Hi zusammen,
von Alexander (alias alx) habe ich heute sein B215 erhalten - vielen Dank auch nochmal an dieser Stelle :drinks:
Es werden sich in den nächsten Wochen also etliche Fragen, die ich mir so in den letzten Monaten gestellt habe, (hoffentlich) beantworten lassen und es wird sich zeigen, welches Deck zu meinem persönlichen "King of Tapes" wird:
Österreichische Ingenieurskunst mit bewährter, solider aber tlw. exotischer Technik (Eumig) oder eben der schweizerische Platzhirsch, mit allen technischen Schmankerl die damals so machbar waren und wohl einem einzigartig guten Einmeßcomputer. Mann wird sehen, wer hier das Rennen macht.
Meßtechnisch hatte ich das Eumig ja schon vrogestellt, da werde ich dann das Revox gegenhalten und auch meine Kassettenuntersuchungen zu gegebener Zeit mit dem Revox wiederholen.
Zunächst kam das B215 also heute an, gut verpackt und tut soweit auch, d.h. es spielt jetzt schon seit 1h ohne Probleme und zeigt ad hoc einen sehr klaren, analytischen Klang. Schon mal etwas "nüchterner" als das Eumig, ohne daß das nun negativ (für mich) wäre - halt leicht anders.
Wie Alexander schon erwähnt hatte, spult es aber nicht richtig, d.h. (egal ob << oder >>) nach ca. 1-5s geht es sofort wieder in Stop. Play geht problemlos.
Hierzu hatte mir Jürgen schon gesagt, es könnten die Kassettenschalter sein.
Hab also die letzten Tage schon mal das SM studiert und außer den Schaltern für die Bandtyperkennung noch zwei weitere Schalter in Serie (wie von Jürgen beschrieben) gefunden.
Anhand Thomas' Beschreibung zum H1 auf der Seite
http://forum2.magnetofon.de/showtopic.php?threadid=7145
gehe ich mal davon aus, daß diese beiden Kassettenschalter hinter den beiden kleinen Plastiknippeln seitlich im Kassettenfach sitzen ?
Hier im Bild links (neben der Schraube) zu erkennen:
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/smal_IMG_0200.jpg)
© Gyrator / Bandmaschinenforum
Das wird also mal der erste Anlaufpunkt sein.
ich werde berichten .... raucher01
© Nachgetragen
Jürgen
Hallo Matthias,
auf dem Bild des Laufwerks kann man die beiden Nippel (etwa 1,5 cm in der Höhe unterhalb der Wickelkerne) sehr schön sehen......
Diese beiden Nippel gehen auf einen Federkontakt und diese haben's gerne sehr sauber..... also Laufwerksabdeckung runter und schon siehst Du diese beiden Schalter.
Zusätzlich mal die Lichtschranken-LED überprüfen, bzw. neu abgleichen..... dann dürfte das Problem, welches Alexander beschrieb, nicht mehr gegeben sein.
Noch was Matthias,
auf diesem Bild kannst Du noch besser diese Nippel der Kontaktfedern erkennen....
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/smal_IMG_0204.jpg) (http://forum2.magnetofon.de/bildupload/smal_IMG_0204.jpg)
Hallo Kassettenfreunde!
Ich habe inzwischen meinen, hier in Teilen gezeigten, ReVox H1 nicht mehr, doch dass ein oder andere Foto ist noch in meinem Fundus.
Die beiden Schaltfedern sind auf einer flexiblen Leiterplatte bestückt, so dass am Besten diese Schalter zuvor ausgelötet werden sollten, damit die Reinigung auch erfolgversprechend wird. Nach meiner Erfahrung gelingt dies mittels Endlötlitze am Besten und für die Leiterplatte am verträglichsten.
Anbei zwei Fotos vom Schalter und der flexiblen Leiterplatte.
Gruß
Thomas
Hallo Thomas,
Danke für Deine Rückmeldung.
War es Okay für Dich dass wir Deine Bilder hier eingestellt haben?
Es kann sein das ich das mit dem B710 verwechsle,
aber sieht das Laufwerk des B215 nicht etwas anders aus, fehlt dort nicht diese flexible Leiterbahn?
Gruß Ulrich
Hi zusammen,
@ Thomas
Danke daß Du Dich hier auch zu Wort meldest :drinks: - komm' ich vlt. noch verstärkt drauf zurück :grinser:
Btw: Darf man erfahren, wieso Du das H1 wieder verkauft hast (Dein Bericht im Bandmaschinen-Forum klang ja eigentlich eher begeistert) ?
@ Ulrich
Die Schalter werden sich nicht längerfristig vor mir sicher fühlen können -> werd' ich schon finden :flööt:
Hallo Matthias,
ich wünsche Dir viel Erfolg. Die Revox, ob nun 710 oder 215 sind Traumteile. Mal sehen, wie sie Dir gefällt. Mir es das Gerät etwas zu wuchtig, obwohl es sich auf der Kommode am Platz des K-560 sicher auch gut machen würde... :flööt:
André, über die Optik des B215 will ich hier (besser) nicht reden - ich find optisch nicht prickelnd (vorsichtig gesagt).
Grund für das Deck war aber auch ganz klar die Technik des Teils.
Was mir gerade noch auffiel:
Die Pause Taste geht im Play Betrieb nicht.
Ist das normal ? - In der BDA ist sie nur bei REC beschrieben .,a015
Ja, die Optik gefällt mir beim 710er klar besser, mir ist das 215 da zu chaotisch und unlogisch im Bedienlayout. In Sachen Technik dagegen wohl eher Referenz.
710'er gefällt mir auch nicht ;0001 - wobei ich auch dessen technische Aspekte absolut respektiere :_good_:
Zitat von: kuni am Donnerstag, 25.Februar.2010 | 20:11:55 Uhr
.....
Was mir gerade noch auffiel:
Die Pause Taste geht im Play Betrieb nicht.
Ist das normal ? - In der BDA ist sie nur bei REC beschrieben .,a015
Hi Matthias,
ist bei mir auch so..... wofür sollte denn eine Pausenfunktion bei Play gut sein?
...also Revox liebt man, oder nicht -zumindest optisch! Aber letztlich ist das ja bei vielen Tapes so.
Hinsichtlich der so gelobten Technik bin ich allerdings nichts so "linientreu" euphorisch, dazu wurde schon zu viel über sehr merkwürdige Defekte geschrieben, die letztlich wirtschaftlich eben doch nicht zu beheben waren.
Das 215 ist sicher ein tolles Tape, dann, wenn man nicht zu viele schon aufgenommene CC hat. Ansonsten guckt man doch lieber woanders...z.B. Richtung Japan :_55_:
Gruß und viel Freude an dem schönen Teil
Frank
Hallo Frank,
dies sehe ich etwas anders, denn welcher der Japaner kann noch in solcher Fülle Esatzteile liefern, wie dies bei den ReVoxen möglich ist? .,70
Zitat von: kuni am Donnerstag, 25.Februar.2010 | 19:46:11 Uhr
Hi zusammen,
@ Thomas
Danke daß Du Dich hier auch zu Wort meldest :drinks: - komm' ich vlt. noch verstärkt drauf zurück :grinser:
Btw: Darf man erfahren, wieso Du das H1 wieder verkauft hast (Dein Bericht im Bandmaschinen-Forum klang ja eigentlich eher begeistert) ?
Hi Kuni,
der Verkauf meines H1 Rekorders erfolgte nicht aus dem Anlass, dass ich mit der Maschine unzufreiden war, ganz im Gegenteil. Die H1 ein ist ein präzises und äußerst zuverlässige Kassettenmaschine, sofern diese ordentlich von Ihren evt. vorhandenen Altersschwächen kuriert wurde.
Der Grund liegt hier eher im Bereich meiner Vorlieben und viel Herzblut konnte ich dem System schon früher nicht entgegenbringen. Beim Erwerb mit der H1, so dachte ich, könnte sich dies evt. ändern, dem war jedoch nicht so.
Jedem Kassettenfreund, kann ich eine ReVox nur empfehlen, wenn diese bestimmungsgemäß und fachgerecht Überholt wurde, hat man ein solides und zuverlässiges Gerät für seine Kassetten.
Gruß
Thomas
Moin zusammen,
Zitat von: Jürgen Heiliger am Donnerstag, 25.Februar.2010 | 21:40:31 Uhr
ist bei mir auch so..... wofür sollte denn eine Pausenfunktion bei Play gut sein?
Ok, dann bin ich beruhigt.
Wozu das gut sein soll ?
Zugegebenermaßen fällt mir für den Play-Betrieb da nicht viel Sinnvolles ein. Vlt. macht die Play-Pause bei vielen Decks (je nach LW) Sinn, damit beim Wiederanlauf kein Anlaufjaulen entsteht. So'n Anlaufjaulen hat das Revox aber nicht.
Entweder das LW läuft so schnell an, oder die Logik schaltet da das Signal kurz stumm bis das Dingens auf Nenndrehzahl ist.
Egal, ist mir halt aufgefallen, weil alle meine bisherigen Decks auch bei Play Pause machen können. Deswegen war ich mir nicht sicher, ob das so sein soll.
Zitat von: teax am Donnerstag, 25.Februar.2010 | 21:45:40 Uhr
...also Revox liebt man, oder nicht -zumindest optisch! Aber letztlich ist das ja bei vielen Tapes so.
Jepp .,a095
Ich habe in der Vergangenheit immer auch Wert auf die Optik gelegt, wobei immer mal wieder Geräte dabei waren, die optisch grotte sind, aber mich einfach auf Grund ihrer ausgefeilten Technik begeistern. Ich habe ja nun mal eine technische Ausbildung absolviert und kann mich "emotional" einfach nicht verwehren, wenn mir besonders ausgeklügelte techn. Details über den Weg laufen. In solchen Fällen sehe ich dann "ausnahmsweise" auch mal über die Optik hinweg. Der Dual 721 ist nach meinem Geschmack übrigens auch so'n Kandidat (ist schon seit Jahren bei mir in Betrieb).
Zitat von: teax am Donnerstag, 25.Februar.2010 | 21:45:40 Uhr
Hinsichtlich der so gelobten Technik bin ich allerdings nichts so "linientreu" euphorisch, dazu wurde schon zu viel über sehr merkwürdige Defekte geschrieben, die letztlich wirtschaftlich eben doch nicht zu beheben waren.
Na ja. 4 Motoren-LW, Einmeßcomputer und Einmessen bei 5 Frequenzen (waren es 5 ?), keine Gummis, massives LW.
Das sind schon mal Attribute die für eine "gewisse" Robustheit sprechen - genau dafür ist ja Revox auch Synonym.
Klar ist auch ein Revox nicht vor Defekten gefeeit und strenggenommen ist ein Kassettendeck heutzutage sowieso (rational betrachtet) niemals nicht wirtschaftlich. Abgesehen davon: Sind eigene Schraubereien, die sich über Tage und Wochen hinziehen letzten Endes auch nicht wirtschaftlich.
Wenn ich da nur an die 9 Monate erinnere, die ich an dem Eumig rumgebastelt habe. Da hätte ich mir so gesehen locker für etliche tausend Euro irgendwas proffesionell überholtes mit Zusatzgarantie und PiPaPo zulegen können .,a015
Zitat von: teax am Donnerstag, 25.Februar.2010 | 21:45:40 Uhr
Das 215 ist sicher ein tolles Tape, dann, wenn man nicht zu viele schon aufgenommene CC hat.
Frank, Du sprichst hier die Austauschbarkeit der MC's an - wenn ich Dich recht verstehe.
Wie begründest Du das ?
Zitat von: gyrator am Freitag, 26.Februar.2010 | 08:42:10 Uhr
der Verkauf meines H1 Rekorders erfolgte nicht aus dem Anlass, dass ich mit der Maschine unzufreiden war, ganz im Gegenteil.
Thomas, danke für den Hinweis.
War mir wichtig zu erfahren, ob Du das H1 womöglich aus Gründen der Unzufriedenheit wieder abgestoßen hattest :drinks:
Zitat von: kuni am Freitag, 26.Februar.2010 | 08:56:50 Uhr
Zugegebenermaßen fällt mir für den Play-Betrieb da nicht viel Sinnvolles ein. Vlt. macht die Play-Pause bei vielen Decks (je nach LW) Sinn, damit beim Wiederanlauf kein Anlaufjaulen entsteht. So'n Anlaufjaulen hat das Revox aber nicht.
Entweder das LW läuft so schnell an, oder die Logik schaltet da das Signal kurz stumm bis das Dingens auf Nenndrehzahl ist.
Bei allen modernen Decks mit elektromechanischer Steuerung ist die mechanische Pausenfunktion (Absenken des Reibrades) nicht mehr notwendig, schont auch das Band vor "Übermagnetiserung". Der Hub geht recht schnell von statten, der Capstanmotor läuft bereits bei eingelegter Cassette oder permanent, daher muß auch kein "Schwung" mehr geholt werden.
Hi Matthias,
sinnvoll ist eine Pausenfunktion meiner Meinung nach nur im Aufnahmebetrieb..... so wird das "Anlaufjaulen" fast immer vermieden..... nicht nur bei den Minispulen, auch bei den Großen..... Bei Profis vermeidet man dieses meist, in dem man die Andruck-/Umlenkrollen erst beim Spulbetrieb komplett zurückfährt, ansonsten sie aber immer bis auf 1-2mm vor der Endposition hält.
Zu Thomas, er kommt eher aus der Senkel- oder auch Großspulenfraktion..... daher ist bei ihm nicht ganz die Liebe zur Kassette gegeben. :zwinker:
ZitatFrank, Du sprichst hier die Austauschbarkeit der MC's an - wenn ich Dich recht verstehe.
Wie begründest Du das ?
Frank spielt bestimmt auf den Autoazimut des Dragon an..... damit hatte er übrigens kein Alleinstellungsmerkmal. Von Marantz gab es auch ein sehr hochwertiges Kassettendeck mit Autoazimut. Unterschied zwischen beiden war, der Dragon stellte dies über Motoren ein, beim Marantz geschah dies durch Piezos..... Grundlage war bei beiden dass die Spur des linken Kanal nochmals geteilt wurde und sich dort eventuell ergebende Phasenverschiebungen ausgewertet wurden.
Aber ein Nachteil des Dragon sollte an dieser Stelle auch nicht verschwiegen werden...... Dieser, er war zwar der letzte von Nakamichi, der dieses machte, hielt sich nicht ganz sauber an die den einzelnen Kassettentypen zugewiesenen Entzerrkonstanten.
Moin.
Also mir würde die Pause-Funktion bei Play merklich fehlen.
Ich nehme ja gerne via Mischpult-Übergängen nahtlos auf. Wenn man da dann einen Übergang versaut hat, bleibt nur im vorigen Stück eine passende Stelle zu finden, "Pause" zu drücken. Dann "rec" dazu. Die Platte (od. andere Quelle) wieder zu starten und an der richtigen Stelle dann die Pause zu lösen. Damit kann man extrem gut "schneiden", wenn man sein Deck kent.
Wenn das Revox so präzise ist, daß es aus "Stop" genauso schnell auf Aufnahme geht, wie aus "Pause", also der Bandwickel auch exakt beim stoppen so stehen bleibt, wie er es bei Pause würde, mag das zu vernachlässigen sein.
Meiner Meinung nach würden sich aber auch hier leichte Unterschiede ergeben, an welcher Stelle das Band beim Abhören der "richtigen" Stelle stehen bleibt. Bei Stop wüsste ich auch nicht, ob das immer der gleiche Unterschied ist. Meiner Erfahrung nach, darf man dann mehrfach "schneiden", bis es stimmt. Schön, wenn man dann noch eine halbe Stunde mixen muß, bis man bei der Kontrolle hören kann, daß es wieder nicht gut war. Also alles nochmal. Nach dem zweiten Mal hätte ich keine Laune mehr für eine konzentrierte Aufnahme.
Bei so präzisen Geräten, wie auch das Revox ist, kann man sonst ein Gefühl entwickeln. Dann noch die eigene Reaktionszeit beachten und solche Anschlüsse klappen mit Ansage zu 99%. Wenn das nicht ginge, wäre es für mich nicht brauchbar.
Wenn ich mich richtig erinnere, kann man das aber beim Revox irgendwie nachrüsten. Ein H1 hätte ich auch gerne mal. Sicher würde ich diesen "Umbau" schon gleich bei den Arbeiten zur "persönlichen Inbetriebnahme" mitmachen.
Für mich ist es jedenfalls unverständlich, daß Revox das so gelöst hat. Zum einen ist man das von nahezu allen anderen Decks gewohnt (und der Mensch ist nun mal ein Gewohnheitstier) und zum anderen tät´s ja auch nicht schaden. Zusatzaufwand hätte es wohl nicht gemacht.
Wenn ein Kassettendeck auch immer ein Kassettendeck ist, so ist der Umgang der Benutzer damit doch recht verschieden. Revox grenzt meines Erachtens auf diese Weise die Universalität des Geräts unnötig ein.
Nun fehlt hier nur noch eins zur praktischen Überprüfung raucher01
Viele Grüße, Arnulf.
Hallo Kuni,
ich hoffe Du bekommst da Revox wieder hin. Ich hätte gerne die ganze Revox Anlage behalten, aber die Bedienung ist nichts für Kinder zwischen 3-6! Nicht nur der Recorder hat da so seine Eigenheiten der Receiver und auch der CD-Spieler war nicht so ganz logisch zu bedienen...
Ich habe nun ein Teac V6030S Mit dicken, kinderfreundlichen Tasten, die die gleichen Symbole tragen wie der CD-Spieler.
Gruss Alex
Zitat von: Jürgen Heiliger am Donnerstag, 25.Februar.2010 | 22:15:57 Uhr
dies sehe ich etwas anders, denn welcher der Japaner kann noch in solcher Fülle Esatzteile liefern, wie dies bei den ReVoxen möglich ist? .,70
Hallo Jürgen,
ja, da hast Du völlig recht, ABER ich kann für die LX, ZX und den Dragon sprechen, da waren Ersatzteile außer Andruckrollen oder Idler oder Gummis auch nicht nötig. Defekte, wie sie wiederholt beim 215 berichtet wurden, habe ich bei den Nakas noch nie erlebt. Ist mir aber auch egal, ich will keine "Grabenkämpfe" entfachen. Revox liebt man oder Naka liebt man, aber Respekt sollte man vor beiden haben -ist meine Meinung.
@ kuni
ja, wie Jürgen schon sagte, meine ich fremdbespielte CC, sprich mit dem eigenenen oder fremden Tape aufgenommen. Da kann ein Dragon noch was dran "drehen", ein 215 natürlich nicht. Meines Wissens konnte dies aber nach dem Dragon auch noch der CR-7...
Cassetti-Liebhaber wie ich einer bin, die fast 200 mit Nakas aufgenommene CC haben, KÖNNEN sich einfach auch kein Revox hinstellen...
Gruß
Frank
@Alex
Wird schon werden mit dem Revox :_good_: - da habe ich schon ganz andere Sachen wieder hinbekommen und mit viel Geduld, Mühe und der Unterstützung des Forums, geht alles :drinks:.
Etwas gewöhnungsbedürftig ist die Bedienung des Revox schon, wenn man keine Tasten, sondern Knöpfe gewohnt ist :flööt:, aber letzten Endes wurde das Gerät ja auch für Erwachsene gebaut :_yahoo_:
@Frank
"Grabenkämpfe" tritts't Du bei mir auf keinen Fall los. Ich denke wir können hier durchaus ganz gesittet und objektiv die Geräte diskutieren. Daß es dann immer gewisse Vorzugskandidaten für jeden Einzelnen geben wird ist doch vollkommen ok. Auf jene Emotionalität die sich da mitunter in anderen Foren entwickelt, kann ich gerne verzichten (ist einer der Gründe, wieso ich gerne in diesem Forum bin :_good_:).
Auch die Nakamichi bewerte ich übrigens als sehr hochwertig, würde mir persönlich aber vrmtl. keins besorgen wollen, weil mir das Risiko der immer wieder angesprochenen Inkompatibilitäten zu groß wäre - wobei ich mich da mit Sicherheit genauer reinwülen könnte. Mein Schwerpunkt liegt aber nun mal einfach nicht in Richtung Nak, schon deswegen weil die Geräte überwiegend schwarz sind.
.,a095
Zitat von: teax am Samstag, 27.Februar.2010 | 00:10:48 Uhr
Hallo Jürgen,
ja, da hast Du völlig recht, ABER ich kann für die LX, ZX und den Dragon sprechen, da waren Ersatzteile außer Andruckrollen oder Idler oder Gummis auch nicht nötig. Defekte, wie sie wiederholt beim 215 berichtet wurden, habe ich bei den Nakas noch nie erlebt. Ist mir aber auch egal, ich will keine "Grabenkämpfe" entfachen. Revox liebt man oder Naka liebt man, aber Respekt sollte man vor beiden haben -ist meine Meinung.
......
Gruß
Frank
Hallo Frank,
keine Sorge, ich halte ein Dragon, wenn es denn innerhalb seiner Specs läuft, für eines der besten Decks der Welt. An dieser Stelle die Aussage eines befreundeten Naka-Servicemanns, der in seiner Werkstattzeit sich immer um die Dragons kümmerte...... "Das Dragon ist eines der besten Decks, wenn nicht gar das Beste. Nur ist seine Schwachstelle sein Laufwerk, welches reichlicher Pflege bedarf und in der Einstellung eine Mimose ist.
ZitatMeines Wissens konnte dies aber nach dem Dragon auch noch der CR-7...
von außen zugängliche Azimuteinstellung boten auch noch andere Decks...... automatische Einstellung meines Wissen, wie gesagt, nur das Dragon und das Marantz durch Abgleich am Wiedergabekopf selber.....
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery_MO/albums/M_O/NAKAMICHI/d_SERIE_CR_u_RX_u_ZX/normal_CR-5A%2B7A_b_%283%29.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery_MO/albums/M_O/NAKAMICHI/d_SERIE_CR_u_RX_u_ZX/CR-5A%2B7A_b_%283%29.jpg)
so wie ich diesen Prospekt verstehe, geschieht dies beim CR-7A auf elektronischer Basis (Auswertung über µPc)......
Nachtrag: Und dies läuft nur dann ab wenn der eigentliche Einmessvorgang gestartet wird......
Bei der Reinen Wiedergabe kannst Du bei CR-7A nur manuell den Kopf von außen einstellen im Azimut
Danke für die Richtigstellung, Jürgen, der CR-7 kann es also, aber nicht automatisch.
Was die LW der großen Naks angeht, so würde ich das anders formulieren wollen, bzw. mit einem Vergleich. Als passionierter Alfa-Fahrer darf ich sagen, die alten Motoren waren im Grunde unkaputtbar, wenn ordentlich warm gefahren. Sie waren und sind überaus schnell dahin, wenn anders mit ihnen verfahren wird. In jetzt über 30 jähriger Erfahrung mit "nur" 4 Naks, wobei ich den Werdegang von 2 abgegebenen noch bis heute kenne, hat keines je einen wirklichen Schaden gehabt. Idler und Riemen...das wars... Das man auch Naks kaputt bekommt, ist klar, insbesondere die kleinen Plastik-Teile, die außer dem Namenszug eigentlich nichts mehr mit den Top-Geräten gemein hatten. Meine Geräte werden immer gehegt und gepflegt, so daß ich optimistisch bin, noch lange Freude an einem Gerät zu haben, wofür es so viele Ersatzteile nicht mehr gibt.
Aber es bleibt dabei, viele Mütter haben schöne Töchter und nicht jede gefällt jedem.
@ kuni
Ja, genau die Kompatibilität ist der entscheidende Punkt. Hätte mich das 215 bei Neuaufnahmen begeistert, so hätte ich mir ein einvernehmliches Nebeneinander durchaus vorstellen können, aber ich mußte einfach feststellen, daß dem nicht so war. Somit bleibt es bei mir bei der vor gut 30 Jahren getroffenenen Entscheidung...und ich habe schon ab und zu mal ein Lächeln auf dem Gesicht, wenn mein Dragon so vor sich hin "faucht"...da hat sich das dann doch wirklich gelohnt, oder?
Ich wünsche Dir gleiches mit Deinem Revox, dann hast Du alles richtig gemacht!
Gruß
Frank
Zitat von: teax am Samstag, 27.Februar.2010 | 16:32:56 Uhr
...und ich habe schon ab und zu mal ein Lächeln auf dem Gesicht, wenn mein Dragon so vor sich hin "faucht"...da hat sich das dann doch wirklich gelohnt, oder?
So ging's mir das letzte Mal, als mein Eumig komplett eingestellt und gewartet war und dann die ersten Abende spielen durfte. Das war mal ein echtes AHAAAA Erlebnis :grinser:. Das Revox muß die Grundüberholung ja erst noch über sich ergehen lassen, bevor ich mich zu einem Urteil hinreißen lasse.
Wenn's das Dragon übrigens auch in silber gegeben hätte, dann läge es auch ganz oben auf meiner Wunschliste :_good_:
Zitat von: kuni am Samstag, 27.Februar.2010 | 17:03:21 Uhr
Wenn's das Dragon übrigens auch in silber gegeben hätte, dann läge es auch ganz oben auf meiner Wunschliste :_good_:
So ganz silber gab es bei Naka glaub ich gar nichts. Die LX-3 + 5 sowie die alten Tri-Tracer hatten viel silbriges Plastik, aber eben nicht komplett. Jürgen hat hier übrigens auch einen schönen Beitrag zu einem Nak mit viel silber reingestellt! Meines Wissens gab es aber auch drumherum weder bei den Vor- oder Endstufen, den Tunern oder den späten Receivern irgendwas in Silber, ganz abgesehen von den überaus geilen Plattenspielern...von denen der Dragon CT auch heute noch mein -wohl unerreichbarer- Traum ist.
Man kann eben nicht alles haben...und die Revoxe sind ja auch nicht rein-silber :grinser:
Gruß
Frank
Zitat von: teax am Samstag, 27.Februar.2010 | 18:38:50 Uhr
...und die Revoxe sind ja auch nicht rein-silber :grinser:
Das B215 hat halt wenigstens noch die obere silberen Blende :flööt:
Aber hast schon recht. Das war ja auch ein Grund, wieso ich so lange gezögert habe, wegen einen Revox...
Hi zusammen,
ich habe nun das Revox LW ausgebaut und bei dieser Gelegenheit auch einen ersten Blick in das B215 werfen können.
An dieser Stelle deswegen mal ein erster Bericht zum Aufbau des Geräts, auch im Vergleich zum Eumig FL-1000:
Die Erwartungen meinerseits an dieses allseits so hoch gelobte Revox Deck waren ja immens und wurden zunächst zugegebenermaßen etwas "gedämpft".
Als es ankam, war ich schon etwas schockiert. Obwohl nicht wirklich leicht, ist es verglichen zum Eumig doch ein "Leichtgewicht". Da läßt das (außen) verbaute Plastik (äääähhhmm Kunststoff) grüßen.
Die Gehäuse-/Chassiskonstruktion ist zwar nicht "windig" gemacht, aber beim Eumig sind die Gehäuse-/Chassis-Bleche deutlich dicker.
Haptisch gesehen (Kunststoff-Tipptasten vs. Vollalu-Knöpfe) macht das Eumig mMn deutlich Boden gut.
Zur Bedienung an sich sage ich mal nicht viel:
Auch das Revox läßt sich (nach kurzer BDA Lektüre) weitestgehend intuitiv bedienen, wobei die Bedienkonzepte natürlich unterschiedlich sind - Irgendwie also nicht vergleichbar, sondern einfach anders.
An die Bedienung mit Tiptasten muß ich mich halt erst gewöhnen.
Das Revox ist einige Jahre jünger und kann deswegen auch mit einigen moderneren Features aufwarten.
Durch alle Funktionen bin ich noch nicht durchgedrungen, aber positiv aufgefallen ist mir:
- Echtzeitzählwerk, welches die Position auch mitten im Band anhand der Geschwindigkeit der Wickel nach einigen Sekunden ermitteln kann.
- Abschaltung am Beginn des Vorspannbands (und kein Ranknallen an den Wickelkern).
- Ganz nett auch (wegen des Tastenbedienkonzepts) die "Set Level" Taste zum automatischen einstellen des Aufnahmepegels während die lauteste aufzunehmende Stelle abgespielt wird (das erspart einem die Tastendaddelei) auf den Aufnahmepegeltasten.
- Dann der so hochgelobte Einmeßcomputer, der bei (ich meine es waren) 5 verschiedenen Frequenzen einmißt und damit nicht nur den Höhenanteil berücksichtigt (ob der was taugt wird sich natürlich noch messen lassen müssen.....)
Vorbildlich ist auf jeden Fall die ganze Doku (BDA und Service Manual). Beide sind sehr verständlich, kurz und prägnant geschrieben. Das SM zusätzlich mit Angabe aller relevanter Daten = TOP.
Nun zum Innenleben:
Fragt mich nicht wieso, aber aus irgendeinem Grund hatte ich beim Revox glasfaserverstärkte Epoxidplatinen erwartet, wie sie in hochwertigen Meßgeräten verbaut werden.
Keine Ahnung was das im Revox genau ist, aber einfaches Pertinax ist es nicht. Sieht aus als ob da Kermamik mit drin ist.
Das Eumig hat hier (soweit ich das beurteilen kann) normale (Pertinax ?) Boards drin, aber auch ausreichend dick und gegen Durchbiegungen abgestützt.
Grundaufbau ist jeweils bei beiden Geräten gleich, d.h. Grundplatine(n) mit senkrecht stehenden und seitlich gut zugänglichen Platinenmodulen.
Beim Revox sind die Module gesteckt, beim Revox mit Stiftleisten verlötet. Steckverbindungen sind beim Eumig zusätzlich mit Heißkleber gesichert, beim Revox nicht.
Da kann man sich nun sicher streiten. Zum einen bürgen Steckverbindungen ja immer wieder für altersbedingte Wackelkontakte (das wäre ein Minus für's Revox), zum anderen ist der Ausbau der Platine natürlich so wesentlich einfacher (dann ist's ein Plus für's Revox). Vermutlich hatte man bei Revox hier schon mehr die einfache Wartbarkeit im Fokus und solange die Steckverbindungen nicht bzgl. Wackelkontakten auffällig werden ist das mMn auch vollkommen ok.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Platine_Steckverbinung.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Platine_Steckverbinung.jpg)
Die senkrecht stehenden Platinen sitzen beim Revox in Führungsschlitzen und sind ansonsten nicht weiter befestigt, d.h. sie schlackern dort etwas.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Platine_Halterung.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Platine_Halterung.jpg)
Bei hochwertigen und entsprechend teuren Geräten bin ich jetzt mal pingelig, d.h. eine passgenauere Führung hätte es hier schon sein dürfen.
Zum Vergleich: Beim Eumig sitzen die senkrechten Platinen in Snap-In Halterungen und sind zudem mit Kabelbindern ans Chassis festgebunden.
Wie auch immer, der Aufbau ist ansonsten tadellos. Da merkt man schon, daß Revox und Studer voneinander profitiert haben und das Deck uA auch für den Studioeinsatz gedacht war.
Allerdings steht das Eumig hier auch in nichts nach.
Das Herzstück = Laufwerk:
Hier fahren Revox und Eumig ja nun komplett unterschiedliche Schienen.
Daß das Revox LW mit 4 Motoren gänzlich auf Gummis (Riemen, Reibräder etc.) verzichtet ist ja bekannt und freut den "Alt-Hifi-Reparateur" natürlich.
Da kann man vermutlich mit Fug und Recht mal von (weitestgehend) "servicefrei" sprechen, was man vom Eumig ja bekanntermaßen nicht behaupten kann.
Zugute halten muß man dem Eumig, daß sich die typischen LW-Schwachstellen vergleichsweise einfach, wenn auch aufwendig, reparieren lassen.
Vermutlich gilt das aber auch für das Revox LW, dessen innerste Innereien ich aber ja nicht kenne.
Summa summarum verdient das Revox hier einen dicken Pluspunkt.
Das Revox LW ist schon ein rechter Vollmetallklopper, der sicher alleine schon seine 1-2kg auf die Waage bringt. Das Eumig LW ist da deutlich leichter, was aber zu 100% in der komplett andersartigen Bauart bedingt ist. LW-Rahmen und Kopfträger aus Alu-Druckguß haben aber beide. Zudem werden bei beiden Geräten die Köpfe über Schwenkträger sanft (!!!!) ans Band gefahren. Beim Revox mittels Hubmagnet und Endlagendämpfer, beim Eumig mittels einer Kurvenscheibenmimik die dann auf einen gesonderte Endlagendämpfung prinzipbedingt verzichten kann.
Laufwerk von vorne:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Laufwerk_vorne.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Laufwerk_vorne.jpg)
Laufwerk von hinten (mit den beiden dicken Tonmotoren):
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Laufwerk_hinten.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Laufwerk_hinten.jpg)
Schwenkträger von unten:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Tonkopf_Schwenktr%C3%A4ger.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Tonkopf_Schwenktr%C3%A4ger.jpg)
Wieso man beim Revox das LW ausgerechnet zum Geräteboden hin ausbauen muß, erschliest sich mir nicht wirklich. Auf den Deckel legen und dann das LW unten rausziehen habe ich auf jeden Fall nicht hinbekommen, weil man von der Oberseite die Kabel noch nachschieben muß. Also mußte ich das Gerät auf die Seite stellen und das birgt dann die Gefahr, daß das LW hinten rausfällt und dabei einen Schlag auf die Tonmotoren abbekommt. Immerhin kann man das komplette LW beim Revox vglw. einfach ausbauen, da alle Kabel gesteckt sind. Beim Eumig habe ich einen Komplettausbau bleiben lassen, weil da zig (gleichfarbene !) Kabel dran hängen die alle verlötet sind. Zum Glück ist im Eumig so viel Platz auf den Grundplatinen, daß man das LW auch dort auf einer Schaumstoffunterlage ablegen, zerlegen und reparieren kann. Angenehmer ist es trotzdem, das LW komplett entnehmen zu können.
Welches Deck nun das bessere LW hat, weis ich leider auch nicht. Bzgl. Altersbeständigkeit spricht sicher sehr viel für das Revox.
Wenn sie denn gewartet und eingestellt sind - also einwandfrei funktionieren - dann sind das sicher beides sehr gute Laufwerke. Nominal liegen sie bzgl. Gleichlaufschwankungen ziemlich ähnlich (nach DIN bewertet: Revox 0,1%, Eumig 0,07%).
Ob Einfach- oder Doppel-Capstan-Antrieb ist mMn auch eher eine Glaubensfrage. Frei nach dem Motto "keep it simple" tendiere ich eher zum Einfach-Capstan. Bei Doppel-Capstan hatte ich schon immer wieder mal Probleme mit Bandschlaufen, wenn die linke Welle das Band nicht straff halten kann. Gut, auch hier gilt: Es muß halt alles ordnungsgemäß funktionieren, dann klappt's auch mit den Doppeltrieblern.
Erstes Fazit unter'm Strich:
Wegen Altersbeständigkeit des LW: Pluspunkt für Revox
Allgemeine (mechanische) Geräteverarbeitung: Pluspunkt für Eumig
Ach ja, noch was vergessen:
Tonköpfe nach Reinigung (sehen gut aus):
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Tonkopf.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Tonkopf.jpg)
Hier noch die Andruckrollen:
Links (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Andruckwelle_links.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Andruckwelle_links.jpg)
| Rechts (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Andruckwelle_rechts.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Andruckwelle_rechts.jpg)
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Ich denke da müssen bei Zeiten neue Reifen drauf .,a015
@Jürgen:Könntest Du mir bitte die Adresse von dem Typ mit den günstigen Rollen schicken ?
Übrigens spult's jetzt wieder :_good_: - aber "nur" mit den Zungenschaltern und Lichtschranke war's nicht getan .,111.
Dazu dann aber morgen mehr, bis dahin könnt Ihr mal über mögliche Ursachen rätseln :grinser:
Hi Matthias,
Thomas Schröder weiß schon Bescheid..... Adresse hast Du per PN.
Die alten Andruckrollen nicht entsorgen, denn diese Haben bei Dir noch den Messingkern mit Sintergleitlager.... da lässt dann bei Bedarf auch was aufvulkanisieren. :zwinker:
Hi Jürgen,
hab' Herrn Schröder schon eine Mail geschickt.
Die alten Rollen fallen niemals nicht raus bei mir, schon alleine deswegen, weil die ja evtl. zur Not auch woanders passen könnten :grinser:
Hi zusammen,
ich wollte ja noch einige Worte bzgl. der gestrigen Reparatur (bzgl. des Umspulproblems) verlieren.
Vorab möchte ich aber noch mit
aller Deutlichkeit sagen, daß mir dieses Umspulproblem vor dem Kauf bekannt war und mir Alexander eine Fehlerbeschreibung geschickt hatte.
Ich sage das, um Alexander (als Verkäufer) nicht in einem irgendwie gearteten, schlechten Licht da stehen zu lassen. Das Deck ist insgesamt in einem sehr guten Zustand und ich betrachte den Kauf als für mich sehr zufriedenstellend.
Also back to topic:
Ausgangslage war, daß das Deck
(1) beim Spulen in beide Richtungen sporadisch (mal öfter, mal seltener) einfach so gestoppt hatte
(2) den Übergang zum Vorspannband nicht 100%-ig getroffen hat
Zudem fiel mir noch auf, daß die Bandsortenerkennung manchmal nicht richtig funktionierte, bzw. erst nach einigem "rütteln" an der Kassette.
Das - und die vorangegangenen Tips - legten nahe, erst mal die Zungenschalter zu reinigen und sich danach der Lichtschranke zu widmen.
Die folgenden Bilder zeigen die Schalter
nach der Reinigung:
3 x Kontakte für Bandsortenerkennung (oben am LW) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Bandtyp_Schalter.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Bandtyp_Schalter.jpg)
| 2 x Kontakte für "Kassette eingelegt" Erkennung (je einer links und rechts hinten am LW) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Kassetten_Schalter.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Kassetten_Schalter.jpg)
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Zur leichteren Reinigung also erst mal alle 5 aus der Flexfolie ausgelötet und ausgebaut. Die waren ganz schön schwarz die Kontakte. Also mit Kontakt 60 besprüht, einwirken lassen, mit einem Radierstift poliert und zum Schluß mit einem Tropfen Ballistol "versiegelt".
Nachdem das LW ja eh schon ausgebaut war, habe ich auch gleich den ganzen Bandlauf + TK gereinigt und entmagnetisiert. Zudem noch einen Tropfen Öl auf die Achsen der (ausgebauten !) Andruckrollen.
Da die Lichtschranke auch im Verdacht war, also auch die LED mitsamt schräg darüber liegendem Spiegelchen gewienert.
Nach Wiedereinbau des LW, ein erster Test: Umspulen in beide Richtungen funzt wieder und der Übergang zum Vorspannband wird auch korrekt getroffen.
Trotzdem Kontrolle der Lichtschranke an IC7/Pin 6. Da lag die Spannung bei Vorspannband nicht bei >4V, sondern nur bei 3,7V - also etwas nachgestellt.
Das wäre sicher nicht unbedingt nötig gewesen, weil die Vorspannbanderkennung eh schon super funktioniert hatte.
Tja, nun dachte ich es wäre schon alles im Sack. Also mal eine MC komplett vor gespult und dann wieder zurück.
Beim Rückspulen dachte ich mir dann, daß das Deck ja schon ordentlich hochdreht bis die Motoren pfeifen und die Wickelkerne schlackern - ZACK - da war's - Abschaltung.
Also wieder komplett vor gespult und nochmal das Rückspulen probiert. Danach auch mit anderen Kassetten, aber es war immer das gleiche Bild:
Die Motoren drehen langsam hoch wie irre, die Wickelkerne schlackern in der Gegend rum und das Band peitscht nur so unten durch. Dann nach ca. 1/4 umgespultem Band - grad dann wenn's am heftigsten wird - der erste Abschalter. Nochmal die << Taste und es geht gleich weiter bis zum zweiten Stop bei ca. 1/2 Band. Danach läuft das Rückspulen bei normaler Spulgeschwindigkeit bis an den Anfang.
Alles reproduzierbar, mit etlichen Kassetten immer das Gleiche - und danach unglaublich unsauber aufgewickeltes Band. Das konnte ja so extrem nicht normal sein.
Zunächst hatte ich da die Wickelachsen im Verdacht, die liefen nämlich auch ohne Kassette nicht 100%-ig rund und bei so hohen Geschwindigkeiten überträgt sich diese Unwucht dann auf den Wickelkern.
Als per "Daumen-Drück-Methode" die Achsen "gerichtet". Ich weis, das ist recht "rustikal", aber jetzt laufen sie rund ;-) - DENNOCH, das Problem blieb....
Also mal einen Blick mit dem Oszi auf den Tachosignalverstärker IC10 geworfen (dazu dann auch noch eine Frage am Schluß) und siehe da, bei steigender Drehzahl geht das Tastverhältnis gegen 100% und das LW scheint dann mal die Notbremse zu ziehen. Trotz wiederholter Einstellversuche ist es mir aber zunächst nicht gelungen das Problem abzustellen. Dafür fiel mir auf, daß ein Poti wackelte.
Dank der modularen Bauweise dauert der Ausbau des System-Control-Boards keine 2 Min. und ein Blick auf die Lötstellen des Potis offenbarte Pins, die tlw. aus der Lötstelle ausgerissen waren, also Wackelkontakt. Da sind übrigens die Lötpads für stehende (und deswegen mechanisch stärker belastete) Potis mMn einfach zu klein, gemessen an der mech. Belastung beim Einstellen.
Da ich gerade beim Thema Potis bin: Ich kann's nicht verstehen, wieso man in so teuren Geräten nicht konsequent gekapselte Potis verwendet hat. Das Eumig hat die zwar vorwiegend, aber auch nicht überall. Meinte man allen Ernstes gerade daran sparen zu müssen ?
How ever - Potis nachgelötet, Board eingebaut, Tachosignale so gut wie möglich auf Tastverhältnis 50% (siehe Fragen weiter unten) eingestellt und siehe da:
Umspulen tut, in beide Richtungen, bei "gemäßigt" schneller Geschwindigkeit.
Danach habe ich dann noch Teil 1 des "allgemeinen Prüfprozederes" absolviert:
W&FGeschwindigkeit liegt um +0,3% daneben. Sieht soweit gut aus, wobei das SM dazu keine Angaben macht.
Tonhöhenschwankungen liegen gemessen mit 0,1% (DIN bewertet) und 0,2% (linear) gerade so an den Grenzen dessen, was das SM zuläßt.
Es kommen da eh noch neue Andruckrollen rein, dann wird das nochmal etwas besser.
AzimutOhne Einstellung, also ad-hoc ergaben sich die folgenden Bildchen:
125Hz (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Azimut_125Hz.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Azimut_125Hz.jpg)
| 1000Hz (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Azimut_1000Hz.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Azimut_1000Hz.jpg)
| 6300Hz (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Azimut_6300Hz.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Azimut_6300Hz.jpg)
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Leute, das hat
Referenzcharakter.
Die Figuren stehen am Oszi wie eingebrannt, da zittert fast nichts (!!). So sieht dann also des Konstrukteurs Belohnung für den massiven TK-Schwenkträger aus ;-))
Ob des Ergebnisses, habe ich dann grad mal die Finger von der Azimut-Schraube gelassen. Arg viel besser geht das mMn nicht mehr.
Soweit also die Session von gestern.
Nun hätte ich noch ein paar Fragen:(1) Tachosignalverstärker einstellen SM Kap. 3.2.3:
Da soll das Rechtecksignal "symmetrisch" eingestellt werden. Das LW besitzt ja pro Wickel zwei 90° versetzte Lichtschrankengeber.
Ist da nun mit "symmetrisch" gemeint, daß das Rechtecksignal pro Geber auf Tastverhältnis 50% eingestellt werden soll (das ging aber bei keinem der 4 Signale) oder sollen die jeweils zusammengehörenden beiden Signale auf Frequenzgleichheit abgestimmt werden ? - Ich meine letzteres.
(2) Ich habe im ganzen SM keinen Hinweis gefunden, wo man die Geschwindigkeit einstellen könnte.
Geht das irgendwo ?
Als erstes Gratuliere ich zu dem schönen Bericht.
Zur Frage 2:
Nein, die Capstanmotoren sind Quarzgeregelt.
Gegenfrage, wie misst du denn die Geschwindigkeit, was ist deine Referenz?
0,3% Abweichung halte ich für ein Revox schon für recht hoch.
Bei meinem B710 liegt die Abweichung unter der Messgenauigkeit.
Gruß Ulrich
Aha - quarzgeregelt. Mann das hätten die aber auch irgendwo hinschreiben können ....
.... oder haben sie's ? .,a015
Tja, die Geschwindigkeitsmessung.
Meine "Referenz" ist ein Woelke W&F Meter, das allerdings unkalibriert ankam.
Ich hab's dann mal bei uns in der Arbeit nachjustiert und zwar mit einem HP Frequenzzähler.
Ich will das übrigens gar nicht ausschließen, daß es an meinem W&F Meter liegt, da das z.B. während der ersten 15 Min. eine enorme Wärmedrift von gut 1% hat. Seit dem ich das weis, laß ich es aber auch immer gut "vorglühen".
EDIT:
Ach ja, nochwas.
Die Messung habe ich mit einem 3150Hz Meßband von Jürgen gemacht (von der "EMTEC Rolle").
Könnte ja evtl. auch sein, daß da im Band eine 0,3%-ige Abweichung drin ist ... :flööt:
Grad' nochmal gemessen und einen Frequenzzähler mitlaufen lassen:
EMTEC Meßkassette Geschwindigkeit
Gemessen mit Woelke W&F Meter: 0,3%
Frequenzzähler: 3155Hz = 0,15%
Netto hätte das B215 als demnach nur 0,15% Abweichung
König Meßkassette
Gemessen mit Woelke W&F Meter: 0,4%
Frequenzzähler: 3157Hz = 0,22%
Netto hätte das B215 dann hier 0,18% Abweichung
Könnte also gut sein, daß so um die 0,15% Meßfehler schon vom Referenzband kommen....
Die BASF Bezugsbänder waren mit Bandgeschwindigkeit +/- 0,1% angegeben.
Mein B710 (Capstanantrieb mit dem B215 100% identisch) zeigt mit einer BASF Kassette und Philips W+F im kleinsten Messbereich keine ablesbare Abweichung an.
Dein W+F Meter kannst du ganz einfach mit 3150 Hz aus einem Generator bzw. Computer überprüfen.
Gruß Ulrich
Zitat von: uk64 am Mittwoch, 03.März.2010 | 20:12:19 Uhr
Dein W+F Meter kannst du ganz einfach mit 3150 Hz aus einem Generator bzw. Computer überprüfen.
Wieso komme ich eigentlich nie auf die einfachsten Ideen .,a015
Hab' also gerade das W&F Meter mit 3150Hz aus'm PC abgeglichen - lag tatsächlich etwas daneben.
Messung mit EMTEC Meßkassette ergibt nun 0,24% - ca. 0,1% eventueller Fehler des Bands, dann wären's netto noch 0,14%.
Ne, dann wären es 0,14 bis 0,34% zuzüglich Toleranz des abgeglichenen Messgerätes (meist x % vom Messbereichsendausschlag).
Nachtrag: Bei korrekt angegebenen Einzelwerten geht man immer vom schlechtesten Fall aus, hier also Geschwindigkeitsabweichung < 0,34%.
Dazu kommt noch die Toleranz des Messgerätes.
Halte ich für ein Revox B215 aber immer noch für zu schlecht.
Gruß Ulrich
Hi Ulrich,
stimmt, worst-case hast Du mit der Rechnung recht.
Für ein Revox mag die Abweichung in der Tat etwas hoch sein.
Mal abgesehen davon und unbetrachtet dessen was noch ok wäre: In den Specs anderer Hersteller werden ja tlw. sogar bis zu 2% (!!!) Abweichung toleriert.
Ich will's jetzt nicht schön reden, aber ich persönlich höre solche statischen Abweichungen eigentlich nicht heraus.
Gegen Schwankungen bin ich schon empfindlicher und da liegt mein B215 mMn im Rahmen.
Dann vertraue ich dem W&F-Meter auch ehrlich gesagt nicht 100%-ig, zumal in den ganz kleinen Meßbereichen.
Nur mal so als Beispiel: Im kleinsten Meßbereich (0,5%) entspricht ein Teilstrich = 0,02%. Der Zeiger des Drift-Meters ist aber so dick, daß er fast den ganzen 0,02% Teil überdeckt.
Ohne eine Gegenmessung mit einem zweiten W&F-Meter (das ich hier in der Nähe nicht herbekomme) werde ich in dem Genauigkeitsbereich wohl kein Land sehen.
How ever, nun ist es ja einfach auch so, daß man da eigentlich nicht viel machen kann, weil nicht einstellbar.
Die 375Hz der Quarzreferenz im Deck könnte ich mal noch messen und dann evtl. noch die neuen Andruckrollen abwarten.
Ansonsten hilft da wohl nur akzeptieren, oder hätte da noch einer weitere Ansatzpunkte ?
Was mir noch auf den Nägeln brennt, ist die Geschichte mit der Einstellung des Tachosignalverstärkers:
Das Deck spult nun zwar in beide Richtungen, aber ich meine irgendwo gelesen zu haben, daß das B215 beim Rückspulen schneller laufen sollte, als beim Vorspulen.
Liege ich da richtig ?
Wenn ja (bei mir spult's in beide Richtungen nämlich ungefähr gleich schnell), dann ist das noch nicht richtig eingestellt.
Zudem hatte ich gestern nochmal ein paar MC's testweise hin- und hergespult und wieder einen Aussetzer beim Rückspulen.
Da war meine erste Einstellung an den Potis wohl doch noch etwas zu stark "auf Kante genäht".
Ich würde also gerne die Tachosignale korrekt nach Anleitung einstellen wollen, allein es fehlt mir noch etwas am Verständnis:
Zitat von: kuni am Mittwoch, 03.März.2010 | 19:15:19 Uhr
(1) Tachosignalverstärker einstellen SM Kap. 3.2.3:
Da soll das Rechtecksignal "symmetrisch" eingestellt werden. Das LW besitzt ja pro Wickel zwei 90° versetzte Lichtschrankengeber.
Ist da nun mit "symmetrisch" gemeint, daß das Rechtecksignal pro Geber auf Tastverhältnis 50% eingestellt werden soll (das ging aber bei keinem der 4 Signale) oder sollen die jeweils zusammengehörenden beiden Signale auf Frequenzgleichheit abgestimmt werden ? - Ich meine letzteres.
Kann dazu evtl. jemand fachdienliche Hinweise geben ?
Ich habe leider kein B215, sonst würde ich mal nachmessen.
Normalerweise liefern doch die zwei Lichtschranken an einem Wickelteller um 90 Grad in der Phase versetzte Recheckspannungen gleicher Frequenz. Die Frequenz gibt die Drehzahl des jeweiligen Wickelteller vor.
Die Einstellanweisung verstehe ich jetzt so das die jeweiligen Rechecksignale auf ein symmetrisches Impuls/Pausenverhältnis (Tastverhältnis 50%) im Umspulbetrieb eingestellt werden sollen.
Es gibt ja vier Messpunkte und jeweils dazu vier Potis.
Die vier Potis sitzen jeweils vor einem OP (IC10) der als Komparator beschaltet ist.
Mit den Potis kann nur das Impuls Pausenverhältnis eingestellt werden, Schwellwert des Komparators.
Er dient wohl auch als Impulsformer da von den Lichtschranken kein ideales Rechecksignal kommt und zur Anpassung an den Logikpegel des folgenden Prozessors.
Gruß Ulrich
Hi Ulrich,
ja genau, so hatte ich es auch aus'm SM interpretiert/rausgelesen.
Unter "symetrisches Rechtecksignal" verstehe ich jetzt auch erst mal Tastverhältnis 50%, nur kann ich keine 50% einstellen (bestenfalls ca. 70%).
Allerdings heist es im SM auch "möglichst symetrisches Rechtecksignal" - muß also vrmtl. gar nicht so genau sein, weil es eigentlich ja eh hauptsächlich nur auf die Frequenz ankommt.
Fakt ist, wenn das Tastverhältnis mit den Potis zu sehr in Richtung 0% bzw. 100% gedreht wird, dann schaltet das LW irgendwann ab.
Vrmtl. erachtet der Logik uC das dann irgendwann als "nicht mehr ausreichend".
Ich schau mir mal noch an, was von den Lichtschranken kommt, ansonsten laß ich's - tut ja im Prinzip.
Hat Dein B710 nicht evtl. an der Stelle die gleiche Mimik drin ?
Wieso sind das überhaupt 2 Lichtschranken pro Wickel mit 90° Versatz (die Phase ist da doch immer gleich und die Frequenz auch) ?
Der B710 ist da etwas Simpler (das gilt auch für das Zählwerk), es hat auch nur eine Lichtschranke pro Wickelteller.
Die nachfolgenden Komparatoren lassen sich bei ihm nicht einstellen.
Beim B215 ist das wegen des Echtzeitzählwerks aufwendiger aufgebaut.
Die um 90 Grad in der Phase versetzten Signale werden zur Richtungserkennung gebraucht.
Gruß Ulrich
Zitat von: uk64 am Donnerstag, 04.März.2010 | 19:46:09 Uhr
Die um 90 Grad in der Phase versetzten Signale werden zur Richtungserkennung gebraucht.
Aaaaah :;aha, jetzt "schnaggelt's" ....
Hi Matthias,
so es scheint ist Pit nicht ganz Online.... sonst hätte er sich bestimmt schon hier im Thread gemeldet..... so weit ich weiß ist er im Besitz des B-215.
Ich werde mal versuchen am Wochenende bei meinem Versuchs, bzw. Vergleichsmessungen zu machen.
Mal sehen ob's klappt.... es hängt dran ob am Wochenende Dani (liegt momentan im Krankenhaus und wird morgen operiert) wieder da ist..... ansonsten ist keine Zeit da.
Hallo Jürgen,
ist zwar offtopic, aber für Dani wünsche ich gute Besserung, es ist hoffentlich nichts Ernstes.
Hans
Hallo Hans,
nein, es ist nichts Ernstes.....
Zitat von: Jürgen Heiliger am Donnerstag, 04.März.2010 | 23:21:28 Uhr
Ich werde mal versuchen am Wochenende bei meinem Versuchs, bzw. Vergleichsmessungen zu machen.
Das wäre super, aber ohne Eile - Dani geht vor .,111
Hi zusammen,
Zitat von: kuni am Donnerstag, 04.März.2010 | 18:32:58 Uhr
Die 375Hz der Quarzreferenz im Deck könnte ich mal noch messen
Gesagt, getan: Die Quarzreferenz liegt bei mir bei 377Hz, liegt also auch schon um 0,5% höher.
Hier noch ein paar Oszillogramme von den Tachoverstärkersignalen:
CH1=IC10/1 (nach Komparator) CH2=Eingangssignal des Komparator von Lichtschranke TLB (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_CH1_IC10-Pin1_CH2_FlexPrint-Pin4.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_CH1_IC10-Pin1_CH2_FlexPrint-Pin4.jpg)
| CH1=IC10/2 (nach Komparator) CH2=Eingangssignal des Komparator von Lichtschranke TLA (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_CH1_IC10-Pin2_CH2_FlexPrint-Pin2.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_CH1_IC10-Pin2_CH2_FlexPrint-Pin2.jpg)
|
Hier die Gegenüberstellung der 90° versetzten Lichtschranken, jeweils im Rückspulbetrieb von Bandende auf Bandanfang (gemessen nach Komparator):
CH1=IC10/1 (TLB) CH2=IC10/2 (TLA)
Am Bandende (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_CH1_IC10-Pin1_CH2_IC10-Pin2_Bandende.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_CH1_IC10-Pin1_CH2_IC10-Pin2_Bandende.jpg)
| Am Bandanfang (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_CH1_IC10-Pin1_CH2_IC10-Pin2_Bandanfang.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_CH1_IC10-Pin1_CH2_IC10-Pin2_Bandanfang.jpg)
| CH1=IC10/13 (TRB) CH2=IC10/14 (TRA)
Am Bandende (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_CH1_IC10-Pin13_CH2_IC10-Pin14_Bandende.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_CH1_IC10-Pin13_CH2_IC10-Pin14_Bandende.jpg)
| Am Bandanfang (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_CH1_IC10-Pin13_CH2_IC10-Pin14_Bandanfang.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_CH1_IC10-Pin13_CH2_IC10-Pin14_Bandanfang.jpg)
|
Ich hab' das jetzt so eingestellt, daß sich jeweils für TLA/TLB und TRA/TRB ca. gleiche Tastverhältnisse ergeben und das dann auch jeweils am Bandende und Bandanfang für linken und rechten Wickel. |
|
Ich weiß das ich nerven kann, aber wie hast du denn die 375 Hz (377 Hz) gemessen?
Mit einem echten Frequenzzähler oder Computergestützt?
Bei jeder Messung sollte man sich über die erreichbare Genauigkeit im klaren sein.
Hier mal der Wert von meinem B710
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/B710-375Ref.png)
Hameg FZ, Gate Time 10 sec.
Die letzten Kommastellen sind hier auch Unsinn bzw. gehen in der Ungenauigkeit der Messung unter.
Zu den direkten Messungen der Lichtschranken, die sehen mir irgendwie Komisch aus.
Eventuell sind die Lichtschranken schon leicht Blind geworden oder ihre LEDs emittieren zu wenig Licht.
Schon mal gereinigt?
Gruß Ulrich
Hi Ulrich,
Du nervst gar nicht. Bin immer froh, wenn man mich auf evtl. Probleme aufmerksam macht.
Die Messung der Ref.frequenz habe ich mit einem Computerprogramm gemacht. Gatezeit war 2s und berücksichtigt habe ich nur die Vorkommastellen.
Lichtschranken reinigen wäre in der Tat noch 'ne Idee, aber ich glaube da kommt man nicht so leicht dran.... .,a015
Sag' mal: An der Quarzmimik kann man ja nicht so viel hin sein.
Meinst Du es macht Sinn, die beiden 56p 5% C's (C16/C17) mal zu tauschen, gegen 1%'er (falls es welche gibt) ?
Ich meine, wenn da einer etwas weggedriftet ist, dann verstimmt sich doch der Oszillator, wenn ich's recht weis.
Hi Matthias,
zum ersten würde ich die Lichtschranke mal säubern, wie Ulli schon schrieb ist das austastsignal nicht gerade als sauber zu bezeichnen.....
Und dann, wenn dies nichts gebracht hat, C16 und C17 ausbauen und Kapazität mal messen. sollte er mehr als 1% außerhalb der Toleranz liegen ----- austauschen!
Achte aber drauf, die Kapazität muss genau stimmen.... Toleranz am besten geringer sein.
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/B-215_Tacho.jpg)
© Pit / Bandmaschinenforum
Ich will ja nicht unken, aber der Spieltrieb von Uli hat auch mich gepackt und obige ad hoc Nachmessung verursacht.
Der gezeigte Wert ergibt sich an allen drei Meßpunkten P4 P5 und P6 auf dem C-Motor-Controlboard in identischer Weise, Torzeit ist übrigens etwa 10 sek.
Und damit ich auch gleich weiß, wo's herkommt, habe ich auch den Quarzgenerator am Pin 12 des IC 6 'hochohmig' abgegriffen und dort 3072,065 kHz gemessen.
Wer will, kann nun ja ein paar Prozente hin- oder herrechnen: ich vermute in erster Linie, daß die Computer-Messung bei Kuni leicht daneben liegt.
Die beiden 56pF Kondensatoren würde ich tunlichst an ihrer Stelle belassen, bis genaueres zu den Meßumständen ausgereift ist.
Gruß Pit
PS: Wenn der Teufel mich reitet, krame ich auch noch eine EMTEC-speed-Cassette hervor und eiche mein Woelke ME 104C neu, um die live-Abweichung zu dokumentieren. Momentan befinde ich mich aber nicht in der Hölle...
Interessantes Thema :__y_e_s:
Azimuth
Sollte (wie in den meisten SMs vorgeschrieben) mit 10kHz gemessen werden, bei 125Hz sehen auch mittelmäßige Decks noch sehr gut aus.
Falls die beiden C's doch getauscht werden müssen, wegen zu großer Toleranz:
Meine Empfehlung wären Siemens MKTs (die kleinen silbernen Quader) dann Exemplare mit leichter Übertoleranz raussuchen und die dann von oben bis auf den gewünschten Wert runterfeilen. Dazu die originalen C's als Referenz nehmen, damit kommt man dann auf die jeweilige Anzeigegenauigkeit des Meßgerätes.
Ich kann mich Pit nur anschließen und die 56 pF belassen wo sie sind.
Das wird nur eine ungenaue (Computer-) Frequenzmessung sein.
56 pF auf 1 % genau zu messen wäre eh ein Thema für sich.
Auch hier gilt, man muss sich vor einer Messung erst mal im klaren sein wie genau man überhaupt messen kann.
Folienkondensatoren (z.B. MKT) haben an Schwingquarzen übrigens nichts zu suchen, hier gehören Keramikkondensatoren der Klasse 1 hin. Die Klasse ist auf die Bauart bezogen und nicht auf die Genauigkeit.
Die Genauigkeit wir hier in der Regel auf dem Kondensator mit einem Kennbuchstaben gekennzeichnet.
F = 1%
G = 2%
J = 5%
K = 10%
M = 20%
Steht auf dem Kondensator zum Beispiel 56K ist es ein 56 pF mit 10% Toleranz.
Steht auf dem Kondensator zum Beispiel 101M ist es ein 100 pF mit 20% Toleranz.
Keramikkondensatoren mit geringerer Toleranz (1%) sind nicht einfach zu finden.
Die Toleranzabweichungen der Kondensatoren sind bei Schwingquarzen aber eh nicht linear mit der Frequenzabweichung in Zusammenhang zu setzen.
Gruß Ulrich
n' Abend Jungs,
habe heute mal einen Hardwerker bei uns in der Firma bequatscht raucher01, daß er mir einen vernünftigen und vor allem kalibrierten Zähler aus dem Labor borgt. Damit habe ich nun gerade nochmal gemessen:
An den Meßpunkten P4/P5/P6 (Capstan-Motor-Control) messe ich nun jeweils identisch: 375,014Hz (Gatezeit 10s) = iO
-> Meine erste obige Messung (377Hz) ist also in der Tat ein Problem des PC Meßprogramms
Am IC6/12 messe ich 3072,118kHz, also auch iO (3,072MHz Quarz).
Dann noch das W&F-Meter gecheckt:
- Die interne Referenz liegt genau bei 3150,3Hz
- Bei eingespeisten 3150,8Hz (vom PC) zeigt es irgendwas zwischen 0 und erstem Teilstrich(+0,02%) an, also praktisch 0% im Rahmen der Ablesegenauigkeit = iO
-> W&F-Meter ist also auch iO
Messung vom Band:
- Nach W&F-Meter: +0,28%
- Nach Frequenzzähler: 3159Hz was rechnerisch wiederum 0,286% entspricht, sich also mit der Anzeige des W&F-Meters deckt
D.h. also, daß das Deck (zumindest dessen Capstans) vrmtl. doch richtig läuft und daß das W&F-Meter einigermaßen vernünftig mißt.
Der Fehler liegt also entweder im Band selbst, oder evtl. noch in den leicht abgenudelten Andruckwellen.
Letztere habe ich bestellt und müßten die Tage ankommen, dann sehen wir weiter.
Teil 2 der Operation: Reinigung der Tacho-Lichtschranken.
Dazu erst mal, wie man überhaupt dran kommt, was super einfach ist (Danke Fa. Revox .,d040).
1.) LW aus dem Gehäuse ausbauen
2.) Frontblende abschrauben
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Ausbau_Frontblende.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Ausbau_Frontblende.jpg)
3.) Blende mit dem Flexprint abschrauben und nach vorne abziehen
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Ausbau_Flexprint-Blende.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Ausbau_Flexprint-Blende.jpg)
Danach liegen die Tachoscheiben offen:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Tachoscheiben.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Tachoscheiben.jpg)
Auf dem Blech mit dem Flexprint findet man hinten die 4 Lichtschranken:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Tacho_Lichtschranken.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Tacho_Lichtschranken.jpg)
Übrigens :;aha:
So wäre man auch an die beiden "Kassette eingelegt Schalter" dran gekommen, ohne sie vom Flexprint abzulöten und auszubauen.
Gereinigt habe ich das einfach mit einem Q-Tip, dessen Watte ich nach vorne etwas spitzig angezupft habe.
Dann mit Iso-Alkohol getränkt und in jeder der Lichtschranken etwas hin- und her gedreht:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Reinigung_Q-Tip.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Reinigung_Q-Tip.jpg)
Am Ende nochmal wiederholt mit einem trockenen Q-Tip (um eventuelle Alkoholrückstände wegzubekommen) und nochmal gut durchgeblasen, wegen der Wattefussel. Das war's - alles ganz easy .,70
So, und nu' noch die Oszillogramme der Tachosignale nach der Reinigung:
T
Lx = linker Wickel
T
Rx = rechter Wickel
TLB CH1=nach Komparator CH2=Signal von Lichtschranke (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_01_Tachoverst%C3%A4rker_TLB_%28CH1_IC10-Pin1_CH2_FlexPrint-Pin4%29.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_01_Tachoverst%C3%A4rker_TLB_%28CH1_IC10-Pin1_CH2_FlexPrint-Pin4%29.jpg)
| TLA CH1=nach Komparator CH2=Signal von Lichtschranke (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_02_Tachoverst%C3%A4rker_TLA_%28CH1_IC10-Pin2_CH2_FlexPrint-Pin2%29.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_02_Tachoverst%C3%A4rker_TLA_%28CH1_IC10-Pin2_CH2_FlexPrint-Pin2%29.jpg)
|
TRB CH1=nach Komparator CH2=Signal von Lichtschranke (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_03_Tachoverst%C3%A4rker_TRB_%28CH1_IC10-Pin13_CH2_FlexPrint-Pin6%29.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_03_Tachoverst%C3%A4rker_TRB_%28CH1_IC10-Pin13_CH2_FlexPrint-Pin6%29.jpg)
| TRA CH1=nach Komparator CH2=Signal von Lichtschranke (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_04_Tachoverst%C3%A4rker_TRA_%28CH1_IC10-Pin14_CH2_FlexPrint-Pin5%29.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_04_Tachoverst%C3%A4rker_TRA_%28CH1_IC10-Pin14_CH2_FlexPrint-Pin5%29.jpg)
|
Die Signale nach dem Komparator sehen nun deutlich besser aus, aber das Signal direkt von der TLA Lichtschranke schwächelt etwas im Vergleich zu den anderen Lichtschranken. Soll aber erst mal egal sein :flööt: - es tut mit der Spulerei und wenn die dann dereinst mal futsch geht ist immer noch Gelegenheit .,045
Hier noch die gegenübergestellten Signale A/B (am Komparatorausgang) jeweils am Bandanfang und Bandende:
Bandanfang CH1=TLB CH2=TLA (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_05_Tachoverst%C3%A4rker_TLB-TLA_%28CH1_IC10-Pin1_CH2_IC10-Pin2_Bandanfang%29.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_05_Tachoverst%C3%A4rker_TLB-TLA_%28CH1_IC10-Pin1_CH2_IC10-Pin2_Bandanfang%29.jpg)
| Bandende CH1=TLB CH2=TLA (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_06_Tachoverst%C3%A4rker_TLB-TLA_%28CH1_IC10-Pin1_CH2_IC10-Pin2_Bandende%29.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_06_Tachoverst%C3%A4rker_TLB-TLA_%28CH1_IC10-Pin1_CH2_IC10-Pin2_Bandende%29.jpg)
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Bandanfang CH1=TRB CH2=TRA (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_07_Tachoverst%C3%A4rker_TRB-TRA_%28CH1_IC10-Pin13_CH2_IC10-Pin14_Bandanfang%29.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_07_Tachoverst%C3%A4rker_TRB-TRA_%28CH1_IC10-Pin13_CH2_IC10-Pin14_Bandanfang%29.jpg)
| Bandende CH1=TRB CH2=TRA (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_08_Tachoverst%C3%A4rker_TRB-TRA_%28CH1_IC10-Pin13_CH2_IC10-Pin14_Bandende%29.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_08_Tachoverst%C3%A4rker_TRB-TRA_%28CH1_IC10-Pin13_CH2_IC10-Pin14_Bandende%29.jpg)
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Tastverhältnis auf 50% einstellen ging immer noch nicht.
Mangels besserer Ideen habe ich deswegen wieder auf gleiches Tastverhältnis der beiden versetzten Signale A/B (pro Wickel) abgeglichen.
Tut nun tadellos :_good_:
Ach ja nochwas, weil's mir grad' so richtig auffällt:
Auf dem Bild
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Tacho_Lichtschranken.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Tacho_Lichtschranken.jpg)
sieht man in der Mitte ein Poti, das in meinem Schaltplan des Flex-Prints nicht auftaucht.
Leider habe ich vergessen, den Print nachzuverfolgen, aber das Ding riecht danach, als könne man damit die LED's der Lichtschranke in der Helligkeit einstellen.
Weiß da jemand Genaueres ?
Mit dem Poti kann der Strom durch die LED der Bandendabschaltung eingestellt werden.
Genaueres findet man in den Serviceunterlagen des Studer A721, ist beim B215 anscheinend erst später eingeführt worden.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/FlexPrintA721-B215.png)
Gruß Ulrich
Gut gemacht, Kuni :_good_:
Könnte das schwächelnde Signal von der TLA vielleicht von einem faulen Elko kommen? .,a015
Kunibert,
ehrlich gesagt sehe ich auf Deinen Photos nicht, was an dem TLA Signal 'schwächeln' sollte. Ich weiß, daß Du Mikrovolt und Millihertz gerne hast, aber was ist an TLA soviel anders als an dem gezeigten TLB? Meinst Du die kleine 'Verrundung unten links'? Um das zu richten, dafür sind die Komparatoren da! Und die machen das ja perfekt, wie man sieht.
Erleuchte mich!
Pit
PS: was Elkos angeht: bestenfalls den C10, der die Referenzspannung der vier Komparatoren 'glättet', könntest Du mal gegen ein Super-Duper-Neuexemplar auswechseln; ev. wird dann die Symmetrieeinstellung etwas exakter. Im Wesentlichen ist aber genau dieser Abgleich das A & O für einen sauberen Umspuleffekt... das hast Du - eigenständig - genau richtig erkannt!
Hi zusammen,
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 10.März.2010 | 07:06:36 Uhr
Könnte das schwächelnde Signal von der TLA vielleicht von einem faulen Elko kommen? .,a015
Vrmtl. nicht, weil die Signale der Lichtschranken nur über R's an die Komparatoren gelangen.
Einzig ein Tausch von C10 könnte noch ein bischen was bringen. Der liegt aber an allen Komparatoren und dürfte deswegen keine Auswirkung auf eine einzelne LS haben, höchstens evtl. auf das einstellbare Tastverhältnis (wie von Pit beschrieben).
Zitat von: P.Nieratschker am Mittwoch, 10.März.2010 | 08:37:24 Uhr
ehrlich gesagt sehe ich auf Deinen Photos nicht, was an dem TLA Signal 'schwächeln' sollte.
...
Meinst Du die kleine 'Verrundung unten links'?
Na ja, da "schwächelt" auch nicht wirklich was, sondern lediglich das direkt Signal der TLA Lichtschranke ist einen Tick verwaschener (genau die linke untere Ecke :smile), als bei den anderen LS. Das war's schon und ich sehe da auch keinen unmittelbaren "Handlungsbedarf" so lange die Komparatorausgangssignale sauber sind - und das sind sie ja nun.
Zitat von: P.Nieratschker am Mittwoch, 10.März.2010 | 08:37:24 Uhr
Ich weiß, daß Du Mikrovolt und Millihertz gerne hast,
Echt ? - Bin ich schon so als gaaaaaaaaaanz Pingeliger verschrien .,a015
:drinks:
Wenn ein Teil der Flanken, gemessen am Fototransitor der Lichtschranke selbst, abgerundet erscheint, dann kann dies durchaus normal sein.
Transistoren tun sich immer schwer aus dem Zustand der Sättigung zu fahren. Wenn man dies anders haben möchte, muss verhindert werden, dass der Transitor in die Sättigung fährt. Jedoch ist dies hier eigentlich egal , da ja der Komparator dies ausbügelt.
Thomas
Nachtrag zu Beitrag #059, Uli:
in meinen (gedruckten) Serviceunterlagen zum B-215 sind die beiden Varianten des Flexprint (mit & ohne Poti) bereits enthalten. Also nicht 'nur' A-721, auch 'späte' 215-er...
Etwas OT für zwischen durch:
Muß man jetzt zwar nicht gelesen haben, aber als Kurzlektüre - aus der Foren-Parallelwelt - für zwischendurch mal ganz nett:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-84-17347.html
Zwischendurch wurde da auch mal das B215 behandelt und wie mies ja doch dessen LW sei. Erwähnt werden dann u.A. auch LW Probleme, die ich exakt meine an meinem gerade auf einfachste Weise behoben zu haben und die man "angeblich" für soooo teures Geld im Service richten lassen müßte.
Ich sitz da immer kopfschüttelnd vor solchen Threads. Zum einen wegen der gestreuten Halbwahrheiten, aber mehr noch wegen der sich ständig und wiederkehrend entwickelnden Glaubenskriege. Bin ich froh, daß "unser" Forum weitestgehend sauber bleibt von derartigen Diskussionen :_hi_hi_:
...wobei mich nach kurzem 'Drüberlesen' nur ein einziger Beitrag in dem von Dir verlinkten HF-thread wirklich angesprochen hat. Er wurde erstellt von < discrete-head> und ***Gestern, 19:35*** steht da heute in seiner Kopfzeile (Beitragsnummern: Fehlanzeige...).
Übrigens: Als pingelig verschrien bist Du m.W. nirgendwo, eher als akribisch wißbegierig! Das gefällt durchaus - habe mal div. Eumig-threads revue passieren lassen - das hat doch alles ziemlich Hand & Fuß! Auch wenn ich bei der -26 dB Diskussion ein wenig ins Schmunzeln geraten bin...
Ansonsten würde mich dringend interessieren, woher Arnulf diesen Begriff "Sternenstaub" für das Eumig geklaut hat! Zum Glück gibt's das beim ReVox nicht, man muß das da für viel teuer Geld (also hat das HF doch recht!) extra dazukaufen... Stichwort: BMF und 'angeldust'...
Gruß Pit
PS: BMF=BandMaschinenForum
Hi Pit,
Zitat von: P.Nieratschker am Donnerstag, 11.März.2010 | 12:02:30 Uhr
Übrigens: Als pingelig verschrien bist Du m.W. nirgendwo
Aha, also irgendwo wird doch gelästert .,a015
:-handshake:
Zitat von: P.Nieratschker am Donnerstag, 11.März.2010 | 12:02:30 Uhr
, eher als akribisch wißbegierig!
Tja, so bin ich halt :grinser:.
Wenn's mich dann mal geritten und mich der Ehrgeiz gepackt hat, dann gehe ich der Sache auf den Grund bis ich's
(a) kapiert habe
(b) oder mir derartige Prügel in den Weg gelegt werden, daß kein Vorankommen mehr ist
:_hi_hi_:
Zitat von: P.Nieratschker am Donnerstag, 11.März.2010 | 12:02:30 Uhr
Das gefällt durchaus - habe mal div. Eumig-threads revue passieren lassen - das hat doch alles ziemlich Hand & Fuß!
Ich meine halt: Wenn man schon ein bestimmtes Hobby betreibt, dann macht man es doch auch richtig.
Für mich gehört bei den ganzen Hifi-Klassikern das technische Verständnis einfach dazu, vor allem auch deswegen weil ich es extrem faszinierend finde, wie manche Firmen so das eine oder andere Problem gelöst haben (oder auch nicht).
Zitat von: P.Nieratschker am Donnerstag, 11.März.2010 | 12:02:30 Uhr
Auch wenn ich bei der -26 dB Diskussion ein wenig ins Schmunzeln geraten bin...
Kann mich jetzt nur noch rudimentär an die -26dB Sache erinnern, aber es kam daher, daß Eumig das im SM so beschrieben hatte.
Ich glaube wir konnten nicht erötern wieso, aber die österreichischen Jungs haben sich
definitiv Gedanken gemacht, ob ihres "Babys".
Also wird das nicht einfach so hingeschrieben worden sein - aber das soll uns ja hier auch nicht weiter kümmern, schließlich sind wir im B215 Thread :grinser:
Zitat von: P.Nieratschker am Donnerstag, 11.März.2010 | 12:02:30 Uhr
Ansonsten würde mich dringend interessieren, woher Arnulf diesen Begriff "Sternenstaub" für das Eumig geklaut hat!
Müßte er wohl selbst beantworten.
Jedenfalls hat sich der Begriff bei den FL-1000 Liebhabern (ich glaube Arnulf und ich sind eh derer die Einzigen hier im Forum ;0008) für genau jenes klangliche "Phänomen" etabliert. Ich hatte auf jeden Fall sofort kapiert, was er damit meinte....
Große Sorgfalt bei der Arbeit wird später mit unersetzlicher Freude am Gelungenen belohnt :-handshake:
Moin, ihr Lieben.
Den Begriff Sternenstaub habe ich selbst gefunden.
In Gesprächen mit Freunden wollte ich dies "kleine Quentchen" irgendwie beschreiben. Alle soweit technischen Begriffe, die einem erstmal einfallen, spiegeln das aber nicht verständlich wieder und sind ja auch mit definierten Inhalten belegt. Auf der anderen Seite fängt man an zu lachen und denkt, jetzt bist du beim Voodoo angelangt.
Ist es ja beides nicht. Es ist halt, als ob der eumig da noch etwas feines "zu tut".
Und da denkt man an Sternenstaub, den eine Fee unsichtbar einstreut.
Daß Kuni das auch so verstanden hat, und meine Freunde es auch passend fanden, zeigt, daß es geeignet ist. Ich finde das gut.
@ Pit. Den Angeldust, den du ansprichst, kenne ich nicht. Also ich bin da nicht irgendwie vorbelastet gewesen.
Mit Revox habe ich wenig am Hut, außer, daß ich gerne noch mal ein H1 haben möchte. Von daher lese ich selten etwas, was sich nur um Revox handelt. Hier ist natürlich klar die technische Seite des 215 interessant, da das H1 ja quasi baugleich ist.
Also viel Spaß, Arnulf.
Ich konnte mir unter dem Begriff Sternenstaub sofor etwas vorstellen. :grinser: :drinks:
Moin allerseits,
die im BMF erwähnte STUDER-Variante der Stimmenbestäubung war kürzlich noch in der Bucht (http://cgi.ebay.de/Studer-D19-MicValve-HighEnd-Mikrofonvorverst%E4rker_W0QQitemZ140375547505) für satte 2k (http://cgi.ebay.de/Studer-MicVALVE-D19,Stereo-Micro-Verts%E4rker,ADAT-Interf_W0QQitemZ280472207401) ausgeschrieben; allg. Info gäbe es nach wie vor hier (http://www.harmony-central.com/Events/SNAMM97/Studer/D19-MicVALVE.html) für potenziell Kreative.
Jedoch wie schon angedeutet: bei STUDER ist das eine Produktionsklangbeeinflussungsmaßnahme, kein Qualitätskriterium...
Einfach mal hinzoomen...
Pit
Hi zusammen,
heute kamen mal die Andruckrollen von Herrn Schröder in das Deck:
Geschwindigkeit liegt demnach immer noch bei +0,28%.
Hätte mich auch gewundert, wenn die Rollen da größeren Effekt gemacht hätten.
Die Tonhöhenschwankungen liegen nun aber nur noch bei 0,05% (DIN bewertet) und 0,18% (linear).
Mit den alten Rollen waren es 0,1% (DIN) und 0,2% (linear).
Insgesamt also eine Verbesserung.
Damit kann man auch Herrn Schröder's Rollen eine durchaus sehr gute Qualität attestieren :_good_:
Zitat von: P.Nieratschker am Mittwoch, 10.März.2010 | 08:37:24 Uhr
PS: was Elkos angeht: bestenfalls den C10, der die Referenzspannung der vier Komparatoren 'glättet', könntest Du mal gegen ein Super-Duper-Neuexemplar auswechseln; ev. wird dann die Symmetrieeinstellung etwas exakter.
Das mit dem C10
mußte ich natürlich noch checken raucher01.
Ersatz mit einem Neuen bringt an der Stelle absolut keine Veränderung.
Die 5V sind übrigens dort auch vorhanden wie sie's sein sollen :_good_:
Soweit scheint mir das also nun alles bene und die Laufwerksproblemchen scheinen gelöst.
Somit werde ich die Tage zur Elektrik & Abgleich schreiten :drinks:
Die Rollen können die Geschwindigkeit auch nicht beeinflussen, selbst wenn sie 1m Durchmesser hätten. Der weichere und vor allen auch gleichmäßiger nachgebende Gummi hat natürlich positive Auswirkungen auf den Gleichlauf. Schön das das schon mal was gebracht hat :_good_:
Jepp André, so sieht's aus :drinks:.
Aus heutiger Sicht, wäre ein Tausch der Rollen nicht zwingend notwendig gewesen.
Die Alten sahen zwar nicht mehr frisch aus, waren aber wohl doch gar nicht sooooooo schlecht (wie die Meßwerte nun gezeigt haben).
Egal, das Revox war mir die Investition wert :__y_e_s:
'n Abend zusammen :_hi_hi_:,
hab' mich heute mal am Abgleich versucht, allerdings haben mich die Ergebnisse etwas schockiert, aber seht selbst:
TDK-SA ohne Dolby:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_TDK-SA_ohne_NR.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_TDK-SA_ohne_NR.jpg)
TDK-SA mit Dolby B:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_TDK-SA_Dolby_B.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_TDK-SA_Dolby_B.jpg)
TDK-SA mit Dolby C:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_TDK-SA_Dolby_C.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_TDK-SA_Dolby_C.jpg)
Ich muß dabei aber auch zugeben, daß ich den BIAS Abgleich nicht gemacht habe.
Im SM steht dazu, man müsse ein "BIAS Einstellgerät" anschließen. Die Schaltung dazu steht im SM:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_BIAS_Einstellgeraet.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_BIAS_Einstellgeraet.jpg)
Gibt's da noch einen Trick den BIAS einzustellen, ohne diese Zusatzschaltung aufbauen zu müssen ?
...wenn ich mich nicht irre gibt es jemanden im ReVox Fan Forum, der sich die Leiterplatte gebastelt hat. Ansonsten ist ja nicht so viel, so dass eine Lochrasterplatte für einen Selbstaufbau ausreicht.
ggf. könnte ich zum RFF vermitteln.
Thomas
PS: Mir fällt beim Betrachten Deiner aufgezeichneten Graphen noch eine Fage ein.
Hast Du die Bandkassetten jeweils mit Dolby B und Dolby C erneut eingemessen?
So wird es meiens Wissen in der Bedienungsanleitung nahegelegt.
Hi Thomas,
Zitat von: gyrator am Mittwoch, 17.März.2010 | 06:50:59 Uhr
ggf. könnte ich zum RFF vermitteln.
Danke für's Angebot, aber wenn kein Weg dran vorbei führt, dann werd' ich mir wohl so'n Platinchen basteln (müssen)....
...braucht man ja vlt. dann noch "öfter" in Zukunft.
Zitat von: gyrator am Mittwoch, 17.März.2010 | 06:50:59 Uhr
Hast Du die Bandkassetten jeweils mit Dolby B und Dolby C erneut eingemessen?
So wird es meiens Wissen in der Bedienungsanleitung nahegelegt.
Tja, Dolby war "natürlich" beim Einmessen aus :wallbash.
Das kann diese fiesen Dellen ja locker erklären. Mir kam das gleich "spanisch" vor, weil die FG'e ja aussehen, als ob bei der Aufnahme gar kein Dolby aktiv gewesen wäre. Werd' ich nochmal versuchen.
Hatte heute schon mal Kontakt mit Revox in Villingen, zwecks "professionellen" Einmessens. Die veranschlagen da aber round about 200€ (ca. 1,5-2h).
An sich ist das ok, aber trotzdem viel. Bevor ich das Geld dann in die Hand nehme, versuch ich's nochmal mit der BIAS Schaltung und komme auf den Service dann zurück, wenn alle Stricke reißen.
Hmm, irgendwie scheint Deine Aura schlechten Einlfuß auf Dolbykreise zu haben... .,a015
Aber das man eine EInmeßschaltung dazu braucht... :shok: Dient diese die Grundeinstellung mit den Potis abzugleichen, oder wird er Einmeßcomputer damit kalibriert? Andreas hatte das Problem ja bei seinen jüngeren Technicsgeräten.
Liebe Intreressierte:
Zunächst: Die von Kuni nachgewiesenen Frequenzgangbeulen liegen im Rahmen der Frequenzgangspezifikation von Studer. Ob und inwieweit da sachliche Verbesserungen (auch in Villingen) möglich sind, kann man sich anhand der Eigenschaften von Dolby (gebogene Betriebskennlinien, daher hohe Abhängigkeit der Frequenzganglinearität innerhalb der bearbeiteten Bereiche von Pegelkonstanz bei Prozessoransteuerung im Aufnahme- und Wiedergabeprozess) und damit im besonderen bei Dolby C, der mit einem Cassettenrecorder erreichbaren Wiedergabequalität (und -stabilität) sowie der Lage der 'Störung' im Frequenzband in Ruhe überlegen. Revox garantiert für den Frequenzgang + 2, -3 dB und das halten wir selbst im gegenwärtigen Zustand ein.
Zudem sollte man sich die Audiotesterauflösung für die Betriebsmessung anschauen: Bei dieser Auflösung bekommt man bei analogen Speichern nur mit einem Studiomagnetofon, 38,1 cm/s gemeinsam mit einer perfekten Bandeinmessung das heraus, was Kuni erwartet. Zieht man den Originalfrequenzgang heran, sind wir im Grunde mit dem Cassettenrecorder B215 per se bereits hier angelangt. Anders und deutlicher: Hohe Ansprüche und Verwendung von Dolbys Prinzipien für die Rauschminderung widersprechen bei Cassettenrecordern einander, weshalb selbst kompromisslose Laufwerke wie die der 'B710 SA' aus Regensdorf bei zwei Messungen unterschiedliche Verhaltensweisen erzeugen, deren Abweichungen unter Dolbyeinfluss nur verschärft werden können.
Weiter wird ein analoges Magnetbandgerät (da unterscheiden sich professionelle bzw. amateurgebundene Bandgeräte und Cassettenrecorder nicht) normalerweise ohne Dolbyverwendung eingemessen. Dabei stellt man einen vom Hersteller nach unterschiedlichen Verfahren definierten, genormten Ansteuerpegel für den Dolbyprozessor im Wiedergabe- und im Aufnahmezyklus ein, womit dann eigentlich ein hinreichend linearer Freqeunzgang (also ein solcher nach Spezifikation) herauskommen sollte.
Natürlich kann man nach optimaler Einmessung auf ein verwendetes Band unter Dolby-Einsatz noch ein wenig mit dem Aufsprech- bzw. Wiedergabepegel experimentieren; je nachdem, wo der Fehler offenbar auftritt. Das aber ohne weitere Hilfen (und viel Eigenüberlegung) einwandfrei zu eruieren, ist schwierig und endlose Arbeit obendrein, weil minimale Veränderungen des Ansteuerpegels namentlich beim Dolby-C-Professor gleich erhebliche Folgen haben. Derlei ist also nichts für Grobmotoriker oder klassische 'Nerverl', denen ich mich mittlerweile -wieder- zurechnen muss.
Was tut nun das "Einstellgerät"?:
Bei genauerem Zusehen ist diese Anlage nichts anderes als ein Impedanzwandler zur Bereitstellung einer Steuergleichspannung für den gleichspannungsgesteuerten Hf-Oszillator bei gleichzeitiger Blockade der 215-internen (Steuer-)Gleichspannungsbereitstellung. Die minimale Ausgangsimpedanz des Einstellgerätes (120 bzw. 300 Ohm nach Masse) beschränkt den Einfluss der im 215 über einen 18 kOhm-Serienwiderstand zugestellten Hf-Generator-Steuergleichspannung um 35 bis gut 40 dB, setzt ihren Einfluss also deutlich herunter, ohne dass dafür im 215 ein Kabel abgezogen werden müsste. Gleichzeitig kann mit einem Standard-Potentiometer (10 kOhm) im Einstellgerät ein sinnvoller Justagebereich für eine Steuergleichspannung definiert werden, so dass beim Abgleich Defekte an Köpfen und Verstärkern auffallen und gleichzeitig ein mittlerer Arbeitsbereich durch eine 'Normjustage' gefunden wird, die der interne Einmesscomputer im Hf-Pegel sinnvoll über- und unterschreiten kann. Nachdem die beiden Bandtypengruppen IEC I und IEC II-IV unterschiedliche Hf benötigen, wird durch den Spannungsteiler hinter den Einstellgeräte-Op-Amps auch dafür gleich ein jeweils adäquater DC-Pegel festgelegt. (Dämpfung 14 und 22 dB).
Verzichtet man auf diese Vorteile, kann man selbst mit einer Taschenlampenbatterie die (vermutlich, ich habe keinerlei Erfahrungen mit der 215er-Umgebung) etwa 1,2 bis 12 V (brutto am IC-Ausgang) und 0,24-2,4 V (IEC II/IV)) bzw. 0,1-1 V (IEC I) Gleichspannung zur Ansteuerung des Hf-Oszillators mit einem ausreichend niederohmigen Pot herstellen. Genauso kann man mit einem ausreichend genauen (also auch brumm- und rauschfreien) Labornetzteil die notwendigen DC-Pegel zurechtbasteln, solange man damit dem LM 13700 (IC7) nicht endgültig vom Fahrrad hilft. Notwendig ist in jedem Falle, dass im Zuge dieser Arbeiten der Einfluss der 215-internen Oszillatorsteuerung ausreichend beschränkt wird.
Ich denke, damit relativiert sich der Aufwand für den Bau des Einstellgerätes bereits, zumal auch nur ein Kanal reichen würde. Inwieweit die Fortlassung des zweiten Kanales aber wirklich eine Vereinfachung wäre, möge sich wieder jeder individuell und vor allem in Ruhe überlegen.
Hans-Joachim
Hi zusammen und auch ein herzliches Willkommen an Hans-Joachim :_hi_hi_: hier im Thread,
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 17.März.2010 | 15:05:36 Uhr
Hmm, irgendwie scheint Deine Aura schlechten Einlfuß auf Dolbykreise zu haben... .,a015
Keine Ahnung wer da mehr Angst vor wem hat. Das High-Com am Eumig lies sich butterweich einstellen - ohne jeglichen Zickereien, aber wehe wenn sich meine Wege mit der Fa. Dolby kreuzen :girl_devil:
Zitat von: kuni am Mittwoch, 17.März.2010 | 14:03:12 Uhr
Werd' ich nochmal versuchen.
Gesagt, getan - der Effekt ist minimal (ich spare mir ein Bild dazu).
In der BDA steht "Kompensation von Fehlern im Dolby-Schaltkreis". Für mich bedeutet das, daß das Einmessen auch ohne gehen müßte und nicht zwingend notwendig ist. Meine Messung von eben bestätigt das.
Zitat von: PhonoMax am Mittwoch, 17.März.2010 | 17:15:33 Uhr
Die von Kuni nachgewiesenen Frequenzgangbeulen liegen im Rahmen der Frequenzgangspezifikation von Studer.
...
Revox garantiert für den Frequenzgang + 2, -3 dB und das halten wir selbst im gegenwärtigen Zustand ein.
Ok, da magst Du Recht haben und ich erwarte wahrscheinlich auch mal wieder einfach zu viel .,a015
Es ist halt auch so, daß ich derlei Dellen in anderen Decks mit Dolby-B bislang nicht beobachten konnte (und zwar nicht mal im 1dB Bereich !) und hier reden wir auf einmal von -1dB (Dolby B) und -2,5dB (Dolby C).
Evtl. sind meine Erwartungen wirklich zu hoch, aber ich hatte vermutet, daß das Revox da etwas mehr kann...
Zitat von: PhonoMax am Mittwoch, 17.März.2010 | 17:15:33 Uhr
Zudem sollte man sich die Audiotesterauflösung für die Betriebsmessung anschauen: Bei dieser Auflösung ...
Du meinst die y-Achse ? - Ok, die ist schon etwas aufgezoomt, aber +/-2dB soll man ja auch gut ablesen können.
Zur freq-Achse noch was:
Die geht von 20Hz-30kHz, der gemessene Sweep aber nur bis 20kHz. Die x-Skala mache ich da etwas größer, damit ich die Kurve rechts besser sehe.
Ich habe mir die Kurven noch mal angeschaut, bei Dolby B geht der Knick sehr in der Nähe von 1kHz und tendiert bei Dolby C nach knapp 400Hz. Bei 1kHz definieren die meisten Hersteller die Frequenzgänge bei 0dB. Davor und danach gestehen sie je nach Bandtyp +/- 3-4dB Abweichung zu. So gesehen wäre es noch knapp innnerhalb der Specs. Aber wurmen täte mich das auch, gerade bei so einer Maschine. Normaler Weise verbiegt ein falscher Dolbyarbeitspunkt eher den Hochtonbereich, bei dieser doch auffälligen Mittensenke schätze ich eher, das der Übergang zum Arbeitspunkt Probleme macht und Dolby anscheinend nicht recht "weiß", ab wo es einsetzen soll... .,a015
Hi zusammen,
das von Hans-Joachim gestern gesagte (bzgl. dem Verweis auf auf die +2/-3dB Angabe der Spec.) mußte ich erst mal noch "verdauen".
@Hans-Joachim: Das ist nicht (!!) böse gemeint.
Es ist nur eben mal so (in Anlehnung an das von André zuvor gesagte), daß ich von einem Top-Gerät da schon etwas mehr erwartet hätte.
Klar ist natürlich, daß ich meine Erwartungen fairerweise nicht über die vom Hersteller zugesicherten Werte stellen kann.
Soll heißen, man (ich) darf die Realitäten nicht an meinen Erwartungen messen, sondern an dem was mir der Hersteller zusichert.
In diesem Sinne sind wohl FG'e in einem Schlauch von +2/-3dB dann als ok zu betrachten.
Nochmal zum Vergleich: Eumig spezifiziert für das FL-1000 +/-3dB bei 30Hz-20kHz. In der Realität haben meine Messungen aber dort gezeigt, daß beide (!!) meine 1000'er das besser können.
Anders gesagt: Eumig hat sich da auf dem Papier tendenziell schlechter gemacht, als was sich in der Realität ergibt.
Eine ähnliche "Übererfüllung" der Spec. hatte ich vom Revox implizit auch erwartet, deswegen zunächst meine "Enttäuschung" bzgl. der ersten Meßergebnisse.
Gut. Ich versuche mir, bei weiteren Messungen, die Spec. öfter ins Gedächntnis zu rufen und die Ergebnisse mehr daran zu messen.
Ich habe mir gestern mal die FG-Schriebe (mit eingeschaltenem Dolby-B) meiner anderen Dolby Decks (Akai GXC-760, Wega 301, Gradiente) angeschaut.
Dort ist zwar bei ca. 15/16kHz Schluß (klar, das sind auch ältere bzw. einfachere Decks) aber ähnliche "Dolby Dellen" kann ich dort nicht finden.
Wenn dann allerhöchstens im 0,5dB Bereich und bei ganz genauem Hinschauen.
Deswegen empfinde ich das Ergebnis am Revox als "etwas ernüchternd".
Außerdem habe ich gestern noch einige Versuche mit anderen Bändern gemacht.
Diese Dellen mit Dolby B/C zeigen sich tendenziell (bei gleichen Frequenzen) mit allen Bändern und differieren - je nach Band und Verwendung von Dolby B/C - zwischen ca. -1 und -3 dB (bei Dolby B weniger, bei Dolby C mehr). Nach der kompletten Einstellung, wird man da nochmal genauer hinsehen müssen, aber ich würde jetzt schon mal vorsichtig formulieren wollen, daß diese "Dellen" eher vom Gerät, als vom Band herrühren.
Bei meinen Kassettentests hatte sich ja auch gezeigt, daß beide Eumig's wohl einen "Buckel" bei 18kHz produzieren. Da das bei etlichen Bändern und beiden Decks auftrat, kam ich auch zur Vermutung, daß hier die Geräte und nicht die Bänder ursächlich sind.
Wie geht's nun weiter:
Ich werde mir wohl diese BIAS Platine basteln. Die direkte DC Einspeisung traue ich mir nicht zu, ohne das Risiko das dahinterliegende IC "vom Fahrrad zu holen" (@Hans-Joachim: Bei dem Spruch mußte ich mich echt vor lachen halten). Dann den Abgleich durchziehen und schauen wie die Schriebe dann in den +2/-3dB Schlauch passen.
So, wieder einen Schritt weiter:
Habe mir die Tage das BIAS-Einstell
gerät (was für'n Name: GERÄT zu 'nem Platinchen zu sagen :_rofl_:) gebastelt.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_BIAS_Einstell_Platine_BS.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_BIAS_Einstell_Platine_BS.jpg)
| (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_BIAS_Einstell_Platine_LS.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_BIAS_Einstell_Platine_LS.jpg)
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Morgen "wühl'" ich mich dann nochmal durch den Rec-Abgleich....
Zitat von: PhonoMax am Mittwoch, 17.März.2010 | 17:15:33 Uhr
Verzichtet man auf diese Vorteile, kann man selbst mit einer Taschenlampenbatterie die (vermutlich, ich habe keinerlei Erfahrungen mit der 215er-Umgebung) etwa 1,2 bis 12 V (brutto am IC-Ausgang) und 0,24-2,4 V (IEC II/IV)) bzw. 0,1-1 V (IEC I) Gleichspannung zur Ansteuerung des Hf-Oszillators mit einem ausreichend niederohmigen Pot herstellen.
Lieber Hans-Joachim:
Da hattes Du spannungsmäßig genau den richtigen "Riecher" :_good_:. Habe folgende Steuerspannungen an der Platine gemessen:
IEC I: 0,11-1,06V
IEC II/IV: 0,276-2,66V
Nur eine kliene Korrektur,
lieber 'Kuoni',
gerochen habe ich nichts (s' gääht aber noch), sondern lediglich gerechnet. Und das ging/gäht auch noch, zumindest manchmal und dann sogar -wie hier- im Kopf, dessen Löcher bezüglich Eigennamen und Daten leider bei weitem nicht mehr das sind, was man mir vor vielen Jahren (man studierte ja auch mal etwas...) nachrühmte: Nichts. Sie sind inzwischen gigantisch, weshalb ich nicht einmal mehr darauf vertrauen kann, einfachere Sachen allzeit beizubiegen. Hier aber hat's geklappt.
Ach ja, und etwas anderes, nicht lexikongängiges geht mir auch durch noch den Kopf, was ich sicherheitshalber gleich erwähne, ehe ich es wieder vergesse: Kommenden Freitag (26. März) würde Dr. Walter Weber, der Vater des AC-Bias (besser wäre sein Wort: Hochfreqeunzvormagnetisierung) und vieler Dinge in der Akustik mehr, seinen 103. Geburtstag feiern können, stünden dem nicht menschliche Verschleißanfälligkeit nebst Sensenmann entgegen, die in trauter Gemeinschaft am frühen Abend des 18. Juli 1944 Dr. Walter Weber am Beckenrand des Kosten-Koscjaner Schwimmbades erwarteten. Erfolgreich.
Hans-Joachim
So, nun erfolgte der REC Abgleich, mit den folgenden Ergebnissen:
TDK-AD (IEC I)
Ohne Dolby (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG1_TDK-AD_NR_aus.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG1_TDK-AD_NR_aus.jpg)
| Dolby-B (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG1_TDK-AD_NR_B.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG1_TDK-AD_NR_B.jpg)
| Dolby-C (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG1_TDK-AD_NR_C.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG1_TDK-AD_NR_C.jpg)
|
TDK-SA (IEC II)
Ohne Dolby (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG1_TDK-SA_NR_aus.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG1_TDK-SA_NR_aus.jpg)
| Dolby-B (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG1_TDK-SA_NR_B.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG1_TDK-SA_NR_B.jpg)
| Dolby-C (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG1_TDK-SA_NR_C.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG1_TDK-SA_NR_C.jpg)
|
TDK-MA (IEC IV)
Ohne Dolby (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG1_TDK-MA_NR_aus.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG1_TDK-MA_NR_aus.jpg)
| Dolby-B (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG1_TDK-MA_NR_B.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG1_TDK-MA_NR_B.jpg)
| Dolby-C (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG1_TDK-MA_NR_C.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG1_TDK-MA_NR_C.jpg)
|
Die Dellen sind also geblieben .,a015
Nee, besonders die Dolby-C-Kurven finde ich völlig inakzeptabel. ;0003
Was tun? .,a015
Guten Morgen, ihr Tüfftler :_hi_hi_:.
Hier hat sich ja Einiges getan - auch wenn der "Durchschlag" in Form einer geraden Dolby - Aufnahme / - Wiedergabe wohl Utopie zu bleiben scheint :flööt: ...
"Was tun?" fragte André => Im Prinzip bliebe einzig die Möglichkeit sich eine Kiste mit den verbauten HA´s zu besorgen und zu selektieren da auch die Dolbys übliche Toleranzen / Schwankungen haben :drinks:.
Das dürfte jedoch ein recht unpraktikables Vorgehen sein und auch nicht sehr ziel-führend .,70.
Also so hinnehmen bzw. buchstäblich tolerieren .,a095.
MfG
Andreas
Moin André, moin Andreas
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 24.März.2010 | 06:57:46 Uhr
Nee, besonders die Dolby-C-Kurven finde ich völlig inakzeptabel. ;0003
Um nochmal an die mahnenden Worte Hans-Joachim's zu erinnern:
Die Spec. mit +2/-3dB wird ja auch bei Dolby-C gerade noch so eingehalten. Dennoch bin ich auch der Ansicht, daß derartige FG (zumal eines Revox) nicht wirklich prickelnd sind. Das wird umso ernüchternder, als daß meine anderen "Mittelklasse-Decks" das mit Dolby-B deutlich besser hinbekommen.
Also sagte ich mir gestern abend: "Hör's Dir einfach mal an" und hab' dann mal ein paar Kassetten durchgehört:
(1) Eigenaufnahme auf dem B215 ohne DolbyKlingt sehr (!!) gut.
Um es in Worte zu fassen: Sehr transparent und luftig, man könnte auch sagen "lebhaft"/dynamisch.
Hat mir sehr gut gefallen.
(2) Dolby-B Aufnahme eines anderen Decks (Wega 301)Klingt auf dem B215 insgesamt nicht sooooo schlecht. Halt alles in allem etwas dumpfer/zugeschnürter als auf dem Aufnahmedeck, tlw. sind Pumpgeräusche zu hören.
Das alles ist aber bei der Wiedergabe auf meinen anderen Decks ähnlich -> Stichwort: Austauschbarkeit von Dolby-Aufnahmen.
(3) Dolby-B/C Eigenaufnahme auf dem B215Klingt eigentlich ok, aber bei weitem nicht so transparent/luftig wie ohne Dolby (und übrigens kein Vergleich zu den High-Com Aufnahmen des Eumig).
Nun beobachte ich ja schon länger, daß meine alten Dolby-B Aufnahmen des Wega auf allen meinen Dolby-B Decks eigentlich nicht wirklich akzeptabel klingen. Daß die Austauschbarkeit von Dolby-Aufnahmen ja auch so 'ne Sache ist, ist ja bekannt. Für mich auf jeden Fall schon seit längerem der Grund mich aus der Welt der Rauschunterdrücker zu vertschüßen. Neue Aufnahmen mache ich deswegen nur noch ohne NR.
Die delligen FG des Revox mit Dolby wären deswegen verschmerzbar, auch wenn mich das schon kolossal wurmt das vrmtl. hinnehmen zu müssen ;0003
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 24.März.2010 | 08:23:57 Uhr
..auch wenn der "Durchschlag" in Form einer geraden Dolby - Aufnahme / - Wiedergabe wohl Utopie zu bleiben scheint :flööt: ...
Ich befürchte es :cray:
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 24.März.2010 | 08:23:57 Uhr
...HA´s zu besorgen und zu selektieren da auch die Dolbys übliche Toleranzen / Schwankungen haben
Das dürfte jedoch ein recht unpraktikables Vorgehen sein und auch nicht sehr ziel-führend
Ich erinnere an das Debakel mit dem brasiliansichen Deck .,111
Seitdem habe ich ehrlich gesagt die Schnauze gestrichen voll von Dolby -> Konsequenz = Aufnahme pur, also ohne NR
Das High-Com im Eumig lies sich auf anhieb problemlos einstellen und lieferte anschließend ad-hoc gerade FG und entsprechend positive klangliche Eindrücke. So soll das sein.
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 24.März.2010 | 08:23:57 Uhr
Also so hinnehmen bzw. buchstäblich tolerieren .,a095.
Andreas, Du kannst Dir wahrscheinlich vorstellen, wie ich bei solchen Sätzen (-> "hinnehmen") schlucken muß .,a015
Evtl. findet sich noch jemand, der an seinem B215 (oder H1) auch einen FG mit Dolby B und C mal aufnimmt und zum Vergleich mal hier einstellt :_hi_hi_:
Wenn sich da ähnliche Kurven ergeben, dann wäre mir das wirklich eine innere Beruhigung, bewiese es doch, daß mein Deck keine weiteren Defekte besitzt. Falls nicht, dann müßte ich mir mal überlegen, ob ich das B215 nicht doch mal zu Revox nach Villingen schicke. Bei derartigen Defekten (wenn es denn einer ist) bin ich deutlichst überfordert :cray:
Guten Morgen, Matthias / All :).
Aber sicher konnte ich mir dein Gesicht gerade beim Lesen der von mir geschriebenen Passage lebhaft vorstellen :_sorry: ...
Aber Es nutzt ja nun mal Nichts.
Zu bedenken ist aber grundsätzlich das bei Aufnahmen mit Dolby meiner bescheidenen Erfahrung nach der FG "nach Oben" doch meistens etwas "beschnitten" ist und daher das Klangerlebnis nicht so transparent als bei Aufnahmen ohne Dolby daher kommt.
Selbst mache ich die letzten Monate nur noch sehr wenige Aufnahmen und dabei aktiviere ich das Dolby quasi eher aus Gewohnheit als denn aus einer Notwendigkeit heraus :flööt:.
Wer im Amateurbereich den vollen möglichen Frequenzumfang aus seinem Tapedeck herauskitzeln möchte sollte daher das Dolby möglichst wirklich deaktiviert lassen; von der doch sehr oft nicht gerade überragenden Austauschbarkeit fange ich jetzt nicht an an schon genug davon geschrieben wurde.
MfG
Andreas
... der später doch auch mal wieder einen der Walkmanner aktivieren muss.
Hallo Kuni :drinks:
Ich hab eines (B215), kann die Messung aber nicht leisten, kannst mich aber gern besuchen kommen.
LG
Mario
@Mario:
Wo kommst'e denn her ? - Ich komme aus Stuttgart.
Trotzdem Danke
@all:
Kleiner Spaziergang am Mittag reinigt Hirn und Verstand, also nochmal scharf nachgedacht:
Ich meine, daß evtl. der Kompressor bei Aufnahme nicht arbeitet.
Drauf gebracht hat mich, daß ich von Andreas und Jürgen 2 Kassetten habe, bei denen Frequenzgangteile mit Dolby B/C aufgenommen sind.
Wenn ich diese mit Dolby wiedergebe und manuell einen FG protokolliere, dann sehe ich zwar wellige FG'e aber keine derart ausgeprägten Dellen bei 1kHz/500Hz.
Also, das Verfahren ist doch so, daß bei der Aufnahme (im Effekt) der Pegel angehoben und bei Wiedergabe wieder abgesenkt wird.
Beides müßte idealerweise um den gleichen Betrag geschehen. Wenn nun die aufnahmeseitige Anhebung nicht funktioniert, sondern nur die wiedergabeseitige Absenkung, dann würde doch vrmtl. genau jene Dellen entstehen.
Korrekt so weit ?
Um das zu prüfen, schwebt mir nun folgendes vor:
Ich nehme mit Dolby-B genau mitten in der Delle bei 1kHz @ -20dB auf (analog mit Dolby-C bei 500Hz).
Wenn nun das Dolby bei der Aufnahme korrekt gearbeitet hat, dann müßte ich beim anschließenden abspielen ohne Dolby irgendwas um die ca. 4dB mehr Pegel sehen.
Wenn nicht, dann stimmt meine Vermutung.
Richtig ?
Mahlzeit .,045.
Habe zwar jetzt die Daten der Dolbys bei 500 Hz / 1 kHz nicht im Kopf aber Es sollte schon so sein wie Du vermutest :__y_e_s:.
Just do it .,73 ...
MfG
Andreas
Hallo Kuni,
ein komplett ausgefallenes Dolby bei Aufnahme müsst man eindeutig hören können.
Nimm den Frequenzgang mit Dolby B doch mal bei - 30 dB auf, wenn auf der Aufnahmeseite Dolby gar nicht arbeitet müsste die "Delle" schon über 10 dB betragen.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/ExpDolbyB.png)
Eine andere Möglichkeit ist einen Sweep mit Dolby B aufzunehmen und dann mit Hilfe des
Audiotesters im asynchronen Modus den Frequenzgang bei Wiedergabe ohne Dolby aufzuzeichnen.
Du solltest dann die reinen pegelabhängigen Kompressorkennlinen erhalten.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/KomDolbyB.png)
PS: Der Sweep muss lang(sam) genug sein, sonst spielen dir die Regelzeitkonstanten einen Streich.
Edit: Du könntest auch mal grundsätzlich den Frequenzgang im asynchronen Modus des Audiotesters aufnehmen (Aufnahme und Wiedergabe trennen), nur um parasitäre Effekte durch den Sprechstrom des Aufnahmekopfes auszuschließen, die auf der Wiedergabeseite die Dolbys eventuell durcheinanderbringen könnten.
Gruß Ulrich
Lieber Kuni,
Ulrichs Hinweise treffen ins Schwarze, denn wenn aufnahmeseitig keine Anhebung vorgenommen wird, senkte das Dolby im kritischen Bereich, also zwischen 5 und 10 kHz wiedergabeseitig so stark ab, dass du mit den bei dir ja noch immer spezifikationsgemäßen Beulen nicht mehr hinkämest. Das Problem sind wohl aufgrund der Pegelsensitivität des Dolby-Verfahrens (gebogene Kennlinien) die nur mehr oder minder kompatiblen Cassettentypen. Bei jedem Kompanderverfahren verschärfen sich Ansteuerfehler der Regelelektronik (Aufnahme- vs. Wiedergabe) um den Kompressionsfaktor. Bei Dolby wird das dadurch verschlimmert, dass die komplexen Graphen der Übertragungsfunktionen exakt invers verlaufen müss[t]en, auf dass am Ende ein beulenfreier Frequenzgang herauskomme. Da steht man beim Cassettenrecorder jedoch prinzipbedingt auf etwas verlorenem Posten.
Nachdem du aber mutmaßt, dass dein Aufnahmezweig nicht arbeitet, kann man das mit Tongenerator und Millivoltmeter zumindest prinzipiell kontrollieren. Der Audiotester bzw. der Rechner sind da wegen der immanenten Unübersichtlichkeit (man weiß nie, wann und wie die Soundkarten wirklich die Aussteuerbarkeitsgrätsche machen) etwas kritisch, weshalb ich zum klassischen Tongenerator/Eichabschwächer nebst Millivoltmeter rate. Das weiß man, was man hat.
Man legt vollpegel (8 kHz) auf den Eingang und
greift hinter dem Dolby Encoder (hinter C8 bzw. C10) ab.
Dolby aus.
Jetzt geht man in 10-dB-Stufen mit dem Pegel bis auf -50 dB herunter. Dabei muss die Ausgangsspannung hinter dem abgeschalteten Dolby direkt der Abschwächung des Eingangssignals folgen.
Dolby ein
Messung wiederholen, wobei dann die Ausgangsspannung des Dolbyprozessors nicht mehr der in 10-dB-Stufen abzuschwächenden Eingangsspannung folgen darf, sondern mit sukzessiv sich verringernder Abschwächung immer deutlicher unterhalb der 10-dB-Stufung bleiben muss.
Übrigens kann man den gesamten Aufzeichnungsapparat abhängen und Aufnahmedolby direkt auf Wiedergabedolby arbeiten lassen. Wenn die Pegelverhältnisse konstruktiv prinzipiell gleich sind, lässt sich damit die grundsätzliche Arbeitsfähigkeit des Dolby-Netzwerkes sehr gut kontrollieren. Mit meinem B710/II (mit dem ich so unerfreuliche wie endlose Tonkopfprobleme hatte und Studer nicht von der besten Seite kennen lernte) habe ich vor 25 Jahren dergleichen gemacht, um Einmessproblematiken und funktional durchhängende Dolby-Prozessoren auszuschließen. Mit dem B215 habe ich mich aber leider nie so genau beschäftigt, dass ich zu meinem Vorschlag raten könnte oder doch zur Vorsicht mahnen müsste. Ich sehe mir das aber einmal munter rechnend an, so dass ich, wenn alle Stricke reißen, zu meinem Hinweis qualifizierter Stellung nehmen kann.
Hans-Joachim
Hallo Kuni :drinks:
Zitat von: kuni am Mittwoch, 24.März.2010 | 12:57:57 Uhr
@Mario:
Wo kommst'e denn her ? - Ich komme aus Stuttgart.
Trotzdem Danke
Das ist leider ziemlich weit weg => 550km und ~5 1/2 Stunden von Aschersleben ...
LG
Mario
Tja Mario, schade eigentlich .,a095
Ich habe spaßeshalber und weil ich es vor dem Umbau erledigt haben wollte, mein KX-930 gemessen. Bei Dolby C außer einen geringfügigen Abfall im Hochtonbereich ein glatter FG. Bilder und weiteres folgen später in einem eigenen Thread.
So hier noch ein paar Messungen:
1.) Zu meinem VorschlagIch nehme
mit Dolby-B
genau mitten in der Delle bei 1kHz @ -20dB auf (analog mit Dolby-C bei 500Hz).
Wenn nun das Dolby bei der Aufnahme korrekt gearbeitet hat, dann müßte ich beim anschließenden abspielen
ohne Dolby irgendwas um die ca. 4dB mehr Pegel sehen.
[/quote]
Nach Aufnahme mit Dolby-B 1kHz @ -20dB (play ohne Dolby): L = -16dB / R= -17dB (also ca. +3dB Anhebung)
Nach Aufnahme mit Dolby-C 500Hz @ -20dB (play ohne Dolby): L = -15dB / R= -16dB (also ca. +4dB Anhebung)
Demnach scheint das Dolby also doch zu tun.
2.) Ulrichs VorschlagZitat von: uk64 am Mittwoch, 24.März.2010 | 13:58:26 Uhr
Nimm den Frequenzgang mit Dolby B doch mal bei - 30 dB auf, wenn auf der Aufnahmeseite Dolby gar nicht arbeitet müsste die "Delle" schon über 10 dB betragen.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/ExpDolbyB.png)
Dolby-B @ -30dB (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG_DolbyB_-30dB_Hinterband.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG_DolbyB_-30dB_Hinterband.jpg)
| Dolby-C @ -30dB (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG_DolbyC_-30dB_Hinterband.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG_DolbyC_-30dB_Hinterband.jpg)
|
Zitat von: uk64 am Mittwoch, 24.März.2010 | 13:58:26 Uhr
Eine andere Möglichkeit ist einen Sweep mit Dolby B aufzunehmen und dann mit Hilfe des
Audiotesters im asynchronen Modus den Frequenzgang bei Wiedergabe ohne Dolby aufzuzeichnen.
Du solltest dann die reinen pegelabhängigen Kompressorkennlinen erhalten.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/KomDolbyB.png)
Kompressorkennlinen Dolby-B @ -30dB (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG_REC_DolbyB_-30dB_PB_NR_off.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG_REC_DolbyB_-30dB_PB_NR_off.jpg)
| Kompressorkennlinen Dolby-C @ -30dB (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG_REC_DolbyC_-30dB_PB_NR_off.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG_REC_DolbyC_-30dB_PB_NR_off.jpg)
|
Sieht also doch danach aus, als ob das Dolby perfekt läuft .,a015
Lustig - weil gerade durch Zufall drüber gestolpert - ist, daß das B215 ja doch saubere FG mit Dolby kann.
Ich fasse es nicht .,35
TDK-SA (IEC II)
Ohne Dolby (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG2_TDK-SA_NR_aus.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG2_TDK-SA_NR_aus.jpg)
| Dolby-B (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG2_TDK-SA_NR_B.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG2_TDK-SA_NR_B.jpg)
| Dolby-C (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_FG2_TDK-SA_NR_C.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_FG2_TDK-SA_NR_C.jpg)
|
Da spiele ich gerade so mit ein paar Aufnahmen von CD rum und drücke die "Set Level" Taste zum aufnehmen.
Dann wollte ich noch Hans-Joachim's Vorschlag (messen am Ausgang des Dolby Encoder) checken und hab' einfach nochmal eine FG-Messung gemacht.
Schwups war die Delle weg .,a015. Ich denk' mir ich hab' wohl wieder einen "Meßbockmist" drin.
Dann kam ich drauf, daß die "Set Level" Taste den Aussteuerungspegel verändert :;aha
Im SM steht bei den Messungen, man solle den "Inputsteller" auf +10dB einstellen. Das blieb dann auch so für den ganzen Abgleich und die anschließenden FG-Messungen.
Die Messungen von gerade eben (ohne Delle) sind nun bei "Inputsteller" auf
0dB.
Da scheint also die Elektronik im Verstärkungsfall noch "mitzumischen" :_thumbdown_:.
Nachtrag:
Streng genommen steht das mit dem "Inputsteller" auf +10dB einstellen" nur beim Abgleich der Anzeige.
Beim PB-Level und REC Abgleich steht davon nichts mehr, die Schritte kommen aber im SM direkt danach.
Nun mußte ich beim REC Abgleich einige Potis (L/R) ziemlich an Anschlag drehen, also Kanalungleichheiten ausgleichen.
Kann es sein, daß man für diese nachfolgenden Schritte den Level wieder runter (z.B. auf 0dB) drehen müßte ?
Recht kompliziert, aber Hauptsache es geht nun :_good_:
Hi zusammen,
die Frage
Zitat von: kuni am Mittwoch, 24.März.2010 | 21:32:38 Uhr
Kann es sein, daß man für diese nachfolgenden Schritte den Level wieder runter (z.B. auf 0dB) drehen müßte ?
habe ich die Tage mal dem Revox Service gestellt, da's ja doch ziemlich ins Detail geht.
Löblicherweise habe ich direkt einen Tag später prompt eine Antwort erhalten, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:
Zitat
Sehr geehrter Herr ....,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Der Regler ist beim ganzen Einmessen immer auf +10.
Je nach Einmessung wird der Eingangspegel verändert 0dB oder -20dB.
0dB entspricht 775 mV.
Der Dolby Frequenzgang ist prinzipiell nicht so linear.
Vor dem Einmessen: DIN Bezugskassette 120 +3180 µs.
Gerne können Sie auch den zuständigen Techniker, Herrn .... direkt unter der Telefonnummer ... erreichen.
Super Sache :_good_:.
Hätte nicht gedacht, daß die dem "ambitionierten Bastler" überhaupt eine Antwort geben, aber das zeigt doch, daß man noch serviceorientiert ist und nicht nur daran denkt Geld mit dem eigenen Service zu verdienen. Prima :give_rose:
Was ist denn mit "DIN Bezugskassette 120 +3180 µs" gemeint ?
Ich vermute: IEC I mit 120us Entzerrung - korrekt ?
Ansonsten werde ich mal am Mo den Servicetechniker am Tel. "nerven" :_tease:, weil mir die Begründung "prinzipiell nicht so linear" immer noch nicht so ganz unter die Haube will....
Ja ist eine Cassette wie die Tonfrequenz Cassette von BASF. Gibt es als TypI wie TypII. Bei meinen kürzlichen Messungen kann ich das bestätigen, der Dolby-FG ist zwar "linear" hat aber etwas mehr "kleine Wellen" als ohne. Jedoch keine so dramatischen Abweichungen wie oben gezeigt.
Hi Matthias,
120+3180µs entspricht einer ferro oder Typ I Kasette..... also der König BC-F41, die Du von mir bekommen hast.
Hi Jürgen,
ich hoffe bei Dir ist soweit wieder alles klar :drinks:
Zur Kassette:
Danke. Ich hatte es vermutet, daß die König paßt, wollte aber gerne nochmal eine Bestätigung.
Gestern hatte ich mit Revox in VS telefoniert, mit erstaunlichen Ergebnissen, aber dazu dann heute abend mehr.
Hi zusammen,
wie schon gesagt, hatte ich gestern die "Einladung" - mich mit dem Service von Revox in Villingen in Verbindung zu setzen - mal wahrgenommen.
Herzlichen Dank an dieser Stelle der Fa. Revox, weil ich es nicht unbedingt als selbstverständlich erachte, daß man so penible "Userfragen" (wie die meinen :flööt:) überhaupt beantwortet.
Gut.
Erste Frage ging natürlich in Richtung der Frequenzgangdellen mit Dolby, welche nur bei Aussteuerungsregler auf +10dB so deutlich zu Tage treten.
Zunächst hat der Servicetechniker bestätigt, daß alle Einstellungen bei Inputsteller auf +10dB gemacht werden und jeweils eben der Eingangspegel verändert wird - Das war ja soweit bekannt und hatte ich auch gemacht.
Darüber hinaus werden lt. dem Techniker bei Revox nach einer Überholung keine FG zur Kontrolle einer erfolgreichen Einstellung aufgenommen.
Man weis dort also auch nicht, ob ein derartiges Verhalten für das Gerät normal ist oder nicht.
Grundsätzlich meinte er (ähnlich wie Hans-Joachim ja auch schon geschrieben hatte), daß Welligkeiten bzw. Ungenauigkeiten von 3-4dB mit Dolby als durchaus als "normal" betrachtet werden können und daß die Meßwerte ganz allgemein ohne Dolby deutlich besser sind.
Nebenbei bemerkte er übrigens auch, daß optimale Ergebnisse immer nur ohne jedwelche Rauschunterdrücker zu erreichen seien. Genau dahin bewege ich mich ja auch gerade.
Man kann auf der Dolby-Platine ja außer dem L/R-Pegel weiter nichts einstellen. Irgendwelche anderen Eingriffsmöglichkeiten seien daher auch nicht wirklich realistisch. Versuche, z.B. die diversen C's/Dolby-IC's zu tauschen, würden im Effekt mit größter Wahrscheinlichkeit nur minimale Änderungen bringen. Sehe ich genauso - muß man halt mit leben, oder eben ohne Dolby arbeiten.
Hierzu nochmal ein paar Messungen, um die Abhängigkeit dieser Dellen vom Inputsteller nachzuweisen (der Einfachheit halber nur mit Dolby-C):
(1) TDK-SA, Dolby-C Inputsteller auf +10dB
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Dolby-C_Inp_10dB.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Dolby-C_Inp_10dB.jpg)
(2) TDK-SA, Dolby-C Inputsteller auf +5dB
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Dolby-C_Inp_5dB.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Dolby-C_Inp_5dB.jpg)
(3) TDK-SA, Dolby-C Inputsteller auf 0dB
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Dolby-C_Inp_0dB.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Dolby-C_Inp_0dB.jpg)
Zweite Frage ging in Richtung des REC Abgleichs (SM Kap. 5.6 - Rec-EQ/Treble) mit dem "BIAS Einstellgerät".
Dort wird zunächst der BIAS nach Delta-10kHz-Methode auf dem "BIAS Einstellgerät" eingestellt und dann auf Pegelgleichheit bei 10/18kHz im Bezug zum Hinterbandpegel bei 500Hz abgeglichen.
Bei diesem Abgleich fiel mir folgendes auf:
(a) Der linke Kanal lies sich problemlos abgleichen, auf dem rechten Kanal fehlten aber immer ca. 2dB zum Sollpegel, obwohl die entsprechenden Potis schon auf Anschlag waren. Bei den gemessenen FG'en ist es nun aber der linke Kanal, der etwas "hinterherhinkt" (siehe Frequenzgänge oben).
(b) Wenn das "BIAS Einstellgerät" nach dem Abgleich entfernt und neu eingemessen wird, dann ergeben sich immer wieder die selben FG. Die Einstellung zeigt also keinen Effekt.
Das hat mir der Techniker bestätigt, weil die Einstellung der Potis vom Einmesscomputer komplett ignoriert würden.
Ich hatte dann natürlich nachgefragt, wieso es denn dann die Potis gäbe, worauf er meinte, daß ihm das auch unklar sei. Im Werksservice würde man an den Dingern jedenfalls auch nicht drehen. Man könne die Potis also getrost in irgendeiner Stellung lassen, da eh inaktiv.
Daraus ergibt sich nun eine (zumindest für mich) erstaunliche Konsequenz:
De facto läßt sich, außer dem PB-Pegel und der Aussteuerungsanzeige, am B215 also gar nichts einstellen. Anders gesagt, gibt man sich also voll und ganz in die Hände des Einmesscomputers. Eine Korrektur jener Absenkungen im FG ab 5kHz (siehe Frequenzgänge oben) ist demnach auch nicht möglich. Der Revox Techniker meinte dazu, daß der Einmesscomputer alles weitere übernehme.
Tja. Da mußte ich mich an einen Thread aus einem anderen Forum erinnern. Da ging's - soweit ich mich erinnern kann - um das Pro/Contra B215/B710.
Der Themenersteller war dem B215 gegenüber skeptisch, wegen der uC-Steuerung. Er vermutete gewisse Nachteile im Bezug auf Reparatur und Einstellmöglichkeiten.
Genau das ist nun aber mMn auch der Punkt.
Die FG ohne Dolby scheinen ja weitestgehend iO zu sein, mal abgesehen von o.g. 2dB Abweichung L/R. Hätte man nun eine manuelle Eingriffsmöglichkeit, dann könnte man das beheben. Als Bsp. sei hier wieder das Eumig genannt. Dort gleicht man letzten Endes die Arbeitspunkte des Einmesscomputers ab, d.h. man hat sehr wohl eine Möglichkeit bestimmte "Asymmetrien" auszugleichen, egal ob diese alters- oder konstruktionsbedingt sind.
Ich meine das B215 geht hier schlicht den Weg des Kompromisses:
Der Einmesscomputer sorgt sicher dafür, daß man günstige Voraussetzungen bei allen möglichen Bandsorten bekommt.
Als klaren Nachteil sehe ich hier aber, daß der automatisierte Einmeßvorgang nicht das Maximum aus dem Gerät herauskitzelt.
Ich muß hier erst mal noch mehr praktische Erfahrung mit dem B215 sammeln und dann vlt. nochmal drüber sinnieren, ob ein B710 nicht doch die bessere Wahl wäre.
In diesem Thread sollte es aber ursprünglich ja auch darum gehen, herauszufinden, ob nun das B215 oder das Eumig FL-1000 das bessere Deck wäre.
So ganz am Ende dieses Findungsprozesses bin ich noch nicht, aber ich meine nach diesen neuen Erkenntnissen hier doch dem Eumig den Pluspunkt verpassen zu wollen.
Einschränkungen im Bezug auf ein Band (auf das es eingemessen wurde) gibt's beim Eumig auch nicht, aber eben zudem die Möglichkeit die Betriebspunkte des Einmesscomputers von Hand einstellen/anpassen zu können. Letzten Endes für mich doch die geglücktere Strategie, als alles bedingungslos dem uC zu überlassen.
Irgendwie hab ich das Gefühl, der nette Herr bei Revox hatte nicht seinen besten Tag (oder nicht das nötige Hintergrundwissen).
Das Biaseinstellgerät dient dazu, ohne Einmesscomputer (bzw. als dessen "Override") den optimalen Biaspegel mit einem Referenzband nach der Delta U Methode einzustellen.
Dieser Biaswert wird natürlich nirgendwo abgespeichert, das soll ja später der Einmesscomputer machen.
Wenn das geschehen ist wird die Aufnahmeentzerrung mit den Potis bei 10 kHz und bei 18 kHz eingestellt und das auf gleichen Pegel wie bei 500 Hz (nicht auf Gleichheit Vor/Hinterband).
Diese Entzerrungseinstellung nimmt der Einmesscomputer später nicht vor.
Da sich Bias- und Entzerrungseinstellung im Hochtonbereich (Pegel) ähnlich verhalten muss ja eine Einstellung vorgegeben werden.
Bei der automatischen Einmessung wird dann mit Hilfe eines 500 Hz Tons der Aufnahmepegel auf Gleichheit Vor/Hinterband justiert.
Mit Hilfe eines 17 kHz Tons die Vormagnetisierung verändert bis der gleiche Pegel wie bei 500 Hz erreicht wird.
Der zusätzliche 4 kHz Ton dient dann dazu mit einer zusätzlichen (Aufnahme-) Entzerrung ( also nicht im gleichen Bereich wie die Potis) diesen Bereich zu justieren.
Das kann man alles dem Servicemanual entnehmen.
Gruß Ulrich
Lieber Kuni,
der Einmesscomputer könnte fachlich solide Ermessenspielräume eines kundigen Einmessenden nur unter erheblichem Aufwand ausfüllen. Das macht man natürlich nicht. Ein solche Einrichtung bleibt damit definitiv immer Kompromiss, der aber das ansonsten dem Zufall überlassene Schicksal des Normalbürgers (er kann bezüglich der Einmessung gar nichts machen) dramatisch aufbessert. Für ihn und nicht für einen Bossler wie dich, der sich an einem Gerät festfrisst, sind solcherart Einmesseinrichtungen vorgesehen worden. Wenn die automatische Einmesseinrichtung deine Einmessung verbessert, so bleibt das marginal, oder aber deine mechanisch erzielten Werte werden minimal schlechter. Im Falle des hilflosen Amateuranwenders werden sie in fast allen Fällen dramatisch besser -er misst ja sonst nicht ein- oder im schlimmsten Falle marginal schlechter. Er erreicht also fast immer annähernd das Niveau deiner mechanischen Justage.
Meiner Interpretation der Schaltzeichnung nach (ich meine, das hätte ich oben schon geschrieben), dient die Vormagnetisierungseinstelleinrichtung allein dazu, das für den individuellen B215 bei gegebenem Band sinnvolle bis optimale Höhenequalizing für die Aufnahme zu bestimmen. Mit der automatisch justierten Vormagnetisierung hat das Hilfsgerät ansonsten nichts zu schaffen, weil seine Werte offenbar nicht abgefragt und in irgendeinem Speicher abgelegt werden. Für deine Fragestellung aber, ob nicht ein 710 sinnvoller wäre als ein 215, sei angemerkt, dass du mit Hilfe eines angeschlossen bleibenden Vormagnetisierungseinstellgerätes die automatische Einmesseinrichtung des 215 blockierst und daher zumindest insoweit einen 710 emulieren kannst. Das wäre doch eine Alternative, wenn deine Wiedergabeeinrichtung eine klassische Einmessung 'ad hoc' zuließe. Wenn du jedoch erst dein Wohnzimmer zur Werkstatt mit gestapelten Millivoltmetern, Tongenerator und Oszilloskop umbauen musst, ehe du Hand anlegen kannst, hat dieser Vorschlag natürlich wenig für sich.
Die Höhenabweichungen rühren von der starken gegenseitigen Beeinflussung der beiden Aufzeichnungsspuren im sehr kleinen Aufzeichnungskopf bei der VM-Einstellung her. Diese zu minimieren ist dem kundigen Einmesser mit entscheidungsbefähigtem, menschlichem Gehirn vorbehalten, weil dies der Automatik zu schwer fällt. Du wirst dies also nur mit VM-Hilfseinrichtung und individuell ausgefeilter Einstellung der Höhenequalizing-Trimmer wechselweise agierend hinbiegen können. Man muss in diesen für den 710-Nutzer normalen Fällen mit kanalgegenseitigen Korrekturen bei VM und Equalizing versuchen, die Kanalabweichungen zu minimieren.
Bedenke, dass der ansonsten sehr auf Sparsamkeit bedachte Willi Studer gestattete, bei den späteren Serien der G36 und der A77 ein spezielles Potentiometer vorzusehen, das das kopfinterne (gegenphasige) Übersprechen kompensierte, aber vor allem in einem separaten Arbeitsgang kostentreibend eingestellt werden musste.
Deine Dolby-Frequenzgang-Welligkeiten liegen genau in dem Bereich, in dem sich in Abhängigkeit von den Pegelstellerlagen die Senken ausbilden, die vom Dolby als Abweichung von der linearen Ansteuerung 'erkannt' werden und daher zu den fürs Dolby typischen, pegelabhängigen, verstärkten Frequenzgangabweichungen führen, wenn im Codierungs- und Decodierungsprozess der Dolby-Prozessor nicht mit identischen Pegeln angesteuert wird. Nach Lage der Dinge, würde ich einmal das Pegelverhalten des im 215-Fall ja voll elektronischen Pegelstellers über der Frequenz ohne, also vor Band bestimmen (Abhörschalter in Stellung "Input" oder wie das hier heißt). Vielleicht kommen da schon Dinge zum Vorschein, die den ersehnten Aha-Effekt auslösen, wenn nämlich der Pegelsteller ggflls. seinerseits für pegelabhängige (+10 dB, 0 dB, -6 dB) Frequenzgangabweichungen verantwortlich sein sollte.
Hier musst du natürlich schon sehr genau und 'ansonsten' exakt so messen, wie dies bei der Einmessung erfolgt, weil sonst vergammelte Birnen mit Tomaten in einen Topf geraten.
Schließlich rate ich noch einmal mit ganz persönlichem Nachdruck dazu, sich der sehr engen Grenzen des Cassettenverfahrens ebenso bewusst zu werden (indem man sich mit Kopfkonstruktion, Spurbreiten udn Bandgeschwindigkeiten/Wellenlängen befasst) wie der Funktion des klassischen Dolbys nachzuspüren, das in Version B und C grundsätzlich dem A-Verfahren entspricht, abweichend von diesem aber lediglich einen Kanal hat. Nachdem die Probleme dieselben sind, lohnt es sich, das entsprechende, instruktive Kapitel zur Funktion in den Beschreibungen des A-Prozessors nebst Schaltung durchzusehen (da trifft man dann auf den kaum veränderten Prozessor einer A77-Dolby!). Man akzeptiert danach das "glatte Parkett" des Dolby-Verfahrens beim Cassettenrecoder leichter.
Trotzdem würde ich an Villingen-Schwenningens Stelle doch lieber eine Abschlussmessung durchführen, ehe ich ein Gerät aus der Hand gebe. Einmesscomputer hin oder her. Doch bin ich kein pragmatisch denkender Cassettenrecorder-Reparateur, sondern lediglich 710-II-Altbesitzer.
Hans-Joachim
P.s.: Gerade sehe ich, dass Ulrich mir zumindest teilweise zuvorgekommen ist. Wenn ich meinen Textwust jetzt nicht mehr überarbeite, möge man mir das bitte verzeihen, er nimmt ja auch noch auf einige Dinge Bezug, die Ulrich übergeht. (Und umgekehrt.)
Hi Ulrich, Hans-Joachim und alle anderen,
@UlrichZitat
Irgendwie hab ich das Gefühl, der nette Herr bei Revox hatte nicht seinen besten Tag (oder nicht das nötige Hintergrundwissen).
Das Biaseinstellgerät dient dazu, ohne Einmesscomputer (bzw. als dessen "Override") den optimalen Biaspegel mit einem Referenzband nach der Delta U Methode einzustellen.
Dieser Biaswert wird natürlich nirgendwo abgespeichert, das soll ja später der Einmesscomputer machen.
Ich denke hier liegt ein kleines Mißverständnis vor.
Klar ist, daß das BIAS-Einstellgerät den Einmesscomputer aushebelt, die Einstellungen im SM Kap. 5.6 (annähernd) den automatischen Einmessvorgang in manueller Form abbilden und natürlich, der am Einstellgerät eingestellte, BIAS nirgendwo abgespeichert wird.
Die jeweiligen Poti-Stellungen der Aufnahmeentzerrung bei 10/18kHz sind aber ja sehr wohl "abgespeichert", also halt im Sinne, daß die Potis nach der Einstellung eben so eingestellt bleiben. Damit wäre mMn deren Einstellung durch den uC signaltechnisch auswertbar. Nach einem erneuten Einmessvorgang kompensiert der uC aber die poti-technische Voreinstellung ersatzlos weg und damit ist sie de facto nichtig.
Zitat
...Aufnahmeentzerrung mit den Potis bei 10 kHz und bei 18 kHz eingestellt und das auf gleichen Pegel wie bei 500 Hz (nicht auf Gleichheit Vor/Hinterband).
Diese Entzerrungseinstellung nimmt der Einmesscomputer später nicht vor.
Ich meine, da liegst Du nicht ganz richtig.
Als Kontrolle der Aussage des Revox Technikers, daß die Poti Einstellungen vom uC nicht berücksichtigt werden, habe ich das gestern mal wie folgt ausprobiert (ohne BIAS-Einstellgerät):
(1) Alle Potis auf Linksanschlag, also auf maximale Höhen
absenkung bei 10 und 18kHz.
(2) Autom. Einmessen gestartet
(3) FG gemessen -> annähernd linear
(4) Alle Potis auf Rechtsanschlag, also auf maximale Höhen
anhebung.
(5)
Kein autom. Einmessen, FG direkt danach gemessen -> kontinuirliche Höhenanhebung ab ca. 10kHz bis ca. 20kHz um ca. +8dB (Potis zeigen also Wirkung)
(6) Autom. Einmessen gestartet
(7) FG gemessen -> ist nun wieder annähernd linear
Messungen kann ich bei Interesse noch nachreichen.
Meiner Meinung nach zeigt das ganz klar, daß die Einstellung an den Potis vom uC wieder (fast) komplett wegkompensiert werden und das ist das, was der Techniker meinte.
Sprich, man hat hier keine Chance was zu trimmen.
Um genauer zu sein, weil gerade gesagtes nicht gaaaaanz genau der Realität entspricht:
Hat man die Potis auf maximaler Höhenabsenkung, dann mißt man nach Einmessen einen FG, der in Richtung 20kHz um ca. -2dB von der Ideallinie abweicht (3).
Stellt man auf Mitte oder maximale Höhenanhebung, dann ist der FG nach dem Einmessen recht linear bis 20kHz.
Ob hier aber die Potis doch einen Einfluß haben, oder ob bei maximaler Höhenabsenkung das Einmessprogramm einfach an seine Kompensationsgrenzen gerät, kann ich natürlich nicht sagen. Auf jeden Fall ist der Effekt eher gering.
Mich hat es aber dennoch dazu bewogen, den Abgleich aus Kap. 5.6 zu machen und die Potis dann auch so zu lassen, weil man ja immerhin noch die 2dB in den Höhen gewinnen kann (was man hat, hat man).
Ich hatte mir noch darüber Gedanken gemacht, für welchen Zweck diese Potis wohl vorhanden sein könnten, wenn doch der Einstelleffekt nach Einmessen eher minimal ist.
Ich könnte mir vorstellen, daß das alles eben eine reine Serviceangelegenheit ist, z.B. um manuell gegenprüfen zu können, ob der uC korrekt einmißt (falls dort ein Fehler vermutet wird).
Zudem ist im Kap. 5.6 noch von Frequenzüberhöhungen bei bestimmten Kopüfchargen die Rede. Hier könnte für Servicezwecke nach einem Kopftausch der manuelle Abgleich auch Sinn machen, um die Notwendigkeit des Einbaus der im Kap. 5.6 erwähnten Kompensations-C's zu ermitteln.
@Hans-JoachimZitat
Einmesscomputer könnte fachlich solide Ermessenspielräume eines kundigen Einmessenden nur unter erheblichem Aufwand ausfüllen.
Kann sein, aber hier ist ja auch viel in Form von Software gemacht. Softwarekosten (im Sinne von erhöhten Entwicklungsleistungen) schlagen aber ansonsten ja nicht 1:1 auf den Gerätepreis durch, sondern können stückzahlenmäßig umgelegt werden. Das wiederum erlaubt einem hin und wieder den Aufwand in SW-Realisierungen höher zu treiben, als man das in HW machen könnte.
Gut - in der damaligen Zeit hatte man kleinere uC und weniger RAM/ROM für die SW und mußte evtl. schon alleine deswegen ein paar Sächelchen weglassen.
Zitat
Ein solche Einrichtung bleibt damit definitiv immer Kompromiss, der aber das ansonsten dem Zufall überlassene Schicksal des Normalbürgers (er kann bezüglich der Einmessung gar nichts machen) dramatisch aufbessert. Für ihn und nicht für einen Bossler wie dich, der sich an einem Gerät festfrisst, sind solcherart Einmesseinrichtungen vorgesehen worden.
Ja klar. Ich hatte das in einem meiner letzten Beiträge ja schon erwähnt, daß man hier die jeweiligen Vor-/Nachteile für sich abwägen muß.
Zum einen manuelles Einmessen mit potentiell optimalen Ergebnissen, aber eben nur für das eine Band.
Zum anderen eine anwenderfreundliche Automatik ("auf Knopfdruck"), die zwar etwas Potential verschenkt, aber das Gerät dafür auch universeller macht - auch im Hinblick darauf, daß man ja u.U. nicht immer die gleichen Bänder fahren möchte/kann.
Mal abgesehen von 1-2dB möglichem/weiteren Potential macht die Automatik ihre Sache im B215 ja eigentlich schon sehr ordentlich.
Btw: Was ist denn eigentlich ein "Bossler" ?
Zitat
..sei angemerkt, dass du mit Hilfe eines angeschlossen bleibenden Vormagnetisierungseinstellgerätes die automatische Einmesseinrichtung des 215 blockierst und daher zumindest insoweit einen 710 emulieren kannst.
Du wirst lachen, aber ich hatte das auch mal für 5 Minuten im Kopf - also die Platine dauerhaft im Gerät zu lassen....
Bin ich aber wieder von abgekommen, weil:
Ich habe ja noch andere Decks, die auf ein bestimmtes Band eingemessen sind.
Wenn mir das B215 nun schon die Möglichkeit bietet auf Knopfdruck mal das eine oder andere Band auszuprobieren, dann sollte ich mir dieses Feature nicht gleich wieder verbauen.
Muß ja nicht heißen, daß künftig alle MC's auf dem Revox aufgenommen werden.
Zitat
Nach Lage der Dinge, würde ich einmal das Pegelverhalten des im 215-Fall ja voll elektronischen Pegelstellers über der Frequenz ohne, also vor Band bestimmen
...wenn nämlich der Pegelsteller ggflls. seinerseits für pegelabhängige (+10 dB, 0 dB, -6 dB) Frequenzgangabweichungen verantwortlich sein sollte.
Gute Idee, werde ich checken, weil ich die Elektronik des Burschen ja auch schon im Verdacht hatte.
Zitat
Trotzdem würde ich an Villingen-Schwenningens Stelle doch lieber eine Abschlussmessung durchführen, ehe ich ein Gerät aus der Hand gebe. Einmesscomputer hin oder her.
Ja, das hatte mich schon auch etwas verwundert. Die Geräte waren/sind sehr teuer und die Klientel war beim Kauf sicher bestrebt, nicht nur etwas gutes, sondern etwas exzellentes zu erwerben.
Diesem Anspruch muß mMn auch (und vor allem) der Werksservice folgen. Nun hatte mir der Mann durchaus einen kompetenten und keineswegs genervten Eindruck gemacht. Deswegen möchte ich nichts unterstellen und auch nicht bewerten, ob man diese Abschlußprüfung "wegschludert" oder einfach wegläßt, weil man aus profunder Erfahrung weis, daß es paßt.
So ein beigelegtes Meßprotokoll würde auf jeden Fall als vertrauensbildende Maßnahme wirken, zumal man ja ein sehr gutes Produkt hat und dessen Qualitäten doch durchaus auch selbstbewußt dokumentieren kann. Anders gesagt muß hier nichts geschönt werden, wie bei so manch anderem Hersteller.
Mir geht es halt so, daß mir der Service durchaus 200€ wert gewesen wäre, aber ich hätte Sicherheit gewollt, daß das Ergebnis besser ist, als ich es hinbekommen hätte.
Ich bin Dir deswegen ganz dankbar, daß Du Deine Zweifel geäußert hattest, ob man in Villingen wirklich hätte etwas verbessern können. Das hielt mich vom Versand zurück.
Heute bin ich mir sicher, daß sich nach dem Service nichts Wesentliches verändert hätte, weil das Gerät auch gar keinen Defekt hat. Die 200€ wären also in den Sand gesetzt gewesen.
Allgemein ist es mit Service ja immer so eine Sache. Egal ob es um Hifi oder z.B um Auto oder Handwerk geht. Ich bin mir da nie so richtig sicher, ob man in Eigenleistung (wenn man's denn kann) nicht ein gleich gutes Ergebnis erzielen kann. Zumindest weis ich hinterher wo ich gepfuscht habe, wenn das der Fall gewesen sein sollte.
Klar - den Aufwand den ich hier so manchmal betreibe, könnte und wollte man bei einem Gewerbetreibenden natürlich nicht bezahlen. Allein schon deswegen muß ein Gewerblicher ja schon Abstriche machen.
Ich muß an dieser Stelle auch nochmal was zum Ausdruck zu bringen - nicht daß ein falscher Eindruck entsteht:
Das B215 ist ganz sicher ein top Deck mit exzellenten Eigenschaften. Beispielsweise hat sich ja nun auch gezeigt, daß die FG-Dellen bei realistischen Austeuerungen nicht auftreten.
Wenn ich hier also immer mal wieder über (eigentliche) Kleinigkeiten mäckele, dann sicher nicht um das Deck schlecht zu reden, sondern immer unter dem Aspekt, daß Revox in der top Liga mitspielt und sich ja dann wohl auch an einer höher gelegten Latte messen lassen muß.
Zitat von: kuni am Mittwoch, 31.März.2010 | 19:55:50 Uhr
@Ulrich
Ich meine, da liegst Du nicht ganz richtig.
Als Kontrolle der Aussage des Revox Technikers, daß die Poti Einstellungen vom uC nicht berücksichtigt werden, habe ich das gestern mal wie folgt ausprobiert (ohne BIAS-Einstellgerät):
(1) Alle Potis auf Linksanschlag, also auf maximale Höhenabsenkung bei 10 und 18kHz.
(2) Autom. Einmessen gestartet
(3) FG gemessen -> annähernd linear
(4) Alle Potis auf Rechtsanschlag, also auf maximale Höhenanhebung.
(5) Kein autom. Einmessen, FG direkt danach gemessen -> kontinuirliche Höhenanhebung ab ca. 10kHz bis ca. 20kHz um ca. +8dB (Potis zeigen also Wirkung)
(6) Autom. Einmessen gestartet
(7) FG gemessen -> ist nun wieder annähernd linear
Nicht das ich mich für Fehlerfrei halte, aber dein Test gibt das nicht her
Mit den Potis wird die Aufnahmeentzerrung eingestellt und das mit Hilfe des Biasgerätes bei optimaler
Vormagnetisierung (Delta U Methode).
Wenn diese Potis wahllos eingestellt werden gleicht der "Einmesscomputer" das durch eine falsche bzw. ungünstige Vormagnetisierung wieder aus. Er dreht ja nicht an der Aufnahmeentzerrung (in dem Bereich der Potis) sondern an der Vormagnetisierung.
Das wird sich mindestens im Klirrfaktor bemerkbar machen.
Es ist daher wichtig die Aufnahmeentzerrung durch die Potis vorzugeben und auch korrekt Einzustellen.
Wie ich oben schrieb, eine Größe muss vorgegeben werden.
Stimmt die Entzerrung kommt der Einmesscomputer wieder auf eine Vormagnetisierung die dem Delta U Punkt nahe kommt.
Die Schaltungsentwickler werden schon gewusst haben warum so und nicht anders.
Wie Hans Joachim schieb, ein Einmesscomputer kann keine Wunder vollbringen.
Gruß Ulrich
Hi Ulrich,
Zitat von: uk64 am Mittwoch, 31.März.2010 | 20:16:40 Uhr
...aber dein Test gibt das nicht her
Wenn diese Potis wahllos eingestellt werden gleicht der "Einmesscomputer" das durch eine falsche bzw. ungünstige Vormagnetisierung wieder aus. Er dreht ja nicht an der Aufnahmeentzerrung (in dem Bereich der Potis) sondern an der Vormagnetisierung.
Stimmt, das kann sein. Im Effekt sehe ich dann natürlich bei meinen Messungen keine Veränderung mehr.
Schließlich sieht man im FG nicht mehr ob der REC-EQ oder der BIAS für's "gerade biegen" verwendet wurde.
Zitat von: uk64 am Mittwoch, 31.März.2010 | 20:16:40 Uhr
Es ist daher wichtig die Aufnahmeentzerrung durch die Potis vorzugeben und auch korrekt Einzustellen.
...
Die Schaltungsentwickler werden schon gewusst haben warum so und nicht anders.
Ja, ich dachte mir auch die ganze Zeit, daß die Revox Jungs die Potis nicht aus Jux und Dollerei eingebaut haben, sondern sicher ein Ziel verfolgt haben.
Scheint mir nun alles klarer zu sein - DANKE .,a095 nochmal für :;aha
Weil ich's irgendwie vermutet hatte, daß man den Abgleich machen sollte, hab' ich ihn ja auch nochmal durchgezogen und jetzt alles so gelassen.
Der Abgleich scheint mir nun erledigt.
Heute messe ich nochmal die Klirrangaben nach und teste das mit dem Input-Level (Vorschlag von Hans-Joachim).
So long....
Hallöle zusammen :_hi_hi_:.
Hier geht´s ja immer noch "an´s Eingemachte" :drinks:.
Die Potis haben natürlich Sinn -> Nämlich Den vom Ulrich schon Angesprochenen.
Auch wird damit quasi eien Art "Einmessung auf Norm" vorgenommen. Das der Einmesscomputer auch bei fehlenden Potis einmessen würde steht außer Frage -> Aber nur für das Deck selbst .,111, auf anderen Geräten wären die so aufgezeichneten Kassetten lediglich leidlich anzuhören sein ... :flööt:.
MfG
Andreas
Jepp, hab's verstanden:
Der Einmesscomputer verstellt diesbezüglich (also im Bezug auf Frequenzgänge) "nur" den BIAS.
REC-EQ / Treble Einstellung (an den Potis) und BIAS wirken aber im Effekt auf den gleichen Frequenzbereich.
Stehen die Potis falsch, dann kompensiert der uC das mit dem BIAS, aber auf Kosten des Klirrfaktors.
Das Reizvolle einer solchen Diskussion liegt darin, dass sie- sinnvoll fortgeführt- ziemlich unweigerlich an die wesentlichen Probelme heranführt. Man lernt praktisch mit der Hand am Puls 'auf den Nägeln brennend', was wie welche Folgen hat. Zum Warum liest der Bossel-Delinquent dann nach.
Ulrichs neuerlichen Fingerzeig zu deinen Schlüssen aus der bewussten Verkurbelung der Equalizer, lieber Kuni, unterstütze ich ausdrücklich.
Was aber ist ein "Bossler":
Adelung (Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. Leipzig 1793-1801) kennt nur eine Bedeutung, die wohl auch die in Deutschland vorherrschende ist: "Bosseln", auch "pusseln" ist das Zusammenbinden des Flachses zu Büscheln, eine Arbeit, die kein Ende nimmt. Nachdem heute niemand mehr Flachs bindet, wohl aber Arbeiten kennt, die nicht enden, nicht enden wollen oder nicht enden sollen, ist ein Bossler/Possler/Pussler jemand, der keine Ruhe gibt. Und diesen Ehrentitel wirst du ja sicher akzeptieren, lieber Kuni.
Im Wörterbuch der Brüder Grimm stehen vier weitere Beschreibungen, die mehrheitlich aufs Althochdeutsche zurückgeführt werden, deren Entstehung aber unsicher ist. Außerdem werden unsere Freunde niederdeutscher Zunge das "Klootschießen" kennen, das auch boßeln/bosseln genannt wird. Das aber habe ich -dieser Zunge immerhin großenteils (aber ehedem) verwandt- jedoch nicht gemeint.
Die Zielbezogenheit der Revox- und Studer-Entwickler hatte oft genug von einem verzweifelten Verpflichtungsgefühl zwischen systematischem, qualitativ achtbaren Vorankommen, also der individuellen Berufsehre eines Ingenieurs (Paul Zwicky sprach vom Bestreben, etwas "grundsätzlich gut" machen zu wollen, und deshalb einen an sich bekannten Sachverhalt oftmals zur sauberen Lösungsfindung zwangsweise, aber teuer von Adam und Eva her neu aufgerollt zu haben) und dem wirtschaftlichen Druck als zentralem Problem eines mittelständischen Unternehmens, das sich gegen großindustrielle, internationale Konkurrenz über vergleichsweise kleine Stückzahlen behaupten musste. Gemacht wurde daher, was notwendig war, also der Ingenieur als wirklich notwendig erachtete; nicht mehr. Spielereien, zu denen Paul Zwicky (als primär professioneller Entwickler!) übrigens bereits die A700 rechnete ("Ach so; 'das Ding', --- mit den Schiebereglern ...."), unterblieben in klassischer Zeit daher möglichst.
Lange fiel im Hause an der Althardstraße darunter auch der Cassettenrecorder, weil er bei konsequenter Betrachtung der auch ihm zugrundeliegenden Prinzipien eigentlich 'bewusst' unnötige Probleme schafft, die nur mit aufwendigen Maßnahmen wieder unvollkommen aus der Welt geschafft werden können. Querer konnte man zur Studer-Denkart kaum liegen. Siehe oben. Aber das war hierzuforen ja schon vielfach Thema.
Hans-Joachim
Guten Abend, Matthias / Hans - Joachim :_hi_hi_:.
Gut das ich mich mit den "Unebenheiten" der Kassettenrekordertechnik arrangiert habe :__y_e_s: ...
Auch der "Puzzler" - wäre doch ein neuer Nick für den Matthias - wird Das irgendwann einsehen - müssen.
MfG
Andreas
Nochwas:
Dank der Anleitung von Thomas ("Gyrator") konnte ich nun auch die Audio-Tester SW zur Messung des K3 Klirrfaktors bewegen.
Gemessen habe ich mit 333Hz (K3 also bei 1kHz) bei 0dB (Uout = 775mV, Input-Level = +10dB):
IEC I (TDK-AD) - Soll < 0,8%: K3 (Dolby aus) = 0,33% K3 (Dolby B) = 0,31% K3 (Dolby C) = 0,28%
| IEC II (TDK-SA) - Soll < 1,5%: K3 (Dolby aus) = 0,75% K3 (Dolby B) = 0,56% K3 (Dolby C) = 0,51%
| IEC IV (TDK-MA) - Soll < 1,0%: K3 (Dolby aus) = 0,28% K3 (Dolby B) = 0,51% K3 (Dolby C) = 0,51%
|
Sieht mir soweit sehr gut aus :_good_:
Falls übrigens jemand Interesse an einem "How to mit dem Audio-Tester" hat, kann ich das gerne mal einstellen.
Wenn die Messung korrekt durchgeführt wurde - daran habe ich keinen wirklichen Zweifel - so sieht Das sehr Gut aus .,a095 :_good_:.
MfG
Andreas
Jaaaaaa, jeeeeetzt wird's :;aha
Zitat von: PhonoMax am Donnerstag, 01.April.2010 | 20:40:08 Uhr
Was aber ist ein "Bossler":
Adelung
:_hi_hi_:
Zitat von: PhonoMax am Donnerstag, 01.April.2010 | 20:40:08 Uhr
ist ein Bossler/Possler/Pussler jemand, der keine Ruhe gibt.
So, oder so ähnlich hatte ich es mir "zusammenphantasiert" :grinser:, aber beim googeln auch nur jene norddeutsche Sportart gefunden, die ich dann nicht so ganz in den Zshg. rücken konnte.
Außerdem reizt mich ansonsten ja auch immer das Wissen um die Herkunft bestimmter Worte (auch im Dialekt), deswegen war das nun auch ein ganz netter Ausflug.
Zitat von: PhonoMax am Donnerstag, 01.April.2010 | 20:40:08 Uhr
Und diesen Ehrentitel wirst du ja sicher akzeptieren, lieber Kuni.
Aber unbedingt und uneingeschränkt - das paßt :_good_:
Zitat von: AndreasTV am Donnerstag, 01.April.2010 | 20:45:22 Uhr
Gut das ich mich mit den "Unebenheiten" der Kassettenrekordertechnik arrangiert habe :__y_e_s: ...
Auch der "Puzzler" - wäre doch ein neuer Nick für den Matthias - wird Das irgendwann einsehen - müssen.
Wenn's um's pu
zzeln geht, dann trifft das wohl eher auf Thomas' ASC TB zu.
Das mit dem "einsehen" und den "Unebenheiten der Kassettenrekordertechnik" braucht bei mir vlt. noch ein paar Geräte.
Als "hardcore" Vertreter der "Kleinspulerfraktion" bin ich doch sehr bemüht, dem landläufig schlechten "Hifi-Ruf" der Tapedecks etwas entgegen zu wirken und zu zeigen, daß auch Tapedecks zu höheren Leistungen gebracht werden können, wenn man sich kümmert.
Für mich ist die MC immer noch ein Medium, welches seinerzeit schneller starb, als es technisch noch hätte ausgereizt werden können - aber das ist ein anderes Thema und gehört nicht hier her :_55_:
Zitat von: AndreasTV am Donnerstag, 01.April.2010 | 20:58:00 Uhr
Wenn die Messung korrekt durchgeführt wurde
Korrigiere: "Wenn die
Audio-Tester SW die Messung korrekt durchgeführt hat"
:grinser:
So, letzte Messung für heute:
Zitat von: PhonoMax am Dienstag, 30.März.2010 | 22:37:18 Uhr
Nach Lage der Dinge, würde ich einmal das Pegelverhalten des im 215-Fall ja voll elektronischen Pegelstellers über der Frequenz ohne, also vor Band bestimmen (Abhörschalter in Stellung "Input" oder wie das hier heißt). Vielleicht kommen da schon Dinge zum Vorschein, die den ersehnten Aha-Effekt auslösen, wenn nämlich der Pegelsteller ggflls. seinerseits für pegelabhängige (+10 dB, 0 dB, -6 dB) Frequenzgangabweichungen verantwortlich sein sollte.
Hier musst du natürlich schon sehr genau und 'ansonsten' exakt so messen, wie dies bei der Einmessung erfolgt, weil sonst vergammelte Birnen mit Tomaten in einen Topf geraten.
Diese Vorderband-FG habe ich gerade mal gemessen, aber nur mit Dolby-C. Das sollte ausreichen, da hier der Effekt ja auch am ausgeprägtesten war.
Vor der Messung jeweils Uout auf -20dB eingepegelt, ganz wie bei den "delligen" Hinterband-FG.
Input-Level = +10dB (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Dolby-C_Inp_10dB_VB.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Dolby-C_Inp_10dB_VB.jpg)
| Input-Level = 0dB (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Dolby-C_Inp_0dB_VB.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Dolby-C_Inp_0dB_VB.jpg)
| Input-Level = -6dB (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_Dolby-C_Inp_-6dB_VB.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_Dolby-C_Inp_-6dB_VB.jpg)
|
Die Elektronik des Input-Stellers selbst scheint also keinerlei Effekt zu haben.
Moin Moin :drinks:.
Matthias,ob Es nun letztendlich noch ein paar Geräte - so wie Du Es anführst - benötigt um an die Grenzen des Technischen zu gelangen darf ich bezweifeln :give_rose: ...
Wie Du gerade in den letzten Wochen selbsterlebt hast gibt´s halt Gegebenheiten welche man(n) akzeptieren muss.
Ob Es Sinn gemacht hätte die Rekordertechnik seinezeit weiter zu entwickeln - Nein, nicht wirklich .,70.
Eventuell wären dann einige von diesen "High - High - End" - Gräten an ein paar Individualisten wie Uns verkauft worden - der Massenmarkt war aber schon längst das Ziel und ein Unternehmen muss Umsatz sehen.
Der noch zu erreichende Zugewinn an technischen Finessen hätte einen unerhörten Aufwand bedeutet ...
Aber nun denn: Dein 215er scheint soweit in Ordnung :-handshake: :_good_: als man da den "Zapfenstreich" bei der Arbeit ankündigen sollte .,a095 .
Allen einen angenehmen Feiertag :drinks:.
MfG
Andreas
Als ™fremforensisch geadelter (™PvS) Mitleser muß ich doch eine kleine Randbemerkung aus post #113 anzweifeln:
Zitat von: der lb. Andreas verfasste am Donnerstag, 01.April.2010 | 19:51:09 Uhr
[...]
Das der Einmesscomputer auch bei fehlenden Potis einmessen würde steht außer Frage -> Aber nur für das Deck selbst .,111, auf anderen Geräten wären die so aufgezeichneten Kassetten lediglich leidlich anzuhören sein
[...]
Der Professor des B-215 kurbelt nur an der Aufnahmeseite herum, läßt die Wiedergabeseite so in Ruhe, wie man das auch von einer 'richtigen' Tonbandmaschine gewohnt ist. Daher wird das Ergebnis - Dolby hin, Kompensation her - auch auf anderen Decks genauso leidlich klingen wie auf dem 215er selbst.
Es wird ja versucht, die AUFNAHME in die Rille zu pressen, was da dann drin ist, hört sich hier wie dort gleich gepresst an. Einverstanden?
In diesem Sinne, Adel verpflichtet!
Pit van Soyen
PS: heute Abend wird die Johannes-Passion der BR4 Ausstrahlung nicht auf B-215 mitgeschnitten, sondern ziemlich digital... ist schon von 1986...
Hallo, Peter / Gemeinde :_hi_hi_:.
Na Ja - meiner Ansicht nach wird j amit den von Matthias besonders "deklarierten" Trimmern der HF - FG für / bei einer normgerechten Wiedergabe - Kassette eingestellt ...
Man kann die Prozessorschaltung abgehsehen von der speziellen Ausstattung durchaus mit Dermeiner Technics vergleichen (Oder jedem Anderem mit prozessorgestützter Einmessung der Aufnahme):
Da wird eigentlich immer - ohen Rücksicht z. Bspl. des Kopf - und damit Höhenverschleißes auf "Höhenmaxima = Tiefenmaxima" abgeglichen mit Hilfe der Komperatoren ;).
Sind nun aber die entsprechenden Trimmer falsch justiert mag sich zwar eine fremd Aufgenommene oder gar Norm - Bezugskassette bescheiden anhören - eien mit diesem jeweiligem Gerät aufgenommene Kassette wird bei Eigenwiedergabe zu allerhöchster Wahrscheinlichkeit einwandfrei wieder gegeben, auf einem Fremdgerät mit korrekt justiertem Wiedergabeteil aber derart schrecklich "jodeln" das Es Einen die Ohren erschlägt :flööt:.
Probiere Es aus .,a095 - kostet Nichts außer etwas "Verdrehen" .,73 :drinks:.
MfG
Andreas
Lieber Andreas vom Fernsehen,
auch ein Blick in die Schaltunterlagen des 215er kost' nix, ersatzweise stelle ich einen Q&D Snap aus dem A-721 Manual hier ein, der im Wesentlichen der B-215 Situation entspricht.
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/A-721_Audio-Block.jpg)
Du wirst unschwer erkennen, daß sich außer ein paar Pegeleinstellmöglichkeiten und dem Poti für die Höhenentzerrung, die bitte nicht irgendwie, sondern ab Bezugsband nach Norm einzustellen ist und definitiv NICHT vom Professor nachgeadelt wird, im Wiedergabezweig analoger Standard herrscht. Wenn Du (oder der Kunibert) natürlich da herumdrehst, um anschließend das 'Ergebnis' vom Professor schönrechnen zu lassen, verläßt man die Pfade solider Einmesstechnik und begibt sich auf das dünne Eis der esoterischen Sternenstaubaufbereitung. Wir hatten das in Andeutungen schon früher im thread (oder war's bei Eumigs?), und es juckt mich immer mehr, einen Zwicky'schen Gruppenlaufzeitgenerator (so nannte er das Dingen selbst) endlich einmal in Praxis hören zu dürfen.
Vorerst aber gebe ich mich mit den authentischen Tönen zufrieden, die demnächst aus der betriebsfähig aufbereiteten A-820 des Filderstädter Forenadmin herausströmen werden, ganz ohne Einmessprozessor, aber mit viel prozessoraler Handarbeitsunterstützung. Auch dort wird das Höhen-EQ nach einem Referenz/Bezugsband eingestellt, nicht nach dem Klanghimmel...
Pit
PS: B-215 Ergänzung
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/B-215_Audio-Block.jpg)
Guten Abend, Peter :drinks:.
Ich habe auch lediglich behauptet das der Prozessor bei der Aufnahme mit autom. Einmessung die Höhenimmer gleich dem Tiefensignal einpegelt .,111 :flööt:.
Da denke ich mal das Wir aneinander Vorbei geschrieben haben, denn das der Equalizertrimmer (Der Entsprechende) immer zuerst mittels Norm - Bezugskassette einzustellen ist ist auch mir klar.
Mir ging Es um die Trimmerle welche die Höhen im Aufnahmezweig verändern -> Steht dort Einer falsch wird das Deck bzw. dessen zuständiger Prozessor Das bei Aktivierung ausgleichen soweit im Regel - / Ausgleichbereich liegend, unabhängig von einer zuvor korrekt justierten Wiedergabe - Höhenentzerrung .,a095 :give_rose:
Hach - irgendwie fehlt mir Das hier öfter ... :__y_e_s: :drinks:.
MfG
Andreas
Behauptungen hin, Trimmerle her: ich habe noch 20 min zu tun:
(http://forum2.magnetofon.de/bildupload/J_P_2010.2.jpg)
und dann stoße ich mit Dir mit einem karfreitäglichen Glas Rotwein auf einen der passenden Smilies an.
Prost!
Pit
Zitat von: AndreasTV am Freitag, 02.April.2010 | 12:36:46 Uhr
Na Ja - meiner Ansicht nach wird j amit den von Matthias besonders "deklarierten" Trimmern der HF - FG für / bei einer normgerechten Wiedergabe - Kassette eingestellt ...
Jene Potis, die ich in den letzten Posts meinte, waren
nicht die im Wiedergabezweig, sondern die für die Aufnahmeentzerrung (R135, 136, 140, 141, 142, 145, 150, 151) bei 10kHz und 18kHz.
Tja, und was kommt dabei heraus, wenn das Aufnahmeergebnis auf 'diesem' Recorder in Ordnung ist, wenn es anschließend auf einem 'fremden', der normgerecht eingestellt ist, abgespielt wird? Einmal dürft ihr raten...
PvS
PS: meine Passion ist im Kasten, lediglich ein 'out of memory error', na ja...
Kurze Anmerkung noch dazu:
Zitat von: AndreasTV am Freitag, 02.April.2010 | 04:23:18 Uhr
Matthias,ob Es nun letztendlich noch ein paar Geräte - so wie Du Es anführst - benötigt um an die Grenzen des Technischen zu gelangen darf ich bezweifeln :give_rose: ...
Ne, ne - es bedarf vrmtl. noch einiger Decks unter meiner Fuchtel, bis ich's als "ewig Gestriger" auch gerafft habe, daß die MC so ihre Tücken hat :grinser:
Zitat von: AndreasTV am Freitag, 02.April.2010 | 04:23:18 Uhr
Wie Du gerade in den letzten Wochen selbsterlebt hast gibt´s halt Gegebenheiten welche man(n) akzeptieren muss.
Es juckt mich da immer wieder der Gedanke, selbst ein Deck zu bauen. Zusammengestellt aus den jeweils besten Teilen der diversen "High-Lights".
Allein der Aufwand für sowas hat mich bislang abgehalten :flööt:
Zitat von: AndreasTV am Freitag, 02.April.2010 | 04:23:18 Uhr
Eventuell wären dann einige von diesen "High - High - End" - Gräten an ein paar Individualisten wie Uns verkauft worden - der Massenmarkt war aber schon längst das Ziel und ein Unternehmen muss Umsatz sehen.
Der noch zu erreichende Zugewinn an technischen Finessen hätte einen unerhörten Aufwand bedeutet ...
Jepp, hast schon recht - rational betrachtet.
Ich frag' mich halt, was z.B. draus geworden wäre, wenn man z.B. das Band aus der Kassette ausgefädelt hätte und à la TB den TK'en zugeführt hätte um z.B. die Unzulänglichkeiten der Kassettengehäuse endlich mal auszuschließen.
Dann sieht man mit der heutigen Computerisierung vlt. auch so manche Aufgabe einfacher. Da liesen sich z.B. gut und gerne mal ganze FFT Algorithmen drin unterbringen, was so ein Deck vlt. intern zu 80% zum Meßgerät hätte machen können, nur mit dem Sinn und Zweck noch besser einmessen zu können.
Klar - alle unerhörter Aufwand, den in der "Sterbephase" der MC eh schon keiner mehr bezahlt hätte.
Mir als Techniker tut's halt leid, daß man es nie versucht hat.
Dennoch hat die MC für mich immer noch unschlagbare Vorteile, die mMn auch ihre Daseinsberechtigung nach wie vor rechtfertigen.
Meine Kinder (10 und 11) haben z.B. keinerlei Probleme ihre "3 Fragezeichen" aus der Bücherei auf MC zu überspielen.
Rippen und in MP3 konvertieren ginge für die beiden heute noch nicht.
Das Beste in der heutigen "Download-Zeit" ist aber, daß alle meine Kopien auf MC kopierrechtlich vollkommen im grünen Bereich liegen und ich meinen Kindern hier ein gutes Vorbild sein kann - auch wenn der Unterschied zwischen legalen MC Kopien und illegalen MP3 einem 10-Jährigen nur schwer zu erklären sind .,a015
Fakt ist, daß ich seit gut 2 Jahren fast nichts mehr auf CD brenne, sondern alles auf MC gebannt wird. Die Qualität finde ich als ausgesprochen gut und steht meinem Geschmack nach der CD nur unwesentlich nach - aber da gibt's andere Meinungen und ich gebe zu, daß ich emotional "pro MC" geprägt bin .,a020
Objektiv kann ich da deswegen vrmtl. gar nicht mehr sein raucher01
Zitat von: kuni am Freitag, 02.April.2010 | 20:01:25 Uhr
Ich frag' mich halt, was z.B. draus geworden wäre, wenn man z.B. das Band aus der Kassette ausgefädelt hätte und à la TB den TK'en zugeführt hätte um z.B. die Unzulänglichkeiten der Kassettengehäuse endlich mal auszuschließen.
Auch in diese Richtung ist schon vor über 30 Jahren experimentiert worden.
Zum Beispiel bei Luxman:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/LuxmanPrototype1.jpg)
http://www.thevintageknob.org/INVISIBILIA/OTHERS/luxman-X3K.html
Gruß Ulrich
Moin Moin :).
@ Peter: Ich weiß - meine Smilys :_sorry: :give_rose:.
Erinnere Dich bitte kurz an meine ersten Schriebe hier mit meinem BX - 500er ->
Da fiel der Höhen - FG ja aufgrund des abgedudelten TKs bei einem um - 6 dB ab, trotzdem ließ die Aufnahme - Automatik fast jede Kassette automatischeinmessen => Auf einem aber noch tadellos spielendem AZ - 6er (Der wirklich noch gute FG ist ja in einem Thread von mir gepostet worden wo´s um den AudioAnalyzer ging ;) - war dann ja logischerweise die Höhenwiedergabe extrem zu hoch (Klar - die eben angeführten - 6 db _Verluste wurden ja buchstäblich "Ausgemessen" bzw. "Weggeregelt") .,a020 ...
Aber davon ab: Prost :drinks: - und einen halbtrockenen Roten habe ich sogar als eigentlich Nicht - Wein - Trinker sogar noch hier :;aha.
Ulrich hat ja schon ein Beispiel für das Konzept mit heraus gezogenem Band gebracht ...; DAT hätte man auch nehmen können.
Matthias, Du wirst mit Sicherheit noch einige Decks sezieren und einstellen - Das steht für mich außer Frage.
So, nun wünsche ich Allen noch einen schönen Abend und ich gehe ein Zimmer weiter die Kanäle / Programme des Kabelreceivers sortieren ...
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Freitag, 02.April.2010 | 21:08:50 Uhr
[...]
Erinnere Dich bitte kurz an meine ersten Schriebe hier mit meinem BX - 500er ->
Da fiel der Höhen - FG ja aufgrund des abgedudelten TKs bei einem um - 6 dB ab, trotzdem ließ die Aufnahme - Automatik fast jede Kassette automatischeinmessen => Auf einem aber noch tadellos spielendem AZ - 6er (Der wirklich noch gute FG ist ja in einem Thread von mir gepostet worden wo´s um den AudioAnalyzer ging ;) - war dann ja logischerweise die Höhenwiedergabe extrem zu hoch (Klar - die eben angeführten - 6 db _Verluste wurden ja buchstäblich "Ausgemessen" bzw. "Weggeregelt")
[...]
Moin Andreas v.F.
ich erinnere mich nicht mehr so genau daran, und die hervorragend mißfunktionale Suchfunktion hier im Forum hat mich auch nicht zurückgebracht. Du kannst ja mal einen link in Deinen Beitrag einbauen, wenn Du mit den Ostereiern durch bist und den zugehörigen Faden selbst ausgegraben hast.
Frohes Finden!
PvS
Vorsicht:
Aufsprech-Equalizing und Vormagnetisierungseinstellung sind keineswegs dasselbe und haben bei Veränderung auch keineswegs dieselben Folgen, weil die Vormagnetisierung neben dem Frequenzgang auch noch Empfindlichkeit, Klirrfaktor und Aussteuerbarkeiten des Bandes beeinflusst. Hier muss man bekanntlich für den Hf-Strom ein vergleichsweise eng begrenztes Optimum einstellen, dessen 'Signale' man über den Frequenzgang sehr leicht erfassen kann. Etwaig erforderliche Freqeunzgangkorrekturen werden dann aber bei band-/kopfspezifisch günstigem Hf-Strom über das Equalizing besorgt. Die Studeraner holten sich für ihre Einmesseinreichtung also möglichst viele Fixpunkte ins Boot.
Das häufige Fehlen der (Aufnahme-)Equalizer darf einen die Einflüsse der VM auf Empfindlichkeit, Klirrfaktor und Austeuerbarkeit nicht vergessen lassen. Zu Korrekturzwecken der Hartware taugt die VM nur sehr, sehr begrenzt.
Urichs Luxman-Hinweis oben dazu, dass man sehr früh, letztlich von Anfang wusste, wo die Achillesferse des Cassettenvefahrens liegen würde, wenn man hohe Qualitäten anstrebte, fordert uns zusätzlich auf, immer den historischen Ablauf der Hochwertigkeitsentstehung beim Cassettenrecorder im Hinterkopf zu behalten, weil die Tage dieser Technik mit völlig anderen Zielsetzungen als denen einer 'HiFi-Wiedergabe' begannen.
Hans-Joachim
'n Abend zusammen,
Zitat von: uk64 am Freitag, 02.April.2010 | 20:28:22 Uhr
Auch in diese Richtung ist schon vor über 30 Jahren experimentiert worden.
Zum Beispiel bei Luxman:
Ja Ulrich, genau diesen "Versuch" meinte ich. Soweit ich weis blieb's da bei Luxman aber bei einem Prototypen.
War wahrscheinlich zu teuer für den Markt.
Nochwas:
Der eine oder andere hat's vlt. schon gesehen, aber weil's auch hier her gehört, möchte ich noch folgendes verlinken:
Ich hatte mal diverse Kassetten mit dem Eumig ausprobiert und die FG durchgemessen.
Gleiches habe ich nun auch mit dem Revox gemacht.
Die Ergebnisse finden sich in 5 Teilen ab hier:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5286.msg140682#msg140682
Die jeweiligen Pendant-Schriebe mit dem Eumig sind dort jeweils nochmal verlinkt.
Im Vergleich zum Eumig fällt auf, daß das Revox die jeweiligen Bandspezifika tendenziell doch eher "eindampft" als das Eumig.
Das Eumig scheint hier doch eher vom Band selbst anzuhängen, bzw. davon zu profitieren (oder eben auch nicht).
D.h. das Revox schafft es mit seinem Einmesscomputer doch eher, die FG in Richtung linear "hinzubiegen", was das Eumig in der Qualität dann doch nicht hinbekommt.
Das ist mMn schon ein Zeichen dafür, daß der Einmesscomputer des B215 zu den besseren (dem Besten ??) zählt und das Deck als "Reprduktionsgerät" prädestiniert.
Und noch ein Ergebnis des Tages sei erwähnt:
Beim B215 hatte ich den K3 (TDK-SA und Dolby aus) = 0,75% gemessen.
Gleiches heute nochmal mit dem Eumig veranstaltet.
Da liegt der K3 = 0,47%, allerdings hat's da dann noch erheblich größere Anteile auf den anderen Oberwellen, die beim Revox schwächer ausfallen.
Revox B215 (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Revox_B215_K3_333Hz_0dB_Dolby_aus_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Revox_B215_K3_333Hz_0dB_Dolby_aus_TDK-SA.jpg)
| Eumig FL-1000 (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Eumig_FL-1000_K3_333Hz_0dB_Dolby_aus_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Eumig_FL-1000_K3_333Hz_0dB_Dolby_aus_TDK-SA.jpg)
|
Hi Matthias,
ich werde mich einmal ausführlich nach meiner REHA zu dem B-215 "melden" und dann auch hoffentlich die Zeit für die Vergleichsmessungen finden.
Mahlzeit :).
Mmhh - das Revox wird beim automatischem Einmessen wohl auch die Frequenz um ca. 3 - 4 kHz berücksichtigen - ds "Eumelinchen" eher nicht .,a095, daher könnten diese "Buckelchen" herrühren ...
Gibt aber Schlimmeres und wird im normalem Abspielbetrieb nicht wirklich störend in Erscheinung treten bzw. wahrnehmbar sein .,70.
@ Pit: Den Link filter ich nachher raus :__y_e_s:.
EDIT: Ach - warum bis nachher warten .,35 ->
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4400.0.
Da müsste Es eigentlich drin stehen ...
MfG
Andreas
Zitat von: kuni am Samstag, 03.April.2010 | 21:09:02 Uhr
[...]
und das Deck als "Reproduktionsgerät" prädestiniert.
[...]
... nichts anderes soll es tun als authentisch und staubfrei reproduzieren und 'ausbügeln' resp. 'eindampfen'...
häsische Ostergrüße,
PvS
Zitat von: P.Nieratschker am Sonntag, 04.April.2010 | 08:11:01 Uhr
... nichts anderes soll es tun als authentisch und staubfrei reproduzieren und 'ausbügeln' resp. 'eindampfen'...
Genau :_good_:.
Eigentlich hatte ich nichts anderes erwartet, bzw. erhofft.
Schließlich wird ja gerade Revox eben diese Reproduktionseigenschaft nachgesagt und eben dem B215 im speziellen auch einen herausragend arbeitenden Einmesscomputer. Mit den o.g. Untersuchungen wollte ich auch nicht mehr und nicht weniger, als eben (für mich) herausbekommen, ob dem wirklich so ist, oder ob es sich mal wieder um so'ne hartnäckige Behauptung handelt, die durch die Szene geistert.
In diesem Punkt hat das B215 die Erwartung (also zumindest meine) deutlich getroffen/übertroffen.
Irgendwie war mir die Tage noch etwas "langweilig" raucher01, also hab' ich mal ausprobiert, was denn eigentlich so rauskommt, wenn man eine Aufnahme auf dem Revox auf'm Eumig wiedergeben würde und anders herum.
So here it goes:
Mit TDK SA
Aufnahme auf dem Revox (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_01_CrossCheck_Rec_Revox_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/01_CrossCheck_Rec_Revox_TDK-SA.jpg)
| Wiedergabe auf dem Eumig (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_02_CrossCheck_Play_Eumig_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/02_CrossCheck_Play_Eumig_TDK-SA.jpg)
|
Aufnahme auf dem Eumig (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_05_CrossCheck_Rec_Eumig_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/05_CrossCheck_Rec_Eumig_TDK-SA.jpg)
| Wiedergabe auf dem Revox (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_06_CrossCheck_Play_Revox_TDK-SA.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/06_CrossCheck_Play_Revox_TDK-SA.jpg)
|
Mit TDK SA-X
Aufnahme auf dem Revox (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_03_CrossCheck_Rec_Revox_TDK-SA-X.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/03_CrossCheck_Rec_Revox_TDK-SA-X.jpg)
| Wiedergabe auf dem Eumig (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_04_CrossCheck_Play_Eumig_TDK-SA-X.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/04_CrossCheck_Play_Eumig_TDK-SA-X.jpg)
|
Aufnahme auf dem Eumig (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_07_CrossCheck_Rec_Eumig_TDK-SA-X.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/07_CrossCheck_Rec_Eumig_TDK-SA-X.jpg)
| Wiedergabe auf dem Revox (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_08_CrossCheck_Play_Revox_TDK-SA-X.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/08_CrossCheck_Play_Revox_TDK-SA-X.jpg)
|
Soweit also das mit der "Austauschbarkeit" raucher01 ...
... aber es sieht komischerweise wüster aus, als es ist - hörbar verschlechtern oder verbessern tut sich nämlich in meinen Ohren nicht viel .....
Zitat von: kuni am Sonntag, 04.April.2010 | 20:06:30 Uhr
[...]
Soweit also das mit der "Austauschbarkeit" raucher01 ...
... aber es sieht komischerweise wüster aus, als es ist - hörbar verschlechtern oder verbessern tut sich nämlich in meinen Ohren nicht viel .....
[...]
Soweit also zum Thema 'Relevanz' der 2 dB 'Buckel' oder 'Löcher' im angestrebten Superfrequenzgang, vulgo Toleranzschlauch. Möglicherweise revidieren sich mit dieser Aussage auch die völlig unnötig an eine Skala geklebten Linearitätserwartungen, die zu Beginn der Messarie in den leeren Raum gestellt wurden. Die Praxis kehrt zurück.
Was nun den Sternenstaub betrifft, so denke ich mir meinen Teil beim Betrachten der Eumig-Biegungen...
Für mich ist schon lange klar, wer die Königin ist und wer die Sklavin.
PvS
Frohe Ostern, Pit.
Der "Sternenstaub" lässt dich wohl nicht mehr los .,a015
Ich glaube, du misst dem viel zu große Bedeutung zu. Irgendwas ist beim eumig halt anders. Erfreulicherweise erlebt man es positiv. Um es zu kommunizieren, war ein Begriff notwendig.
Ist halt wie mit der Seele. Irgendwas ist da, aber wir können es nicht messen, oder absolut definieren. Trotzdem hat der Begriff seine Berechtigung.
Wäre schön gewesen, wenn man es hätte finden / erklären können und damit übertragbar wäre. Nun ist dem leider nicht so.
Ich wußte nicht, daß der Begriff schon von Voodoo-gläubigen belegt wurde. Solche Inhalte solltest du dabei außer acht lassen.
Vielleicht hat der eumig auch eine Seele. Das wird ja manchen Maschinen durchaus zugesprochen (z.B. Dampfloks). Da habe ich wieder ein Problem im Bezug auf den eumig. Der Begriff ist mir zu sehr schon von Kirche & Co geprägt. Außerdem trifft es nicht gut, finde ich.
Aber ich sage dir, da ist was anders. Mir jedenfalls real genug, um es zu kommunizieren bzw. zu hinterfragen.
Wenn mein drittes ASC fertig ist, wird der eumig gehen müsen. Wie schwer mir das jetzt schon fällt, erlebe ich auch ganz real. Den "Sternenstaub" auch in die ASC füllen zu können, wäre die perfekte Löung gewesen.
Ich werde es aber überleben. Sind ja nur ganz feine Unterschiede.
Lass dich nicht beirren und einen schönen Feiertag, Arnulf. .,a095 :drinks:
Zitat von: P.Nieratschker am Sonntag, 04.April.2010 | 20:57:26 Uhr
Soweit also zum Thema 'Relevanz' der 2 dB 'Buckel' oder 'Löcher' im angestrebten Superfrequenzgang, vulgo Toleranzschlauch.
...
Die Praxis kehrt zurück.
Jepp, sieht wohl so aus :drinks:
Zitat von: P.Nieratschker am Sonntag, 04.April.2010 | 20:57:26 Uhr
Was nun den Sternenstaub betrifft, so denke ich mir meinen Teil beim Betrachten der Eumig-Biegungen...
Genau sowas dachte ich mir bei den Messungen nun letzten Endes auch.
Zitat von: Araso am Sonntag, 04.April.2010 | 22:35:39 Uhr
Irgendwas ist da, aber wir können es nicht messen, oder absolut definieren.
Wäre schön gewesen, wenn man es hätte finden / erklären können und damit übertragbar wäre. Nun ist dem leider nicht so.
Na ja, mMn läßt sich der "Sternenstaub" am ehesten mit der Höhenbetonung bei 18kHz des Eumig erklären, wenn ich mir das alles genau ansehe...
Zitat von: P.Nieratschker am Sonntag, 04.April.2010 | 20:57:26 Uhr
Für mich ist schon lange klar, wer die Königin ist und wer die Sklavin.
Ich kann's mir denken .... :flööt:
... aber es kommen hier schon auch Vorlieben mit ins Spiel. Das ist die unsere Diskussion in einem anderen Thread, als es um die Nakamichi ging.
Bzgl. Verarbeitung hat bei mir das Eumig die Nase vorne. Servicetechnisch geben sich beide nicht viel, aber wenn man die reine Verarbeitungsqualität betrachtet ist das Eumig solider.
Unter Berücksichtigung, daß (wenn) man zu denen gehört, die selbst reparieren können wollen, dann ist das Eumig die bessere Wahl. Die uC Technik des Revox liese sich selbst wohl nicht mehr in Gang bringen, wenn da mal was futsch geht.
Kann man nicht selbst reparieren, oder läßt das lieber vom Profi machen, dann ist wiederum das Revox die bessere Wahl, wegen des noch exitierenden Service.
Das LW des Eumig ist eigen, läßt sich aber mit viel eigenem Engagement wieder flot machen. Wie's hier beim Revox aussieht kann ich nicht sagen, schließlich hatte ich das LW nicht auseinandergebaut.
Von daher mein Votum: Falls selbst reparieren angesagt ist, dann Eumig - sonst Revox.
Bzgl. klanglicher Eigenschaften kommt's auf die Vorlieben an.
Das Eumig hat für mich den besseren Klang, wenn auch nur marginal besser. Es ist einfach einen Tick transparenter (um nicht wieder den Begriff "Sternenstaub" zu strapazieren .,70), etwas dynamischer und druckvoller im Baß. Aber wie gesagt, es sind nur Nuancen.
Das Revox ist hier neutraler, halt "reproduzierender".
Die LW Eigenschaften des Revox sind besser, wobei hier ja auch 10 Jahre zwischen den Geräten liegen. Das Revox LW schafft es ganz offensichtlich das Band doch stabiler an den Köpfen vorbei zu bewegen. Man sieht das z.B. ganz deutlich am Zappeln des MVM Zeigers, wenn man bei hohen Frequenzen mißt, bzw. auch am Zappeln der Lissajous Figuren bei der Azimut Einstellung.
Nichts desto trotz hat das Eumig ein LW, das ebenfalls sehr gute Werte liefert. Die Sache mit dem Doppel-Capstan beim Revox hat Vorteile, wenn das LW funktioniert. An einem Akai GXC-760 hatte ich hier aber schon Probleme, weil der linke Capstan nicht richtig lief und es mir immer wieder Bandschlaufen geworfen hat. Sowas passiert einem beim Eumig wegen des Single-Capstans halt nicht. Das alles ist aber eben auch nur relevant, wenn das LW nicht richtig funzt und davon gehen wir im Normalfall ja nicht aus.
Wer viel aufnimmt und das auch mit unterschiedlichen Bändern tut, der ist allein deswegen mit dem Revox besser bedient.
Das scheint mir der gravierendste Vorteil des Revox zu sein.
Unterm Strich für mich ein Unentschieden, zwischen den beiden Geräten.
Ich für meinen Teil werde beide behalten und auf dem Revox künftig verstärkt aufnehmen. Für die Musikwiedergabe wird aber das Eumig bei mir der Platzhirsch bleiben, einfach weil mich der Klang des Teils mehr fasziniert.
PS:
Zitat von: Araso am Sonntag, 04.April.2010 | 22:35:39 Uhr
Wenn mein drittes ASC fertig ist, wird der eumig gehen müsen.
Ne oder ? .,c045
In diesem Sinne noch ein schönes Oster WE :drinks:
PS2:
Die Meinungen der anderen zum "Who's the king ?" würde mich nun aber schon auch noch interessieren...
Zitat von: kuni am Montag, 05.April.2010 | 13:11:42 Uhr
Bzgl. klanglicher Eigenschaften kommt's auf die Vorlieben an.
Das Eumig hat für mich den besseren Klang, wenn auch nur marginal besser. Es ist einfach einen Tick transparenter (um nicht wieder den Begriff "Sternenstaub" zu strapazieren .,70), etwas dynamischer und druckvoller im Baß. Aber wie gesagt, es sind nur Nuancen.
Das Revox ist hier neutraler, halt "reproduzierender".
Darauf sollte man sich vielleicht einigen. Ich erlebe den Unterschied eumig - ASC ähnlich.
PS:
"Wenn das dritte ASC fertig ist, wird der eumig gehen müssen"
Ne oder ? .,c045
Doch leider. Für mein Gebaren sind drei gleiche einfach sinnvoller. Und für mehr ist kein Platz. Es wäre schade, den eumig dann einzulagern und nicht zu benutzen, während jemand anderes sich darüber freuen würde.
Konnt' ich's also nicht lassen ....
... also hab' ich mir gerade mal den "alten" Bruder des B215, also ein B710 geschossen.
Würde mir wohl sonst langweilig werden :_tease:, nachdem alle meine Decks nun wieder soweit fit sind.
Bin schon gespannt, was da so die Unterschiede zum 215 sind...
Hi Matthias,
nun willst Du es aber wissen.... :_yahoo_: ... Hast Du einen MK I oder II? Einfachstes Unterscheidungsmerkmal Dolby B oder B+C.
Hi Jürgen,
ja kann man so sagen, daß ich's wissen will ;-)
Ich habe in den letzten Tagen häufiger mal was aufgenommen und kreuz und quer durch meine Decks gehört.
Das Gardiente scheint doch noch nicht ganz fit zu sein - es leiert etwas und zwar hörbar.
Lustigerweise nur sporadisch. Ich vermute, daß das evtl. mit Wärme und sich dann lösendem Fett (oder so) zu tun haben könnte.
Mein Pioneer CT-F650 macht trotz "Idler-Kur" - die ich vor einigen Monaten gemacht habe - auch wieder Zicken und läuft nicht so richtig an.
Das Akai GXC-760D verkuddelt mir immer mal wieder sporadisch die Bänder beim Umspulen, vor allem bei sehr leichtgänigen MC's.
Da war ich auch schon oft dran, komme aber nicht drauf an was das liegt und hab' jetzt irgendwie auch nicht mehr so die Lust da Zeit zu investieren.
Ich laß' es halt nur noch abspielen und vermeide Spulereien auf dem Deck.
Das ist so einfach keine Basis und ich hab' ziemlich die Schauze voll von so "halb ausgegorener Technik", vor allem von den einmotorigen Kisten mit Idler.
Deswegen kommen mir nur noch 1a Decks ins Haus, mit hochwertiger Technik.
Längerfristig steht ein Tandberg TCD-3004/3014 noch auf dem Plan, bzw. eines der silbrigen/champagnerfarbenen ASC's, die Arnulf mal gezeigt hatte.
Für die Dinger braucht's aber noch etwas Geduld.
Das Gradiente zerlege ich nicht mehr. Das geht vrmtl. ins Kinderzimmer meiner Tochter (so bald ich dort Platz gefunden habe).
Was ich mit dem Pio und dem Akai mache weis ich noch nicht genau. Die Optik ist halt sensationell, aber mindestens eins davon wird Platz machen müssen.
Die letztens gemachten Aufnahmen vom B215 sind Klasse, hören sich aber auf dem Eumig nicht ganz so transparent an, als wenn sie auf dem Eumig gemacht wurden.
Andersrum, also Aufnahme auf dem Eumig und abspielen auf den anderen Decks, ist alles in allem etwas höhenbetonter.
Meine Abspielvergleiche, die ich hier im Thread gemacht hatte, zeigen das ja auch.
Das B215 wollte ich wegen seines universelleren Einmeßcomputers ja eigentlich als Aufnahmedeck nehmen, aber ich denke ich werde doch wieder das Eumig zur Aufnahme heranziehen.
Frequenzgänge hin oder her, das Hörergebnis ist lezten Endes entscheidend. Damit wären die Vorteile des B215 gegenüber dem B710 nicht mehr ganz so relevant.
Zudem werde ich mit dem "Kreutzworträtseldesign" des B215 nicht so ganz warm. Da muß ich mich noch entscheiden.
Zuerst mal sehen wie sich das B710 so schlägt. Ich schätze, daß es gegenüber dem B215 keine Nachteile bergen dürfte, mal abgesehen von den unterschiedlichen Ausstattungsdetails, die sich aber für meinen Anwendungsbereich nun einigermaßen relativieren.
Evtl. hatte ich mir schon mal angedacht, für das B215 eine Alublende anfertigen zu lassen (sozusagen als Einlage über die Kunststoffolie der Frontplatte), aber mit der Idee will ich auch noch nicht ganz warm werden. Bis sich hinsichtlich Tandberg/ASC dann mal was ergibt, dachte ich mir, werde ich mal noch Erfahrung mit dem B710 sammeln.
Das B710 habe ich ja erst gestern ersteigert, hab's also noch nicht hier.
Scheint ganz gut in Schuß zu sein (lt. Auktionstext). Lediglich ein leichtes Quitschen sei aus dem LW hörbar, aber das bekomme ich in Griff.
Wenn ich's recht weiß, dann hat's nur Dolby B, scheint dann also ein MK I Gerät zu sein. Eh egal, weil von Dolby bin ich geheilt.
Für 226€ habe ich wahrscheinlich auch kein echtes Schnäppchen gemacht, aber ich schätze den Preis als ok ein (auf jeden Fall dafür wieder verlustfrei zu verkaufen).
Übrigens ging mein zweites Eumig dann ja doch noch über die 300€ Schallmauer. Daß mir den Arbeitsaufwand keiner zahlt war mir eh klar, aber 300€ hatte ich mir als Minimum gesetzt - ist also schon ok.
Es wird über einen Bekannten des Käufers erst mal innerhalb D verschickt, kommt dann aber über jenen Bekannten nach Moskau. Mit dem Käufer dort hatte ich schon etwas Mailkontakt und er scheint auch ein Fan zu sein. Immerhin kommt es dann vlt. in Hände, die es auch zu würdigen wissen. Ist mir lieber als irgend ein anderer Heini.
Moin,
mit dem 710er wirst du deinen Spaß haben, es ist ein Super Tape. Ich habe nur noch zwei hier. Aber nach dem ich die Laufwerke überholt habe zicken die nicht mehr rum. Leider stehen sich diese Tapes kaputt wenn sie nicht benutzt werden.
Am besten beide Capstanwellen vorsichtig ausbauen , reinigen , mit einem Tropfen Öl versehen und alles ist schön.
Wie gesagt es sind super Tapes und optisch schöner als die 215/721er.
Gruß Heinzmen
Aufgrund dieses unseligen Bediendesigns der 215 wäre eine 710 auch meine bevorzugte Wahl. Schade, das die anderen Decks sich so unvollkommen geben, scheint als hätte ich mit meinem K-560 ein Glücksgriff gemacht, lediglich in der letzten feinsten Hochtonauflösung macht sich im Vergleich zu moderneren Decks das fehlende HX-Pro bemerkbar. Aber es läuft für seine bald 30 Jahre wie ein Uhrwerk, ganz ohne Probleme. Ich freue mich schon auf das KX-930, welches schon zur Aufarbeitung bereit steht, das wird dann mein"King". Ich wünsche Dir, das Du im 710 das findest, was Du gesucht hast.
Hi Leute,
ich habe mir mal erlaubt, die B710 bezogenen Themen in einen eigenen Beitrag zu bringen:
--> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=5425.0
Hab' dort auch diesbezüglich geantwortet.... :_hi_hi_: