Hi zusammen,
anscheinend gibt's für's Revox B710 noch keinen eigenen Thread, also mache ich einen auf .,a095
Hier mal die ersten Beiträge, die aus dem B215 Thread ab hier http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5301.msg141069#msg141069 kamen:
Zitat von: kuni am Sonntag, 18.April.2010 | 20:39:17 Uhr
Konnt' ich's also nicht lassen ....
... also hab' ich mir gerade mal den "alten" Bruder des B215, also ein B710 geschossen.
Würde mir wohl sonst langweilig werden :_tease:, nachdem alle meine Decks nun wieder soweit fit sind.
Bin schon gespannt, was da so die Unterschiede zum 215 sind...
Zitat von: Jürgen Heiliger am Sonntag, 18.April.2010 | 20:43:20 Uhr
Hi Matthias,
nun willst Du es aber wissen.... :_yahoo_: ... Hast Du einen MK I oder II? Einfachstes Unterscheidungsmerkmal Dolby B oder B+C.
Zitat von: kuni am Montag, 19.April.2010 | 10:15:48 Uhr
Hi Jürgen,
ja kann man so sagen, daß ich's wissen will ;-)
Ich habe in den letzten Tagen häufiger mal was aufgenommen und kreuz und quer durch meine Decks gehört.
Das Gardiente scheint doch noch nicht ganz fit zu sein - es leiert etwas und zwar hörbar.
Lustigerweise nur sporadisch. Ich vermute, daß das evtl. mit Wärme und sich dann lösendem Fett (oder so) zu tun haben könnte.
Mein Pioneer CT-F650 macht trotz "Idler-Kur" - die ich vor einigen Monaten gemacht habe - auch wieder Zicken und läuft nicht so richtig an.
Das Akai GXC-760D verkuddelt mir immer mal wieder sporadisch die Bänder beim Umspulen, vor allem bei sehr leichtgänigen MC's.
Da war ich auch schon oft dran, komme aber nicht drauf an was das liegt und hab' jetzt irgendwie auch nicht mehr so die Lust da Zeit zu investieren.
Ich laß' es halt nur noch abspielen und vermeide Spulereien auf dem Deck.
Das ist so einfach keine Basis und ich hab' ziemlich die Schauze voll von so "halb ausgegorener Technik", vor allem von den einmotorigen Kisten mit Idler.
Deswegen kommen mir nur noch 1a Decks ins Haus, mit hochwertiger Technik.
Längerfristig steht ein Tandberg TCD-3004/3014 noch auf dem Plan, bzw. eines der silbrigen/champagnerfarbenen ASC's, die Arnulf mal gezeigt hatte.
Für die Dinger braucht's aber noch etwas Geduld.
Das Gradiente zerlege ich nicht mehr. Das geht vrmtl. ins Kinderzimmer meiner Tochter (so bald ich dort Platz gefunden habe).
Was ich mit dem Pio und dem Akai mache weis ich noch nicht genau. Die Optik ist halt sensationell, aber mindestens eins davon wird Platz machen müssen.
Die letztens gemachten Aufnahmen vom B215 sind Klasse, hören sich aber auf dem Eumig nicht ganz so transparent an, als wenn sie auf dem Eumig gemacht wurden.
Andersrum, also Aufnahme auf dem Eumig und abspielen auf den anderen Decks, ist alles in allem etwas höhenbetonter.
Meine Abspielvergleiche, die ich hier im Thread gemacht hatte, zeigen das ja auch.
Das B215 wollte ich wegen seines universelleren Einmeßcomputers ja eigentlich als Aufnahmedeck nehmen, aber ich denke ich werde doch wieder das Eumig zur Aufnahme heranziehen.
Frequenzgänge hin oder her, das Hörergebnis ist lezten Endes entscheidend. Damit wären die Vorteile des B215 gegenüber dem B710 nicht mehr ganz so relevant.
Zudem werde ich mit dem "Kreutzworträtseldesign" des B215 nicht so ganz warm. Da muß ich mich noch entscheiden.
Zuerst mal sehen wie sich das B710 so schlägt. Ich schätze, daß es gegenüber dem B215 keine Nachteile bergen dürfte, mal abgesehen von den unterschiedlichen Ausstattungsdetails, die sich aber für meinen Anwendungsbereich nun einigermaßen relativieren.
Evtl. hatte ich mir schon mal angedacht, für das B215 eine Alublende anfertigen zu lassen (sozusagen als Einlage über die Kunststoffolie der Frontplatte), aber mit der Idee will ich auch noch nicht ganz warm werden. Bis sich hinsichtlich Tandberg/ASC dann mal was ergibt, dachte ich mir, werde ich mal noch Erfahrung mit dem B710 sammeln.
Das B710 habe ich ja erst gestern ersteigert, hab's also noch nicht hier.
Scheint ganz gut in Schuß zu sein (lt. Auktionstext). Lediglich ein leichtes Quitschen sei aus dem LW hörbar, aber das bekomme ich in Griff.
Wenn ich's recht weiß, dann hat's nur Dolby B, scheint dann also ein MK I Gerät zu sein. Eh egal, weil von Dolby bin ich geheilt.
Für 226€ habe ich wahrscheinlich auch kein echtes Schnäppchen gemacht, aber ich schätze den Preis als ok ein (auf jeden Fall dafür wieder verlustfrei zu verkaufen).
Übrigens ging mein zweites Eumig dann ja doch noch über die 300€ Schallmauer. Daß mir den Arbeitsaufwand keiner zahlt war mir eh klar, aber 300€ hatte ich mir als Minimum gesetzt - ist also schon ok.
Es wird über einen Bekannten des Käufers erst mal innerhalb D verschickt, kommt dann aber über jenen Bekannten nach Moskau. Mit dem Käufer dort hatte ich schon etwas Mailkontakt und er scheint auch ein Fan zu sein. Immerhin kommt es dann vlt. in Hände, die es auch zu würdigen wissen. Ist mir lieber als irgend ein anderer Heini.
Zitat von: heinzmen am Montag, 19.April.2010 | 11:23:16 Uhr
Moin,
mit dem 710er wirst du deinen Spaß haben, es ist ein Super Tape. Ich habe nur noch zwei hier. Aber nach dem ich die Laufwerke überholt habe zicken die nicht mehr rum. Leider stehen sich diese Tapes kaputt wenn sie nicht benutzt werden.
Am besten beide Capstanwellen vorsichtig ausbauen , reinigen , mit einem Tropfen Öl versehen und alles ist schön.
Wie gesagt es sind super Tapes und optisch schöner als die 215/721er.
Gruß Heinzmen
Zitat von: Captn Difool am Montag, 19.April.2010 | 11:38:19 Uhr
Aufgrund dieses unseligen Bediendesigns der 215 wäre eine 710 auch meine bevorzugte Wahl. Schade, das die anderen Decks sich so unvollkommen geben, scheint als hätte ich mit meinem K-560 ein Glücksgriff gemacht, lediglich in der letzten feinsten Hochtonauflösung macht sich im Vergleich zu moderneren Decks das fehlende HX-Pro bemerkbar. Aber es läuft für seine bald 30 Jahre wie ein Uhrwerk, ganz ohne Probleme. Ich freue mich schon auf das KX-930, welches schon zur Aufarbeitung bereit steht, das wird dann mein"King". Ich wünsche Dir, das Du im 710 das findest, was Du gesucht hast.
... und gleich ein paar Anmerkungen dazu:
@HeinzmenDaß das Quitschen aus den Capstan-Lagern kommen könnte, habe ich auch vermutet.
Da stellt sich mir eine Frage:
Das sind ja sicher Sinterlager. Im Rahmen meiner Eumig Reparatur, hatte mir mal einer gesagt, daß man Sinterlager
nur mit Sinterlageröl schmieren sollte. Anderes Öl würde die "Poren" des Lagers zusetzen und das Lager dadurch längerfristig den Schmierfilm verlieren.
Nehmt Ihr da auch nur ausschließlich Sinterlageröl, oder einfach ein anderes dünnflüssiges und nicht harzendes Öl ?
Wo könnte man denn im Fall der Fälle günstig eine kleinere Portion Sinterlageröl herbekommen ?
AndréZitat
Schade, das die anderen Decks sich so unvollkommen geben.
Meintest Du damit meine ?
Ich jammere da wahrscheinlich auf hohem Niveau. Ist nicht so, daß die anderen Kandidaten sooooo jämmerlich wären.
Das Pio läuft schon an, braucht aber ein paar Wickelumdrehungen, bis es rund läuft. Zum reinen Play schon ok. Klingen tut's auch Klasse.
Das Akai zickt nur bei einigen Bändern, hauptsächlich die leichtgängigen BASF. Nachdem ich das rausbekommen hatte ist das auch kein riiieeeesiges Problem mehr. Es bekommt halt keine BASF mehr als Futter.
Was das Gradiente betrifft, so war das ja schon zu Beginn in jämmerlichem Zustand. Es läuft wieder und hat hier zulande Seltenheitsfaktor. Daß es hin und wieder jault ist natürlich so'ne Sache. Könnte man hinbekommen, aber solange ich noch andere Decks im Stall hab' muß ich mich da jetzt auch nicht noch weiter dran versuchen, zumal mein Töchterlein eh nach einem Deck gefragt hat und da käme das gerade recht (das mit dem Akai GXC-75D wird wohl doch eher nichts mehr).
Zitat
Ich freue mich schon auf das KX-930, welches schon zur Aufarbeitung bereit steht, das wird dann mein"King"
Du berichtest hoffentlich :_hi_hi_:
Zitat
Ich wünsche Dir, das Du im 710 das findest, was Du gesucht hast.
Das Eumig und das B215 sind schon mit die heißesten Kandidaten, die ich so kenne. Das 710 ist jetzt erst mal eine etwaiige Alternative zum B215.
Irgendwas zum Basteln brauche ich einfach, sonst wird's mir langweilig :grinser:
Was am Ende wird ... mal schauen. Eins der beiden Revoxe wird auf jeden Fall bleiben. Welches wird vermutlich nicht die Technik entscheiden (da sind die zu ähnlich), sondern eher die Ausstattung, aber bezogen auf meine Anwendung (und da hat das 710 eigentlich nichts weniger - von dem was ich brauche).
Hab' übrigens den Beitrag von Hans-Joachim im TB Forum gefunden, in dem er die Ätzerei der rechten Capstan-Welle des B710 beschreibt (http://forum2.magnetofon.de/showtopic.php?threadid=9326&pagenum=2#top / Beitrag vom 03.05.2009:
Zitat
Ich habe damals zunächst gereinigt und gewienert, was das Zeug hält, allerhand Geld in immer wieder neue Andruckrollen gesteckt, erzielte aber nie den erhofften, dauerhaften Erfolg. Daraufhin sah ich mich genötigt, die Rückmeldesignale der Tonmotoren oszillografisch darzustellen, konnte dort aber keinerlei Unruhe feststellen. Damit war für mich klar, dass lediglich die polierten Tonwellen mit den hochkalandrierten Bändern Beförderungsprobleme haben konnten. Dafür sprach auch, dass die größeren Andruckrollen des MKI diesbezüglich bei längerer Laufzeit weniger Gleichlaufprobleme verursachten.
Jetzt aber war die Frage, wie bekomme ich die Wellen mattiert, ohne irgendeinen halbscharigen Sandstrahler beauftragen zu müssen, der vielleicht eher mit Lokomotiven und Gussteilen entsprechender Größe, nicht aber mit hochempfindlichen Miniaturwellen Erfahrung hat. Nun, selbst war der Mann, --- und das ohne Sand. Ich entnahm dem Gerät die Welle rechts mit der gebotenen Vorsicht, spannte sie zwischen den Lagerstellen spitzfingerig (die Aufregung sitzt mir noch heute in den Gliedern) in eine Halterung und senkte die Welle für -soweit erinnerlich- 10 bis 15 Sekunden in einen Porzellaneierbecher mit Salzsäure. Danach reinigte ich die Welle sorgfältigst, ohne die Lagerbereiche vom Sinterlageröl zu befreien, brachte die Welle zurück ins Gerät setzte die Schwungmasse auf, fixierte diese, und 'Ruhe' war.
Leider vefiel ich damals auf die unüberlegte Schnapsidee, auch die linke Welle nach diesem Verfahren zu 'mattieren', es hatte ja schon einmal so gut geklappt... Als meine Vorrichtung die Welle wieder aus der Säure hob, wurde mir klar, dass das wohl ein Fehlgriff gewesen sein könnte. Die Folgen waren zwar kaum hörbar, dennoch war der Gleichlauf wieder etwas schlechter geworden.
Für Dummheiten muss man eben bezahlen.
Bei mir erwiesen sich auch die Treiber-4136 für die Motoren als 'anfälliger', denn ich musste seit dem Erwerb des Gerätes (ca. 1983) hier zwei Male einen Austausch vornehmen, weil einer der Tonmotoren durchging.
Natürlich geriet auch ich zwischen die Tonkopffronten, was soviel Ärger auslöste (Revox bekleckerte sich dabei auch nicht gerade mit Ruhm), dass ich einige Zeit später (das dürfte etwa 1986 gewesen sein) Walter Derrer bei der Vorstellung einer Studer-Dash-Anlage in München (wo ich für einen ganzen Vormittag lang der einzige Besucher blieb...) auf diese Affäre hin ansprach. Er berichtete dann das, was ich oben erzählte.
Hans-Joachim
Ich poste das hier mal, weil's ja beim 710 noch relevant werden kann.
Hab' grad' nochmal in der Auktion geschaut:
Scheint doch ein B710 MK II zu sein (hat doch Dolby B und C).
Dann scheinen die 226€ doch vlt. sogar eher günstig gewesen zu sein raucher01
Moin Kuni.
Herzlichen Glühstrumpf.
Es bleibt also spannend bei dir und für uns Mitleser.
Leider hab ich ja noch kein Revox, befürchte aber fast, daß mir das 710 besser gefallen könnte, da ich mich mit Bedienung und "Kreuzworträtsel-Optik" (guter Begriff) des 215 auch nicht so recht anfreunden kann. Da ich aber auf schwarz stehe, habe ich doch ein H1 im Sinn. Um so interessanter, was du am Ende herausfindest.
Sinterlageröl solltest du schon nehmen. Ist auch kein Problem. Im Modellbahnbereich wird es auch verwendet und du bekommst es in entsprechenden Läden von den bekannten Modellbahnherstellern. Es gibt sie auch in Dosierstiften, empfehle aber die Verwendung einer Spritze mit feiner Kanüle. Geht einfach besser.
Preislich zahlt man anteilig natürlich mehr in den kleinen Mengen und für den "Namen". Aber man kommt doch recht lange damit aus und für jemanden, wie dich, der öfters in die Mechanik kriecht, ist es sicher lohnenswert.
Na dann man tau, Arnulf.
Angesichts meines obigen Zitates wäre es vielleicht nicht unpassend, die Ursache meiner Aktivitäten nicht zu zensieren: Mir missfielen als altem Organ- und Clavecinisten klassischer Prägung die Gleichlaufschwankungen des 710, die relativ schnell zu groß wurden, weshalb -der Antrieb an sich konnte es ja nicht sein- zunächst die Andruckrollen und dann die Tonwellen meines MKII ins Fadenkreuz meiner 'Ermittlungen' gerieten:
Ein mir bekannter Pianist mit 'naturgegeben' professionellen Ansprüchen an die Gleichlaufschwankungen besaß einen MKI, der nicht nur die Andruckrollen zunächst noch größeren Durchmessers aufwies, sondern auch im obigen Sinne beschwerdefrei lief. Erklärbar wurde mein Problem damit auch von 'der' anderen Seite her, die aber meine Annahme letztlich ungeeigneter Tonwellen stützte.
Die Ursache lag schlicht daran, dass die Reibung des Vortriebes der vorder- und rückseitig hochgradig kalandrierten und relativ harten Chrom-Bänder in vielen Situationen namentlich mit nicht absolut taufrischen Andruckrollen nicht mehr ausreichte, um einen meinen Ansprüchen gerecht werdenden Gleichlauf einzuhalten. Die Wahrnehmbarkeit der Störungen setzt aufgrund der Anlage unseres Gehörs natürlich die genannten klavierten Musikinstrumente voraus.
Ich hatte anfänglich auch noch ein anderes Problem, das wohl auf denselben Ursachen gründete, sich aber anders äußerte: Beim Starten kam es oft vor, dass trotz meiner sehr sorgfältigen Einmessung und ausschließlichen Verwendung der entsprechend eingemessenen Cassettentypen die Umschaltung vom Vor- auf den Hinterbandbetrieb böse Ergebnisse zutage förderte.
Die Ursache dessen lag in einer nach dem Starten nicht völlig satten Anlage des Bandes an den Köpfen, die sich erst nach 20 Sekunden einstellte, wenn die rechte Transportachse das Band ausreichend nachbefördert, bzw. das Rückhaltemoment der linken Welle das Band nachgespannt hatte. Die Folge war ein dramatischer Höhenabfall, der sich erst über einen viel zu langen Zeittaum ausreichend legte. Dies wurde mit meiner Mattierung der Welle rechts besser. Solange ich diese Ätzung aber nicht durchgeführt hatte, gewöhnte ich mir an, nach jedem Bandstart (vorzugsweise bei der Aufnahme) den linken Wickeldorn für einige Sekunden mit dem Finger vorsichtig zu bremsen, um sicher zu gehen, dass das Band dort anlag, wo ich es haben wollte.
Ich habe damals außerdem meinen (sehr frühen) MKII 'natürlich' gleich umgebaut, d.h. mit einer Empfindlichkeitsumschaltung des ernst zu nehmenden Mikrofoneinganges (drei Stufen) versehen, dem Line-Eingang ein zwischen Line- und Mikrofonempfindlichkeit umschaltbares Verstärkerpaar (nach 169) vorgeschaltet, das natürlich symmetriert war. Zusätzlich verpasste ich dem Serienmikrofonverstärker eingangsseitig eine transformatorische MS-Matrix (zwei Beyer-Übertrager aus den Vorräten), so dass kombinierte Aufnahmen mit vier Mikrofonen ebenso möglich waren wie ein voll symmetrischer Betrieb unter Studiobedingungen, weil der nach wie vor fortlebende Serienausgang auf zwei kleine Line-Endstufen (Typ 169) arbeitete. Ich wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass Studer bereits an einer professionellen Version des Revox-B710 in Gestalt des Studer-A710 entwickelte. Ob er mir allerdings geschmeckt hätte, wäre andererseits infolge des studerspezifisch gespannten Verhältnisses zwischen Preis und Leistung derartig aufgebohrter Revox-Produkte (gemessen an meiner Kiste, die auch noch Phantomspeisung besaß) durchaus zweifelhaft gewesen.
Auffällig ist bei den Cassettenrecordern aus dem Hause Revox, dass sie mit der A700 zu den einzigen Geräten von Revox und den relativ wenigen bei Studer gehören, denen man einen Modulationstransformator für die Mischung von Hf und Nf spendierte. Der Aussteuerungsmesser der 710er nebst Geschwistern ist ein echter Spitzenspannungsmeser (mit Vollweggleichrichtung), der weitgehend nach DIN arbeitet. Er integriert über 10 ms, die Skala (Verlauf, Umfang) stimmt allerdings nicht, reicht mit -40 dB aber weit genug hinunter.
Hans-Joachim
Öl für Sinterlager sollte nicht zu dünn sein, Modellbahnöl geht auch gut dafür, deren Motoren haben auch fast alle Sinterlager.
Es stimmt, die BASF-Cassetten zicken gern, ich habe die schon länger nicht benutzt und werden dann im KX-930 auch wieder verstärkt getestet werden.
Klaro, vom KX-930 wird es einen Bericht in der gewohnten Form geben.
BTW. Wir sollten mal bei Gelegenheit ein kleines Bandschneckentreffen machen :drinks:
Zitat von: Captn Difool am Montag, 19.April.2010 | 21:29:56 Uhr
Öl für Sinterlager sollte nicht zu dünn sein, Modellbahnöl geht auch gut dafür, deren Motoren haben auch fast alle Sinterlager.
Viele Loks haben schon kugelgelagerte Motore (Faulhaber, Maxon).
Vor allem sind´s die Getriebe und Achslager.
Da dort oft Haare und ähnliches reingeraten, werden die Lager dementprechend oft gereinigt. Da wären die Lager schnell ausgewaschen, wenn nicht entsprechend hochwertig und geeignet nachgeschmiert würde.
Wenn man sieht, wie fit manche alte Lok noch in den Lagern ist, obschon sie sehr viel mehr arbeiteten mußte, als ein Tapedeck, darf man der Wirkung solchen Sinteröls schon trauen.
Viele Grüße, Arnulf.
P.S. In meinem Maßstab wiegt eine Schlepptenderlok auch schon mal 7Kg. Die Kraft wird vom Motor auf eine Kuppelachse gebracht und dann vorbildgerecht mit den Kuppelstangen auf die anderen Achsen übertragen. Dazu ein 17Kg schwerer Güterzug am Haken. Mit einer Betriebsdauer, die die meisten Tapedecks nicht erreichen müssen.
OT aber Öl: Ich hatte mal eine alte Fleischmann 01 (Altbuakessel, Metall) in Wartung, die säuselte fast geräuschlos und seidenweich, ein wenig die Lager nachgeölt, die muß schon tausende von Rundenkilometern zurückgelegt haben, das war jedenfalls ein Paradebeispiel eines gut eingefahrenen Motors, da brauchte der alte Dreipoler keinen Vergleich zu einem Fauli mit Schwungmasse scheuen. Glockenankermotoren sind nur bei wenigen Modellbahnern verbreitet, die Mehrheit fuhr zu meiner Zeit mit Standardmotoren. Die Modellbahn- und Zubehörhersteller verkaufen kein schlechtes Öl. Es ist harzfrei mit einer geeigneten Viskosität für kleine Lager. Es sollte eben nur kein "Nähmaschinenöl" aus dem Baumarktregal sein. Auch im Modellbauzubehör gibt es die passenden Öle, da es dort auch viele Drehlager in allen Varianten gibt. Ich habe jedenfalls damit immer gute Erfahrungen gemacht.
Hi zusammen,
@Hans-Joachim
Sorry, ich wollte nichts aus dem von Dir gesagten "unterschlagen" :drinks:.
Mir war es nur in erster Linie wichtig das Ätzprozedere hier zu platzieren.
Für die restlichen Hintergründe, dachte ich mir, kann der Interessierte dem von mir platzierten Link folgen.
@Arnulf/André
Danke für die Tips mit dem Öl.
Ich werde mal beim lokalen "Modellbahn-Dealer" vorbei schauen und mir ein Fläschen gönnen prost02.
@André & all
Ein Bandschneckentreffen wäre lustig - hatte ich auch schon öfter dran gedacht.
Schade ist halt, daß wir hier sicher nur um die 5-6 Leute sind, die sich dafür interessieren (wobei man ein Treffen ja nicht grundsätzlich einschränken sollte). Ein "Stück" fahren würde ich zu einem Treffen schon auch, blos bitte nicht tausende von km quer durch die Republik...
Lieber Kunibert,
um potenziell aufkommenden Irrtümern vorzubeugen: Es ging mir nicht ums Meckern oder die Betonung meiner 'unverzichtbaren Wichtigkeit' (hüstel), sondern eher darum, andere vor meinen Dummköpfigkeiten anno tobak zu bewahren, denn nicht nur ich bin fehlbar. Und wenn nur ein Dröppsken der Säure an die Lagerstellen der Wellen gelangt, herrscht gleichlaufmäßig Matthäi am letzten. Mich belastete es, wenn ich indirekt/direkt Anlass dazu gegeben hätte, einen Abkömmling einer Firma zu beschädigen, der Hand und Fuß, Maß und Ziel menschliches wie technisches Anliegen beim Konstruieren war.
Studer ist ja nicht deshalb Studer, weil wir den entsprechenden Kult darum veranstalten, sondern weil dort Leute am Werke waren, die sinnvoll und berechenbar ihre Arbeit auf ein 'sauberes Ziel' hin machen wollten und nebenbei auch durften bzw. konnten. Man bedenke dabei, aus welchen Bedingungen eines Weltkonzerns heraus der große europäische Konkurrent AEG-Telefunken seine Werkstraditionen aufbaute. Studer begann als Kleinstbetrieb ohne Abwerbungen bei der Konkurrenz; man schuf sich seine Kompetenz selbst. Und aus dieser vorsichtigen Handwerksmeistermentalität geschah dann nach allerhand Durstkilometern bekanntlich einiges nicht zuletzt deshalb, weil man personalpolitisch geschickt große, aber noch junge Lose gezogen hatte, die sich im Hause bis zum Ruhestand wohl, nein, mehr noch, zuhause fühlten..
Die nicht zufällig und grundlos dauernd laufenden Tonmotoren der 710er (nebst Verfolgern) begünstigen ein Auslaufen der Sinterlager, die deshalb nach 25 Jahren mehr oder minder fortlaufenden Betriebs oftmals erledigt sind. Es gibt jemanden auf deutschem Boden, der die Logistik zur Fertigung von Lagern, Tonwellen nebst dem Einpressen der Lager in den Gussrahmen angeworfen hat, um solcherart gealterte Rekorder in der Originalspezifikation wiederzubeleben. Er hat beispielsweise für Enzo di Benedetto die entsprechenden Bauteile geliefert. Das allerdings geht nicht ohne Geld (Einzelanfertigungen höchster Genauigkeit, Spezialverfahren beim Aus- und Einpressen der Lager) und Kompetenz und nochmals Kompetenz ab, weil die Lagersituation eines Cassettenrecorders an seinen physikalischen Grenzen komplizierter ist als der Gleichaufvergleich der Geräte zweier Hersteller mit ungeeigneten Signalen.
Hans-Joachim
Alles klar, Hans-Joachim .,a095.
Wißt Ihr eigentlich, ob die Andruckrollen aus dem B215 auch ins B710/II passen ?
Verräterisch ist bereits die de facto identische Laufwerkszeichnung von 710/II und späterer 215-Serie. Und so haben denn auch beide "Pinch Roller" (L & R) in beiden Fällen dieselbe Ersatzteilnummer 710.203.00.
Identischer geht es wohl nicht.
Leider aber scheint man zu Regensdorf ehedem auch hier etwas versucht zu haben, wovon ausgehend reumütig zu alten Verfahren zurückgekehrt wurde, denn zunächst (bis Seriennummer 20400) hatten die 215 nicht nur links und rechts unterschiedliche Andruckrollen, sondern auch solche, die vom 710/II abwichen. Ich würde mir das für beide Serien genau ansehen, ob und inwieweit sich die 215/I-Andruckrollen vom 710/II unterscheiden, wenn (nominell nicht passende) 710/II-Andruckrollen mit Sinterlagerhülse vorhanden sind. Heute erhält man auf dem klassischen Beschaffungskriminalitätsamtsweg über Villingä-Schwenningä (also keine Sonderanfertigung) ja nurmehr Andruckrollen mit Plastiklagerhülse.
Hans-Joachim
Super. Ich hab' ja noch neue Rollen für's B215, die kann ich dann vlt. ins 710 einbauen (falls notwendig) :_good_:
Moin,
ich habe bei meinen beiden A710er die Lager mit Balistol geöl. Die beiden Tapes laufen ganz hervorragend. Ich bin damit bestens zufrieden.
Wichtig ist es das man alles zerlegt und richtig reinigt. Ohne dem gehts nicht . Dann mit einem Q-Tip die Lager ganz leicht einölen.
Wie gesagt damit habe ich die beste Erfahrung gemacht.
Gruß Heinzmen
Hi Heinzmen,
ja mit Ballistol habe ich auch schon so manches gerichtet, aber als echtes Schmieröl setze ich es eigentlich nicht ein.
Weiß gar nicht wieso, aber ich meine es stand auf der Dose, daß es dafür nicht so richtig geeignet ist.
Zum schmieren mit Öl nehme ich sonst immer ein dünnflüssiges Universalöl, praktisch sowas wie Nähmaschinenöl, nur daß meins nicht verharzt und (nach Anruf beim Hersteller) auch keine Materialen angreifen (soll).
Bei den Sinterlagern bin ich da aber seit Neuestem immer etwas vorsichtig. Hab' halt Schiß, daß die lager futsch gehen :cray:
Hi zusammen,
heute kam das B710 an. Auf den ersten Blick ist's ok, aber bei zwei Punkten bin ich beim ersten Check drüber gestolpert.
Wenn Ihr vlt. da mal was zu sagen könntet, ob das ok ist:
(1) Die Schalter scheinen alle zusammen nicht ganz fit zu sein. So läßt sich das Deck z.B. manchmal nicht ausschalten, d.h. die Wellen bleiben stehen, aber der Zähler bleibt an.
(2) Die LED der Lichtschranke leuchtet nicht. Beim B215 ist das ja deutlich zu sehen, beim B710 nix.
Ist das evtl. eine IR Lichtschranke ?
Das Gehäuse mieft etwas nach Nikotin:
Mit was kann man denn das Nextel putzen ?
Geht da ein Lappen mit Alkohol oder doch besser nur Spüli, nicht daß sich da die Beschichtung löst.
Moin Matthias!
Alkohol löst zumindest diese alten Nextelbeschichtungen ab!!!
Zitat von: kuni am Montag, 26.April.2010 | 20:54:22 Uhr
(2) Die LED der Lichtschranke leuchtet nicht. Beim B215 ist das ja deutlich zu sehen, beim B710 nix.
Ist das evtl. eine IR Lichtschranke ?
Funktioniert die Bandabschaltung beim B 710?
Denn beim B 710 sieht man die Lichtschranke nicht (Das Licht ist nicht im sichtbaren Bereich/Spektrum).
Bei der B 215 ist sie i.d. Regel sichtbar, aber IMHO auch nicht bei allen Modellen.
Hi Ihr beiden und danke für die Infos.
Gehäuse werde ich dann mit Wasser und Spüli abwaschen (sonst mache ich das bei Blech, Kunststoff, Folie immer mit Iso-Alkohol - sozusagen desinfiziert :grinser:).
Die Abschaltung beim B710 funktioniert, von daher hatte ich schon vermutet, daß das eine IR Lichtschranke sein dürfte.
Allerdings stoppt mein B215 genau dann, wenn der Übergang vom Vorspann- zum Magnetband genau auf der Lichtschranke ist.
Das B710 stoppt etwas später, nämlich wenn das Magnetband schon rechts ins Gehäuse läuft.
Die Lichtschranke werde ich auf jeden Fall putzen und einstellen, aber ich denke das könnte normal sein.
So Leute,
hier mal ein paar kurze Impressionen des B710.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_01_Revox_B710_Front_gesamt.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/01_Revox_B710_Front_gesamt.jpg)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_02_Revox_B710_Front_links.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/02_Revox_B710_Front_links.jpg)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_03_Revox_B710_Front_rechts.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/03_Revox_B710_Front_rechts.jpg)
Der KH-Volume Knopf steht ziemlich vor, obwohl die Kappe richtig sitzt.
Hab' da heute mal nach Bildern gesucht, aber keins gefunden, bei dem der Knopf von der Seite fotografiert wäre.
Allem Anschein nach, scheint das normal zu sein, daß der so weit vorsteht ?
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_04_Revox_B710_KH_Vol.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/04_Revox_B710_KH_Vol.jpg)
Habe gerade die Front weg:
Man kann da wohl die ganze Platine mitsamt den Buchsen und dem Poti mit ein paar U-Scheiben etwas nach hinten setzen, dann gibt das ein Bild :_good_: (so sieht das ja aus, als wär's nicht richtig draufgesteckt :_thumbdown_:
TK sieht gut aus (ist noch nicht geputzt).
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_06_Revox_B710_Tonkopf.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/06_Revox_B710_Tonkopf.jpg)
Rechte Capstanwelle ist schon mattiert :_good_:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_07_Revox_B710_Capstan_rechts.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/07_Revox_B710_Capstan_rechts.jpg)
Nextel hat seitlich und auf dem Deckel ein bischen was abbekommen, stört mich aber weiter nicht.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_08_Revox_B710_Nextel_Seite.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/08_Revox_B710_Nextel_Seite.jpg)
Den Grund des Mief habe ich auch gefunden, total verstaubt:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_05_Revox_B710_Timer_Knoepfe.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/05_Revox_B710_Timer_Knoepfe.jpg)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_09_Revox_B710_Innen_oben.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/09_Revox_B710_Innen_oben.jpg)
Gott sei Dank wirklich nur Staub und kein Nikotin :_yahoo_:, lies sich also prima absaugen.
Hab's heute anhand der BDA komplett getestet - tut alles, bis auf den Bandstop, aber das wird wohl die Lichtschranke sein.
Die Schaltersache habe ich schon geritzt: Platinchen + Schalter ausgebaut und die Kontakte auf der Platine gesäubert - jetzt schalten sie wieder wie 'ne eins.
Laufwerk ist auch schon raus. Das hat genauso viel Staub angesetzt. Muß ich ja aber eh zerlegen, dann ist's auch nicht weiter schlimm.
Vom Aufbau kann ich im Vergleich zum B215 vlt. noch sagen, daß mir das B710 hier einen etwas wertigeren Eindruck macht.
Die Basisplatinen sind aus Pertinax und alles in allem mußte ich doch etliche Schrauben mehr öffnen um ans Innere zu kommen.
Spontan betrachtet scheinen auch die Schalter am LW (MC eingelegt und Kodierung) nicht offen zu liegen, sondern sind Mikroschalter, bzw. gekapselt.
Sieht ja aus wie ein Panzerschrank, gefällt mir aber deutlich besser als die B-215. Ja, da ist eine Rundumreinigung von innen nach außen dringend fällig.
Mit fällt auf, das der rechte Führungsstift bei der Cassettenaufnahme eine Macke (Bruch?) zu haben scheint.
Das 'Bruchstück' ist Teil der filigranen Lichtschranke; das hat nicht jeder!
Also an dieser Stelle keine Gefahr im Verzug...
Pit
Aha, das ist auf den Bildern leider nicht so gut zu erkennen, die Fotodiode also?
Nein, das dürfte eher der 'Lichtleiter' hinunter zum OP500 sein, dem Fototransistor also. Die Diode sitzt auf der Gegenseite und blinzelt manchmal unsichtbar, manchmal leicht errötet aus dem Geräteinnern durch das dünne Band hindurch.
Zum Verständnis:
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/710_OP500.jpg)
mfg Pit
Moin zusammen,
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 28.April.2010 | 06:34:42 Uhr
Sieht ja aus wie ein Panzerschrank
:_good_:
B710 und B215 sind sooooo viel anders vom Aufbau nicht. Wie ich schon geschrieben hatte, ist das B710 alles in allem schon etwas stabiler aufgebaut - da sind z.B. einige Verstrebungen mehr und es waren mehr Schrauben zu lösen um ans Innere zu kommen.
Hat natürlich auch Nachteile, so läßt sich das B215 eindeutig mit weniger Aufwand zerlegen - aber das macht man ja auch nicht jeden Tag.
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 28.April.2010 | 06:34:42 Uhr
gefällt mir aber deutlich besser als die B-215.
Meine Frau ist ja hier "Master" bzgl. Design :flööt:
Das B215 kann sie gar nicht ab - das B710 zwar auch nicht wirklich, aber fand sie dann doch etwas harmonischer - alles Geschmacksache.
Auch das B710 trifft nicht wirklich meinen Geschmack (optisch !), aber irgendwie find ich's auch gelungener.
Schade nur, daß Revox bzgl. der Haptik nicht wirklich der Bringer ist.
Die leichten Aluknöpfe fassen sich einfach "billig" an und dieser komisch hervorstehende Knopf der Kopfhörerlautstärke geht irgendwie gar nicht...
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 28.April.2010 | 06:34:42 Uhr
Ja, da ist eine Rundumreinigung von innen nach außen dringend fällig.
Ist schon erledigt. Ich mußte eh die ganze Front abbauen um an die Schalterplatine (zwecks Reinigung der selben) zu kommen.
Dabei lag dann alles offen und ich konnte prima absaugen. War kein größerer Siff, sondern wirklich nur lockerer Staub nur der saß halt in jeder Ritze. Die abmontierten Frontplattenteile werden noch sanft mit Spüli gewaschen, aber dann erst wenn's wieder an den Zusammenbau geht.
Jetzt ist erst mal das LW dran. Da habe ich gestern noch die Capstanwellen ausgebaut (Bilder dazu folgen noch), sauber gemacht, Lager neu geölt und wieder eingebaut.
Hat von Euch auch schon mal jemand die Wellen an dem Revox LW ausgebaut ?
Da ist am hinteren Gegenlager eine kleine braune Scheibe mit zwei Zapfen, die die Scheibe gegen verdrehen im Lagersitz sichern. Diese Scheibe ist auf der einen Seite plan, auf der anderen Seite hat sie eine ringartige Erhebung. Leider habe ich beim auseinander bauen nicht richtig aufgepaßt und weis nun nicht mehr genau, ob die plane Seite (a) in Richtung Motor oder (b) in Richtung Lager gehört.
Wenn ich mich richtig erinnere, dann wär's (a), aber wäre nett wenn mir das jemand bestätigen könnte.
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 28.April.2010 | 06:34:42 Uhr
Mit fällt auf, das der rechte Führungsstift bei der Cassettenaufnahme eine Macke (Bruch?) zu haben scheint.
Du meinst den grauen "Stift" rechts neben dem TK ?
Das ist die Halterung für den Spiegel der Lichtschranke (sitzt darunter - unter dem Band) und hat mWn gar keine Führungsfunktion.
Der Spiegel ist ein kleines Plättchen das von unten in diesen Plastikstift eingesetzt wird und stirnseitig mit dem Kunststoff verschweißt ist.
Deswegen sieht das so aus wie abgebrochen, ist aber völlig iO.
Übrigens passen die Andruckrollen des B215 in meinem B710 Exemplar nicht. Dort sind viel kleinere (Durchmesser ca. 6mm) verbaut.
Moin,
wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ist (a) richtig. Sei aber bitte sehr vorsichtig mit den beiden Schrauben. Zieh diese mit sehr viel Gefühl ( das was sich die Frauen wünschen ) an. Die brauchen auch nicht extrem fest zu sein. Sonst ist es ruckzuck kaputt.
Also aufpassen.
Gruß Heinzmen
Zitat von: kuni am Mittwoch, 28.April.2010 | 11:46:55 Uhr
[...]
Das B215 kann sie gar nicht ab - das B710 zwar auch nicht wirklich, aber fand sie dann doch etwas harmonischer - alles Geschmacksache.
Auch das B710 trifft nicht wirklich meinen Geschmack (optisch !), aber irgendwie find ich's auch gelungener.
Schade nur, daß Revox bzgl. der Haptik nicht wirklich der Bringer ist.
[...]
Zugegeben: Toleranz ist nicht gleich Toleranz, und den 215-er gibt es ja in unterschiedlichen Frontversionen, aber mein 'Türmchen' hat bei der zuständigen Regierung noch immer Gefallen gefunden. Auch wenn die Sache nicht sortenrein ist und eine gewisse Mischkultur auch nicht jedermanns Sache ist:
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/B-215_ff.jpg)
Gruß Pit
Hi Pit,
Kammerl 417, oder was will das nette Schild uns sagen? ---- Dann hast Du uns aber so einige Kammerln unterschlagen. Möcht nicht wissen was in diesen alles so rumsteht.... ;0008
Übrigens kam mir Vorgestern eine Original-BDA 285 im Neuzustand in die Finger, wenn da also Bedarf besteht? .....
Was sind das denn für hübsche Aktivweichen unter dem B-215, oder täuschen mich meine alten Äuglein?
Hi Heinzmen,
Zitat von: heinzmen am Mittwoch, 28.April.2010 | 11:58:18 Uhr
wenn ich das jetzt richtig verstanden habe ist (a) richtig. Sei aber bitte sehr vorsichtig mit den beiden Schrauben. Zieh diese mit sehr viel Gefühl ( das was sich die Frauen wünschen ) an. Die brauchen auch nicht extrem fest zu sein. Sonst ist es ruckzuck kaputt.
Also aufpassen.
Du weißt welche Scheibe ich meine ?
Wenn man das hintere Capstanlager aufmacht, dann kommen der Demontagereihenfolge nach (Nummern in Klammern = Teilenummern der Explosionszeichnung im SM):
- Klemmfeder (24)
- Schwungscheibe (25)
- Gegenlager (28 + 29)
- Kupfer U-Scheibe (30)
- O-Ring (31)
- Motorplatine (32)
- Niedrigreibungs-U-Scheibe (33)
- Axial-Lager Scheibe aus Kunststoff (34)
Genau um letztere geht's mir.
Der drehbare Teil der ganzen Mimik ist ja hinten (von der Schwungscheibe her gesehen).
D.h. (33) dreht sich mit und dreht damit auf dem Lager (34). Wenn also diese ringartige Erhebung des Lagers (34) in Richtung U-Scheibe (33) gerichtet wäre, dann würde sich mMn genau diese Erhebung mit der Zeit abschleifen. Also müßte meiner Überlegung nach diese Erhebung in Richtung Lager im Gußblock zeigen, weil dort keine drehbaren Teile darauf einwirken (somit wirkt die Erhebung lediglich als Abstandhalter).
Die plane Seite von (34) müßte dann also zur U-Scheibe (33) gerichtet sein.
Ich habe leider gerade kein Bild da, aber ich hoffe ich konnte es verständlich beschreiben.
Danke auch für den Tip mit den Schrauben - kann gut sein, daß ich die dann doch etwas zu fest gezogen habe. Wenn ich's nochmal zerlege, dann werde ich die sanfter anziehen.
Nochwas, was mir gerade bei obiger Zusammenbaureihenfolge im Zshg. mit dem SM aufgefallen ist:
Obige Reihenfolge entspricht dem, was in der Explosionszeichnung im SM zu sehen ist, d.h. von hinten abbauend:
Schwungscheibe (25) -> Kupfer U-Scheibe (30) -> O-Ring (31)
Bei mir war die Reihenfolge aber ganz sicher anders (diesbezüglich weis ich es genau):
Schwungscheibe (25) -> O-Ring (31) -> Kupfer U-Scheibe (30)
=> also (31) und (30) andersherum.
Das macht mMn auch Sinn, weil in der Schwungscheibe eine kleine Nut (Dichtsitz) eingedreht ist, in die der O-Ring genau reinpaßt und dort das Lager rückseitig abdichtet.
Ich bin mir deswegen bzgl. der Reihenfolge in meinem Gerät ganz sicher, weil an einer Schwungscheibe beim abziehen der O-Ring nicht auf der Welle blieb, sondern genau in dieser Nut an der Schwungscheibe blieb.
Nun ist das aber anders als im SM und es könnte ja nun sein, daß da schon mal gefummelt und falsch zusammengebaut wurde.
Deswegen zur Sicherheit noch mal die Frage, welche Reihenfolge hier die richtige ist ?
Zitat von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 28.April.2010 | 12:51:02 Uhr
[...]
Kammerl 417, oder was will das nette Schild uns sagen? ----
[...]
Was sind das denn für hübsche Aktivweichen unter dem B-215, oder täuschen mich meine alten Äuglein?
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/417_Kammerl....jpg)
Das habe ich als einzigstes themenfremdes Objekt seinerzeit bei EMTEC abmontiert. Passt
a) wg. dem Pumuckel
b) bedeutet: Kammerl 4, Studio 1, siebter Versuch...
Die Weichen sind BSS FDS360, für 'rechts' und die Havariereserve... den 'linken Turm' habe ich tatsächlich unterschlagen...
PvS
Zitat von: P.Nieratschker am Mittwoch, 28.April.2010 | 13:19:16 Uhr
......
b) bedeutet: Kammerl 4, Studio 1, siebter Versuch...
......
;0008 ;0008 :_rofl_: Passt schoo
Moin,
der O-Ring sitz in der Nut das ist richtig. Leider ist es schon eine ganze Weile her das ich wieder mal so ein Laufwerk zerlegt habe.
Ich meine aber man kann sehen wie es zusammen gehört. Ich will natürlich jetzt ein Laufwerk zerlegen. In den nächsten Wochen bekomme ich eines das ich auch überholen soll weil einer der Motoren nicht mehr läuft. Das kann sich aber noch einige Tage hinziehen.
Ich schau mal was ich hier jetzt auf die schnelle machen kann.
Gruß Heinzmen
Hi Heinzmen,
mir scheint es auch so, daß der O-Ring in der Nut sitzen muß. Zum einen von der Überlegung her und zum anderen weil ich es beim auseinanderbauen ja auch so vorgefunden hatte.
Nur: Als ich vorhin obige Reihenfolge zusammengestellt hatte und dann mit den Nummern aus dem SM "füttern" wollte, ist mir eben im Vergleich mit dem SM genau dieser Unterschied in der Reihenfolge mit dem O-Ring ins Gesicht gesprungen.
Deswegen stellt sich eben nun da die Frage, ob an meinem Deck mal einer gebastelt und es falsch zusammengebaut hat, oder ob das SM an der Stelle falsch ist. Das wäre nicht das erste Mal, daß mir solche Doku-Fehler unterkommen.
An meinem Gerät war z.B. auch an der rechten Welle nur eine Kupfer U-Scheibe, an der linken Welle aber 3 St. (vermutlich zum Ausgleich des Axialspiels). Im SM ist ja nur eine Seite in der Explosionszeichnung dargestellt, was wiederum vermuten läßt, daß beide Seiten gleichartig aussehen sollten, was bei meinem Exemplar aber eben bzgl. der Anzahl U-Scheiben nicht der Fall ist. Hier könnte es durchaus sein, daß man schon ab Werk unterschiedlich viele Scheiben verbaut hat, um eben genau das Axialspiel auszugleichen. Sowas wird ja dann typischerweise im SM auch nicht weiter erwähnt.
Ja leider geben die SMs immer zu wenig her. Ruf doch mal bei Revox an. Vielleicht habe die etwas da was genauer aussagt wie was zusammen gehört. Ich könnte mir vorstellen das es dort sowas gibt, da die Revox-Leute ja auch die Laufwerke überholen.
Vielleicht gibt es eine Interne Mittteilung.
Leider gibt das SM garnichts her, ich habe eben nochmal geschaut.
Gruß Heinzmen
Zitat von: heinzmen am Mittwoch, 28.April.2010 | 15:42:58 Uhr
Leider gibt das SM garnichts her, ich habe eben nochmal geschaut.
Auf den letzten Seiten des SM gibt's die Explosionszeichnugen, daraus geht die Reihenfolge schon hervor, nur eben anders als ich es beim Zerlegen gesehen habe.
Den Blick in die Explosionszeichnung habe ich noch nicht gewagt (kommt aber noch), jedoch fordern solche "grundsätzlichen Fragen" immer wieder auf's neue heraus; daher habe ich ganz pragmatisch das 'Forenlaufwerk' demontiert und frage mich nun, ob das besagte Teil noch innerhalb des rechts im Bild befindlichen 'unteren Motorlagers' zu finden sein wird? Ich brauchte es bei der intuitiven Demontage nicht abzubauen, die (übrigens noch beidseitig, also frühe MK-I) polierte Capstanwelle lies sich problemlos 'nach vorne' ausbauen... Könnte jetzt nach MUC zum Ätzen fahren, mache ich aber nicht. Soll ich weiter 'aufschrauben'? Na?
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/B710_MK-I_Motor_Capstan.jpg)
Moin,
ich glaube ich muss mein Laufwerk zerlegen um dir zu helfen..... so kommen wir nicht weiter. Ich habe die Wellen immer nach hinten herausgezogen.
Ich melde mich....
Gruß Heinzmen
Moin,
wenn das Bilder einfügen nicht so scheiße kompliziert wäre würde ich jetzt hier mal die beiden Bilder hinstellen...
vielleicht kann da Jürgen mal nachhelfen. Danke Jürgen.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_DSCF1237.JPG)
[url=https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/DSCF1238.JPG](https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_DSCF1238.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/DSCF1237.JPG)
So wie ich die Teile hingelegt habe; Klammer, Schwungmasse ( kleiner O-Ring drin ) , 3 dünne Kupfer Scheiben, eine grössere Stahlscheibe .
so werden die Teile eingebaut. Die Stahlscheiben liegt auf einem Plastikring auf der einen Wulst hat um die Reibung zu mindern.
Gruß Heinzmen
Laß (ein gut funktionierendes) Laufwerk lieber mal beisammen, Heinz. Nach weiterer Demontage und Vergleich mit der Explosionszeichnung kann ich definitiv bestätigen, daß die Zeichnung einen Fehler enthält.
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/B-710_MK-I_Lagersituation.jpg)
Die Positionen 30 und 31 sind vertauscht in dem Sinne, daß der 'O-Ring' (31) positionsmäßig UNTER die Abstandsscheiben (30) muß (es waren hier übrigens 5 Stck. verbaut!), er hat sogar eine Ausfräsung in der Schwungmasse (25), wo er bei meinem vorsichtigsten Auseinanderbau auch zweimal vorgefunden wurde. Die Nut (im Capstan-Schaft) ist m.E. nicht die Lage des O-Ringes; sie (die Nut) verschwindet im mittleren Bereich der Schwungmasse, wenn man die Explosion wieder beseitigt.
Eine 'zweite' Nut (ganz ohne Ohrgehänge) befindet sich übrigens am Übergang des dünneren Capstan-Unterteils (wo letztlich die Sicherungsfeder draufgeschoben wird) und dem eigentlichen Lager-Laufbereich. Ich könnte mir vorstellen, daß es sich dabei um zwei Öldepots handelt, das ist aber nur eine Vermutung und müßte von kompetenteren Lagerverwaltern verifiziert werden.
Zum Abschluß meinerseits noch ein weiteres Q&D Foto:
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/B-710_MK-I_live_Lagersituation_1.jpg)
sowie die Schwungmassen-Ausfräsung und ihr(normalerweise innenliegender) Ohrstöpsel (der mehr einem Abstreifer ähnelt als einem O-Ring, aber das ist Definitionssache...):
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/B-710_MK-I_live_Lagersituation_2.jpg)
Habe das Tape wieder zusammen und es läuft wie es sich gehört... zur Not hätte ich noch ein zweites.....
Gruß Heinzmen
die Lager und Wellen schön mit Spiritus und Q-Tip reinigen. Anschließend eine Tropfen Öl in jedes Lager. Dann vorsichtig die Wellen wieder in die Lager stecken. Schauen ob sie sich schön drehen lassen. Dann das Lager zusammen bauen. Vorsichtig die beiden Schrauben anziehen.Leicht anziehen. Wenn alles wieder zusammen gebaut ist muss sich die Masse mit einem kleinen Schubs 3-5 mal ohne weiteres drehen.
Wenn du das Laufwerk einschaltest und ca 30 sek laufen lässt, anschliessend aus schaltest müssen die beiden Massen aus eigener Kraft noch mindestens 4 mal ganz herum drehen. Mit Filzschreiber eine Makierung machen.
Gruß Heinzmen
Hi Pit & Heinzmen,
man seid Ihr fix und vor allem sich die Mühe zu machen sein eigenes LW zu zerlegen - Ich sage DANK :give_rose:
Zur LagerscheibeZitat von: P.Nieratschker am Mittwoch, 28.April.2010 | 16:56:57 Uhr
ob das besagte Teil noch innerhalb des rechts im Bild befindlichen 'unteren Motorlagers' zu finden sein wird?
Ja. Die Scheibe (34) befindet sich unter dem hier sichtbaren verschraubten Ring.
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/B710_MK-I_Motor_Capstan.jpg)
Hier bestens zu sehen (der braune Kunststoffring)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_DSCF1238.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/DSCF1238.JPG)
Wie man hier sieht, ist der Wulst nach hinten (bei mir war die Scheibe anders herum drin) .,a015
@PitAuf Deinen Bildern ist die Lage des Wulst nicht zu erkennen. Kannst Du nochmal sagen, wie das bei Dir drin war ?
Zum O-RingZitat von: P.Nieratschker am Mittwoch, 28.April.2010 | 17:55:46 Uhr
Die Positionen 30 und 31 sind vertauscht in dem Sinne, daß der 'O-Ring' (31) positionsmäßig UNTER die Abstandsscheiben (30) muß
Jepp. Man sieht auf Euren Bildern gut den Sitz des Rings in der Schwungscheibe, so ist's bei mir auch, also gehört er auch dort hin.
Zitat von: P.Nieratschker am Mittwoch, 28.April.2010 | 17:55:46 Uhr
Abstandsscheiben (30) ... (es waren hier übrigens 5 Stck. verbaut!)
Hier kann es mMn nach Unterschiede geben. Bei Heinzmen sind's 3 St., bei mir an einer Welle 1 St. an der anderen 3 St.
Die Dinger sind so dünn, daß ich die 3 im Paket zunächst gar nicht als einzelne Scheiben wargenommen hatte.
Ich denke wirklich, daß da eben so viele eingebaut werden, bis das Axialspiel minimal ist und fertigungsbedingt ergibt sich dann je Welle eine andere Anzahl.
Zitat von: P.Nieratschker am Mittwoch, 28.April.2010 | 17:55:46 Uhr
Ohrstöpsel (der mehr einem Abstreifer ähnelt als einem O-Ring, aber das ist Definitionssache...):
Pit, Dein O-Ring ist schlicht verquetscht, also alt.
Bei mir ist das ein richtig runder O-Ring, so wie man sich den vorstellt (auf Heinzmen's Foto - in der Vergrößerung - auch ganz gut zu erkennen).
Zitat von: heinzmen am Mittwoch, 28.April.2010 | 18:13:59 Uhr
Schauen ob sie sich schön drehen lassen.
Ohne Schwungmassen drauf, habe ich gemerkt, daß die rechte/mattierte Welle deutlich schwergängiger zu drehen ist.
Die ging aber auch mit Abstand nicht so leicht aus dem Lager. Ich vermute, daß da das Lagerspiel - einfach weil's die eigentliche Antriebswelle ist - enger toleriert ist.
Zitat von: heinzmen am Mittwoch, 28.April.2010 | 18:13:59 Uhr
Wenn alles wieder zusammen gebaut ist muss sich die Masse mit einem kleinen Schubs 3-5 mal ohne weiteres drehen.
Mit Schwungmassen drauf schaffen's beide Wellen bei mir nur auf 1-1,5 Umdrehungen.
Ich muß das eh nochmal zerlegen. Ich glaube ich habe die vordere Plastikabdeckscheibe (also die transparente Scheibe, die von der Kassettenschachtseite her vor Staub schützt) zu fest aufgedrückt, daß die das Ganze nun abbremst.
Habe übrigens Revox heute mittag mal angemailt, vlt. schicken die noch eine detailliertere Anleitung, aber ich glaub's eigentlich nicht.
Zitat von: heinzmen am Mittwoch, 28.April.2010 | 17:49:59 Uhr
wenn das Bilder einfügen nicht so scheiße kompliziert wäre
Ist's eigentlich gar nicht.
Du lädst Deine Bilder einfach in Deine Forengalerie hoch, klickst es dann an und bekommst dann unter dem Bild ein Textfeld mit Namen "Zwischengrösse klickbar". In das Textfeld klickst Du 3x kurz hintereinander, kopierst Dir den markierten Code in die Zwischenablage und fügst ihn dann im Bearbeitungsfenster Deines Beitrags wieder ein. Dann hast Du Darstellung in Normalgröße und beim drauf klicken bekommt man die Vollauflösung in einem extra Browserfenster.
Moin,
langsam gehts nach vorn.... gemeinsam kriegen wir dein Laufwerk wieder zum laufen....
es könnte aber möglich sein das meine Lagerspiele ein µ größer ist als deines. Deshalb drehen die Massen bei mir vielleicht öfters. ABER drehen müssen die sich selbständig mindestens 3 mal um die eigene Achse. Das habe ich mal irgendwo gelesen. Ich weiss dummerweise nicht mehr wo. Man wird alt. Es kann sein das ich irgendwo eine pdf darüber habe aber wo ?
Naja dein Laufwerk läuft die Tage mit sicherheit wieder....
Gruß Heinzmen
Zitat von: kuni am Mittwoch, 28.April.2010 | 19:35:24 Uhr
[...]
@Pit
Auf Deinen Bildern ist die Lage des Wulst nicht zu erkennen. Kannst Du nochmal sagen, wie das bei Dir drin war ?
[...]
Sorry, alles schon wieder zusammengebaut und weggeräumt... Das Teil, das Du meinst, ist die Lagerhalterung für das große, untere Sinterlager. Ich glaube, der Wulst war nicht zu sehen (und zeigte daher Richtung Lager), aber Erinnerung ist trügerisch.
Kommt nichts anderes, komme ich nächste Woche wieder dazu, nochmal 'abzubauen'. Bis dahin: viel Spaß!
Pit
Ei ei, ich hab's befürchtet:
Jetzt steht's 2:1 mit der Einbauorientierung von dem Ring .,a015
Ähem!
Könnte es sein, das die Einbauorientierung des Ringes unerheblich ist?
Nein kann es nicht, der Wulst MUSS zur Stahlscheibe zeigen sonst ist die reibung zu groß. Die Stahlscheibe würde sonst flach anliegen und das bremst dann die Masse. Ist doch eigendlich logisch.ODER ???
Gruß Heinzmen
3:0, wenn dieses blaue Etwas, das auf meinem Frühsportfoto leidlich zu erkennen ist, der 'Wulst' ist. (links neben dem 810-er 'Haribo'):
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/B-710_Wulst_Lagerhalter.jpg)
Sieht für mich aus, als ob das eine (?Teflon-) Beschichtung des metallischen Lagerhalters ist, in meinem Fall auch mit zwei Aussparungen, die aber einen Defekt darstellen können;
Damit ist Heinz' These richtig, daß die Stahlscheibe auf diesem Kunststoffbelag zu rutschen hat und sonst nirgends. Die Scheibe hat übrigens auch eine kleine Anfasung, die genau an diese 'blaue' Kontaktfläche gehört, nicht an die zwei bis sieben (bei mir: Kupfer-) Distanzscheiben.
Und alles wird guuuht.
PvS
Moin zusammen und nochmals herzlichen Dank für Eure frühmorgendlichen Mühen .,d040.
Eigentlich wollte ich das LW gestern nochmal zerlegen und wieder zusammenfrickeln, hab dann aber letzteren Teil doch nochmal gelassen, weil ich erst Klarheit wegen dem Ring'le bekommen wollte....
Zitat von: hifikauz am Mittwoch, 28.April.2010 | 22:08:46 Uhr
Könnte es sein, das die Einbauorientierung des Ringes unerheblich ist?
Irgendwie ging mir sowas gestern auch durch den Kopf ;0001, schließlich lief mein Deck ja auch schon vor dem Zerlegen.
Andrerseits: Wenn Ingenieure sowas konstruieren - also einen solchen Wulst vorsehen - dann hat's meißt einen Grund .,111
Da der drehbare Teil der ganzen Angelegenheit hinten liegt - also zu jener Niedrigreibungs-Stahlscheibe hin, leuchtet mir Heinz' Argument natürlich ein, also ein klares "pro Wulst hinten" :_good_:
Nach gestriger Neuzerlegung meines LW, folgende Überlegeung meinerseits:
Bei genauer Betrachtung jener Stahlscheibe, also der Seite die mal in Richtung Wulst gezeigt hat, müßte sich ja (wenigstens in geringfügigem Maße) eine Art "Schleifspur" zeigen. Wenn die Seite am Wulst auflag, dann würde dort ein dünner Ring als "Abrieb" zu sehen sein, wenn die plane Seite an der Scheibe anlag, dann müßte der Ring breiter sein.
Ich fand eine breite "Schleifspur" vor, also war der Wulst in meinem Deck wohl doch (und dessen war ich mir ja recht sicher)
nicht in Richtung Stalhscheibe. Das heißt natürlich
nicht, daß das so auch seine Richtigkeit hat. Schließlich kann ich nicht ausschließen, daß da mal was gemacht und dabei womöglich wieder falsch zusammengesetzt wurde.
Wenn ich Pit's verquetschten O-Ring sehe und meinen perfekt runden O-Ring betrachte, dann meine ich sogar, daß da mit Sicherheit mal was dran operiert wurde.
Wie auch immer: Ich meine Heinz hat recht und so werde ich den Ring nun auch einbauen, womit wir dann zu foreneinheitlicher Einbauorientierung gelangt wären :grinser:.
Bin mal gespannt, ob sich Revox dazu noch äußert .....
Hi zusammen,
heute habe ich folgende Nachricht von Revox bekommen:
Zitat
....
diese Reihenfolge ist die Richtige:
Klemmfeder
Schwungmasse
O-Ring
Kupfer bzw. Messing-U-Scheiben
Niedrigreibungs U-Scheibe
Axial Lager (Erhöhung Richtung U-Scheibe)
Damit wäre ja dann alles klar: Alles so wie wir's auch rausgefunden hatten :_good_: und so wird's dann auch gemacht.
Moin,
und läuft schon ???? Wir warten auf die :_yahoo_: :_yahoo_: :_yahoo_: :_yahoo_: :_yahoo_:
Gruß Heinzmen
Ne Heinz, leider bin ich noch zu nichts gekommen :_sorry:.
In der Arbeit brennt die Hütte seit dem die Kriese allmählich wieder abebbt - Da schlagen uns die neuen Projekte gerade (bei abgespeckter Mannschaft) grad so um die Ohren, daß wir im Moment wieder Überstunden machen. Evtl. komme ich am So dazu, ansonsten immer Dienstags, da ist Basteltag.
Aber ich berichte - versprochen :drinks:.
Heute habe ich mir mal das Sinterlageröl besorgt.
War gar nicht so einfach hier in der stuttgarter Peripherie einen Laden aufzutreiben, der Modellbahnartikel führt.
Wie ich feststellen mußte sind da ein ganzer Haufen Läden mittlerweile pleite gegangen :cray:
Der Mann war aber vom Fach. Leidenschaftlicher Modellbahnbauer, heute in Rente, aber das Hobby macht er schon seit 40 Jahren.
Nach kleiner Diskussion bzgl. meiner "Zweckentfremdung" des Öls, hat er mir das von Faller empfohlen.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Faller_Sinterlageroel.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Faller_Sinterlageroel.jpg)
Was Sinterlager sind und was es mit der Verharzungsproblematik auf sich hat, wußte er ob seiner Modellbahnerfahrungen gaaaaanz genau :grinser:
Hi zusammen,
zum LW bin ich gestern doch nicht mehr gekommen, wird also erst morgen was...
Dafür habe ich gestern mal noch die Gehäuseteile gesäubert, darunter auch den Nextel Deckel + Seitenteile.
Nachdem man da wohl nicht mit Alkohol dran sollte, habe ich die Nextel-Teile einfach ins Spülbecken in warmes Wasser mit etwas Spüli eingelegt und dann nach einigen Minuten mit der weichen Seite eines Spülschwamms leicht abgerieben.
Das ist richtig gut geworden. Die leichten Druckstellen in der Beschichtung sind weg, das Nextel sieht frischer aus und hat weitestgehend seine "Klebrigkeit" verloren. A propos Klebrigkeit: Also das Zeugs war nicht "schlunzig", aber pappte so leicht an den Fingern. So als wäre eine Fettschicht drauf wen Ihr versteht was ich meine. Dieses "Pappige" ist jetzt weg.
Bei der Gelegenheit natürlich auch alle anderen abbaubaren Teile gleich mitgereinigt, also z.B. die Guß-Kassettenaufnahme, Seitenteile, Front, etc.
Morgen geht's dann endlich mit dem LW weiter, da warte ich ja nun schon die ganze Woche auf einen "Zeitslot" :grinser:
Hi Matthias,
Alkohol und Nextel der ersten Generation vertagen sich überhaupt nicht, ebenso wie Fett und Nextel.....
Deshalb fangen ja auch alle älteren Nextelgeräte das Kleben an..... Dazu reicht es eben auch die Geräte anzufassen, denn auch Deine Haut enthält zu ihrem eigenen Schutz einen Säure-Fett-Mantel.
Das Abwaschen mit einer Spülilauge, so wie Du es gemacht hast, reduziert das Kleben für einige Zeit gegen Null. Aber dieser Umsetzungsprozess lässt sich nicht mehr aufheben, nur aussetzen/verlangsamen.
Wirkliche Hilfe wird da auf Dauer nur eine komplette Neulackierung bringen, der Originalität wegen wieder mit Nextel. Dieses Nextel der zweiten Generation ist ein 2-K Material und hat diese unangenehmen Eigenschaften des zum Klebenneigen nicht mehr.
Dazu gibt es die verschiedenen Angebote der "ReVox zugetanenen Reparateure" wie Thomas S. oder ReVoxjoschi....
Komisch, warum hat man dann Nextel überhaupt verwendet?
Etwas Modellbahnöl von Roco habe ich auch noch... :_good_:
Nextel war in der Zeit vermutlich so was von edel und speziell, daß es eben hipp war für die hifidele Oberklasse :_tease:
Zitat von: Captn Difool am Montag, 03.Mai.2010 | 20:13:08 Uhr
Komisch, warum hat man dann Nextel überhaupt verwendet?
[...]
Na, weil's schick war, wenn's neu war! K&H hat das auch draufgeschmiert auf seine frühen Monitore, Schoeps pinselt es immernoch auf seine HighEnd-Mikros (Klasse >1k€), es ist halt 'was besonderes'. Und wie man sieht, läßt es sich auch vergleichsweise einfach restaurieren; also kein Grund zur Panik. Spröde Plastikgehäuse sind schlimmer, ebenso verbeulte Bleche...
Pit
Hi Leute,
man sollte nicht vergessen dass Nextel damals wie heute fast unerreiche Dämpfungseigenschaften besitzt. Bei Blechen als Gehäuse ein nicht zu verachtender Vorteil......
Zitat von: P.Nieratschker am Montag, 03.Mai.2010 | 20:36:22 Uhr
Und wie man sieht, läßt es sich auch vergleichsweise einfach restaurieren; also kein Grund zur Panik.
Ich lad morgen mal ein Foto hoch, wie das nun geworden ist.
Von "Restaurierung" kann man in meinem Fall aber u.U. noch nicht sprechen. Gut, es ist erst mal aufgehübscht, aber wenn's wieder zu schmieren beginnt (wie Jürgen meinte) dann ist da ja wohl nichts mehr zu machen. Ob ich dann das Nextel neu machen lasse oder mich doch für einen matt grauen Lack entscheide, daß wird sich dann noch zeigen. Vlt. klebe ich auch graues Alcantara drauf, das ist vom "Fummelfaktor" her ähnlich :grinser:
Hmm, mal ne Dummenfrage zwischendurch: Hat mein K-560 auch schwarzes Nextel auf dem Deckel oder war das exclusiv ein europäischer Lack?
Moin,
Nextel wir heute so in der Automobil Industie verwendet. Bei Porsche ist zB das Amaturenbrett mit Nextel beschichtet.
Bei Hamburg gibts eine Firma die dieses Nextel vertreibt. Qulitativ aber besser als das von damals und teuer.
Nextel sieht sehr edel aus und besteht heute aus einem 2komponent Lack. Dieser lässt sich sehr schwer lackieren da
er wie zäh ist wie Unterbodenschutz.
Als alternative habe ich mal zwei Geräte mit einem Granit-Effekt Spray von OBI lackiert. Und ich musste feststellen
sieht auch sehr schick aus. Den Lack gibts auch in einem dunkel grau.
Dann gibts noch einen schwarzen Kreusellack, der sieht auch sehr schick aus.
Gruß Heinzmen
Hi zusammen,
jetzt ist's vollbracht :_yahoo_:, aber hier erst mal noch das Bild von der geputzten Nextel Seite:
Vorher
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_08_Revox_B710_Nextel_Seite.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/08_Revox_B710_Nextel_Seite.jpg)
Nachher
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_10_Revox_B710_Nextel_Seite_sauber.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/10_Revox_B710_Nextel_Seite_sauber.jpg)
Man muß da aber schon vorsichtig sein. Wie gesagt nur ganz leicht mit der weichen Seite eines Spülschwamms drüber streichen und das Ganze direkt im Spülbecken gefüllt mit Wasser und Spüli.
Ansonsten ist das Laufwerk nun auch wieder geputzt, geölt, zusammengebaut und wieder im Gerät - es tut sogar noch alles :_yahoo_:.
Nach dem Ausschalten laufen die Schwungscheiben wie "gefordert" noch so ca. 5-6 Umdrehungen nach :_good_:.
Gleichlaufschwankungen liegen mit der EMTEC Kassette bei 0,06% (DIN bewertet) und mit den alten Rollen (bei meinem B215 waren's nach dem Einbau neuer Rollen 0,05%). Also auch top. Geschwindigkeit liegt mit +0,3% etwas zu hoch, aber das kann man ja beim 710 einstellen (hab' ich jetzt noch nicht gemacht).
Hier nun noch ein bischen was zum Zerlegen des Laufwerks:Man bekommt die Capstanwellen auch raus ohne die LW-Front abzubauen, aber die mußte wegen Reinigung der Lichtschranken ja eh ab und so geht's auch leichter.
Dazu sollten erst mal die Andruckrollen runter. Da ist die Linke übrigens etwas kleiner als die Rechte .,111
Zunächst also mal die Lichtschranke abmachen. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_11_Revox_B710_Band_Lichtschranke.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/11_Revox_B710_Band_Lichtschranke.jpg)
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Dann die Lichtschranken der Drehgeber. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_12_Revox_B710_Drehgeber_Lichtschranke.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/12_Revox_B710_Drehgeber_Lichtschranke.jpg)
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Lichtschranken der Drehgeber im ausgebauten Zustand. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_13_Revox_B710_Drehgeber_Lichtschranke.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/13_Revox_B710_Drehgeber_Lichtschranke.jpg)
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Frontblech an 3 Schrauben lösen. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_14_Revox_B710_Frontblech.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/14_Revox_B710_Frontblech.jpg)
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Hinten am Blech sitzt noch eine Gabel, die wohl so eingehakt gehört. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_15_Revox_B710_Gabelposition_hinter_Frontblech.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/15_Revox_B710_Gabelposition_hinter_Frontblech.jpg)
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Blech kann anschließend nach oben weggeklappt werden. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_16_Revox_B710_Frontblech_hinten.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/16_Revox_B710_Frontblech_hinten.jpg)
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Nun liegt das Laufwerk offen. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_17_Revox_B710_Laufwerk_offen.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/17_Revox_B710_Laufwerk_offen.jpg)
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Zum Aus-/Einbau der Capstanwellen:Die Reihenfolge der einzelnen Teile hatten wir ja oben schon geklärt, da braucht's also wohl nix weiter mehr zu.
Hier mal die beiden Wellen in ausgebautem Zustand (oben die Rechte, unten die Linke):
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_18_Revox_B710_Capstan_Wellen.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/18_Revox_B710_Capstan_Wellen.jpg)
Bzgl. Zusammenbau hätte ich noch die folgenden Tips:
Wegen des Spiels habe ich zunächst die Staubschutzscheiben vorne bündig aufgesteckt. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_19_Revox_B710_Wellen_zun%C3%A4chst_Staubschutzscheibe_vorne_b%C3%BCndig.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/19_Revox_B710_Wellen_zun%C3%A4chst_Staubschutzscheibe_vorne_b%C3%BCndig.jpg)
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Die Wellen von vorne in die Lager gesteckt (Lager zuvor mit Q-Tips ausgeputzt und geölt). (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_20_Revox_B710_Wellen_von_vorne_ins_Lager_auf_Anschlag.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/20_Revox_B710_Wellen_von_vorne_ins_Lager_auf_Anschlag.jpg)
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Von hinten jener Lagerring mit dem Wulst nach hinten und leicht geölt. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_21_Revox_B710_Lagerring_hinten_%28ge%C3%B6lt_-_Wulst_hinten%29.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/21_Revox_B710_Lagerring_hinten_%28ge%C3%B6lt_-_Wulst_hinten%29.jpg)
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Hier die von Pit erwähnte Phase dieser Leichtlaufscheibe. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_22_Revox_B710_Gleitscheibe_Seite_mit_Phase.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/22_Revox_B710_Gleitscheibe_Seite_mit_Phase.jpg)
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Scheibe eingebaut mit Phase in Richtung zum Lagerring. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_23_Revox_B710_Gleitscheibe_mit_Phase_zum_Lagerring.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/23_Revox_B710_Gleitscheibe_mit_Phase_zum_Lagerring.jpg)
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Montiertes Gegenlager und Welle wegen des O-Rings in der Schwungscheibe leicht gefettet. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_24_Revox_B710_Welle_hinter_Nut_leicht_fetten_%28wegen_O-Ring%29.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/24_Revox_B710_Welle_hinter_Nut_leicht_fetten_%28wegen_O-Ring%29.jpg)
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Besagter O-Ring in der Schwungscheibe. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_25_Revox_B710_Schwungscheibe_mit_O-Ring_Sitz.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/25_Revox_B710_Schwungscheibe_mit_O-Ring_Sitz.jpg)
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Wenn dann also auch die Klemmfeder hinten drauf steckt, dann hat die Welle zunächst etwas zu viel Spiel. Deswegen habe ich dann zunächst die Staubschutzscheibe komplett in Richtung Lager gedrückt, wodurch sie natürlich wiederum zu wenig Spiel hat und durch die Scheibe leicht gebremst wird. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_26_Revox_B710_Staubschutzscheibe_vorne_andr%C3%BCcken.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/26_Revox_B710_Staubschutzscheibe_vorne_andr%C3%BCcken.jpg)
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Die Staubschutzscheibe sitzt anschließend dann etwas tiefer im Lagersitz. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_27_Revox_B710_Staubschutzscheibe_vorne_angedr%C3%BCckt.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/27_Revox_B710_Staubschutzscheibe_vorne_angedr%C3%BCckt.jpg)
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Drückt man nun von vorne wieder leicht gegen die Welle, dann drückt man sie um das Lagerspiel gegen das hintere Lager, wodurch die Staubschutzscheibe wiederum etwas nach vorne rückt. Hinterher sitzt alles perfekt und die Welle hat wieder leichtes axiales Spiel. Durch den Motormagneten in der Schwungscheibe wird die Welle übrigens grundsätzlich nach vorne gedrückt. (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_28_Revox_B710_Staubschutzscheibe_durch_Druck_vorne_etwas_lockern.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/28_Revox_B710_Staubschutzscheibe_durch_Druck_vorne_etwas_lockern.jpg)
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So das wär's dann mal für heute.
Ich hoffe die kleine Anleitung hilft mal dem einen oder anderen beim Wiederbeleben.
Nächste Woche geht's dann an den elektrischen Teil :_55_:
Zitat von: kuni am Mittwoch, 05.Mai.2010 | 00:19:44 Uhr
Geschwindigkeit liegt mit +0,3% etwas zu hoch, aber das kann man ja beim 710 einstellen
Ist das wirklich so?
(Das mit der Einstellmöglichkeit)
Gruß Ulrich
Hi Ulrich,
ich meine schon, daß es beim B710 geht. Wir hatten das ja auch im Zshg. mit meinem B215 diskutiert, daß es dort nicht möglich ist.
Beim B710 steht im SM Kap. 3.5.3 "Einstellen der Quarzfrequenz". Ich würde spontan meinen, daß davon nicht nur die Uhr, sondern eben auch die interne Referenz für die Geschwindigkeitsregelung abhängt.
Aufwändig gemachte Wellen und gute Bilder :_good_:
Das war doch gar keine Frage.
Die Schaltung des 710 unterscheidet sich hier nicht vom 215.
Die Einstellung der Quarzfrequenz (4 MHz) betrifft tatsächlich nur die Uhr.
Gruß Ulrich
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 05.Mai.2010 | 13:15:20 Uhr
...und gute Bilder :_good_:
= Standardkamera + ruhige Hand
Wobei ich gestern recht nervös war, immer den Gedanken im Hinterkopf es könnte nach dem Einbau nicht wieder laufen.
Prompt war das dann auch so (= keine Reaktion auf Tastendruck), aber nur weil ich vor lauter Aufregung vergessen hat es EINZUSCHALTEN .,35
Zitat von: uk64 am Mittwoch, 05.Mai.2010 | 13:16:17 Uhr
Die Schaltung des 710 unterscheidet sich hier nicht vom 215.
Die Einstellung der Quarzfrequenz (4 MHz) betrifft tatsächlich nur die Uhr.
Stimmt :_hi_hi_:.
Ich meinte mich zu erinnern, daß wir im B215 Thread was anderes diskutierten.
Hab' ihn aber gerade nochmal abgesucht - is nich, hat mich mein Gedächtnis mal wieder auf's Glatteis geführt.
Eins habe ich gestern noch vergessen:
Nach dem ersten Einbau waren die Wellen ja etwas (wirklich nur unmerklich spürbar) weniger leicht drehbar - 5-6 Umdrehungen nach einem kleinen Stubs haben sie auf jeden Fall nicht geschafft.
Nach dem Tip von Heinz habe ich ja nun die Lager nochmal vor dem ölen mit Q-Tips ausgeputzt und dann die geölte Welle eingebaut. Ich meine daß danach die Wellen tendenziell leichter liefen.
Die Paarung Lager/Welle ist ja toleranzmäßig schon brutal genau. Kann mir gut vorstellen, daß da so'n bischen Abriebsstaub und/oder nur leicht zähflüssigeres Öl schon etwas an der Leichtgängigkeit zehrt.
Übrigens habe ich von dem o.g. Faller Öl nicht gerade gegeizt, also schon ein paar Tröpfchen genommen. Anschließend wollte ich noch das rauslaufende Öl abwischen, aber da war gar nicht so viel. Heißt also, daß das Öl ganz gut im Lager geblieben ist, was ich mal als gutes Zeichen werte :__y_e_s:
Hi zusammen,
nu ist mir ein Maleur passiert :cray:.
Ich habe die Bandendabschaltungslichtschranke abgebaut. Gerät war aus (!!) aber das heißt ja nur Stand-By.
Die Rückseite der LS kam mit den Kontakten an den Capstan = Masse.
Nun scheint die LS futsch zu sein, bzw. genauer gesagt hat's wohl den Fototransistor erwischt.
Ist ein TIL78 der aber nicht mehr gebaut wird.
Nun hat der TIL78 auch noch ein ganz schlankes Gehäuse, daß da wohl kein Ersatztyp im T1 Gehäuse reinpaßt.
Hat da jemand einen Tip ?
Immer Netztstecker ziehen, bevor man fummelt! .,c045 Einzig zum Einmessen. .,111
Leider weiß ich zu dem Teil auch nicht mehr eher weniger als Du :_sorry:
Meine Anteilnahme :cray: Aber ich denke das wird schon.
Ich suche mir am KX-930 gerade den Wolf nach einem Massefehler des Laufwerks, die Motoren streuen bei Wiedergabe ganz übel ein...habe also auch so meinen Ärger... :_aggressive:
Ja ja André - is ja schon gut .,c045 - war halt der Meinung daß im Stand-By die Spannungen intern (weitestgehend) abgeschalten sein müßten :wallbash.
Nachdem das "reinlinsen" in die IR Diode mit der Digicam nichts gezeigt hat, habe ich den Transistor mal mit der TV Fernbedienung "bestrahlt" und zack hat das Deck abgeschalten. Also ist's doch die Diode. Das ist eine TIL32 bzw. OP160 im Standard 3mm Gehäuse.
Leider auch schon abgekündigt, aber dafür sollte ja Ersatz zu besorgen sein.
Hat jemand zufällig so'ne Vergleichsliste auf CD zu hause und könnte mal reinschauen ?
Moin,
ruf doch mal bei Revox an. Ich könnte mir vorstellen das die die Lichtschranke noch komplett da haben. Die reparieren die Decks doch noch.
Ein Versuch macht klu(ch)g.
Ich habe nix mehr...ich habe eben mal meine Kartons durch geschaut....
Gruß Heinzmen
Sieht die aus wie eine normale 3mm-LED? Dann könntest Du notfalls auch mal im Elektronikhandel nachschauen.
Hi zusammen,
bei Revox habe ich nachgefragt. Die LS ist lieferbar, kostet aber 20€ zzgl. Versand.
Bisch'n viel für 'ne kaputte LED.
Ich besorg' mir jetzt erst mal ein paar LED's vom großen C, versuch's damit und als Notnagel halt eine neue LS....
PS:
Ja André, ist eine ganz normale 3mm IR-LED, nur der Fototransistor hat eine spezielle Bauform, weil der in dem kleinen Röhrchen Platz finden muß.
So, Lichtschranke tut wieder.
Hatte mir von Conrad die Kingbright IR-LED L-934F3C (klare Linse und etwas schwächer) ausgeguckt, hatten sie aber nicht im Laden, also nahm ich die L-934F3BT (blaue Linse und etwas stärker). Beide mit Vf(typ) = 1,2V, Vf(max) = 1,6V, 940nm (= Empfangswellenlänge des originalen Foto-Transistors). Kostenpunkt 37Ct :grinser:.
Die Einstellung nach SM geht dann mit den angegebenen Spannungen nicht mehr ganz so wie beschrieben.
Wenn man aber bezogen auf die Schaltschwelle (2,5V) des nachgeschalteten Comparators jeweils bei Vorspannband auf ca. >4V und bei Magnetband ca. <2V einstellt, dann schaltet das Deck sauber ab und das ist ja die Hauptsache. Getestet habe ich das mit verschiedenen Bändern = tut :_good_:.
Höllisch aufpassen muß man beim Löten an der Flexprint Verbindung. Die ist mir trotz vorsichtigem Löten ratz fatz weggeschmort .,35.
Hier also nur gaaaaaaaanz kurz löten. Ging dann aber auch so. Habe die längeren Pins der LED nach hinten um den Sockel rum gebogen und dann flächig auf den Flexprint aufgelötet (den Leiterbahnenschutzlack natürlich vorher etwas abgekratzt). Da ist hinten genügend Platz, daß es keine Kurzschlüsse gibt, wenn sich die TK heben/senken.
Klasse gemacht :_good_: Bin ja gespannt, wenn es fertig ist. Ich habe diese WE nichts zu machen, da Schwiegermutter zu Besuch und morgen abend Konzert.
Noch 'ne Frage zur Abschaltung beim 710:
Beim zurückspulen stoppt meins kurz nach dem Übergang zum Vorspann, läuft dann wieder ein paar cm vor und stoppt dann.
D.h. die Köpfe stehen dann schon so ca. 4cm im Band, mein B215 rangiert genau an den Übergang zum Band.
Ist nicht so wichtig, aber ist das bei Euren B710 auch so ?
Hi Matthias,
meines Wissens steuern der B-215 und der B-710 dies unterschiedlich.... der B-215er ist in diesem Falle der genauere.
Nachtrag:
Nach etwas gestriger Spielerei mit einigen Kassetten hat sich nun doch herausgestellt, daß die Diode L-934F3BT vlt. einen Tick zu stark/"hell" ist.
Bei etlichen MC's mit vglw. spiegelnder Oberfläche gab's wähend des Spulens einige Abschalter. Ich mußte deswegen den Strom am Einstellpoti R79 doch erheblich zurücknehmen, daß die Komparatoreingangsspannung deutlich unter 2,5V (typ. ca. 2V) bleibt.
Läßt sich alles noch mit dem Poti regen, aber nun steht es doch ziemlich auf Anschlag, sprich die LED leuchtet wohl nur noch minimal.
Ggf. wäre die schwächere Variante L-934F3C für Nachbauer dann doch die bessere Wahl oder man muß ggf. das Poti bzw. den Spannungsteiler am Komparator etwas verändern um die Schaltschwellen anders zu legen.
Das sei noch gesagt....
Nimm doch einfach einen Vorwiderstand zur LED, nicht ganz original, aber funzt.
Hi André,
Vorwiderstand braucht's noch keinen. Lies sich mit dem Poti alles noch einstellen, nur daß es jetzt eben 75% am Anschlag steht.
Hi Leute,
an dieser Baustelle auch mal wieder Neuigkeiten:
Azimut und PB Abgleich konnte ich prima machen, aber momentan klemmt's am REC Abgleich. Da macht mir die Delta-10kHz Methode Kummer.
Bei eingespeisten 10kHz @ Uout = -20dB kann ich an den BIAS Potis drehen wie ich will, aber ich finde kein Maximum.
D.h. ich stelle die Potis erst mal auf Linksanschlag. Hinterband ergibt das dann -15dB.
Wenn ich dann nach rechts drehe, geht der Hinterbandpegel kontinuirlich runter bis auf -45dB.
Was mache ich da falsch ?
PS: REC Level und REC-EQ Potis sind in Mittelstellung.
Noch ein Nachtrag:
Der Revox B710 Beschreibung folgend, sollte man hier ja wie folgt vorgehen:
- BIAS auf Minimum drehen
- BIAS erhöhen und Maximum hinter Band finden
- BIAS weiter erhöhen, bis der Hinterbandpegel wieder um einen bestimmten Delta-Betrag (typ. 3-6dB) gegenüber dem Maximum abgefallen ist.
Danach kommen laut B710 SM:
- REC Level (@ 315Hz)
- REC EQ (@10kHz bei IEC I, 14kHz bei IEC II/IV)
Die Delta-10kHz-Methode scheint mir ganz allgemein (zumindest bei Tapedecks) nicht wirklich zu funktionieren. Wie das generell bei Bandmaschinen aussieht (daher kommt das ja wohl), kann ich mangels Erfahrung leider nicht sagen. Bei Tapes ist es mir bisher nur in einem einzigen Fall (Revox B215) gelungen jenes Maximum überhaupt zu finden.
In der Realität beobachte ich typischerweise bei Tapes, daß eine Veränderung am BIAS Poti den Hinterbandpegel stetig verändert, also je nach Drehrichtung kontinuirlich verringert oder erhöht.
Einen ansteigenden und dann wieder abfallenden Pegel konnte ich (außer eben am B215) noch an keinem Deck feststellen.
D.h. für mich, daß ich entweder grundsätzlich was falsch mache, oder das Verfahren bei Tapes so (aus welchen Gründen auch immer) nicht anzuwenden ist.
Bisher hatte ich das immer auf die Schaltungauslegung oder "what ever" geschoben, weil die Einstellung so in keinem SM beschrieben ist, bis eben in den Revox Manuals.
Nachdem das nun auch im B710 Manual so gemacht werden soll, aber nicht geht, frage ich mich nun schon, an was das liegt.
Zudem fielen mir noch folgende Punkte als "merkwürdig" auf:
(a) Wieso soll der REC-Level Abgleich eigentlich nach der BIAS Einstellung gemacht werden (üblicherweise macht man den doch vorher) ?
(b) Wenn der BIAS bei 10kHz eingestellt wurde, wieso soll dann der REC EQ Abgleich bei IEC I Band auch bei 10kHz gemacht werden und nicht analog zu IEC II/IV Band auch bei 14kHz ?
Sofern sich hier nicht noch herausstellen sollte, daß ich den Delta-10kHz-Abgleich falsch veranstaltet habe, tendiere ich nun - abweichend zum SM - zur "klassichen" Einstellung mit anschließendem "REC EQ Getrickse", d.h.:
(1) REC Level bei 315Hz auf Vorband = Hinterband = 0dB (zusätzlich noch geprüft bei -20dB)
(2) BIAS bei 10kHz auf Vorband = Hinterband = -20dB
(3) REC-EQ bei 10kHz/14kHz/16kHz (-20dB) so abgleichen, daß sich bei allen 3 Stützstellen eine möglichst geringe Abweichung zum Soll = -20dB ergibt.
Ich finde die Methode auch recht eigenartig. Bei meinen Japanern geht das ganz einfach. Jeweils Vor-/Hinterband 315Hz -20db und dann 10-20kHz (je nach Bandsorte) -20dB, schon paßts.
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 19.Mai.2010 | 13:57:28 Uhr
Ich finde die Methode auch recht eigenartig. [...]
Ich fürchte, da liegen doch noch einige prinzipielle Wissenslücken vor (z.B. Abhängigkeit des Pegels/Levels vom Bias). Das ist die Standardmethode, die sich (im Umfeld der 6,3 mm Senkelknechte) herausgebildet und etabliert hat. Sie funktioniert IMMER, wenn das Drumherum in Ordnung ist und ist reproduzierbar (!) ...
Kein Wunder, daß ReVox das auch bei seinen 3,81mm Abkömmlingen so gehandhabt hat.
Inwieweit die Methode beim 710-er an ihre Grenzen stößt oder Kuni an seine Grenzen gestoßen ist, dazu kann Hans-Joachim ein wenig mehr erzählen (ich werde ihn per mail auf den Faden hinweisen), denn er hat seit Jahrzehnten ein B-710 in Betrieb und kennt die Untiefen der Kiste nur allzu gut. Wenn's aber beim B-215 so geklappt hat (ich hatte nie ein A/B-710 zum Einmessen auf dem Tisch, lediglich 'ne IR-FB hab' ich mal nachgerüstet...), muss es auch beim 710-er gehen, denn das sind prinzipiell die gleichen Voraussetzungen; sogar minimal optimaler beim 710 mit seinen Modulationstrafos!
PS @ Kuni: Mit was für einem Instrument wurde denn das ausgebliebene Maximum gesucht / bewertet? Irgendein Softwaretool oder ein echtes, analoges Breitbandmillivoltmeter?
Hi Pit,
ja kann gut sein, daß ich noch irgendwo einen Fehler gemacht habe.
Einziger Unterschied zwischen B215 und B710 ist, daß das 710 die Potis direkt drin hat, das 215 aber auf jener aufzusteckenden Einstellplatine.
Ich meine Hans-Joachim hatte das im B215 Thread gepostet, daß diese Einstellplatine "quasi" aus dem B215 ein B710 macht (zumindest bzgl. der Einstellung).
Die "Suche nach dem Maximum" lief mit einem echten MVM, also nix SW - angeschlossen an den Line-Out (Out-Pegel an der RS des Deck voll aufgedreht, ebenso wie der Line-Regler).
Zitat von: kuni am Mittwoch, 19.Mai.2010 | 19:31:49 Uhr
[...] (Out-Pegel an der RS des Deck voll aufgedreht, ebenso wie der Line-Regler).
was bitte ist der/die/das 'RS'? die rechte Seite? ein Regel-Steller oder eine Regel-Schraube? eine Regel-Strecke? Ich komm einfach nicht drauf...
PvS
Der Ausgangspegelregler auf der Rückseite?
Gruß Ulrich
Wenn man die Hilferufe vernimmt, kann man ja nicht weiter schweigen:
Zunächst muss daran erinnert werden, dass man im Zuge der Einmessung den wirksamen Aufsprechpegel mehrfach kontrollieren muss, ob er noch stimmt (je mehr an der Hf korrigiert werden musste umso dringlicher), weil er ja auch bei niedrigeren Frequnzen über die Bandempfindlichkeitsbeeinflussung zumindest in gewissen Grenzen vom Vormagnetisierungsstrom durch den Kopf abhängig ist.
Beim 710 sollten wir 'eher weniger' mit Kompromissen rechnen, weil es sich bei diesem Gerät im Grunde um eine A700 (oder abgespeckte B67) in Cassettenrecorderform handelt. Man muss sich das klar machen. Spätestens ab MKII war da nichts mehr zufällig so geworden, wie es war, zumal ja der Willi mit Argusaugen darauf sah, welcher Art ungeliebte KInder da nun doch in seinem Haus entstanden. Mochte er doch zum einen keine Japaner und zum anderen keine Cassettenrecorder.
Ich meine mich daran erinnern zu können, dass ich bei meinem 710 ein tadelloses Maximum hatte/habe, auch wenn dies aufgrund der von mir mehrfach (entlang der Mitteilungen Walter Derrers) geschilderten Mängel der SONY-Köpfe so zusammenschrumpfte, dass ich nicht mehr 'klassisch' einstellen konnte. Dies aber nicht infolge des Fehlens eines Maximums, sondern wegen eines Höhenverlustes, weil die Köpfe die Grätsche machten.
Es gab aber auch schon beim 710 zweierlei Kopftypen (ab SONY), deren Unterschiede ich allerdings nicht kenne. Vorstellbar ist es daher, dass man dann, wenn der Pegel der Hf für den Kopftyp zu hoch wird, bei Reduktion des Vormagnetisierungspegels nicht mehr in den Empfindlichkeitskurvenanstieg hineinkommt. Da kann also durchaus etwas sein.
Meine Suchen ergaben jetzt -NICHT anhand meines gedruckten MKII-Handbuches, sondern der Internetdateien Martin Berners auf dem Studer-Server-, dass zwischen Seriennummer 20400 und 20401 offenbar tatsächlich die Kopfbauart gewechselt wurde.
Möglich ist auch, dass einer der BFR16, die die bandspezifische Potbank für die Hf-Zuteilung freigeben, nicht mehr schließt, die entsprechende Potbank offen lässt und damit grundsätzlich für einen zu hohen Hf-Strom sorgt, weil der über zwei Pfade zugestellt wird.
Hilfsweise könnte man den Vorwiderstand für das VM-Pot einmal vergrößern, was man beim B710 am einfachsten so bewerkstelligt, dass man ihn 'gewaltsam' nach IECI schaltet (also die Position "AUTO" bei der Entzerrungs- und VM-Umschaltung verlässt), aber mit Chrom-Cassetten 'einmisst' und auf der IECI-Potbank bias-justierend kontrolliert, ob man jetzt entweder von der anderen Seite her wenigstens an ein Maximum herankommt oder das Maximum sogar durchfahren kann.
Für den Fall eines BFR-16-Defektes, kann man beim Einmessversuch mit Chrom/IECII (und auf IECII stehendem Bandwahlschalter) einmal probeweise auch an den "Bias-Pots" IECI und IECIV drehen. Dabei dürfen sich keine Änderungen am Höhenpegel ergeben. Tut sich dennoch etwas, ist damit zu rechnen, dass in der Ansteuerung der oder bei den BFR16 selbst irgendetwas faul ist, und Hf über zwei Wege an den Aufnahmekopf gelangt.
Hans-Joachim
Hi zusammen,
@Pit / Ulrich:
Sorry für meine schludrig verfasste "Kurznachricht" .,045 - "RS" sollte tatsächlich für "Rückseite" stehen.
Somit hat Ulrich richtig "gerätselt: "Ausgangspegelregler auf der Rückseite" meinte ich auch.
@Hans-Joachim:
Zum einen trägt mein B710 die Serien-Nr. 002901, sagt Dir das bzgl. der Köpfe was ?
Zum "Maximum" noch eine kleine Bemerkung:
Ich habe das mehrfach bei allen drei Bandsorten und verschiedenen Bändern durchprobiert. Es ist selbst beim langsamen Verdrehen (damit das MVM auch noch gut mitkomme) des BIAS keinerlei Maximum zu erkennen, also auch kein "kleines" Maximum. Der Pegel geht da schlicht kontinuirlich mit.
Ich sage das deswegen, weil ich erst noch dachte, es gäbe vlt. ein kleines Maximum irgendwo.
Deine beiden Punkte
(a) 'gewaltsam' nach IECI schaltet (also die Position "AUTO" bei der Entzerrungs- und VM-Umschaltung verlässt), aber mit Chrom-Cassetten 'einmisst' und auf der IECI-Potbank bias-justierend kontrolliert, ob man jetzt entweder von der anderen Seite her wenigstens an ein Maximum herankommt oder das Maximum sogar durchfahren kann.
(b) Für den Fall eines BFR-16-Defektes, kann man beim Einmessversuch mit Chrom/IECII (und auf IECII stehendem Bandwahlschalter) einmal probeweise auch an den "Bias-Pots" IECI und IECIV drehen. Dabei dürfen sich keine Änderungen am Höhenpegel ergeben. Tut sich dennoch etwas, ist damit zu rechnen, dass in der Ansteuerung der oder bei den BFR16 selbst irgendetwas faul ist, und Hf über zwei Wege an den Aufnahmekopf gelangt.
werde ich checken.
Danke erst mal - ich melde mich .... :_hi_hi_:
Hi zusammen,
heute kam ich also dazu, Hans-Joachim's Vorschläge durchzutesten:
Erst mal vorab ein paar Meßwerte:
TDK-SA Band mit Bandsorte fix auf IEC II gestellt, dann läßt sich der BIAS über IEC II Poti wie folgt verstellen (bei 10kHz -20dB vor Band):
-16dB bis -46dB ohne Zwischenmaximum (BIAS Poti R auf Mitte, BIAS Poti L von Links- auf Rechtsanschlag drehend)
Zu (a):
TDK-SA Band mit Bandsorte fix auf IEC I gestellt, dann läßt sich der BIAS über IEC I Poti so verstellen:
-21dB -> Zwischenmaximum bei -12dB -> dann wieder abfallend bis -33dB (BIAS Poti R auf Mitte, BIAS Poti L von Links- auf Rechtsanschlag drehend
Zu (b):
Da sehe ich keine Einflüße der BIAS Potis IEC I & IV auf den BIAS bei IEC II (auch nicht wenn man das Ganze mal bei anderen Bandsorten ausprobiert).
Die BFR Transistoren der BIAS Bänke scheinen also iO zu sein.
Was meint Ihr, sollte ich nun die BIAS Vorwiderstände mal austauschen durch größere ?
Kann man sagen, welche Werte hier angebracht sind ?
Lt. SM sind drin:
IEC I: 4,7k + 50k Poti
IEC II: 2,2k + 20k Poti
IEC IV: 1k + 20k Poti
Ich tät bei IEC II zwei 50kOhm Poties rein und würd' mich über das nun auch dort erkennbare Maximum freuen. Wenn Du dann feststellst, daß es quantitativ ein halbes dB neben dem bisherigen 'Linksanschlag' war, ist alles wieder im Lot und die Seelen haben trotzdem Ruhe.
Überholt jetzt allerdings der B-710 den 215-er, dann hast Du die Karre im wahrsten Sinne des Wortes 'getuned', auch wenn er keine Automatik hat, die das für Dich erledigt. Schaden kann es nix, allenfalls die Einstellerei wird etwas fummeliger durch die größere Widerstandsänderung pro Drehwinkel. Den Kompromiss darfst Du selbst finden, ggf. eine entsprechende Erhöhung des Vorwiderstandes; das kannst Du nach der Stellung des 50 kOhm-Poties eigentlich auch jetzt schon ausrechnen (im IEC I Zweig): Aktueller Wert bei der 'Max-Output' Stellung + 4,7kOhm: da siehst Du, in welchem Bereich Du 'sein musst'... Wenn das nicht weit von 22 kOhm weg ist, kannst ja den Vorwiderstand entsprechend dimensionieren, andernfalls die 50kOhm nehmen...
Pit
Hi zusammen,
habe mich über die Feiertage mal um das BIAS Thema gekümmert.
Pit's Vorschlag die Potis zu ersetzen hatte mir zunächst nicht so ganz geschmeckt, weil ich auch befürchtet hatte, daß die Einstellung (Widerstand pro Drehwinkel) zu empfindlich sein könnte.
Also hatte ich anstatt der jeweiligen Vorwiderstände eine Widerstandsdekade eingeschleift und so versucht einen passenden Vorwiderstandswert zu ermitteln.
Das ging leider in die Hose. Vrmtl. einfach deswegen, weil der Regelbereich über das Poti einfach zu klein war.
Also bin ich wieder auf Pit's Vorschlag zurückgekommen und habe nun für IEC II anstatt 20kO ein 50kO Poti eingelötet. Das war ja durch den letzten Versuch (BIAS einstellen mit IEC II Kassette bei Bandsorte = IEC I) schon mehr oder weniger klar, daß das so passen müßte. Bei IEC I kam nun anstatt 50kO ein 100kO Poti rein. Bei IEC IV konnte ich alles belassen, da war mit dem vorhandenen 20kO Poti und TDK-MA Kassette schon ein BIAS Maximum zu finden.
Nach dieser Modifikation lassen sich nun die Maxima gut einstellen. Ist auch gar nicht so sehr empfindlich, wie ich befürchtet hatte. Die neuen Potis sind so gewählt, daß sich das Maximum mit den Bändern TDK AD / SA / MA jeweils in ca. Poti-Mittelstellung einstellen läßt.
Danach habe ich nun mal versucht, in einem groben Abgleichversuch die Einstellung komplett durchzuziehen, wobei ich als Delta-10kHz-Abfall 6dB für IEC II angesetzt habe. Dabei zeigte sich dann, daß die REC-EQ Einstellung bei 14kHz nicht mehr möglich ist. D.h. trotz Poti auf Max.Anschlag, liegt der Pegel bei 14kHz schon um -4dB zu niedrig. Geht man weiter in Richtung 18kHz, dann geht der Pegel auf -6dB runter.
Hier hatte ich noch versucht die REC-EQ Potis (4,7kO) durch 10kO zu ersetzen, was allerdings keine Verbesserung brachte. Vrmtl. sind da die Filter schon am "Anschlag".
Hier will ich heute dann mal einen anderen Weg gehen und als Delta-10kHz-Wert nur ca. 3dB ansetzen. Etwas weniger BIAS müßte dann bei 14kHz auch wieder etwas mehr "Dampf" bringen, so daß ich hoffe im Bereich 14-18kHz dann irgendwo bei -1 bis -3dB rauszukommen.
Ergebnisse folgen dann heute abend.
Die Tabelle (H.-J. hat m.W. noch Ergänzungen!) hast Du zur Kenntnis genommen? Den 'richtigen' Kopf berücksichtigt?
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/B-710_Extract.jpg)
Gruß Pit
Hi Pit,
jepp, die Tabelle kenne ich wohl. Leider fehlt dort die TDK-AD und SA (ohne X).
Letzten Endes sind die dort erwähnten 2dB für die TDK SA-X Ausgangspunkt für meine obige Überlegung gewesen (mal angenommen, daß sich SA-X und SA womöglich nicht zu sehr unterscheiden).
Leider weis ich aber nicht, wie ich die Nummer des bei mir verbauten Kopfes rausbekommen könnte (es steht zumindest nichts drauf).
Die Tatsache, daß ich mit 6dB beim REC-EQ passen mußte, würde so gesehen für einen verbauten 1.116.710.01 sprechen.
EDIT:
Wer lesen kann ist wie immer im Vorteil :;aha
Mein B710 trägt ja die Serien-Nr. 002901. Aus dem SM (Tape Transport until ser. 20400) Section 8/4 Pos. 11 folgt somit, daß ich den 1.116.710.01 drin hätte.
Die SA-X sollte gegenüber der SA einen ausgeprägteren 18kHz-Peak haben.
So'dele Leute, jetzt ist der Abgleich vollbracht :_yahoo_:.
Bzgl. des Delta-10kHz-Werts bin ich jetzt (mit dem "alten" TK) folgendermaßen ins Rennen gegangen:
IEC I (TDK-AD):
| 7dB
|
IEC II (TDK-SA):
| 2dB
|
IEC IV (TDK-MA):
| 4dB
|
Damit gab's weder mit dem BIAS Maximum, noch mit dem REC-EQ irgendwelche Einstellprobleme. Der REC-EQ lies sich sogar bis 18kHz einigermaßen sauber "hinbiegen".
Hier mal die (von mir gewohnten Frequenzgangschriebe):
TDK-AD
Dolby aus: (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_29_Revox_B710_FG_TDK-AD_NR_aus.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/29_Revox_B710_FG_TDK-AD_NR_aus.jpg)
| Dolby B: (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_30_Revox_B710_FG_TDK-AD_NR_B.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/30_Revox_B710_FG_TDK-AD_NR_B.jpg)
| Dolby C: (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_31_Revox_B710_FG_TDK-AD_NR_C.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/31_Revox_B710_FG_TDK-AD_NR_C.jpg)
|
TDK-SA
Dolby aus: (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_32_Revox_B710_FG_TDK-SA_NR_aus.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/32_Revox_B710_FG_TDK-SA_NR_aus.jpg)
| Dolby B: (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_33_Revox_B710_FG_TDK-SA_NR_B.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/33_Revox_B710_FG_TDK-SA_NR_B.jpg)
| Dolby C: (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_34_Revox_B710_FG_TDK-SA_NR_C.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/34_Revox_B710_FG_TDK-SA_NR_C.jpg)
|
TDK-MA
Dolby aus: (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_35_Revox_B710_FG_TDK-MA_NR_aus.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/35_Revox_B710_FG_TDK-MA_NR_aus.jpg)
| Dolby B: (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_36_Revox_B710_FG_TDK-MA_NR_B.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/36_Revox_B710_FG_TDK-MA_NR_B.jpg)
| Dolby C: (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_37_Revox_B710_FG_TDK-MA_NR_C.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/37_Revox_B710_FG_TDK-MA_NR_C.jpg)
|
Bei den FG'e ohne Dolby sieht's gemessen an der Spec. (+2/-3dB) ganz ordentlich aus. Die FG'e mit Dolby sind mal wieder "gewöhnungsbedürftig", aber das hatten wir ja im B215 Thread schon. Ich mache mir da auch keinen Kopf mehr, weil das Thema Dolby für seit dem B215 beerdigt ist .,a020.
Nichts desto trotz, bleibt festzuhalten, daß die FG'e des B215 schon eine ganze Ecke besser aussahen.
Für alle Interessierten hier noch mal die Links:
Hier die FG ohne Dolby:
| http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5301.msg140326#msg140326 (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5301.msg140326#msg140326)
|
und hier die FG für die TDK-SA mit korrigierter Messung bei Dolby ein:
| http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5301.msg140372#msg140372 (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5301.msg140372#msg140372)
|
Dann wären da noch die K3 Klirrwerte (315Hz @ 0dB), mit Dolby-B:
IEC I (soll <0,8%):
| 0,53%
|
IEC II (soll <1,5%):
| 0,64%
|
IEC IV (soll <1,5%):
| 0,68%
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Und zu guter Letzt die W&F Werte:
Drift:
| +0,34%
|
Flutter (soll <0,1% bewertet nach DIN):
| 0,08%
|
Jou Leute. Damit scheint auch dieses Projekt erst mal eingetütet zu sein. Jetzt geht's erst mal in die Heia. Die Tage werde ich das B710 mal wieder zu machen, ein paar Vergleichsfrequenzgänge mit dem Eumig FL-1000 machen und dann wird endlich damit gearbeitet :_yahoo_:.
Einen Hörbericht reiche ich selbstverständlich dann auch noch nach....
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Nachtrag (kann den Beitrag heute leider nicht mehr editieren):
Bei den Delta-10kHz-Werten
Zitat von: kuni am Mittwoch, 26.Mai.2010 | 00:27:19 Uhr
IEC I (TDK-AD):
| 7dB
|
IEC II (TDK-SA):
| 2dB
|
IEC IV (TDK-MA):
| 4dB
|
müßte es richtig heißen (= Tippfehler):
IEC I (TDK-AD):
| 5dB |
IEC II (TDK-SA):
| 2dB
|
IEC IV (TDK-MA):
| 4dB
|
Hi zusammen,
beim B710 möchte ich mal noch checken, ob die Dolby-Umschaltung eigentlich richtig funktioniert.
Verbaut sind dort HA12038 Dolby-IC's, bei denen über Pin 27 der Dolby-Mode (OFF, B, C) geschalten wird.
Die Schaltung ist prinzipiell gleich wie im B215, dort aber mit HA12058.
Zu beiden kann ich leider absolut kein Datenblatt finden.
Hat da jemand vlt. eine Quelle, bzw. könnte mir sagen, welche Spannungen da bei den verschiedenen Modes anstehen müßten ?
Hat jemand vlt. Zugriff auf die ECA Datenbank ?
Dort wäre wohl das Datenblatt des HA12038 verfügbar.
Bitteschön, es ist aber kein richtiges Datenblatt.
Die ECA Datenbank hat leider so einige Fehler.
Gruß Ulrich
Hi Ulrich,
und danke erst mal. Leider ist das halt nun wieder nur ein Schaltungsauszug, aus dem nicht hervorgeht wie die Spannungsschwellen für die Dolby Umschaltung an Pin 27 aussehen müßten :wallbash
Ehrlich gesagt weis ich nicht was dir diese Messung bringen soll, man hört doch ob die Dolbys entsprechend umschalten.
Aber durch Zufall hab ich hier gerade ein Onkyo TA2066 mit 4 x HA12038 offen stehen und habe mal nachgemessen.
Pin 27
Dolby Aus ca. 2,6 Volt
Dolby B ca. 6,6 Volt
Dolby C ca. 8 Volt.
Angaben ohne Gewähr, im Onkyo bekommen die ICs nur 12 Volt Betriebsspannung und nicht wie im B710 15 Volt.
Gruß Ulrich
Hi Ulrich,
danke für die Messungen.
Bei mir sind's:
Dolby aus
| 5,79V
|
Dolby B
| 7,93V
|
Dolby C
| 9,67V
|
Hintergrund ist, daß ich mich wegen der hubbeligen Frequenzgänge (auch ohne Dolby) gefragt hatte, ob da nicht evtl. die Dolby-IC's teilaktiv sein könnten.
Ich denke dann wohl eher nicht (Deine Spannungen passen zu meinen, wenn man die Betriebsspannung noch mitrechnet).
Hi Leute,
habe heute mittag noch etwas im Dolby Umfeld herumgemessen.
Jeweils im Encoder und Decoder Schaltplan habe ich noch einige Spannungsangaben gefunden, bezogen auf 0dB = 775mV am Ausgang und diese mal nachgeprüft.
Dolby Encoder
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_38_Revox_B710_Dolby_Encoder.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/38_Revox_B710_Dolby_Encoder.jpg)
Dort messe ich bei 250Hz / 0dB / 775mV Vorband jeweils an P2/12, P2/13 um die 620mV (anstatt der angegebenen 580mV), also etwas weniger als 1dB Unterschied.
Dolby Decoder
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_39_Revox_B710_Dolby_Decoder.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/39_Revox_B710_Dolby_Decoder.jpg)
Dort sind's an P2/6 Vorband 640mV (anstatt 580mV) und an P2/15 Hinterband 42mV (anstatt 30mV). Hier also rund 3dB Unterschied.
Dolby war aus.
Nun kann ich diese Abweichungen schlecht einschätzen, deswegen würde ich gerne kurz Eure Meinung hören, ob das tolerabel ist ?
Guten Abend, Matthias / Gemeinde :_hi_hi_:.
Gemeinhin werden an den Bezugspunkten +/- 0,5 dB - Spannungsabweichung toleriert :drinks:, egal bei welchem Fabrikat.
MfG
Andreas
Hi Andreas,
ok, dann wäre das also zuviel Abweichung ?
Aber wie und wo stellt man da was ein ?
Wiedergabeseitig vrmtl. mit dem PB Level, aber aufnahmeseitig ?
War das überhaupt ok, Dolby dabei abgeschaltet zu lassen ?
Ja -> Wiedergabe mit den "PB Level" - Trimmern und Aufnahmeseitig mit den "Rec Level" - Trimmern (Müsste später mal auf der Externen in´s SM schauen - der Schleppi ist z. Zeit "Bereinigt" :flööt: ...
Dolby ist beim Abgleich - so nicht explizit vermekt - grundsätzlich auszuschalten, von daher :_good_: .,a095.
Mittlerweile müsstest Du aber doch schon Routine haben :__y_e_s: :drinks:.
MfG
Andreas
Tja weist Du, mit Dolby bin ich immer noch irgendwie auf dem Kriegsfuß ... :flööt:
Sind Wir Das nicht Alle mehr oder weniger (Was die Kassettentechnik betrifft) .,a095 .,70.
MfG
Andreas
Im Abgleich sollte es immer ohne NR sein, es sei denn das SM weist explizit darauf hin. Bei der Autoeimessung ist es wieder besser, wenn Dolby gleich mit eingeschalten ist. Dabei fällt mir ein, sich sollte auch noch ein paar FGs mit Dolby messen... :flööt:
Dann mal "Frohes Messen", André :__y_e_s:. Davon ab dürften die meisten Decks bei der Auto - Einmessung das Dolby von sich aus deaktivieren (Ausnahmen mag Es aber geben .,a015).
MfG
Andreas
...werden die Messungen zeigen, ob es am Ende einen Unterschied gibt. Möglich ist es aber.
Moin zusammen,
ich werde mir morgen das B710 einmeßtechnisch nochmal komplett von vorne vornehmen :girl_devil:.
Irgendwie ist die Einstellanleitung "neben der Spur", auch wenn ich dem sehr geschätzten Herrn Studer da nicht zu nahe treten will :flööt:.
Im Ergebnis führt die Einstellung nach SM ja nun dazu, daß die Pegel auf den Dolby Platinen nicht stimmen, vor allem bei Aufnahme.
Dolby Aufnahmen sind für mich zwar mittlerweile kein Thema mehr, aber der Ehrgeiz nagt an mir .,a015
Nur mal zwei Beispiele:
Am Anfang des Abgleichs wird der PB Level eingestellt, sogar mit dem Vermerk, daß man ihn nicht mehr verdrehen darf (klar).
Nach dem Abgleich des kompletten Aufnahmepfads wird dann aber im SM Kap. 5.4.4 (letzter Punkt) doch wieder gefordert, den PB Level so zu verdrehen, daß bei IEC II Kassetten kein Pegelsprung Vor-/Hinterband bei 250Hz/0dB auftritt. Damit habe ich mir vrmtl. wieder diesen Unterschied 580mV zu 620mV an den Dolby's eingefangen.
Den REC Level Abgleich nach dem BIAS zu machen, halte ich auch für "merkwürdig", weil man sich doch damit letzten Endes wieder jegliche Basis verdreht (-> Unterschied 30mV zu 42mV an den Dolby's).
Ich versuch das nun also mal wieder etwas mehr nach "Lehrbuch" zu machen:
(1) PB bei 315Hz mit König Kassette auf Uout=775mV (entsprechend 200nWb/m) und 580mV an den Dolby's
(2) REC Level bei 315Hz auf Uout=775mV und 30mV an den Dolby's
(3) BIAS
(4) REC EQ auf Linearität zum Out-Pegel der sich bei (2) ergab.
Wird sich dann noch zeigen, ob sich die FG nicht noch "begradigen" lassen...
So würde ich das auch machen, sonst kommst Du in eine Endlosschleife der Widersprüche. Das schätze ich an den Japanern, einfach und geradlinig ans Ziel, die Deutschen haben vieles unnötig verkompliziert. Die Basis ist der Wiedergabebezugspegel, nur darauf können alle weiteren Messungen aufbauen.
Zitat von: kuni am Montag, 31.Mai.2010 | 09:14:23 Uhr
[...]
Den REC Level Abgleich nach dem BIAS zu machen, halte ich auch für "merkwürdig", weil man sich doch damit letzten Endes wieder jegliche Basis verdreht (-> Unterschied 30mV zu 42mV an den Dolby's).
[...]
2nd try, nachdem die Scheiss Foren-SW mir einen halbseitigen Beitrag ins Off befördert hat nun die Kurzform:
Kuni, messe bitte einmal bei 4 grob 'gemerkten' Biasreglerstellungen (ein Kanal reicht) die Hinterbandspannung von 315 Hz oder 1 kHz, ohne an rec oder rep-lvl irgendetwas zu verstellen.
Nimm dabei
1. Bias Regler Minimum-Stellung (Linksanschlag)
2. Bias Regler Stellung, wo das 10kHz Maximum zu finden ist
3. Bias Regler Stellung, wo der 'vorgeschriebene' Delta 10kHz-Abfall zu messen ist
4. Bias Regler Stellung bei 'doppeltem' Delta 10kHz-Abfall
Nun, was kommen dabei für Spannungen @ 1kHz heraus? Immer konstante eingangsspannung und keine anderen Regler anfassen!
Pit
Guten Abend zusammen :_hi_hi_:.
... da hat sich Matthias wohl im "Mess - Dschungel" verrannt bzw. ist gefangen :flööt: ...
Aber bitte auf eine Umstand unbedingt achten beim PB - Abgleich =>
Die König - Bezugskassette liefert nicht 200 nWb / m beim "0 dB - Teil" sondern 250 nWb / m .,111 - also bitte aufpassen bei der danach einzustellenden Ua .,73.
MfG
Andreas
Hi Pit,
sozusagen noch "warme Messungen", gerade gemacht...
Alle Einstellungen habe ich unverändert gelassen, also nur am BIAS des linken Kanals gedreht, alle Frequenzen jeweils so eingespeist, daß sich -20dB am Line-Out ergeben, Spannungen am Line-Out hinterband gemessen:
1. BIAS = Min (Linksanschlag)
@10kHz:
| -20,4dB (74mV)
|
@315Hz:
| -22,2dB (59mV)
|
@1kHz:
| -21,6dB (64mV)
|
2. BIAS = 10kHz Maximum
@10kHz:
| -15,0dB (43mV)
|
@315Hz:
| -20,0dB (77mV)
|
@1kHz:
| -19,2dB (85mV)
|
3. BIAS bei Delta 10kHz-Abfall = 2dB (TDK-SA)
@10kHz:
| -17,0dB (110mV)
|
@315Hz:
| -19,0dB (86mV)
|
@1kHz:
| -18,6dB (91mV)
|
4. BIAS bei 2x Delta 10kHz-Abfall = 4dB (TDK-SA)
@10kHz:
| -19,0dB (86mV)
|
@315Hz:
| -19,2dB (85mV)
|
@1kHz:
| -19,0dB (88mV)
|
@Andreas:
Is klar mit der König Geschichte :drinks:
Ist ja wunderbar! Was erkennst Du aus dieser hübschen Messreihe? Na? Auch die auf's Band gebratene Magnetisierung bei 315 Hz und 1 kHz ist deutlich vom 'Bias' abhängig!
Daher rührt die simple Merkwürdigkeit, daß ZUERST der 'richtige' / endgültige Vormagnetisierungsstrom eingestellt sein muß (der dann im Übrigen fortan auch nicht mehr geändert werden darf), bevor die Record-level Einstellung bei niederer Frequenz (Cassette üblicherweise 315 hz) erfolgt. Die muß nun so sein, daß Vorband ---> Out identisch mit Überband --> Out ist. Das geht nur am Rec-level. Danach kannst Du Höhen-EQ-Korrekturen machen...
Das alles berührt den Dolby-Kreis zunächst nicht, ist aber Voraussetzung dafür, daß das Dolby überhaupt im richtigen Fenster angesteuert wird. Einsteller gibt es im gesamten Dolby-Umfeld nach meinem schnellen Durchsehen sowieso keine, Du bist also auf eine penible Standardeinmessung angewiesen und mußt die resultierenden Spannungen (an den Dolby-IC-Pins) nehmen, wie sie sind!
Die IEC-II Korrektur via Repr-lvl-Nachziehen, die Du ansprichst, kommt mir auch etwas seltsam vor, das will ich aber bei dem mir vorliegenden Schaltplan-Wirrwarr nicht ohne konkretes Gerät nachvollziehen: im Zweifelsfall haben die da was anderes gemeint als geschrieben.
Den feinen Unterschied von 1,98 dB zwischen ReVoxens 250nWb/m Band und zugehöriger +2dB-Marke (0,96V) und dem erwähnten 200nWb/m Band, das dann halt 0 dB'PPM' (ist ja kein VU-Meter) anzeigen muß hast Du ja bereits verinnerlicht...
Pit
Hi Pit,
ok ....
Zitat von: P.Nieratschker am Montag, 31.Mai.2010 | 20:07:10 Uhr
Du bist also auf eine penible Standardeinmessung angewiesen und mußt die resultierenden Spannungen (an den Dolby-IC-Pins) nehmen, wie sie sind!
Wenn die Spannungen an den Dolby's nun aber nicht stimmen, dann bedeutet das doch aber dann, daß die Austauschbarkeit (falls es sowas bei Dolby gibt - [Sarkasmus aus]) schlechter ist, als sie sein könnte .,a015
Zitat von: P.Nieratschker am Montag, 31.Mai.2010 | 20:07:10 Uhr
Die IEC-II Korrektur via Repr-lvl-Nachziehen, die Du ansprichst, kommt mir auch etwas seltsam vor, das will ich aber bei dem mir vorliegenden Schaltplan-Wirrwarr nicht ohne konkretes Gerät nachvollziehen: im Zweifelsfall haben die da was anderes gemeint als geschrieben.
Steht im SM Kap. 5.4.4:
"Pegelsprung mit IEC2 Kassette bei Dolby-Pegel 0dB, 250Hz durch Umschalten des Schalters MONITOR kontrollieren. Die Anzeige am PEAK METER Display darf sich nicht ändern. Bei Abweichung mit den Trimmpotentiometern LEVEL (1.710.471) nachjustieren"1.710.471 ist das Interconnection-Board und da sitzen eben nur die PB Potis .,111
(mal abgesehen von den beiden Line-Out Level Potis)
Pit, nun hänge ich aber in einer Denkfalle:
Wenn ich nach dem BIAS den REC-LEVEL anpasse, tue ich das doch breitbandig? Also ändere ich damit doch zu Teil wieder den BIAS? Eigentlich soll doch die Vormagnetisierung nur den FG an auf unteren Teil bezogen geradebiegen?
Oder ändert sich mit dem REC-Level auch die Vormagnetisierung? .,a015
PS.Ich halte mich noch für lernfähig.... ;0001
Denkfalle zugeschnappt!
Der Bias soll mitnichten 'etwas an den unteren FG anpassen', die Vormagnetisierung ist Voraussetzung für klirrarmes Aufzeichnen überhaupt! Du hast schon recht, daß der lvl 'breitbandig' wirkt, und das ist ja das kunibert'sche Merkwürdigkeitskriterium: Die Einstellung des richtigen Bias-Stromes erfolgt indirekt (nämlich ohne echte Strommessung) bei 10 kHz mit dem besagten Delta s10. Damit hast Du im Seiteneffekt die 'Empfindlichkeit' des Bandes geändert, im Aufsprechkreis. Als Folge muß der 'breitbandige', wie Du zu sagen pflegst, Aufsprechpegel neu justiert werden, und zwar bei einer niederen Frequenz, bei der die Entzerrung allgemein (nicht nur der Höhen-EQ) noch nicht zuviel am Frequenzgang herumbiegt: deshalb: @315 Hz.
Bei JEDER Vormagnetisierungsänderung änderst Du implizit den wirksamen Rec-level auch, je nach Frequenz in unterschiedlicher Stärke, ganz ohne das lvl-Poti überhaupt anzugucken! Beweis: Meßreihe Kuni, nicht mehr ganz handwarm, aber doch erkenntnisfrisch!
Man denkt weiter,
Pit
Da gebe ich Dir Recht, das fiel mir bei meinen Einmessungen auch auf, allerdings ist die Wirkung bei 315Hz nur gering, zumindest bei meinen Japanern. Dort wird die Delta-10kHz-Methode aber weniger erfolgreich anwendbar sein, nach SM habe ich bereits sehr zufriedenstellende Ergebnisse erreicht.
Pit, Hans-Joachim:
Danke nochmal für die Denkhilfen. Werde das 710 nun doch lassen wie's ist - nachdem Ihr mich mal wieder "runter gebracht" habt :__y_e_s:.
Habe gestern noch etwas mit verschiedenen Bändern probiert/gehört und kann keine negativen Eigenschaften (auch mit Dolby) feststellen/hören.
Soll heißen, daß die Wiedergabe fremdbespielter MC's mit Dolby-B (C habe ich nie genutzt) genauso gut/schlecht ist wie mit anderen Decks auch, also tendenziell etwas zu dumpf. Eigenaufnahmen mit Dolby-B/C sind absolut iO.
Zitat von: Captn Difool am Montag, 31.Mai.2010 | 21:31:49 Uhr
... bei meinen Japanern. Dort wird die Delta-10kHz-Methode aber weniger erfolgreich anwendbar sein, nach SM habe ich bereits sehr zufriedenstellende Ergebnisse erreicht.
André, da hatte ich mir die Wochen auch so meine Gedanken gemacht.
Daß die Japaner per Delta-10kHz schlecht einmeßbar sind, liegt evtl. auch nur daran, daß der Regelbereich der BIAS Potis nicht groß genug ist.
Also im Prinzip das Gleiche Problem, welches ich hier mit dem 710 auch hatte. Ein Tausch der Potis durch höherohmige würde hier vlt. auch Abhilfe schaffen .,a015 ...
Zitat von: kuni am Dienstag, 01.Juni.2010 | 08:46:50 Uhr
. Ein Tausch der Potis durch höherohmige würde hier vlt. auch Abhilfe schaffen .,a015 ...
Nicht immer, kommt das Poti nicht als Vorwiderstand sondern nur als Spannungsteiler, verlagert man nur den Regelbereich auf der Schleifbahn, aber hat letztlich keine erweiterten Werte. Da muß man ggf. Teile der Schaltung ändern und auch das geht nur in Grenzen. Beim K-560 kann ich nur den BIAS-Strom durch höheren Widerstand verringern und so alte BASF-Cassetten einmessbar machen, mehr aber auch nicht. Bei den moderneren Decks habe ich hingegen nur Spannungsteiler.
Dann, lieber Captain, ist der 710 kein moderneres Deck: Nachdem hier nämlich bereits gewisse Leistungen direkt mit dem Widerstand reguliert werden, erhielt auch der 710 wie A700, A und B77 einfach einen Serienwiderstand.
Noch ein kleine Anmerkung zur Einmessproblematiik: In engeren Grenzen -um die aber geht es oben- beeinflusst die Vormagnetisierung auch die Empfindlichkeit des Bandes bei niedrigen frequenzen. Studiert man meine Bruttohinweise zur Einmessung, fuindet man regelmäßig den Hinweis, dass man die Einstellung des Aufsprechpegels auch bei niedrigen Frequenzen möglicherweise mehrfach zu wiederholen hast, nachdem man die Vormagnetisierung hoffentlich gut eingestellt hat. Nach die Korrektur des 1kHz- bzw. 315-Hz-Pegels sieht man dann wieder nach, inwieweit sich nennenswertes bei 10 kHz getan hat und ob dies (Delta-10-kHz-Verhalten nach wie vor normal) mit dem Aufsprechequalizing oder eben doch mit der VM hinzubiegen ist. Übrigens beeinflussen sich die Vormagnetisierungseinstellungen beider Stereokanäle Kanäle bei 710 (und 215) gegenseitig, weshalb man da ein wenig experimentieren muss, bis man beide Kanäle so hinhat, wie einem das schmeckt.
In diesem Zusammenhang zeigte sich auch eine Unerfreulichkeit meines (noch immer existierenden, klebrig, aber immerhin..) 710/MKII, dessen Höhenqualizing im interessierenden Bereich kaum wirkt(e).
Übrigens kann man die oben zitierten Frequenzgänge durchaus optimieren, denn das Dolby verschärft auch in diesem Falle nur den offenbar sportlichen Wunsch des Einmessenden, die Frequenzgangrenze ohne Dolby möglichst weit hinaufzutreiben. Verzichtet man darauf, schwächt sich der dolbylos erkennbare Buckel ab, und das Dolby kann diesen nicht auch noch verschärfen.
Grundsätzlich sollte man, bevor man an den Dolbyabgleich geht, die Einmessung so sorgfältig wie irgend möglich v orgehen (siehe meine einleitende Anmerkung oben) und den Systemfrequenzgang aufnahme- wie wiedergabeseitig so eben wie möglich halten, damit die Unebenheiten nicht um den dolbyverursachten Komoressions- bzw. Expansionsanteil verschlimmert werden. Sich dafür klarzumachen, wie von mir schon im Zusammenhang mit dem Brasilianer angeregt, auf welche Weise ein Dolby arbeitet, hilft dafür sehr.
Schließlich kann man beim Cassettenrecorder durchaus durch minimale (das ist ein Superlativ!) Variation des Dolbyansteuerpegels den Frequenzgang 'linearisieren', wenn man definitiv weiß, wo (Aufnahme oder Wiedergabe) der Hase in der Sasse liegt. Dolby B wirkt ja nur im Höhenbereich. Davon jedoch sollte man sich nicht zuviel erwarten, weil dies für zwei (Cassetten-)Bänder gleichen Typs bereits deutlich unterschiedlich ausfällt. Von schlichteren Laufwerken und ihrem massiven Einfluss auf die Wiedergabeparameter einmal ganz zu schweigen.
Einer pegelmäßig normgemäßen Ansteuerung der Dolbyprozessoren steht übrigens nichts im Wege, was oben in Zweifelgezogen worden war. Das von Revox dargestellte Verfahren ist nur eine Abgleichmöglichkeit von mehreren, bei der eben Einfachheit, Übersichtlichkeit und qualitative Ansprüche halbwegs zusammengehen. Ich habe nach einer Anfangszeit gemäß Handbuch meine Dolby-A-Professoren (360er) auch anders abgeglichen, als das der Kollege Dolby empfahl. Der Erfolg war (und ist) beispielhaft, weil ich nicht mehr auf die etwas abenteuerlichen 'Profilmessgeräte' im 360 (oder 361) und deren Dolby-Punkt angewiesen war. Übrigens mache ich das noch heute so und mittlerweile auch so mancher andere Liebhaber nach meinen Hinweisen, weill in deren Einschüben entweder die Profilmesserle fehlen, zerdeppert oder ganz schlicht durchgebrannt sind. Bei mir braucht man sie ja nicht mehr.
Hans-Joachim
Hi Hans-Joachim,
Zitat von: PhonoMax am Dienstag, 01.Juni.2010 | 20:46:51 Uhr
Übrigens kann man die oben zitierten Frequenzgänge durchaus optimieren, denn das Dolby verschärft auch in diesem Falle nur den offenbar sportlichen Wunsch des Einmessenden, die Frequenzgangrenze ohne Dolby möglichst weit hinaufzutreiben.
Nicht daß ich's Dir krumm nehmen würde (weit entfernt), aber dem muß ich aber nun doch noch "etwas" widersprechen .,111.
Du hast meine "sportliche Ader" mittlerweile ja schon an einigen Ecken kennengelernt, aber in den letzten Monaten habe ich bei den diversen Abgleichversuchen eins (halbwegs :flööt:) gelernt - nämlich daß die Abgleichanleitungen meißtens doch den tendenziell eher richtigen Weg beschreiben. Zumal wenn's um so Spezialisten wie Revox geht, denke ich mir schon, daß da ein bestimmter Gedanke hinter steckt, das eben ganau so zu machen wie's geschrieben steht.
Also: In diesem Fall habe ich mal nix getrickst, peinlichst das BIAS Maximum gesucht, den Delta-10kHz eingehalten und den REC-EQ wie im SM beschrieben bei 14kHz auf Linearität eingestellt (dann nochmal bei 10kHz und 18kHz kontrolliert - paßte aber alles und somit war gut).
Zitat von: PhonoMax am Dienstag, 01.Juni.2010 | 20:46:51 Uhr
Verzichtet man darauf, schwächt sich der dolbylos erkennbare Buckel ab, und das Dolby kann diesen nicht auch noch verschärfen.
Der erste Teilsatz läßt mich aufhören:
Ein aussagefähiges Datenblatt des HA12038 lies sich bislang ja nicht auftreiben, aber wenn das Dolby dort abgeschalten ist, dann sollte man doch annehmen können, daß das IC das Signal nur durchreicht ohne was dran rumzufummeln.
Wenn ich Dich nun recht verstehe, dann siehst Du das anders ?
Ich nochmal, weil ich grad' mal wieder "meßgeil" geworden bin raucher01:
Bei den ganzen Decks die hier so rumstehen hatte sich ja schon vor längerem mal die folgende Frage gestellt:
Welches Deck ist am besten für die Aufnahme geeignet und liefert bei den anderen möglicst optimale Ergebnisse ?
Damals beim B215 hatte ich das schon mal angegangen (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5301.msg140730#msg140730 (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5301.msg140730#msg140730)).
Danach war für mich klar, daß ich üblicherweise auf dem Eumig aufnehme. Nur "exotische" Kassetten welche auf dem Eumig nicht zufriedenstellend einmeßbar sind (z.B. Maxell XLII-S, einige BASF Chromdixid Bänder) nehme ich wegen des besseren Einmeßcomputers auf dem B215 auf.
Nachdem sich nun auch die B710 Baustelle dem Ende nähert, war's heute auch hier mal Zeit für so 'ne Untersuchung.
Aufnahme mit Revox B215 (TDK SA) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_04_CrossCheck_REC_Revox_B215_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/04_CrossCheck_REC_Revox_B215_TDK-SA.jpg)
| Wiedergabe mit Eumig FL-1000 (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_05_CrossCheck_REC_Revox_B215_PLAY_Eumig_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/05_CrossCheck_REC_Revox_B215_PLAY_Eumig_TDK-SA.jpg)
| Wiedergabe mit Revox B710 (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_06_CrossCheck_REC_Revox_B215_PLAY_Revox_B710_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/06_CrossCheck_REC_Revox_B215_PLAY_Revox_B710_TDK-SA.jpg)
|
Aufnahme mit Eumig FL-1000 (TDK SA) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_01_CrossCheck_REC_Eumig_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/01_CrossCheck_REC_Eumig_TDK-SA.jpg)
| Wiedergabe mit Revox B215 (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_02_CrossCheck_REC_Eumig_PLAY_Revox_B215_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/02_CrossCheck_REC_Eumig_PLAY_Revox_B215_TDK-SA.jpg)
| Wiedergabe mit Revox B710 (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_03_CrossCheck_REC_Eumig_PLAY_Revox_B710_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/03_CrossCheck_REC_Eumig_PLAY_Revox_B710_TDK-SA.jpg)
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Aufnahme mit Revox B710 (TDK SA) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_07_CrossCheck_REC_Revox_B710_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/07_CrossCheck_REC_Revox_B710_TDK-SA.jpg)
| Wiedergabe mit Eumig FL-1000 (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_08_CrossCheck_REC_Revox_B710_Play_Eumig_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/08_CrossCheck_REC_Revox_B710_Play_Eumig_TDK-SA.jpg)
| Wiedergabe mit Revox B215 (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_09_CrossCheck_REC_Revox_B710_Play_Revox_B215_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/09_CrossCheck_REC_Revox_B710_Play_Revox_B215_TDK-SA.jpg)
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So, so .,a015 - was erkennen wir daraus ?
- Der Eindruck aus dem letzten Versuch (siehe Link oben) bzgl. der B215 bestätigt sich nun auch auf dem B710 (tendenzieller Verlust der unteren Höhen ab 5kHz). Das beruhigt mich doch ungemein, weil im B215 Thread hatte ich das insgeheim noch dem Eumig angekreidet, was wohl nicht stimmt.
- Aufnahmen auf dem Eumig gehen auf den Revox'en noch "einigermaßen" durch.
- Die Aufnahmen des B710 scheinen insgesamt am besten austauschbar zu sein, wobei das so natürlich erst mal nur für das eine Bandmaterial gilt.
Für die Zukunft muß ich mir da ernsthaft Gedanken machen .,a015
- B710: Wird wohl künftig das Aufnahmedeck werden (zumindest bei TDK-SA Kassetten).
- Eumig: Bleibt die erste Wahl bei Aufnahmen aller anderen Bandtypen.
- B215: Kommt nur bei exotischem Bandmaterial dran.
kurzes Statement am Rande: solche überbreiten Bildbeiträge gucke ich mir ab sofort nicht mal mehr an, geschweige denn, ...
mfg Pit
Ja, bitte untereinander anordnen, nur hier im Geschäft habe ich zwei Monitore nebeneinander, nicht aber daheim.
Das Eumig macht ja schon recht gute Kurven, bei den Revoxen sieht das aber alles noch etwas verbesserungsbedürftig aus.
Kurze Anmerkung:
Mit einem breiten Monitor kann man die Bilder von Kuni gut betrachten.
Schreibt man einen Beitrag auf einem breiten Monitor, merkt man vielleicht nicht, dass Monitore im 4:3 Format, dies nicht darstellen können!
Hi zusammen,
sorry erst mal, daß Ihr da Darstellungsprobleme habt (@Pit :give_rose:).
Ich hab' auch nur einen ganz normalen 4:3 Monitor zuhause, aber bei Opera gibt's einen netten kleinen Knopf, der den Seiteninhalt wieder einpaßt.
Zudem mache ich derlei Bildchen lieber nebeneinander, weil man sie ja schließlich gut und übersichtlich (so denn dargestellt :zwinker:) gegenüber stellen können soll. Untereinander wäre das ein elendes gescrolle - meine ich.
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 02.Juni.2010 | 06:40:24 Uhr
Das Eumig macht ja schon recht gute Kurven, bei den Revoxen sieht das aber alles noch etwas verbesserungsbedürftig aus.
Nicht daß hier der Eindruck aufkommt, daß ich mich nur und ausschließlich auf solche Messereien verlassen würde. Gehört wird bei mir immer auch noch, nur eben meißt erst dann, wenn das Gerät wieder zu und im Schrank steht.
Wenn ich mir solche FG Kurven vor Augen führe und vergleich mit dem was ich heraushören kann, dann muß ich schon sagen, daß man (ich) manche Kurvenverläufe höre, manches aber auch nicht.
Beispiel:
- Die 5kHz Senke (Aufnahme B215, Wiedergabe Eumig) höre ich primär als Baßüberbetonung.
- Die 5kHz Überhöhung (Aufnahme Eumig, Wiedergabe B215) macht das Klangbild tendenziell etwas frischer.
- Die Baßschwäche unter 100Hz beim B710 läßt auf dem B710 macht den Klang untenrum etwas (und wirklich nur ein bischen) dünner.
- Oberhalb 15kHz höre ich ohnehin nicht mehr viel, daß sich da die Verläufe für mich nicht mehr hörbar gestalten.
- Allgemeine Welligkeiten um +/-2dB im gesamten Verlauf fallen mir hörtechnisch auch praktisch gar nicht auf.
In diesem Sinne habe ich mir mittlerweile angewöhnt, die FG Schriebe auch nicht mehr ganz so als bare Münze zu nehmen, wie das vor etlichen Monaten schon mal der Fall war.
'n Abend zusammen,
grad beim stöbern entdeckt - Ein Vergleichstest des Revox B710 mit Alpine AL-90 und Nakamichi ZX-7:
http://www.revoxsammler.ch/Testberichte%20Kassettengeraete/Cassettendeck%20B710%20MKII%201982_0002.pdf (http://www.revoxsammler.ch/Testberichte%20Kassettengeraete/Cassettendeck%20B710%20MKII%201982_0002.pdf)
Darin ist u.A. auch ein Frequenzgang abgedruckt (Eigenaufnahme mit BASF Chrom Extra Band und Dolby ein -> IEC Chrom Kurve bei -20dB):
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/40_Revox_B710_FG_Test_Stereoplay_09-1982.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/40_Revox_B710_FG_Test_Stereoplay_09-1982.jpg)
Wenn man das mal mit meiner TDK-SA (ebenfalls mit Dolby-B ein) vergleicht
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_33_Revox_B710_FG_TDK-SA_NR_B.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/33_Revox_B710_FG_TDK-SA_NR_B.jpg)
dann sieht man bzgl. des Buckels doch ziemliche Ähnlichkeiten. Schade nur, daß die Skalierung in dem Scan des Tests nicht zu erkennen ist.
Ich meine aber so ca. 2 Teilstriche erkennen zu können. Wenn man dann mal eine 1dB Skalierung annimmt, dann kommt das auf's Gleiche raus :_good_:
Ach ja nochwas, weil ebenfalls neulich gefunden:
http://www.heimers.ch/de/reparaturen.html (http://www.heimers.ch/de/reparaturen.html)
Ich weis nicht ob was dran ist, aber ich wollt's mal hier einstellen falls es mal für jemanden interessant werden sollte.
Der Mann hat dort u.A. den folgenden Fehler wohl behoben (Zitat von dort):
Symptom:
| Bei Wiedergabe zu viel Bass, beide Kanäle nicht gleich schlimm
|
Defekt:
| Kondensatoren in der Gegenkopplung des Wiedergabeverstärkers haben an Kapazität verloren. Bei mir hatte einer nur noch ca. 10µF statt 47µF. Kondensatoren C11 und C15 auf der Platine mit Bezeichnung 1710.471-11
|
Bemerkungen:
| In meinem Gerät hatten noch diverse andere Kondensatoren zu wenig Kapazität. Meist die kleinen, matt-hellblauen Philipskondensatoren. Am besten alle durchmessen und bei Bedarf ersetzen.
|
Hallo, habe seit kurzem auch ein B 710
das läuft an sich gut, nur kommt es mir vor als wenn es nach ´gewisser Zeit etwas leiert
weiss jetzt nicht, ob ich das mit dem Zerlegen des Laufwerks hinkriege, habe zwar schon eine gewisse Übung im Bastel,aber bei manchen ist es recht schwer sie wieder zusammenzubekommen
bei einem Aiwa 6900 ist es mir jedenfalls so gegangen
Gruss Gunter
Lieber Gunter,
bevor du das Laufwerk zerlegst, solltest du dich z. B. über die sorgfältige Lektüre des leicht zugänglichen B710-Service-Handbuches mit der Entstehung des B710 befassen. In deinem Fall ist allerdings unklar, ob du einen MKII oder MKI besitzst, also einen mit oder ohne Dolby C; ich gehe einfachheitshalber und bis auf weiteres vom MKII aus. Du würdest dann feststellen, dass es sich beim B710 um ein den Prinzipien der MC angepasstes Bandgerät der B67-Klasse handelt und dass die von dir durchaus unsicher konstatierten Gleichlaufschwankungen 'allein per Aufsichtskontrolle' nach Zerlegung des diesbezüglich auch noch heiklen Laufwerkes ursächlich nicht zu lokalisieren sind. Selbst wenn ich bis heute mit Marino Ludwig (einem der federführenden, menschlich von den Vorgängen bei Studer nach dem Ausscheiden Willi Studers tief getroffenen Konstrukteure) nicht persönlich gesprochen habe, so weiß ich aus seiner Umgebung doch, mit welcher Denkart man im Regensdorfer Haus an die Probleme des Cassettenrecorders heranging, den der Willi übrigens nie in seiner Fertigungspalette sehen wollte. Willi Studer wusste auch ohne viele Worte, warum das so war.
Lägen die von dir vermuteten, auf dem geschilderten optomechanischen Analyseweg 'erkennbaren' Gleichlaufschwankungen vor, müssten sie auf die Tonmotorregelung(en) durchschlagen, also bei der Kontrolle von deren Steuersignalen mit dem Oszilloskop zu erkennen sein. Das sind sie vermutlich auch in deinem Falle nicht, wenn die Lager deines B710 nicht ausgelaufen sind: Der lautlose Betrieb des 710 veranlasste jedoch so manchen Nutzer, seinen 710 notfalls tagelang durchlaufen zu lassen, was wegen des von den Studer-Konstrukteuren keineswegs grundlos vorgesehenen Dauerbetriebs der Tonmotoren bei eingeschaltetem Gerät früher, vor allem aber später zum Auslaufen der hochpräzisen Sinterlager führt(e). Deren Ersatz (grundsätzlich nur gemeinsam mit den zugehörigen Tonwellen) ist möglich, aber keine Heimwerkerarbeit, wenn einem an der Verbesserung des Geichlaufes in Richtung Studer-Spezifikation gelegen ist. Eine Reparatur ist beim einschlägig überaus kundigen, in Deutschland 'praktizierenden' Nachfolger Enzo di Benedettos möglich. Von ihm bezog Enzo nämlich seine neu gefertigten Ersatzteile (Wellen und Lager nach Originalspezifikation).
Das aber wäre lediglich der Extremfall, den ich für deinen B710 zunächst nicht annehme. Es gibt aber zumindest beim 710/MKII einen mir als ehedem professionellem Altnutzer nahezu seit Anbeginn der 710/II-Tage bekannten Mangel, der zu Gleichlaufproblemen führt: Der sehr harte Magnetit der Chrombänder poliert die ab Werk ohnehin polierte, bandgeschwindigkeitsbestimmende rechte Tonwellenoberfläche zusätzlich nach, so dass minimale Einlaufspuren des Bandes auf Welle und Andruckrolle (auch die Bandrückseiten der Cassettenbänder sind extrem kalandriert) ausreichen, das sehr dünne Band, das durch einen geringen Tonwellendurchmesserunterschied rechts gegen links vor den Köpfen des 710 bewusst gespannt wird, beim Transport rutschen zu lassen. Das sind vermutlich genau jene Gleichlaufschwankungen, die du bei kritischeren Signalen (Klavier, Orgel, Cembalo) hörst. Die Gleichlaufabweichungen beschädigter Tonmotorlager wären dagegen so stark, dass über deren Vorliegen keine Unsicherheit bestehen würde.
Studer hat als klassische Firma ständigen Dazulernens dieses Problem natürlich noch zu Verkaufszeiten des 710 zielsicher erkannt und Abhilfe geschaffen: man mattierte die rechte Tonwelle im Bereich des Bandlaufes (und nirgendwoanders!). Das wurde beim Nachfolgegerät B215 zum Prinzip, wie es denn nachzuverfolgen nicht uninteressant ist, in welcher Weise Studer über Jahrzehnte mit der Tonwellenmattierung bei seinen Bandmaschinen umging.
Der B710/MKI hatte das beschriebene Problem nicht oder ggflls. so schwach ausgeprägt, dass es unter der Wahrnehmbarkeitsschwelle blieb. Er besaß nämlich Andruckrollen größeren Durchmessers, die zu einer vom B710/MKII abweichenden, weniger anfälligen Geometrie zwischen Tonwelle, Band und Andruckrolle führten.
Reinige deine Andruckrollen, tausche sie ggflls., wobei es diejenigen originaler Bauart (Sinterlager) nicht mehr gibt. Das hilft aber nur peripher und nie auf Dauer. Über die Verfahrensweise der von mir bereits temporibus illis (also Jahre vor dem B215) chemisch durchgeführten Mattierung -ich weiß en detail, was Gleichlaufschwankungen sind- habe ich andernorts und vielleicht auch hier im Forum geschrieben, was immer zu Diskussionen führte. Es sollte deshalb möglich sein, die Texte wieder aufzufinden, so dass ich die mir freundlicherweise von offenbar wissender Seite immer wieder vorgehaltenen 'Längen' meiner Texte vermeiden kann. Ich belasse es daher bei den gegebenen Andeutungen.
Hans-Joachim
Ergänzung:
Eben ruft mich Jürgen ziemlich atemlos an (nein, nicht wegen meines, ihm den Atem raubenden Textes, sondern anderer körperlicher Belastungen wegen...) und sagt mir, dass der von mir oben bemühte Text meiner Feder zur Wellenmattierung hier im Forum nicht, wohl aber bei den BMFlern zur Verfügung stünde, wo man mich freundlicherweise über meinen naturbedingt offenbar asozialen Umgang mit Forenkollegen aufzuklären müssen meinte, weshalb ich insgesamt kaum mehr schreibe, dort aber bewusst darauf verzichte.
Genau der Text jedoch, den Jürgen aus dieser damals teilweise sehr interessant geführten Diskussion ("B710/II brauchbar?") herauszog, befindet sich dank Kunis Aufmerksamkeit als Zitat schon im Thread hier (new-hifi-classic.de/forum/index.php?action=post;topic=5425.0): Einfach auf S. 1 nachsehen. Kuni zitiert mich am Ende seines allerersten Posts mit der zentralen Aussage. Dennoch empfehle ich, den BMF-Thread auch der dort hochkommenden, anderern Informationen wegen durchzulesen.
Ähnliches habe ich vor Jahren allerdings auch im Altforum Frank Schieschkes (Revox) abgesondert, wo ich der Erinnerung nach noch auf das Problem der Messing-/Phosphorbronze-/Kunststoffbeilagscheiben auf der Achse des 710 eingegangen bin. Dieser Beitrag scheint nun tatsächlich den Weg allen Fleisches gegangen zu sein, wenn ich ihn damals nicht auf meinen eigenen Platten archiviert habe, was meinem Geschreibsel nur ausnahmsweise widerfuhr. Ich berichtete darin auch noch von meinen Annäherungen ans Problem, die natürlich nicht so geradlinig und rasant liefen, wie oben geschildert. Sollte ich den Text auf meinen Platten finden (ich weiß, wo der liegen muss, wenn er denn existiert), sein Inhalt tatsächlich eine wesentliche Ergänzung zum Zitat Kunis sein, schiebe ich das hier noch nach.
Wichtig ist beim B710, dass man mit größter Vor- und Umsicht zu Werke geht, am besten das Laufwerk komplett ausbaut und dann erst die Wellen entnimmt. Ich habe das damals natürlich nicht getan und von den Beilagscheiben nichts, geschweige denn von ihrer kritischen Abfolge etwas gewusst. Nachdem aber auch blinde Hähne mal ein Korn finden, hatte ich dieses Mal das mich lebenslang leider nur sehr gelegentlich begleitende Glück, das bekanntlich "mit die Dummmäään" ist, denn die Beilagscheiben pappten -soweit erinnerlich- durch einen Sinterlagerölrest auch noch auf dem Schwungscheibenbund, als ich die Schwungscheiben aus dem Gerät gefingert hatte. Das ist aber 25 Jahre her, und heute marktgängige B710 werden derlei Sinterlagerölreste auf natürlichem Wege abgebaut haben, weshalb bei einer 'neuzeitlichen' Zerlegung nach meinem Muster (eingebauter Laufwerksblock) die Distanzscheiben garantiert auf den Geräteboden fallen werden --- ohne Wahrung ihrer kritischen Abfolge.
Insofern.: Bitte Vorsicht.
Hans-Joachim
Hallo Jungs,
nur mal kurz am Rande der Querverweiß auf den Thread im BMF (http://forum2.magnetofon.de/showtopic.php?threadid=9326) wo es ab Seite 2 richtig interessant wird.
Liebe Interessenten,
der Schieschke-Revox-Fan-Forums-Thread (interessierendes Segment zwischen 28.9.2003 und 15.10.2003) wurde von mir tatsächlich gespeichert, zieht sich aber ähnlich in die Länge wie der hiesige und der im BMF. Zusätzliche Dinge kommen nur am Rande und dann in der Diskussion mit den anderen Foranten zur Sprache. Inwieweit deshalb das Studium angesichts der oben allgemein bereits erarbeiteten Informationen noch lohnend ist, steht dahin. Die textlichen Abläufe wären aber vorhanden und sind damit im Notfall auch zitierbar.
Hans-Joachim
Zitat von: miduwa am Donnerstag, 29.September.2011 | 00:43:46 Uhr
Hallo, habe seit kurzem auch ein B 710
das läuft an sich gut, nur kommt es mir vor als wenn es nach ´gewisser Zeit etwas leiert
weiss jetzt nicht, ob ich das mit dem Zerlegen des Laufwerks hinkriege, habe zwar schon eine gewisse Übung im Bastel,aber bei manchen ist es recht schwer sie wieder zusammenzubekommen
bei einem Aiwa 6900 ist es mir jedenfalls so gegangen
Gruss Gunter
Hallo,zusammen
vielen Dank für die Antworten
also es ist wohl ein MK 1 ohne Dolby
ich werde es wohl eher erst mal so lassen wie es ist
[die Wiedergabeplatine ist die ganz links, von hinten gesehen ?
Ach ja nochwas, weil ebenfalls neulich gefunden:
http://www.heimers.ch/de/reparaturen.html (http://www.heimers.ch/de/reparaturen.html)
Ich weis nicht ob was dran ist, aber ich wollt's mal hier einstellen falls es mal für jemanden interessant werden sollte.
Der Mann hat dort u.A. den folgenden Fehler wohl behoben (Zitat von dort):
Symptom:
| Bei Wiedergabe zu viel Bass, beide Kanäle nicht gleich schlimm
|
Defekt:
| Kondensatoren in der Gegenkopplung des Wiedergabeverstärkers haben an Kapazität verloren. Bei mir hatte einer nur noch ca. 10µF statt 47µF. Kondensatoren C11 und C15 auf der Platine mit Bezeichnung 1710.471-11
|
Bemerkungen:
| In meinem Gerät hatten noch diverse andere Kondensatoren zu wenig Kapazität. Meist die kleinen, matt-hellblauen Philipskondensatoren. Am besten alle durchmessen und bei Bedarf ersetzen.
|
[/quote]
eine Frage
die Wiedergabeplatine ist die ganz linke, von er Rückseite her gesehen ?
Gruss Gunter
Jepp, steht übrigens im SM :drinks:
Hallo, habe die Kondensatoren der Wiedergabeplatine erneuert, teils gg.Bessere Folienk.
der Klang ist jetzt absolut Top
das einzige kleine Problem ist noch, dass die Kassete beim Start das erstemal gleich wieder stoppt, beim 2.mal läuft sie aber problemlos
Gruss Gunter
Zitat von: miduwa am Donnerstag, 20.Oktober.2011 | 11:40:34 Uhr
das einzige kleine Problem ist noch, dass die Kassete beim Start das erstemal gleich wieder stoppt, beim 2.mal läuft sie aber problemlos
Aber nur auf dem Vorspannband, oder ?
Wenn ja, dann ist das wohl normal - zumindest bei meinem auch so.
Man könnte nun meinen, daß das mit der Empfindlichkeitseinstellung der Lichtschranke zu tun hat.
Hat es aber mMn nicht. Zumindest dachte ich mal an sowas und habe mit der Einstellung rumexperimentiert:
Immer wenn die Einstellung so war, daß das Vorspannband erkannt wird, hatte ich auch diese 2 Abschalter beim Start von Wickelanschlag. Wenn die Lichtschranke dann Band erkennt, dann gibt's diese Abschalter nicht mehr.
Ich meine, daß das wirklich so gewollt ist. Beläßt man die Kassette dort wo das B710 abgeschalten hat (also nicht am Wickelanschlag) dann gibt's diese beiden Abschalter nämlich auch nicht mehr, weil die Lichtschranke schneller in den Bandbereich kommt.