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Technics SV-110 Prozessor

Begonnen von dcmaster, Montag, 06.Dezember.2010 | 14:25:55 Uhr

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dcmaster

Hallo zusammen,

ich weiß nicht, ob das der richtige Platz ist, aber wenn nicht, dann Jürgen sei so gut und verschiebe den Beitrag dahin, wo er besser passt.

Tja, worum gehts denn hier?

Teil 1

Heute hat nahezu jeder Haushalt in irgendeiner Form digitale Aufnahme- und Abspielgeräte, wie MP3Player, CD / DVD / BR Player und Recorder.

Die ersten echten digitalen Aufnahmen wurden noch etwas komplizierter gemacht. Da brauchte man einen Analog auf Digital Wandler, dessen Signale wiederum in ein herkömmliches Videosignal umgewandelt wurden. Dieses Signal konnte dann mit jedem x-beliebigen Videorecorder direkt auf Videocassette aufgenommen und abgespielt werden. Das Ganze dann auch mit voller CD-Qualität (also auch keine Komprimierung zur Datenreduktion!), wie sie in den Anfängen der CD herrschten.

Solch einen Wandler/Prozessor wollte ich hier mal vorstellen, weil ich auch heute noch in der glücklichen Lage bin, einen solchen Prozzi zu besitzen. Aber mal der Reihe nach. Es folgt nun eine komplette Beschreibung aus meiner Seite, deren Text ich als Eigentümer auch hier frei gegeben habe.

Als die CD auf dem Markt erschien, taten sich neue Klangwelten auf. Der neue Datenträger war mit einer unglaublichen Dynamik gesegnet. So wurde auch schnell passend dazu ein Weg gefunden, in adäquater Qualität auch Aufnahmemöglichkeiten für den Hausgebrauch zu finden. Eine der Lösungen dazu ist der hier beschriebene Digital-Audio-Prozessor SV-110 von Technics.

Klausi
Wer Musik mag, sollte sie nicht nur hören sondern besser noch genießen - und ich genieße sie sehr.

Die aufrichtigste Form der Anerkennung ist - Neid

dcmaster

Wegen der Begrenzung auf max. 3 Bilder habe ich das Ganze unterteilt. Hier also nun

Teil 2

Der Technics SV-110 Digital-Audio-Prozessor, auch PCM-Prozessor genannt, war und ist ein Hifigerät der besonderen Art. Mit dem SV-110 und einem simplen, beliebigen Videorecorder konnte und kann man digitale und audiophile Tonaufnahmen in voller CD-Qualität machen. Dabei wurde nicht, wie es heute üblich ist, mit Datenkompression gearbeitet. Die volle digitale Qualität wurde komplett bei behalten.

Dieser SV-110 hat für seine Audioaufnahmen die Videospuren eines herkömmlichen Viedeorecorders "missbraucht". Der Vorteil hierbei liegt ja auf der Hand. Die schier unendliche Datenmenge konnte dank des Schrägspur-Video-Aufzeichnungsverfahren locker bewältigt werden. Die Tonspur auf der Videocassette wurde dabei komplett ignoriert. Das Gute bei der ganzen Sache war, dass man keinen Mehrkopfvideorecorder mit HiFi-Tonspur brauchte. An dieser Stelle genügte ein ganz simpler Monorecorder, weil, wie ja schon gesagt nur die Bildspur benutzt wurde.

Der Technics SV110 PCM-Prozessor hatte es aber in sich, was die raffinierte Technik anbelangt. Damit konnte man, wie schon gesagt, via billigem Mono-Videorecorder ausgezeichnete echte digitale Aufnahmen machen, die der Studioqualität in nichts mehr nachstanden. Schließlich hatten die Studios damals selbst noch mit solchen Prozzis gearbeitet. 90 dB Dynamik war damit schon locker möglich. Verzerrungen und Rauschen waren da schon fast ein Fremdwort.

Bei diesem digitalen Audio Prozessor wurde schon damals ein recht großer Aufwand betrieben um auch ein Maximum an musikalischer Qualität bei den Aufnahmen heraus zu holen. So wurde das analoge Audiosignal zunächst in ein PCM Signal um gewandelt. PCM steht für PulsCodeModulation. Diese so digitalisierten Signale wurden dann in ein für Videorecorder verständliches Signalformat (BAS oder Composite) umgewandelt. Dieses Signal wurde dann über Cinchbuchsen (BAS, heute einfach Video) an den Recorder geführt. Dieses merkwürdige "Bildsignal" wurde nun auf dem Videorecorder aufgezeichnet. Parallel dazu gab es noch eine Monitorbuchse, über die man das Videosignal auf einem BAS / Composite Bildschirm (Fernseher oder Videomonitor) mit verfolgen konnte.

Bei der Wiedergabe ist der gesamte Ablauf in umgekehrter Reihenfolge zu sehen. Die "Bildsignale" kommen in den Prozessor rein, werden vom Videoformat wieder in das digitale Format gewandelt um danach zurück zum analogen Audioformat ausgegeben zu werden. Aus heutiger Sicht würde man sich wohl auch direkte digitale Ein- und Ausgänge (S/P-DIF) wünschen. Das war aber damals noch nicht vorgesehen.

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dcmaster

Und weiter gehts mit

Teil 3

Das Anschlussfeld auf der Rückseite bietet Anschlüsse für zwei Videorecorder mit allen notwendigen Signalen an. Damit war dann sogar das Kopieren von einem Recorder auf den Anderen möglich, ohne dabei qualitative Verluste hin nehmen zu müssen. Sowohl während der Aufnahmen als auch bei der Wiedergabe kann über einen Videomonitor (auch Fernseher) mit BAS (ist im SCART als Video enthalten) Eingang dem Treiben auf dem SV-110 bzw. der Cassette zugesehen werden.

An der Front sind einige Schalt- und Kontrollmöglichkeiten vorgesehen, die einem das Arbeiten mit diesen Gerät erleichtert haben. So gab es die Möglichkeit zu wählen, welcher Recorder nun Master ist. Man konnte damit den Playback-Mode, Playbackmute, Peak Hold, Copy, Playback / Copy Mute wählen. Als etwas besonderes konnte man die Anzeige auch zur Trackingkontrolle umschalten. Damit ließen sich Dropouts oder Bandfehler erkennen und die korrekte Spurlage ermitteln.

Es gab eine sehr präzise und reaktionsschnelle Spitzenwert-Aussteuerungsanzeige mit sehr genauer 0-dB Markierung. Eine einschaltbare Peak&Hold Funktion war hier schon integriert, so dass einem auch keine übergroßen Signalspitzen "durchgegangen" wären. Ebenfalls wurden im Display die jeweiligen Betriebszustände angezeigt. Dazu gehören das ausgewählte Mastertape und die Kopierrichtung beim Kopieren.

Alles in Allem war das schon ein tolles Ding. Dieser PCM-Prozessor war übrigens der letzte in Deutschland verkaufte. Ich hatte das Glück. Irgendwann habe ich das Teil aber wieder abgegeben, da ich nicht so recht Zeit für eigene Aufnahmen hatte. Das hat sich nachträglich als ein Fehler erwiesen.

Und heute nun, nach vielen Jahren der Geduld habe ich es tatsächlich geschafft, mir wieder genau dieses edle Teil an Land zu ziehen. Das allerbeste daran ist die Tatsache, dass dieses "Neue" Gerät auch tatsächlich noch NEU ist. Es wurde ganz offensichtlich nie benutzt, weil nicht die geringsten Gebrauchsspuren zu sehen sind und die Anzeige keinerlei Kratzer aufweist.

Nun kann ich den Prozessor wieder so einsetzen, wie ich es damals schon wollte. Heute aber wird dazu kein Videorecorder mehr benutzt, sondern an dessen Stelle ein hochmoderner Festplattenrecorder mit noch viel mehr Speicherkapazität. Der Prozessor und der Recorder wissen ja nicht, woran er jeweils angeschlossen ist.

Hier gibt es einige technische Daten zum Technics SV-110
* Aufnahme und Wiedergabe über normalen Videorecorder
* Bis zu 8 Stunden Aufnahmelänge bei E-240 VHS-Cassetten
* Digitales überspielen in beiden Richtungen mit zwei Recordern
* Gute Aussteuerung durch separate Pegel- und Balanceregler und zweifarbige FL-Pegelmesser mit breitem Anzeigebereich
* Signal-Rauschabstand 90 dB
* Frequenzbereich 20-20000 Hz
* Verzerrungen unter 0,01 %
* Gleichlauf abhängig vom Laufwerk
* Abmessungen: 430 x 76 x 375 mm
* Gewicht: 6,1 kg

Hinweis zu den Texten und Bildern: Diese sind meiner eigenen Seite entnommen und somit auch frei gegeben für alle.

Klausi
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dcmaster

Warum ist das Ding hier dargestellt? Nun, das "Ding" hat nun auch schon etliche Jährchen auf'm Puckel und sollte schon wegen des Alters als Klassiker durch gehen. Dazu kommt noch die Tatsache, dass das Ding ziemlich rar ist.

Ichhabe heute noch das Ding im nahezu perfekten Zustand und habe auch vor, dieses in meiner Klassiker Ecke wieder in Betrieb zu nehmen.

Klausi
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PeZett

Hi Klaus,

ein interessantes System. Als Aufnahmemdium waren mir die Video-Recorder
aufgrund ihres sehr dünnen Bandes (das häufiges Hin- und Her-Rangieren ja
auf Dauer nicht so gern hat) zwar nie so recht in den Sinn gekommen
aber in Kombination mit einem Festplattenrecorder tun sich da ja neue
Wege auf, ohne Bandsalat befürchten zu müssen.

Wann ist dieses Gerät eigentl. produziert worden?

Gruß

Peter
Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. (F.Kafka)

dcmaster

Hi Peter,

also wann der SV-110 produziert wurde, muss ich erst mal recherchieren. ...... Habe mal in GWA geschaut und bin prompt fündig geworden. Es war 1984/85.

Das mit dem Band ist unter den normalen Videobedingungen sicher richtig. Da wird schon mal via Suchfunktionen vor- und zurück gespult und das bei anliegendem Kopf. Ist nicht wirklich so dolle.

Bei PCM Audio jedoch gibt es diese Suchfunktion nicht, da sie dabei nichts bringt. So gesehen wird hier nur aufgenommen oder wieder gegeben, basta. Die Sache mit der Festplatte ist mir auch schon durch den Kopf gegangen, aber soweit ich das vertanden habe (Video ist einfach nicht meine Welt) wird bei Plattenrecordern der Datenstrom reduziert (mpeg4 oder sowas) und damit sind die ursprünglichen Signalinformatinen nicht mehr auf dem Band und bei der Wiedergabe gibts dann nur noch Syncfehler und der Proz bleibt stumm.

Vielleicht gubt es hier aber einen Kenner, der mir sagen kann, wie man einen Plattenrecorder dazu bringt, absolut nichts vom Videosignal zu komprimieren. Dann hätte ich per Platte wieder ein Chance. Das wäre echt klasse.

Klausi
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Michael-Otto

Hallo Klaus,

im 1983/84 Katalog ist das Gerät schon vorhanden.

Gruß

Michael-Otto

dcmaster

Hallo Michael,

wie dem auch sei, es ist schon alt raucher01 aber ich habe es noch und es ist quasi NEU! :-handshake:

Klausi
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dcmaster

Was mir jetzt noch fehlt, sind die Informationen, wie ich dem Plattenrecorder beibringen kann, die Videodaten eben NICHT zu komprimieren, um das volle Datenformat zu erhalten. Das braucht der Prozzi. Hat da denn keiner irgend eine Idee?  .,a015

Klausi
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uk64

#9
Hallo Klausi,
kann man ganz schnell beantworten, es geht nicht.

Es gibt professionelle Videosysteme die unkomprimiert und ohne Datenreduktion (Bild und Ton) arbeiten und auch so aufzeichnen können, im Heimbereich gibt es so was nicht.
Es wäre unpraktisch und zudem viel zu kostspielig, die anfallenden Datenmengen sind immens.
Systeme die unkomprimiert arbeiten bräuchten eh kein externes PCM System, das wäre irgendwie doppelt gemoppelt.

Gruß Ulrich

dcmaster

#10
Zitat von: uk64 am Freitag, 17.Dezember.2010 | 16:26:55 Uhr
Hallo Klausi,
kann man ganz schnell beantworten, es geht nicht.

Es gibt professionelle Videosysteme die unkomprimiert und ohne Datenreduktion (Bild und Ton) arbeiten und auch so aufzeichnen können, im Heimbereich gibt es so was nicht.
Es wäre unpraktisch und zudem viel zu kostspielig, die anfallenden Datenmengen sind immens.
Systeme die unkomprimiert arbeiten bräuchten eh kein externes PCM System, das wäre irgendwie doppelt gemoppelt.

Gruß Ulrich

Hm das verstehe ich jetzt nicht ;0003 . Hier geht es doch die ganze Zeit um einen externen PCM Prozessor. Nur das Aufnahmemedium sollte statt eines herkömmlichen VHS Recorders mit bis zu 4 Std. Spielzeit durch einen Plattenrecorder ersetzt werden, bei dem aus der heutigen Sicht die Kapazität der Platte (früher Cassette) nur noch Nebensache ist.

Warum soll der Plattenrecoder nicht auch ganz ohne Kompression arbeiten können? Die Spielzeit würde zwar bei einer kleinen Platte begrenzt, aber geht es erstmal mehr um das Prinzip. Wenn das Prinzip funzt, kann man ja eine 2 TB Platte reinhauen. Das war mein Gedankengang, aber wie gesagt, ich bin kein Videoexperte. Und hier wird ja ein Videoaufnahmesystem für den reinen Ton über die "Bildspur" (gibts die denn ber der Platte überhaupt noch so?) missbraucht. Mit Cassette gehts ja schließlich auch. Und wie!

Klausi
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uk64

Ein Festplattenrecorder zeichnet nun mal Digital auf, oben habe ich das Wort Digital weggelassen weil ich es vorausgesetzt habe.
Wenn man ein digitales Audio/ Videoystem einsetzt um über eine codierte analoge Bildinformation Audio PCM Signale zu speichern ist das doch doppelt gemoppelt.
Es wäre zudem extrem Uneffizient. Der PCM Prozessor setzt Analog in Digital um. Diese digitale Audioinformation wird in ein analoges Videobild codiert. Der Festplattenrecorder setzt dieses analoge PCM Videobild wieder in einen digitalen Datenstrom (in der Regel MPEG2, nur bei HD wird MPEG4 verwendet) um. Bei der Wiedergabe geht's andersrum zurück.
Wenn das Videosystem eh Audio und Video digital unkomprimiert/reduziert  Umsetzten und aufzeichnen würde ist das doch ein unnötiger Umweg.

Aber noch mal, Festplattenrecorder lassen sich nicht dazu bringen  auf die Datenreduktion zu verzichten, nur die Datenrate, der Umfang der Datenreduktion lässt sich einstellen (dort SP/LP/EP genannt, also über die Spielzeit).
Wobei ich nicht glaube das hier (Nutzung externer PCM Prozessor) die Datenreduktion der entscheidende Punkt ist. Die Datenrate ist selbst bei datenreduzierten Videoformaten deutlich höher (um Faktor 50)  als für 16Bit 44,1kHz/48kHz Audio benötigt wird.
Ein analoger Videorecorder zeichnet zum Beispiel auch die Zeilen auf die keine Bildinformation enthalten (VT/VPS/Senderkennung usw.).
Der Festplattenrecorder lässt diese Zeilen weg, auch die Erzeugung des Rasters (Horizontale und vertikale Synchronimpulse) wird dort anders gehandhabt, Komprimierung hin oder her.

Wenn man so einen alten PCM Prozessor aus historischem Interesse oder aus reiner Spielerei betreiben möchte ist es deutlich einfacher und auch authentischer  einen  guten alten VHS oder Beta Recorder zu benutzen. 
Mit Video 2000 liefen diese PCM Prozessoren übrigens meist nur unbefriedigend.

Gruß Ulrich


dcmaster

Hallo Ulrich,

danke für die ausführlichen Erklärungen. So langsam fange ich an zu verstehen und damit kommt auch die Einsicht, dass mein bisheriges Vorhaben wohl gegen die Wand fahren würde. Dann muss halt ein "historischer" Simpelvideorecorder her, der diesen Job macht. Also muss ich mich auch noch auf die Suche nach guten VHS Cassetten machen. Zum Einen, um dem Abrieb entgegen zu treten, zum Anderen, um den bekannten Bandsalat weitestgehend zu vermeiden.

Mal sehen, was daraus wird. Ich werde das irgendwann mal, wenn es dann fretig ist, in meiner Klassiker Ecke integrieren. Nochmals Danke für die guten Erklärungen und die offene Darstellung. Somit werde ich mich meinem "analog-digitalen" Schicksal ergeben. Ich habe ja noch den anderen Kram und bin nicht ganz von der Musikwelt abgeschnitten.

Klausi
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Don Hacho

Hallo,
hätte auch gern meinen SV 110 zurück, geht aber nicht, leider.

Daher die Frage: Was kann ich tun um meine Bänder neu ein zu lesen z.B. xxx.wav.

Probleme mit der De-Emphasis Erhöhung?

Ein Feedback wäre echt Klasse

Grüsse

dcmaster

Hallo Don,

tja, heute noch einen SV-110 zu bekommen wird wohl schwierig bis unmöglich. Zum Einen sind die in Deutschland ohnehin schon selten verkauft worden, zum Anderen ist wohl auch schon so mancher Proz defekt oder nicht mehr so ganz funktionsfähig. Die Lage also aussichtslos aber das ist kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken.

Da ich wohl noch einen der ganz seltenen und quasi fabrikneuen 110er habe, ist ja noch nicht alles verloren.

Was ist das mit den "Problemen mit der De-Emphasis Erhöhung"? In der Sache kann ich technisch leider nichts sagen, aber hier gibts auch ein paar Fachleute in technischer Hinsicht. Ich bin was den 110er angeht nur ein dummer User.

So kann ich bestenfalls eine Hilfe in Form von "Gerät zur Verfügung stellen" anbieten.

Ist schon seltsam, gerade letzte Woche hat sich noch jemand bei mir gemeldet, der ebenfalls den 110er benötigt, um seine Daten von den Bändern zu sichern. Wird das (Deine Anfrage und die des Anderen) jetzt eine Lawine lostreten ;0001 .,a015 :flööt:

Naja, ich bin gerne bereit, in solchen Notfällen zu helfen, zumal ich ja selbst schon weiß, wie selten das Ding ist. Bei gibts nur ein größeres Zeitproblem. Schick, mir mal ne PM oder rufe mich einfach mal an. Die Nummer findest Du auf all meinen Seiten im Impressum.

Klausi
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Don Hacho

Hallo Klaus,
danke für Deine Antwort und auch für Deine Mail die ich erhalten habe.

Ja, Ja der Urheber beider Anfragen ist der Gleiche.  :_55_:
Bin nu halt vollkommen wild auf das Ding und habe in alle Richtungen Anfragen losgetreten.

Zunächst Deine Frage: Der PCM wandelt die analogen Signale in digitale Signale um und dabei tritt eine Frequenzerhöhung im oberen Frequenzbereich die Sog. Pre-Emphasis auf.
Beim Abspielen setzt hier wiederrum die De-Emphasis ein. Ähnlich wie ein >High Com II von Nakamichi aber nur ein bisschen so ähnlich ich glaub Du hast so einen.


Hier vom Fachmann geklaut von und unauthorized: http://www.radonmaster.de/robernd/tAFILTER.html

De-Emphasis Filter

Insbesondere bei älteren analogen Audiosystemen stört das Rauschen der Geräte oder Übertragungswege erheblich. Überwiegend sind es die höherfrequenten Rauschanteile, die uns stören. Deshalb ist es weit verbreitet, vor dem Senden oder Aufzeichnen die hohen Frequenzen anzuheben (lauter zu machen). Diesen Vorgang nennen wir Pre-Emphasis. Die hohen Töne in Musik und Sprache sind in der Regel weit leiser als die tiefen oder mittleren Töne. Deshalb wird die maximal mögliche Übertragungslautstärke durch diese Anhebung nicht überschritten. Bei der Wiedergabe werden diese Frequenzen wieder abgesenkt (leiser gemacht). Das heißt entsprechend De-Emphasis. Beispiele dafür sind die Radioübertragung (UKW-Rundfunk), PCM-Aufzeichnungen auf Videobändern (mit PCM-Processor, siehe Alte PCM-Aufzeichnungen retten), Digital Audio Tapes (DAT) oder CDs.

Hier beschäftigen wir uns mit der (digitalen) PCM-Aufzeichnung. In allen Anwendungsfällen (PCM-Processor, DAT, CD) ist die Pre-Emphasis nicht vorgeschrieben sondern nur eine erlaubte Möglichkeit. Trotzdem muss jedes Abspielgerät eine entsprechende De-Emphasis-Schaltung haben, damit im Falle eines Falles die Wiedergabe einwandfrei ist.
Normalerweise hat der Benutzer dieser Geräte mit der De-Emphasis nichts zu schaffen. Es sei denn, er übernimmt einen digitalen Audio-Datenstrom als WAVE-Datei in seinen Computer. Dabei bleibt die Steuerinformation zum Einschalten des De-Emphasis-Filters auf der Strecke, und die Wiedergabe kling viel zu schrill, weil die hohen Töne zu laut sind (sofern eine Pre-Emphasis während der Aufnahme verwendet wurde).
Man muss dann entweder die ursprüngliche Steuerinformation wieder hinzu fügen, oder aber die nötige Filterung mit Software im PC vornehmen. Wir beschäftigen uns hier mit der Filterung durch Software.

Zunächst sucht man PC-Programme, die die De-Emphasis-Filterung an den Audiodaten (WAVE-Datei) ausführen. Mir ist es nicht so recht gelungen, geeignete Software zu finden. Zumindest ist die Auswahl nur klein. Die gängigen Audio-Editoren sollten eigentlich derartige Filter zur Verfügung stellen. Aber die Autoren halten sich damit sehr zurück.
Im konkreten Fall beherrschen es weder GoldWave noch WaveEdit (von Nero7). Auch bei anderen konnte ich zumindest in den Feature-Listen nichts finden. GoldWave bietet aber zumindest einen Parametrischen Equalizer, der sich dafür verwenden lässt. Es ist jedoch etwas mühsam, ihn dafür herzurichten. Hier meine Einstellungen:

Will ja nicht mit den Erklärungen auf Deinen Webseiten konkurrieren, Du gibtst Dir ja richtig Mühe.  :foto01

Oh, Oh , OOOOOOOh, seit gestern bin ich überaus stolzer Besitzer eines Restek Wandlers,Vorverstärker und Transporter MDAC+ und man glaubt es nicht, das Ding hat einen aktiven De- Emphasis Filter den man zudem auch so schalten kann wie man will. Absolut unglaublich, also als ich den Wandler bestellt habe wusste ich davon überhupt nichts! Abgesehen von den andern Features (USB bis 192 Khz, Netzwerkanschluss, I2S Ein- und Ausgänge) welche das Gerät aufweist. Bin richtig geplättet was für ein edles Teil das doch ist ---- und ----natürlich - das Klangbild dieses Vorverstärker der Extraklasse   --- schlicht geil.
Die haben das Rechtecksignal richtig schön rund gemacht.

Also, wenn ich jetzt einen PCM hätte mit dem ich die digitalen Signale auf Festplatte einlesen könnte, wäre es theopraktisch denkbar diese mittels des Wandlers einwandfrei wieder auslesen zu können.
Die Idee, dies zu versuchen auch ohne Einsatz des PCM hat mir letzte Nacht den Schlaf geraubt.
Muss nächste Woche bei Restek anrufen die kennen sich damit wohl noch am Besten aus.  :__y_e_s:


Klaus, danke für Deine Einladung Dich auch telefonisch kontaktieren zu dürfen, dies würde ich am liebsten gleich tun, doch es ist Ostern und aus Rücksicht auf Dein Familienleben werde ich noch bis Ostermontag damit warten.

Frohes Osterfest

Peter


dcmaster

Hi Peter,

freut mich, dass Du da einen richtig guten Schnapp gemacht hast mit dem Du auch was anfangen kannst. Bin heute schon wieder da und somit auch erreichbar. Werde aber wegen Ostern echt mal ne ruhig Kugel schieben. Wir können aber morgen, am Ostermontag gerne mal telenieren.

Ich habe noch ein paar Dinge zu erledigen und dann mach ich heute mal einen auf "Abhängen" und Chillen. Das tut sicher auch mal gut, gebe mir mal was schön süffiges und genieße einfach mal den Tag.

Ansonsten wünsche ich allen noch ein schönes Osterfest.

Klausi
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