test mit gebrückten Elkos (MKS 150nF aus der Restekiste)

... Bitte nicht falsch verstehen ... aber ...  .,a015 ... was versprichst Du Dir davon? Wie groß sind die Elkos?

Hier mal ein paar Messungen mit der abgeglichenen LCR-Meßbrücke zu gebrückten Elkos ...

Beispiel 1: NOS ROE 3300µF/63V

-> solo -> gemessen 3315µF/ Verlustfaktor 0,0661
-> gebrückt mit 0,47µF/630V Polyesterfolie -> gemessen 3315,43µF/ Verlustfaktor 0,0656
-> gebrückt mit 0,1µF/2000V NOS ERO MKP1841 -> gemessen 3315,1µF/ Verlustfaktor 0,0652
-> gebrückt mit 0,01µF/630V WIMA MKP10 -> gemessen 3315,01µF/ Verlustfaktor 0,0651
-> gebrückt mit 0,047µF/630 WIMA MKC10 -> gemessen 3315,045µF/ Verlustfaktor 0,0655

Du siehst also, daß sich die Veränderung der Gesamtgüte (Verlustfaktor bzw. ESR) nur im Promillebereich abspielt ...

Hier jetzt noch ein paar andere angesagte ELKOS

-> Nichicon MKH 100µF/400V solo -> gemessen 97,6µF/ Verlustfaktor 0,0456

-> NOS Sprague 673D 3900µF/40V -> gemessen 4178,43µF/ Verlustfaktor 0,0391

-> NOS Siemens B43306 100µF/350V -> gemessen 129,15µF/ Verlustfaktor 0,0334

-> NOS ROE 470µF/50V -> gemessen 438,7µF/ Verlustfaktor 0,0506

-> Nichicon KMH 470µF/450V -> gemessen 413,54µF/ Verlustfaktor 0,0703

Der Unterschied durch den Wechsel von einem mittelprächtigen ELKO zu einem guten Exemplar bringt also deutlich mehr als das Brücken ...
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: m_ETUS_alem am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 21:07:14 Uhr
Danke Rolf.....schön das das auch mal einer nachgemessen hat. .,a095

TriChlorMethan heisst in der Apo Methylenchlorid und bekommt man beim Weiskittel seines Vertrauens im 5-10ml Fläschchen :flööt:
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 21:53:51 Uhr
Danke.

Elkos
Es sind größtenteils 4,7müff. Bisher hatte ich immer eine deutlich feiner aufgelöste Höhendynamik zu verzeichnen, morgen werde ich wissen, ob es auch hier etwas bringt. Ebenfalls werde ich den Hochtonbereich neu messen.
Botique-Kondensatoren machen hier schon von den Größen her keinen Sinn, ich mutmaße mal m da Elkos träge wirken und einen Phasenfehler haben. Vielleicht mache ich mir mal eines späteren Tages die Mühe und versuche das meßtechnisch darzustellen. "Klang" messen ist immer so eine Sache... .,a015
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: be.audiophil am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 22:43:48 Uhr
Moin André,

Zitat von: Captn Difool am Dienstag, 08.Dezember.2009 | 21:53:51 Uhr
Botique-Kondensatoren machen hier schon von den Größen her keinen Sinn, ich mutmaße mal m da Elkos träge wirken und einen Phasenfehler haben.

... Boutique-Cs sind mehrheitlich Voodoo ... aber gute Standardware unterscheidet sich halt auch schon immens ... wie oben dargestellt ...

... der Griff zur nächsthöheren Spannungsfestigkeit reduziert i.d.R. den Verlustfaktor leicht und setzt die Güte somit leicht rauf ...die neuen ERY von Frolith z.B. messen sich ganz hervorragend ...

... und jeder C im Signalweg dreht die Phase ... im Netzteil kommt es zudem auf den Stromflußwinkel an ... hier gilt also eben nicht viel hilft viel ...  :-handshake:
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 09.Dezember.2009 | 08:57:34 Uhr
Moin Käpt'n,

erst mal Respekt. Wenn man die vorher/nachher Bilder sieht - Mann-O-Mann, ganz schöner Siff in dem Teil.
Hast'e aber wirklich wieder wie neu hingeschrubbt  :_good_:

Zitat von: Captn Difool am Sonntag, 06.Dezember.2009 | 13:17:11 Uhr
Die Abweichungen betrugen lediglich +/- 1,5Hz, was ich mit einer Gleichlaufabweichung von 0,047% errechnete, welches dem meist ohnehin idealisierten Prospektwert von 0,04% WRMS sehr nahe kommt.

+/-1,5Hz ist schon 'ne Ansage - selbst mein Eumig (mit Regelung) kommt (noch unabgeglichen) nur auf +/- 5Hz (ca. 0,2%).
Das Yamaha hat doch sicher keine besondere Regelung, oder ? - Daß es da auf so gute Gleichlaufwerte kommt - Repekt  :_hi_hi_:

Btw. mit welcher SW hast Du die Messungen gemacht ?
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 09.Dezember.2009 | 10:41:13 Uhr
Die "60er-serie" (K-560, K-960) kam erstmals mit getrennten Wickelmotor. Hier treibt ein Motor die Schwungmasse ausschließlich für den Capstan an. Zwar zuppelt weiterhin der Wickel am rechten Bandende, aber hat zumindest keinen direkten Einfluß mehr auf den Capstan. Ich habe auch nicht schlecht gestaunt, das ein Singlecapstan so gute Werte bringt, der sogar die Herstellerangaben bestätigt. Die späteren Doppelcapstan werden in WRMS nicht besser angegeben, lediglich bei DIN sind sie besser, wobei ich jetzt nicht weiß, ob der DIN-Wert in den 80ern anders definiert wurde, um mit den WRMS-Angaben auf dem Papier besser konkurrieren zu können...

Gestern abend traf noch ein kleiner Fang aus der Bucht ein:


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/IMG_7070.JPG)


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_IMG_7071.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/IMG_7071.JPG)

Es beschreibt für verschiedene Decks die Einmeßprozedur recht anschaulich. Stammt aus dem Jahr 1981 und behandelt neben älteren Yamaha-Decks die "50er-Serie" K-850 und K-350. Dort sind auch einige interessante Meßwerte angegeben. So hat man wohl aus Verständnisgründen für den Laien im Prospekt 340mV Nennspannung am Ausgang angegeben, im Manual sind es dann genauer 346,2mV, welche der damals genormten Einheitsausgangsspannung für Heimgeräte von -10dbV entsprechen soll. Nach Sengpielaudio.com sollen das widerum aber 316,2mV sein. Da blicke nun einer durch... .,a015 Ich finde den Pegel generell arg leise und überlege, ob ich ihn nicht anheben soll, es handelt sich hier nur um die Wiedergabelautstärke, die gegenüber der Quelle doch deutlich abfällt. Frühere wie spätere Yamahageräte hatten da wieder mehr Pegel. Das geht bei älteren Geräten in jenem Manual bis 775mV, meine drei KXe haben 560mV. Ich werde das demnächst mal alles meßtechnisch durchspielen.

Die beiden Zweiweg-Dolby-ICs sind im K-560 übrigens die NE646BN.

Nachtrag: Die Messungen habe ich mit "Visual Analyser" gemacht, welches jetzt bei mir mittels "WINE" auch unter Linux sehr gut läuft. Andreas hat die SW auch und er hatte mich auch darauf gebracht. Die kann allerdings nicht ganz soviel wie der "Audio Analyser" doch kam ich mit der Demoversion noch nicht ganz klar und wollte erstmal keine Lizenz abdrücken, wenn das Teil nicht richtig läuft. Aus Gründen des größeren Bildschirms möchte ich die SW gerne auf meinem großen Notebook haben, wo ich aber nur Linux drauf habe. Sprich die SW muß dann auch mit WINE funzen. Vielleicht probiere ich hier nochmal die Demoversion.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 09.Dezember.2009 | 11:40:04 Uhr
Der "Audio Analyzer" läuft auf meiner (nun neu aufgesetzten XP) Partition stabil.
Die Probleme die ich hatte würde ich deswegen auf mein altes Win98 schieben, bzw. daß der Soundkarten-Treiber + W98 + Audio Analyzer eben nicht sauber zusammengepaßt haben.

Nachdem jetzt XP auch bei mir die Basis ist, werde ich auch mal den "Visual Analyzer" ausprobieren.
Mir scheint diese SW für meinen Anwendungsfall "runder" zu sein (z.B. Freq.zähler und "Schmalspur-MVM" integriert).
Der "Audio Analyzer" kann sehr viel in Bezug auf Impedanzmessungen und Vermessung von Lautsprechern, was ich aber alles nicht brauche.
Die Ladezeit ist recht lang, was mir aber der Entwickler als "normal" beschrieben hat.

Was mich am "Audio Analyzer" noch stört ist die F-Gang-Messung bei einem 2-Kopf-Deck, also die Tatsache, daß er sich die Frequenzen aus dem Input-Signal rausfischen muß (bei einem 3-Köpfer bekommt er ja zeitgleich mit der Messung das Hinterbandsignal). Das führt trotz einstellbarem Schwellpegel in der Anzeige tlw. zu verwirrenden Ergebnissen, wohl weil er irgendwie noch Rauschen mit einfängt. Zudem kann man (theoretisch) die Länge der Aufzeichnung angeben, also wie lange die Messung laufen soll. Das ist sinnvoll, wenn man die Länge des aufgezeichneten F-Gang-Signals kennt und vermindert Meßverfälschungen durch eine zu lange Messung, weil ja dann vor/hinter dem aufgenommenen F-Gang alles mit eingeht in die Messung.
Leider funktioniert diese Zeiteingabe nicht richtig - oder ich bin noch nicht hinter die Logik gestiegen....
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 09.Dezember.2009 | 14:03:21 Uhr
Kurze Zwischenmeldung:
Die Kondensatorkur läßt sich zumindest auch in der Summe meßtechnisch nachweisen. Der Hochtonpegel ist deutlich angestiegen und zwar um gut 3db. Ich habe an der Einmessung bewußt nichts verändert, werde aber wieder ein klein wenig mehr BIAS draufgeben müssen, da bei 18kHz jetzt die Überhöhung etwas ausgeprägter ist und 20kHz wieder bei -20dB liegt. Als Kompromiß werde ich ca. +1dB bei 18kHz anstreben und -1dB bei 20kHz, mal sehen obs hinkommt...

Der erneute Soundcheck zeigte hingegen schon jetzt, das ich meine Plattenaufnahmen mit kritischer Höhendynamik schon jetzt detailgenau wiederekennen konnte. Neigten Passgen wie besonders bei "Dukey Stick" von George Duke im Originalzustand noch etwas zum Zischeln bei scharfen S-Lauten so ist diese Tendenz verschwunden, scharfe S-Laute kommen so wie von der Platte, als "SSSSSS...."  :grinser: Damit bestätigt sich einmal mehr, das Elkos im Signalweg die Hochtondynamik begrenzen.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: m_ETUS_alem am Mittwoch, 09.Dezember.2009 | 17:28:51 Uhr
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 09.Dezember.2009 | 14:03:21 Uhr
Damit bestätigt sich einmal mehr, das Elkos im Signalweg die Hochtondynamik begrenzen.

JAIN...
Als RC-Glied stimme ich Dir zu, als CR-Glied keinesfalls.
Viel gravierender dabei ist die Phasenverschiebung.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 09.Dezember.2009 | 19:57:01 Uhr
Was auch immer, die Eimer versauen den Klang  raucher01  Kann da auch Eigeninduktivität mit reinspielen? Da das ja erst so ab 16kHz aufwärts was auszumachen scheint.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: uk64 am Mittwoch, 09.Dezember.2009 | 21:08:16 Uhr
Nichts für ungut, aber hier müsste mal einiges aussortiert werden.

Die Sache mit den Kondensatorparametern ist zu Komplex, das lass ich mal weg, allerdings ist das Alles im NF Signalbereich wirkungslos, egal ob Bypass oder die Jagd nach dem kleinsten Verlustwinkel nach Datenblatt (ohne Frequenzangabe übrigens nutzlos).
Der sich in der Schaltung ergeben Verlustwinkel ist was Anderes und wird durch die Schaltung bestimmt. Das ist auch die Sache mit der RC (z.B. Tiefpass) oder CR (z.B. Hochpass) Schaltung.

Ob wie wann und was bei einem Kondensator passiert ist eine elektrotechnische Grundlage.
Das Ersatzschaltbild eines Kondensators ist doch im Endeffekt eine Reihenschaltung aus
Einer idealen Kapazität, einer parasitären Induktivität und dem ohmschen (Ersatz-) Widerstand.
Aus diesem Ersatzschaltbild kann man ein Spannungs- und Widerstandsdreieck bilden.
Der ohmsche Wirkanteil steht dabei immer 90 Grad zu den Blindanteilen. Der induktive und der kapazitive Anteil stehen sich immer 180 Grad gegenüber.
Bei einem Kondensator wird durch eine parasitäre Induktivität der kapazitive Anteil "verkleinert", der Verlustwinkel wird größer.
Bei Koppelkondensatoren spielt das im NF Bereich praktisch keine Rolle, die Schaltung wirkt im Übertragungsbereich alleine im ohmschen (Wirk-) Anteil.
Der Blindanteil ist viel kleiner als der Wirkanteil, ein reiner Wirkwiderstand ohne kapazitive oder induktive Anteile hat übrigen eine "Verlustwinkel" von 90 Grad.
Phasenverschiebungen treten hier nicht auf, sie treten auch immer im Zusammenhang mit Amplitudenänderungen im Frequenzgang (Grenzfrequenzbereich) auf (noch mal, wir befinden uns im NF Bereich. Bei HF kommen andere Sachen hinzu).
Damit die parasitäre Induktivität eine negative Wirkung zeigt müsste ihr Blindanteil größer als der Kapazitive sein. Die CR Schaltung müsste zur LR Schaltung werden, was sie bei höherer Frequenz auch irgendwann wird.

Wenn Elkos im Grenzbereich betrieben werden treten zwar Probleme auf, das können auch hier noch nicht erwähnte nichtlineare Anteile sein.
Dann hat aber ganz einfach der Entwickler versagt.


Die Sache mit dem Messen des "Gleichlauffehlers" mir einem Frequenzmesser funktioniert nicht, ich habe es in dem anderen Thread schon erwähnt.
Ein Frequenzzähler  "zählt" Schwingungen innerhalb einer vorgegeben Zeit (Torzeit). Diese Zeit bestimmt gleichzeitig die Auflösung und die Genauigkeit, je höher (länger) die Torzeit desto genauer ist die Messung.
Wenn jetzt der Kehrwert der  Frequenz der Gleichlaufschwankung unter der Torzeit liegt mittelt sich der Frequenzhub zum Teil aus. Was der Frequenzzähler (Delta f) anzeigt ist damit für den Gleichlaufwert bedeutungslos.

Bei dem Bild des Frequenzzählers (es ist in dem Sinn kein richtiger Zähler, er wird von der Software nachgebildet) des VA von oben sieht man auf der Anzeige 3150 Hz, im linken Bereich ist die eingestellte Genauigkeit zu erkennen. Dort steht sie auf 2,5 Hz (die möglichen Werte ergeben sich aus der Einstellung der Samplingfrequenz und  der FFT Analyse - Anzahl der Sample).
Der angezeigte Wert ist damit immer ein Vielfaches von 2,5 Hz, die möglichen Anzeigeschritte davor und danach sind dann 3147,5 Hz und 3152,5 Hz, was anders könnte er bei den gezeigten Einstellungen gar nicht anzeigen.

Gruß Ulrich

Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 09.Dezember.2009 | 21:22:36 Uhr
Meine "Torzeit" waren mehrere Minuten und ich habe die Abweichung angegeben und auch mit mehr Empfindlichkeit als +/-2,5Hz gemessen. Ich werde die Messungen eh noch mal wiederholen, wenn ich mit dem Umbau fertig bin.

Das Kondensatorthema können wir vielleicht separieren, da es auch für andere Geräte interessant ist. Fakt ist ich kann den Unterschied hören und einen erweiterten Frequenzbereich messen, entgegen jeder Schultheorie. Dahinter muß es also einen physikalischen Grund geben.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: uk64 am Donnerstag, 10.Dezember.2009 | 02:23:04 Uhr
Ohne dir jetzt nahe treten zu wollen, aber eine Torzeit von mehreren Minuten stellt kein Gerät und keine Software zu Verfügung.
Du benutzt den Begriff anscheinend nicht korrekt.

Ein Frequenzzähler misst / zählt die Schwingungen bzw. Impulse / Ereignisse während einer bestimmten Zeitdauer, diese Zeitdauer ist die Torzeit.
Also ein! Messwert nach  der jeweiligen Torzeit.
Beträgt die Torzeit 10 Sekunden (meist der maximal einstellbare Wert) "zählt" das Gerät
bei einer Eingangsfrequenz von 3150 Hz bis 31500 (Einzelereignisse).
Die Frequenzangabe/anzeige erfolgt dann durch die Teilung Ereigniszählung / Torzeit alle 10 Sekunden.
Der Abstand vom letzten Ereignis bis zum Ende des Messzyklus wird bei einigen (meist prozessorgesteuerten) Geräten zur Ermittelung der Kommastellen außerhalb der Ereigniszählung genutzt, soll zum Verständnis aber keine Rolle spielen.
Frequenzschwankungen während der Dauer (Torzeit) einer Einzelmessung werden immer ausgemittelt und daher in ihrer Gesamtdifferenz nicht erfasst.
Daraus folgt
Kurze Torzeit - geringe Genauigkeit/Auflösung, schnellere Messung.
Lange Torzeit - hohe Genauigkeit/Auflösung, langsame Messung.
Ein Softwarezähler funktioniert etwas anders, die simulierte (oder auch emulierte) Funktion ist aber entsprechend.

Gruß Ulrich


Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: AndreasTV am Donnerstag, 10.Dezember.2009 | 05:28:27 Uhr
Guten Morgen zusammen  :_hi_hi_:.
.... da Es gestern Abend bei mir doch länger geworden ist mit der Arbeit habe ich das File (anderere Thread) noch nicht durch mein Gerät gejagt  :_sorry: :give_rose:.

Zur Frequenz - u. Gleichlaufmessung:
Via SW messe ich die Sollfrequenz mittels Bezugskassette auch mal, lieber doch mit dem entsprechendem Messgerät (Driftmessung mittels W & F - Meter = Ist einfach praktischer ;-)).
Auch die "schwankende Abweichung" alá Wow & Flutter erledige ich damit da - Ulrich führte Es schon relativ ausgiebig aus - mit dem Messgerät innerhalb seiner Toleranzen doch relativ genau zu bestimmen.

Mit dem "Visual Analyzer" ist die Geschwindigkeit eines Decks / einer BM bei ca. 2,5 Sekunden Torzeit hinreichend genau einstellbar  .,a095.

Bezüglich der erwähnten "Tuningmaßnahme" mittels C - Brückung und / oder Austausch derselben ist abschließend einfach zu kontrollieren ob der Phasenwinkel innerhalb des Frequenzbereiches von ca. 80 Hz bis etwa 12,5 / 14 kHz innerhalb 90° liegt bzw. bleibt (Mit FG - Gangteil einer Bezugskassette zu überprüfen) ->
Eine geringere Abweichung wird selbst von den verschiedenen Herstellern nicht angegeben, warum also hierbei "Päpstlicher als der Papst" sein?

Wenn das Deck dies Alles gut "bringt" gibt´s doch wirklich kein Grund zur Klage = Deck i. O.  :_good_: :__y_e_s:.

Also, André - erfreu´ Dich an dem super restauriertem Deck  .,a095  :drinks:.

MfG

Andreas
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Samstag, 12.Dezember.2009 | 17:53:50 Uhr
Nach der Pflicht nun die Kür.

Die grüne Beleuchtung der Anzeigen gefiel mir noch nie so recht, ich kenne sie bereits von meinem früheren Toshiba PCX-60 AD, unbeleuchtet gefielen mit den Anzeigen schon immer besser, da waren sie silber.

Hat Gold als Grundfarbe gelb, Kupfer rot, so hat Aluminium weiß. Ergo entschloß ich mich, die Beleuchtung auf weiß zu modernisieren. Das ergänzt sehr gut das Design des K-560 mit seiner alufarbenen Frontblende. Dazu dienten LED mit einem besonderen Gehäuse, welches eine weitgehend runde Abstrahlung, sprich auch seitlich ermöglicht. Der eingeprägte Kegel dient hier als Reflektor.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7072.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7072.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7073.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7073.JPG)

Einen Vorwiderstand mit 820 Ohm lötete ich dazwischen, angegeben waren 12V=, gemessen aber nur 11V= so daß die LED mit diesem Widerstand gut paßt.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7074.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7074.JPG)

Etwas verwinkelt der Einbauplatz der Casettenfachbeleuchtung.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7103.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7103.JPG)

Voila, das K-560 sieht damit gleich viel eleganter und erwachsener aus. Auch wirkt es durch das tageslichtähnliche Weiß selbst nach 30 Jahren immer noch sehr modern und zeitlos. Statt "Schimmelschummergrün" nun ein eher heimeliges Lichtambiente. Mir gefällts jedenfalls deutlich besser.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7108.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7108.JPG)


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7104.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7104.JPG)

Die Zeiger hatten teils Abplatzer vom roten Lack, den habe ich mit etwas Rot von Humbrol, welches ich glücklicher Weise noch vorrätig hatt, nachgezogen.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7109.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7109.JPG)

Auch die Cassetten werden damit recht gut ausgeleuchtet.

Hatte ich das K-560 eigentlich schon mal von hinten gezeigt? Ooops...

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7110.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7110.JPG)

ok, hier  raucher01 Aus meinen letzten Beständen konnte ich noch einen Satz Anschlußkabel herstellen.

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7112.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7112.JPG)

(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_hifi_classic_IMG_7113.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/hifi_classic_IMG_7113.JPG)

Vom Geschäft meiner Frau steht hier noch eine Kommode, auf der sich das K-560 gut macht. Da wird auch mein ganzes Cassettengedöns drin Platz finden.

Das K-560 wurde auch als K-550 nach USA und Canada geliefert, hier mit Holzhütte, während die übrigen Modelle das schwarze Blechgehäuse hatten. Das K-560 war auch das letzte Yamaha-Deck mit Zeigerinstrumenten. Hatte bis dahin nur das Topmodell K-960 LED-Instrumente, so folgten 1983 alle weiteren Decks mit LED-Instrumenten. Demnach wurde das K-560 nur zwei Jahre, in den Katalogen 1981/82 und '82/83 angeboten.

Ich habe nochmal alles eingemessen. Azimuth, Geschwindigkeit, Wiedergabepegel bezogen auf 160nWb/m auf 0dB-Anzeige, sprich 500mV Spitze. VU-Meter sind jetzt Pseudo-Peakmeter, welche sehr gut optisch das Hörempfundene nachzeichnen und ergänzen sich gut mit der Peak-LED-Anzeige. Die Skala paßt zwar nicht zum Ausschlag der Zeiger, aber die Zeiger an sich sind sehr genau und auch tauglich für relative Einmeßpegel.
Ich habe bisher nur die aktuelle TDK-SA 90 eingemessen. Das bleibt ein Wermuthstropfen, ich muß jede andere Sorte manuell einmessen, daher wird der Gehäusedeckel nicht verschraubt, da ich direkt von oben an die vier Potis ran muß. Die BASF-Cassetten, besonders die älteren, haben alle deutlich geringere Empfindlichkeit und benötigen vergleichsweise sehr wenig BIAS-Strom. Die werde ich demnächst testen und hier auch Frequenzgänge posten. Die SA bringt immerhin bei 18kHz ca. +1dB bei 20kHz -1dB, das kann sich hören lassen, die Kondensatorkur hat gewirkt.

Gestern habe ich dann einige Platten aufgenommen und bin beeindruckt, mit welcher Präzision und Genauigkeit das K-560 die Aufnahmen wieder gibt. Die Charakteristik des Plattenspielers kommt hier ebenso treffend zu Geltung wie auch die Charakteristika der jeweiligen Aufnahmen. Klangfarben werden exakt getroffen wie auch feine Details ausgeleuchtet. Scharfe Anrisse von Stahlsaiten einer Westerngitarre oder eine analoge elxktronische Rythmusmaschine der 80er mit ihren Eigenheiten des Signalanstieges und auch das crispelnde Näseln eines hellen Saxophones - nichts wird vom so gemachten K-560 vorenthalten. Stimmen bleiben sehr natürlich. Selbst mein getweaktes KX-670 kommt da ins Schwitzen. Ein klanglicher Verlust zum Plattenspieler ist kaum wahrnehmbar, lediglich das Grundrauschen bewegt sich im Level des Rillenrauschens. Es bedarf schon sehr guter Pressungen, wollte sich das Rillenrauschen unterhalb des Bandrauschens bewegen. So kam ich noch gar nicht dazu, den Dolbybaustein zu testen, das muß ich der Vollständigkeit halber noch nachholen, auch wenn ich Dolby kaum benutzen werde. Ich bin beeindruckt von einem bald 30 jährigen Seniorgerät, welches heute noch zeigen kann, wie analoge Musikwiedergabe ist und auch Freude macht. Und das als Kombikopfgerät mit Singlecapstan... :;aha

Eigentlich nur mal aus Neugierde erstanden habe ich nun ein kleines Weihnachtsgeschenk. Die Kosten haben sich dabei sehr in Grenzen gehalten, großes HiFi für kleines Geld.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: AndreasTV am Samstag, 12.Dezember.2009 | 18:41:35 Uhr
 :shok: ... jetzt erst gesehen  :_sorry:.

´n Abend  :_hi_hi_:.
Menno - Das schaut ja wirklich sehr gut aus  :_good_:.
Und - ein zusätzliches Fleißkärtchen haste damit auch geschossen  .,a095, sehr gut mit der "Alles - in Weiß - Beleuchtung"  .,73.

MfG

Andreas
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: m_ETUS_alem am Samstag, 12.Dezember.2009 | 21:26:42 Uhr
Weiß und silber....zeitlos schön  :_good_:
Bessere Wahl geht nicht

Sieht nach modernen Gerät im Classic-Look.
Gut das du nicht blau genommen hast.....wäre mal gar nicht gegangen.

Was hast du denn da für "BrügelCinch" dran ?......selbstgeflochten ?
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Sonntag, 13.Dezember.2009 | 00:49:52 Uhr
Danke  :give_rose:

Die Stecker zu -,90€/Stück sind ganz ok, die Kabel CAT-5, ich werde wohl aber wieder auf Telefonleitung mit 2x2-Drähten umsteigen, die gefallen mir am Koshin-Arm mit MC besser. CAT-5 können doch je nach Hersteller recht unterschiedlich klingen (manche recht harsch) und sind teils recht schwierig zu verarbeiten.

Blau hätte ich höchstens als Signalisierung für Metal Typ IV-Cassetten genommen, ich überlege noch, ob ich das im nächsten Jahr mache. Ist mir aber nicht so wichtig. Aber alles blau? Nee, das sieht einfach nur billig aus :_thumbdown_:, paßt nicht in die Umgebung und ließe sich kaum was ablesen.   ;0003
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: kuni am Sonntag, 13.Dezember.2009 | 13:48:22 Uhr
André, dieser Beleuchtungsumbau ist wirklich Klasse geworden  :_good_:.
Mir persönlich gefiel zwar das grün ganz gut, weil auch irgendwie einzigartig, aber mit der weißen Beleuchtung sieht das Deck doch wesentlich eleganter aus....
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 16.Dezember.2009 | 07:06:57 Uhr
Gestern habe ich mal die problematischen Vintage-BASF-Cassetten versucht einzumessen.

Den Start machte eine gelbe LH 90 von ca. 1975. Pegel ok, aber der BIAS ist bei den Japanern einfach deutlich höher und so sind auch die Geräte ausgelegt. Die BIAS-Potis waren links am Anschlag, also minimalster BIAS-Strom und der war für die BASF immer noch zu hoch. So fiel die LH sanft aber bestimmt bei 16kHz ab. Etwas rauschen, mit Dolby aber gut. -> Das Dolby B tuts im K-560 sehr gut, klanglich keine Einbußen.

Dann die Ferrocchrom von 1978. Mit TypI Aufnahmevorverzerrung war nichts zu machen, brachte auch keinen Pegel. Wiedergabe soll nach Aufdruck Typ2, also 70µs sein. Mit ebenfalls Typ2 aufnahmeseitig geht das schon besser, Pegel keine Probleme, aber auch hier der BIAS viel zu stark, Abfall ab 17kHz. Dennoch war der Klang recht gut und das Rauschen hielt sich in Grenzen. Die Ferrochrom gefällt mir nach wie vor deutlich besser als die Chromdioxyd. Mit weniger BIAS sollte auch sie gute Ergebnisse bringen.

Dann eine alte Chromdioxyd C-120 von ca. 1975. Erreichte nicht den Pegel (0dB 160nWb/m) sondern blieb selbst bei Maximaleinstellung noch gut 2dB darunter, der 315Hz-Sinus klang bereits "scharf", sprich Verzerrungen. Ich werde das später nochmals mit Oskar untersuchen. Der BIAS war kurz vor Minimalanschlag dagegen gut, 20kHz kein Problem. Da die Potis aber kurz vor Anschlag etwas ungenau werden, konnte der linke Kanal nicht ganz so optimal eingestellt werden. Eine Gegenprobe mit einer CRO2 C-90 aus dem Jahr 1979 zeigt das gleiche Verhalten, die Rezeptur des Bandmaterials hat man also offenbar einige Zeit beihehalten. Somit sind mit die Chromdioxydcassetten von BASF die problematischsten, auch das KX-670 tut sich mit diesen Cassetten schwer.

Als Folge daraus, da ich auch diese Cassetten möglichst optimal einmessen möchte, werde ich Versuchshalber neue Potis für den BIAS einbauen, mit dem doppelten Wert, also von 50k auf 100k. Damit kann ich den BIAS-Strom deutlich mehr verringern, der Einstellbereich für japanische Cassettten sollten aber noch genügend feinfühlig bleiben. Dann folgen nochmals neue Messungen.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: AndreasTV am Mittwoch, 16.Dezember.2009 | 07:36:08 Uhr
"Mini - Bandschnecken - Tuning" Pur  .,a095, da lassen wir Uns mal überraschen.

MfG

Andreas
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: kuni am Mittwoch, 16.Dezember.2009 | 09:17:13 Uhr
Hi André,

Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 16.Dezember.2009 | 07:06:57 Uhr
...werde ich Versuchshalber neue Potis für den BIAS einbauen, mit dem doppelten Wert, also von 50k auf 100k. Damit kann ich den BIAS-Strom deutlich mehr verringern, ...

Ähnliches Problem (REC Level mit einigen Bandtypen nicht einstellbar) hatte ich an meinem Brasilianer auch.
Den Potitausch hatte ich dort auch gemacht, mit Erfolg (47k durch 50k ersetzt).
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Samstag, 19.Dezember.2009 | 22:10:36 Uhr
Zwischenzeitlich habe ich weitere Aufnahmen gemacht, u.a. die Debüt-LP von Emerson, Lake & Palmer. Auf einer schon recht abgespielten (reichlich Laufriefen im Band) 30 Jahre alten TDK SA, eine meiner ersten SA Cassetten, die ich damals schon auf dem Dual C-919 spielte. Der Hochtonpegel bei 18kHz zitterte schon etwas und doch immer wieder beeindruckend, mit welcher Präzision Gerät wie Band die Aufnahme wiedergeben. ELP war für 1969 ein Meilenstein, musikalisch wie aufnahmetechnisch. Die Platte ist sehr gut gemastert und meine damals neu gekaufte Manticore-Pressung immer noch "near mint" mit einen sehr frischen, modernen Klang.  Das Schlagzeug von Carl Palmer in einem selten so präzise aufgenommenen Klang. All das kommt ebenso vom Band wieder. Nun kann ich verstehen, wenn so mancher vom Klang des K-560 geschwärmt hat.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Sonntag, 07.Februar.2010 | 12:54:24 Uhr
Heute habe ich es geschafft, den Frequenzgang mit einer TDK SA 90 aus der letzten Generation zu messen. Die Cassette wurde als Restposten 2005 neu erworben (bereits ohne Abschirmblech, welches sich hier aber nicht negativ bemerkbar macht).

Der Frequenzgang fällt bei knapp 18kHz bereits Vorband leicht ab, 20kHz werden aber auch wiedergabeseitig innerhalb von -3dB erreicht (Werksangabe 18kHz bei TypII, Referenzband von TDK). Ein leichter Buckel von 5 kHz -ca. 12 kHz, aber alles noch im Bereich des tolerablen.


(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/K-560_SA_90neu_Frequenzgang.jpg)


Gemessen mit Visualanalyser; die Soundkarte eingestellt auf 96kHz mit 24dB Tiefe. Ab 20015 Hz fällt auch bei der Direktmessung der sonst sehr lineare Frequenzgang steil ab, höhere Frequenzen sind über Kopfhörer/MIC-Buchsen nicht machbar. Line in/out sind leider nicht eingebaut (Notebook).
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: hifikauz am Sonntag, 07.Februar.2010 | 20:54:59 Uhr
Toller Frequenzgang!

Hätte ich dem K 560 nicht zugetraut!
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Sonntag, 07.Februar.2010 | 23:05:21 Uhr
Nicht nur Du, ich dachte eigentlich, das K-560 wäre nur ein besseres Mittelklassegerät und habe es eigentlich nur wegen dem schlichten Aussehen und günstigen Preis geschossen. Zu meiner Überraschung aber in allen Belangen ein Topteil. Der Frequenzgang deutet vielleicht ein wenig an, was man damit hören kann...
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: kuni am Montag, 08.Februar.2010 | 09:08:47 Uhr
Hi André,

spontan betrachtet sieht der FG wirklich gut aus, aber ich gebe einige Punkte zu bedenken:

Du verweist auf eine lineare Direktmessung, die bei 20kHz abfällt. Ich schließe daraus, daß Du damit eine FG Messung Deiner Meßkette (Soundkarte + evtl. Vorschaltboxen wie z.B. Abschwächer etc.) meinst. Das ist natürlich essentiell. D.h. solche FG-Messungen sind ja nur brauchbar, wenn man sich sicher sein kann, daß der FG der Meßkette weitestgehend linear ist (bei mir liegt die Linearität bei ca. +/-0,25dB), oder - alternativ - das Meßprogramm eine Kompensation zuläßt. Das hast Du aber sicher berücksichtigt.

Ein anderer Punkt ist, daß der Visualanalyser mWn den FG mit Rauschen und per FFT ermittelt. Dabei ergeben sich dann diese Schwankungen von 6dB (!!). Ich persönlich halte das für nicht optimal. Ich habe den Visualanalyser ja nur mal kurz ausprobiert, kann also dessen FG-Schriebe nur oberflächlich bewerten. D.h. ich frage mich, wo denn der reale FG in dem Schrieb liegt ? Ist das die obere oder untere Hüllkurve, oder liegt der reale FG irgendwo dazwischen. Wie gesagt: 6dB "Gezappel" sind eigentlich zu ungenau.

Vlt. magst Du doch mal die Audio-Analyzer SW ausprobieren. Dort werden FG's mit einem Sweep gemacht, was zu deutlich geringerem Gezappel in den Schrieben führt (kennst Du ja aus meinen Messungen). Auch der SW kann man natürlich nicht trauen, aber ich habe da mal Vergleichsmessungen gemacht und eine Aufnahme des Audio-Analyzers zusätzlich noch von Hand mit dem MVM vermessen. Das hat sich sehr gut gedeckt mit den angezeigten Schrieben.

Mit dem Visualanalyser scheint mir auch eine höhere Skalenauflösung, als die 6dB nicht praxisgerecht zu sein. Beim Audio-Analyzer kann man da mit einer 1 oder 2dB Skala deutlich besser auflösen. Wenn das Deck das dann hergibt und die Meßkette gut genug ist, dann kann man schon bis in den 2dB Bereich hinein einstelltechnisch noch eingreifen. Ich meine Dein Yammi hätte da schon Potential für.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 08.Februar.2010 | 09:40:57 Uhr
Wie habe ich gemessen?

Bei der Direktmessung war das Oszi am Lautsprecher/Phones-Ausgang von meinem Samsung NC10. Das Signal lag deutlich 30dB über dem Rauschen. Ich habe einen Sweep gemacht, den man auch beim Visaulanalyzer laufen lassen kann. Eingestellt von 20 Hz bis 20015 Hz in 10s. Man konnte deutlich die Signalspitze im Diagram laufen sehen, welches ich nach erfolgreichen Versuch auf "hold" gesetzt hatte und so den maximalen Pegel speichert. Der Sweep geht automatisch neu, ohne Unterbrechung, bis man wieder abschaltet. Ich habe mehrfach laufen wie messspeichern lassen, um somit Ungenauigkeiten weiter auszubügeln.

Genauso habe ich es dann beim K-560 gemacht, mehrfach laufen lassen. Sicher wäre das mit dem Audioanalyzer vielleicht noch ein Stück genauer gegangen. Nur ist da die Probezeit abgelaufen und ich habe mich da noch nicht genug reinfummeln können, das der so läuft, wie ich mir das vorstellte. Anhand des Ergebnisses wollte ich nicht Geld in ein schwarzes Loch werfen und erstmal mit dem VA weiter auskommen. Mit ein wenig Blick sieht man nämlich, das man bei dem "Gezappel" einen Mittelwert bilden kann, der ohne größere Einbrüche bis nach 20kHz läuft. Gemessen wurde bei -20dB Aussteuerung, wo die Pegel eh nicht mehr so stabil bleiben und auch die VUs schon ein wenig zappeln. Von daher sehe ich das Diagramm eher als "ehrlich" anstatt "geschönt", wie man es in den meisten Herstellerprospekten findet. Vielleicht versuche ich es später noch mal mit dem Audioanalyzer...
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: kuni am Montag, 08.Februar.2010 | 10:26:13 Uhr
André, bitte meine Bemerkung als konstruktive Kritik werten  .,111 - ich will Dir bei weitem kein "Hübschen" des FG vorwerfen  .,a095
Es ist nur so, daß ich mit diesen Schwankungen um ganze 6dB meßtechnisch nicht zufrieden wäre.

Zitat von: Captn Difool am Montag, 08.Februar.2010 | 09:40:57 Uhr
Mit ein wenig Blick sieht man nämlich, das man bei dem "Gezappel" einen Mittelwert bilden kann, der ohne größere Einbrüche bis nach 20kHz läuft.
Jepp  :_good_: - aber läßt sich halt nicht so schön ablesen...

Zitat von: Captn Difool am Montag, 08.Februar.2010 | 09:40:57 Uhr
... Audioanalyzer ...Probezeit abgelaufen
Die neueste Version hat keine Probezeitbeschränkung (mehr), sondern man kann nur ca. 20 (weis nicht genau wieviele) Messungen nacheinander machen. Danach muß man die SW schließen und neu aufmachen.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 08.Februar.2010 | 10:31:30 Uhr
Ok, danke für den Hinweis, dann werde ich das nochmal probieren. Die alte SW werde ich dann erstmal komplett deinstallieren. Natürlich ist mir klar, das der FG mit VA nicht Maß der Dinge ist, aber der einfachheit halber durchaus brauchbar, auch mit "gezappel". Ich habe mir gerade in der Bucht wieder mal FG-Generatoren angeschaut, unter 100 € geht da gar nichts und so oft brauche ich die Teile wieder nicht, da muß es eine SW-Lösung auch tun können.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Freitag, 19.Februar.2010 | 12:06:51 Uhr
Ich habe noch mal die Hompage gelesen. In der einmomatigen Testzeit sind nur max. 20 Messungen pro Sitzung möglich, die Testzeit bleibt. Ich werde bis auf weiteres bei Visual Analyzer bleiben.  Auch Grafik und Farbauswahl sagen mit bei AT nicht so zu.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: kuni am Freitag, 19.Februar.2010 | 12:42:41 Uhr
Hi André,

diese Testzeit bezieht sich aber nur darauf, daß Du danach die SW kaufen mußt/sollst.
Es gibt in der SW keine weitere Verriegelung, z.B. daß sich die SW nach 30 Tagen gar nicht mehr starten läßt o.ä.
Ansonsten hat diese "Testzeit" keine Auswirkungen, außer daß Dir die SW nach 20 Messungen den "Riemen runter nimmt" und sich beendet.
Danach Neustart und Du hast wieder 20 Versuche frei  :_55_:

Wenn man die SW nur hin und wieder nutzt, könnte man damit leben.
Mir war's aber auch irgendwann mal zu blöde, weil die SW ja auch einen "continuous" Mode hat.
D.h. die FG Messung läuft ständig wieder neu an und wiederholt sich permanent bis man den Stop Button drückt.
Das Feature ist super beim Rumtricksen mit BIAS und REC-EQ, weil man praktisch fast live die Rückmeldung im FG sieht.
In der Testversion geht diese Wiederholung dann halt auch nur 20 Mal und das ist in diesem Fall zu wenig.
39€ finde ich für die SW angemessen, weil sie nach Kalibrierung wirklich genau arbeitet.

Vlt. würde man in der Forengemeinschaft vom Ersteller auch sowas wie eine Sammellizenz kaufen können  .,a015

Hast Du die SW denn mal ausprobiert ?

PS:
Farben kannst'e in der SW einstellen.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Freitag, 19.Februar.2010 | 12:58:49 Uhr
Anfänglich ja, aber ich bekam keine Messungen hin, da ich die Eingänge nicht zuordnen bzw. aktivieren konnte. Der grelltürkise Hintergrund tut meinen Augen weh, kann man den vielleicht einstellen?
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: kuni am Freitag, 19.Februar.2010 | 13:19:43 Uhr
Zitat von: Captn Difool am Freitag, 19.Februar.2010 | 12:58:49 Uhr
da ich die Eingänge nicht zuordnen bzw. aktivieren konnte.
Ging bei mir ohne jegliche Veränderung im AT, lediglich im Soundkarten Control muß halt der richtige Eingang für Aufnahme eingestellt sein.

Zitat von: Captn Difool am Freitag, 19.Februar.2010 | 12:58:49 Uhr
Der grelltürkise Hintergrund tut meinen Augen weh, kann man den vielleicht einstellen?
Hab' ich zwar nie verändert (Farben sind für mich wie Namen, nämlich Schall und Rauch  :grinser:), aber es geht im Diagramm mit Rechts- Click (Diagram Options).
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Jürgen Heiliger am Montag, 08.März.2010 | 11:05:43 Uhr
Zitat von: Captn Difool am Montag, 08.März.2010 | 09:30:23 Uhr
Die letzten drei Beiträge gehören eigentlich hierher: http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4473.0
Ich finde leider nur keine Funktion, diese Beiträge in den anderen Thread zu verschieben  :_sorry:

Erledigt.....
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Mittwoch, 17.März.2010 | 19:27:21 Uhr
Meins war 1€, später gab es eines für 3,45€ - Heute ist in der Bucht ein K-560 zu sage und schreibe 27,50€ weggegangen, haben die Leute den Thread hier gelesen?
Wie auch immer, den Preis für ein Gerät vergleichbaren Ausgangszustandes wie das hier behandelte finde ich zu hoch, auch wenn es am Ende ein wirklich gutes Deck ist.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: gdy_vintagefan am Montag, 16.August.2010 | 00:02:16 Uhr
Nun will ich mich auch noch mal zu diesem Thema melden, da ich der Autor dieser positiven Rezensionen aus der Vergangenheit bin.

Habe vor einiger Zeit als Gast in diesem Forum diesen Thread schon mit großem Interesse mitgelesen.

Also, mein erstes K-560 (die Grundlage für meine Bewertungen im Netz) hatte ich von 1990-95. Es war ein 1981 von meinen Eltern (absolut keine Musikfreaks) neu gekauftes Deck, welches ich dann schließlich im wenig gelaufenen Zustand übernahm.

Leider funktionierte es Anfang 1995 plötzlich nicht mehr. Damals war ich noch kein Klassiker-Fan, ich verzichtete auch auf eine Reparatur, da unsere hiesige Werkstatt sehr teuer war und nicht alle Reparaturversuche erfolgreich verliefen. Nachfolger wurde übrigens das Denon DRS-810, welches ich bis 2002 (vorübergehendes Ende meiner Kassetten-Aktivitäten) behielt.

Aber das K-560 blieb mir immer in besonders positiver Erinnerung, dessen Aufnahmen waren die besten, die ich mit meinen Kassettendecks machte (sogar noch oberhalb des KX-690, welches auch sehr gut war, und sogar des Akai GX-75II - bei dem erwischte ich allerdings ein Montagsgerät, das vor allem Probleme mit dem Einmessen hatte).

Jetzt im vergangenen Juni sah ich auf einem Flohmarkt etwas versteckt ein mir vertrautes Gerät - es war ein K-560!
Es sollte nur 3€ kosten. "Natürlich" funktionierte es nicht, als ich es zu Hause ausprobierte. Lichter gingen an, das mir vertraute "Klacken" der Köpfe beim Betätigen der Laufwerksfunktions-Tasten hörte ich auch, nur das Band lief nicht! Also die üblichen mechanischen Probleme: Riemen und Gummierung des Reibrades.
Da sich meine feinmechanischen Fähigkeiten in Grenzen halten, habe ich das Gerät von einem Kollegen aus dem HiFi-Forum generalüberholen lassen. Es wurde zwar etwas teurer als ich eigentlich in die Kassettentechnik noch investieren wollte, aber diese Investition hat sich absolut gelohnt! Auch mit meinem zweiten K-560 bin ich wieder so zufrieden mit dem ersten! Und dadurch ist bei mir der Spaß am 2003 schon eigentlich abgeschriebenen Kassettenmedium wieder stark gestiegen!

2007 stieg ich wieder neu ein mit dem Kassettenmedium. CD-R klingt zwar sehr gut, jedoch fehlte mir das "gewisse Etwas", nachdem ich schon fast drei Jahrzehnte lang Kassetten benutzte. Mein Einstiegsmodell 2007 war der Grundig Toplader CR-485, welcher auch gar nicht mal so übel klingt (1985 konnte mich schon der Nachfolger CR-590 sehr überzeugen). Dann hatte ich zwischendurch mal den Grundig Toplader CN 510 (RPC 3xx), aber der gefiel mir nicht so besonders.
2009 kam dann ein Yamaha K-350 (ein solches hatte ich in den 80ern auch schon mal), welches mir wieder recht gut gefiel, aber mechanisch war es auch nicht mehr in Ordnung. Rücklauf, Zählwerk und Bandendabschaltung waren defekt, außerdem kam es nicht mehr auf die Sollgeschwindigkeit. Nach Reparatur meines K-560 wurde das K-350 wieder abgestoßen.
Allerdings habe ich als Zweitgerät nun auch noch ein K-540 hier, welches ich Anfang des Jahres als "Blindkauf" für sehr kleines Geld in der Bucht geschossen habe. Optisch und auch haptisch erinnert vieles an den Vorgänger K-520 (ich selbst hatte über 10 Jahre lang das kleinere K-320, welches klanglich leider keine so große Offenbarung war), 1986 war eben vieles schon wesentlich leichter verarbeitet als noch 5 Jahre zuvor. Dafür hat das K-540 wieder den Sendust-Kopf, den ich bei der x50/x60-Reihe schon schätzte, dazu als erstes Gerät in dieser Preisklasse Dolby HX-Pro. Diese beiden Kriterien machten mich neugierig. Auch das K-540 klingt recht gut, jedoch kommt es doch nicht so ganz an die Qualitäten des K-560 heran.
Titel: Re: Yamaha K-560
Beitrag von: Captn Difool am Montag, 16.August.2010 | 07:09:05 Uhr
Hallo Michael,
schön von Dir auch hier zu lesen. Ich gebe zu, Deine positiven Erwähnungen haben meinen Entschluß noch ein wenig erleichtert. Zeitweise hatte ich auch erst überlegt, ob ich mich nach dem Wiederaufbau vom K-560 trennen sollte, habe ich doch noch drei weitere Yamaha-Decks. Aber das war nur ein kurzer Anflug von Zweifel, es wird das KX-670 gehen müssen (4 Decks sind bei mir eines zuviel), das K-560 bleibt, denn ich bin viel zu zufrieden damit. Der Gleichlauf ist erstklassig und klanglich ist es auch sehr gut, wenngleich es vom KX-930 doch noch etwas getoppt wird. Das K-560 ist ein recht robustes Gerät, welches selbst bei 32°C unter dem Dach bei Sommerhitze noch unbeirrt zuverlässig läuft. Ich bin jedenfalls auch froh, eines zu haben :) Viel Spaß mit Deinem Exemplar  :-handshake: