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Dynavector DV 507/II effektive Masse und Einstellung Überhang

Begonnen von mike49, Donnerstag, 17.Juli.2008 | 14:27:46 Uhr

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mike49

Weiss jemand hier die effektive Masse eine
Dynavector 507/IITonarms, dazu steht kein Ton in der
Bedienungsanleitung, auch nicht bei den Vorgängern
507 und 505 (via download auf DV-Seite verfügbar)?

Habe das Problem das DV XX-2 Mk II so einzustellten, daß
ich bei einer älteren Platte innen keine Verzerrungen
habe.
Mit Ortofon Rondo Br. oder Ortofon 2m black kein Problem.
Die Feickert Schablone ist übrigens nicht ideal zum einstellen.
Da der Überhang bei DV 15 mm beträgt und auch die Nulldurchgänge gemäß
der beiliegenden Pappschablone (leider ohne Loch) eingestellt werden
müssen.

Ich kann irgendwie nicht einsehen, daß meine teuerste Nadel
ausgerechnet auch noch im DV Tonarm überhaupt nicht will.

Für Rat wäre ich sehr dankbar. ;0009

Jürgen Heiliger

Hallo Peter,

bist Du im Besitz des Original beiligendem Templates von DV?
Ich habe mal eins für mich nachbauen lassen um einen JVC-5045 besser einstellen zu können, da dieser die gleiche Geometrie besitzt.....
deshalb nun auch mal zwei Zitate aus einem anderen Thread.....
Zitat von: Tobi, das Boxenluder am Dienstag, 01.Juli.2008 | 22:23:17 Uhr
So Jürgens Tabak-Dose ist heute angekommen  .,d040 .,d040 .,d040

Super Jürgen Danke!
Ich hoffe ich habe die Schbalone richtig benutzt, aber das Endergebnis vermittelt dies eigentlich.
Headshell mit TA in die Gabel der Schablone stecken. Die Nadel muss dann exakt an der kleinen Vertiefung der Schablone sitzen, richtig?
Wenn es so geht, dann ist es Kinderleicht und präzise. ......
Zitat von: Jürgen Heiliger am Dienstag, 01.Juli.2008 | 22:55:49 Uhr
Hi Tobi,

genau so wird's gemacht....
Der Große Ausschnitt ist der Plattendorn..... damit kannst Du dann nachschauen ob der Tonarm genau eingebaut ist.....

Mit diesem ist's äußerst simpel auf die 15mm Überhang einzustellen. Die Kröpfung wird dann nur noch parallel der Headshellvorderkante eingegestellt.

Die Feikert-Schablone ist nicht gerade der Weißheit letzter Schluss, wenn Tonarme eingestellt werden sollen, die nicht der Baerwold/Lofgreen Berechnung folgen, sondern wie auch die DV den eigenen Berechnungen/Theorien.
Meinen gemachten Erfahrungen nach, ist es fasst immer besser den Geometrien der Tonarmhersteller zu folgen, falls man auf Klirrminimun einstellen will. Zumindestens bestätigen dies mir diverse Testplatten, die ich schon mal zur Überprüfung einzelner Messungen heran hole.

Zur eff.Masse des DV. Diese ist sehr stark variierent zu sehen, je nach dem welches Gegengewicht (der drei zugehörigen) und welches Headshell/Tonabnehmer benutzt wird. Von gemessenen 10-18g sind alle Angaben als richtig anzusehen, und habe ich hier auch schon nachvollziehen können.
Gruß
Jürgen

>.... liebt den guten Ton und die Musik ....<
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mike49

Hallo Jürgen,

ja das Blech Template habe ich, damit gehts auch ganz gut.
Nur das Dynavector DV XX-2 MK II spielt in der Einstellung
auch mit der AAA Testplatte Phoenix bestenfalls bis + 6 dB
ohne Abtastverzerrungen.
In meinem TP-90 hört sich alles viel gelassener,
der passt aber auch ideal vom Gewicht her.
Meine Erfahrung ist, man muß den DV 507 schon
sehr genau einstellen auch bezüglich der Gegengewichte, des
runden Gewichts hinten und des Antiskatings
- weil alle Parameter Auswirkungen auf die
Verzerrungen  bei den inneren Tracks haben.

(wie gesagt ein Ortofon TAs lassen sich einstellen
und haben die Probleme nicht)
kann es sein, daß es am Diamanten des DV liegt?
Unter meinem Labormikroskop (40-fach) sieht die Nadel aber aus wie neu.


Peter

Jürgen Heiliger

Hi Peter,

dies hört sich danach an, dass Du die eff.Masse erhöhen solltest..... zumindestens einmal Versuchsweise.

Bau doch mal das DV anstelle des OriginalHeadshells in ein Clearaudio Stability, so wirst Du die eff.Masse um etwa 5 g erhöhen.

PS welchen Auflagedruck fährst Du mit dem DV?
Gruß
Jürgen

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mike49

Hallo Jürgen,

2,0 - 2,1 g bzw. 20 mN, wie von DV angegeben
(sowohl digital als auch mit Shure SFG gemessen).

Das Original- DV Headshell wiegt 15,2g
schwere kenne ich gar nicht.

Peter

Jürgen Heiliger

Hallo Peter,

selbst die ALU-version des Stability hat meines Wissens 17g..... ich selber habe eins aus MU-Metall, wiegt 19,2g. Diese zusätzlichen 4g z.B. müssten dan ja auch wieder mittels des Gegengewichts ausgeglichen werden. Dadurch würde die eff.Masse um etwa 5-6g angehoben werden. Denke aber daran, dass Gewicht des Hauptarmes muss entsprechend der zusätzlichen Last am TA-Ausleger nach hinten verschoben werden. Beachte da bitte die Angaben in der BDA.

Somit wärest Du jedenfalls oberhalb von 17g eff.Masse.

Für mich wäre es nun interessant zu erfahren wie sich so die gemessene ResoFrequenz sich verändern würde. Hast Du eine entsprechende Testplatte?
wenn nein, diese wäre zu empfehlen....
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=1156.msg21687#msg21687




Mit der Auflagekraft liegst Du jedenfalls schon mal gut. Hast Du entsprechend der Auflagekraft auch das Gewicht der Antiresonanzfeder eingestellt?
Gruß
Jürgen

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mike49

Vielen Dank,

komme vermutlich am Wochenende
dazu zu testen und werde berichten.
Habe folgende Meß- / Testplatten:
Hifi News Analogue Test LP
AAA Phoenix
Dr. Feickert adjust +
clearaudio Music-pickup Test Record.

Für das Image Hifi Produkt wirds zeitl fürs
weekend zu knapp

Peter

mike49

Guten Morgen,
Hallo Jürgen,

habe den Sonnenaufgang genutzt und
mein DV XX-2 Mk2 im DV Headshell + Zusatzgewicht 2,5 g
(vom Ortofon OM D 25 M) und schwerstes Gegengewicht (B)
im DV 507/II und siehe da die Abtastverzerrungen sind
weg.
Dachte schon der TA habe eine Macke - aber im TP90 läuft er ja.

Vielen Dank für den Tipp - wäre selbst nicht drauf gekommen!
Der Tipp scheint mir für den DV Tonarm sehr wichtig.

Peter

be.audiophil

Moin,

Zitat von: Jürgen Heiliger am Donnerstag, 17.Juli.2008 | 14:47:35 Uhr
Die Feikert-Schablone ist nicht gerade der Weißheit letzter Schluss, wenn Tonarme eingestellt werden sollen, die nicht der Baerwold/Lofgreen Berechnung folgen, sondern wie auch die DV den eigenen Berechnungen/Theorien.

... keine der als angeblich universell nutzbaren Schablonen ist der Weisheit eltzter Schluß ... es ist immer besser sich an die Herstellergeometrie zu halten!

Apropos Geometrie ... Baerwald/ Loefgreen stammt aus den 40ern, wobei Loefgreen nur die Kröpfung eingeführt hat, Baerwald die Berechnung der Nulldurchgänge bei Annhame einer gekröpften headshell über eine elliptische Kreisbahn ...

... beide gehen dabei von Tonabnehmern aus, die einen per Schraube fixierten und somit in Längsrichtung unbeweglichen nadelträger aufweisen ... das war damals halt so usus ...

... also sind deren Threoreme spätestens seit Einführung der in einem Dämpfungsgummi aufgehängten Nadelträgers überholt und quasi "unbrauchbar"! Sie funktionieren seither nur noch als Näherung! Das hatte auch Rother und einige andere Anfang der Siebziger erkannt und neue Theoreme zur Konstruktion von Tonarmen aufgestellt ...

... weshalb die Hifi-Branche also heute noch auf Baerwald herumreitet, ist mir schleierhaft  :mega_shock:

Aber ... nicht nur die DV-Kreationen 5050 und 507 folgen einer anderen Geometrie ... Ultra Craft, Audio Craft, Mayware, Hadcock, SAEC, Sony, Technics, EMT, die alten Ortofon RMA/SMG/RMG ... etc.

Diesen Armen mit Baerwald-Schablonen zu kommen ist witzlos bzw. ergibt immer nur einen mehr oder weniger passenden Einstellungskompromis ...

Ich habe da mal vor einiger Zeit einige der technischen Zusammenhänge skizziert ...

http://ohrenanstalt.de/index.php?article_id=7


raaabe

Hallo Peter/Jürgen,

ich habe ähnliche negative Erfahrungen mit einem Dynavector-System im DV 507 MkII. Wir haben einmal versucht ein Te Kaitora Rua mit dem Arm zu kombinieren und einzustellen was nicht befriedigend gelang. Jedenfalls nicht innerhalb eines Abends. "Auf die Schnelle" war das nicht hinzukriegen. In Kombination mit einem Schröder war das eine Klackssache. Wir konnten nicht verstehen, das die beiden Produkte aus gleichem Hause solche Schwierigkeiten bereiteten.

Gruß Paul

Jürgen Heiliger

Gruß
Jürgen

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be.audiophil

Moin,

die Inhalte sind in den Artikeln auf meiner Seite überarbeitet und erscheinen mit den anderen Artikeln im direkten Zusammenhang ...

... ansonsten geht der damalige Beitrag hier aus dem Forum in die gleiche Richtung.

mike49

man lernt nie aus...

habe die betreffenden Platten (übrigens neue)
gründlich gewaschen, die Einstellung des Tonabnehmers im Tonarm nochmals nach Jürgen Heiligers Empfehlungen kontrolliert
und meine Omtec Antares am Mäuseklavier richtig eingestellt
und siehe der DV 507/II funktioniert.

mike49

Eine wichtige Information für DV Tonarmbenutzer:
Verzerrungen beim Abtasten dynamischer Platten lassen sich wie folgt reduzieren:
(Voraussetzung korrekte Einstellung von Überhang und Nulldurchgägngen mit der beiliegenden Schablone)

Man umgeht die Auflagekrafteinstellung via Feder, d.h. Federmechanismus an kurzem
Arm auf 0 stellen und korrektes Gewicht nur mittels Verschiebung
des kleinen Gegengewichts - Kontrolle mit genauer Waage.

Übrige Einstellungen wie in Bedienungsanleitung empfohlen.
Bei mir spielen danach das DV Karat, DV 20xL sehr gut.