Hi zusammen,
ich war die letzten beiden Wochen im Urlaub in Brasilien und es begab sich, was sich sonst noch nie ergeben hat :_tease: :
Zunächst war ich Sonntags auf einem Flohmarkt der brasilianischen Art. Man nennt das dort "barganha" und bekommt so ziemlich alles was man im Leben so braucht - vom Topf über allerlei Kabel, bis zum Lenkrad für 'nen VW Käfer, sogar iPod's (die ich allerdings für geklaut gehalten habe).
Tja und da stand dann an einer Strassenecke ein älterer Herr, der neben allem möglichen Plastik-Hifi-Ramsch, das folgende Deck stehen hatte:
(http://www.abload.de/thumb/gradiente_cd5300_01qk2a.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=gradiente_cd5300_01qk2a.jpg)
(http://www.abload.de/thumb/gradiente_cd5300_024nic.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=gradiente_cd5300_024nic.jpg)
(http://www.abload.de/thumb/gradiente_cd5300_038lzx.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=gradiente_cd5300_038lzx.jpg)
Es handelt sich hierbei um ein Gradiente CD-3500 aus dem Jahre 1977. Gradiente ist ein recht renomierter brasilianischer Hersteller, den es heute noch gibt.
Damals hatte Gradiente aber ohne weitere Kooperationen - wohl in der Freihandelszone von Manaus - produziert. So habe ich das auf jeden Fall auf brasilianischen Seiten nachgelesen. Das CD-3500 ist laut diesen Quellen also eine Eigenentwicklung gewesen.
Alles in allem ein 0815 Gerät, aber sehr robust gebaut. Mit einem Laufwerk, das von der Solidität an die alten Akai's erinnert.
In Brasilien hat man ja überwiegend 110V, deswegen ist es um so schicker, daß sich das Deck auf 220V umschalten läßt.
Hatte man damals evtl. sogar exportiert .,a015 - auf jeden Fall hat es auch einen DIN Anschluß.
Ein erster Test ergab schon an Ort und Stelle, daß es weitgehend funktioniert. Die Dorne drehen etwas schmalbrüstig, aber nach Öffnen ist nun ziemlich klar, daß das an einem ausgelutschten Riemen liegen dürfte - der zeigt schon Risse.
Wenn man das Dolby einschaltet, dann bleibt ein Kanal stumm. So wie ich in brasilianischen Foren gelesen habe, sitzt die Dolby-Schaltung auf einer eigenen Platine und die dürfte vermutlich verdreckte Kontakte haben.
Ein Manual hat sich bisher noch nicht gefunden, aber da bin ich dran. Wenn alle Stricke reißen, dann ist es in Brasilien käuflich zu erwerben (für R$15,00, das sind rund 5€).
Mehr Infos zu dem Deck und zu Gradiente, gibt es übrigens hier (in portugiesisch):
http://www.audiorama.com.br/gradiente/tape_deck.htm#CD-3500 (http://www.audiorama.com.br/gradiente/tape_deck.htm#CD-3500)
Das war also der erste Fund. Kostete R$30,00 (~10€).
Ein paar Ecken weiter mußte ich leider eine imposante Tuner/Amp Kombi von Bravox stehen lassen. Auch im 70'er Alu-Design mit Rackgriffen, aber monströs groß und schwer. Wären für "schlappe" R$200,00 zu haben gewesen - wenn da nur nicht der Transport gewesen wäre ;0003
Wieder etwas weiter ein Gradiente Plattenspieler, dessen Innenleben von Garrard stammt. Leider hat das Gewicht gefehlt.
Daneben noch ein Plattenspieler aus Anfang der 70'er von Sharp. Schien iO zu sein, hat mir aber nicht gefallen und wäre zum mitnehmen auch zu groß gewesen.
Ein paar Tage später waren wir (meine Frau und Kinder waren auch mit dabei) dann bei einem Verwandten meiner Schwiegermutter. Jener Onkel ist Hobbyfunker und ebenfalls Audio-Liebhaber. Hatte auch eine Bravox Anlage zu Hause und einen Gradiente/Garrard Plattenspieler.
Als ich ihm von meinem Hobby erzählt habe, ging er auf den Dachboden - in sein Funkerzimmer - und kramte unter einem Stapel alter brasilianischer Röhrenradios (alle samt Marke Gradiente) folgende "Schönheit" aus:
(http://www.abload.de/thumb/akai_gxc75d_01u0hm.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=akai_gxc75d_01u0hm.jpg)
Versehen dann mit den netten Worten: "Wenn Du magst, nimm's mit - tut aber nicht".
Bei sowas laß ich mich nicht zweimal bitten, auch wenn mir beim Gedanken an den Transport per Flieger etwas flau im Magen wurde.
Leider ist die Aluabdeckung komplett kaputt, ein Knopf fehlt und es ist ein 110V Gerät. Ansonsten funktioniert es aber.
Btw: Hierzu suche ich noch
- ein Akai GXC-75D Schlachtgerät (siehe http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4603.0 (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4603.0))
- und das SM
So kam es also zu ganz netten Mitbringseln. Das Transportproblem wurde anschließend in einer ganz anderen Richtung spannend.
Pro Person hatten wir 36kg bei 2 Gepäckstücken frei. Soweit also kein Problem.
Allerdings glaubt man gar nicht, wie schwierig es sein kann in manchen Ländern an geeignete Kartons und Noppenfolie zu kommen.
Nach halbtägiger Suche in etlichen Läden wurde ich schließlich in einem Süßwarengeschäft fündig und die beiden Geräte traten ihren Heimweg in Kartoffel-Chip-Kartons der Marke "Panco" an (sind übrigens leckere Chips :_yahoo_:).
Soweit dies :shok: - ich berichte weiter, wenn es an die Reparatur geht :_55_:
Zitat von: kuni am Montag, 08.Juni.2009 | 15:59:01 Uhr
Nach halbtägiger Suche in etlichen Läden wurde ich schließlich in einem Süßwarengeschäft fündig und die beiden Geräte traten ihren Heimweg in Kartoffel-Chip-Kartons der Marke "Panco" an (sind übrigens leckere Chips :_yahoo_:).
...auch nach dem Leerfuttern von zwei Kartons...? :smile
Na das sind ja mal zwei tolle Exoten :_good_: Viel Spaß beim Herrichten, ich schaue hier wieder rein. :_hi_hi_:
Zitat von: Captn Difool am Montag, 08.Juni.2009 | 17:06:46 Uhr
...auch nach dem Leerfuttern von zwei Kartons...? :smile
Ne, mußte ich nicht alle futtern, den Karton gab's auch so raucher01.
Das war glaube ich eh der 5kg Chips-Karton für Gewerbliche.
Sowas http://www.panco.com.br/prod_espec.aspx?linha=45&cod=156 (http://www.panco.com.br/prod_espec.aspx?linha=45&cod=156) war wohl mal drin :_good_:
Falls es interessiert:
Schaltplan des Gradiente CD-3500 hat sich übrigens gerade gefunden.
Auf der Seite http://audiolist.org/forum/viewtopic.php?p=5198 (http://audiolist.org/forum/viewtopic.php?p=5198)
gibt's einen Downloadlink
http://www.4shared.com/file/48859173/686e2d35/g...uemario_vol1.html (http://www.4shared.com/file/48859173/686e2d35/g...uemario_vol1.html).
In diesem ZIP ist es das File 2-13.tif.
Habe ich hier mal separat hochgeladen:
http://www.abload.de/img/gradientecd-3500schaltm5r0.tif (http://www.abload.de/img/gradientecd-3500schaltm5r0.tif)
Moin Moin!
Solche Geräte haben dann doch gleich eine eigene Persönlichkeit. Der individuelle Wert ist nicht messbar!
Ich freue mich schon auf Deinen weiteren Bericht!
Jepp, es wird mehr zum Thema geben, allerdings wird's etwas dauern, weil ich noch zwei Receiver offen habe, die kommen erst noch dran.
Dann die beiden Decks, weil bei beiden die Riemen fällig sind und ich dann bei Armin eine Sammelbestellung für beide Geräte aufgebe.
Oi caro amigo kuni,
interreassante de ver outra gente com relativos no Brasil...
Meu pai tambem tinha exactamete este K-7 Gradiente que voce consigiu no mercado de pulgas...
Abraco de um Brasileiro expotado pra Alemanha (e tambem redioamador como o teu amigo... gostei bastante da tua historia do Gradiente)
Udo (DL 8 WP)
Moin Udo!
Kann man das essen, oder lieferst Du uns noch eine Übersetzung? :_55_:
Hahahaha Marc.
Ich habe mal eine Übersetzungsprogramm genutzt:
Ergebnis:
Oi aufwendig Bekannter kuni , interreassante ab Anblick outra bevölkern com bezüglich kein Brasilien. Meu pai tambem tinha eben denen K -7 Gefälle welche grölen deponieren kein mercado ab Zoll. Bucht ab um Brasilianer expotado pra Deutsch ( Anschluß tambem redioamador als Durchschlag teu Bekannter. gostei genug eingeben tua Geschichte do Gefälle )
Sehr hübsches Kauderwelsch, was :grinser: :grinser: :grinser:
Man, sind so kostenlose Programme grausig :wallbash
Heinz-Werner
Dan warte ich doch lieber auf die Übersetzung von Udo..... :grinser:
Mist!!
Spanisch kann ich auch nicht :_55_:
Heinz-Werner
Brasilien...Portogiesisch ?
Udo wird es wissen.... :__y_e_s:
Zitat von: Heinz-Werner am Montag, 08.Juni.2009 | 20:31:31 Uhr
Mist!!
Spanisch kann ich auch nicht :_55_:
Heinz-Werner
Sorry für's OT: :smile
Das nützt Dir in Brasilien nicht viel... die reden da portugiesisch :drinks:
Man`O
Da war ich doch gedanklich in Mexiko bei den Konquistadoren :shok:
Ab und an ist man einfach zu blöde :shok:
Heinz-Werner
Hallo Mark und Heinz-Werner,
Mark, da hast Du völlig richtig gesehen, Brasilien = Portugiesich - Brasilien wurde 1500 von Pedro Alvarez Cabral entdeckt und war seinerzeit portugiesischen Kolonie....bis Anfang 18XX....
Also für die, die mit dem Übersetzungsprogramm nicht ganz schlau geworden sind:
Hallo lieber Freund Kuni,
schön hier im Forum noch andere Leute zu treffen, die Verwandtschaft in Brasilien haben.
Mein Vater besaß auch diesen Casettenrecorder von Gradiente, den Du auf dem Flohmarkt gekauft hast.
Ein Umarmung (das ist brasilianische Sitte) von einem Brasilianer, der nach Deutschland exportiert wurde (und der auch Funkamateur ist, wie Dein Freund (in Brasilien) ... mir hat Deine Geschichte des Gradiente Casettenrecorders gut gefallen )
Udo (DL 8 WP)
... dieser kleine Gradiente Recorder war gar nicht schlecht, der wurde noch "aus dem vollen " gebaut. Ist nicht das was man so landläufig als High End bezeichent, aber für den täglichen Gebrauch ganz ordentlich. Mit ein bisschen Pflege läuft der auch noch in 20 Jahren...
Viel Spaß damit !
Beste Grüße,
Udo (DL 8 WP)
Hi zusammen,
@Udo
Ich mach's mal auf deutsch :-handshake: :
Sehe ich das richtig ? - Du bist Brasilianer, namens Udo ? - Dann kannst Du/Dein Vater eigentlich nur aus dem Süden kommen, korrekt ?
Sagt man bei Euch eigentlich wirklich "mercado de pulgas" (wörtlich = Flohmarkt) ? Meine Frau ist Brasilianerin und kommt aus Taubaté/SP, dort heißt das dann nämlich "barganha".
Übrigens ist das Deck kein K-7, sondern ein CD-3500.
@alle
Ich habe selbst 2,5 Jahre in Brasilien gelebt und gearbeitet und dabei meine Liebe kennengelernt und portugiesisch gelernt. Mittlerweile ist das 12 Jahre her und seitdem leben wir in Deutschland. In all den Jahren waren wir fast jedes Jahr ein Mal in Brasilien und alles brasilianische Hifi ist mir dabei immer als Plastikschrott eher negativ aufgefallen.
Erst seit letztem Jahr wurde ich darauf aufmerksam, daß die Marke "Gradiente" (zumindest in den 70'ern) dort sowas wie "Telefunken" oder "Grundig" bei uns war. Für die Marken "Bravox" und "CCE" scheint das - zumindest bedingt - auch zu gelten. Soweit ich das beurteilen kann bedeutet das, daß da wohl keine Überflieger gebaut wurden, aber eben solide Geräte für's Volk. Über die "Audiorama" Web-Seite konnte ich mir dann ein Bild davon machen, daß es da durchaus nette Geräte gab' und es wuchs der Wunsch, einen solchen Exoten auch mal zu bekommen. Über "Mercado-Livre" (= sowas wie das bras. Ebay) ist mir dann aber auch schnell klar geworden, daß es auch in Brasilien eine Vintage Szene gibt (die sich übrigens im http://www.htforum.com/vb/ trifft = sowas wie das HF bei uns) und die Preise dementsprechend auch nicht gerade billig sind - selbst wenn man bras. Real (R$) in EUR umrechnet. Problematisch sah ich immer den Transport nach Deutschland. Da wir dieses Mal aber pro Person 36kg bei 2 Gepächstücken pro Person im Flieger frei hatten, war da eben nun mal die Zeit reif. Wie auch immer, ich bin eigentlich ohne größere Hoffnung dort was Vernünftiges zu bekommen auf den Flohmarkt gegangen. Anfänglich war's auch ganz wie erwartet: Plastik-Hifi wohin man schaut. Zunächst kam mir dann ein Gradiente Receiver aus den 70'ern unter, den ich aber nicht weiter beachtet habe, weil er diesen eigentümlichen "Technics-Oliv-Look" hatte und ich stehe auf silber. Danach eben o.g. Plattenspieler und es wuchs die Hoffnung in mir. Den Rest der Geschichte hatte ich eingangs erzählt. Einen Sonntag später, auf dem gleichen Flohmarkt war dann allerdings komplett tote Hose.
Übrigens begab sich auf dem Heimweg (mit dem Gradiente Deck unterm Arm) noch eine nette Anekdote. Wir sind noch in einer Bäckerei vorbei und da stand als "Hintergrundbeschaller" das passende Receiver-Pendant zu meinem CD-3500 Deck. Der Bäckereiinhaber fragte mich dann auch prompt, woher ich das Deck hätte und was ich dafür bezahlt hätte. Als ich ihm sagte, daß ich R$30 auf dem Flohmarkt 100m weiter bezahlt hätte, ist der schier vom Hocker gefallen. Für seinen Receiver hätte er vor einem Jahr R$200 bezahlt. Ich habe ihn dann angesprochen, ob er mir nicht den Receiver verkaufen möchte - R$200 sind schließlich "nur" EUR60. Darauf gab er mir zur Antwort, daß er mich gerade das Gleiche bzgl. des Decks fragen wollte. Wir sind dann so übereingekommen, daß wohl keiner von uns beiden sein gutes Stück wieder hergeben wollte. Die Tage darauf konnte ich unsere Brötchen in der Bäckerei im "Klima der Freundschaft unter Gleichgesinnten" einkaufen ;-)
zum CD-3500
Ich habe übrigens die brasilianischen Internetseiten zum Modell CD-3500 etwas durchstöbert. Da gab's zunächst mal Aussagen, daß das Deck von Sanyo sei, andere meinten, daß es sehr wohl eine Gradiente eigene Entwicklung sei. Ich hab' das Deck zu hause mal aufgemacht und auf den Platinen überall den Gradiente Schriftzug gesehen. Sooooo viele Decks habe ich nun noch nicht von innen gesehen, aber typischerweise habe die Laufwerke eine Art Rahmen, in der die Mechanik drin sitzt. Bei diesem Gradiente ist das eher eine Montageplatte, auf der die Mechanik "schichtweise" aufgebaut wurde. Das finde ich schon etwas eigen.
Auf der Rückseite steht "Prducido na zona franca de Manaus", also produziert in der Freihandelszone Manaus.
Ob das nun wirklich bedeutet, daß es dort gebaut wurde ? - Ich weis es nicht.
Daß das Deck einen 110/220V Umschalter hat, bedeutet bzgl. der Herkunft auch erst mal nichts. In Brasilien gibt es landesweit beide Spannungen, aber 60Hz.
Da hat man sich vmtl. im eigenen Land kompatibel gemacht.
Interessant ist allerdings der DIN Anschluß und daß lt. Schaltplan lauter europäische BC, BD Transistoren und TA IC's verbaut wurden. Also entweder stammt das Innenleben dann aus Europa (aber mMn nie aus Japan) oder das Gerät wurde uA auch nach Europa exportiert.
Vielleicht ergibt sich bzgl. der Herkunft ha noch was ?
zum GXC-75D
Da scheint es nicht soooo viele Infos zu geben. Ich habe gesehen, daß neulich eins in Ebay für ca. 44 EUR verkauft wurde.
Immerhin ist es ein Reverse-Deck, aber bzgl. Seltenheitsgrad und sonstigen Beurteilungen zum Gerät wäre mir Eure Meinung willkommen.
Oh ist das schön mal einen echten Exot zu sehen....
Kannst Du mal Bilderchen vom Innenleben machen....ich kann mich absolut nicht mehr erinnern aber ich glaube da war eine Metallschiene über dem Laufwerk ??
In grauer Uhrzeit (bei meinem ersten "Leeerherrn" ;) ) hatte ich mal so eine Kombination aus (ich denke) so ein Tape und Receiver zur Rep. bekommen.
Was damals auffiehl war eigentlich nur, daß diese Geräte keine Vollformate sondern so ein Mittelding waren....war schon interresant.
Das Schaltbild hatte der Kunde damals mitgeliefert und unten stand SANYO drauf.
An sich nicht unüblich, da Sanyo sein Geld eigentlich eher im OEM-Bereich verdient(e)
Bei vielen Geräten, die Sanyo als OEM baute waren nur schwer zu erkennen das die aus dieser Ecke kamen, da selbst die Boardbeschriftungen mit dem Lable des
eigentlichen Vertriebes versehen wurden......elendige Verschleierer .,c045
Und , isser schon sauber ????
Hallo Kuni,
Du hast gefragt :
Sehe ich das richtig ? - Du bist Brasilianer, namens Udo ? - Dann kannst Du/Dein Vater eigentlich nur aus dem Süden kommen, korrekt ?
Fast richtig... Meine Eltern sind 1952 nach Brasilien ausgewandert und waren zunächst auch in Santa Catarina, später in Sao Paulo. Sie waren fast 50 Jahre in Südamerika.
Ich bin in Brasilien geboren und habe fast meine ganze Jungend dort - auch ein paar Jahre in Bolivien - verbracht.
Ich kam dann nach Deutschland zum Studium und wie das Leben so spielt, bin ich hier seit über 35 Jahren hängen geblieben...
Ich hätte damals schon problemlos nach Brasilien zurück gehen können, hatte auch ein paar interssante Angebote, aber Geld ist nicht alles und ich wollte vor allem meine Kinder nicht unbedingt in Sao Paulo in einem "goldenen Hochhauskäfig" eingesperrt aufziehen mit all seinen Problemem - so sind wir in einem kleinen pfälzer Dörfchen gezogen und ich bin von hier aus für meine Firma - die früher auch mal Tonbänder hersgestellt hat - in allen mögliche Ländern unterwegs gewesen und noch unterwegs - meistens aber nicht in Brasilien... Ich bin 1955 geboren und damals war die Situation noch komplett anders mit unendliche Freiheiten und einer nahezu heilen Welt im Vergleich zu dem wie es heutze ist...
Ich denke wenn man das heute noch will muss man schon ein bisschen ins "interior", auf eine fazenda oder so, aber da sagen sich dann eben geich Fuchs und Hase Gute Nacht...
Zu dem Flohmarkt - sagten wir in SP mercado de pulgas oder mercadinho.
K7 ist eine Abkürzung für Casettengeräte, die im portugiesischen früher üblich war und damit meinte ich nicht die Modellbezeichnung des Gradiente.
In Brasislien gab es früher eigentlich jede Menge gute internationale Geräte zu kaufen, aber eben sehr teuer durch eine hohen Importzoll.
Parallel dazu hatte sich irgendwann eine nationale Industrie entwickelt, die eben den Markt der nicht ganz so anspriuchsvollen abdeckte. Die produzierten aber meistens auch den von Dir angesprochenen Plastikschrott.
In diesem Segment war Gradiente auch - wohl das etwas hoch gestochen gesagt "High End" in nationalen Bereich.
Mein Vater hatte irgendwann auch einen Gradiente Receiver, mit (roter 7-Segment) Digital-Anzeige. Der machte auch eine recht gute Figur und hatte, wenn ich es noch richtig weiss, so um die 2 x 100 Watt Ausgangsleistung. Diese Geräte machten einen recht brauchbarn Eindruck und fügten sich ansonsten ganz gut in die Revox / Thorens Anlage ein, die er damals hatte und die ab und zu leider defekt wurden. Immer wenn ich zu Besuch kam hatte ich einen Job die Geräte wieder ans laufen zu bekommen - waren aber meistens nur Kontaktprobleme wegen der hohen Luffeuchtzigkeit...
Ja. wenn Du mit einer Brasilianerin verheiratet bist musst Du da auch hinfahren " pra matar saudade...".
Wenn Deine Frau aus der Gegend von Taubate kommt, habt Ihr dort vieleicht noch ein vernünftiges Plätzchen atwas abseits von der Grossstadt und Kriminalität. Obwohl das ja auch im Dunstkreis der Automoblindustrie liegt...
Interessant, dass es auch in Brasilien schon so etwas wie einen Vintage-Trend gibt - die Dinger kann man eben fast immer noch reparieren, solange da keine Spezial- ICs verbaut waren, die es dann irgendwann nicht mehr gibt....
Ich denke diese Geräte hier her zu transportieren ist auch ein bisschen Nostalgie, aber richtig ist eben das, was DIR persönlich Spass macht !
Hast Du die Geräte denn inzwischen wieder richtig zum laufen gebracht ?
Beste Grüße,
Udo (DL 8 WP)
Zitat von: m_ETUS_alem am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:22:39 Uhr
Oh ist das schön mal einen echten Exot zu sehen....
Aber mal so'n richtiger Exot (zumindest hier in Deutschland/Europa) :_yahoo_:
Zitat von: m_ETUS_alem am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:22:39 Uhr
Kannst Du mal Bilderchen vom Innenleben machen....ich kann mich absolut nicht mehr erinnern aber ich glaube da war eine Metallschiene über dem Laufwerk ??
Jepp, hier mal ein paar "Innenimpressionen":
(http://www.abload.de/thumb/gradiente_cd-5300_04xr9l.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=gradiente_cd-5300_04xr9l.jpg)
(http://www.abload.de/thumb/gradiente_cd-5300_05hu6y.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=gradiente_cd-5300_05hu6y.jpg)
(http://www.abload.de/thumb/gradiente_cd-5300_06wv7a.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=gradiente_cd-5300_06wv7a.jpg)
(http://www.abload.de/thumb/gradiente_cd-5300_078rye.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=gradiente_cd-5300_078rye.jpg)
Zitat von: m_ETUS_alem am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:22:39 Uhr
In grauer Uhrzeit (bei meinem ersten "Leeerherrn" ;) ) hatte ich mal so eine Kombination aus (ich denke) so ein Tape und Receiver zur Rep. bekommen.
Echt ? - Du meinst so 'ne Gradiente Kombi ?
Zitat von: m_ETUS_alem am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:22:39 Uhr
Das Schaltbild hatte der Kunde damals mitgeliefert und unten stand SANYO drauf.
Also das Schaltbild hatte ich oben ja verlinkt, aber da steht nichts von Sanyo drin. Evtl. gab's ja aber auch unterschiedliche Doku (?).
Erkennst Du das Deck denn anhand meiner Bilder wieder ?
Zitat von: m_ETUS_alem am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:22:39 Uhr
Und , isser schon sauber ????
Ne das dauert noch. Hab' heute erst mal geschaut was alles zu machen ist.
Also da sind auf jeden Fall mal alle 3 Riemen fällig. Wegen dem Dolby Problem muß ich erst mal noch schauen. Erst danach werden die Teile auf einen Rutsch bestellt und dann wird's auch sauber gemacht.
Zitat von: Udo (DL 8 WP) am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:50:48 Uhr
Fast richtig... Meine Eltern sind 1952 nach Brasilien ausgewandert und waren zunächst auch in Santa Catarina, später in Sao Paulo. Sie waren fast 50 Jahre in Südamerika.
Na also - wußt' ich's doch :-handshake:
Zitat von: Udo (DL 8 WP) am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:50:48 Uhr
Ich hätte damals schon problemlos nach Brasilien zurück gehen können, hatte auch ein paar interssante Angebote, aber Geld ist nicht alles und ich wollte vor allem meine Kinder nicht unbedingt in Sao Paulo in einem "goldenen Hochhauskäfig" eingesperrt aufziehen mit all seinen Problemem
Ich bin damals als SW-Ing. im Automobilbau für Ford in Taubaté tätig gewesen. Beruflich hätte ich damals wie heute einiges an Land ziehen können, aber eben wegen der Industrie wohl überwiegend nur in Sao Paulo (Stadt). Die ganze Kriminalitätsgeschichte war damals auch im Hinblick auf unsere Kinder schon der Hauptgrund, wieso wir nicht in Brasilien geblieben sind. Diese Einstellung ist uA auch bis heute der Grund, wieso wir in D geblieben sind. Wobei ich sagen muß, daß es meiner Frau heute in D wesentlich besser gefällt als in BRA. Da ist sie nicht ganz typisch, wenn ich mir so die anderen Brasilianerinnen in unserem Bekanntenkreis ansehe.
Zitat von: Udo (DL 8 WP) am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:50:48 Uhr
Zu dem Flohmarkt - sagten wir in SP mercado de pulgas oder mercadinho.
Aha - da muß ich mal meine Gutste fragen. Taubaté ist ja nicht so weit weg von SP, da kann ich mir nicht denken, daß es da gleich ganz anders heißt .,a015
Zitat von: Udo (DL 8 WP) am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:50:48 Uhr
K7 ist eine Abkürzung für Casettengeräte, die im portugiesischen früher üblich war und damit meinte ich nicht die Modellbezeichnung des Gradiente.
Buuuutz, jetzt hab ich's ;0008: "Ka-Sette" - oder wie man spricht "Ka-Sedschi" :_55_:
Wenn ich das in Taubaté jemandem sage, dann verstehen die alle Videokassetten drunter. Die MC wird dort als "fita" und das Tonband als "fita de rolo" bezeichnet. K7 war aber auch vlt. in einer Zeit üblich, als es noch gar keni Video gab .,a015
Zitat von: Udo (DL 8 WP) am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:50:48 Uhr
In diesem Segment war Gradiente auch - wohl das etwas hoch gestochen gesagt "High End" in nationalen Bereich.
Jepp, so wurde mir das von den älteren Semestern meiner Verwandtschaft auch bestätigt.
Zitat von: Udo (DL 8 WP) am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:50:48 Uhr
waren aber meistens nur Kontaktprobleme wegen der hohen Luffeuchtzigkeit...
Jou, die hat auch das Akai so zugerichtet. Der Onkel hatte es ja auf dem Dachboden und wohnt in Cacapava, außerhalb in einer Jacara. Hat dort ziemlich viel Wald und dementsprechend dürfte im Sommer das Klima feucht sein :_sorry:
Zitat von: Udo (DL 8 WP) am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:50:48 Uhr
Wenn Deine Frau aus der Gegend von Taubate kommt, habt Ihr dort vieleicht noch ein vernünftiges Plätzchen atwas abseits von der Grossstadt und Kriminalität. Obwohl das ja auch im Dunstkreis der Automoblindustrie liegt...
Sie kommt direkt aus Taubaté. Ihre Familie wohnt direkt am Zentrumsrand in der Nähe der "Dutra" (=Autobahn). Da hat das vor 5 Jahren mit dem Frieden schon aufgehört, als eine Fußgängerbrücke über die Dutra gebaut wurde. Seitdem spaziert das "verdächtige Volk" an der Haustüre vorbei und die Auto-, Autoradio-Diebstähle und Einbrüche nehem zu. Die Spitze war dann ein Anschlag mit Molotoff-Cocktails auf die Kasse des Supermarkts um die Ecke. Meine Schwiegermutter war da gerade mal noch 50m weg und auf dem Weg dort hin, als das Fläschchen flog.... seitdem sind wir dort alle vorsichtig.
Zitat von: Udo (DL 8 WP) am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:50:48 Uhr
Interessant, dass es auch in Brasilien schon so etwas wie einen Vintage-Trend gibt - die Dinger kann man eben fast immer noch reparieren, solange da keine Spezial- ICs verbaut waren, die es dann irgendwann nicht mehr gibt....
Dürfte halt dort wie hier sein...
Zitat von: Udo (DL 8 WP) am Dienstag, 09.Juni.2009 | 20:50:48 Uhr
Hast Du die Geräte denn inzwischen wieder richtig zum laufen gebracht ?
Ne, dauert noch (-> s.o.)
oooch schaade, ich freute mich schon auf ein wiedersehen....
Den den ich auf dem Platz hatte, hatte eine Art Stabischiene.
Aber schön das Du ihn aufgeschraubt hast :_good_:
Was hast Du denn für ein Problem mit Dolby ?
(Das glinkte SM habe ich nicht gesehen...mea culpa)
Aha, dann ist es evtl. doch kein Sanyo, sondern
echt Gradiente :_yahoo_:
Zitat von: m_ETUS_alem am Dienstag, 09.Juni.2009 | 23:27:56 Uhr
Was hast Du denn für ein Problem mit Dolby ?
Bei der Wiedergabe ohne Dolby zappeln beide VU's, wenn ich das Dolby einschalte, dann zappelt nur noch das VU von einem Kanal.
Ob aber Ton kommt weis ich noch nicht - hab's noch nicht angeschlossen.
Hi Kuni,
da würd' ich den Übeltäter erst mal beim Schalter suchen....
Machst du mal an/ton....
Wie Jürgen schon meint kann es der Switch sein oder eine "kalte"....
Läuft das Tape mit den schlappen Gummies ?
Klar, der Schalter steht eh auf der "Verdächtigen-Liste".
Laufen tut das Tape (wenn man es etwas am Wickel "anschubst"), auch mit den schlappen Gummis.
Kann halt sein, daß es je nach MC Widerstand stehen bleibt. Habe ich heute mal beobachtet, da haben die Gummis eindeutig keinen Grip mehr.
Schaut doch gut aus. Erstmal gründlich reinigen, Riemen ausbauen und ausmessen, dafür findet sich bestimmt ein Ersatztyp. Wenn das geklärt ist, kannst Du die Einmessung überprüfen. Der Recorder sieht jedenfalls nach brauchbar gutem Klang aus.
So, habe mich heute mal dem Dolby Problem etwas angenähert - Der Schalter scheint es nicht zu sein.
Ich bekomme auf beiden Kanälen Ton, egal ob Dolby an oder aus ist. Trotzdem bleibt bei eingeschaltenem Dolby ein VU ohne Ausschlag.
Zudem ist bei eingeschaltenem Dolby der Ton leiser als ohne und - so scheint es mir - auch dumpfer.
Shit ist, daß ich ja einen Schaltplan habe, auf dem aber leider nicht allzuviel zu erkennen ist.
Da muß ich mich wohl durch die Platine wühlen ;0006
... to be continued ...
Guten Morgen an die gesamte "Friemelgemeinschaft" :_hi_hi_:.
Mmhhh - wenn Ton "rauskommt" aber ein Anzeigegerät eben Das dann nicht macht = Unterbrechung :__y_e_s:.
Es könnte ja sein das der Dolby - Schalter "mehrebenig" ausgeführt ist ...
Das der Ton bei aktiviertem Dolby "leiser / mulmiger" wird kann seine Ursachen darin haben das
1. die betreffende Kassette ohne Dolby aufgezeichnet wurde (dann klingt´s "Muffig" oder
2. der TK falsch steht (=> Azimut) bzw. das der Azimut zwischen dem zur Aufnahme verwendetem Gerät und Diesem hier ganz einfach abweichend war / ist (Das Prob habe ich hier mit den meisten Kassetten da ich früher fast überwiegend dolbyrisiert aufgenommen habe aber die TKs der jetzt hier vorhandenen Geräte alle exakt stehen - Das war seinerzeit (trotz z. Bspl. zwei Neugeräten des gleichen Modells) nicht gegeben.
Mal abwarten Was sich noch ergibt ...
MfG
Andreas
Habe mich heute mal auf die Spurensuche wegen dem Dolby gemacht:
Erst mal alle Schalter gereinigt, ohne Änderung.
Der Dolby-Schalter ist ein 4x UM (S103 2pol + S203 2pol) im Schaltplan:
http://img1.abload.de/img/gradientecd-3500schaltm5r0.tif (http://img1.abload.de/img/gradientecd-3500schaltm5r0.tif)
Ein 2x UM Schalterpaar (L + R) legt das Signal auf die Dolby Platine (PCI-195) um.
1x UM bedient die Dolby LED und 1x UM ist unbenutzt.
Am Schalter sieht man mit dem Oszi schon, daß bei Dolby ON kein Signal weitergereicht wird. Wenn man das weiter verfolgt, dann kommt man an die Pins der beiden IC's 301 (im Schaltplan ist nur ein Kanal gezeichnet).
Habe dann mal beide IC's ausgelötet und vertauscht wieder eingelötet. Der Fehler wandert mit, also scheint es ein defektes IC zu sein.
Habe mich dann mal auf die Suche nach einem Datenblatt gemacht für das IC301. Da steht LM1011N drauf. Herstellerlogo ist nicht zu erkennen.
Leider konnte ich kein Datenblatt finden, habe also keine Ahnung was das ist. Ich vermute, daß es ein Dolby De/Encoder ist.
Wißt Ihr da mehr ?
Kann man das noch irgendwo beschaffen ?
`n Abend, Kuni / Allerseits :_hi_hi_:.
Huih - vielleicht hat Jemand so ein IC noch in einem "Schlachtross" :flööt: ...
Wäre ja wirklich Schade wenn die endgültige Revivion daran scheitern würde; Okay - ohne Dolby ginge auch, aber ...
Wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück bei der Suche bzw. das Du das IC auch findest / bekommst :__y_e_s: :_good_:.
MfG
Andreas
Moin Kuni!
Meine Suche in Google ergab unter anderem dies hier:
http://www.electronicpool.de/list/index_L_M_LM1011N_NSC.html (http://www.electronicpool.de/list/index_L_M_LM1011N_NSC.html)
Zitat von: beldin am Sonntag, 14.Juni.2009 | 19:30:00 Uhr
...
:_good_:
Das wär´ fein wenn das Teil von National günstig zu bekommen wäre .,a095.
MfG
Andreas
Hab' denen schon eine Preisanfrage geschickt.
Lt. einem Eintrag im Dual-Board kostet es wohl so um die 14 EUR, aber mal schau'n was die zurückmelden.
Wäre schön, wenn ich Dir mit dem Link helfen konnte.
Hallo,
du kannst das LM1011N auch Problemlos durch einen NE645N ersetzen.
Gruß Ulrich
Hi zusammen,
Zitat von: uk64 am Sonntag, 14.Juni.2009 | 20:18:15 Uhr
du kannst das LM1011N auch Problemlos durch einen NE645N ersetzen.
Danke für die Info, aber die Bausteine sind ja nicht gerade billig. Wenn ich nur auf einem Kanal einen Ersatztyp einstze, dann befürchte ich, daß es evtl. Probleme bzgl. Kanalungleichheit gibt. Deswegen wäre mir ein LM1011N schon lieber, oder eben dann beide Bausteine tauschen.
z.I.: Habe mal mehrere Firmen zu diversen Bausteinen angemailt und folgende Preise (€/St. zzgl. Versand) erhalten:
Quelle | LM1011N | NE645N | NE545B |
www.ges-electronicpool.de | 18,06 | 10,10 | 9,90 |
www.sh-halbleiter.de | 11,22 | 4,59 | 4,50 |
Alle anderen angeschriebenen Goggel-Treffer haben entweder nicht geantwortet oder hatten das Teil nicht.
Ist also zu beschaffen, aber ich muß eh noch was bei Armin bestellen und er hat mir geschrieben, daß er mir einen LM1011N aus einem Schlachtgerät ausbaut und dann zuschickt.
Hi zusammen,
kurzer Zwischenbericht:
Das LW konnte ich nun doch recht gut ausbauen. Das Deck ist zusammengebaut wie ein "Fusca" (bras. Bezeichnung für VW Käfer) .,73
'Nen Haufen Schrauben, aber wenn die mal alle weg sind, dann kommt einem das LW problemlos entgegen.
Dank der vglw. langen Kabel, kann man es praktisch in alle Richtungen wenden und drehen und muß noch nicht mal alle Kabel abmachen.
Soweit ist es also zerlegt und schon mal etwas vom gröbsten Dreck gereinigt.
Riemen sind nach "Faden-Methode" nun ausgemessen und bestellt.
Sobald die neuen Riemen da sind, wird das LW "feingesäubert", gefettet, geölt, wieder zusammen gebaut und abgeglichen.
Ich berichte.... .,045
... der Kuni - Moin moin :_hi_hi_:.
Das xklingt doch ganz zuversichtlich :__y_e_s:.
Aber: Warun die Arbeit mit der Säuberung / Schmierung verschieben ...
Jetzt hast Du das LW doch einmal weitgehend zerlegt - da würde ich jetzt sofort dran und abschmieren und wenn der Riemn angekommen ist => Rein das Ding und "Ab dafür" :_good_: (Aber dann muss sehr wahrscheinlich die Geschwindigkeit noch etwas eingeregelt werden bei so einem "alten Möhrchen" - ist ja selbst bei relativ modernen Decks so).
MfG
Andreas
Hooooouh, ruuuuuuhig Brauner .,045
Zitat von: AndreasTV am Sonntag, 28.Juni.2009 | 12:23:23 Uhr
Aber: Warun die Arbeit mit der Säuberung / Schmierung verschieben ...
Ich komme meißtens nur ein Mal die Woche zum Basteln, deswegen muß ich mir alles immer etwas einteilen.
Braucht halt Geduld, aber wird schon - mit der Zeit raucher01
Zitat von: kuni am Montag, 29.Juni.2009 | 09:39:34 Uhr
....
:_sorry: Ich vergess´ leider öfters das wohl nur relativ Wenige das Glück haben auf der Arbeit teilweise auch private Sachen zu "erledigen" :flööt:.
Nein - laß´ Dir nur Zeit - der "schnelle Schuss" ist ja auch bekanntermaßen nicht immer der Beste :give_rose: :drinks:.
Bin halt nur schon gespannt wie das Teil letztendlich spielt ... :__y_e_s:.
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Montag, 29.Juni.2009 | 09:52:43 Uhr
Bin halt nur schon gespannt wie das Teil letztendlich spielt ... :__y_e_s:.
Ich schon auch, aber ich hab' mich bei der Suche nach so manchem Gerät auch schon bis zu 2 Jahren gedulden müssen, daß ich da schon etwas "konditioniert" bin :_tease:
Zitat von: kuni am Montag, 29.Juni.2009 | 10:10:06 Uhr
...auch schon bis zu 2 Jahren gedulden müssen, daß ich da schon etwas "konditioniert" bin :_tease:
:shok: Mein lieber Schwan - da wäre selbst ich als eigentlich doch sehr geduldiger Mensch "auf Abwegen" geraten :__y_e_s:.
MfG
Andreas
....nicht nur Du :drinks:
Ich warte auch noch ( will ja nicht drängeln)...gut Ding braucht weile...oder so
... oder ANders ausgedrückt -> In der Ruhe liegt die Kraft :drinks:, oder auch "Alles wird gut" :give_rose:.
MfG
Andreas
Hi zusammen,
kleines Update bzgl. Instandsetzung meines kleinen Brasilianers:
Das Laufwerk habe ich nun gestern gesäubert, neu gefettet/geölt, neue Riemen aufgezogen und wieder zusammen- und eingebaut. Dabei auch alle Idler und Gummiräder peinlichst mit Isoprop gereinigt.
Schnurrt nun wieder wie am ersten Tag.
Nach der Ankunft in D hatte es mir ja auch einige alte/schrottige Testkassetten gefuttert, weswegen ich dann gleich noch einen mehrstündigen Testlauf gestartet hatte - ohne weitere Probleme.
Vermutlich war da die Andruckrolle zu stark verdreckt (klebrig) und hat mir so immer wieder das band um den Capstan gewurschtelt.
Das o.g. Problem mit dem Dolby ist nun auch behoben.
Armin hatte mir zusammen mit den neuen Riemen einen LM1011 (ausgelötet aus einem Schlachtgerät) geschickt, den ich nun verpflanzt habe.
Beide Kanäle tun nun wieder - auch mit Dolby.
Es bleiben nun noch Kleinigkeiten:
Neues Netzkabel (das alte hat einen Wackelkontakt), Frontplatte "schrubben" und Gehäusedeckel neu lackieren (ist total gammelig und verkratzt).
Anschließend dann noch der komplette Abgleich, der übrigens hier diskutiert wird:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4674.0
To be continued .....
......und wann kommen endlich Bilder ........ .,70
Wenn's komplett feddisch is :_tease: (will ja keine Schmutz-Frontplatten-Baracke präsentieren :shok:)
Moin, moin,
toll, hier auch mal etwas über solch einen Exoten zu lesen. Mehr davon!
Eigentlich seltsam, dass Gradiente (http://www.google.com/finance?q=SAO:IGBR3) hier nicht mehr bekannt ist. Immerhin war Gradiente Electronica seit 1979 Eigentümer von Garrard, hat 1989 von Damler die Telefunken Radio e Televisao übernommen und baut Gradiente zusammen mit Nokia in Brasilien Telefone. Es gibt also gute Beziehungen nach Europa.
Hier gibt es den üblich dürftigen Überblick zur Geschichte der 1964 gegründeten Firma:
http://www.gradiente.com/site/empresa/us/linhadotempo.asp
Tschüß, Matthias
Zitat von: Matthias M am Mittwoch, 01.Juli.2009 | 19:52:30 Uhr
Eigentlich seltsam, dass Gradiente (http://www.google.com/finance?q=SAO:IGBR3) hier nicht mehr bekannt ist.
"Nicht
mehr bekannt" ?
War Gradiente in D überhaupt schon mal bekannt .,a015
Zitat von: Matthias M am Mittwoch, 01.Juli.2009 | 19:52:30 Uhr
Immerhin war Gradiente Electronica seit 1979 Eigentümer von Garrard,
Deswegen gibt's so viele Gradiente Plattenspieler mit Garrard Innenleben :;aha
Ich dachte immer, di hätten evtl. von Garrard zugekauft, aber womöglich gehört ihnen der ganze Laden :smile
Moin, moin,
grausam; wer suchet, der findet auch noch:
1964 wurde Gradiente gegründet.
1965 brachte Gradiente den ersten transistorisierten Verstärker Brasiliens auf den Markt
1970 würde Gradiente von Emile H. Staub übernommen. (Emile H.Staub war ein aus der Schweiz eingewanderter Elektronik-Importeur, der seit 1965 in Brasilien eine eigene Fabrikation unterhielt. Die Firma ging 1969 an den Kapitalmarkt und kaufte 1970 die Gradiente, die von Freunden seines Sohnes gegründet worden war, der bald die Geschäftsführung der Gradiente übernahm.)
1972 Übernahme der Selectrix Company
Im HiFi-Bereich verkauft Gradiente Einzelkomponenten und verzichtet auf Mehrwege-Kombinationen
1979 führt Gradiente das Konzept des Konzept des "Audio System" auf dem brasilianischen Markt ein: Es werden Receiver, Boxen und ein Quellgerät im Paket verkauft (das sparte Steuern). Außerdem übernimmt Gadiente Polyvox und Garrard. Unter dem Label Garrard sollen Gardiente-Produkte exportiert werden. Das bringt 18Mio $ Verlust und endet mit der Lizensierung der Marke Garrard an Loricraft Audio 1997. Unter dem Label Polyvox sollten einfach Radiorecorder und Mehrwege-anlagen verkauft werden. Die Marke wurde eingestellt.
1982 Gradiente führt das "Combo"-Design ein. Alle HiFi-Komponenten passen in Größe und Design zusammen und können beliebig kombiniert werden
1983 beginnt der Vertrieb von Atari 2600 Videospielen. Atari wollte unauthorisierte Clone vom südamerikanischen Markt vertreiben
1984 bringt Gradiente den ersten brasilianischen CD-Player auf den Markt
1985 wird Gradiente zur AG und der Expert MSX-PC erscheint
1988 erscheint der erste Gradiente Videorecorder
1989 bringt Gradiente den ersten brasilianischen CD-Wechsler heraus und kauft mit der brasilianischen Telefunken ein eigenes TV-Geräte-Werk von Daimler.
1990 kommen die ersten Gradiente Großbild-Fernseher auf den Markt. Die PC-Produktion wird eingestellt.
1993 produziert Gradiente das erste brasilianische mobile Funktelefon (Festnetz), ein Spielkonsolen-Clone, das Phantom-System erscheint
1994 beginnt Gradiente als erster Hersteller außerhalb Japans mit der Produktion der Nintendo Spielkonsole und vertreibt das System für zehn Jahre.
1995 bringt Gradiente den ersten portablen CD-Ghettoblaster Brasiliens heraus und erhält die ISO9001-Zertifizierung
1996 stellt Gradiente das erste Satelliten TV-Set vor und die Star Playtronic Konsole kommt heraus.
1997 stellt die NG Industrial Ltda, ein Joint Venture zwischen Gradiente und Nokia das erste brasilianische "Handy" vor.
1998 stellt Gradiente den ersten in Brasilien gefertigten DVD-Player vor. Der Umsatz erreicht 1 Mrd. $
1999 stellt Gradiente den ersten MP3 Brasiliens vor. Das Video-Werk erhält die ISO 14001-Zertifizierung
2000 Gradiente versucht in Partnerschaft mit Hollywood das Medium DVD zu verbreiten. Die NGI-Anteile werden an Nokia verkauft
2003 zieht sich Gradiente aus dem Spielkonsolen-Markt zurück.
dazwichen: Joint Venture mit JVC: Gradiente produziert für JVC do Brasil und verarbeitet JVC-Vorprodukte
2005 übernimmt Gradiente Philco und erhält damit einen Anteil von zusammen 18% am heimischen TV/Video/DVD-Markt (Philco 10%, Gradiente-Telefunken 8%)
2007 Gradiente ist in der Krise, verliert 280Mio. $. Philco wird an einen chinesischen Investor verkauft, der Name für zehn Jahre an die Britania Paranaense Company lizensiert
Die Entwicklung eigener Konstruktionen in Brasilien wird als schwierig beschrieben. Daher hat Gradiente frühzeitig OEM- und Vorprodukte eingesetzt. So kamen zum Beispiel die Videokameras von Sony, so wurden Kassettendecks aus JVC-Teilen zusammengebaut beziehungsweise wurden JVC-Decks für den brasilianischen Markt modifiziert. Es sollen sogar Konsturktionen, beispielsweise von Aiwa-Tapedecks, abgekupfert und für eigene Geräte verwendet worden sein.
So soll es sich bei den Tapedecks der Serie CD-xxxx um modifizierte JVC, bei den C-xxx der Achtziger Jahre um abgekupferte Aiwa handeln.
Als wichtigste Technologie-Partner werden JVC (Types und Tapedecks, Verstärker, Touch-Video-Discs), Funai (Video Cassette Recorder V-11 und SV-21), Pioneer (Plattenspieler, Ring-Disc DD1), Yamaha (CD-Player LDP 636), Alpine (Tapedecks, z.B. C484) und Sherwood (Audio-/Video-Receiver) genannt.
Eine nette Übersicht von Gradiente-Produkten gibt es hier:
http://www.audiorama.com.br/gradiente/
Weitere Infos u.a. hier: http://pt.wikipedia.org/wiki/Gradiente_(empresa)
Gradiente, das sind heute: Gradiente Eletrônica SA, Audio & Video gradient LTDA., Gradiente Telecom SA, Gradient Enterteinment Ltda., Gradient Security, Gradient Services, Gradient in Motion
Tschüß, Matthias
P.S.: "nicht mehr bekannt..." nicht bekannter ist! nicht nicht vergessen :)
Garrard? Eben.
Zitat von: kuni am Mittwoch, 01.Juli.2009 | 16:58:03 Uhr
Hi zusammen,
kleines Update bzgl. Instandsetzung meines kleinen Brasilianers:
...
Das o.g. Problem mit dem Dolby ist nun auch behoben.
Armin hatte mir zusammen mit den neuen Riemen einen LM1011 (ausgelötet aus einem Schlachtgerät) geschickt, den ich nun verpflanzt habe.
Beide Kanäle tun nun wieder - auch mit Dolby.
....
Guten Abend zusammen :_hi_hi_:.
Das freut mich doch zu lesen .,a095 :_good_:.
Dann wünsche ich viel Spaß mit dem "Einwanderer" :__y_e_s: :drinks: - auf Das er lange halten möge.
MfG
Andreas
merci 4 Info, man lernt nie aus :)
Der Link ist ja klasse, insbesondere da ich da wieder was entdeckt habe
(Könnte eigentlich auch zum "Vertical CD Thread" stehen)
Ein OEM von MicroSeiki als Gradiente Prototype:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_dad2.JPG)
Also, Du fährst da noch mal hin und bringst mir den Proto mit ;) :flööt:
@Matthias MVielen Dank für die Aufstellung - wirklich nette Hintergrundinfo zur Firmengeschichte.
Man kann da mal sehen, daß die bras. Industrie gar nicht soooo weit hinter'm Mond lebt.
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 01.Juli.2009 | 22:22:39 Uhr
Dann wünsche ich viel Spaß mit dem "Einwanderer" :__y_e_s: :drinks: - auf Das er lange halten möge.
Na, es wartet ja noch drauf, daß der Abgleich getan wird, aber dann ....
Zitat von: m_ETUS_alem am Mittwoch, 01.Juli.2009 | 23:38:40 Uhr
Also, Du fährst da noch mal hin und bringst mir den Proto mit ;) :flööt:
Nächstes Jahr im Sommer wieder.
Ich nehme da gerne Eure "Bestellungen" (im Ernst) auf :shok:, aber lies Dir mal meinen ersten Beitrag nochmal durch:
Ich war zwei Mal auf dem Flomi und es sprang mich eigentlich nur das
eine Gerät an, d.h. es ist dort auch nicht so, daß einem an jeder Flomi-Ecke das Wunschgerät entgegenhüpft.
Für Interessierte:
E-Bucht gibt es in BRA nicht, aber so was ähnliches. Dort heißt das "Mercado Livre" (einfach mal gockeln).
Bei Vorabkontakt (falls der VK engl. kann) und Übernahme der Portokosten, kann ich mir schon vorstellen, daß die auch nach D verschicken.
Aber Obacht, das Porto für Packete aus BRA ist gesalzen. Andrerseits werden auf der Mercado Livre Seite etliche nette Klassiker angeboten, auch Teile die man bei uns kennt, aber eben auch des öfteren Gradiente. Ich habe mir da bisher nur deswegen nichts gekauft, weil mir einfach das Porto zu teuer war.
Bzgl. Sicherheit ist Mercado Livre nicht sicherer/unsicherer als unsere dt. E-Bucht - Risiko ist also vergleichbar und nicht alle Brasilianer sind Hallodri.
Ggf. einfach mal versuchen.
Da der V-CD ja ein Prototype ist, denke ich nicht, das Gradiente ihn auf den Markt gebracht hatte.
Es ist nur so, das es mir die MicroSeiki-Derivate angetan haben.
Naja, schick wäre es schon, sowas zu haben :)
nu aber BTT raucher01
So Leute, der "Brasilianer" ist fast fertig :_yahoo_::
Gesäubert, geschmiert, Gehäuse neu lackiert und tut erst mal soweit.
Was noch fehlt ist der hier im Forum beschriebene Abgleich.
Nichts desto trotz, weil ich das Deck gerade zusammengeschraubt habe, erst mal ein paar Impressionen.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_nachher_01.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_nachher_01.jpg) | (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_nachher_02.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_nachher_02.jpg) |
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_nachher_03.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_nachher_03.jpg) | (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_nachher_04.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_nachher_04.jpg) |
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_nachher_05.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_nachher_05.jpg) | (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_nachher_06.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_nachher_06.jpg) |
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_nachher_07.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_nachher_07.jpg) | (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_nachher_08.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_nachher_08.jpg) |
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_nachher_09.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_nachher_09.jpg) |
Die letzten beiden Bilder zeigen:
- Das Laufwerk nach Riemenwechsel und Schmierung
- Die Klappenmechanik nach Schmierung
Nächstes Thema wird also der Abgleich sein.
To be continued .....
Guten Morgen :drinks:.
Na Das sieht doch zumindest Optisch schon mal dehr schön aus :_good_:.
Vor Allen die analogen VUs finde ich optisch sehr ansprechend u. bei diesem Gerät "aufteilungstechnisch" (Anordnung, Größe im Verhältnis zum "Rest") gut gelöst.
Wenn auch das Elektrische i. Ordnung sein wird - der an- / besprochene Abgleich - wirst Du bestimmt viel Freude an diesem Gerät haben :__y_e_s:.
MfG
Andreas
Moin moin,
das war (bis jetzt) doch schon eine heiden Arbeit.
Mal abgesehen von den anfänglichen elektrischen Problemchen, war das Säubern ein echter Kraftakt.
Sowas von versifft habe ich schon lange nicht mehr gehabt.
Die Front mit Knöpfen und Pi-Pa-Po (wie schreibt man das eigentlich ?) gingen an einem Sonntag zum einweichen erst mal für ein paar Stunden ins Spülibad.
Dann mit weichem Küchenschwamm den ganzen Schmonz "ausgerubbelt". Beim Zusammenbauen denke ich mir dann noch, wieso denn eigentlich die Plexischeibe vor den VU's so milchig ist ???
Ein Blick gegen's Licht brachte Klarheit (bei mir, nicht bei der Scheibe). Da hat mal eine eifrige "Empregada" (Putzfrau) das Scheibchen "gewienert".
Also Front wieder ab und die Scheibe mit Lackpolitur bearbeitet. Bei der Gelegenheit kam das Kassettensichtfenster dann auch noch gleich dran.
Funzt übrigens prima, mit der Lackpolitur, zumindest bei so ganz leichten Scheuerspuren. Benutze ich immer für die Hauben von Plattenspielern.
Zu guter letzt bekam dann der Deckel letztes WoE noch einen neuen Anstrich, weil der alte Lack total vermackt war.
Der Oberhammer war aber gestern abend noch:
Als Vorbereitung für den Abgleich wollte ich mir nur mal kurz, eben so, die Positionen der Potis notieren, die für die ganze Abgleicherei notwendig sind.
Nun ist ja der Schaltplan nicht von bester Qualität, d.h. man kann meißt die Bauteilenummern nicht lesen.
Also hat mich das geschlagene 4h gekostet, mittels Platine, Nachverfolgung der Leiterbahnen und Schaltplan die Potis eindeutig zu identifizieren.
Die Dinger sind zwar bzgl. Funktion auf der Platine beschriftet, aber derer gibt tlw. mehrerer, z.B. beim BIAS sind es 4 St. (Normal L + R, CrO2 L + R).
Den Schaltplanzeichner gehört bei dieser Gelegenheit auch eine an die Backe.
Da zeichnen sie der Einfachheit halber nur einen Kanal. Soweit ok.
Das Bauteil VR101 (nach Plan linker Kanal) findet sich im rechten Kanal als VR201.
Super denke ich mir, also Nummer 1xx = links und 2xx = rechts. Denkste. Manchmal ist dann links = 4xx und rechts = 5xx und beim BIAS sind alle 4 Potis durchnummeriert mit 501,502,503,504. Lustigerweise sind auch alle BIAS Potis für linken und rechten Kanal im Plan, obwohl der sonst nur den linken Kanal zeigt.
Jetzt gehst Du also her und verfolgst die Poti-Pins zum nächsten Bauteil, dessen Nummer du im Plan nicht lesen kannst und auf der Platine steht das Bauteil auf der Beschriftung - da bekam ich dann schier einen Anfall und hatte Lust mal mit Gradiente in Brasilien zu telefonieren.....
However. Ich habe meinen Plan jetzt.
Ich brauch noch die Ref.Kassetten und 'ne Drossel, dann wird abgeglichen....
Zitat von: kuni am Mittwoch, 15.Juli.2009 | 08:56:16 Uhr
....
;0008 Diese deine Schilderung betreffend Schaltbild u. tatsächlicher Verbauung - Köstlich :_good_:.
Davon ab war der Entwickler / Planzeichner da wohl teilweise zu "innovativ" :flööt: bei der Arbeit.
Schön das du Dir die Mühe mit dem Plan - nachzeichnen gemacht hast -> So hast Du jetzt zuimdest ein zuverlässiges Exemplar .,a095.
Heut´ abend steht hier auch noch ein Ableich nach Riemen - / Andruckrollenwechsel an (Da hier aber bis auf 1 Poti Alles überwiegend "vollautomatisch" geht dauert´s nur knapp eine Zigarettenlänge :_sorry:).
Auf gutes Gelingen - and then let´s play the music :Band:.
MfG
Andreas
PS: ... die Drossel in der Bucht nicht erwischt .,a015, der Kurs war doch OK?
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 15.Juli.2009 | 09:26:44 Uhr
Davon ab war der Entwickler / Planzeichner da wohl teilweise zu "innovativ" :flööt: bei der Arbeit.
Tja, so sind sie halt die Brasilianer, man nennt das dort "jeitinho".
Läßt sich schlecht übersetzen, aber bedeutet ungefähr soviel, daß man dort gerne für jedwelches Problem irgendeine Lösung findet, sei sie auch noch so "gepfrimelt", hauptsache es tut erst mal.
Keine Ahnung was den Zeichner da geritten hat, bei der Nummerierung - vlt. das Motto "Namen sind Schall und Rauch" - oder beim tlw. zeichnen beider Kanäle ....
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 15.Juli.2009 | 09:26:44 Uhr
PS: ... die Drossel in der Bucht nicht erwischt .,a015, der Kurs war doch OK?
Schon, lief aber So morgens aus. Ich dachte ich würde mit einem Vorabgebot von 12€ recht gut im Rennen liegen, war dann aber nicht .,35
... nun ja - Du hast´s ja elegant gelöst :_good_:.
Die Drossel welche ich beobachtet hatte (Die mit der Schachtel im Hintergrund) ging doch für etwas über 11 Euronen weg .,a015 - hättest mir ma `ne PN schreiben sollen -> Ich bin auch am WE immer früh auf (=ca. ab halb Fünf ).
Beim nächsten frühem Angebot Bescheid geben - ich biete dann für Dich :__y_e_s: :zwinker:.
MfG
Andreas
Weis nicht mehr genau, wieviel ich geboten hatte. Vlt. waren's auch 10,99 oder so. Egal, die kommen ja ständig vorbei.
Ich hätte da auch nochmal rein geschaut, nur war ich mir soooo sicher, daß da keiner drüber geht :wallbash.
Das nächste Mal hänge ich die "Latte" etwas höher .,a020
:drinks:
Zitat von: kuni am Mittwoch, 15.Juli.2009 | 18:30:43 Uhr
...
`n Abend :drinks:.
Hast ja schon eine PN von Meinereiner :zwinker:.
Im Zweifelsfall tätigst Du eine Forenspende und Meine wird Deine (Wie ich schon schrieb tut´s m. "HD-30" ja sehr gut :_good_:.
MfG
Andreas
Mußte doch jetzt den Brasilianer doch auch noch kurz anschließen - hab' schon soooo lange gewartet....
Auf die Schnelle einen 250Hz Ton von CD mit 0dB ausgesteuert aufgenommen und wiedergegeben.
Lt. VU Anzeige ergibt sich dann:
Ohne Dolby: L = -1dB / R = +1dB
Mit Dolby: L = -5dB / R = -1dB (außerdem sehr dumpf)
Da liegt also der Hase wohl schon gewaltig im Pfeffer .....
Zitat von: kuni am Mittwoch, 15.Juli.2009 | 19:39:58 Uhr
...
Da liegt also der Hase wohl schon gewaltig im Pfeffer .....
Nicht zwingend - bei Dolby B wird doch auch schon ab ca. 200 Hz "eingegriffen - allerdings nicht bei "0 dB" .,70.
Da ist dann halt wirklich ein kompletter "Grundabgleich" fällig.
MfG
Andreas
Vor allem aber auch die Kanalungleichheit ....
Wegen dem dumpfen Klang mit Dolby hoffe ich ja schwer auf den Azimutabgleich und die Entdrosselung :grinser:
.. mal ´ne "doofe" Frage: Du hast das Signal aber auch mit Dolby aufgenommen, oder?
Ansonsten - also bei Aufnahme ohne Dolby und anschließendem Abspielen mit Dolby - ist Es logisch das das Signal abgeschwächt wird raucher01.
MfG
Andreas
Aber Andreas .,c045, bitte schön .... klar war das mit Dolby aufgenommen und auch mit Dolby abgespielt..... .,111
Zitat von: kuni am Mittwoch, 15.Juli.2009 | 20:13:09 Uhr
...,111
:_sorry: War aus deiner "Ansage" so nich zu entnehmen - deshalb frug ich lieber nach ...; hätte ja sein könne -> Ist mir auch schon passiert :give_rose:.
Hier besteht erst ab ca. - 4 dB - Anzeige kein Unterschied eines ohne Dolby aufgezeichneten Signals beim Abspielen "Mit / Ohne".
Da wird aufgrund fehlerhafter Einstellung und / oder Bauteilealterung wohl auch der Arbeitspunkt der Schaltung verschoben sein und dadurch diverse Diskrepanzen hervor rufen.
MfG
Andreas
;0008....machst mich fertig... ;0008
Der Brasilianer ist ja wirklich schick geworden :_good_:...nur noch der Abgleich
und ich denke Du wirst ihn mehr lieben als anderes (evtl höherwertige) HiFiech :__y_e_s:
So gehts mir immer...wenn was zerlegt und kpl neu aufgebaut, sind das alles meine "Kinder". .,70
BTW
Welche Politur benutzt Du denn da für die Scheiben ?
Zitat von: m_ETUS_alem am Donnerstag, 16.Juli.2009 | 11:50:40 Uhr
;0008....machst mich fertig... ;0008
;ich?
Zitat von: m_ETUS_alem am Donnerstag, 16.Juli.2009 | 11:50:40 Uhr
... und ich denke Du wirst ihn mehr lieben als anderes (evtl höherwertige) HiFiech :__y_e_s:
So gehts mir immer...wenn was zerlegt und kpl neu aufgebaut, sind das alles meine "Kinder". .,70
Ooooooh ja :flööt: - kenne ich.
Seitdem ich mir (des Preises wegen) nur noch "Halbschrott" kaufe, steigt der Instandsetzungsaufwand natürlich, verbunden mit der "Beziehung".
Vlt. ist das der Grund wieso sich immer mehr zu Hause anhäuft :shok: ... (und fast ncihts mehr geht)...
Zitat von: m_ETUS_alem am Donnerstag, 16.Juli.2009 | 11:50:40 Uhr
Welche Politur benutzt Du denn da für die Scheiben ?
Das ist ganz ordinäre Kfz.Lackpolitur. Also nicht diese Art "Scheuercreme" (die macht Plexi blind), sondern von der Konsistenz eher wie "Body-Lotion".
.... man wenn das einer liest :_rofl_: -> Body-Lotion zum einreiben von Hifi :flööt:
Well, halt eine Lackpolitur, wie man sie verwendet um stumpfen Autolack (ohne Kratzer) wieder aufzupeppen.
Das tut's bei Plexi prima, nur Kratzer kann'ste damit nicht rauspolieren, aber eben die berühmten "Staubwischspuren" bei den Plattenspielerhauben.
Andreas, diese Pegel-Fummelei macht mich noch ganz wuschig.....
Zitat von: AndreasTV am Montag, 05.Oktober.2009 | 14:49:42 Uhr
@ "rcstorch ": Die "400 Hz" an sich sind im Prinzip "Schnuppe" da der ursprüngliche "richtige" Dolbyton ein gewobbeltes 400 Hz - Signal ist welches nur noch auf wenigen heute irgendwo in schlummernden Messkassetten Verstecken lagert ... .,111; Grundig, Teac u. Phillips hatten Die seinerzeit im Angebot.
Ein Ton von 250 Hz / 315 Hz tut´s genauso -> Es geht eh nur um eine simplen Pegelabgleich, welcher bei Dolby quasi exakt - 1,94 dB (200 nWb / m)unter dem Bezugspegel (315 Hz / 250 nWb / m) angesiedelt ist .,70.
Also zum Dolby-Pegelabgleich:
Wir nehmen an, ich habe ein Deck mit 200nWb/m auf 0dB = 775mV Playback abgeglichen.
Nun nehme ich also den +/-400Hz Ton und gleiche dann mit
eingeschaltenem Dolby ebenfalls auf 775mV ab ?
Wenn die Dolby-Marke an der Aussteuerungsanzeige auf 0dB "sitzt" (wir hatten mal postuliert, daß das dann mit größter Wahrscheinlichkeit einem "200nWb/m Gerät" entspricht), dann müßte die Anzeige ebenfalls 0dB anzeigen (wenn sie richtig kalibriert ist).
Korrekt ?
Wenn ich nun einen +/-400Hz Ton mit 0dB = 775mV einspeise und eine Eigenaufnahme
mit eingeschaltenem Dolby mache.
Was müßte ich dann idealerweise hinterband messen, bei
(a) Dolby ein (vermutlich 0dB ?)
(b) Dolby aus (vermutlich ca. +2dB ?)
:shok: Huch - jetzt werde ich auch "Wuschig" :flööt:.
Mahlzeit zusammen :_hi_hi_:.
Also:
Du hast ja die "BFC - 41" mit 315 Hz / 250 nWb / m, demzufolge musst Du dein Gerät auf + 2 dB => 975 mV am LineOut abgleichen; oder hast Du mittlerweile eine 400 Hz / 200 nWb / m - Kassette?
Und: Warum möchtest Du 775 mV am LineIn einspeisen :shok: - da wäre doch das Deck schon im Eingang wahrscheinlich übersteuert - oder hat dein "Brasilianer" da andere Eingangsempfindlichkeiten (Habe da jetzt ein SM nicht parat :_sorry:.
Beim Eumig waren´s doch z. Bspl. 100 mV / 100 kOhm - Diese jeweils in der BDA oder im SM angegebenen Eingangsempfindlichkeiten beziehen sich immer auf eine zu erzielene Vollaussteuerung bzw. "0 dB" :zwinker: (Beim Eumig also 775 mV am LineOut).
"... + / - 400 Hz ..." .,a015, Was ist damit gemeint; der sog. "Wobbelton"?
Du musst ja Das nehmen Was zur Verfügung steht .,a095.
Und: Beim Abgleich des Wiedergabepegels niemals das Dolby aktivieren!!
Habe ich jetzt vergessen auf etwas zu antworten ...
Edit: Hatte ich vorhin doch glatt vergessen zu schreiben ->
Bei Geräten mit regelbarer Ausgangsspannung ist in der Nähe des - so Es sich denn um ein
Dolbygerät handelt - Dolby - ICs ein Trimmer mit dem an einem definiertem Testpunkt (TP am
"RecOut" des ICs) die jeweile Ausgangsspannung des Bausteines für "0 dB" des unencodierten
Signals der Bezugskassette anstehen muss / soll (Bei Sony - ICs meist 300 mV, bei Hitachi
580 mV etc.) - erst danach wird dann die endgültige Ausgangsspannung am LineOut mit
einem seperatem Trimmer eingestellt.
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 15:45:41 Uhr
:shok: Huch - jetzt werde ich auch "Wuschig" :flööt:.
Wusch-wusch :_good_:
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 15:45:41 Uhr
Du hast ja die "BFC - 41" mit 315 Hz / 250 nWb / m, demzufolge musst Du dein Gerät auf + 2 dB => 975 mV am LineOut abgleichen;
Playback-mäßig, jepp .. ich wollte ja nun aber auf den Dolby-Pegel raus...
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 15:45:41 Uhr
oder hast Du mittlerweile eine 400 Hz / 200 nWb / m - Kassette?
No Sir - brauch' ich ja nicht, weil ich kann Dreisatz rechnen :grinser:
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 15:45:41 Uhr
Und: Warum möchtest Du 775 mV am LineIn einspeisen :shok: - da wäre doch das Deck schon im Eingang wahrscheinlich übersteuert
Au weia, es geht schon wieder los mit der Verwirrung :_tease:
... also ich dachte für den Dolby-Pegel Abgleich müßte das so .... .,a015, d.h. 315Hz einspeisen mit 0dB nach Aussteuerungsanzeige ?
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 15:45:41 Uhr
oder hat dein "Brasilianer" da andere Eingangsempfindlichkeiten (Habe da jetzt ein SM nicht parat :_sorry:.
Laß mal den Brasilianer beiseite - es geht zwar um den (weil das Eumig hat ja kein Dolby :_good_:) - aber ich habe ja kein SM von dem Teil.
Wir nehmen einfach mal an, es wäre mit 200nWb/m = 775mV = 0dB Playback abgeglichen.
Das hatte wir damals im "Brasilianer-Thread" als erste Testbasis festgelegt.
Ok, ich nehme also kein LineIn Signal, sondern von den Referenzkassetten.
Dann also den 315Hz/0dB Ton ?
Aber auf welche Ausgangsspannung gleiche ich dann den Dolby-Pegel ab ? - Doch wohl auf die gleichen 775mV (bzw. 975mV weil's ja 250nWb/m Ref.Kassetten sind), oder ?
Und wenn ich den Dolby-Pegel abgleiche (also nicht den Play-Pegel) dann muß doch Dolby an sein ?
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 15:45:41 Uhr
"... + / - 400 Hz ..." .,a015, Was ist damit gemeint; der sog. "Wobbelton"?
Nein kein Wobbel, sondern einfach irgendwas um die 400Hz für den Dolby-Abgleich.
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 15:45:41 Uhr
Und: Beim Abgleich des Wiedergabepegels niemals das Dolby aktivieren!!
Ja da nicht, aber für den Dolby-Pegel dann wohl doch.
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 15:45:41 Uhr
Habe ich jetzt vergessen auf etwas zu antworten ...
Ja:
Zitat von: PhonoMax
Der nächste Schritt wäre dann der Dolby-Pegelabgleich ... in der Weise, dass man über Band bei Vollpegel (315 Hz) und "Dolby off" vs. "Dolby on" dieselben Pegel am Ausgang erlöst.
Das verstand ich so, daß man ein 315Hz Signal mit 0dB nach Anzeige (bzw. Zeiger auf dem Dolby-Symbol) einspeist und eine Eigenaufnahme macht.
1x mit, 1x ohne Dolby und das wieder abspielt, wobei sich je im Vergleich Vorband/Hinterband, bzw. mit/ohne Dolby wieder 0dB an der Anzeige ergeben müßten.
Hi Matthias,
ich denke da geht einige überkreuz......
also nochmal von Vorne......
die BC-41 in das Kassettendeck..... und den Playback-Level-Poti so abgleichen dass beim 315 Hz Vollpegelton am Ausgang eines "200 nWb/m Deck" 975 mV rauskommen..... (Output-Regler, wenn außen vorhanden, komplett aufziehen!)
Ob Du diesen Vorgang mit einem 300-400 Hz Ton machst ist völlig unerheblich für den eigentlichen Vorgang.
Danach für den Dolby Pegel "Abgleich" einen 300-400 Hz Ton mittels Tongenerator so einspeisen, dass am Ausgang des Decks (Outputregler komplett aufziehen, Eingangsregler (wenn nicht anders bekannt, auch komplett aufziehen!), ein einem 200 nWb/m Deck am Ausgang 775 mV anliegen. Tapeschalter auf Vorband!.
Nun die Aufnahme starten..... Tapeschalter auf Hinterband!
Nun am REC-Level-Poti so einstellen dass kein Pegelsprung zu sehen ist bei der Umschaltung Vor- <=> Hinterband.
Damit ist das erledigt, was Du als Dolbyabgleich bezeichnest.....
Einen richtigen Dolbyabgleich kannst Du nur erstens bei diskret aufgebauten Dolbykreisen machen und zweitens fehlt Dir dazu eine Dolby Messkassette mit 400 HZ Wobbelton!
@ Jürgen: Soweit ich mich erinnere - finde den Thread grade nicht - war im seinerzeit gepostetem Schaltbildauszug ein Trimmer direkt vor dem Dolbykreis => Damit wird dann der Dolbypegel eingestellt und erst dann die endgültige Ausgangsspannung des Gerätes :zwinker:.
MfG
Andreas
:shok: Wo ist denn mein Post vor Deienm (Jürgen) geblieben ....
Hi-Ho und guten Abend :_hi_hi_:
Zitat von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 20:35:21 Uhr
also nochmal von Vorne......
I'm sorry :_sorry:
Zitat von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 20:35:21 Uhr
die BC-41 in das Kassettendeck..... und den Playback-Level-Poti so abgleichen dass beim 315 Hz Vollpegelton am Ausgang eines "200 nWb/m Deck" 975 mV rauskommen.....
= Playback-Abgleich, soweit ist's mir klar.
Wobei es 969mV heißen müßte (theoretisch .,111), weil die König = 250nWb/m, 250/200 = 1,25 und 775mV * 1,25 = 969mV
[/KLUGSCHEISSMODE]
... aber man will's ja genau wissen :give_rose:
Zitat von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 20:35:21 Uhr
Danach für den Dolby Pegel "Abgleich" einen 300-400 Hz Ton mittels Tongenerator ...
= REC-Level-Abgleich, soweit auch klar.
Zitat von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 20:35:21 Uhr
Damit ist das erledigt, was Du als Dolbyabgleich bezeichnest.....
Leider nicht, weil
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 20:42:48 Uhr
war im seinerzeit gepostetem Schaltbildauszug ein Trimmer direkt vor dem Dolbykreis => Damit wird dann der Dolbypegel eingestellt und erst dann die endgültige Ausgangsspannung des Gerätes :zwinker:.
Jepp, genau das meinte ich.
Thread war der hier:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.0
Wobei wir die Einmesserei hier
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4674.0
fortgesetzt hatten.
Schaltplan hier:
http://www.abload.de/img/gradientecd-3500schaltm5r0.tif
Danke :_good_: - sofort gucken (Erinerte mich deshalb an das Trimmerle weil Hans - Joachim doch auch Was in der Richtung geschrieben hatte) :_55_: ...
Bevor der Wiedergabekanal nicht "steht" brauchen Wir an den Aufnahmeabgleich keien Gedanken verschwenden, auch nicht an ;0001 ... :flööt:
MfG
Andreas
Genau der Kommentar von Hans-Joachim brachte ja damals die Erläuchtung.
Ich hatte ihn auch deswegen vorher zitiert.
Also vlt. nochmal zurück zu meinem Post von gerade eben:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4886.msg135508#msg135508
.. ist das verbaute Dolby - IC nicht kompatibel mit dem "NE645" .,a015 ...
Dann müssen beim Abspielen einer 200 nWb / m - Dolbykassette an den "RecOut" - Pins des ICs je 580 mVeff eingestellt werden - bei / mit der "BFC - 41" dementsprechend => 730 mV an Pin 3:__y_e_s: .,a095.
Das Poti dort ist doch das "Dolby Ajuste ...".
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 21:27:40 Uhr
.. ist das verbaute Dolby - IC nicht kompatibel mit dem "NE645" .,a015 ...
Soweit ich weis schon.
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 21:27:40 Uhr
Dann müssen beim Abspielen einer 200 nWb / m - Dolbykassette an den "RecOut" - Pins des ICs je 580 mVeff eingestellt werden
Und wie kömmt er da drauf ?
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 21:27:40 Uhr
Das Poti dort ist doch das "Dolby Ajuste ...".
Jepp, genau das.
Zitat von: kuni am Mittwoch, 21.Oktober.2009 | 23:15:26 Uhr
...
Und wie kömmt er da drauf ?
...
Moin moin :_hi_hi_:.
"Er" kommt darauf weil dort im Schaltbild extra eine Art "Pfeil" genau einem solchen üblichen Abgleichpunkt zugeordnet ist und der bei 200 nWb / m hervorgerufene Bandflux am "RecOut" eine Signalspannung hervorbringen muss welche dem Referenzoutput / der Referenzspannung dieses Dolby - ICs entspricht -> "0 dB" an Pin 3 = 580 mVeff (bei hier zugrunde gelegten 200 nWb / m, bei 160 nWb / m müssten dort ebenso diese 580 mV anstehen bei Nutzung einer geringeren Bandflußannahme - mit der "BFC - 41" dann aber 906 mV).
Habe das Datenblatt des "NE645N" mal hochgeladen ->
https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/NE645_Dolby_IC.pdf
MfG
Andreas
Moin Andreas,
aha :;aha,
.. aber müßten die Spannungen an Pin3 nicht etwas anders sein ?
- Testton von BFC41 (250nWb/m), 315Hz/0dB (Dolby an oder aus ?)
- Bei 200nWb/m müßten sich an Pin3 580mV ergeben, bei 250nWb/m dann aber doch entsprechend * 1,25, also 725mV
Guten Tag, Matthias / Forenten :_hi_hi_:
.... stand Alles in dem Post welcher gestern eigentlich direkt vor Jürgens Post erscheinen sollte, ich Vollpfosten aber wohl statt "Absenden" Wer weiß Was gedrückt hatte hier :_sorry: :cray:.
Deine Anmerkung zur Spannung - 250 nWb / m = 725 mV - ist natürlich vollkommen korrekt :_good_:
Und: Dolby - egal Wo, Wann oder Was auch immer => Immer deaktiviert bzw. aus :0keule.Selbst in dem Datenblatt / allegemein in den Datenblättern der Dolby - ICs - steht bei der Angabe der Referenzspannung etwas wie in der Art "Dolby aus" .,111.
MfG
Andreas
Hi Andreas,
das mit dem Dolby
immer aus leuchtet mir noch nicht ganz ein.
Ich würde vermuten (ich meine das auch im SM zu erkennen), daß das Dolby-IC doch nur in den Signalpfad eingeschleift wird, wenn Dolby=ON.
Ansonsten geht doch das Signal am IC vorbei, was dann aber auch bedeuten würde, daß das "Dolby Pegel Poti" bei ausgeschaltenem Dolby inaktiv ist.
Um an dieser Stelle nochmal den zentralen Satz von Hans-Joachim zu erwähnen:
Zitat von: PhonoMax
Der nächste Schritt wäre dann der Dolby-Pegelabgleich ... in der Weise, dass man über Band bei Vollpegel (315 Hz) und "Dolby off" vs. "Dolby on" dieselben Pegel am Ausgang erlöst.
Er will doch damit sagen, daß die folgenden 4 Messungen
(1) Vorband, Dolby aus
(2) Hinterband, Dolby aus
(3) Vorband, Dolby ein
(4) Hinterband, Dolby ein
gleiche Pegel am Ausgang ergeben sollten, und zwar idealerweise 0dB.
Also würde ich meinen, daß man erst einmal (1) und (2) per Playback und Rec Abgleich (bei Dolby aus) erreicht.
Im Nachgang dann über den Dolby Pegel Trimmer (3) und (4) bei Dolby
an so angleicht, daß sich gleiche Ausgangspegel ergeben.
Hi Matthias,
Hans-Joachim schraibt aber auch deutlich vom Dolby-Abgleich!
Wird ein solcher nicht gemacht, bzw. ist nicht nötig, gehört Dolby (egal welches) immer ausgeschaltet. Dies gilt übrigens für ein jedes Rauschunterdrückungssystem!
Richtig, bei mir ist es auch immer ausgeschaltet :smile Ausgeschaltet ist ein Dolby und sonstwaskreis immer noch am besten. Was nützt sorgfältigster Abgleich, wenn es auf einem anderen Deck nicht mehr stimmt? :_sorry:
Lieber Matthias / Forenten :_hi_hi_:.
Hans - Joachims Einlassungen bzw. die von Dir angesprochene Passage war / ist da von Nutzen wenn ein Dolbypegel (Besser = "Dolbyspannung für "0 dB") - ursächlich vom verbautem IC oder aber bei diskreter Bauweise - nicht vor dem Abgleich aus einem SM oder sonstwie ermittelt werden kann .,a095.
Hier können wir Uns ja auf das Datenblatt des verbauten Encoders beziehen.
Die Tonkopfspannung wird auch nicht "um das IC geführt" bei deaktiviertem Dolby (ansonsten wäre Es ja so wie Du schon geschrieben hast die Trimmerle Zierde) sondern IC - Intern über eine quasi kurzgeschlossene Verzögerungsleitung "gejagt" (Die Verzögerungsleitung dient der Zusammenführung von dem en - / dekodiertem Signalanteilen um am Ausgang das dann wieder komplette Nutzsignal = Audiosignal zu haben).
Bei deaktiviertem Dolby kann zudem der Pegel selbst dann noch korrekt eingestellt werden wenn Zusatzbauteile (Spulen, Caps etc.) eventuell mal defekt sind =>
Da im "Dolby - Off - Modus" die externe Beschaltung des ICs keinerlei Auswirkungen auf das eigentliche Audiosignal hat ist man(n) somit immer "auf der sicheren Seite" :_good_:.
So einfach ist Tennis :flööt: ...
@ André: Was haben die Leuts immer gegen das arme Dolby - für die Toleranzen unserer "Sparsenkelmachinen" kann das Verfahren ja nunmal wirklich Nichts :give_rose:; diesen Punkt beterffend wundere ich mich derzeit aber auch etwas da hier gerade drei Geräte auf dem Tisch stehen wovon wieder zwei unterschiedliche Pegel vorhanden sind ;0006 ...
Wenn aber mal die Wiedergabe einer dolbysierten Kassette wirklich nicht "hinhaut" - sei Es vonwegen schlechter FG des TKs oder einfach Alterung des MAterials - so schalte ich halt "Dolby - Off" -> und erfreue mich an einer "etwas knackigeren" Wiedergabe (Welche in solchen Fällen ohne eine dolbysierte Aufnahme nicht möglich gewesen wäre da "Badewannensound" ;0001).
MfG
Andreas
Ok, Jungs, aber für was braucht's dann das ""Dolby Pegel Trimmer'le" überhaupt, wenn doch alles mit dem Playback-Abgleich erschlagen ist und dafür hat das Deck ja noch ein gesondertes Poti ?
:0keule ... gleich bin ich da .,111 ...
Nein - war Spaß :give_rose:.
Mit dem Dolby - Abgleichtrimmer wird der Dolbypegel = Wiedergabepegel eingestellt (Der Ausgangspunkt für die Encoder / Decoderachse), dafür braucht´s den.
Den dann quasi "Dolby - Aufnahmepegel" stellst Du hinterher mit dem Aufnahmepegeltrimmerle ein ;-).
MfG
Andreas
Also jetzt steh ich auf'm Schlauch......
Warum Das jetzt????
Dolby und Alles Was damit zu tun hat ist erscheint eigentlich manchmal nur "so schwer" weil´ so simpel ist :flööt: - kenn´ ich aus eigener Erfahrung.
Ich sollte Dir wohl mal m. ;0009nummer zukommen lasen .,a015.
MfG
Andreas
Na für mich war die Sache mit dem Playback Pegel (=Wiedergabepegel) einstellen (mittels Playback Poti) erst mal klar.
Dann Rec Level mit dem dafür zugehörigen Poti.
Jetzt habe ich in meinem Kopf auf einmal 2 Potis für den Wiedergabepegel ..... = Playback + das Dolby Dingens
Zitat von: kuni am Donnerstag, 22.Oktober.2009 | 19:22:28 Uhr
....
Jetzt habe ich in meinem Kopf auf einmal 2 Potis für den Wiedergabepegel ..... = Playback + das Dolby Dingens
.,013 Playback - u. Dolbylevel - Trimmerle sind das Gleiche, beimanchenGeräten kommt teilweise ein "zweites Playback - Trimmerle" Richtung Ausgang (Ausgangsverstärkerstufe vor´m Line Out) dazu ->
Mit Diesem wird aber nicht der eigentliche Playback - Level eingestellt sondern die max. Ausgangsspannung (z. Bspl. die immer wieder "heraufbeschworenen" 775 mV ;0001) ;-).
Edit: Deshalb steht ja auch in so manchem SM einmal Was vonwegen Dolbypegel einstellen (Bezieht sich dann auf die Referenzspannung des verbauten ICs) und ein dann als "Playbacklevel" bezeichnetes Ausgangsspannungstrimmerle welche dazu meistens von Außen dann "grob" eingestellt wird zur Anpassung an verschiedene Eingangsstufen (Verstärker, Mischpulteingänge, anders Tape usw.).
MfG
Andreas
Aaaaah ok, jetzt's hat's "gschnagglt" ....
Hab' mich gerade noch im Schaltplan getummelt:
Um ehrlich zu sein - man kann das ja kaum im Schaltplan lesen - vermute ich, daß das Poti gar nicht am Ausgang Pin3 des Dolby-IC hängt, sondern vom Wiedergabeverstärker (IC01) einen Eingang am Dolby-IC bedient (Pin kann ich nicht lesen).
Dann wäre das Poti evtl. doch dafür zuständig, am Dolby irgendwas - abhängig vom PB Level - einzustellen ....
Ich muß da mal die Platine verfolgen, an welchem Pin das Poti dran hängt...
Genau :__y_e_s:: Tonkopf -> TK - Verstärker -> Dolby - / Wiedergabe - IC.
Das Signal vom TK - Verstärkerbaustein sollte am Dolby - IC an Pin 2 eingespeißt sein; der Schaltplan ist wirklich s...mäßig zu lesen, Hans -Joachim nannte Das nicht ohne Grund "Augenpulver".
Aber davon jezuz mal abgesehen: Hier geht´s ja ursprünglich um die Kassetten zum Einmessen .,a015, sollten wir Uns da nicht lieber "rüber machen" in den "Brasilianer" - Thread bevor Jürgen mit der Kelle u. dem Maulkorb kommt :flööt: ...
MfG
Andreas
Ok stimmt. Der Schleifer geht an den Eingang Pin5 vom Dolby IC (gerade auf der Platine kontrolliert).
@Jürgen:
Vlt. verschiebst Du bei Gelegenheit den ganzen "Brasilianerteil" in den Brasilianer-Thread ? - Bitte :give_rose:
Klar - der eine Kanal -> Pin 5 rein Pin 6 raus, der Andere Pin 2 rein und an Pin 3 raus ;-).
MfG
Andreas
Hi Jungs,
kann ich gerne verschieben, wenn Ihr mir sagt ab welchem Post ich verschieben soll....
@Jürgen,
ich würd' sagen ab hier nahm das Debakel seinen lauf:
http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4886.msg135497#msg135497
Danke auch :_good_:
@Andreas:
Die Reihenfolge und Meßpunkte des Abgleichs ist dann aber auch noch wichtig, oder ?
Also (der Kürze mal bezogen auf eine 200nWb/m Kassette, bei 250nWb/m halt alles x 1,25) alles mit Dolby aus:
1.) Mit Dolby Trimmer (Dolby Nível) am Pin3/Dolby-IC gemessen, auf 580mV einstellen
2.) Mit dem Playback Poti am LineOut gemessen, auf 775mW einstellen
Hab ich's jetzt ?
Moin moin zusammen :_hi_hi_:.
Ahh - verschoben, Klasse :_good_:.
Jepp - so ist´s richtig, Matthias .,a095. Ich schau später noch mal in´s Schaltbild ob da so ein Poti / Trimmer ist, seitens der Betriebsspannungen sollten 775 mV schon verkraftet werden bzw. möglichst verzerrungsfrei am Ausgang anstehen.
MfG
Andreas
... gibt´s eventuell irgeneine "Art" von Neuigkeiten?
Mahlzeit zusammen erstmal :_hi_hi_:.
MfG
Andreas
Hi Andreas,
bisher noch nichts neues. Mein "Herrenzimmer" mit dem ganzen Equipment befindet sich im Moment noch im Umbau und deswegen komme ich erst mal nicht an die Meßtechnik. Komme da vermutlich erst wieder nächste Woche zu was, aber ich berichte .,73
´m Abend.
Grade erst gesehen ...
Na dann warten Wir mal noch ein wenig :drinks:; musste nur vorhin daran denken.
MfG
Andreas
Hi zusammen,
gestern ging's mal wieder etwas weiter mit dem Brasilianer, wobei ich das Teil beinahe aus dem Fenster geschossen hätte, aber der Reihe nach...
Ich hatte nochmal die Geschwindigkeit kontrolliert. Dabei ist mir aufgefallen, daß die ständig driftet und geringer wird.
Ich lies das Deck dann laufen und ging erst mal eine rauchen. Wieder zurück, stand der Motor, war recht warm und es ging gar nichts mehr.
Zunächst hatte ich an eine Art "Heißabschaltung" gedacht, aber nach Stop, 2 Min Pause und erneut Play, lief er wieder und wurde dann wieder langsamer bis zum Stillstand.
Also Spannung gemessen, die zunächst auf 13V stand und dann sukzessive runter ging auf knapp unter 10V und da bleibt der Motor dann eben stehen.
Habe dann alle Elkos aus der Motortreiber-Platine ausgebaut, getestet = alle scheinen ok.
Nach wieder einlöten, lief's dann. Also vermutlich eine kalte Lötstelle. Deswegen alles erst mal nachgelötet.
Weiter also im Text mit dem Azimut...
Erst bei 1kHz, dann bei 10kHz jeweils mit MVM + Oszi gemeinsam gemessen und eingestellt.
Bei 1kHz ging das noch prima, aber bei 10kHz ist das schon eine fitzelige Angelegenheit.
Außerdem hat sich der Azimut bei Stop-Rückspulen-Play usw. immer wieder verstellt.
Da hätte ich die nächste Krise bekommen können, wenn man sich dann die TK Konstrunktion mal anschaut:
Da sitzt der TK also auf einem Federplättchen. Rechts ist der TK per Abstandshalter und verlackter Schraube direkt am LW-Chassis fixiert. Links zieht eine zweite (unverlackte) Schraube das Federplättchen nach hinten in Richtung LW-Chassis, wobei da keine Feder dazwischen ist. Das übrigens auch nachdem ich etwas Loctite Schraubensicherungslack auf's Gewinde gegeben habe. Die Schraube selbst bewegt sich mMn nicht mehr. Ich vermute nun, wenn man per Stop/Play den Kopfschlitten hoch/runter bewegt, daß dann jenes Federplättchen auf der linken Schraube etwas wandert und sich deswegen der Azimut immer wieder verstellt. Muß ich nochmal zerlegen und eine kleine Feder dahinter auf die Schraube aufziehen, dann sollte da Ruhe sein.
Das alles hat schon mal irre Zeit gekostet, womit wir zum eigentlichen Problem kämen:
Plan war es ja, das Deck wiedergabeseitig auf 200nWb/m bei 775mV = 0dB abzugleichen. Das Ganze mit der König Kassette mit 250nWb/m.
Also Vorgang wie hier im Vorfeld schon erörtert:
- Dolby aus, Output Level/Aussteuerungsregler voll auf
- 315Hz/0dB Vollaussteuerungssignal von der König abgespielt.
- Nach Andreas' Vorschlag am Pin3/Dolby-IC auf 725mV mit dem "Dolby Nível Poti" eingestellt (Soll = 580mV @ 200nWb/m -> entspricht 725mV @ 250nWb/m)
- Dann mit PB Poti auf 969mV am Line-Out eingestellt (Soll = 775mV @ 200nWb/m -> entspricht 969mV @ 250nWb/m)
Soweit alles super, also ging ich über zum Abgleich der VU's:
Ein 0dB Signal von einer 200nWb/m Kassette würde ja jetzt 0dB an der Anzeige und 775mV am Line-Out bringen.
Dementsprechend müßte das 0dB Signal der 250nWb/m König Kassette also +2dB an der Anzeige und 969mV am Line-Out bringen.
Line-Out Spannung paßt, aber die VU's stehen am rechten Anschlag.
Also versucht, mit den beiden VU Kalibrierungs-Potis, die VU's auf +2dB einzustellen.
Das geht gerade noch so, aber die Potis stehen dann voll am Anschlag, das kann doch so nicht sein ?
Also Gegenprüfung:
Vom Frequenzgenerator mit -20dB (77mV) in den Line-In und VU Anzeige mit MVM am Line-Out verglichen. Da korrelierte gar nix.
Also bin ich wieder rückwärts gegangen mit der Einstellung und habe 0dB VU Anzeige abgeglichen mit 0dB am Line-Out mit MVM.
Dann wieder die König rein, 0dB Signal abgespielt und da stehen die VU's wieder auf dem rechten Anschlag.
Was ist hier madig ?
Mache ich einen Denkfehler ?
...oder sollte das Deck doch mit 250nWb/m eingestellt werden, weil die Potis sonst gar nicht in ihrem "Fangbereich" liegen ?
Hallöle :drinks: :_hi_hi_:.
Mmhh - klingt jetzt auf den erstem "Blick" etwas seltsam ...
Du sprichst bezüglich der Aussteuerungsanzeige von VUs -> Wenn´s welche sind mußt Du Anders abgleichen =>
Eingangssignal am LineIN auf 388 mV eff am LineOut einstellen und dann die VUs je auf "0 dB".
Sind auf den Skalen auch Dolbymarken?
MfG
Andreas
.... gerade nochmal gelesen ->
Eine Feder sollte unbedingt zwischen dem Chassis und der "Blattfeder" am TK hinein -> Ansonsten verstellt sich der Azimuth bei der kleinsten Erschütterung (Hast Du ja schon leidlich mitbekommen).
Eventuell eine Feder aus irgendeinem Schlachtgerät nehmen - gib mir doch mal die "ca. - Werte" betreffend der Länge / des Durchmessers, dann schau´ ich mal bei meine Technicsen nach .,a095.
Bezüglich der Wiedergabegenauigkeit des Azimuths u. der Pegel allgemein: Das ist die Crux bei Kassettengeräten. Aufgrund der Bauweise ist´s da überwiegend echt schwierig: Nicht umsonst schreibt z. Bspl. Sony in seien SMs das die Pegel auch nach wiederholtem Stop - / Start - Modus kontrolliert werden sollen :__y_e_s:.
Da reicht Es schon wenn die Kassettenhalteklappe / Andruckplatte nicht genug "Druck" ausübt und infolge dessen das Band bzw. Kassettengehäuse immer ein wenig Anders im Schacht zu liegen kommt ...
Das alte Lied der "Klappermechanik" an Kassettendecks; bei Revox z. Bspl. gibt´s Das so nicht :flööt:.
Davon jetzt mal abgesehen: Du kannst natürlich das Deck auf 250 nWb / m abgleichen - aber nur "für" den Endausschlag :flööt: ... -> Dolby gab´s nur mit 160 nWb / m & 200 nWb / m :give_rose: - nie nicht mit 250 nWb / m (zumindest Was Kassettengeräte betrifft).
MfG
Andreas
MfG
Andreas
Hi Ho :drinks:
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 11.November.2009 | 10:40:43 Uhr
Du sprichst bezüglich der Aussteuerungsanzeige von VUs -> Wenn´s welche sind mußt Du Anders abgleichen =>
Sagen wir mal, es sind Zeigerinstrumente auf denen "VU" steht :grinser:.
Das Teil hat ja auch noch Peak-LED's. Vor dem Verdrehen der VU Potis, hatte ich nochmal geschaut, wie die Peak-LED's mit den VU's im Urzustand korrellieren. Dabei hat sich gezeigt, daß wenn die +6dB Peak-LED gerade erlischt, die VU's auf ca. 0dB stehen.
Demzufolge hatte ich mir gesagt, es scheinen VU's zu sein, mit dem vielfach erwähnten 6dB Vorlauf.
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 11.November.2009 | 10:40:43 Uhr
Eingangssignal am LineIN auf 388 mV eff am LineOut einstellen und dann die VUs je auf "0 dB".
Wie leiten sich denn nun diese 388mV her ?
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 11.November.2009 | 10:40:43 Uhr
Sind auf den Skalen auch Dolbymarken?
Jein: Bei 0dB steht "100%" und bei +3dB steht "CAL" (wenn ich's recht weis)
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 11.November.2009 | 10:55:53 Uhr
Eventuell eine Feder aus irgendeinem Schlachtgerät nehmen - gib mir doch mal die "ca. - Werte" betreffend der Länge / des Durchmessers, dann schau´ ich mal bei meine Technicsen nach .,a095.
Ich muß mal in meinem "Federhaufen" schauen, ich denke ich habe da was, bzw. kann ein Stück Feder aus einer anderen abknipsen.
Muß ja keine spezielle Feder sein, sondern eine die halt genügend "Druck" hat den TK in Position zu halten.
Geschätzt würde ich meinen, daß zwischen Federblech des TK und LW Chassis so ca. 3mm liegen (Innendurchmesser ca. 2mm).
Hi Matthias,
wenn der Brasilianer zusätzliche PEAK-LEDs hat, so ist davon auszugehen dass die VUs mit +6 dB Vorlauf zu justieren sind.....
Also ist dann bei 775 mV = 0 dB der entsprechende Pegel (eingerechnet der 6 dB Vorlauf) für die Justage der VUs auf 0 dB = 388mV Eingangspannung.
Soll heißen die VUs werden bei einer Eingangspannung von 388mV auf 0 dB abgeglichen. Somit beträgt dann der Vorlauf der VUs +6dB.
Mal was anderes, wie weit ist der + dB Bereich Deiner VUs? Z.B. Bei ReVox A-77 ist dieser bis +6 dB und somit entfällt dann diese Umrechnung.....
Zitat von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 11.November.2009 | 11:43:54 Uhr
Mal was anderes, wie weit ist der + dB Bereich Deiner VUs? Z.B. Bei ReVox A-77 ist dieser bis +6 dB und somit entfällt dann diese Umrechnung.....
Vielleicht doch noch mal einen Blick auf eine A77 werfen?
Gruß Ulrich
Zitat von: Jürgen Heiliger am Mittwoch, 11.November.2009 | 11:43:54 Uhr
wenn der Brasilianer zusätzliche PEAK-LEDs hat, so ist davon auszugehen dass die VUs mit +6 dB Vorlauf zu justieren sind.....
Shit Mann ..... Jürgen Du hast ja so recht :_good_:.
Die Sache mit dem Vorlauf hatte ich gestern gänzlich "verdrängt".
Dann sieht die Sache doch gar nicht so schlecht aus, wie ich dachte.
Laß mich mal eben resümieren, weil mit der ganzen Umrechnerei wird man ja ganz irre :_tease::
Für 200nWb/m vom Band (eingemessen auf 200nWb/m)- Ein 315Hz/0dB Signal einer 200nWb/m Kassette ergäbe: Uout = 775mV (entsprechen 0dB) am Ausgang.
- Mit 6dB Vorlauf, müßten die VU's dann bei +6dB stehen.
Für 250nWb/m vom Band (eingemessen auf 200nWb/m)- Ein 315Hz/0dB Signal einer 250nWb/m Kassette ergibt dann: Uout = 775mV * 1,25 = 969mV (entsprechen +1,9dB) am Ausgang.
- Mit 6dB Vorlauf, stehen die VU's dann bei +8dB.
Meine VU's gehen aber nur bis +5dB und deswegen stehen die Zeiger auch voll im "rechten Wald".
Damit ist doch alles wieder in Butter und heile Welt .,a095
Ich weis jetzt auch woher die 388mV kommen :;aha :
Mit 250nWb/m und 6dB Vorlauf auf +8dB nach Anzeige abgleichen geht ja nun mal nicht, wenn die Skala blos bis +5dB geht.
Also runter mit der Ausgangsspannung auf die Hälfte, entsprechend -6dB, um so quasi den Vorlauf "abzuziehen".
:shok: ... ihr macht Einen noch ganz Kirre prost02 :_55_: ...
Mahlzeit erstmal :_hi_hi_:.
Puh - Wo fängt man jetzt sinnvollerweise an damit Land in Sicht kommt????
Also: Jürgen hatte mit der Ausführung -> VU = ca. 6 dB Lead (Vorkauf) recht ...
Aber: Nix da mit 388 mV Eingangsspannung :0keule =>
Das Gerät hat doch nur eine Eingangsempfindlichkeit von ca. 100 mV (= entspräche Vollaussteuerung) - Wo bzw. Wie "zum Henker" wollt "Ihr" da dann gleich 388 mV "rein prügeln", Wo sind nochmal die Daten des Decks nachzulesen? .,a015.
Das gebe eine schöne Übersteuerung schon im Eingangsverstärker und das Deck mutiert zum "Rechteckgenerator" :_rofl_: :flööt: ...
Versuch einer kurzen Zusammenfassung:
50 % Eingangssignal sollten im Idealfall 50 % Ausgangsspannung generieren.
Vollaussteuerung war meiner Erinnerung hier nach 775 mV.
Ergo - den notwendigen VU - Meter - Vorlauf berücksichtigend - sollte das Eingangssignal am Eingang derart sein das am Geräteausgang (Line Out) 50 % = - 6 dBu an Spannung herauskommen => Schwups, da haben Wir ja die für etwas Verwirung sorgenden 388 mV .,a095 :;aha.
Gemäß dem veranschlagtem Vorlauf werden nun die VUs bei halber Vollaussteuerung auf quasi Vollaussteuerung = 0 dB eingestellt - Voilla :flööt:.
Die Peak - LEDs dürften erst dann aufblinken bei + 6 dB, sprich bei wirklich am Ausgang anstehenden 775 mV ...
... für´n Congnac ist´s leider noch etwas zu früh - iich könnte jetzt Einen vertragen :_sorry: :give_rose:.
Edit: Man sollte die Entwickler welche VUs in die Geräte implementieren eh "verklagen" ->
Versuche doch mal Einer etwas ausser Nachrichten oder "Geh - schlafen - WAlzer" auch nur halbwegs vernünftig auszusteuern :shok: :girl_devil: - Das wird Nichts.
Habe dahingehend "Experimente" mit dem RS - 616 hinter mir ;0001 = Chaos pur bzw. auf Peakmetern im Schnitt + 4 bis +8 dB "too much" :wallbash :_thumbdown_:.
MfG
Andreas
Jürgen meinte die 388mV am Ausgang :_hi_hi_:
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 11.November.2009 | 18:10:43 Uhr
Jürgen meinte die 388mV am Ausgang :_hi_hi_:
... ist ja schon gut :_sorry: ;0001.
Aber hatte ich doch schon in m. erstem Post geschrieben - deshalb verwunderte mich Das schon etwas ->
"... Eingangssignal am LineIN auf 388 mV eff am LineOut einstellen und dann " - vielleicht hätte ich "... auf 388 mV am LineOut ..." dick schreiben sollen :flööt:.
Aber lassen wir Uns überraschen wie´s weiter voran geht .,a095.
MfG
Andreas
Na das hab' ja sogar ich mittlerweile begriffen :;aha, daß man in die Line-In's nicht mit Vollgas reinfahren darf ...
Ich denke er wollte sagen, daß man ausgangsseitig mißt und eingansgseitig so lange Gas gibt, bis am Ausgang 388mV anstehen :_good_:
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 11.November.2009 | 15:52:08 Uhr
Die Peak - LEDs dürften erst dann aufblinken bei + 6 dB, sprich bei wirklich am Ausgang anstehenden 775 mV ...
Oder anders gesagt: Bei 0dB VU blinkert die -6dB Peak LED (wenn das Deck denn eine hat) :_hi_hi_:
... Jungs, hab's gecheckt :_good_:
Ich geb's zu, es gibt da so viele Details, die wir irgendwie alle schon mal hatten, aber am Meißten lernt man einfach wenn man's selber mal macht und da bin ich ja gerade bei - nur so kommt der echte Lerneffekt und deswegen mache ich ja das Ganze.
Das Deck ist übrigens gerade damit beschäftigt eine MC im Dauerbetrieb abzuspielen - bevor ich was weiter mache, will ich erst mal wissen, ob der Motor jetzt durchhällt, oder mich wieder im Stich lassen würde.
... dann muß ich nachher noch meine Federschachtel umkramen ....
Zitat von: kuni am Mittwoch, 11.November.2009 | 18:52:02 Uhr
...
daß man ausgangsseitig mißt und eingansgseitig so lange Gas gibt, bis am Ausgang 388mV anstehen :_good_:
Oder anders gesagt: Bei 0dB VU blinkert die -6dB Peak LED (wenn das Deck denn eine hat) :_hi_hi_:
...
:_good_: Genau - aber So klingst´s doch zu einfach ;0001 ... ;-).
Wegen der Fesder: Werde morgen mal Die von einem defektem Dünnfilmkopf ausmessen mit der Schieblehre falls Das in deiner Schachtel nicht fruchtet bzw. das Passende dabei ist; oder wir nehmen Sekundenkleber :_55_:.
MfG
Andreas
Grad' hab' ich das 388mV Gedöns ausprobiert - paßt genau :_good_:.
50% weniger Input liefern dann auch -12dB (soweit man das auf den Schätzeisen ablesen kann .,35).
Die 315Hz/0dB von der König liefern wie gedacht einen fetten Rechtsausschlag und lt. MVM +2dB - paßt auch bei zugrundegelegten 200nWb/m für's Einmessen.
Deck läuft zudem jetzt auch schon wieder eine Weile auf Nenndrehzahl, also wird's wohl doch eine kalte Lötstelle auf der Motorsteuerungsplatine gewesen sein .,d040
EDIT:
Feder habe ich glaube ich auch eine gefunden, scheint von einem Kugelschreiber zu sein.
Ich konnte sie so kürzen, daß sie zusammengedrückt 3mm hat (der Spalt zwischen TK Plätchen und LW Chassis hat 4mm).
Dann noch die äußeren beiden Windungen etwas verkleinert, daß sie auf dei 2mm Schraube passen.
Ich denke, das könnte funktionieren...
EDIT2:
Feder sähe dann so aus:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/thumb_Gradiente_CD-3500_Tonkopf_Feder.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-3500_Tonkopf_Feder.jpg)
... das klingt doch optimistisch :_good_:.
Aber - 12 dB .,a015 - Das raff´ ich jetzt nicht (Was aber Nichts zu heißen hat :_sorry:) ...; aber VUs sind ja eh mit etwas Vorsicht zu genießen -> siehe m. Erfahrungen bei Probeaufnahmen :shok:.
Die Feder sollte ausreichen - ansonsten lese ich ja hier mit und schaue dann bei meinem ausgemustertem TK nach :drinks:.
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 11.November.2009 | 20:00:13 Uhr
Aber - 12 dB .,a015 - Das raff´ ich jetzt nicht
Sorry, soll heißen -12dB bezogen auf 0dB.
Also 775mV = +6dB am VU, die Hälfte - 388mV = 0dB am VU, wieder die Hälfte - 194 = -6dB am VU.
Hier schon mal die Frequenzgänge mit der CrO2 Kassette, also keine Eigenaufnahmen:
Urzustand:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_FG_CrO2_Urzustand.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_FG_CrO2_Urzustand.jpg)
und nach PB abgleich auf 200nWb/m:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_FG_CrO2_PB_200nWbm.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_FG_CrO2_PB_200nWbm.jpg)
Die Delle im ersten Bild kam vermutlich von dem getauschten Dolby IC, das ja letzten Endes nach dem Tausch nicht richtig eingestellt war.
Da sieht man, daß die Delle nun weg ist.
Wenn man bedenkt, daß der FG im Mittelfeld bei -18dB verläuft und bei ca. 18kHz die -20dB Linie durchfährt (also um 2dB abgefallen ist) dann ist der FG eigentlich gar nicht so schlecht, oder ?
Jepp - Das sieht nicht übel aus :drinks:.
Aber - da werde ich doch mal einen Thread bezüglich des Equalizerabgleichs aufmachen - aber nicht mehr heute.
Hatte das schon mal "in Klein" in meinem "501er" - Thread - da wußte Ulrich Was zu schreiben.
Danach sollte Es möglich sein jeden TK bzw. dessen FG fast ideal "hinzubügeln"; habe hier Decks deren FG im Bereich 2 kHz bis 14 kHz lediglich um knapp - 2 dB abweicht = Der "Klang" aber doch auffällig Anders ist.
Ob Das möglich ist mit entsprechenden einfacheren Maßnahmen (Bestimmung der frequenzbestimmenden Bauteile bzw. deren gezielte Anpassung an den vorhandenen TK) werden Wir hier doch wohl rausbekommen, oder ;-) :-handshake: :-handshake: ...
So Leute, Allen eine angenehme Nacht - bis morgen früh :flööt:.
MfG
Andreas
Übrigens, weil ich gerade die Bucht durchstöbert habe und sich ja anfangs in diesem Thread die Frage gestellt hatte, ob das Gradiente intern was anderes sein könnte:
Vergleichen wir mal:
Gradiente:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_nachher_01.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_nachher_01.jpg)
Ein JVC KD-21D:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_JVC_KD-21D_Tapedeck.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/JVC_KD-21D_Tapedeck.jpg)
und fast identisch ein JVC CD-1920:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_JVC_CD-1920_Tapedeck.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/JVC_CD-1920_Tapedeck.jpg)
(Bild ausgeliehen von: http://wegavision.pytalhost.com/jvc77/jvc17.jpg)
Also wenn das keine Ähnlichkeiten sind :foto01 - da fragt sich's nur noch wer hat da von wem was verbaut.
Womöglich hat JVC sogar in Brasilien fertigen lassen :smile
Aus der Beschreibung zum CD-1920 kann ich nur noch zwei weitere Unterschiede erkennen:
- JVC = 2 Motoren, Gradiente = 1 Motor
- JVC mit ANRS Rauschunterdrückung, Gradiente mit Dolby B
Aber die Front ist, bis auf den fehlenden Output-Regler, sogar bei einigen Knöpfen identisch...
Was mir heute noch auffiel:
Bilderretusche hat man damals wohl auch schon betrieben oder wie schafften die das bei dem JVC CD-1920
(a) die REC-LED zum leuchten zu bekommen ohne eine gedrückte Taste ?
(b) die Peak-LED's bis 0dB anzusteuern ohne Taste und ohne daß die VU's was anzeigen ?
Da wollte man wohl zeigen, wie das Teil hübsch leuchten kann und die Tasten dann noch passend zu retuschieren, da war die Zeit damals wohl noch nicht digital genug :grinser:
Vielleicht auch ein präpariertes "Fotomodell"... raucher01 :foto01
Hallo zusammen :_hi_hi_:.
... und auch damals gab Es schon eien Art "Vorläufer" des seit mittlerweile in der Branche üblichen "Photoshop" ;-).
Richtig los ging´s damit aber erst nach der "Tapedeck - Hochzeit" los mit PS 5, daß wurde natürlich weiterentwickelt und die "Bekannten" der letzten Jahre sind halt PS CS3 und aktuell natürlich PS CS4 .,111 - sowohl für Win als auch für den Mac :_good_:.
Aber auch zu rein analogen Zeiten wurde qusi "Ebenen" in Form von Negativen übereinander gelegt und entsprechend neu belichtet -> Z. Bspl. hier einmal "Deck aus" und einmal "Deck ein" => Dann der Bildausschnitt mit der LED entsprechend aufgearbeitet / retuschiert in derDunkelkammer :drinks:; im Digitalzeitalter natürlich erheblich einfacher bzw. effitienter.
Sorry für diesen "Exkurs" aber da ich mit dem Programm schon seit Jahren arbeite ... :_sorry: :give_rose:.
MfG
Andreas
... der gerade an Eure Gesichter denkt wenn ihr wüßtet wie sog. "Foodpics" entstehen -> DA ist weder das Essen noch sonst Was noch wirklich echt (Bauschaum gefällig?); und so ein Fooddesigner verdient nicht wirklich wenig :shok:.
Moin zusammen,
gestern habe ich mal die Feder am TK eingebaut.
Das TK-seitige Federblättchen (auf dem der TK sitzt und in dem die Löcher für die Schrauben sind) hat schon eine richtig fette Federkraft, aber wohl doch noch nicht ausreichend, was mich schon etwas gewundert hat.
Nach Einbau der Feder lies sich - wie zu erwarten war - der Azimut auch nicht besser einstellen, aber das eingestellte Ergebnis bleibt jetzt auch über mehrere Tastendrücke PLAY/STOP reproduzierbar. Scheint also was gebracht zu haben :_good_:
Ansonsten habe ich mich nochmal an der Einstellung der VU / Peak-LED Anzeige versucht. Sorry, aber ich muß das Thema hier nochmal stressen, weil das immer noch nicht so ganz im Reinen zu sein scheint:
Wir hatten gesagt:
- 775mV = 0dB und die VU's mit 6dB Vorlauf angenommen
- VU's dann bei Uout = 388mV (-6dB) auf 0dB eingestellt
Das hatte ja funktioniert.
Nun zu dieser 5-teiligen Peak-LED Anzeige:
Bei 6dB Vorlauf, müßte eine Peak-Anzeige -6dB Anzeigen, wenn die VU's auf 0dB stehen, sofern man statisch ein (ca. 315Hz Signal anlegt), richtig ?
Damit müßte man die folgende Tabelle aufstellen können:
Uout = 245mV -> Peak LED = -10dB (VU stünde dann auf -4dB)
Uout = 436mV -> Peak LED = -5dB (VU stünde dann auf +1dB)
Uout = 775mV -> Peak LED = 0dB (VU stünde dann auf +6dB)
Uout = 1095mV -> Peak LED = +3dB (VU stünde dann auf +9dB)
Uout = 1546mV -> Peak LED = +6dB (VU stünde dann auf +12dB)
Soweit liege ich doch noch richtig, oder ?
Die Peak-LED Ansteuerung in meinem Brasilianer sieht ja nun so aus, daß die 5 LED's jeweils über 5 Transistor-Stufen angesteuert werden, deren Durchschalte-Schwellwert an je einem Poti pro LED eingestellt werden kann.
Nun stelle ich aber fest, daß der Regelbereich der einzelnen Potis bei o.g. Spannungen nicht ausreicht.
Von unten her, also bei der -10 und -5dB LED geht das noch, aber danach läßt sich da nichts mehr einstellen.
Gänzlich daneben liegt die oberste +6dB LED, die ich bis ca. 800mV einstellen kann, wenn ich aber Uout=1546mV (oder auch "nur" 1000mV) einstelle, dann ist die LED dauerhaft an.
Wenn man so die Poti Einstellungen mal ermittelt, dann kommt man unweigerlich zum Schluß, daß mit dem Regelbereich der Potis nur ein Gleichlauf der LED's zusammen mit den VU's realisierbar ist. Konkret heißt das z.B.:
775mV (0dB) -> VU Anzeige +6dB (inkl. Vorlauf) = Peak-LED +6dB (also auch inkl. Vorlauf)
Dies wiederum bringt mich wieder zurück zu irgendeinem meiner Anfangsbeiträge hier, als ich vermutet hatte, daß es sich bei den Peak-LED Anzeigen dieser Einsteigergeräte gar nicht um echte Peak Anzeigen handelt, sondern lediglich um ein optisches "Zappelmeter".
Ich meine mich zu erinnern, daß das damals häufiger in Tests bemängelt wurde, daß einfach "lustig blinkende" LED Ketten eingebaut wurden um Peak-Anzeigen vorzugaukeln. Dies weil echte Peak-Anzeigen damals in der Geräteklasse einfach zu teuer waren.
Meint Ihr dem ist so, oder habe ich mich in meinen Gehirnwindungen mal wieder verrannt ?
.,a015 ... eventuell ist das Deck ja auch nur für 160 nWb / m vorgesehen.
Der Verdacht liegt nahe wenn der Regelbereich der Potis nicht ausreicht zum runter regeln.
"VU" und "Peak", "DIN" und "ANSI" sind halt Alles so "Sachen" ...
Fängt ja schon an bei unseren Dolby - Testkassetten: 200 nWb / m sind´s ja eigentlich nach dem "ANSI" - Standard gemessen - nach DIN wären das aber quasi ein paar Prozent mehr (ca. 215 nWb / m = O VU -> + 2,6 dB DIN, früher waren mal "0 VU" = 160 nwB / m .,a015 - Wo habe ich Das nur wieder hier ...); wenn Alles lediglich nach DIN wäre hätten Wir´s einfacher :flööt:.
Ist ja schon mal gut das der Azimuth jetzt stabiler ist :_good_:.
Hast Du die Prüfdateien vom Hans - Joachim? Mit denen weißt Du ruck - zuck Was da für "Zappeleisen / - dioden" in dem Gerät verbaut wurden bzw. um Was für eine Anzeige Es sich letztendlich handelt ...
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Montag, 16.November.2009 | 09:29:42 Uhr
Hast Du die Prüfdateien vom Hans - Joachim?
Die sind mir gestern auch noch in den Sinn gekommen.
Wo gibt's die denn ?
.. entweder bei / vom Hans - Joachim- oder PN ;-).
MfG
Andreas
Hi-ho und 'n schönen Abend - ääääh schöne Nacht :grinser:...
Habe soeben die VU's und Peak-Anzeige des Brasilianers
erfolgreich abgeglichen .,d040.
Ein
dickes Lob an dieser Stelle an unseren Hans-Joachim :drinks: - diese WAV Prüfdateien sind (vor allem mit den phantastischen Erklärungen im TXT File) echte Sahne wenn's um Aussteuerungsinstrumente geht :_good_:
Also was gibt's zu berichten:
Die VU's habe in diesem Fall einen Vorlauf von 5dB (nun mit den Testtönen ermittelt) und liegen nach Abgleich mit +0,1dB (links) und +0,2dB (rechts) sogar recht gut in der Toleranz von ±0,5dB, welche Hans-Joachim angibt.
Die Peak-LED's gleicht man mit statisch eingespeisten 315Hz an den 5 Potis ganz einfach auf Gleichlauf mit den VU's ab. Der Unterschied der beiden Anzeigen ergibt sich
erst bei dynamsicher Ansteuerung mit den Testimpulsen - das war mein Denkfehler in meinem letzten Beitrag.
Die angegebenen Toleranzen für das Ansprechverhalten halten sie allerdings nicht, wobei das Ablesen bei nur 5 LED's natürlich auch zu ungenau ist und ja an sich schon nicht als
vernünftige Aussteuerungsanzeige betrachet werden kann, sondern lediglich als
Übersteuerungsindikator.
Die Frequenzcharakteristik habe ich auch mal durchgecheckt:
Die VU's sind von 200Hz-10kHz auf ±0,5dB linear, treffen also auch hier die Hans-Joachim'schen Toleranzen nicht.
Bei den Peak LED's (im ca. 5dB Raster aufgelöst) ist eine Genauigkeit von ±1,5dB nicht mehr ablesbar, da kann man also keine Aussage machen.
Eines hat mich in den Erklärungen von Hans-Joachim noch gewundert:
Bzgl. VU gibt er in 'VU-1kHz_6dB_stehend_10_fq-Pulse_300ms.txt' an:
ZitatVon der Linearität darf ein VU-Meter zwischen 25 Hz und 16 kHz nicht mehr als ± 0,5 dB abweichen.
bzgl. Peak aus 'Prüfdateianweisungen.txt' dann:
ZitatVon 40 Hz - 15 kHz ist innerhalb von ± 1,5 dB Linearität einzuhalten.
Demnach dürften Peak-Anzeigen in einem engeren Frequenzbereich größere Abweichungen haben als VU's ? .,a015
Ich hätte jetzt gemeint, es müßte eher anders herum sein.
Stimmen denn hier die Toleranzangaben ?
Moin moin :_hi_hi_:.
Die Toleranzen werden schon hinkommen :__y_e_s:.
und - über die Toleranzen von LED - Ketten braucht man sich wirklich nicht zu unterhalten -> Die sind bis auf wenige Ausnahmen (Revov etc.) wohl Alle nur "Schätzeisen" bzw. zeigen quasi nur den "0 dB" - Punkt richtig an (Bei entsprechender Kalibrierung).
Schön das Das jetzt auch geklappt hat :_good_:.
MfG
Andreas
Moin Andreas,
ich meine, daß sich Hans-Joachim in seiner Beschreibung nicht einfach nur auf irgendwelche "LED Ketten" bezieht, sondern die Frequenzlinearitätstoleranzen nach einer Norm angibt.
Daß die Anzeigen in der Realität uU nicht viel mit einem Meßinstrument zu tun haben kann man sich ja denken, aber zumindest im professionellen Bereich sind die Dinger doch wohl so gut wie ein MVM. Also gibt es dazu ja sicherlich auch betsimmte Normen, die eben diese Toleranzen festlegen.
Was mich da halt wundert ist, daß VU's enger toleriert sein sollen als Peak-Anzeigen ....
Na ja - "enger" sind VUs eventuell lediglich deshalb weil sie nur den Mittelwert eines Impulgemisches zur Anzeige bringen (in der Praxis), damit unterschiedliches Material besser "zusammengemischt" werden kann.
Natürlich unterliegen die richtigen PPMs im Studio einer entsprechenden Norm sodass damit dann ein Gerät überprüft werden kann.
Nicht vergessen werden darf ja das VUs zur Beurteilung des "Lautheitseindruckes" konzipiert sind, PPMs aber zur absoluten Spannungs"messung" :drinks:.
Genaueres müsste da aber HAns - Joachim - oder jemand Anderes - dazu schreiben ...
MfG
Andreas
Liest sich ja interessant. Ein wenig ähnliches steht mir mit dem K-560 bevor, wenn die Re-Gummierung erfolgreich war.
Das mit dem Abgleich der Pegel auch in Bezug auf VU und Peak-LED. Zum K-560 habe ich bisher kein SM gefunden, ich werde da ins Blaue schießen müssen.
.... die verschiedenen Skalen bzw. Bar - Graphen ... :flööt:.
Mahlzeit zusammen :_hi_hi_:.
Da habe ich Was zum "Raten" ->
Anbei zwei Bargraphen - beide von Dolbygeräten der letzten Generation (ca. 1992 - 2000):
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Technics_AZ6.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Technics_AZ6.JPG)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Technics_RS-BX501.JPG) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Technics_RS-BX501.JPG)
Das "Bessere" besitzt überhaupt keien Dolby - Markierung auf dem Anzeigesegmenten u. das Zweite - tja, sollte Das ursprünglich bei - 2 dB oder doch o DB sein ...
Sorry das das Erste etwas verwackelt ist - meien Hände werden nicht ruhiger ... :_sorry:.
MfG
Andreas
Das letztere wird sich wohl um ein 250Nw/m-Gerät handeln .,a015
Zitat von: Captn Difool am Donnerstag, 19.November.2009 | 16:33:48 Uhr
Das letztere wird sich wohl um ein 250Nw/m-Gerät handeln .,a015
Halliallöle :_hi_hi_:.
Tja - nicht wirklich ... :flööt:.
Das Erste (AZ 6) ist ursprünglich mit "0 db = 160 nWb/ m" ausgeliefert worden und via Umprogrammierung des Eeproms später auf "0 dB = 200 nWb / m".
Das "501er" hat im Neuzustand "0 dB = 200 nWb /m" - bei einer etwas abfallenden Speisespannung (Alter der Elkos) dann "0 dB = 250 nWb / m" ... :shok:.
Wirklich erreicht werden die jeweiligen Werte allerdings nur wenn die Dolby - ICs an der oberen Grenze der in den Specs angegebenen Ausgangsspannung heran reichen :flööt: ...
Auszusteuern sind beide Decks - oder generell diese Technics - Decks - bis max. + 2 dB bei Verwendung von Metallband.
Aus genau diesem Grund plädiere ich für die Nachmessung direkt am entsprechendem "Record Out" der jeweiligen ICs und vertraue dahin gehend nicht mehr einer Service - Anleitung .,111.
Klingt zwar jetzt etwas paradox - aber so sieht´s leider bezüglich den Toleranzen bei sogenannten "Consumerdecks" aus; Revox etc. bilden da eine Ausnahme.
Soviel zum Thema "Genauigkeiten von angegebenen Werten" :_55_:.
MfG
Andreas
... hier was Was vonwegen Aussteuerungen bzw. deren Anzeige ...
@ André: Dein bzw. ein Yamaha sollte bei Dir bei 250 nWb / m eingemessen werden?
Jetzt steht ja demnächst dein K - 560 an -> Das SM habe ich auch nicht gefunden aber zumindest ein Blockschaltbild vom 960 => Das dürfte nach dem 560er rausgekommen sein und dort sind 160 nWb / m angegeben bei 340 mV Line Out (bei voll aufgezogenen Output - Reglern) .,045 ...
MfG
Andreas
Kleiner Zwischenbericht vom Brasilianer:
Heute war/ist der Aufnahmezweig dran...
REC Level mit einer neuen TDK SA ging schon mal nicht:
775mV hätten rauskommen sollen, aber ~950mV kommen. Weniger is nich, weil Poti am Anschlag....
... kommt häufiger vor, oder ? - also daß man nicht auf bestimmte Bänder einmessen kann..
BIAS nach Δ10kHz Methode ging auch nicht, weil kein eindeutiges Maximum feststellbar war.
Da mache ich jetzt mit der "alternativen" Methode weiter, also Uin = -20dB = 78mV und dann BIAS so auf Uout = 78mV Hinterband einstellen.
Ich berichte ....
Irgendwie "seltsam", denn: Wenn das Eine (78 mV) rauskommt sollte auch das Andere = 775 mV hinhauen bei einer doch niefrigen Frequenz ( ca. 400 Hz - 1 kHz) .,a015 .,a015 ...
Da bin ich aber mal .,73.
... fällt mir grade noch ein: Stimmen die Versorgungsspannungen auch im "Play" - Betrieb? Habe da meine bestimmten Erfahrungen sammeln müssen (Versorgungsspannungen statisch OK -> Bei Betrieb [egal welcher Mode] bis fast 15 % drunter :shok: => Nichts geht vernünfig einzustellen ...).
MfG
Andreas
:shok: ... ich wusste das in Einem m. Posts etwas nicht stimmt ->
weiter Oben bezüglich der Versorgungsspannungen und den Pegelwerten:
Natürlich sinkt der Pegel bei zu niedriger Speisespannung ab -> Es wird zur "0 dB" - Anzeige dann lediglich ein höherer Fluxprgrl benötigt, die Aufnahme selbst aber sinkt natürlich im Fluxwert :_sorry: :give_rose: ...
Menno - manchmal könnte ich mich selbst ... ;0003.
Und, Matthias - schon was Neues "von der Front"?
MfG
Andraes
PS: Sorry - aber editieren Oben ging nicht mehr, wollte Ds aber auch so nicht verkehrt stehen lassen.
Nur nochmal zur Klarstellung:
Ich habe 400Hz so eingespeist, daß am Line-Out 775mV Vorband anstehen, geprüft mit MVM (nicht nach VU's).
Auf Min-Anschlag des REC Level Potis bekomme ich Hinterband mit der TDK SA: L = 910mV, R = 970mV.
Ist übrigens auch der richtige Poti Anschlag, weil am anderen Anschalg bekomme ich weit über 1V :shok:
Hab' den REC Level mal noch mit der billigen Kaufland CrO2 Kassette (ca. 3dB unempfindlicher) geprüft, wobei alle Einstellungen im Vergleich zur TDK gleich blieben. Da bekomme ich dann: L = 740mV, R = 730mV
BIAS habe ich danach (Vorband vs Hinterband) auf 78mV abgeglichen bekommen (Potis ca. in Mittelstellung).
Habe gerade noch mit Jürgen und Dani ;0009:
Sie meinten da sei noch was in der Elektronik verbuddelt.
Nachdem ich auf der Motorsteuerungsplatine ja schon kalte Lötstellen gefunden hatte, bietet es sich ja vlt. an, mal die AW Platine nachzulöten und dann auch die beiden REC Level Potis ausbauen und prüfen.
Lustig ist halt, daß die beiden CrO2 Potis vorher schon fast auf Anschlag standen und die Fe Potis (an denen habe ich noch nicht gekurbelt) auch fast auf Anschlag stehen. Daß die Potis beider Kanäle hin sind, kann ich fast nicht glauben, aber Jürgen meinte, genau das hätte er an einem Tandberg auch schon gehabt.
Also werde ich das alles mal nachlöten und die Potis checken, dann sehen wir weiter...
...to be continued.... :_hi_hi_:
Mahlzeit :_hi_hi_:.
Och - mittlerweile halte ich fast Alles für möglich bei den "Dingern" :flööt:.
Da muss wirklich noch irgendwo "ein Haken" drin sein .,a015 - wenn´s jetzt nur in eienm Kanal "ausreißen" würde tät´ ich ja vermuten das ein Elko in einer Gegenkopplung durch (Kurzschluß) wäre, aber so ...
Na dann mal "Auf ein Neues" :drinks:.
MfG
Andreas
Hier mal auf Wunsch von Jürgen und Dani nochmal der Schaltplan:
http://datenaustausch.new-hifi-classic.de/kuni/Gradiente_CD-3500_Schematic.tif
Das REC Poti sitzt in der Mimik (obere Hälfte, leicht rechts neben der Mitte) beschriftet mit "AJUSTE GANHO DE GRAVACAO".
Werte der Potis kommen dann morgen nach der Lötaktion.
Naamd,
eure Fragen verstehe ich nicht in jeder Hinsicht. Ehe ich aber meine sonst einschlägigen Gegenfragenkataloge mit allen Wenns und Abers aufstelle, versuche ich eher etwas kurzschlüssg durchzukommen und den grafischen Verhau des Schaltungsrepros soweit zu analysieren, dass man sich ein Bild von der 'geräteimmanenten Drift des Sachverhalts' machen kann.
Zunächst aber zu den Aussteuerungsmesser-Prüfdateien:
Ich habe sowohl die zugehörigen Texte dieser Tage noch einmal durchgesehen, als auch eine minimal veränderte WAV-Version auf Jürgens Übergabeserver hochgeladen, so dass vielleicht die eine oder andere Frage anhand des minimal erweiterten Textes und der nun (zumindest unter Adobe Audition/Cool Edit) mit Trackinfos kommenden WAVs aus dem Bestand selbst heraus beantwortet werden kann.
Grundsätzlich:
Ein VU ist kein Spitzenspannungsmesser nach DIN und sollte daher auch mit dessen Prüfdateien NICHT -wie auch immer- in Beziehung gesetzt werden. Die Herkunft des VU-Meters ist der noch sehr fernmeldernahe Rundfunkbetrieb der USA, wo man sich Ende der 1930er innerhalb der großen Networks (und der landeseigenen Fernmelder) auf eine gemeinsame Norm verständigte, deren größter Vorteil in einer schlicht einfachen und sehr, sehr preiswerten Technik bestand.
Der Reichsrundfunk setzte dem gleichzeitig (1936/37) unter dem Druck einer qualitativ möglichst voll auszunützenden Plattenschneidtechnik bewusst eine andere, sehr viel aufwendigere Technik auf der Basis von Lichtzeigermesswerken und eigens konzipierten Messverstärkern entgegen, die die ca. 100 ms Integrationszeit des Anzeigemesswerkes für das über den Horizont krabbelnde Hf-Magnetofon auf definitiv schon damals (U10) erreichte, schlicht ideale 10 ms herunterdrückte.
Also: Datei "VU-Meter" ist für die VU-Prüfung, Datei "Spitzenspannungsmesser nach DIN" (o.ä.) nur für diese da. Für die Toleranzen gilt entsprechendes. Weil das VU-Meter nur gut 20 dB (1:20) Anzeigeumfang aufweist, können hier die Toleranzen (Pegelabweichungen in Anzeige und Frequenzgang) auch sehr viel enger gefasst werden. Da der Spitzenspannungsmesser nach DIN aber logarithmiert (seit Beginn der 1950er werden ohne Umschaltungen mindestens 55 dB, also 1:600 angezeigt), kommt es zwangsläufig zu größeren Messfehlern. Dies ließe sich im Detail an der Schaltung darlegen, tut hier aber nichts zur Sache.
Wenn der Lead tatsächlich 5 dB beträgt, dann richtet man das VU-Meter eben 5 dB empfindlicher ein, legt die Spitzen-LED auf den definitiven Vollpegel und die weiteren LEDs auf den um den auf der Frontplatte angeschriebenen Dämpfungswert reduzierten Pegel.
Cassettenrecorder:
Die Pegelfeinjustage im Aufnahmezug unseres Brasilianers weist offenbar für Fe- und CR-Band zwei separate Trimmpotentiometer auf, deren Arbeitsbereich (=Pegelvariation) bewusst eingeschränkt wurde. Ich meine, oben (und vor Wochen) schon einemal geschrieben zu haben, dass er Ausgangspegel des Gerätes keineswegs notwendigerweise 0,775 V betragen muss. Da nun die Pegelvariation der internen Aufnahmepegeltimmer "Ajuste Ganho de Gravacao" ein Herabdrücken des Pegels auf die von wem auch immer erwarteten 0,775 Volt unmöglich macht, würde ich den Abgleich wiedergabe- und aufnahmeseitig mit 1 V versuchen.
Nachdem von dem ganzen Theater hier nicht weniger als vier Pots betroffen sind (Fe: links udn rechts, Cr: links und rechts), die Schaltung für eine bewusste Beschränkung des Einstellbereiches spricht (da scheiden selbst Verbindungsunterbrechungen innerhalb der Schaltzeichnung aufgrund von Mängeln in der Reproduktion definitiv aus), sollte versucht werden, das Pegelergebnis einer 200-nWb/m-Bezugsbandwiedergabe auf 1 V am Ausgang zu bringen. Die von Jürgen aufgund eigener Erfahrungen ins Gespräch gebrachten Schäden an den Trimmern werden damit auchn icht wahrscheinlicher. Ich scheide diese Erklärung deshalb -bis auf weiteres- aus.
Das VU-Meter würde ich einstweilen -also solange, bis die Pegelfrage geklärt und eine vernünftige Dolby-Funktion über Aufnahme und Wiedergabe gesichert ist- noch gar nicht verwenden und die Empfindlichkeit des Messverstärkers möglichst weit herunterdrehen, um die Drehspulen während der Experimentiererei zu schonen.
Leider kann ich in meinem Repro der Schaltzeichnung die Werte der Pegeltrimmer (50 oder ggflls. auch 30 kOhm) ebensowenig lesen wie die des mit ihm in Serie liegenden Festwiderstandes (22 k, 27 k oder auch 20 k), so dass ich die maximal erreichbare Pegelvariation nicht ausrechnen kann.
Zwischen welchen Exremwerten ändert sich denn der am Rekorderausgang abgenommene Pegel bei 400 Hz in der gegenwärtigen Geräteeinstellung von Anschag bis Anschag des entsprechenden Aufnahme-Trimmpots beim Einsatz eines vernünftigen Bandes?
Hans-Joachim
Moin moin zusammen :drinks:.
@ Jürgen: Bitte einmal einen Link betreffend der aktualisierten Prüfdateien zu mir ;-) - Danke an Hans - Joachim :__y_e_s:.
Menno - bei einer versuchweisen Einstellung der Uout = 0 dbV ist ja ganz schön "Bumms" drin :flööt: ...
Da bin ich wirklich neugierig ...
Das Schaltbild ist aber auch Schiet ...; wenn da mal ein Widerstand abraucht welcher nicht "Doppelt" / Kanalweise vorhanden ist wird´s "Duster" .,a015.
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Freitag, 20.November.2009 | 16:26:14 Uhr
@ André: Dein bzw. ein Yamaha sollte bei Dir bei 250 nWb / m eingemessen werden?
Jetzt steht ja demnächst dein K - 560 an -> Das SM habe ich auch nicht gefunden aber zumindest ein Blockschaltbild vom 960 => Das dürfte nach dem 560er rausgekommen sein und dort sind 160 nWb / m angegeben bei 340 mV Line Out (bei voll aufgezogenen Output - Reglern) .,045 ...
Danke, das habe ich bereits rausgefunden. Anzeige: DD-Symbol nach "0dB" und im Katalog '82 wurde 340mV als Nennausgangsspannung angegeben. Immerhin ein Ausgangsorientierungspunkt.
... nur nicht damit das da hinterher 340 mV bei 200 oder gar 250 nWb / m anstehen :flööt: ...
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Samstag, 21.November.2009 | 07:13:19 Uhr
Moin moin zusammen :drinks:.
@ Jürgen: Bitte einmal einen Link betreffend der aktualisierten Prüfdateien zu mir ;-) - Danke an Hans - Joachim :__y_e_s:.
....
Andreas
Siehe PN
Hi zusammen,
also nachlöten brachte nichts. Potis waren iO, hab sie aber trotzdem mal ersetzt, ohne Änderung.
Das scheint's also nicht zu sein.
Nun zu den Fragen von Hans-Joachim.
Zitat von: PhonoMax am Freitag, 20.November.2009 | 22:51:51 Uhr
Wenn der Lead tatsächlich 5 dB beträgt, dann richtet man das VU-Meter eben 5 dB empfindlicher ein, legt die Spitzen-LED auf den definitiven Vollpegel und die weiteren LEDs auf den um den auf der Frontplatte angeschriebenen Dämpfungswert reduzierten Pegel.
Jepp, genau das hatte ich dann ja auch gemacht.
Zitat von: PhonoMax am Freitag, 20.November.2009 | 22:51:51 Uhr
sollte versucht werden, das Pegelergebnis einer 200-nWb/m-Bezugsbandwiedergabe auf 1 V am Ausgang zu bringen.
Ok :_good_: klingt plausibel - wird gemacht (die 775mV kamen übrigens nirgends konkret her, sondern waren von vornherein nur angenommen).
Zitat von: PhonoMax am Freitag, 20.November.2009 | 22:51:51 Uhr
Leider kann ich in meinem Repro der Schaltzeichnung die Werte der Pegeltrimmer (50 oder ggflls. auch 30 kOhm) ebensowenig lesen
Die Potis haben 47k.
Zitat von: PhonoMax am Freitag, 20.November.2009 | 22:51:51 Uhr
Zwischen welchen Exremwerten ändert sich denn der am Rekorderausgang abgenommene Pegel bei 400 Hz in der gegenwärtigen Geräteeinstellung von Anschag bis Anschag des entsprechenden Aufnahme-Trimmpots beim Einsatz eines vernünftigen Bandes?
Heute gemessen: Geht von 900mV bis 2V bei 400Hz (Einspeisung mit 775mV Vorband).
@AndreasDu hattest mal gesagt, daß am Pin3 des Dolby IC, bezogen auf 200nWb/m, 580mV gemessen werden müßten (PB Abgleich nachfolgend auf 775mV).
Ändert sich daran was, wenn ich den PB Abgleich auf 1V mache ?
Guten Abend, Matthias / Foristen :_hi_hi_:.
Nein - Es bleibt bei den schon angegebenen 580 mVeff an den jeweiligen RecOut des ICs .,a095 - dieser Wert gibt den "0 dB" - Wert der IC - Spannung an .,111.
Die endgültige Ausgangsspannung des Decks bleibt davon unberührt bzw. ist unabhängig davon .,a095.
MfG
Andreas
... fällt mir gerade ein:
Wenn deinBrasilianer nicht mehr möchte nach der"Seziererei" kannst Du Einen davon haben ->
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Web_Forum_PICT0006%20Kopie.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Web_Forum_PICT0006%20Kopie.jpg)
:flööt: :_55_:; nimmt zwar nicht auf aber dudelt ohne Ende.
MfG
Andreas
Andreas .,c045
...
:drinks:
:shok: -> :_sorry: :give_rose: -> :_55_:
Okay, Matthias - nicht wirklich ein erstrebenswerter Tausch; geschuldet meiner übermütigen Verfassung gestern :flööt:.
Aber heute bin ich - zumindest etwas - ruhiger :drinks:; obwohl mir gerade Kate Bush in´s Ohr "säuselt" :Band:.
MfG
Andreas
... eventuell ein Alternative dabei ->
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Web_Forum_PICT0003.jpg)
oder
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Web_Forum_PICT0010.jpg)
oder
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Web_Forum_PICT0028.jpg)
oder doch (Obwohl das Untere einer Generalüberholung bedarf bzw. nicht einsatzfähig ist)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Web_Forum_PICT0021.jpg)
.,73 :give_rose:
Jetzt mach´ ich mich aber schleunigst weg hier raucher01 :_55_:.
MfG
Andreas
Ach Andreas, Du weist doch - bei mir geht nur silber .,d040
Da wäre also nur eins dabei....
Zitat von: kuni am Sonntag, 22.November.2009 | 18:47:19 Uhr
... bei mir geht nur silber .,d040
Da wäre also nur eins dabei....
:shok:Ups - dann muss ich Das aus dem Pic retuschieren ... ;0001 :_55_:; aber Es löppt :_good_:.
MfG
Andreas
Dat Dingens sieht wirklich Schick aus, also das silbrige Technics - wobei - eigentlich ja fast wie mein Brasilianer.... .,a020
A propos Brasilianer:
Hans-Joachim's Tip, also PB bei 200nWb/m auf 1V abgleichen geht zwar, aber der anschließende REC Abgleich auf 1V geht dann wieder nicht.
Es kommen dann 1,5-3V (je nach Poti-Stellung raus).
Was einigermaßen tut (weil ich jetzt schon am verzweifelten Rumprobieren bin) ist den PB Abgleich bezogen auf 250nWb/m bei 1V zu machen.
Dann kommt man beim REC Level (Poti auf Min.-Anschlag) immerhin auf ca. 1,1V.
Ob das Sinn macht .,a015 - war jetzt halt mal so'n verzweifelter Versuch ....
Tolle Sammlung an "Macken" :smile
Mal sind es Marantz-Tresore, beim anderen alles mit "Kenwood" drauf dann wieder sowas....einfach toll. Mich hat der Yamahavirus etwas infiziert, ich werde mich aber mit Stückzahlen zurückhalten. :flööt:
:flööt: Eigentlich Alles bis auf drei Geräte "Schlachtgeräte" - nun löppen aber Alle bis auf Zwei :-handshake:.
Tja, Matthias - Das riecht nach eienmm Problem ... .,a015.
Wenn ich deine Einstellungswerte so Revue passieren lasse paßt dann Nichts richtig zu einer definierten Norm (Weil der Aufsprechpegel ja noch zickt) :flööt: ...
Wenn man bloß irgendwie an einen Prospekt odersonstige Produktbeschreibung käme ...
MfG
Andreas
... hier kommt Sturm auf :shok:, mein lieber Schawan :_55_:.
Nachtrag, noch, weil ich gerade am Experimentieren bin:
PB Abgleich auf 775mV, bezogen auf 250nW/m ergibt dann einen REC Level Regelbereich von 700mV bis 1,5V.
Das scheint bislang die einzige Variante zu sein, bei der ich bzgl. des REC Levels überhaupt im Regelbereich der Potis liege.
Übrigens stehen da die REC Potis ungefähr so, wie sie vor meinen Abgleichversuchen standen und die PB Potis stehen ca. auf Mittelstellung.
Scheint so, als wäre das die Einstellung der Wahl .... gibt's Meinungen dazu ?
Zitat von: AndreasTV am Sonntag, 22.November.2009 | 19:20:15 Uhr
Wenn man bloß irgendwie an einen Prospekt odersonstige Produktbeschreibung käme ...
Anhand der exorbitanten Ähnlichkeiten zum JVC CD-1920 (siehe hier: http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg136193#msg136193) würde vlt. ein JVC Manual auch weiterhelfen. Hatte ich neulich schon gesucht, aber leider (for free) auch nicht gefunden ...
Auch wenn´s irgendwie jetzt passt bezüglich der Werte ->
250 nWb / m gab´s meines Wissens nirgends auf der Welt, oder?
Oder aber der "Dolbypunkt" sitzt "unter" o dB der Anzeige?????
.. gerade gesehen - Nix Manual ...
Eventuell muss dann doch mal bei so einer Firma aus dem I - Net so ein kostenpflichtiges PDF gezogen werden .,a015.
MfG
Andreas
Helfen die paar Infos hier ?
http://www.audiorama.com.br/gradiente/tape_deck.htm#CD-3500
Zitat von: AndreasTV am Sonntag, 22.November.2009 | 19:28:53 Uhr
Eventuell muss dann doch mal bei so einer Firma aus dem I - Net so ein kostenpflichtiges PDF gezogen werden .,a015.
Zumindest bzgl. des Gradiente kannst'e das vergessen :_aggressive: - da habe ich schon alles durch - sogar meine Verwandtschaftv in Brasilien habe ich da schon mal bemüht - nix, null, nada, niente....
"Nível de entrada 80mV
Impedância de entrada 100 k Ohms
Nível de saída 0 - 350mV (variável)
impedância de saída 5 k Ohms"
Heißt Ds vielleicht "Eingangsempfindlichkeit 80 mV bei 100 kO Eingangswiderstand" und
Ausgangsspannung 0 bis 350 mV an 5 kOhm"??
Wenn ja dann hast Du doch die zu beachtenden Parameter .,a015.
MfG
Andreas
Andreas, je mehr Du hier mitspielst um so besser wird Dein Portugiesisch :grinser:.
Vollkommen
korrekt übersetzt - parabéns .,70 (also Gratulation auf deutsch).
Zitat von: AndreasTV am Sonntag, 22.November.2009 | 19:40:49 Uhr
Wenn ja dann hast Du doch die zu beachtenden Parameter .,a015.
Aha .,a015 - würdest Du mir das mal vorrechnen, wie man nun auf die "zu beachtenden Parameter" kommt ?
... dazu muss ich nochmal versuchen Was aus dem Schaltbild zu eruieren ...
Aber: Du gibst 80 mV / 315 oder 400 Hz auf die RecIns und drehst dann die Ausgangsspannungsregler voll auf ->
Dann an die Ausgänge - LineOuts - je einen 5 kOhm - Widerstand parallel und dort sollten dann ursprünglich die 350 mV anstehen.
Die zuhilfenahme der 5 kOhm - Widerstände kann man sich aber sparen wenn man den Spannungsteiler = Innenwiderstand in Reihe mit 5 kO bezüglich des Laststromes errechnet und dementsprechend dann die Leerlaufspannung erhält :flööt: ...
Sitzen jetzt eigentlich nochmal extra Ausgangsspannungstrimmer (nicht Die für Dolby) vor dem Ausgangs - OP (Nicht Der welcher Vorne - oder Hinten - von Aussen zu bedienen ist?
Menno - wenn das Dingen nicht bald löpt kann ich wirklich in Portugal Urlaub machen ohne Wörterbuch ;0001.
MfG
Andreas
... wenn ich mich an dieser "Kopie" ;0006 nicht verguckt habe gerade dann ist da lediglich das Poti direkt vorm Ausgang, oder????
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Sonntag, 22.November.2009 | 20:01:28 Uhr
Sitzen jetzt eigentlich nochmal extra Ausgangsspannungstrimmer (nicht Die für Dolby) vor dem Ausgangs - OP (Nicht Der welcher Vorne - oder Hinten - von Aussen zu bedienen ist?
Nein, da gibt's sonst keine Potis. Nur das Out-Level Poti (vorne an der Frontplatte).
Die Ausgänge sind im Schaltplan oben links "SAIDA DE LINHA" ("ENTRADA DE LINHA" sind die Eingänge).
Das Poti "VOLUME SAIDA" rechts daneben ist das auf der Frontplatte.
Danach geht's über den Dolby-Umschalter direkt an Ausgang von IC101.
[EDIT, weil grad gesehen]
Zitat von: AndreasTV am Sonntag, 22.November.2009 | 20:23:34 Uhr
dann ist da lediglich das Poti direkt vorm Ausgang, oder????
Jepp, genau.
Zitat von: kuni am Sonntag, 22.November.2009 | 20:27:39 Uhr
...
... dann hatte ich die Bezeichnungen der Potis richtig gedeutet :flööt:.
Mmhhh - wenn ich jetzt noch die einzelnen Widerstandswerte vernünftig erkennen könnte .,a015 -> Dann könnte man über die "Hilfsrechnug" die unbelastete Ausgangsspannung für den Idealfall bestimmen (Da ja nicht immer Ri = Ra ist wird Ua nicht gleich Ua x 2 sein :flööt:).
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Sonntag, 22.November.2009 | 20:31:38 Uhr
wenn ich jetzt noch die einzelnen Widerstandswerte vernünftig erkennen könnte
Welche brauchst'e denn ?
... das Poti könnte 5 kO haben, der Widerstand weiter rückwärts (an einem Schalter) 100 O ....?
Wenn das Ausgangsspannungspoti tatsächlich 5 k haben sollte -> Ua unbelastet tatsächlich 700 mV .,a095.
MfG
Andreas
Also das Out Poti ist beschriftet mit "Alps 10KAX2", 2x 10kO würde ich meinen, hat aber ausgelötet gemessen 2x8kO.
Der andere Widerstand (am Mittelkontakt des Schalters S103-1, an dem links darunter "Dolby Off-On" steht) hat 100 Ohm.
Zitat von: kuni am Sonntag, 22.November.2009 | 21:15:45 Uhr
...
Moin moin :_hi_hi_:.
Auf die Schnelle: Die Toleranzen der Ausgangsspannungspotis mal Aussen vor gelassen müsste die Ausgangsspannung dann unbelastet bei exakt 1,057 Veff liegen -bei 8 kO tatsächlichen Wertes je Kanal dann => 0,917 Veff -> 1 Veff lege dann absolut im kleinem Toleranzbereich sodaß Hans - Joachims Vorschlag 1 Vef betreffend sehr gut hinkommen sollte :drinks:.
Edit: Dann müssen Wir danach nur schauen wie sich die VUs u. Spitzen - LEDs verhalten bzw. Wo wann Was "liegt" -> Bis wohin bei Dolby aussteuern etc..
MfG
Andreas
Hallo Andreas, Hans-Joachim, Matthias,
so langsam stehe ich auf dem Schlauch..... soll heißen beim Brasilianer verstehe ich etwas nicht.
Angenommen das Deck ist auf Wiedergabeseite abgeglichen (Werte angenommen auf 400 Hz | 200 nWb/m = 0 dB = 775 mV), Outputregler voll aufgezogen ..... anschließend gehe ich auf ide Aufnahmeseite und speise folgender maßen ein.....
Eingangspegel = 400 Hz | x mV und Aussteuerungsregler (etwa ½ - ¾ aufgezogen) am Deck so eingestellt dass am Ausgang (Output-Regler voll aufgezogen) 775 mV anliegen, Tapeschalter auf Source. Dann muss meiner Meinung nach bei Umschaltung auf Hinterband, wenn der Aufnahmepegel nicht verändert wird (!), per Rec-Level-Poti der Abgleich doch so möglich sein, dass in diesem Falle auch wieder 775 mV anliegen.
Ansonsten ist meiner Meinung etwas defekt im Gerät.
Wenn ich bei meiner Sichtweise daneben liege bitte ich um Erklärung.
Schönen guten morgen zusammen :_hi_hi_:
Zitat von: AndreasTV am Montag, 23.November.2009 | 06:27:37 Uhr
Auf die Schnelle: Die Toleranzen der Ausgangsspannungspotis mal Aussen vor gelassen müsste die Ausgangsspannung dann unbelastet bei exakt 1,057 Veff liegen -bei 8 kO tatsächlichen Wertes je Kanal dann => 0,917 Veff -> 1 Veff lege dann absolut im kleinem Toleranzbereich sodaß Hans - Joachims Vorschlag 1 Vef betreffend sehr gut hinkommen sollte :drinks:.
Gut, d.h.:
(a) wir bleiben beim zu Grunde legen der 200nWb/m.
(b) ich müßte eigentlich auf 1V abgleichen, wegen der 2k Abweichung des Out-Level Potis aber real auf 917mV.
Wie hast Du denn das nun zurück gerechnet ?
Zitat von: Jürgen Heiliger am Montag, 23.November.2009 | 09:15:28 Uhr
...
Jürgen, (fast) genau so hatte ich das gemacht.
Einzig, mit folgenden Abweichungen:
(a) Aussteuerungsregler war
immer voll auf, aber eingangsseitig so eingespeist, daß Vorband 775mV am Line-Out anliegen.
(b) Nix mit "Tapeschalter auf Source", weil's nur ein 2 Kopfdeck ist, d.h. dementsprechend halt Aufnahme, Rückspulen, Wiedergabe.
Für mich paßt das vom Ablauf.
Zitat von: Jürgen Heiliger am Montag, 23.November.2009 | 09:15:28 Uhr
... per Rec-Level-Poti der Abgleich doch so möglich sein, dass in diesem Falle auch wieder 775 mV anliegen.
Ansonsten ist meiner Meinung etwas defekt im Gerät.
REC Level Abgleich geht auf dem Deck niemals nicht, da der Min-Anschlag
immer zuviel Pegel liefert.
Ausnahme: PB Abgleich auf 775mV, bezogen auf 250nW/m ergibt dann einen REC Level Regelbereich von 700mV bis 1,5V.
Ich lasse mal meine Messungen Revue passieren:
(1) 200nWb/m, 775mV -> Min. REC Level = 950mV -> 175mV zu viel
(2) 200nWb/m, 1V -> Min. REC Level = 1,5V -> 500mV zu viel
(3) 250nWb/m, 1V -> Min. REC Level = 1,1V -> 100mV zu viel
(4) 250nWb/m, 775mV -> Min. REC Level = 700mV -> paßt vom Regelbereich
Ich bin auch der Meinung, daß irgendwo im Aufnahmezweig was nicht iO ist, also nicht komplett defekt, aber ein Teil außer Spec. liegt....
Beim Aufnahmeverstärker sind an einem Transistor Spannungen für PLAY/STOP angegeben. Ich hatte die schon mal gemessen und für gut befunden.
Allerdings lagen die schon um ein paar 100mV daneben. Aus heutiger Sicht könnte ich mir vorstellen, daß das schon ausreicht, für den Pegelfehler....
Moin, Jungens :drinks:.
@ Jürgen: Na ja - von den speziell bei Dir so beliebten "0 dB = 775 mV" wirst Du dich (und wir Anderen auch) verabschieden müssen =>
Gemäß dem nun bekanntem Ausgangsspannungspegel sowie der zugehörigen Impedanz (350 mV / 5 kO), Das dann in Bezug gesetzt zum "Innenleben" nach dem Ausgangs - OP - Amp läßt quasi nur Hans - Joachims Vorschlag Es mit 1 Veff zu versuchen wohl der Wahrheit aller Warhscheinlichkeit nach "treffen" :__y_e_s: .,a095 ...
Matthias´ Link zufolge wissen Wir ja nun auch Was bzw. welche Eingangsspannungshöhe am "Line In" für die Vollaussteuerung anzuliegen hat => 80 mVeff.
Diese 80 mV sollten via Generator /CDP über einen Abschwächer dem Eingang zugeführt werden und Das bei voll aufgedrehten "Record Volume" - Regler sowie ebenfalls völlig aufgezogenem "Output" - Regler ...; sollte aufgrund Alterungserscheinungen bei Ue = 80 mVeff die Ausgangsspannung von 1 Veff ( = 0 dBV - und nicht wie vorher angenommen -> 775 mV = 0 dBu = - 2,21 dBV) nicht erreicht werden so kann halt am Abschwächer entsprechend angepasst werden (Ue etwas erhöhen bis Ua dem gefordertem Wert entspricht).
Da das Gerät Inne aber lediglich - für die Wiedergabe - einen Trimmer für PB hat muss also mit Diesem auf die geforderte Ausgangsspannung ( 1 Veff bei ca. 400 Hz) abgeglichen werden und dann gilt Es letztendlich für den Wiedergabezweig festzustellen bei welchen Ausschlag der VUs ( PM - Dioden ein korrektes Dolby erreicht wird ...
Nach dem Abgleich der schon jetzt einige Male Erwähnung gefundenen 1 Veff gilt Es die Ausgangsspannung an den "Rec Out" - Pins des Dolby - ICs festzustellen und dann in Relation zu den erforderlichen 580 mVeff = 0 dB - Dolbypegel zu setzen .,70 .,73.
Sogleich wird dann der Aufnahmezweig zuerst mit einem um etwa - 20 dB abgeschwächtem Signalen (= 8 mVeff / 400 Hz u. 10 kHz) mit dem jeweiligen Aufnahmetrimmerle im Gerät auf Amplitudengleichheit ( +/- 0,5 dB) abgeglichen - jeweils für Ferro / Chrom - und dann endlich via 400 Hz oder auch 1 kHz / 80 mVeff Eingangsspannung auf die geforderten 1 veff am Line Out (Oder aber auf den noch zu eruierenden Dolbypegel bzw. dessen Spannung bei Einhaltung der für das Dolby - IC geforderten 590 mVeff an den Rec Out - Pins) :flööt: :-handshake: ...
So - Das sollte erstmal langen ;0001; Das Deck schafft uns Alle noch ;-).
@ Matthias: Na wie habe ich Das gerechnet -> Ohmsches Gesetz :_tease:.
Schaue gleich nochmal rein hier ... :_55_:.
MfG
Andreas
... kam mir gerade noch Was in den Sinn:
Normalerweise haben ja die Verstärkereingänge - oder sonstige von einem Tapedeck angesteuerte Geräte - keinen Ue = 5 kOhm sondern so in der Größenordnung _> 47 kOhm .,a015.
Demzufolge (Rl = 47 kOhm) betüge die zu erzielende Ausgangsspannung des Decks ja lediglich ca. 420 mVeff :shok:; 47 kOhm als quasi "Abschlußwiderstand" entsprächen ja fast eienm "offenem Ausgang" des Decks ...
Irgendwo ist da noch ein nicht aufgespürter "Haken" :flööt:.
Man sieht: Die "Sache" wird nicht wirklich einfacher ... ;0003.
MfG
Andreas
Hallo Andreas, Matthias,
Ich habe gerade bezgl. des Brasilianers nochmals mit Hans-Joachim telefoniert und er ist wie ich der Meinung da Stimmt was nicht! Aus diesem Grunde werde ich heute noch eine Testkassette machen mit Dolby B und folgenden Tönen....
400 Hz = 200 nWb/m
400 Hz / 10 kHz = -10 dB bezogen auf 200 nWb/m
400 Hz / 10 kHz = -20 dB bezogen auf 200 nWb/m
bis hier hin Dolby AUS geschaltet
nun Dolby B AN geschaltet
400 Hz / 10 kHz = -10 dB bezogen auf 200 nWb/m
400 Hz / 10 kHz = -20 dB bezogen auf 200 nWb/m
Gleitsinuston 20-20000 Hz = -20 dB bezogen auf 200 nWb/m
Einzeltöne immer ca. 1 min. Gleitsinus gesteckt so dass er sich über 5 min. erstreckt auf der Kassette.
Danch das Ganze mal mit Dolby C AN geschaltet..... Töne wie bei Dolby B.
Meine Vermutung, und auch so langsam die von Hans-Joachim, ist die dass der Dolbybaustein nicht korrekt arbeitet, uns sich daher Pegelunterschiede ergeben.
=> Andreas,
ob 0 dB bei 200 mV am Ausgang ergeben oder eff 1V ist doch für den Abgleich egal..... dies legst Du doch selber fest oder der Herstelle eines Decks. Trotzdem darf sich keine Pegel-Erhöhung des Eingangssignals bei der Wiedergabe ergeben, die man nicht wieder runterbekommt.
Und dabei ist es völlig egal ob ich ein Zweikopfdeck oder ein Dreikopfdeck habe.
Zitat von: Jürgen Heiliger am Montag, 23.November.2009 | 12:02:08 Uhr
...
=> Andreas,
ob 0 dB bei 200 mV am Ausgang ergeben oder eff 1V ist doch für den Abgleich egal..... dies legst Du doch selber fest oder der Herstelle eines Decks. Trotzdem darf sich keine Pegel-Erhöhung des Eingangssignals bei der Wiedergabe ergeben, die man nicht wieder runterbekommt.
Und dabei ist es völlig egal ob ich ein Zweikopfdeck oder ein Dreikopfdeck habe.
Mahlzeit, Jürgen / Gemeinde :_hi_hi_:.
Das mit der Kassette für Matthias´ Deck ist eine super Idee :_good_:.
Zu der Ua = 0 dB ->
Das macht letztendlich in sofern Was aus als Das der Dolbybaustein in seinen Specs laufen soll / muss - ansonsten wäre bei falscher Einstellung des entsprechenden Grundparameters lediglich ein Betrieb ohne Dolby möglich bzw. vom FG her nicht korrekt sowie ein erhöhter Klirrgrad die Folge .,111; so zumindest meine hier gemachten "Beobachtungen".
Das das Dolby - IC im Grandiente nicht i. O. ist kann natürlich sein bzw. der Verdacht liegt nahe, andererseits sollte diesbezüglich auch vermehrt ein Augenmerk auf das anschließende IC = Ausgangsverstärker - gelegt werden (War das ein TA714OP ?) -> Das verstärkt ja das Signal nach dem Dolby - IC bzw. leitet Es weiter ... .,a015.
Da muss ich nachher zu HAuse in Ruhe schauen - ist ja nicht mehr lang ...
MfG
Andreas
Jungens, ich muß so zwischendurch mal was loswerden:
Das Deck hatte ich das letzte Mal nach dem Tausch des einen defekten Dolby-IC's angeschlossen. Damals war der Klang unter allen Bedingungen grausig. Gestern abend hat es mich dann endlich gepackt und ich wollte wissen, ob die ganze Repariererei eigentlich klanglich überhaupt was gebracht hat, also hab' ich's angeschlossen und eine fremdbespielte MC mit Dolby laufen lassen.
Ohne Dolby ist der Klang nun wirklich astrein. Sehr dynamisch und kritallklar.
Mit Dolby allerdings Katastrophe. Total dunkel, mumpfig ohne jegliche Höhentransparenz.
Eigenaufnahme habe ich nicht getestet, da der Aufnahmezweig ohnehin (noch) nicht richtig abgeglichen ist.
Da "wir" ja nun schon eine ganze Weile an dem Teil rum operieren, möchte ich Euch sagen, daß ich Eure Geduld und Euren Einsatz bei dem Gerät nicht mehr als notwendig strapazieren möchte. Soll heißen, daß ich mit dem momentanen Wiedergabeergebnis absolut zufrieden bin und auf die Aufnahmefunktion durchaus auch verzichten könnte, schließlich habe ich noch andere Decks zur Aufnahme.
Natürlich wäre ein voll funktionierendes Deck das i-Tüpfelchen, aber ich könnte es verstehen, wenn Ihr sagt, daß man in so ein 1€ Deck nicht unbedingt einen derartigen Aufwand reinstecken muß.
Also, wenn Ihr an der Stelle abbrechen wollt, dann ist das für mich ok.
Falls es Euch aber reizen sollte, das "Geheimnis" des Decks zu lüften, dann kann es von meiner Seite natürlich auch noch weitergehen.
So, das mußte ich jetzt mal gesagt haben, schließlich hat ja jeder von Euch auch noch was anderes zu tun :_hi_hi_:
PS:
Habe heute nochmal Gradiente in Brasilien angeschrieben, zwecks Manual und besserem Schaltplan.
Mal schauen, ob dieses Mal eine Antwort kommt....
Nachmiddaaach,
ohne auf dan oben angerührten Eintopf einzugehen, den ich nicht mehr hinbiegen möchte. Leute, bitte geht den Sachverhalt nicht mit noch mehr Vermutungen an, sondern zieht euch ruhig und gemessen auf das Schaltungskonzept des Rekorders zurück. Nur da winkt Hilfe.
Dennoch auch von mir noch einmal einige Anmerkungen:
Egal, was wann wie am Ausgang des Brasislianers ansteht, gibt es im Gerät nur eine verbindliche Pegelachse, an der man sich orientieren, die also einzuhalten sein muss:
Der Dolby-Prozessor muss intern (was extern ist unter Umständen bereits eine andere Sache) bei Aufnahme und Wiedergabe mit denselben Pegeln angesteuert werden. Wir müssen daher wissen, welchen Pegel das Dolby-IC an seinem je nach Betriebszustand Aufnahme oder Wiedergabe aktivierten Eingang für einen Pegel bei VA (oder welchen Pegelwert Dolby in den Spezifikationen des angibt) erwartet.
Das und zunächst nur das muss korrekt einzustellen sein, damit das Dolby Invers arbeitet. Diese Justage darf aber nicht nach Verfahren 'Irgendwie' hingebastelt werden, sondern muss Hand un Fuß haben.
Besitzt ihr das Datenblatt des LM1011 (oder NE 545 B)?
Ich habe es nicht; nachdem wir in dieser Frage schon einmal diskutiert hatten, scheiterten meine Versuche, ein brauchbares Datenblatt dieses Bausteins an Land zu ziehen.
Das Dolby Ajuste de Nivel dürfte vermutlich die Festlegung des Dolby-Ansteuerpegels sowohl bei Aufnahme als auch Wiedergabe meinen, d.h. hier legt man fest, welcher Magnetisierungspegel auf dem Band dem Dolby-Spannungspegel des Prozessors entspricht. Nach meinen Unterlagen hat es bei Cassettenrecordern von Dolbys Gnaden (und die Herrschaften waren zeitweise bezüglich der vergebenen Lizenzen richtig aggressiv!) immer nur 200 nWb/m gegeben. Alles andere wäre/ist ein Verstoß gegen die Dolby-Lizenz gewesen. Studer ventilierte weiland bei der Konzipierung der Dolby-A77 (9,5 cm/19 cm/s!) anfänglich (und absolut verständlicherweise) die Verwendung des A-Verfahrens. Das wurde von Dolby brüsk zurückgewiesen: "Dolby A NUR bei 38,1 cm/s!" Das hatte neben qualitativen natürlich auch vielschichtige Gründe handfest kommerzieller Art, kulminierte für die Revox-Leute aber in einem simplen VERBOT.
Ansonsten:
Am Ausgang des Kopfverstärkers Wiedergabe, der im Aufnahmebetrieb als Mikrofonvorverstärker genützt wird, befindet sich ein Ganho PB, dessen Aufgabe eindeutig ist. Zusätzlich gibt es das Dolby Ajuste Level über deren jeweilige Aufgabenunterschiede aber auch Einwirkungen des Ganho auf Ausgangsspannung PB UND das Dolby Level man sich klar werden muss.
Das Jürgensche Hilfsband kann Wege weisen, muss aber nicht, weil der technische Gesamtzustand des Kopfes im Brasilianer zumindest bei den HOchtonsignalen unmittelbar in das Ergebnis eingeht. Angenommen, dabei sei alles einwandfrei, und Jürgen habe keine Fehler bei der Anfertigung seines Bandes gemacht, kann man natürlich die dolbysierten Signale auf seinem Band wiedergeben und solange den Ansteuerpegel des Dolby-Prozessors variieren, bis ein frequenzlineares Signal (1 kHz vs. 10 kHz, -20 dB auf 200 nWb/m) am Ausgang des Brasilianers nachweisbar ist. Man weiß dann wenigstens, womit der Wiedergabeprozessor eingangsseitig rechnet.
Ich kann bislang nur vermuten, dass das auf C302 und den Trimmer Ajuste Dolby Nivel folgende Pin 5 (??, Nummer nicht ordentlich lesbar) des Dolby-ICs sowohl im Wiedergabe- als auch Aufnahmeprozess via Dolby als Eingang des Bausteins LM1011 fungiert. Man möchte daher annehmen, dass am Pin 5(??) sowohl bei Aufnahme als auch Wiedergabe derselbe Pegel ansteht. Doch WEI? ich das erst, wenn ich Daten- und Applikationsblatt studiert habe.
Ohne Dolby muss ein sinnvoller Ausgleich zwischen Ganho PB (also Wiedergabepegel und Ganho de Gravacao (also Aufsprechpegel) gefunden werden, sofern dieses Gerät überhaupt daraufhin konzipiert wurde, vor und hinter Band mit identischen Ausgangspegeln am Line-OUt aufzuwarten. Dies ist zwar anzunehmen, aber deshalb noch keineswegs sicher. Nachdem der Aufnahmepegel (vgl. mein obiges Posting) mit konstruktiver Absicht nur im beschränkten Rahmen einstellbar ist, gibt es andererseits durch den erzielbaren kleinsten Pegel schon erste Hinweise darauf, oberhalb welchen Pegels die Ausgangsspannung auf jeden Fall liegen muss. An einen technischen Fehler glaube ich nach wie vor NICHT.
Schließlich bitte ich auch nochmals, die Schaltung in Ruhe und ohne Gehampel zu verstehen zu suchen. Also: Was geschieht bei Wiedergabe ohne Dolby und was geschieht bei Aufnahme ohne Dolby und der dabei erfolgenden Zwangsabhöre vor Band?
Bei Aufnahme (Line-IN) geht das Signal über den Volume-Steller und dessen Schleiferabgriff über die Umschalterleiste (Kontaktbezeichnung unleserlich) auf den Eingangspin 1 des IC 101 und von dessen Ausgang auf den Line-Out.
Bei Wiedergabe einer Bandaufzeichnung läuft das Signal vom Kopfverstärker (X 101, X 102) über das Trimmpot Ganho PB an den Kontakt der eben erwähnten Umschalterleiste, von dort auf den Eingangspin von IC 101 und von dessen Ausgang wiederum auf den Line-Out.
Damit sollte doch eine Beziehung zwischen Line-in-Pegel und dem Wiedergabe-Pegel ohne Dolby als 'Funktion' der Line-Ausgangsspannung herstellbar sein? Der Verstärkungsfaktor des IC 101 wird ja nicht umschaltet.
Hans-Joachim
Gibt es den Dolby-Baustein noch als Ersatzteil? Ein Tausch würde vielleicht helfen, zumal anscheinend das vorige Tausch auch vorteilhaft war. Dann gilt es noch, die Beschaltungsteile (R,C) zu prüfen. Ich habe den Schaltplan gerade nicht vorliegen, aber sind da auch Elkos mit im Spiel? Viel mehr Fehlerquellen gibt es eigentlich nicht.
:shok: Was - das Deck so lassen wie Es ist, geht doch schon mal garnicht ;0006 :0keule.
Soweit kommt das noch - zumal: Das Deck scheint ja in der "brasilianischen" Ecke gut wegzukommen -> Habe da gestern noch etliche Angebote gesehen welche im Schnitt mit ca. 160 bis 250 Ocken der Landeswährung gehandelt werden :__y_e_s:.
Und: Wenn der Klang schon so sehr gut ist - warum dann nicht das ganze "Paket" nutzen bzw. nutzbar machen .,a015.
Also ich würde das Gerät schon gerne fertig restauriert sehen bzw. wissen das Alles so funzt wie Es vom Entwickler angedacht war.
Da wird doch nicht aufgegeben - dann hätte ich meine "Plastkflotte" hier ja schon tausendmal "versenken" müssen .,111.
Nix da => Das wird durgestanden, ansonsten gibt´s Mecker .,a095 :__y_e_s:.
Das wird mit ziemlicher Sicherheit irgend so ein sch.... kleiner Fehler sein welcher so "einfach" ist Das er Einen im Normalfall schon "anspringen" müsste, da bin ich fast überzeugt von.
Ich für meinen Teil sage mal "Stay tuned" :_good_: :drinks:.
Ahh - Hans - Joachim ist auch "an Bord".
Also - für das Original - IC ist anscheinend wirklich kein Datenblatt aufzutreiben - wohl aber für den Ersatztyp =>
https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/NE645N_Dolby.pdf .,a095.
Bezüglich der 580 mV an den entsprechenden Pins hatte ich ja schon oft genug hingewiesen _> Das ist Das was Hans - Joachim als die Einstellung der Pegelachse beschreibt.
MfG
Andreas
@André
Den LM1011 gibt's nicht mehr, bzw. nur sehr teuer zu beschaffen aus Restbeständen.
Seinerzeit mußte ich einen neuen (alten) einsetzen, weil eins der IC's kaputt war (betroffener Kanal fiel bei Dolby Betrieb ganz aus).
Ein weiterer Tausch bringt hier mMn nichts, weil sich beide Kanäle ja gleich verhalten, d.h. kein weiterer Defekt im IC selbst zu vermuten ist.
Auch ansonsten glaube ich nicht wirklich an einen weiteren Defekt, sondern viel mehr an einen Denkfehler mangels besserer Informationen.
@Andreas
Danke für die Aufmunterung, aber Du/Ihr habt hoffentlich verstanden, auf was ich hinaus wollte....
Du hast recht, was die Beurteilung des Geräts aus der bras. Ecke betrifft. Man muß aber auch wissen, daß top Hifi-Geräte in Brasilien bei weitem nicht so häufig sind wie hier (und selbst hier sind sie nicht wirklich häufig) und daß deswegen die "Mittelklasse" schon als optimal empfunden wird. Das dann noch verziert mit Patriotismus.
250 bras. Real sind heute hier ~ 100€, das würde das Gerät hier niemals nicht bringen, selbst wenn man den Namen kennen würde. Das liegt daran, daß in Bras. die Neupreise derartiger (dortiger) Luxusgüter gut mal um Faktor 10 teurer sein kann als hier.
Bsp.: Ein einfacher Sansui Radio-Rekorder hat mich 1997 in Brasilien fette (umgerechnete) 500DM (!!!!) gekostet, hier vergleichbar ~ 70DM.
Lassen wir also ruhig die Kirche im Dorf und orientieren uns an dem von mir zitierten und fast identischen JVC Deck.
Ich meine man sieht es ihm an, daß das nicht mehr als Mittelklasse sein kann, auch wenn das Gerät sehr solide aufgebaut ist.
[EDIT]
Datenblatt für LM1011 ist nicht zu bekommen, hatte ich auch schon versucht.
Als Ersatz ist im Plan ein NE545 eingetragen, der aber wiederum kompatibel sein soll zum NE645.
Deswegen hatten wir von Anfang an mit den Daten des 645 kalkuliert.
Nachtrag:
Im Schaltplan steht unten rechts eine Erklärung, die leider fast gar nicht zu entschlüsseln ist.
Einzig ein paar Wortfragmente kann ich entziffern, aus denen ich schließe, daß man bei Umbauoption LM1011 auf NE545/645 einige R's ändern, bzw. Jumper setzen/entfernen soll.
Ich schließe daraus, daß zumindest in der vorliegenden Schaltung diese 3 Dolby-IC's nicht vollkompatibel tauschbar sind.
Das könnte Auswirkungen auf die Andreas'schen 580mV am Pin3 haben....., bzw. daß diese hier eben doch nicht richtig sind ?
.. gerade zu Hause und auch gleich wieder weg :_55_: , aber:
Die von mir angegebenen 580 mV beziehen sich auf die Dolby - 0 dB - Ausgangsspannung am entsprechendem Pin (3?) - Die sind nicht einfach so von mir "vorgeschlagen" worden .,111.
Betreffend evetuell notwendiger "Umbauten" bei IC - Tausch: Das könnte Bauteile betreffen welche auf die Line Out am Dolby - IC Einfluss nehmen - die Referenzspannung von 580 mV bleibt davon unberührt (Im verlinktem Datenblatt des ICs unten ist auf die Darstellung "Speisespannung - Ausgangsspannung" zu achten ...
Und wieder weg - bis später .. :_hi_hi_:.
MfG
Andreas
Ich habe mir noch mal die Fotos angeschaut....
...JVC SERVICE MANUAL CD1920A/B/C/E/U GB 1212709 4142 D = Preisgruppe= 11€
gibts beim Schaltungsdienst Lange. Das JVC sollte doch nicht soviel anders sein? Wäre doch ein Versuch wert, anstatt mühseliges "Reengineering". .,a015
´n Abend zusammen :drinks:.
Stimmt - diese Investition kann eigentlich nicht verkehrt sein :__y_e_s:.
MfG
Andreas
So, gerade mit Jürgen ;0009:
Er und Hans-Joachim mögen auch gerne die Baustelle zu Ende bringen. Danke deswegen an Euch alle - auch Dir Andreas und André natürlich .,d040
Für mich ist das natürlich eine prima Lernphase und bis jetzt habe ich schon so viel neues über die Technik erfahren dürfen, daß es eine Freude ist.
Mit diesem Ziel bin ich ja bei dem Gradiente angetreten um für alles nachfolgende gerüstet zu sein.
Gut, wie geht es weiter:
Jürgen und Hans-Joachim baten zuerst mal darum, die "Taktzahl" der Beiträge hier etwas zu verringern, weil sie mit der Beurteilung der einzelnen Statements nicht mehr nachkommen.
Jürgen wird die Spezialkassette schicken, mit der ich die jeweiligen Abspiel-Pegel mit/ohne Dolby am Line-Out messen soll und dann hier zur Verfügung stellen, damit wir sehen, was da an Unterschied zu sehen ist (die MC ist bei Jürgen mit 200nWb/m Referenz aufgenommen).
Auf alle Fälle werde ich das Deck morgen mal wieder auf 200nWb/m bei 1V zurück einstellen - nur der Ordnung halber und dann noch Fotos von den Platinen machen (Bestück- und Lötseite), um die mich die beiden auch gebeten hatten.
@André:
Parallel zu den o.g. Aktionen werde ich der Zwischenzeit mal an Gradiente dran bleiben, ob die nicht doch noch Infos rausrücken und mir mal den JVC Plan besorgen. Der Unterschied des JVC zum Gradiente scheint mir nur der zu sein, daß das Gradiente Dolby-B und das JVC ANRS hat. Lt. Jürgen hat aber wohl ANRS eine Dolby-B kompatible Wiedergabe, was die beiden an der Stelle evtl. doch einigermaßen schaltplankompatibel macht.
Ich würde stark vermuten, daß das Gradiente eine Lizenzfertigung des JVC in Brasilien darstellt. Also schau'n wir mal.
So denne, das wär's dann mal für heute gewesen....
Zitat von: kuni am Montag, 23.November.2009 | 22:23:27 Uhr
So, gerade mit Jürgen ;0009:
Er und Hans-Joachim mögen auch gerne die Baustelle zu Ende bringen. Danke deswegen an Euch alle - auch Dir Andreas und André natürlich .,d040
Für mich ist das natürlich eine prima Lernphase und bis jetzt habe ich schon so viel neues über die Technik erfahren dürfen...
Gut, wie geht es weiter:
Jürgen und Hans-Joachim baten zuerst mal darum, die "Taktzahl" der Beiträge hier etwas zu verringern, weil sie mit der Beurteilung der einzelnen Statements nicht mehr nachkommen.
Klar, dafür ist so ein Forum doch da. Aus Zeitgründen konnte ich nicht so tief in den Schaltplan einsteigen, zumal bei mir selbst noch einige Baustellen offen sind, sonst wären es noch mehr Statements geworden... raucher01 Ich habe die Beiträge daher teilweise auch nur flüchtig verfolgt aber hoffentlich noch nicht den Überblick verloren. :_sorry: .,73
"'Mitternacht' heißt diese Stunde",
zwar noch nicht ganz, aber fast. Ein Wort daher zur Vormitternacht:
Nachdem vieles noch nicht restlos bekannt ist, und Ungereimtheiten auftreten, sollten Nägel mit Köpfen insofern gemacht werden, dass man das Dolby einstweilen und komplett außen vor lässt, bis wir all das eruiert haben, was wir wissen wollen/müssen.
Das Gerätekonzept hilft uns dabei, denn das Dolby wird beim Abschalten in diesem Gerät (das ich nur aus der Schaltzeichnung kenne, hoffentlich stimmt sie) durch einen rein mechanischen Kontakt aus dem Signalweg gehebelt. Davon machen wir Gebrauch.
DOLBY also aus, OFF
Weiterhin nehmen wir an, dass auch in diesem Gerät das gilt, was fast immer gilt: Vollaussteuerungen am Line Out sollen/wollen, müssten/sollten immer dieselbe Spannung ergeben.
Zudem setzen wir voraus, dass vom Konstrukteur dieses vergleichsweise neuen Gerätes 200 nWb/m standardisiert als Bandmagnetisierung bei Vollaussteuerung vorgesehen wurden. Dafür spricht der gesunde Menschenverstand, der zumindest vor den Konstrukteuren, die ich kennen lernen durfte, erklärtermaßen NICHT Halt gemacht hat. Nachdem auch in Brasilien tontechnisch etwas los ist, muss das dort auch so sein.
Deshalb:
Tongenerator an Line in, Tonfrequenzmillivoltmeter an Line out. Millivoltmeter auf 3 V Empfindlichkeit einstellen.
VU-Meter weitest möglich runterdrehen, damit die Zeiger während der Experimente nicht auf Anschlag gequält werden. Wir brauchen die VU-Meter erst später irgendwann einmal.
1) Bezugscassette mit 0,4 bis 1 kHz 200 nWb/m auflegen. Ausgangspegeltrimmer oder -Steller VOLUME SAIDA voll auf.
2) Wiedergeben und Wiedergabepegel am Ausgang mit Ganho PB auf 1 (oder 1,5) V einstellen. Bespielbares, hinreichend hochwertiges Band auflegen.
3) Gerät in Aufnahmeposition bringen, Pausentaste drücken, Tongenerator 1 kHz einspeisen lassen und mit REC VOLUME am Line out 1 (oder 1,5) V ausgeben lassen. Trimmer Ajuste Ganho de Gravacao in Mittelstellung bringen.
4) 1 Min Aufnahme anfertigen.
5) Aufnahme wiedergeben. Welcher Pegel kommt nun ab Band am Line Out heraus?
6) In mehreren Anläufen weiterer Aufnahmen über Punkte 4-6 versuchen (wir haben ja keine Hinterbandkontrollmöglichkeit), den Pegel mit Ajuste Ganho de Gravacao auf die besagten 1 (oder 1,5) V zu bringen. Dabei Vorsicht: Man kommt mit den einzelnen Aufnahmen leicht durcheinander, sobald drei oder vier Versuche nacheinander auf dem Band sind.
Sollte nur ein höherer Pegel als 1 (oder 1,5) V am Ausgang per Ajuste Ganho de Gravacao einstellbar sein, den niedrigst möglichen Pegel ermitteln. Etwas oberhalb dieses Pegels (ich schlage 2 bis 3 dB vor) liegt der vom Konstrukteur vorgesehene Ausgangspegel bei Vollaussteuerung, die dann natürlich auch mit dem 200 nWb/m-Bezugsband bei Wiedergabe neu einzustellen ist. Irgendwann müsste man schließlich eine Pegelgleichheit von Aufnahme vor Band und Wiedergabe hinter Band erreicht haben.
Nach dieser Einstellarie sollte die Hf-Vormagnetisierung auf cassettenrecorderspezifisch halbwegs einwandfreie Arbeit hin kontrolliert werden (Frequenzganglinearität), was unter Umständen noch einmal minimale Pegelkorrekturen der oben geschilderten Art auch um 1 kHz herum mit sich bringen kann, sofern die Vormagnetisierung nicht schon von früheren Abgleichversuchen in den letzten Wochen 'soweit gut' steht.
Erst wenn hier fußgängiges Land in Sicht ist, gehen wir zum Betrieb mit Dolby über.
Hans-Joachim
Guten Morgen zusammen :_hi_hi_:.
... na dann mach´ ich wohl besser auch mal "Pause" ... :flööt:.
Edit: ... gerade ein Schaltbild für´s "CD - 3700" gefunden - allerdings scheint die Qualität gerade bei dieser Marke schlecht zu sein (Das 3700 ist doch schon etwas "moderner" ausgestattet), falls Interesse besteht - ist mit dem NE646 bestückt ... ->
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_DeckCD3700.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/DeckCD3700.jpg)
MfG
Andreas
Lieber Andreas nebst Interessenten,
kaum hat man ausgenächtigt, liegt ein richtig schöner Fund auf dem Tisch, der die eine oder andere Frage beantwortet und außerdem die Konstruktionstraditionen bei Gradient als ziemlich konstant ausweist. Hinter dem 3700 stehen offenkundig dieselben Leute, die auch den 3500 ans Laufen bekamen.
Vielen Dank dafür, lieber Andreas, denn auf vernünftige Strategien, nach Geschwisterexemplaren erfolgreich zu suchen, muss man ja erst einmal kommen. Ich habe derlei Gedanken an eine Netsuche schon in der Diskussionsfrühzeit beerdigt...
Dass das NE 646 weitgehend pinkompatibel mit NE 545 und LM 1011 ist, wird hier neuerlich nachgewiesen. Damit erhält auch der in die Schaltzeichnung des 3700 eingetragene Testpunkt Dolby Test Point TP-L bzw. "Dolby Test Point TP-R" (direkt hinter dem Dolby-Ausgangstrennkondensator) einen sehr bestimmten Sinn, der Rückschlüsse auch auf den von Gradient vorgesehenen Umgang mit dem 3500 zulässt:
Sichtlich beaufschlagt man den arbeitenden Dolbybaustein bei Dolbypegel, bezüglich dessen ich -siehe oben- für 200 nWb/m votiere, mit einer über die Trimmer VR 102 und 103 (des 3700) kontrollierten und definierten Nf-Spannung. Die Pegelregelung bei Aufnahme und Wiedergabe ist hier beim 3700 im Gegensatz zum 3500 also in beiden Betriebszuständen einander angepasst. Wahrscheinlich hängt im 3500 noch eine dolbylose Vorzeit in den Gardinen. Die an Pin 5 (Eingang des Dolbys) gelegte Nf-Spannung wird bei Vollaussteuerung bzw. Referenzpegel (Dolby-Pegel) am Ausgang des Dolbybausteins (Pin 7) nachgemessen.
All das spricht ziemlich eindeutig dafür, dass Jürgens Forderung nach identischen Pegelverhältnissen am Line out über Aufnahme und Wiedergabe auch hier erfüllt werden muss, zumal bei der Umschaltung zwischen Aufnahme und Wiedergabe die entsprechende Nutz-Nf immer auf denselben Dolby-Baustein-Eingangspin 5 gelegt wird. Meine Empfehlung von gestern Nacht hat deshalb viel für sich: Zunächst ist ohne Dolby linear einstellen, dann sehen wir weiter.
Eines allerdings fehlt mir bisher immer noch: Ich weiß nicht, wie man den Dolby-Baustein vom (En-)Coding- in den Decodingprozess umschaltet. Sie unterscheiden sich nämlich fundamental, also um 180°:
Ein Dolby besteht aus zwei parallelen Signalpfaden, einem nicht bearbeitenden und einem in einem bestimmten Frequenz- und Pegelbereich arbeitenden. (Bei höheren Pegeln geht die Einwirkung des Dolbys bis auf Null zurück.)
Bei Aufnahme ("Coding") wird das Signal beider Pfade addiert, so dass in durch die benannten Frequenz- und Pegelfilter definierten Bereichen ein höherer Pegel aufgezeichnet wird.
Bei Wiedergabe durchläuft das Signal zwar wieder dieselben Einheiten, dies aber mit dem einzigen und wesentlichen Unterschied, dass das bearbeitete Signal vom unbearbeiteten subtrahiert wird, wodurch im durch besagte Filter definierten Frequenz- und Pegelbereich eine exakt inverse Absenkung des bei der Aufnahme erhöht aufgezeichneten Nutzpegels stattfindet. Dabei wird das nicht mit erhöhtem Pegel aufgezeichnete, weil erstmalig bei der Wiedergabe zutage tretende, bandspezifische Rauschen mit abgesenkt.
Beim Dolby muss also bei Wiedergabe bzw. Aufnahme ein invertierender Verstärker (Subtraktion!) in den Signalpfad entweder des bearbeiteten oder des unbearbeiteten Pfades eingeschleift werden. Das erfolgt zumeist mit einer von außen angelegten Gleichspannung, deren Anlegung ich aber weder in der Schaltung des 3500 noch des 3700 ausmachen kann.
Wenn mir da jemand auf die Sprünge helfen könnte, denn ein gleichzeitiger Betrieb in beiden Zuständen scheidet nach der Innenschaltung des 645/646 komplett aus ....
Hans-Joachim
Hallöle bzw. Mahlzeit zusammen :drinks:.
Schön das ich mal was Nützliches beitragen konnte :give_rose: ...
Anbei mal ein Auszug aus dem IC - Datenblatt ->
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Dolby%20-%20IC_0.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Dolby%20-%20IC_0.jpg) .
Wenn einer der Verstärker "A" oder "B" unten (wohl der "A") bei Play - Betrieb deaktiviert würde könnte aus der Substraktion eien Addition werden - vice versa .,a015 ...
Ansonsten ist im Schaltbild ja Nichts entsprechendes zu erkennen; mittels eines manuellen Schalters - da wohl der Aufnahmewahlschalter - währe DAs aber kein Problem.
Da müssten ja lediglich ein Kontaktpaar eien entsprechende Steuer - / Schaltspannung an´s IC weitergeben für "Du jetzt nicht" - zumindest in der Art.
Werde nachher nochmal genauer schauen Wo denn dieser Kontakt am Schalter bzw. IC zu finden ist .. .,a095.
Da ja hier schon mehrmals die Verwandtschaft zu einem JVC - Deck angesprochen wurde, zu Diesem aber auch Nichts zu finden war im Netz habe ich mich einfach mal wacker an die dem Deck eigene "Umgebung" gehalten .,73 :drinks:.
MfG
Andreas
Grüß Gott und Mahlzeit zusammen,
Zitat von: PhonoMax am Montag, 23.November.2009 | 22:46:41 Uhr
1) Bezugscassette mit 0,4 bis 1 kHz 200 nWb/m auflegen. Ausgangspegeltrimmer oder -Steller VOLUME SAIDA voll auf.
2) Wiedergeben und Wiedergabepegel am Ausgang mit Ganho PB auf 1 (oder 1,5) V einstellen. Bespielbares, hinreichend hochwertiges Band auflegen.
3) Gerät in Aufnahmeposition bringen, Pausentaste drücken, Tongenerator 1 kHz einspeisen lassen und mit REC VOLUME am Line out 1 (oder 1,5) V ausgeben lassen. Trimmer Ajuste Ganho de Gravacao in Mittelstellung bringen.
4) 1 Min Aufnahme anfertigen.
5) Aufnahme wiedergeben. Welcher Pegel kommt nun ab Band am Line Out heraus?
6) In mehreren Anläufen weiterer Aufnahmen über Punkte 4-6 versuchen (wir haben ja keine Hinterbandkontrollmöglichkeit), den Pegel mit Ajuste Ganho de Gravacao auf die besagten 1 (oder 1,5) V zu bringen. Dabei Vorsicht: Man kommt mit den einzelnen Aufnahmen leicht durcheinander, sobald drei oder vier Versuche nacheinander auf dem Band sind.
Hans-Joachim, diese Messungen sollte ich vorab ohne die neue Meßkassette von Jürgen durchführen ?
Wenn ja, dann werde ich die Werte heute abend messen und hier einstellen.
Zitat von: AndreasTV am Dienstag, 24.November.2009 | 13:21:53 Uhr
Da ja hier schon mehrmals die Verwandtschaft zu einem JVC - Deck angesprochen wurde, zu Diesem aber auch Nichts zu finden war im Netz
Den Plan des JVC Vergleichsdecks habe ich gestern abend noch online als Download (weil dann gleich el. verfügbar) geordert.
Leider ist er nicht als Direktdownload in der Datenbank gewesen, d.h. die müssen erst einscannen.
ich denke heute oder morgen sollte dann aber der Download verfügbar sein und ich werde Euch den Plan dann auch zur Verfügung stellen.
Ah - Es tut sich Was ... :flööt:.
Nein - die Messungen sollst Du mit Jürgen´s Kassette machen .,111 - also immer mit der Ruhe .,045.
Das mit dem Download des SMs ist gut - bisher habe ich dahingehend allerdings meien Bedenken Was die nach der ersten Serie eventuell vorgenommenen Änderungen / Ergänzungen der Schaltungen betreffen :flööt: - ob Da immer wirklich Alles dabei ist ... .,a015; ansonsten hätte ich mich auch schon bei einem Anbieter angemeldet (Der hatte mir aber auf diese Frage bis dato keine Antwort zukommen lassen in den letzten paar Wochen = Ergo ist Der aus dem Rennen .,a020).
MfG
Andreas
Hi Jungens,
im Zuge dessen nochmals dem Onkyo TA-2070 auf den Pelz gerückt...... Messwerte mit König BC-41 im Wiedergabemodus -1,5 bis 1,75 dB Abweichung bezogen auf 315 Hz, gemessen bei -20 dB Vollaussteuerung.....
Eingemessen auf BASF Chromdioxyd Super II..... Frequenzgang 20-18000 Hz -1,25 bis 1,5 dB Abweichung bezogen auf 400 Hz, gemessen bei -20 dB Vollaussteuerung
Vollaussteuerung = 200 nWb/m = 0 dB = 775 mV; wie Werksangabe für das TA-2070.
Nun mache ich die Messkassette...... wie folgt bespielt........
Seite mit DOLBY-B
Dolby AUS
400 Hz = 200 nWb/m
400 Hz / 10 kHz = -10 dB bezogen auf 200 nWb/m
400 Hz / 10 kHz = -20 dB bezogen auf 200 nWb/m
Gleitsinuston 20-20000 Hz = -20 dB bezogen auf 200 nWb/m
bis hier hin Dolby AUS geschaltet
nun Dolby B AN geschaltet
400 Hz / 10 kHz = -10 dB bezogen auf 200 nWb/m
400 Hz / 10 kHz = -20 dB bezogen auf 200 nWb/m
Gleitsinuston 20-20000 Hz = -20 dB bezogen auf 200 nWb/m
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_FrQ_TA-2070_CR-S-II_Hinterband.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/FrQ_TA-2070_CR-S-II_Hinterband.jpg)
Zur Erklärung ..... Deck eingemessen mit eigenem Mess-Computer
Töne (Frequenzen) in der Tabelle leesbar..... zwischen den jeweiligen Tönen immer 5sec. Pause;
zwischen den jeweiligen Abschnitten || Pause / kurzer +3 dB ausgesteuerter 400 Hz Ton / Pause ||
Seite mit DOLBY-C
Dolby AUS
400 Hz = 200 nWb/m
400 Hz / 10 kHz = -10 dB bezogen auf 200 nWb/m
400 Hz / 10 kHz = -20 dB bezogen auf 200 nWb/m
Gleitsinuston 20-20000 Hz = -20 dB bezogen auf 200 nWb/m
bis hier hin Dolby AUS geschaltet
nun Dolby-C AN geschaltet
400 Hz / 10 kHz = -10 dB bezogen auf 200 nWb/m
400 Hz / 10 kHz = -20 dB bezogen auf 200 nWb/m
Gleitsinuston 20-20000 Hz = -20 dB bezogen auf 200 nWb/m
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_FrQ_TA-2070_CR-S-II_Hinterband_DOLBY-C.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/FrQ_TA-2070_CR-S-II_Hinterband_DOLBY-C.jpg)
Zur Erklärung ..... Deck von Hand eingemessen nach SM-Abgleich und Delta-10kHz bei -3dB für die BASF CR-SII .....
Hi,
noch was vergessen...... siehe Anhang....
=> Andreas,
Stop! Missverständniss.....
Sämtliche Messungen die Ohne Dolby gemacht werden sollen, sind mit der König BC-41 durch zu führen, da diese wesentlich genauer ist!
:shok: Okay :_sorry: :give_rose:, typischer "Schnellschuss - Fehler" meinerseits :cray: ...
Ich habe mir gerade nochmal das Schaltbild vom CD - 3500er angeschaut weil Hans - Joachim die Frage der Umschaltung "Aufnahme / Wiedergabe" bezüglich Dolby etwas unklar war / ist -> Da spielt der Schalter unten im Schaltbild eine Rolle - nur ob da noch mehr als 2 X Um dran / drin sind kann ich leider aufgrund der fehlenden Qualität leider auch nicht entziffern.
Zumindest wird ansonsten bei Zweiköpfern am IC immer zwischen den entsprechenden Ein - / Ausgängen am IC umgeschaltet (Habe ja genug Zweiköpfer hier wo Das immer so gemacht wird) ->
Das zu encodierende Signal wird wieder herausgeführt und entweder einem Internen oder aber separatem Ausgangsverstärker zugeführt, bei Wiedergabe intern im Dolby - IC "normal" weiter verarbeitet = Decodiert.
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Dienstag, 24.November.2009 | 18:40:42 Uhr
Da spielt der Schalter unten im Schaltbild eine Rolle - nur ob da noch mehr als 2 X Um dran / drin sind kann ich leider aufgrund der fehlenden Qualität leider auch nicht entziffern.
Du meinst S207 + S107 ?
Den gibt's im Gerät nirgends auf einer Platine, also kann es eigentlich nur der in der Mitte des Geräts sein, weil das ist der Einzige, der nicht beschriftet ist (Fotos folgen noch).
Der wäre dann ein 2xUm ohne weitere Kontakte. Wird betätigt mit Drücken der REC Taste.
Beschreibung übersetzt aus dem Plan: "ch Dolby Rec/PB in Position PB" (also im Plan gezeichnet in Ruheposition = PB)
.. da schreibt der"Lümmel" just in dem Moment wo ich gerade abgemeldet bin ... :shok:.
Guten Abend :_hi_hi_:.
Aha - war nur so eine Idee da ich die Schalterbezeichnung nicht entziffern konnte, die "zusätzlichen" Kontakte aber "schön" gewesen wären :_sorry:.
So wie ich hörte ist da ja ein SM im Zulauf => Sofort "hoch" damit wenn´s da ist :flööt: -> Damit wir Alle mal "aus die Puschen" kommen hier .,a095.
MfG
Andreas
Zitat von: PhonoMax am Dienstag, 24.November.2009 | 11:45:49 Uhr
Eines allerdings fehlt mir bisher immer noch: Ich weiß nicht, wie man den Dolby-Baustein vom (En-)Coding- in den Decodingprozess umschaltet. Sie unterscheiden sich nämlich fundamental, also um 180°.............................................................
...........................
Wenn mir da jemand auf die Sprünge helfen könnte, denn ein gleichzeitiger Betrieb in beiden Zuständen scheidet nach der Innenschaltung des 645/646 komplett aus ....
Hallo Hans- Joachim,
vielleicht hilft dir das ein wenig
https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/DolbyNE645bsp.jpg
Der Nebenkanal erhält sein Eingangssignal einmal von Pin 3(Aufnahme) und einmal von Pin 7 (Wiedergabe), damit ist das Signal des Nebenkanals einmal gleich- und einmal gegenphasig.
Das führt dann dazu das einmal addiert (Aufnahme) und das andere mal subtrahiert (Wiedergabe) wird.
Das entspricht eigentlich dem normalen und gängigen Prinzip
https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/DolbyBPrinzip.jpg
Gruß Ulrich
Lieber Ulrich,
lieber Andreas,
lieber Kuni,
herzlichen Dank zunächst an Ulrich für die wirklich (=ernsthaft) erhellenden Blockschaltbilder, in denen ich mich -wenn auch für den Altnutzer von Dolby A als einer per se vollständigen Elektronikkarte etwas ungewohnt- gleich (und endlich...) zurechtfand. Erschwert hatte ich mir meine Situation noch dadurch, dass ich mir (ganz 360/Cat22-Nutzer) die 'unwesentliche' Perpherie von den Schaltungen mit NE 545 und 645/646 abgeschnitten hatte, um den 'Rest' für einen lesbaren Ausdruck augenfreundlich vergrößern zu können. Dann explodiert natürlich der logische Aufwand bei einer Interpretatieon der dann 'leicht kryptischen' Überbleibsel.
Auch dein Hinweis, lieber Andreas, ging ja schon in Ulrichs Richtung, deshalb danke ich auch dir für deinen Fingerzeig. Wir haben hier den klassischen Fall vor uns, bei dem ein professioneller Nutzer mit den Derivaten seiner Technik (Cat 22 ist definitiv nicht mehr als 4 x NE645) nicht zurecht kommt, weil er nach den falschen 'Zutaten' sucht.
Es ändert dies aber nichts am Sinn meiner Hinweise oben. So kommen wir 'dem Heinrich' auf die Pegel-Spur, übrigens auch mit eingeschleiftem Dolby, sobald der Laden ohne Dolby zuverlässig steht.
Und damit sind wir bei dir, lieber Kuni.
Diese besagte, über mehrere Punkte verteilt geschilderte Messung solltest du durchführen, um mit ihrer Hilfe die vom Konstrukteur intendierten Pegelverhältnisse im Gerät zu ermitteln und zu rekonstruieren. Die Punkte oben willst du dabei bitte nicht als Flowchart interpretieren, die man blind abradelt, sondern bitte darüber nachdenken, was mit dem jeweiligen Schritt bezweckt wird.
Das Einmessen von Kombikopfgeräten -egal, ob es sich dabei um Bandgeräte oder Cassettenrecorder handelte- habe ich mein Lebtag (man lebte ja nicht davon) immer und nicht grundlos als außerordentlich fehlerträchtig meinerseits und damit nervenbelastend erlebt, kam man doch ständig entweder mit den Potis oder den bereits auf dem Band befindlichen Aufzeichnungen durcheinander, so dass nach endloser Arbeit nie 'guten Gewissens' die Genauigkeit erreicht war, die ich beim Abgleich meiner professionellen Ausrüstung innerhalb von Sekunden (!) und damit wie selbstverständlich erreichte, egal ob ich in der Kathedral von Faro oder im Domkreuzgang von Brixen saß. Auf sie war ich 'eingeschossen', solange ich als Tonmeister für immerhin fast 15 Jahre ausschließlich analog arbeitete. Die dabei optimierten Arbeitsweisen ließen sich nicht bruchlos auf Kombikopfanlagen übertragen, zumal ich auch meine Studioapparatur bezüglich der Betriebseinmessmöglichkeiten zugunsten jener "Prozeduren" -auch für den Dolby-A-Betrieb- bis in Umbauten hinein sehr sinnvoll angelegt hatte.
Amateurgerät zielte daran zielsicher vorbei, weshalb ich bei praktischen Arbeiten an solcherart Amateurgerät immer unsicher (=nervös) blieb.
Das reicht als Exkurs in meine Vergangenheit. Dir lege ich die obigen Versuchsanleitung für die Pegelrekonstruktion dennoch ans Herz. So kommst du der Sache bei.
Eins vergaß ich allerdings oben zu erwähnen: Der Schleifer der Aufzeichnungspegeltrimmer (Vorsicht, da gibt es ja zwei) sollte sich beim als glaubwürdig anzusprechenden Pegelwert im mittleren 100°-Bereich der Kohlebahn befinden. Das wird nach den von dir schon vor längerer Zeit für das Gerät ermittelten Pegelverhältnisse vermutlich bei Verstärkungsfaktoren (Ganho PB und Ganho de Gravacao) einpendeln, die zwischen 700 und 1200 mV am Line out erlösen.
Solltest du aus Brasilien etwas mehr erhalten, als wir bislang besitzen, wirst du das hier ja mitteilen.
Brasilien wirkte übrigens indirekt auf meinen Berufsweg insofern ein, als mein diesbezüglich Weichen stellender Kollege Otto D. (Tonmeister aus der Detmolder Thienhaus-Schmiede erster Generaton) seit Jahrzehnten mit seiner Frau Gertrud M. (zunächst Orgel-Professorin in Lissabon, ab 1974 in Sao Paulo) in Brasilien nun im Austrag lebt...
Hans-Joachim
So, N'Abend - ääääh - n'Morgen zusammen,
hier mal die Ergebnisse des heutigen Abends und um es vorweg zu nehmen, es wird Licht :;aha - aber der Reihe nach:
Zu den Messungen für Hans-Joachim :_hi_hi_:
Zitat von: PhonoMax am Montag, 23.November.2009 | 22:46:41 Uhr
1) Bezugscassette mit 0,4 bis 1 kHz 200 nWb/m auflegen. Ausgangspegeltrimmer oder -Steller VOLUME SAIDA voll auf.
2) Wiedergeben und Wiedergabepegel am Ausgang mit Ganho PB auf 1 (oder 1,5) V einstellen. Bespielbares, hinreichend hochwertiges Band auflegen.
3) Gerät in Aufnahmeposition bringen, Pausentaste drücken, Tongenerator 1 kHz einspeisen lassen und mit REC VOLUME am Line out 1 (oder 1,5) V ausgeben lassen. Trimmer Ajuste Ganho de Gravacao in Mittelstellung bringen.
4) 1 Min Aufnahme anfertigen.
5) Aufnahme wiedergeben. Welcher Pegel kommt nun ab Band am Line Out heraus?
6) In mehreren Anläufen weiterer Aufnahmen über Punkte 4-6 versuchen (wir haben ja keine Hinterbandkontrollmöglichkeit), den Pegel mit Ajuste Ganho de Gravacao auf die besagten 1 (oder 1,5) V zu bringen.
Sollte nur ein höherer Pegel als 1 (oder 1,5) V am Ausgang per Ajuste Ganho de Gravacao einstellbar sein, den niedrigst möglichen Pegel ermitteln. Etwas oberhalb dieses Pegels (ich schlage 2 bis 3 dB vor) liegt der vom Konstrukteur vorgesehene Ausgangspegel bei Vollaussteuerung, die dann natürlich auch mit dem 200 nWb/m-Bezugsband bei Wiedergabe neu einzustellen ist. Irgendwann müsste man schließlich eine Pegelgleichheit von Aufnahme vor Band und Wiedergabe hinter Band erreicht haben.
zu 1.): Ich habe "nur" eine 250nWb/m Kassette, also damit PB auf 1250mV (entspricht 1V @200nWb/m) eingestellt.
zu 3.): Geht nur bedingt, weil wenn Ua = 1V, dann Ue = 110mV und damit ist der Eingang übersteuert (bei max. 80mV). Hab's aber trotzdem so gemacht, weil ja Ua bei REC Level in Mittenposition gefragt war.
zu 5.): REC Level in Mittenposition ergibt dann Ua = 2V
zu 6.): Regelbereich des REC Level liegt bei 1,55V bis 2,85V.
Also entsprechend Deinen weiteren Vorschlägen verfahren: 1,55V ~ 3,8dB -> +2dB -> 5,8dB ~ 1951mV @200nW/m = 2439mV @250nWb/m :shok:
Also versucht PB auf 2,4V abzugleichen, was aber nicht geht, weil bei 1,7V Sense ist.
Jürgen bat mich gestern um Bilder der PlatinenAchtung, die sind je rund 500kB groß, damit man noch Details erkennen kann !Dolby Print:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/thumb_Gradiente_CD-5300_Dolby_Print_BestSeite.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Dolby_Print_BestSeite.jpg)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/thumb_Gradiente_CD-5300_Dolby_Print_LoetSeite.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Dolby_Print_LoetSeite.jpg)
AW Print (links) und Peak-LED Print (rechts):
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/thumb_Gradiente_CD-5300_AW%26Peak_Print_BestSeite.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_AW%26Peak_Print_BestSeite.jpg)
Man sieht ja da ganz gut, daß mit Detailfotos wegen der Kabelbäume nicht viel zu machen ist, deswegen habe ich da erst mal keine gemacht.
Hier der gesamte Innenaufbau:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/thumb_Gradiente_CD-5300_Innen.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Innen.jpg)
@AndreasSo, N'Abend - ääääh - n'Morgen zusammen,
hier mal die Ergebnisse des heutigen Abends und um es vorweg zu nehmen, es wird Licht :;aha - aber der Reihe nach:
Zu den Messungen für Hans-Joachim :_hi_hi_:
Zitat von: PhonoMax am Montag, 23.November.2009 | 22:46:41 Uhr
1) Bezugscassette mit 0,4 bis 1 kHz 200 nWb/m auflegen. Ausgangspegeltrimmer oder -Steller VOLUME SAIDA voll auf.
2) Wiedergeben und Wiedergabepegel am Ausgang mit Ganho PB auf 1 (oder 1,5) V einstellen. Bespielbares, hinreichend hochwertiges Band auflegen.
3) Gerät in Aufnahmeposition bringen, Pausentaste drücken, Tongenerator 1 kHz einspeisen lassen und mit REC VOLUME am Line out 1 (oder 1,5) V ausgeben lassen. Trimmer Ajuste Ganho de Gravacao in Mittelstellung bringen.
4) 1 Min Aufnahme anfertigen.
5) Aufnahme wiedergeben. Welcher Pegel kommt nun ab Band am Line Out heraus?
6) In mehreren Anläufen weiterer Aufnahmen über Punkte 4-6 versuchen (wir haben ja keine Hinterbandkontrollmöglichkeit), den Pegel mit Ajuste Ganho de Gravacao auf die besagten 1 (oder 1,5) V zu bringen.
Sollte nur ein höherer Pegel als 1 (oder 1,5) V am Ausgang per Ajuste Ganho de Gravacao einstellbar sein, den niedrigst möglichen Pegel ermitteln. Etwas oberhalb dieses Pegels (ich schlage 2 bis 3 dB vor) liegt der vom Konstrukteur vorgesehene Ausgangspegel bei Vollaussteuerung, die dann natürlich auch mit dem 200 nWb/m-Bezugsband bei Wiedergabe neu einzustellen ist. Irgendwann müsste man schließlich eine Pegelgleichheit von Aufnahme vor Band und Wiedergabe hinter Band erreicht haben.
zu 1.): Ich habe "nur" eine 250nWb/m Kassette, also damit PB auf 1250mV (entspricht 1V @200nWb/m) eingestellt.
zu 3.): Geht nur bedingt, weil wenn Ua = 1V, dann Ue = 110mV und damit ist der Eingang übersteuert (bei max. 80mV). Hab's aber trotzdem so gemacht, weil ja Ua bei REC Level in Mittenposition gefragt war.
zu 5.): REC Level in Mittenposition ergibt dann Ua = 2V
zu 6.): Regelbereich des REC Level liegt bei 1,55V bis 2,85V.
Also entsprechend Deinen weiteren Vorschlägen verfahren: 1,55V ~ 3,8dB -> +2dB -> 5,8dB ~ 1951mV @200nW/m = 2439mV @250nWb/m :shok:
Also versucht PB auf 2,4V abzugleichen, was aber nicht geht, weil bei 1,7V Sense ist.
Jürgen bat mich gestern um Bilder der PlatinenAchtung, die sind je rund 500kB groß, damit man noch Details erkennen kann !Dolby Print:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/thumb_Gradiente_CD-5300_Dolby_Print_BestSeite.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Dolby_Print_BestSeite.jpg)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/thumb_Gradiente_CD-5300_Dolby_Print_LoetSeite.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Dolby_Print_LoetSeite.jpg)
AW Print (links) und Peak-LED Print (rechts):
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/thumb_Gradiente_CD-5300_AW%26Peak_Print_BestSeite.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_AW%26Peak_Print_BestSeite.jpg)
Man sieht ja da ganz gut, daß mit Detailfotos wegen der Kabelbäume nicht viel zu machen ist, deswegen habe ich da erst mal keine gemacht.
Hier der gesamte Innenaufbau:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/thumb_Gradiente_CD-5300_Innen.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Innen.jpg)
@AndreasDer Schalter in der Mitte ist der S107/S207, nachdem Du gefragt hast.
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Das Beste aber natürlich erst zum Schluß :_tease: - das JVC Manual kam heute (übrigens bei http://www.servicemanuals.net/ gekauft - sehr zuverlässig - ich hatte bei denen schon öfter geshopt).
Liegt auf dem Server (http://datenaustausch.new-hifi-classic.de/kuni/JVC_CD-1920_Service_Manual.pdf):
Der Hammer ist, daß dieses JVC zu 99% meinem Brasilianer entspricht.
Ich haber nur marginale Unterschiede im Schaltplan gefunden, als da z.B. wären:
- ANSR (anstatt Dolby B)
- Der OUT Level Regler fehlt, dafür hat das JVC ein INP Level Poti
- S107/S207 fehlt, vermutlich weil kein Dolby an Bord ist
Es mag noch weitere kleine Unterschiede geben, aber die beiden gleichen sich von der Schaltung und sogar von der Zeichnung wie eineiige Zwillinge.
Diese Gemeinsamkeiten ziehen sich übrigens auch komplet durch die Mechanik.
Also, das ist doch mal eine Ausgangsbasis :_yahoo_:.
Klar, daß ich mich da gleich mal ins Eingemachte gestürzt habe, d.h. Abgleichanleitung auf S.9.
Dort sehen wir: Daten der Meßkassette VTT664 (1kHz 16mM) VTT666 (400Hz 22mM).
Keine Ahnung was "mM" für 'ne Einheit ist (was Älteres ?), aber "22" sieht aus als wolle es uns 220nWb/m ins Gesicht schreien.
Also mal kurz den Anfang des Abgleichs abgeturnt (bei No.1 Pkt.2 muß es -10dB heißen !) und bis zum REC Level durchgemacht.
Kurz gesagt, so geht's - (fast) aber dazu gleich noch mehr.
Was sehen wir also aus den Schritten No 1- 3:
Der Vorlauf soll wohl 3dB sein, was ich eindeutig anders ermittelt habe. Soll mal egal sein, da ich mich nicht auf die VU's verlassen habe, sondern nur auf's MVM.
Später werden die VU's wieder nach hans-Joachim's WAV Files eingestellt, hier hatte ich es nur zur Kontrolle der Anleitung gemacht.
Beim Test mit Fe Band (VTT664) sehen wir, daß -3dB = 300mV @160nWb/m bedeuten sollen (wenn mM x 10 = nWb/m ist).
Beim CrO2 Band (VTT666) @220nWb/m sollen die VU's dann bei der CAL Marke stehen, also bei +3dB, was abzgl. des Vorlaufs dann 0dB wären.
Wenn man nun dabei Ua mißt, dann treffen wir einen alten Bekannten, nämlich 775mV.
Also gilt hier für CrO2: 0dB = 775mV @220nWb/m
Jetzt wäre nur die Frage, ob diese Dolby Lizenzverletzung der 220nWb/m auf meinen Brasilianer übertragbar ist, oder doch ein Spezifikum des JVC mit
ANRS ist ?
Fakt ist, daß ich nun bei Ua = 775mV bezogen auf 220nWb/m den REC Level eingestellt bekomme (sowas hatte ich doch neulich schon mal vermutet, daß der Bezugsbandfluß höher liegen müßte, damit's paßt .,111).
Gut, also man kann den REC Level so passend abgleichen, aber das Poti steht haarscharf am Anschlag. Wieso ?
Ein Blick in den (leserlichen :foto01) JVC Plan zeigt, daß dort 50kO Potis vorgesehen sind, aber in meinem Gradiente 47kO vebaut sind.
Schaut man mit dem Wissen - daß es 50kO sein sollten - in den Gradiente Plan, dann wird einem klar, daß das Gekrakel dort niemals nicht 47kO heißen kann.
Ergo ist mein Deck ab Werk falsch bestückt worden (und das wurde definitiv nicht repariert an der Stelle, weil keinerlei Lötspuren zu sehen waren).
Hans-Joachim hatte ja schon auf den engen Regelbereich hingewiesen, deswegen vermute ich, daß ein Tausch des Potis auf 50kO, diesen auch wieder einigermaßen in Mittelstellung bringen wird.
So, da wären wir also fast am Ziel, bis auf eines:
Hab's gerade angeschlossen und es klingt (noch) so wie neulich
Zitat
Ohne Dolby ist der Klang nun wirklich astrein. Sehr dynamisch und kritallklar.
Mit Dolby allerdings Katastrophe. Total dunkel, mumpfig ohne jegliche Höhentransparenz.
Eigenaufnahme habe ich nicht getestet, da der Aufnahmezweig ohnehin (noch) nicht richtig abgeglichen ist.
... aber eben Sch...e
mit Dolby.
Das ist nun gerade der Punkt, der im JVC Manual nicht erwähnt ist.
Gut, falls keine Einwände kommen, würde ich also mal den Abgleich komplett nach SM und der nun gefundenen Pegel/Bandflüße machen und dann mit Jürgen's Dolby-Test-Kassette die Ua protokollieren. Irgendwo auf der Dolby Platine vermute ich noch einen Bock....
Hi Matthias, habe mir erlaubt die Adresse zum SM des JVC etwas vor den Robotern zu verstecken
Jürgen
Hallo Matthias,
dann an dieser Stelle noch ne Anmerkung, ich habe schon ins Sm des JVC gesehen, von meiner Seite ich würde den REC-Level-Adj Poti auf 50 KOhm wechseln, dann hast Du den größeren Regelbereich und liegst nicht am "Potiende".....
Von meiner Seite gibt's keine Einwände zum Vorgehen nach JVC für die Einmessung (Dolby außer Acht gelassen)....
Zum Thema Dolby.... da fallen mir einige Ungereimtheiten ins Auge....
die auf Deiner Dolby-Platine eingezeichnete Dioden, die nicht bestückt sind.... -----
Frage an die Experten....
jeweils zwischen den Dolby-ICs, den Potis und am oberen blauen Elko auf 3 Uhr, am unteren linken blauen Elko auf 6 Uhr sowie D-401 (ganz links Oben) ist auch nicht auf der Platine.... (diese Dioden finden sich aber auch nicht im JVC, ich vermute aber sie sind den D-301 bis D-303 ähnlicher Funktion zu sehen, Seite 14 des PDF ARNS-Control rechts vom IC-302 sitzend)
Noch was zum JVC.... der von Dir erwähnte Input-Level-Adj-Poti ist ein 100 KOhm-Poti welches aber nur zum Rechts <=> Links Abgleich dient....
siehe dazu im SM PDF-Seite 15.... Oben Links
ZitatVR-901 = Input-Level-Adj (L CH. only)
Guten Morgen zusammen :_hi_hi_: - und :shok: ..
Hat sich ja Was getan hier :_yahoo_: - Super.
Zu den fehlenden Dioden: Eventuell wurde noch andere Geräteversionen mit dieser "Grundplatine" bestückt und die hier nicht verwandten Dioden zur Klemmung oder / und Schaltung diverser Zustände genutzt .,a015.
220 nWb / m .,a015 - dazu fällt mir wieder das vor Kurzem von mir Geschriebene ein wo ich las das Das eventuell Was mit ANSI zu tun hat wonach die Messwerte dort etwa +10 % unterschiedlich sein sollten - da möchte ich jetzt aber nicht wirklich näher darauf eingehen um weitere "Wirrungen" zu vermeiden :_sorry: :give_rose:; eventuell kann Hans - Joachim Was dazu beitragen.
@ Hans - Joachim: Zweiköpfer (ohne Einmesscomputer) :shok: -> Da hatte ich neulich das "Vergnügen" ein Sony - Deck abzugleichen = Hat ein paar Stunden gedauert und ist wirklich eine Art "Geduldsspiel" ...
Das SM werde ich mir jetzt schnell ziehen und mir auf dem Stick mit auf die Arbeit nehmen :drinks:.
Ja - so langsam fängt die Lampe an zu glimmen .,73.
MfG
Andreas
... gerade gesehen im SM :shok:-> Was soll denn der "Hekmek" dBs als Angabe beim Messen - Das war / ist doch eine Einheit für den Schalldruck .,a015 .,10.
MfG
Andreas
Moin zusammen,
@Jürgen:
Ja, das mit dem 50kO Poti ist schon auf meiner Liste (habe nur keine zuhause).
Wenn man mal die politische und wirtschaftliche Lage in der Zeit (~1977) berücksichtigt (d.h. Militärdiktatur, abgeschotteter Binnenmarkt, exorbitante Importzölle auf Neuwaren aller Art) dann versteht man leicht, daß sich auch dort so'ne Art "Mangelwirtschaft" wie im Ostblock entwickelt hat, was übrigens tlw. bis heute so ist, allerdings heute mehr durch Fehlorganisation verursacht. Daß da evtl. keine 50kO auf dem Inlandsmarkt verfügbar waren, kann ich mir gut vorstellen. Importieren wollte man die vermutlich nicht, also griff man zum nächstliegenden Wert, eben die 47kO. 56kO wären vermutlich in die andere Richtung zu viel gewesen und mit 47kO geht der Abgleich ja auch, wenn auch auf Anschlag. Der "schlichte" Konsument bemerkt derlei leichte Fehlabstimmungen ja eh niemals, also wieso nicht. Brasilianer sind da pragmatisch, was übrigens mMn auch die Sache mit den 200nWb/m und der Dolby Lizenz betrifft. Ich glaube nach wie vor nicht, daß die Dolby Labs das vglw. einfach hätten herausfinden können, daß irgendwo am anderen Ende der Welt ein Hersteller sich nicht an Lizenzbedingungen (die ja eigentlich mehr Spec.verletzungen sind) hällt. Auch hier sind Brasilianer eher pragmatisch gestrickt.
Bzgl. des INP-Level Poti habe ich mir schon überlegt, ob ich das nicht nachrüste, da ich eh von den Eingängen kommend leichte Kanalungleichheiten von ca. 5-10mV habe .,a015
@Andreas:
Ich kaue immer noch am Bezug zwischen den 22mM (der Testkassetten aus dem SM) und deren Umrechnung in nWb/m.
Eine passende Maßeinheit "M" habe ich bislang noch nicht finden können, lediglich "Mx" für Maxwell.
Dann würde gelten: 1Wb = 10^8 Mx => 220nWb/m = 22Mx.
"M" könnte also für Maxwell stehen, aber was macht das kleine "m" davor ?
Wenn das "milli" sein soll, dann kommt's von der Umrechnung wieder nicht hin, oder es soll für "/m" (pro Meter) stehen, dann wäre es aber schon seltsam geschrieben .,a015.
Über die "dBs" bin ich auch gestolpert und konnte nichts sinnvolles ergoogeln.
Ich meine das kleine "s" kommt einfach aus dem englischen Plural von "decibels".
Fakt ist, wenn man hier mit "dB" bezogen auf 775mV rechnet und berücksichtigt daß es im Pkt.1 S.9 -10dB heißen muß, dann klappt der Abgleich wie beschrieben.
Nochmal zur Dolby-Schwäche meines Decks:
Die ANRS Platine beim JVC wurde ja direkt 1:1 herausgelöst und durch eine Dolby Platine ersetzt, wobei noch der S107/207 dazwischen gefuschelt wurde. Ansonsten kann ich an den Platinenschnittstellen keine Unterschiede erkennen.
Ich meine, daß aus der Dolby Platine bei "Dolby ON" irgendwelche Abschwächungen rauspurzeln, die den Klang derartig vermiesen.
Das hatte ich ja auch schon per FG Messungen gezeigt. Evtl. kann man aus der Gegenüberstellungen der beiden Schnittstellen zur Hauptplatine noch was ablesen, was ich prüfen könnte ?
Ansonsten wird hier ja hoffentlich Jürgen's Dolby-Pegel-Testkassette weitere Erkenntnisse bringen.
Hallo Allerseits .,045
Vom 50k-Poti würde ich mir nicht zuviel versprechen, der kleine Mehrbereich ist innerhalb der Toleranz. Es spricht natürlich nichts dagegen, es auszuprobieren. 50k sind Industriewerte, 47k entspricht dagegen der üblichen Abstufungen und Festwiderständen.
Die Quelle für das SM scheint nicht schlecht, die haben sogar das SM für mein Yamaha 560 :;aha Ich habe schon ein Konto eingerichtet und sobald ich unsere Mastercard ausgebuddelt habe, werde ich mir den Download freischalten lassen. Das JVC-SM ist im Ausdruck bei mir besser als auf dem Schirm.
@Andreas
Wahrscheinlich sind dBV gemeint, da findest Du eine Umrechnungsfunktion bei Sengpielaudio, bei meinem KX-670 sind die Ausgangsspannungen auch alle in dBV angegeben und mußte mir die erst alle in meßbare Werte umrechnen.
220nW/m finde ich auch einen recht exotischen Wert, stimmt das wirklich?
... hier geht echt "die Lucie" ab :shok: :_55_: ...
Moin moin :_hi_hi_:.
Jepp - gerade mal alte SMs von JVC gesichtet und da ich wohl wirklich von "dBV" die Rede; obwohl im SM vom Matthias da von 10 dBs -> 300 mV irgendwo geschrieben wird = Das müssten dann 316 mV sein (Oder die JVCler haben´s nicht so mit der Genauigkeit :girl_devil:); bei den ersten JVC - Decks hießen die Bezugskassetten anders, aber auch dort war nicht auf den Fluxwert zu schließen.
"220 nWb / m" sind ein wirklich etwas krummer Wert und wären auch aus der üblichen Toleranz von + / - 0,5 dB, nämlich 0,8 dB .,a015.
Wie ich aber schon mal schrieb wird gemäß Amis bzw. ihrer auch mal gern genommenen ANSI - Norm der jeweilige Wert auch mal "gern" 10 % niedriger als Unsere gemessen; da muss ich mal schauen wo Das auf "AudioKarma.org" war ...
-> Könnte Das gewesen sein
http://www.audiokarma.org/forums/showpost.php?p=3190204&postcount=3
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 25.November.2009 | 10:17:14 Uhr
Jepp - gerade mal alte SMs von JVC gesichtet und da ich wohl wirklich von "dBV" die Rede; obwohl im SM vom Matthias da von 10 dBs -> 300 mV irgendwo geschrieben wird = Das müssten dann 316 mV sein (Oder die JVCler haben´s nicht so mit der Genauigkeit :girl_devil:);
Im Manual (S.9 No.3 Pkt.1) steht wörtlich "
about 0,3V at LINE OUT".
about = ungefähr, d.h. man wollte es also gar nicht so genau angeben.
In der Anleitung wird ja auch nach VU abgeglichen und nicht nach Ua mit MVM, da sollte die Spannungsangabe wohl nur ein Kontrollhinweis sein.
Bei dBu: -10dBu = 245mV
Bei dBV: -10dBV = 316mV
So gesehen liegen die 316mV näher an 300, also könnten es tatsächlich dBV sein...
Hallo Jungs,
habe soeben mit Hans-Joachim ;0009 , und dieser auf die Bezeichnung mM im SM des JVC angesprochen antwortete aus dem Stegreif..... milliMaxwell...... und 22mM ensprechen ungefähr 220 nWb/m..... im Genauen 216 nWb/m.....
Also wir kommen der Sache schon näher.....
Grußlos vorweg, weil gerade erst gesehen:
Millimaxwell entsprechen Weber. Die von Jürgen kolportierte Zahl 216 erwähnte ich am Telefon nicht, es sei denn, der Kollege Alzheimer, "Franngge aus Margtbrraaiid"hätte mich voll im Griff. Ich merke davon zwar manches, aber noch nicht alles. Gerade am Wochenende habe ich mit meiner Mutter (90 Jahre...) darüber wieder diskutiert. Und nichts davon vergessen. Aber .... "waida im Deggsd":
Lieber Kuni nebst Interessentengemeine,
damit löst sich das Problem nun ja wohl weitestgehend in Wohlgefallen auf, auch wenn meine obigen Hinweise eigentlich genauso zu dem jetzt offenbar problemlos angesteuerten Erfolg hätten führen müssen. Um die Situation aber nicht zu komplizieren, nehme ich dazu jetzt nicht Stellung (Typ "Wenn und Aber"), sondern äußere mich allein zu den aktuellen Aktivitäten, auch wenn ich des allgemeinen Verständnisses wegen gerne noch immer erkennbare Defizite ausgeräumt hätte. Der Amp TA 7140P schreibt nämlich in seine 21,5 Volt Betriebsspannung sicher eine Nf-Ausgangsspannungsamplitude von 5 Volt mit Minimalklirrfaktor ein. Eine Übersteuerung eines Einganges, dem ja zur Dämpfung noch dazu ein Pegelpot "Rec Volume" vorgeschaltet ist, ist daher ausgeschlossen. Ich kann deshalb nur missdeutet worden sein. Doch sei es drum.
Zunächst:
Maxwell und Millimaxwell waren in früheren Tagen, als Walter Weber noch nicht lange genug tot war, für geraume Zeit die Einheiten des magnetischen Flusses. Das Umschwenken auf das neue System erfolgte im Verlauf der Geschichte des PER 525 (stereo) bei den deutschen Rundfunkanstalten, brauchte aber bis zur allgemeinen Einführung noch manches Jahr, so dass eigentlich erst in den späten 1970ern "Weber"[Wb] als Einheit überwog.
1 [mM] = 10 [nWb], 1 [M] = 10 hoch minus 8 [Wb].
[M] sind aber nicht -wie oben gelegentlich zufällig oder irrtümlich anklingend- [Wb/m]. Nur [M/m] entsprechen auch [Wb/m].
Wenn ich den Text zu den JVC-Äquvalenzen zwischen dem von JVC vorausgesetzten Bezugsband und einer VU-Anzeige richtig verstehe -es gehen da ohne Anführungszeichen- offensichtlich Zitate aus der von mir bislang aus Zeitgründen noch nicht eingesehenen Serviceanleitung und deine eigenen Interpretationen nicht einwandfrei auflösbar durcheinander-, dann könnte eine Erklärung für den etwas ungewöhnlichen Bezugspegel im JVC-Versuch liegen, Abgleiche weitestgehend mit den eingebauten VU-Messgeräten durchzuführen, die nur zwischen +3 und -3 VU für solche Zwecke angemessen einsetzbar wären. Damit würde sich auch die Lizenzverletzung in Wohlgefallen auflösen.
Dann dienen meine Prüfdateien auch nicht (primär) der Einstellung von VU-Metern, sondern deren Prüfung bzw. der Ermittlung des von den Messwerken mit Dämpfungskondensatoren erzwungenen Leads. Den 0-VU-Bezugspegel muss man unter Berücksichtigung des Leads schon selbst festlegen.
Einen technischen Fehler am Gradient-Gerät oder gar eine Fehlbestückung schließe ich noch immer und betont aus, wenn die Einstellung des Rekorders nach JVC-Vorgabe wirklich artgerecht erfolgt ist. Das Dolby wird einstweilen lediglich mit zu niedrigem Pegel angesteuert, so dass die Höhen im Wiedergabeprozess zu stark abgesenkt werden. Das aber hat nichts mit dem "Ajuste Ganho de Gravaçao", sondern sicher mit "Dolby Ajuste de Nivél", den Pegelanpasspotis der Dolbys zu tun, deren Erwähnung ich oben in Kunis Abgleichbeschreibung vollkommen vermisse, weshalb es wohl auch nicht eingestellt wurde.
Bei Wiedergabe eines 1 kHz-Referenzpegels ab regulärem, undolbysiertem Bezugsband (für mich bleiben das die 200 nWb/m) ist dieses Empfindlichkeitspotentiometer ("Dolby Ajuste de Nivél") -meiner Interpretation nach, näheres dazu ist oben geschrieben- bei eingeschaltetem Dolby so einzustellen, dass am Ausgang des Rekorders dieselbe, mit dem Millivoltmeter gemessene Spannung ansteht wie bei abgeschaltetem Dolby.
Hans-Joachim
Hi Hans-Joachim,
schön, daß wir alle unsere "Spekulationen" nun doch (zumindest) tlw. bestätigt sehen und sich unser Weltbild wieder beginnt gerade zu rücken :drinks:.
Ein paar Anmerkungen meinerseits:
Zitat von: PhonoMax am Mittwoch, 25.November.2009 | 13:19:37 Uhr
Eine Übersteuerung eines Einganges, dem ja zur Dämpfung noch dazu ein Pegelpot "Rec Volume" vorgeschaltet ist, ist daher ausgeschlossen. Ich kann deshalb nur missdeutet worden sein.
Ich hatte keinen Bezug auf einen Deiner Beiträge genommen.
Mir kam es nur "komisch" vor, den auf 80mV spezifizierten Eingang mit mehr als dafür vorgesehen zu beaufschlagen und war mir nicht sicher, ob das nicht andere nachteilige Effekte haben könnte, die dem Abgleich wieder hinderlich sind.
Zitat von: PhonoMax am Mittwoch, 25.November.2009 | 13:19:37 Uhr
1 [M] = 10 hoch minus 8 [Wb].
Genau so hatte ich das auch recherchiert, aber .,111 10 [nWb] = 1 [M]
aber keine [
mM]
Zitat von: PhonoMax am Mittwoch, 25.November.2009 | 13:19:37 Uhr
Dann dienen meine Prüfdateien auch nicht (primär) der Einstellung von VU-Metern, sondern deren Prüfung bzw. der Ermittlung des von den Messwerken mit Dämpfungskondensatoren erzwungenen Leads. Den 0-VU-Bezugspegel muss man unter Berücksichtigung des Leads schon selbst festlegen.
Ist klar und auch unmißverständlich in den beigelegten TXT Files beschrieben :_good_:.
Bis gestern (also vor dem JVC Manual) hatte ich aber keine besseren Anhaltspunkte bzgl. der VU-Meter Einstellung und auch nicht zu deren Vorlauf, weswegen ich Deine WAV's dazu herangezogen habe, die VU's damit einzustellen. Danach lief aber mein Abgleichprozedere
nicht per VU-Anzeige, sondern nach MVM.
Zitat von: PhonoMax am Mittwoch, 25.November.2009 | 13:19:37 Uhr
Das Dolby wird einstweilen lediglich mit zu niedrigem Pegel angesteuert, so dass die Höhen im Wiedergabeprozess zu stark abgesenkt werden. Das aber hat nichts mit dem "Ajuste Ganho de Gravaçao", sondern sicher mit "Dolby Ajuste de Nivél", den Pegelanpasspotis der Dolbys zu tun, deren Erwähnung ich oben in Kunis Abgleichbeschreibung vollkommen vermisse, weshalb es wohl auch nicht eingestellt wurde.
Vollkommen richtig - an den Dolby Pegel Potis hatte ich gestern nicht mehr gedreht und deswegen auch nicht erwähnt.
Die sind nach wie vor so eingestellt, daß am Pin3 des Dolby-IC 580mV anstehen.
Zitat von: PhonoMax am Mittwoch, 25.November.2009 | 13:19:37 Uhr
Bei Wiedergabe eines 1 kHz-Referenzpegels ab regulärem, undolbysiertem Bezugsband (für mich bleiben das die 200 nWb/m) ist dieses Empfindlichkeitspotentiometer ("Dolby Ajuste de Nivél") -meiner Interpretation nach, näheres dazu ist oben geschrieben- bei eingeschaltetem Dolby so einzustellen, dass am Ausgang des Rekorders dieselbe, mit dem Millivoltmeter gemessene Spannung ansteht wie bei abgeschaltetem Dolby.
Tja, rein von meinem Verständnis würde ich das auch so sehen, nur beteuert Andreas ja, daß der Pin3 unabhängig davon auf 580mV zu legen sei.
Zitat von: PhonoMax am Mittwoch, 25.November.2009 | 13:19:37 Uhr
...
Die von Jürgen kolportierte Zahl 216 erwähnte ich am Telefon nicht, es sei denn, der Kollege Alzheimer, "Franngge aus Margtbrraaiid"hätte mich voll im Griff. Ich merke davon zwar manches, aber noch nicht alles. ...
Mahlzeit zusammen :_hi_hi_:.
@ Hans - Joachim: Nicht verzweifeln .,70 - die Zahl "knapp 215" hatte ich Jürgen am Telefon genannt mit Bezug darauf das nach AANSI wohl weniger gemessen würde als nach unserer gewohnten DIN .,a095.
... nun zu dem Dolby - Matthias hat da gerade Was zu geschrieben bzw. Vorheriges zu erläutert / ausgeführt:
"Ich" bestehe selbst nicht auf die 580 mV -
aber der 0 dB - Punkt des ICs liegt laut Datenblatt nunmal so bzw. dort :flööt:.
Natürlich kann diese Spannung auch letztendlich dann dort anliegen wenn das VU hinterher - 3 dB, 0 dB oder aber auch + 3 dB anzeigt - Das wird sich zeigen.
Ich ging bisher davon aus das bei den angesprochenen 580 mV am Ausgang des DEcks eine Spannung anliegt welche dann 0 oder aber auch + 3 dB entspricht (Als Anhaltspunkt nehme ich hier meien Decks mit VUs ->
Dort entspricht der Dolbypegel dem Anzeigewert "+ 3 dB").
Stell doch bitte dann das Deck erstmal "unabhängig" vom pin 3 des ICs ein, also ganz auf die erforderliche Ausgangsspannung am Geräteausgang gerichtet bzw. den im SM geforderten Vu - Ausschlag.
Danach kann einfach eruiert werden - oder auch nicht so einfach weil Alles über den Dolbybaustein geht - Was bei den 580 mV / Pin 3 am VU angezeigt wird u. am Ausgang ankommt ...
Natürlich kann am entsprechendem Pin vom NE546 sonst Was anstehen - dann aber stimmt die Dolby - Achse nicht mehr bzw. wird nicht richtig en - / decodiert; so wie zur Zeit weshalb (Hans - Joachim schrieb Es schon) deien Abspielversuche dolbyrisierten MAterials ja auch scheiterte da der Pegel zu niedrig ist.
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 25.November.2009 | 14:23:21 Uhr
Stell doch bitte dann das Deck erstmal "unabhängig" vom pin 3 des ICs ein, also ganz auf die erforderliche Ausgangsspannung am Geräteausgang gerichtet bzw. den im SM geforderten Vu - Ausschlag.
Danach kann einfach eruiert werden - oder auch nicht so einfach weil Alles über den Dolbybaustein geht - Was bei den 580 mV / Pin 3 am VU angezeigt wird u. am Ausgang ankommt ...
Wenn mal mal das Vorhandensein einer "Testkassette mit und ohne Dolby" - also genau eine solche, die Jürgen mir "bastelt" - voraussetzt, dann müßte es doch eh und grundsätzlich das bessere Vorgehen sein, erst den Wiedergabe- und Aufnahmezweig nach Anleitung abzugleichen und danach mittels jener Kassette auf Pegelgleichheit mit/ohne Dolby abzugleichen ....
:flööt: ... nun ja - im Allgemeinen wird Das "in einem Rutsch" eingestellt .,a095 .,70.
Mittels Jürgen´s Dolby - On / Off - Kassette kannst Du eruieren ob´s funzt.
Das geht aber eigentlich genau so gut mit einer vorhandenen Kassette welche mit Dolby (in deinem Fall "B") aufgenommen wurde.
Keiner aus deinem Umfeld welcher ein funktionierendes Gerät hat u. damit erstellte Dolbyaufnahmen?
MfG
Andreas
In der Zwischenzeit konnte ich die offenbar institutsspezifische Bedeutung von JVCs "dBs" klären,
denn sie erscheinen in den technischen Daten anderer JVC-Konstruktionen allenthalben. So werden 0,2 mV mit -72 dBs und 80 mV mit -20 dBs gleichgesetzt. Das heißt nichts anderes, als dass man hinter 0 dBs 800 mV oder genauer 796 mV zu sehen hat. -10 dBs entsprächen damit genauen 251 mV.
Hans-Joachim
Das ist doch alles im Bereich der Rundungsfehler, hinter dBs verbirgt sich nicht Neues.
0 dBs = 0,775V
Ein anderes JVC Beispiel:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/JVCdBsBSP.png)
Gruß Ulrich
Guten Morgen :_hi_hi_:.
Na dann danke ich euch Beiden mal für die Erhellung :_good_: :_hi_hi_:.
Bis dato hatte ich z. Bspl. noch kein JVC - Deck hier und ansonsten auch kein anderes Gerät welches in seinem SM diese "dBs" stehen hatte; da hielt man sich an gebräuchlichen Einheiten (dBm (u) / dBV) :_sorry:.
MfG
Andreas
Hi zusammen,
danke erst mal wegen der Erhellung mit den "dBs".
Ich hatte vermutet, daß da unsere "geliebten" 775mV dahinter stecken, weil man sonst entsprechend der Vorgehensweise in der JVC Anleitung nicht auf die Ua = 300mV kommen würde.
Ich kann mich dunkel an mein Studium erinnern, als wir mit den dB schier verrückt geworden sind, weil wir lange nicht begriffen haben, daß man zur sinnvollen Verwendung immer einen Bezug angeben muß. Genau das hat man ja wohl versucht, mit dem kleinen nachgestellten Buchstaben zu bezwecken. Daß die Welt aber so viele Postfixes erfunden hat, für ein und das selbe, ist schon erstaunlich....
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 25.November.2009 | 19:01:31 Uhr
Das geht aber eigentlich genau so gut mit einer vorhandenen Kassette welche mit Dolby (in deinem Fall "B") aufgenommen wurde.
Keiner aus deinem Umfeld welcher ein funktionierendes Gerät hat u. damit erstellte Dolbyaufnahmen?
Na ja, damit man die korrekte Arbeitsweise des Dolby prüfen kann, genügt ja nicht ein Tape von "irgendeinem" Gerät. Man müßte sich ja schon sicher sein können, daß das "Referenzgerät" korrekt eingestellt ist. In meinem Bekanntenkreis gibt's ansonsten fast keine Decks mehr, geschweige denn welche, die vertrauenswürdig eingestellt wären. Die Jungs schwingen alle auf der MP3 Welle .,35 und langen sich an den Kopf, wenn ich von Tapes und LP's schwärme.
Wenn die dann aber meine kleinen Silberlinge auf der Kommode sehen, dann geht's auf einmal los mit:
"ooooch, das sieht aber mal schick aus", "so'n schönes Gerät möchte ich auch mal haben", "da schau ich auch mal, ob ich nicht was für 10€ (-> .,35) bekomme".
Und wenn ich - wie neulich - mal demonstriere, wieviel Potential in einer Kassette auf (nur) einem Mittelklassedeck steckt (wenn man's denn mal neu eingestellt hat) dann kommen gleich alle und wollen ihre alten Decks auch wieder ausgraben, die schon seit Jahren im Keller verrotten :cray:.
Moin, Matthias / Gemeinde :_hi_hi_:.
Ja hör´ mal - Du scheinst ja noch pingeliger zu sein als ich; und Das will schon Was heißen :grinser:.
Bezüglich Dolby:
Warum nicht eine vorhandene Kassette nehmen mit Dolby??
Wenn Du das zur Aufnahme verwandte Gerät live kennst bzw. dessen Klang und weißt das da noch Niemnd den Deher drin hatte ist´s eigentlich "nur" von den Toleranzen und Alterungen der Bauteile abhängig :flööt: ..
Davon ab: Beim Dolby wird eh nur der Maximal => 0 dB - Pegel einmal abgeglichen :_tease: - den "Rest " kann man eh nicht "von Außen" beeinflussen.
Wenn der Wiedergabe - FG ordentlich ist ( so umme + / - 1 bis 2 dB) und der Azimuth stimmt => No Problem und der Klang sollte fast identisch sein bzw. zumindest nicht pumpen oder gar dumpf sein .,111.
Wenn Du´s wirklich 100 %ig überprüfen möchtest dann nehme mal die Frequenzen bei den angegebenen Pegeln aus dem DAtenblatt des NE546 auf raucher01 und vergleiche ausgehend von dem von Dir eingestelltem "0 dB" .,73 - und dann "Schau´n mer mal ..." :_55_:.
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Donnerstag, 26.November.2009 | 09:47:41 Uhr
Ja hör´ mal - Du scheinst ja noch pingeliger zu sein als ich; und Das will schon Was heißen :grinser:.
Da hast Du recht, mit solchen Dingen kann ich mich ins kleinste Detail verzetteln, daß es mich selbst manchmal nervt wieso und warum ich das eigentlich immer so gaaaaanz genau will .,35.
Wenn ich mit dem Brasilianer abgerechnet habe, dann stelle ich hier mal die ganzen Meßergebnisse ein und auch meine Excel Meßprotokolltabelle.
Da wird dann allen "Meßfreaks" warm ums Herz :_tease:
Der Dolby-Aufnahmepegel muß im Bezug sein, das geht eigentlich nur mit einem optimal eingestellten, baugleichen Gerät.
Zitat von: Captn Difool am Donnerstag, 26.November.2009 | 10:07:00 Uhr
Der Dolby-Aufnahmepegel muß im Bezug sein, das geht eigentlich nur mit einem optimal eingestellten, baugleichen Gerät.
Kassettendeck + Dolby + Optimal eingestellt :shok: - wie lange denn :_rofl_: :_55_:.
Mal ehrlich: Schaut Euch dochmal "spaßeshalber" die Datenblätter verbauter Dolby - ICs an =
Generell Pegeldifferenzen bzw. -toleranzem von + / - 1 dB, dann bei Dolbybetrieb Pegelabweichungen im relevantem Frequenzbereich + / - 1,5 dB ->
Das macht zusammen - wenn Ales ungünstig zusammen kommt - exakt + / - 2,5 dB => 5 dB Gesamt :flööt: .,111.
In dem Zusammenhang spreche selbst ich als wirklich tolerantes Kerlchen nicht mehr wirklich von "Genau" :give_rose:.
Als ich Das endlich "Gefressen" hatte relativierte sich doch Einiges in Bezug auf Kassettendecks .,045.
Von daher: Nicht übertreiben solange "der Rest" über die Höhenregler der angeschlossenen Verstärker ausreichen und Nichts "pumpt" :_hi_hi_:.
Laborwerte werden - so denn überhaupt - keinesfalls langzeitkonstant erreicht; so denn überhaupt.
MfG
Andreas
Hinsichtlich der "dBs":
Dass meine 'Ermittlungen' oben sich im Raster der Rundungsfehler tummeln, ist trotz der Schludrigkeiten JVCs -post festum- so evident, dass selbst ich das erkenne, der ich seit fast 40 Jahren solcherart "dB"-Berechnungen" ohne Probleme (und Fehler) im Kopf realisiere. Ich vermute daher wohl nicht ohne Berechtigung, dass die von mir im Kollegenkreis wie im Net hinterlassene Strecke als homo sapiens eindeutig genug darüber Rechenschaft ablegt, dass ich zwischen relevant und irrelevant sowohl im Terrain klassischer Musik als auch berufsbedingter 'Rundungsfehler' ganz gut zu unterscheiden weiß.
Ich erinnere aber auch daran, dass die kritische Passage eine etwas kryptische, weil -auch im "February 1976"- nicht allgemein normgängige dB-Angabe ohne Referenz und einen sekundär vermuteten Druckfehler andiente ("10 dBs" statt -10 dBs), was erhoffte Gewissheiten angesichts der nach wie vor problembehafteten Ergebnisse zumindest als unsicher relativieren musste.
Dass Kunis Mutmaßungen zutrafen, wissen wir erst jetzt.
Hans-Joachim
Schönen guten Abend zusammen...
... ich wollte mal kurz berichten, was es neues gibt an der brasilianischen Front:
Also das besagte REC Level Poti habe ich mittlerweile von 47kO auf 50kO getauscht.
Damit läßt sich der Abgleich nun mit Ua = 775mV = 0dB bezogen auf 220nWb/m problemlos machen.
Die Kassette von Jürgen kam auch schon vor ein paar Tagen an, also wollte ich heute mal mit den Messungen beginnen.
Leider mußt ich dann feststellen, daß wieder ein Kanal bei zugeschaltenem Dolby nicht geht.
Das hatte ich ja an dem Teil schon mal, womit wir wieder ziemlich am Anfang des ganzen Threads wären (also hier .,73 -> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg130413#msg130413) - ich könnt ko...zen..... :wallbash
Also erst mal neue IC's bestellt, diesmal 2x NE645N, weil mir die LM1011N zu teuer sind und wenn's damit nicht tut, dann hat das Ding nun endgültig zum letzten Mal in Dolby gespielt :0keule.
Lies mir dann natürlich keine Ruhe, wieso da immer mal wieder die Dolby-IC's sterben.
Wenn das NE645N und das LM1011N kompatibel sind, dann müßte Vcc bei max. 20V liegen (steht so im NE645 Datenblatt).
In meinem Deck bekommt das IC aber 21,3V ab und das scheint aller meiner Unterlagen nach nicht ok zu sein:
- Versorgung wird von X605 mit 23,4V abgegriffen und geht über 150 Ohm an Pin16 des Dolby-IC.
- Im JVC Vergleichsgerät mit dem ANRS Chip hat das auch seine Richtigkeit, aber mit dem Dolby Chip auch ? - ich meine NEIN ;0006
- In meinem Schaltplan meine ich neben Pin 16 des IC was von 13V lesen zu können.
Im Schaltplan vom Gradiente CD-3700 (also dem Nachfolger mit NE645) wird der Dolby Chip auch niedriger Versorgt, nämlich über ca. 560 Ohm.
Das habe ich natürlich flux in meinem Deck nun auch modifiziert und nun stellen sich da brav 15,2V ein.
Also wer auch immer da drin rumgefuscht hat, sei es das Werk oder sonstwer, hatte nicht so den Plan....
How ever, jetzt heißt es also wieder eine Runde warten, bis die neuen IC's da sind....
Hi Matthias,
nun will der Brasilianer Dich aber ärgern......
Nicht aufgeben..... Du bist auf dem richtigen Weg..... da wenn die Stromversorgung zu hoch ist (hast Du ja eruieren können) ist klar das der Baustein hoch geht.
Bitte bedenke aber bei den Ersatztypen die Änderungen, wie sie schon in Deinem Schaltplan bruchstückhaft zu lesen sind, zu tätigen (wenn ich mich nicht vertue, standen diese schon einmal in dem Thread, hab' jetzt aber nicht alles nochmal durchgelesen), denn sonst wird der FreQ-Gang nicht sauber mit eingeschaltetem Dolby hin zu bekommen sein.
Guten Morgen zusammen :_hi_hi_:.
Aber :shok: - Was lese ich hier nach ein paar Tagen Forenabstinenz ... .,a015.
Das Deck ist wirklich "der Kracher" :flööt:.
Da kann man wirklich gespannt sein Was noch passieren wird so die neuen ICs da bzw. verbaut sind; für eine Überraschung scheint das Teil ja immer gut zu sein.
Hatte mich jetzt wirklich darauf "vorbereitet" das eine Meldung alá "Fertig - Fluppt" zu lesen wäre.
Nun denn - harren Wir der Dinge welche da jetzt noch kommen; so langsam bin ich versucht mir auch so ein Deck zu "schießen" ...
Danke für den "Zwischentake" :__y_e_s: - und Ruhe bewahren .,a095.
MfG
Andreas
Moin Jungs und danke für die aufmunternden Worte - sonst hätte ich das Teil schon vor Wochen an die Wand geknallt...
Ich glaube ich hatte es schon mal gesagt, aber das Ding nervt echt. Mit höchster Regelmäßigkeit tut da irgendwas nicht, wenn ich mal dran weiter machen will....
@Jürgen:Komisch ist das eigentlich schon, mit der Überspannung an den Dolby IC's - zum LM1011 ist ja kein Datenblatt zu finden, d.h. wie der versorgt werden darf weis ich nicht. Da der NE645 ein Vergleichstyp ist, hatte ich halt mal gemutmaßt, daß die max. Vcc der beiden ungefähr gleich sein dürfte, also max. 20V.
Wie schon gesagt, sehe ich im Schaltplan meines Gradiente eine Angabe mit (falls korrekt lesbar) 13V am Dolby IC.
Den Vorwiderstand meine ich im Schaltplan auch mit 150 Ohm erkennen zu können und ein solcher war ja auch drin (auch an diesem R sah es mir nicht so aus, als daß da mal dran repariert wurde). Diese Versorgungsvariante deckt sich außerdem mit dem Schaltplan des JVC, wobei dort der Dolby Print ja durch einen ANRS Print ersetzt ist, der anscheinend die höhere Spannung braucht (dort sind nämlich 21V am ANRS IC eingezeichnet).
Andrerseits sieht man im Schaltplan des Nachfolger-Gradiente (mit NE645), daß dort die Versorgung auf ca. 15V herabgesetzt wurde (Vorwiderstand = 560 Ohm).
So, und was will uns das nun sagen ?
Haben die Gradient'ler da echt ab Werk schon den IC derartig grenzwertig laufen lassen ? - das wäre ja echt designtechnischer Obermurks.
Oder hat der LM1011 evtl. doch eine höhere max. Vcc ?
Fragen über Fragen, die wir wohl nie beantwortet bekommen ....
Lustig ist auch, daß der Chip ja schon mal hin war, ersetzt wurde und nun gut 1/2 Jahr funktionierte.
Ok, kann natürlich sein, daß diese vglw. "geringe" Überspannung den Chip nur langsam "gegrillt" hat....
Zu den Modifikationen zwecks Ersatz LM1011 -> NE645:
Die sind ja nun nicht wirklich lesbar in meinem Schaltplan. Ich kann da also nur aus dem Schaltplan des Nachfolger Gradiente meine Rückschlüsse ziehen.
Muß ich mir mal anschauen, was da genau betroffen ist, aber ich würde meinen, daß der FG eigentlich nicht betroffen sein dürfte.
Ulrich hatte (hier -> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg130419#msg130419) schon mal darauf hingewiesen, daß der LM1011 durch den NE645 zu ersetzen wäre. Aller Info nach, die ich dazu im Netzt finden konnte, scheint das 1:1 möglich zu sein. Deswegen verstehe ich auch nicht, wieso Gradiente da überhaupt einen Umbauhinweis erwähnt hat. Gut, das muß ich mir genauer anschauen.
Noch was zu Deiner Dolby Testkassette:
Ich hatte gestern schon mal angefangen, die Spannungen ohne Dolby mit der Kassette aufzunehmen (erst beim Dolby-Teil fiel mir dann der ausgefallene Kanal auf). Jedenfalls ist mir bei der Kassette aufgefallen, daß der linke Kanal über alle Frequenzen stabile Spannungen liefert, aber auf dem rechten Kanal bekomme ich ab ca. 4kHz Spannungsschwankungen um mehrere 10mV :shok:
Wenn ich nun also den FG ohne Dolby aufzeichne, dann bekomme ich für den linken Kanal eine Kurve, die Deiner vom Onkyo her gleicht wie das sprichwörtliche Ei. Auf dem rechten Kanal geht's dann aber ab ~8kHz abwärts.
Du hattest doch glaube ich den FG mit der Kassette auf dem Onkyo auch nochmal gecheckt. Hast Du das dabei auch beobachtet ?
Ich glaube hier nicht so recht an ein Problem an meinem Deck, weil ich bisher keine derartigen Effekte ausmachen konnte und das Deck immer eine sehr gute Kanalgleichheit hatte.
@Andreas:Tja, eigentlich wollte ich gestern auch Vollzug melden - so mein Plan...
Immerhin gab es ja trotzdem einen Etappensieg, nämlich den, daß sich der REC Level nun einstellen läßt und es ganz danach aussieht, als ob die Bezugsgrößen nun bekannt sind.
Zitat von: AndreasTV am Mittwoch, 02.Dezember.2009 | 07:44:27 Uhr
...so langsam bin ich versucht mir auch so ein Deck zu "schießen" ...
Na da bin ich mal gespannt...
Seitdem das Teil hier ist, habe ich Gradiente (ganz allgemein) in meinen Bucht Suchanfragen weltweit drin - Da war bisher nicht ein (!) Teil dabei.
Gut, das mag daran liegen, daß es Ebay in Brasilien nicht gibt. Wenn man bei "Mercado Livre" (sowas wie bras. Ebay) sucht, dann findet man schon was, wobei die aufgerufenen Preise von ca. 250 bras. Real (ca. 100€) viel zu viel sind und das Porto käme auch noch dazu.
Falls Du da aber was organisieren willst, dann kannst Du gerne das Teil an die Adresse meiner Schwiegermutter in Brasilien schicken lassen und ich nehme es nächstes Jahr (Pfingsten oder Sommer) mit nach D.
Ich meine zwei gute Seiten hat das Deck ja:
Zum einen hat es wirklich einen tollen dynamischen und transparenten Klang, das konnte ich ja nun schon herausfinden.
Zum anderen ist es hierzulande ein Exot ohne gleichen....
Moin, Matthias :_hi_hi_:.
Danke für das Angebot mit der Schwiegermutter :_good_: - mal schauen :drinks:.
Dein Exemplar scheint aber sich aber wirklich zu eine Art "Horrordeck" zu demaskieren; Andererseits: Wenn man einen gut leserlichen Schaltpln hätte ...
Eventuell ließe sich Jemand aus einem brasilianischem Forum welcher so ein Deck besitzt nebst Schaltbild dazu animieren Diesen via MAil zuzusenden .,a015 (Nur so eine Idee).
Aber gut, warten Wir halt das Eintreffen der ICs ab und schauen dann weiter ...
MfG
Andreas
Zitat von: kuni am Mittwoch, 02.Dezember.2009 | 09:01:51 Uhr
Ulrich hatte (hier -> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg130419#msg130419) schon mal darauf hingewiesen, daß der LM1011 durch den NE645 zu ersetzen wäre.
Das habe ich wohl geschrieben und auch selbst schon ohne Änderung durchgeführt.
Allerdings gibt es da wohl durchaus Unterschiede und einige Hersteller passten die Außenbeschaltung entsprechend der Datenblätter an.
Hier ein Beispiel (Telefunken):
https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/DolbyICVergleich.png
Gruß Ulrich
Hi Ulrich,
vielen Dank für diese IC Gegenüberstellung. Damit gelingt es mir vlt. besser, diese unleserliche Umbauanleitung in meinem Plan zu entschlüsseln.
Zitat von: uk64 am Mittwoch, 02.Dezember.2009 | 12:43:37 Uhr
Das habe ich wohl geschrieben und auch selbst schon ohne Änderung durchgeführt.
Nur zur Sicherheit die Frage: D.h. Du hast einen LM1011 durch einen NE645 ersetzt
ohne die Peripheriebeschaltung zu ändern ?
Ergaben sich dabei irgendwelche Effekte, z.B. bzgl. F-Gang ?
Weißt Du zufällig was denn eigentlich die Unterschiede sind zwischen:
- LM1011N, NE645, NE545 (außer dem Hersteller)
- Den B und N Versionen des NE645, NE545, also z.B. NE645N und NE645B
... bin zwar nicht Ulrich, aber bezüglich der kompatiblen ICs dürften die erreichten Klirrgrade unterschiedlich sein als auch manchmal leichte Differenzen in den Versorgungsspannungsbereichen oder der Stromaufnahme - also nicht wirklich "Weltbewegendes" .,70.
Die Hersteller hätten allerdings in ihren Fußnoten stellenweise ausführlicher auf den Austausch bezüglich eventuell vorzunehmenden Bauteileanpassungen bei Äquivalenzersatz eingehen können / sollen - so Das doch mancher Hersteller von Decks Das doch teilweise sehr nachlässig gehandelt hat (Klar - Die wollten "ihre" ICs verkaufen).
Wenn ein IC aber als "Kompatibel" ausgewiesen ist sollten an sich keine auffälligen FG - Änderungen zu bemerken sein - ansonsten ist´s halt nicht "Voll - kompatibel" :flööt:, sondern nur eingeschränkt.
MfG
Andreas
Hallo Matthias,
ZitatNoch was zu Deiner Dolby Testkassette:
Ich hatte gestern schon mal angefangen, die Spannungen ohne Dolby mit der Kassette aufzunehmen (erst beim Dolby-Teil fiel mir dann der ausgefallene Kanal auf). Jedenfalls ist mir bei der Kassette aufgefallen, daß der linke Kanal über alle Frequenzen stabile Spannungen liefert, aber auf dem rechten Kanal bekomme ich ab ca. 4kHz Spannungsschwankungen um mehrere 10mV
auf welcher der beiden Seiten ist Dir dies aufgefallen? ..... die Dolby B Seite war bei mir einwandfrei..... die Seite mit dem Dolby C hat in dieser Beziehung eine Macke, hab' ich aber auch im Text zur Erklärung der Einmessung des Decks geschrieben.... http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4578.msg136712#msg136712
Hi Jürgen,
es war die Seite mit dem 0dB 400Hz Ton am Anfang, das müßte nach Deiner Beschreibung die Dolby B Seite sein (ist auch so beschriftet).
Matthias,
beide Seiten sind gleich bis auf die verwendete Rauschunterdrückung bespielt ......
die mit Dolbs B beschriftete Seite zeigte bei mir keine Auffälligkeiten.
Dann ist da was schief gelaufen.
Ich habe beide Seiten mal auf dem PC aufgenommen um zu sehen wie das mit den Huptönen ist.
Auf der Dolby C Seite ist mir dann aufgefallen, daß der 0dB Ton fehlt - so meine ich zumindest mich dran zu erinnern.
Leider habe ich die WAV's schon wieder gelöscht, aber ich werde das heute abend noch mal absampeln ...
Guten Abend, ihr Recken :_hi_hi_:.
Bezüglich der Pegeltoleranzen einer Spur reicht doch schon eine z. Bspl. "einseitig" etwas abgenudelte Andruckrolle aus, oder der Andruckfilz sitzt mal nicht korrekt direkt über dem Kopfspiegel und ..... .,a095 ->
War / Ist hier öfters "schön" beim Abspielen der FG - Sektion der Bezugskassetten zu sehen; auch der Dolby - Ton kann davon betroffen sein .,70 :give_rose:.
Das gehört u. Anderem zu den auch von Hans - Joachim des öfteren "in´s Feld" geführten Unzulänglichkeiten der Kassettentechnik; oder besser Kassettenlaufwerkmechanik.
Eventuell steht der A / W - Kopf auch "bloß ein wenig schief" .,73 - man(n) weiß Es nicht :flööt:.
Was auch schon ab und an geholfen hat: Die Kassette mit ihrer "Breitseite" mal etwas unsanfter auf den Tisch klopfen :_sorry: - schaden tut Es auf keinen Fall wirklich :drinks:.
MfG
Andreas
Zitat von: kuni am Mittwoch, 02.Dezember.2009 | 13:44:53 Uhr
Nur zur Sicherheit die Frage: D.h. Du hast einen LM1011 durch einen NE645 ersetzt ohne die Peripheriebeschaltung zu ändern ?
Ja, ohne Änderung. Das kann allerdings schon zwei Jahrzehnte her sein, mittlerweile greife ich nur noch selten zum Lötkolben.
Zitat von: kuni am Mittwoch, 02.Dezember.2009 | 13:44:53 Uhr
Ergaben sich dabei irgendwelche Effekte, z.B. bzgl. F-Gang ?
Das habe ich damals nicht nachgemessen.
Der Unterschied kann auch neben dem Frequenzgang im zeitlichen Regelverhalten (Zeitkonstanten) liegen. Irgendwo wird da schon ein messbarer Unterschied sein.
Auch zu den Suffixbezeichnungen "B" oder "N" muss ich im Moment passen.
Gruß Ulrich
Hi zusammen,
Jürgen ich muß mich korrigieren: Der 0dB Ton ist auch auf der Dolby C Seite drauf.
Ich hab's heute noch mal abgesampelt und das WAV etwas verkürzt hier hochgeladen (~60MB):
http://datenaustausch.new-hifi-classic.de/kuni/Dolby_Kass_Dolby_B_-10dB_FG_ohne_Dolby.zip
Da sind aber nur die Teile drin, bei denen man den Effekt sehen kann (wegen der Größe des WAV's):
- 400Hz -10dB
- 10kHz -10dB
- die oberen Freq. des F-Gangs
- alles aus dem Teil ohne Dolby
Bzgl. des Ersatzes des LM1011:
Es scheint so, als ob das mit dem NE645 nicht so ohne weiteres geht.
Ein Unterschied zwischen LM1011/NE545 und NE645 ist, daß bei letzterem Pin 8+13 n/c sind (geht aus Ulrichs Vergleich und dem Datenblatt des NE645 hervor).
Also ist wohl der NE545 doch der richtigere Ersatz für den LM1011.
Leider habe ich bislang aber weder zum LM1011 noch zum NE545 ein Datenblatt gefunden, daß ich also nicht weis, was die Pins machen.
@UlrichDeswegen würde mich verstärkt Deine Antwort zu meiner Frage
Zitat von: kuni am Mittwoch, 02.Dezember.2009 | 13:44:53 Uhr
D.h. Du hast einen LM1011 durch einen NE645 ersetzt ohne die Peripheriebeschaltung zu ändern ?
Ergaben sich dabei irgendwelche Effekte, z.B. bzgl. F-Gang ?
interessieren....
Hi Ulrich,
ooops da hatten sich gestern unsere Beiträge kurz überschnitten ....
Zitat von: uk64 am Mittwoch, 02.Dezember.2009 | 21:06:25 Uhr
Ja, ohne Änderung...
Das habe ich damals nicht nachgemessen.
Der Unterschied kann auch neben dem Frequenzgang im zeitlichen Regelverhalten (Zeitkonstanten) liegen. Irgendwo wird da schon ein messbarer Unterschied sein.
Ok, d.h. es dürfte auf jeden Fall mal der NE645 nicht kaputt gehen, wenn ich ihn in die LM1011 Peripheriebeschaltung reindrücke :_good_:
Du sagst, Du hast nichts nachgemessen, aber gab es irgendwelche hörbaren Nachteile nach dem Ersatz ?
Hintergrund ist der, daß ich mittels Deiner Vergleichsschaltungen gestern versucht habe, den weitgehend unleserlichen Umbautext im Schaltplan zu rekonstruieren. Das ist noch nicht komplett gelungen und ich weis auch noch nicht ob das was wird, weil ich da vermutlich doch das ganze Dolby Board reengineeren muß. Als Notnagel würde ich dann evtl. die Schaltung einfach lassen und den neuen Chip reinsetzen und fertig.
"Mahlzeit" zusammen :drinks:.
Der Chip wird schon nicht gleich hoch gehen .,70 - hält ja auch bis 24 V Vc aus.
Eventuell schon mal nachgeschaut ob Einer der Signaleingänge ein nicht zulässiges Gleichspannungssignal mitbekommt .,a015?
Wenn Du eh "Symmetrisch" tauscht dann würde ich doch einfach mal die Spannungen an den Anschlüssen des intakten ICs messen und Diese mit der nun wieder Defekten vergleichen (Sowohl Gleich - als auch Wechselspannungen) ...
Irgendwo muss "der Wurm" ja zu finden sein.
MfG
Andreas
PS: Da hast Du Dir ja gleich zu Beginn der "Reparateurkarriere" ein "gutes" Deck ausgesucht :flööt:.
Hi Andreas,
da muß ich Dich korrigieren: Lt. meinem Datenblatt kann der NE645 nur max. Vcc = 20V (keine 24V !).
Das mit den DC/AC Spannungen an den Eingängen ist eine gute Idee, checke ich mal.
Der "Wurm" scheint mir momentan eher in der zu hohen Vcc zu liegen, wobei es zugegebenermaßen sein kann, daß der LM1011 hier höher geht.
Ich versuche jetzt mal über die Hersteller National und Signetics/Philips Datenblätter vom LM1011 und NE545 zu bekommen.
Übrigens hatte Jürgen ja mal anhand meiner Bilder des Dolby Boards bemerkt, daß da Dioden fehlen.
Mit Ulrichs Vergleichsplänen läßt sich das nun auch leicht klären:
Der Gradiente Schaltplan zeigt die Bestückung für den NE545 (ist ja auch im Plan so eingezeichnet).
In der Peripheriebeschaltung des NE545 gibt es die Diode zwischen Pin14/15.
Auf meinem Board sitzt aber ein LM1011 und der braucht die Diode wohl nicht (siehe Ulrichs Vergleichszeichnung) und deswegen fehlt sie.
Das Dolby Board ist vom Layout geeignet für alle drei IC's, soweit konnte ich die Umbauhinweise schon entkrypten, nur die genau zu ändernden Teile muß ich noch eruieren.
Wenn ich einfach den 645 in die Schaltung stopfe, dann wäre es mir schon eine Beruhigung, wenn ich verstehen würde, was diese Peripherieänderungen bewirken. Da hoffe ich nun halt wenigstens auf ein Datenblatt des 545 von Philips, da der ja am ehesten als 1:1 Ersatz für den LM1011 in Frage kommt.
Interessant wäre hier vor allem die Frage, was der Pin 8 & 13 macht, den es ja beim 645 nicht mehr gibt....
Mmhhhh - also meine Datenblätter hier sagen Alle "24 Vdc" für das NE 645 / 646 :_tease: =>
https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/NE645.pdf :flööt:.
Die angegebenen Daten allerdings beziehen sich auf eine Vcc von 12 Volt.
Da müssen die Firmen wohl etwas unterschiedliche ICs herstellen ... .,a015.
MfG
Andreas
Stimmt, aber in der Tabelle darunter ist Vcc max. mit 20V angegeben .,a015
Zitat von: kuni am Donnerstag, 03.Dezember.2009 | 20:04:13 Uhr
Stimmt, aber in der Tabelle darunter ist Vcc max. mit 20V angegeben .,a015
:_sorry: :give_rose:
Stimmt - diese Spannung spezifiziert wohl die Obergrenze zur Einhaltung der aufgeführten Specs.
Durchbrennen dürfte aber dennoch Nichts .,a015.
MfG
Andreas
Hmmmmm - stimmt.
Dann waren die 21,5V aber auch nicht wirklich die Ursache, daß mir wieder ein Chip durchgesemmelt ist .,a015
Zitat von: kuni am Donnerstag, 03.Dezember.2009 | 21:34:24 Uhr
Hmmmmm - stimmt.
Dann waren die 21,5V aber auch nicht wirklich die Ursache, daß mir wieder ein Chip durchgesemmelt ist .,a015
... deshalb ja meine Idee mal sämtliche an den ICs anliegenden Spannungen (Gleich - als auch Wechselspannungen) zu messen u. zu vergleichen :drinks:.
So sollte doch letztendlich eine Auffälligkeit festzustellen sein - wenn Das auch Nichts bringt ... .,a015 :flööt:.
MfG
Andreas
Hi Leute,
hatte etwas Pause, da mein Rechner (der mit dem Win98) nun doch immer mehr rumgezickt hat.
Also kam die letzten Tage nun doch eine XP Partition drauf und jetzt läuft's wieder so daß man arbeiten kann.
Gut, aber das ist ja nicht unser Thema hier :flööt: :
Also heute mittag mal die Spannungen an den beiden Dolby IC's gemessen.
Am iO Baustein sieht für mich alles ok aus. DC ist alles dabei, bis max. 7,8V. AC mäßig (mit dem MVM) immer nur einige bis einige hundert mV.
Am niO Baustein messe ich überall 0,0000000V. Da scheint der Chip intern mal so richtig kurzgeschlossen zu sein :wallbash.
Muß ich also doch warten, bis die neuen Chips da sind und dann ggf. gleich mal einen zwecks Messung evtl. opfern .,35
Ich bekomme jetzt 3x NE645 und habe noch 2x LM1011 aus England kommen lassen. Die 645 kosten nur 3€, die sind dann zum Testen und die LM's kommen wieder rein, wenn ich mir einigermaßen sicher bin, daß es sie nicht gleich wieder durchbläst.
Also, stay tuned....
´n Abend :_hi_hi_:.
... ich wusste heute abend kommt noch Was :flööt:.
Gut das Du dann Reserve hast :__y_e_s:.
Aber - miss doch auch mal später - wenn die Ersatz - ICs da sind - bei Ausgelöteten an deren Anschlüssen (Platine) die Spannungen, vielleicht ist doch "nur" an der betreffenden Seite / dem Kanal irgendetwas faul .,111; man(n) weiß ja Nie ... :drinks:.
MfG
Andreas
Zitat von: AndreasTV am Samstag, 05.Dezember.2009 | 19:26:16 Uhr
Aber - miss doch auch mal später - wenn die Ersatz - ICs da sind - bei Ausgelöteten an deren Anschlüssen (Platine) die Spannungen, vielleicht ist doch "nur" an der betreffenden Seite / dem Kanal irgendetwas faul .,111; man(n) weiß ja Nie ... :drinks:.
Die haben schon Sockel bekommen die beiden, also hatte ich heute genau das auch mal gecheckt.
Außer auf dem Vcc Pin mißt man da gar nichts, zumindest DC mäßig.
Wird aber alles nochmal genauer untersucht, wenn die Chips da sind.
Als nächtes mache ich mich erst mal ans Reengineering der Platine, damit ich davon einen sauberen Plan habe und die Umbauanleitung vom LM1011 auf den NE645 ggf. umsetzen kann, wenn's denn mal benötigt wird. Längerfristig habe ich auf jeden Fall vor die LM's drin zu lassen um mir den Platinenumbau zu sparen. Daher kommen zum Test jetzt erst mal die billigeren NE645 rein.
Stimmt :__y_e_s: - wofür extra auf der Platine "rumbraten" wenn die Original - ICs verfüfbar sind.
Wenn aber die Vcc stimmt und ansonsten kein direkter Schluss nach Masse (ausser natürlich Die welche auch i. O. ist) bleibt´s wirklich abzuwarten Was wohl da "aus der Reihe tanzt" .,a015.
Bin jetzt schon gespannt wie ein Flitzebogen .,73.
MfG
Andreas
Hi zusammen,
wieder mal ein kleiner Zwischenbericht:
2x LM1011 und 3x NE645N sind bestellt, aber noch nicht da. Kann also bzgl. des ausgefallenen Bausteins erst mal nichts weiter unternehmen :cray:
.
Nichts desto trotz war ich nicht ganz untätig und habe mal das Dolby Board "re-engineered", da ja der Schaltplan zu unleserlich war.
Dabei hat sich herausgestellt, daß die Schaltung beinahe identisch ist zu Ulrichs Vergleichszeichnungen:
Zitat von: uk64 am Mittwoch, 02.Dezember.2009 | 12:43:37 Uhr
https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/DolbyICVergleich.png
Mit diesen Vergleichszeichnungen ist es mir nun auch gelungen, diese unleserlichen Umbauerklärungen im Gradiente Plan weitestgehend zu entschlüsseln.
Das Gerät kann demnach also sowohl mit LM1011, als auch mit NE545 bzw. NE646 betrieben werden (mit leichten Modifikationen in der Schaltung).
Die entsprechenden - hinzuzufügenden, bzw. zu entfernenden - Bauteile sind im Print alle vorgesehen.
Tlw. fehlen sie natürlich in meiner Bestückung, da der Schaltplan für NE545 gezeichnet ist, mein Gerät aber den LM1011 drin hat.
Soweit wäre da also alles in Butter.
Dennoch bleiben Fragen:
In den Zeichnungen von Ulrich ist für den NE545 ein Widerstand (100k an Pin8/10) und für den NE645 ein Widerstand (200k an Pin4/14) gezeichnet.
Das ist das einzige Bauteil, welches in meinem Gradiente Print nicht vorgesehen zu sein scheint.
Kann da jemand was zur Funktion des Widerstands sagen ?
Das Zweite ist, daß ich NE645
N bekommen werde, in meinem Plan aber NE645
B vorgeschlagen wird.
Leider kann ich keinerlei Unterlagen im Netz finden, bzgl. des Unterschieds zwischen N und B Type.
Auf einigen Seiten geht der Hinweis in die Rochtung, daß der N Typ für Dolby B und C ist, während der B Typ nur Dolby B kann. Ich meine, daß das nicht stimmen kann und würde eher meinen, daß einer der beiden Typen andere Toleranzen aufweist. Also z.B. geringere Verzerrungen, weiterer F-Gang etc.
Das hatte ich auch schon auf einigen Seiten herauslesen können.
Vlt. weis da auch noch jemand mehr ?
... da habe ich doch irgendwo hier vor Kurzem Was gepostet vonwegen den unterschiedlichen erreichbaren Klirrfaktoren bei den unterschiedlichen Endungen wie "B2 oder "N" - müsste / sollte auch im Datenblatt entsprechend aufgeführt sein; zumindest hier bei mir ist´s so :girl_devil:.
Moin moin erstmal zusammen :_hi_hi_:.
Wegen dem Widerstand fällt mir jetzt auf die Schnelle Nichts ein - muss ich mal heute abend schauen ... .,045; wenn Der auf deinem Print nicht vorgesehen ist = Weglassen :_tease:.
MfG
Andreas
Zitat von: kuni am Freitag, 11.Dezember.2009 | 08:45:07 Uhr
Das Zweite ist, daß ich NE645N bekommen werde, in meinem Plan aber NE645B vorgeschlagen wird.
Vlt. weis da auch noch jemand mehr ?
In meinem Yamaha K-560 ist ein NE645
BN verbaut. Dolby C gab es zu dieser Zeit noch nicht, bzw. erschien erst Anfang 80er auf dem Markt, wenn ich mich recht erinnere... .,a015
Zitat von: kuni am Freitag, 11.Dezember.2009 | 08:45:07 Uhr
Auf einigen Seiten geht der Hinweis in die Rochtung, daß der N Typ für Dolby B und C ist, während der B Typ nur Dolby B kann.
Das ist schon (fast) richtig.
Die ICs wurden dann mit entsprechender Außenbeschaltung in Reihe geschaltet, also 2ICs pro Kanal für Dolby B und C.
Dolby C ist ja vom Grundprinzip her 2x Dolby B in Reihe.
Gruß Ulrich
Kann das der "BN" dann auch?
Hi Ulrich und alle anderen .,a095
Zitat von: uk64 am Freitag, 11.Dezember.2009 | 17:04:15 Uhr
Die ICs wurden dann mit entsprechender Außenbeschaltung in Reihe geschaltet, also 2ICs pro Kanal für Dolby B und C.
Dolby C ist ja vom Grundprinzip her 2x Dolby B in Reihe.
Ok, aber das ist ja dann noch kein Unterschied zwischen den jeweiligen B/N/BN Typen, oder muß ich das so verstehen, daß einige Typen nicht seriell verschaltet werden konnten ?
Zitat von: AndreasTV am Freitag, 11.Dezember.2009 | 09:26:36 Uhr
... da habe ich doch irgendwo hier vor Kurzem Was gepostet vonwegen den unterschiedlichen erreichbaren Klirrfaktoren bei den unterschiedlichen Endungen wie "B2 oder "N" - müsste / sollte auch im Datenblatt entsprechend aufgeführt sein; zumindest hier bei mir ist´s so
Andreas, in dem Datenblatt https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/NE645.pdf sind die Unterschiede zwischen NE645/646 bezüglich Klirrfaktor erwähnt. Zudem ist noch die Rede davon, daß der N Typ ein "direct replacement" des B Typ ist. Weitere Unterschiede zwischen B und N, geschweige denn BN sind dort nicht erwähnt (oder ich hab's überlesen)...
Moin moin Allerseits :_hi_hi_:.
Nein, Matthias - weitere Unterschiede sind dort nicht vermerkt .,a095 ...
Wenn Du wirklich sicher gehen möchtes baue die LMs ein sonald Diese da sind - ansonsten "verlieren" Wir uns noch im "IC - Datenwald" :drinks:.
MfG
Andreas
Plan ist eigentlich der Folgende:
Die wenigen LM1011 (die ich habe/bekomme) will ich nicht gleich wieder töten, weil ja irgendwo noch ein Bug in der Schaltung ist.
Also kommen erst mal die billigen NE645 rein - zum Testen ob die auch sterben.
Damit das tut sollte halt die Schaltung erst mal nicht umgebaut werden und dazu sollten die Chips 1:1 kompatibel sein (scheint ja auch der Fall zu sein).
Wenn die dann eine Weile ohne Probleme gelaufen sind, dann werden sie wieder durch die LM's ersetzt.
Wenn die dann wieder sterben, die NE's aber nicht, dann baue ich die Platine auf NE um.
Ich muß mich ein wenig korrigieren, zwar stand "BN" in der Stückliste, auf dem Board ist aber nur ein "B" verlötet. Vielleicht gibt es demnach tatsächlich nur ein "B" oder ein "N".
.... können Wir ja Beide (B u. N) in eien Knobelbecher packen und ordentlich rütteln ;0008 :flööt: :_55_:.
Sorry - aber Der fiel mir spontan so ein :_sorry: ;0001.
MfG
Andreas
Hi-Ho zusammen,
kleines Update, da ja gestern mal wieder Basteltag war:
Erst mal war (nach schon vor Wochen erfolgtem REC Level Abgleich) nun der BIAS dran.
Erster Versuch mit Delta-10kHz Methode, wobei ich da kein ausgeprägtes Maximum feststellen konnte.
Also erst mal "ordinär" eingestellt auf 78mV @10kHz hinterband (-20dB unter Vollaussteuerung = 775mV) und eine F-Gang Messung mit Eigenaufnahme gemacht.
Dabei kam dann raus, daß der FG im Bereich bis 10kHz schön gerade ist, aber von 10-15kHz um ca. 2dB abfällt.
Also den BIAS nochmal etwas nachkorrigiert auf 90mV hinterband (+ ca. 1,5dB) und nochmals eine F-Gang Messung gemacht.
Nun läuft der FG bis 10kHz gerade und steigt dann bis 15kHz um ca. 0,5dB an. So sieht es für mich schööööööön aus :_yahoo_: (Bilder folgen noch die Tage).
Bleibt also nur noch der Dolby Zweig. Die beiden Ersatz LM1011 sind noch nicht gekommen, aber die NE645 sind schon da.
Also habe ich beide LM1011 (1x defekt, 1x iO) aus dem Gerät durch NE645 ersetzt, ohne die Schaltung zu ändern.
Augenscheinlich sehe/höre ich da erst mal keine Nachteile, was Ulrich's Meinung bestärkt, der ja wohl auch 1:1 ersetzt hat.
Nun war ja noch die Frage, wieso der LM in dem einen Kanal immer kaputt geht:
Also wie ausgemacht die Spannungen an den Pins beider NE645 gemessen = keinerlei Unterschiede.
Lediglich die Vcc Versorgung ist nun niedriger (war beim LM1011 = 15V, nun beim NE645 = 8,5V).
Die NE's scheinen also deutlich mehr Strom zu benötigen, was nun auch endlich jenen "ominösen" Umbau des Vorwiderstand in der Vcc Versorgung begründet.
Im Moment sind da noch 560 Ohm drin (war ja auch für die LM's gedacht) was mit den NE's nun dazu führt, daß sie knapp an der Spec.Grenze betrieben werden (lt. Datenblatt min 8V). Lt. Umbauanleitung sollten für die NE's aber auch 470 Ohm rein und dann dürfte Vcc bei ca. 10V liegen.
Sei jetzt aber erst mal egal. Ich werde das Deck die Tage immer mal wieder mit Dolby laufen lassen und prüfen, ob die beiden NE's das nun überleben.
Wenn ja, dann kommen die LM's rein, sobald sie da sind und dann wird auch der Dolby-Abgleich mit der Jürgen'schen Kassette gemacht.
Hier mal noch die versprochenen F-Gänge mit Eigenaufnahme und ausgeschaltenem Dolby:
(a) Ursprungszustand vor der ganzen Abgleicherei
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_01-1_FG_Urzustand_CrO2_EigenAufn_Dolby_aus.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_01-1_FG_Urzustand_CrO2_EigenAufn_Dolby_aus.jpg)
(b) Nach REC & BIAS Abgleich mit BIAS eingestellt auf 78mV @10kHz hinterband (-20dB unter Vollaussteuerung = 775mV):
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_10-1_FG_nach_BIAS_Abgleich_gleicher_Pegel_CrO2_EigenAufn_Dolby_aus.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_10-1_FG_nach_BIAS_Abgleich_gleicher_Pegel_CrO2_EigenAufn_Dolby_aus.jpg)
© Nach weiterer BIAS Korrektur auf 90mV hinterband (+ ca. 1,5dB):
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_10-2_FG_nach_BIAS_Abgleich_Pegelerh%C3%B6hung_CrO2_EigenAufn_Dolby_aus.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_10-2_FG_nach_BIAS_Abgleich_Pegelerh%C3%B6hung_CrO2_EigenAufn_Dolby_aus.jpg)
... na Das sieht doch wirklich sehr gut aus :__y_e_s: :_good_: .,a095.
Das mit den ICs bzw. deren Vcc .,a015 - bei zu geringer Versorgungsspannung dürfte auch der Pegel entsprechend abfallen u. sollte einer Korrektur bedürfen; so ließe sich eventuell die anfänglichen Schwierigkeiten der Pegeleinstellung mit den Original - Potis erklären.
MfG
Andreas
Ne ne Andreas ... das mit den Potis war beim REC Level Abgleich.
Bei dieser niedrigeren Vcc geht es nur um die Vcc der beiden Dolby IC's und die sind ja nur bei eingeschaltenem Dolby im Signalpfad.
Dolby Abgleich habe ich ja noch keinen gemacht, aber bei dem könnte es dann evtl. tatsächlich auf sowas rauslaufen, daß sich der Dolby-Pegel nicht einstellen läßt. Gut, dann muß eben der 470 Ohm Vorwiederstand rein (müßte er eh, wenn ich dauerhaft bei den NE645 bleibe).
:0keule :girl_devil: Menno - Ihr seid mir momentan zu schnell bei meiner "Minischnecken" - Leitung -> Lamer als Modem bei gerade mal 28 kB - Download :shok: :shok: :shok: :wallbash.
Ah - Das hatte ich verwechselt :_sorry:; wäre ja auch "zu schön" gewesen.
Dann bleibt abzuwarten Wie sich dann der Vorwiderstand auf die Vcc bzw. die ICs u. deren Verhalten auswirkrn wird ...
MfG
Andreas
Kein Prob :drinks:, bei einem 7 Seiten Thread :shok: kann man schon mal die Übersicht .,73 verlieren .... (ich klick mich auch manchmal durch alle 7 Seiten, bis ich einen bestimmten Beitrag wieder gefunden habe .,35).
.,a095
MfG
Andreas
Möglich, das so ein kleiner "Sarg" (IC :smile ) auch wegen zu geringer Versorgungsspannung hops gehen kann, weil dann ein interner Transistor nicht genügend sperren kann. :flööt:
Die Frequenzgänge sehen schon mal :_good_: aus. Ich habe heute auf TDK SA '79 zurückjustiert, keine Probs.
Den BIAS werde ich die Tage nochmal etwas hochdrehen und schauen ob diese kleine Erhöhung noch weg zu bekommen ist.
Ist zwar eher aberwitzig, aber ich will's wissen ob man das soooooo optimal hinbekommen kann :grinser:
Alles wird gut :drinks: .,111.
MfG
Andreas
Moin zusammen,
Zitat von: kuni am Mittwoch, 16.Dezember.2009 | 21:23:33 Uhr
Den BIAS werde ich die Tage nochmal etwas hochdrehen und schauen ob diese kleine Erhöhung noch weg zu bekommen ist.
Ist zwar eher aberwitzig, aber ich will's wissen ob man das soooooo optimal hinbekommen kann :grinser:
Hab' das gestern noch ausprobiert:
Wenn man den BIAS wieder etwas höher dreht (ganz wenig, nur ca. 0,5dB), dann wird der FG insgesamt zwar linearer, die kleine Erhöhung bei 10kHz geht zurück, aber natürlich auch sofort auch auf Kosten der Höhenwiedergabe oberhalb von 10kHz.
Leuchtet alles ein und ist ja letzten Endes wie zu erwarten war - war halt auch nur ein Versuch um heraus zu bekommen, wie man den FG mittels BIAS beeinflussen kann.
Alles in allem fand ich das Ergebnis eher schlechter als vorher und bin also wieder auf die Einstellung wie oben schon gepostet (mit dem kleinen FG "Hubbel" bei 10kHz) zurück gegangen. So bleibt's jetzt :_good_:.
Fehlt noch die Dolby Geschichte, aber die LM1011 sind immer noch nicht da :_thumbdown_:
Der kleine Buckel zwischen 10-16kHz ist bei den meisten Cassettenbändern normal. Ist bei mir auch so und eher band- als gerätebedingt. Eine leichte Überhöhung wird noch nicht als unangenehm oder "falsch" empfunden und beugt zudem einem möglichen, leichten Höhenverlust vor, soll die Aufnahme "archivfest" sein. Ansonsten müßten man in die Aufnahmevorverzerrung eingreifen und die Filterstufe verändern. Das geht aber nicht so einfach, weil man hier schnell eher was verschlimmbessern kann.
Jepp André, vollkommen richtig.
Deswegen habe ich meine Einstellung auch wieder "zurückgebaut".
Lieber 1dB weniger Linearität und dafür 3dB mehr bei 15kHz gewinnen :_good_:
Hi Jungs,
dieser Thread hier gammelte ja nun auch schon wieder etliche Zeit .... und da ich's nicht gerade mag, die Themen einfach so unbeendet stehen zu lassen, möchte ich gerne hier noch kundtun, was sich getan hat.
Ich "mußte" die Arbeit am "Brasilianer" wegen des Revox Decks erst mal stoppen, was aber - wegen der dort gesammelten Erfahrungen - eigentlich gar nicht schlecht war.
Immerhin wurde mir die Funktionsweise des Dolby (z.B. bzgl. Pegel -> Encoder-Kennlinien) dabei endlich klar - hoffe ich.
Gut, es ging hier also wieder weiter, wobei ich mich gestern erst mal mühen mußte, um heraus zu bekommen, wo wir eigentlich stehen geblieben waren:
(1) So ungefähr ab hier http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg136658#msg136658 ging's um den Dolby-Abgleich.
Das war der letzte Ausgangspunkt der nachfolgenden Probleme.
(2) Der zu Grunde zu legende Bandfluß war damals noch unklar.
Nachdem sich herausgestellt hatte, daß das JVC CD-1920 praktisch baugleich ist, hatte ich mir ja das SM besorgt.
Dort klärte sich dann die Sache mit dem Bandfluß -> bei CrO2: 0dB = 775mV @220nWb/m
-> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg136728#msg136728
(3) REC Level Abgleich ging nicht.
Das lies sich durch Tausch des REC Level Poti (50kO anstatt 47kO) lösen
-> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg136932#msg136932
(4) Erneuter Ausfall eines Kanals bei zugeschaltenem Dolby.
Das war mir ja schon mal passiert, weßhalb ich auf die Suche ging nach den möglichen Ursachen des "Dolby-IC Sterbens".
Vermutung war, daß das IC evtl. zu viel Spannung abbekommt (waren 21,3V, abgeleitet aus der Versorgung über X605 mit 23,4V).
Abgeleitet aus dem Schaltplan des Nachfolgemodells (Gradiente CD-3700 mit NE645), hatte ich dann den Vorwiderstand (150 Ohm) durch 560 Ohm ersetzt, wonach sich am Dolby-IC Vcc = 15,2V eingestellt haben.
-> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg136932#msg136932
und
-> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg137367#msg137367
Als nächstes hatte ich mir neue LM1011 und NE645 (als pinkompatiblen Ersatz) besorgt.
Der Plan war (nach der Herabsetzung der Vcc) zunächst die billigen NE645 im Gerät probelaufen zu lassen. Falls es die nicht killt, dann wieder LM1011 einzusetzen.
Falls es die LM's dann wieder killt, dann hatte ich vor die Dolby-Platinen auf NE645 Beschaltung umzubauen.
Die Schaltungsdifferenzen dazu hatte ich mühsig mittels Schaltplanvergleich (Gradiente CD-3500 mit LM1011 vs. Gradiente CD-3700 mit NE645) herausgepopelt (-> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg137270#msg137270).
Nun liefen also die NE645 seit Dezember problemlos im Deck. Gestern kam dann also wieder das alte, funktionierende LM1011 rein (links) und auf dem defekten Kanal (rechts) ein neuer LM1011.
Der noch ausstehende Dolby-Abgleich - siehe (5) - wollte aber nicht gelingen, weil auf dem linken Kanal (mit dem alten LM1011) immer viel zu wenig Pegel zu messen war (trotz voll aufgedrehtem Poti "Dolby Ajuste de Nível").
Hab' dann das alte LM1011 auch durch einen Neuen ersetzt. Damit waren dann die Einstellungen so machbar, daß (a) genügend Pegel anlag und (b) auch beide "Dolby Ajuste de Nível" Poti (L/R) ungefähr auf gleicher Stellung standen.
Scheint also, als ob's da ein IC gekillt hatte und das andere irgendwie einen Schaden abbekam.
(5) Abschließender Dolby-Abgleich.
Hier war ja die Idee, mittels einer von Jürgen erstellten Dolby-Kassette abzugleichen (-> http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg136658#msg136658).
Leider stellte sich da aber im ersten Anlauf heraus, daß die Signale von der Kassette so gezappelt haben, daß eine Einstellung eigentlich nicht möglich war.
Ich hatte die Kassette dann dem Andreas geschickt, der sie auch nochmal auf seinen Decks checken wollte und mir zudem noch eine zweite Kassette angefertigt hatte.
Mit beiden Kassetten hatte ich auch schon am Revox B215 experimentiert und dabei festgestellt, daß beide mit eingeschaltenem Dolby erheblich Kanalungleichheiten von bis zu 10dB zeigen.
Daraufhin hatte ich beide Kassetten mit dem Revox (jeweils mit und ohne Dolby) digitalisiert.
Ohne Dolby sehe ich da nur geringe Kanalungleichheiten, mit Dolby ergibt sich da aber ca. das gleiche Bild mit starken Schwankungen und Kanalungleichheiten.
Nun haben ja die Versuche am Revox im Dolby-Betrieb auch gezeigt, daß die Wiedergabe fremdbespielter Dolby-Aufnahmen ebenfalls dumpf klingt.
D.h., daß es mit der Austauschbarkeit von Dolby-Aufnahmen eh nicht weit her ist, man also andrerseits auch bei dem Gradiente Deck keine Wunder erwarten darf.
Jürgen's Ansatz mit der Dolby-Kassette und eine Ausführung von Hans-Joachim (die ich nun nicht mehr finde) brachten mich dann aber auf eine andere Idee:
Im Prinzip müßte das Dolby ja korrekt eingestellt sein, wenn es jeweils im Vorder-/Hinterband-Vergleich und zudem Dolby ein/aus vergleichend immer wieder die gleichen Pegel erbringt.
Das ganze dann noch bei unterschiedlichen Pegeln, um die jeweiligen Encoder-Kennlinien abzuturnen.
Hierzu habe ich zunächst eine Aufnahme auf dem Deck ohne Dolby gemacht (immer bezogen auf 220nWb/m = 0dB = 775mV) und Uout gemessen bei:
- 400Hz @ 0dB (Dolby auf Grund seiner Kennlinie de facto inaktiv)
- 400Hz / 10kHz @ -10dB (Dolby auf Grund seiner Kennlinie teilaktiv)
- 400Hz / 10kHz @ -20dB (Dolby auf Grund seiner Kennlinie vollaktiv)
Danach das Ganze wiederholt mit Dolby und dabei die "Dolby Ajuste de Nível" Potis so eingestellt, daß sich jeweils möglichst gleiche Pegel wie bei ausgeschaltenem Dolby ergeben.
Das hat dann ganz gut funktioniert (Potis stehen nun auch ca. in Mittelstellung).
Ein erster Hörtest hat dann auch gezeigt, daß dieser anfänglich extrem dumpfe Klang nun weg ist und es nur noch leicht dumpf klingt (ähnlich wie auch auf dem Revox).
Ich denke so kann man das lassen, weil es eh nicht besser hinzubekommen sein wird.
(6) Spannung am "Out"-Pin3 des Dolby-IC.
Hierzu meinte Andreas ja immer vehement, daß sich da ca. 580mV bei 315Hz und 0dB @ 200nWb/m einstellen müßten.
Das zu prüfen, war auch noch irgendwo als Kontrolle empfohlen.
Mit der König BFC-41 (250nWb/m) sollten sich da also rein rechnerisch nun 580mV x (250 : 220) = 660mV ergeben.
Gemessen habe ich:
L = 940mV (Line-Out = 890mV)
R = 980mV (Line-Out = 890mV)
So. Das wär's dann somit auch an dieser Stelle gewesen.
Herzlichsten Dank nochmal an Alle, die mich hier unterstützt und mir den Einstieg die Kassettentechnik am Beispiel dieses Decks so schön ermöglicht haben.
Nächstes Projekt wird dann die Vollrestauration des Akai GXC-75D, das ich ja auch damals von Brasilien mitgebracht hatte.
(http://www.abload.de/thumb/akai_gxc75d_01u0hm.jpg) (http://www.abload.de/image.php?img=akai_gxc75d_01u0hm.jpg)
Dort werde ich mich aber auf Grund des allgemein miserablen Zustands nicht allzusehr verkünsteln.
Das Deck wird nur soweit hergerichtet, daß es meiner 10-jährigen Tochter zum abdudeln ihrer Kassetten dienen kann - sie hatte sich beschwert, daß meine selbstgebrannten CD's immer "hüpfen", worauf ich meinte "daß das mit Kassetten nicht passieren würde" ....
... aber das wird dann evtl. ein neuer Thread....
Hmm, läuft das Gradiente denn nun?
Jepp, läuft :_good_:
Wobei mich das ...
Zitat von: kuni am Mittwoch, 07.April.2010 | 20:02:11 Uhr
Hierzu meinte Andreas ja immer vehement, daß sich da ca. 580mV bei 315Hz und 0dB @ 200nWb/m einstellen müßten.
Das zu prüfen, war auch noch irgendwo als Kontrolle empfohlen.
Mit der König BFC-41 (250nWb/m) sollten sich da also rein rechnerisch nun 580mV x (250 : 220) = 660mV ergeben.
Gemessen habe ich:
L = 940mV (Line-Out = 890mV)
R = 980mV (Line-Out = 890mV)
.. doch noch etwas nachdenklich stimmt .,a015
Diese 940mV liegen doch arg viel höher, als was Andreas erwartet hatte.
Fast 1V finde ich auch ziemlich viel, da müßte das Deck ja am lautesten von allen Geräten sein?
Guten Morgen zusammen :_hi_hi_:.
Nun - die immer von mir angeführten 580 mVeff sind ja letztendlich nicht auf "meinem Mist" gewachsen sondern den Specs der Dolby - ICs entnommen => Dort sollen halt bei Vollaussteuerung -> 0 dB -> 580 mVeff an den Ausgängen anstehen bzw. eingestellt sein :drinks:; ist beim Revox genau so nur das dort in einem nachfolgendem VU die Ua noch justiert wird :flööt: ...
MfG
Andreas
Moin zusammen,
Zitat von: Captn Difool am Mittwoch, 07.April.2010 | 22:27:45 Uhr
Fast 1V finde ich auch ziemlich viel, da müßte das Deck ja am lautesten von allen Geräten sein?
Jooooouh, ist es auch - wobei das an sich ja nicht stört.
Andreas, schon klar, daß Du das aus den Datenblättern hattest.
Kann's sein, daß sich hier die diversen IC's evtl. unterscheiden ?
Leider ist ja absolut kein Datenblatt zum LM1011 zu finden, daß man mal nachschauen könnte....
Liege ich eigentlich mit meinem Gedankengang zur Einstellung überhaupt richtig ?
Zitat von: kuni am Mittwoch, 07.April.2010 | 20:02:11 Uhr
Im Prinzip müßte das Dolby ja korrekt eingestellt sein, wenn es jeweils im Vorder-/Hinterband-Vergleich und zudem Dolby ein/aus vergleichend immer wieder die gleichen Pegel erbringt.
Das ganze dann noch bei unterschiedlichen Pegeln, um die jeweiligen Encoder-Kennlinien abzuturnen.
Hierzu habe ich zunächst eine Aufnahme auf dem Deck ohne Dolby gemacht (immer bezogen auf 220nWb/m = 0dB = 775mV) und Uout gemessen bei:
- 400Hz @ 0dB (Dolby auf Grund seiner Kennlinie de facto inaktiv)
- 400Hz / 10kHz @ -10dB (Dolby auf Grund seiner Kennlinie teilaktiv)
- 400Hz / 10kHz @ -20dB (Dolby auf Grund seiner Kennlinie vollaktiv)
Danach das Ganze wiederholt mit Dolby und dabei die "Dolby Ajuste de Nível" Potis so eingestellt, daß sich jeweils möglichst gleiche Pegel wie bei ausgeschaltenem Dolby ergeben.
Ich muß hier vlt. noch dazu sagen, daß ich
erst die Einstellung (wie gerade beschrieben) gemacht hatte und
anschließend dann mit dem 315Hz/0dB Ton der König Kassette (250nWb/m) am Pin3 gemessen habe, was sich dann dort ergibt.
Hi zusammen,
logisch, daß es mir keine Ruhe lies .,a015, die Sache mit dem 580mV am Pin3 des Dolby IC, bzw. mit der von mir gefundenen Einstellung.
Also habe ich heute nochmal Untersuchungen gemacht, mit dem Hintergrund die beiden möglichen Einstellvarianten nochmal miteinander meßtechnisch und hörtechnisch zu vergleichen.
Zunächst habe ich mir Testtöne erzeugt, diese auf CD gebrannt und dann auf dem Revox B215 auf eine TDK-SA aufgenommen:
315Hz @0dB, Dolby aus (Für Bezugs-Aussteuerung (0dB) während Aufnahme)
500, 1kHz, 5kHz, 10kHz @0dB, Dolby aus (Bezugsprüfung bei Vollpegel)
500, 1kHz, 5kHz, 10kHz @0dB, Dolby EIN (Dolby bei Vollpegel inaktiv)
500, 1kHz, 5kHz, 10kHz @-20dB, Dolby aus (Bezugsprüfung bei Frequenzgang-Pegel)
500, 1kHz, 5kHz, 10kHz @-20dB, Dolby EIN (Dolby vollaktiv bei -20dB)
Dann die beiden Varianten durchgespielt, die da wären:
(1) Vorgabe der Spannung an Pin3 des Dolby IC.
Andreas sagte ja immer, daß am Pin3 auf Grund des Datenblatts 580mV eingestellt sein sollen.
Durchführung:
Spannung am Pin3 des Dolby IC (Dolby ein/aus ist egal) auf 580mV eingestellt mit König BFC-41 bei 315Hz @0dB.
Dann Uout gemessen mit Dolby ein und Dolby aus.
D.h. hier Vorgabe der Spannung an Pin3 und dann messen, wie sich das Deck verhällt.
Ergebnis:
Bei Wiedergabe mit Dolby sackt der Pegel (im Vergleich zur Wiedergabe ohne Dolby) ab.
- Bei 0dB um ~ -4,5dB
- Bei -20dB um ~ -7,0dB
Hörprobe:
Aufnahme mit Dolby auf dem Gradiente Deck:
- Die Wiedergabe ist deutlich pegelschwächer
- Nicht übertrieben Dumpf, aber leicht dumpfer als das Original
(2) Vorgabe der Spannung an Pin3 des Dolby IC.
Hier der Versuch, das Gerät so "hinzutrimmern", daß mit und ohne Dolby Pegelgleichheit herrscht.
Durchführung:
Line-Out Spannung mit König BFC-41 bei 315Hz @0dB so eingestellt, daß sich jeweils mit und ohne Dolby die gleiche Uout ergibt.
Dann am Pin3 des Dolby IC die Spannung gemessen (Dolby ein/aus ist egal).
D.h. hier Vorgabe der Uout mit/ohne Dolby und dann messen, wie sich das Deck verhällt.
Ergebnis:
Bei Wiedergabe mit Dolby (im aktiven Pegelbereich des Dolby) sackt der Pegel fast nicht ab.
- Bei 0dB um ~ 0,0dB
- Bei -20dB um ~ -1,0dB
Hörprobe:
Aufnahme mit Dolby auf dem Gradiente Deck:
- Die Wiedergabe ist fast pegelgleich
- Nur noch leicht dumpfer als das Original
Fazit
Die zweite Variante scheint mir doch die Schlüssigere zu sein und klingt auf jeden Fall auch nochmal ein bischen besser, mal abgesehen davon, daß die Pegel nicht einknicken.
So laß' ich's jetzt - feddisch
Das liest sich doch schon sehr gut :_good_:
Guten Morgen :_hi_hi_:.
Nur Kurz da wir gerade nach Hause gekommen sind .... ->
Mittels der BFC - 41 müssen an den entsprechenden Pins der Dolby ICs 725 mV anstehen da besagte Kassette ja einem Bandfluss vo 250 nWb / m und nicht 200 nWb / m entspricht.
Eventuell kommst Du ja dann "näher" an die gemessenen Werte via "Ein - / Aus - Methode" beim Dolby .,045.
MfG
Andreas
Das sollte von 200 zu 250nWb/m 1dB sein?
Hallo, André :_hi_hi_:.
Müssten eigentlich exakt 1,93 dB sein ...
Aber: So wie ich das Las hat Matthias ja lediglich die Wiedergabe eingepegelt - von der Aufnahmeseite lese ich da Nichts und ohne dann kompletten Neuabgleich ist´s dann eh für die Katz´ :drinks:.
MfG
Andreas
Hi zusammen,
Zitat von: AndreasTV am Sonntag, 11.April.2010 | 07:20:52 Uhr
Mittels der BFC - 41 müssen an den entsprechenden Pins der Dolby ICs 725 mV anstehen da besagte Kassette ja einem Bandfluss vo 250 nWb / m und nicht 200 nWb / m entspricht.
Stimmt, das hatte ich dann wohl verpatzt :flööt:, aber egal, weil das 2. Ergebnis eh am Ende für sich sprach.
Zitat von: AndreasTV am Sonntag, 11.April.2010 | 11:12:47 Uhr
Müssten eigentlich exakt 1,93 dB sein ...
Wenn man 200 (Gerät) zu 250nWb/m (König MC) ins Verhältnis setzt, dann ja.
Das Gradiente sollte aber laut SM (und zwar SM jenes praktisch baugleichen JVC CD-1920) auf 220nWb/m eingestellt sein, womit wir dann gaaaaanz exakt mit der König Kassette wieder bei 0,8dB wären und damit wieder praktisch fast vernachlässigbar.... :flööt:
Zitat von: AndreasTV am Sonntag, 11.April.2010 | 11:12:47 Uhr
Aber: So wie ich das Las hat Matthias ja lediglich die Wiedergabe eingepegelt - von der Aufnahmeseite lese ich da Nichts und ohne dann kompletten Neuabgleich ist´s dann eh für die Katz´ :drinks:.
Für diesen letzten Test, hast Du recht - d.h. ich habe da nur noch an jenem Dolby Poti ("Dolby Ajuste de Nível") gedreht, weil wir ja (soweit ich mich erinnere) darüber klar waren, daß man damit den Dolby Pegel zum ansonsten PB/REC-mäßig abgeglichenen Gerät festlegt.
Ich wollte damit letzten Endes nur nochmal raus bekommen, welche der beiden Möglichkeiten denn nun in der Praxis dem (theoretischen) Optimum (Pegelgleichheit, Klang...) am nächsten käme.
Ursprünglich, also bevor mir dann nochmal die Idee eines Tests kam, hatte ich ja wie hier http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg140796#msg140796 unter Pkt. 5 das Dolby eingestellt, was letzten Endes wiederum fast das Gleiche ist.
Jedenfalls hatte ich da die König gar nicht mit im Spiel, sondern habe zunächst Eigenaufnahmen
ohne Dolby gemacht, um entsprechende "Referenzpegel" auf dem Gerät zu bekommen.
Danach dann wieder Eigenaufnahmen, diesmal
mit Dolby, um so auf Pegelgleichheit einzustellen.
Das Ganze bei verschiedenen Frequenzen und Pegeln außerhalb/innerhalb des Eingriffsbereichs des Dolby:
- 0dB -> Dolby de facto inaktiv
- -10dB -> Dolby teilaktiv
- -20dB -> Dolby vollaktiv
bzw.
- 500Hz -> Beginn der Dolby Kennlinie
- 10kHz -> Mitten in der Dolby Kennlinie
Wie auch immer. Selbst bei Kassetten, die nicht auf dem Gradiente selbst aufgenommen sind, sondern von einem meiner anderen Geräte mit Dolby B kommen, sehe ich mit der aktuellen Einstellung nur noch geringfügige Pegelabfälle. Pumpeffekte o.ä. kann ich auch nicht wahrnehmen, also scheint die Einstellung doch ziemlich hinzuhauen.
Übrigens, wa ich auch noch vergessen hatte zu sagen:
Anfänglich klang das Deck ja mit Dolby etrem (wirklich
EXTREM) dumpf und hatte auch gewaltige Pegelabfälle im Vergleich mit/ohne Dolby.
Selbst wenn ich an jenem Poti den Dolby Pegel zurücknehme, habe ich zwar dumpferen Klang, als mit der Einstellung auf Pegelgleichheit.
Trotzdem klingt's nicht sooooo wahnsinnig dumpf wie am Anfang.
Nun hatte ich ja schlußendlich beide LM1011 durch Neue ersetzt. Den einen weil er ja gar nicht mehr funktionierte, den anderen weil er bei der Einstellung nicht richtig auf Pegel kam. Da sich nun mit den neuen LM1011 die erdenschlechten klanglichen Eigenschaften nicht mehr reproduzieren lassen, würde ich meinen, daß klanglich die ganze Pegel Einstellerei gar nicht sooooo den Einfluß hatte, sondern daß schlicht die beiden alten Dolby IC's eine Macke weg hatten.
Auch mit den zwischendurch eingesetzten NE645 war das Klangbild ähnlich wie mit den neuen LM's.
Soll heißen, daß man bei Klangverschlechterungen mit Dolby evtl. durchaus auch mal einen Tausch der IC's in Betracht ziehen sollte.
Die Vorgeschichte des Gradiente kenne ich ja nun nicht, nur daß ich's vom Flomi habe und ja etliches bei dem Gerät im argen lag.
In Brasilien gibt's ja auch gemischte 110V/220V in den Häusern. Evtl. hat da mal einer vergessen das Deck auf 240V umzuschalten und so die IC's (teil-)geschossen. Wer weiß....
Hi zusammen,
vlt. erinnert sich der eine oder andere noch an diesen Thread, in dem ich ja sozusagen mein Deput mit Kassettendecks gefeiert habe.
Nun hatte ich mir ja Mitte 2011 vorgenommen, mich ersatzlos von allen Geräten zu trennen, die mich zu sehr ärgern oder die einfach nicht mithalten können, mit dem Rest der Sammlung. Da bin ich soweit durch.
Das brasilianische Gradiente lag nun noch ungenutzt rum und war schon seit Monaten nicht mehr im Einsatz. Nun ist es leider so, daß derartige Einfachdecks in der Bucht noch nicht mal einen lausigen Euro bringen und andrerseits dieses Exemplar vermutlich eh das einzige auf europäischem Boden sein dürfte. Also habe ich einen Platz gesucht und es wieder angeschlossen - und auch ausprobiert.
Dabei ist mir dann spontan wieder eingefallen, wieso ich es damals "vom Netz" genommen hatte. Es gab noch zwei "Macken", die ich damals nicht fixen konnte und bei denen ich auch in den letzten Tagen erneut wieder auf Grundeis gelaufen bin. Schlicht, ich habe (noch) keinen Plan wie ich diesen Macken auf den Grund kommen kann. Letzten Endes ist das Deck so wie es aktuell läuft nicht brauchbar. Für den Schrott ist es mir aber zu schade, weil 's auch ein Erinnerungsstück ist. Also würde ich es gerne fixen, auch wenn das aufwandstechnisch sicher eher oberbekloppt ist.
Also, was hat's denn nun:
(a) Erst mal braucht das Dingens nach Drücken der Play Taste (mechanisch) so ca. 1s bis es angelaufen ist. Startet also mit einem deutlichen Anlaufjaulen, aber ohne Bandsalat. Ist unabhängig von leicht- oder schwergängiger MC, d.h. genügend "Durchzug" ist vorhanden. Eine verharzte Mecha kann ich ausschließen. Das Deck hatte das schon vor Monaten und damals hatte ich alles gereinigt, geölt, gefettet etc.
Mir riecht das danach, daß entweder der Motor el. nicht genügend Saft bekommt, oder der Motor in sich nicht gleich 100% losläuft.
Beides muß ich noch checken.
Kennt jemand hier typische Ursachen bei so'nem Verhalten ?
(b) Und das ist jetzt eher der Knackpunkt, läuft das Deck nach dem Einschalten und wenn der Motor eben auf Drehzahl gekommen ist erst mal stabil. Geschwindigkeit ist iO, Gleichlauf nicht berühmt, aber ok. Das Deck gibt dann auch erst mal ganz ordentlich wieder. So nach ca. 1-2 Minuten kommt dann aber der Effekt auf, daß die Wiedergabe zyklisch zwischen "klar" und "ziemlich verhangen/dumpf" hin und her schwankt. Von der jeweiligen MC kommt das definitiv nicht. Auch kann der Effekt mit einer MC mal da sein, einen Tag später dann mit der gleichen MC dann aber wieder nicht. Thermische Geschichten schließe ich aus, weil das schon so früh nach dem Einschalten kommt, da kann das Gerät noch gar nicht warm geworden sein.
Diese Schwankungen treten dann so im 2-3s Takt auf. Kann Zufall sein, aber mir scheint, daß das zeitlich einigermaßen zusammenpaßt mit einer Umdrehung der Wickel. Manchmal bekommt man das weg, wenn man Stop/Play mehrmals hintereinander drückt (kommt aber nach einer Zeit lang wieder). Dabei wird der Kopfschlitten hoch/runter gefahren, was mich schon mal an schwankend schlechten/guten Bandkontakt glauben ließ. Drückt man den Kopfschlitten aber im laufenden Betrieb etwas nach oben, dann ändert das nichts. Dagegen habe ich schon beobachtet, daß stärkeres Drücken der Playtaste (dabei wird der Kopfschlitten ja auch ein wenig mehr nach oben gedrückt) das Problem manchmal lindert. Mir ist aber unklar, was daran anders sein soll, als wenn ich den Kopfschlitten mit dem Finger etwas mehr nach oben drücke. Untersuchung mit Spiegelkassette haben mir bislang keine Auffälligkeiten gezeigt.
Hier also auch die Frage, ob das schon mal einer von Euch hatte, bzw. Tips was ich noch untersuchen könnte ?
Hallo Kuni!
Läuft die Capsatanwelle hinreichend satbil?
Sind die Andruckrollen i.O. ?
Das wären die Punkte, die ich checken würde.
Zitat von: hifikauz am Mittwoch, 01.Februar.2012 | 13:13:35 Uhr
Läuft die Capsatanwelle hinreichend satbil?
Zumindest bzgl. W&F ist das soweit iO.
Zitat von: hifikauz am Mittwoch, 01.Februar.2012 | 13:13:35 Uhr
Sind die Andruckrollen i.O. ?
Die ist neu (hat nur eine, weil Single Capstan).
Weist ja, wie immer kurz und knapp:
A:
Motor / Motorsteuerung / Netzversorgung des Motors platt.
-> Prüfen ggf austauschen.
B:
Anpressdruck der GA ist falsch. dh.
- entweder Mitnehmerachse der GA-Rolle verklebt/verharzt
- Feder schlaff
- Neue GA-Rolle hat minimal falschen Durchmesser.
Nachtrag:
Ich finde es immer furchtbar, wenn man die Geräte anhand des "Bucht"-Wertes misst.
Ich habe AKAI-Tapes zuhause, die auch keinen Buchteuro bringen würden, da kein GX....NA UUUNNNNDDDD !!!
Ich habe sie trotzdem lieb....bin halt ein Mini-Band-Schneckler :_tease:
Hi Dominik,
Zitat von: m_ETUS_alem am Mittwoch, 01.Februar.2012 | 17:51:03 Uhr
Weist ja, wie immer kurz und knapp:
Besser so als nie :grinser:
Zitat von: m_ETUS_alem am Mittwoch, 01.Februar.2012 | 17:51:03 Uhr
Motor / Motorsteuerung / Netzversorgung des Motors platt.
-> Prüfen ggf austauschen.
Die 12V stehen recht schnell an und sind bei laufendem Motor auch stabil.
Was meinst Du was man daran sonst noch prüfen könnte ?
Zitat von: m_ETUS_alem am Mittwoch, 01.Februar.2012 | 17:51:03 Uhr
Anpressdruck der GA ist falsch. dh.
- entweder Mitnehmerachse der GA-Rolle verklebt/verharzt
- Feder schlaff
- Neue GA-Rolle hat minimal falschen Durchmesser.
Ich meine daran kann's nicht liegen. Habe ich damals alles penibel gecheckt.
Zitat von: m_ETUS_alem am Mittwoch, 01.Februar.2012 | 17:51:03 Uhr
Ich finde es immer furchtbar, wenn man die Geräte anhand des "Bucht"-Wertes misst.
So meinte ich das nicht ... sondern mehr dahingehend, daß es sich halt finanziell nicht lohnen würde es zu verkaufen. Außerdem hänge ich ja auch irgendwie dran. Deswegen jetzt auch der erneute "Heckmeck" mit dem LW :_55_:
Nachtrag:
Viel Erfahrung im Umgang mit Bandführungskontrolle per Spiegelkassette habe ich ja nicht.
Wie stellt sich das mit Spiegelkassette dar, wenn das Band nicht mittig über den Kopf läuft ?
Ist das wirklich
eindeutig zu sehen, oder muß man da auch mit Spiegelkassette gaaaaanz genau hinsehen ?
Habe gestern mal mit Spiegelkassette einen Testlauf gemacht und bin der Meinung, daß das Band da am Kopf ganz leicht abhebt.
So richtig 100%ig erkennen kann ich das aber nicht.
Zitat von: kuni am Mittwoch, 01.Februar.2012 | 18:39:13 Uhr
Die 12V stehen recht schnell an und sind bei laufendem Motor auch stabil.
Was meinst Du was man daran sonst noch prüfen könnte ?
Stromaufnahme beim zu langsamen Anlauf.
Wenn alles ok, dann Kapstanlager reinigen und leicht Molikote an das Lager
Wenn dann nicht geht Motor ersetzen
Zitat
Ich meine daran kann's nicht liegen. Habe ich damals alles penibel gecheckt.
Dann machs nochmal!
Da Du ja schreibst, daß das Laufwerk komplett entharzt ist, kann es nur noch das sein.
Ich kenne das aus den AKAI´s der 80er bis Anfang 90er, die Laufwere zelege ich immer ganz und entferne alle Fette und öle
und ersetze Sie durch entsprechende Langzeitöle/Fette.....Der Rest ist dann nur noch einstellen.
Zitat
Nachtrag:
Viel Erfahrung im Umgang mit Bandführungskontrolle per Spiegelkassette habe ich ja nicht.
Wie stellt sich das mit Spiegelkassette dar, wenn das Band nicht mittig über den Kopf läuft ?
Ist das wirklich eindeutig zu sehen, oder muß man da auch mit Spiegelkassette gaaaaanz genau hinsehen ?
Habe gestern mal mit Spiegelkassette einen Testlauf gemacht und bin der Meinung, daß das Band da am Kopf ganz leicht abhebt.
So richtig 100%ig erkennen kann ich das aber nicht.
Klar ist da ein wenig Erfahrung nötig, aber auch die "Spiegelkasseten deines Vertrauens" :flööt:
Ich hatte eine alte (war das König .,a015) in der sah ich nichts....dann habe ich mir eine selbst gebaut....Spiegel habe ich aus der Kameratechnik (Prismenspiegel).....da sah ich zwar mehr aber doch nicht so wie ich das wollte. Dann hatte ich eine einfache simple Idee eine durchsichtige Kassette....nur woher nehmen ? Die Anfrage hier im Forum war enüchternd :wallbash daher der Kauf in der "KleinBucht", diese dann einseitig so weit ausgefräst das die Spulen, Rollen und Zwischenstege halten aber der unnötige Rest einseitig weg. Die Anpresswippe mit dem Filz entfernt. ein Band mit Testfrequenzen mit meinem Akai angefertigt fertig. Da dieht man alles, auch das "schwimmen" des Bandes innerhalb des Kaplstanlaufes....und im Notfall hört man es.....wenn man gerade einen blinden Tag hat :_good_:
Mit dieser kann ich alles sehen bei allen Tapes ausser den Altelier und den T&A.
Zitat von: m_ETUS_alem am Donnerstag, 02.Februar.2012 | 08:25:17 Uhr
Stromaufnahme beim zu langsamen Anlauf.
:;aha -> Du meinst, wenn niO, daß dann der Strom langsam hochgeht ?
Zitat von: m_ETUS_alem am Donnerstag, 02.Februar.2012 | 08:25:17 Uhr
Wenn dann nicht geht Motor ersetzen
Das kann spannend werden....
Zitat von: m_ETUS_alem am Donnerstag, 02.Februar.2012 | 08:25:17 Uhr
Dann machs nochmal!
:cray:
Bandlauf schau ich mir nochmal mit der Spiegelkassette an und versuch mal was per TK Verstellen zu erreichen.
Ich melde mich....
Hi zusammen, Hi Dominik,
die Stromaufnahme des Motors habe ich nun mal gemessen. Die geht tatsächlich langsam hoch. Auf der Suche nach der Ursache (Motor oder die Versorgung) habe ich den Motor (im eingebauten Zustand) mal an ein Netzteil angeschlossen. Da läuft er sofort los und bewegt auch die Mecha einwandfrei.
Also scheint die Mecha leichtgängig genug und der Motor scheint auch iO zu sein.
Hier mal der Plane der Versorgung (des JVC CD-1920, das ja baugleich ist):
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_JVC_CD1920_Power_Supply.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/JVC_CD1920_Power_Supply.jpg)
Dort sind die angegebenen Spannungen um X601/602 herum iO. Das hätte ich aber auch so erwartet, weil ja nur der Anlauf des Motors betroffen ist.
Im statischen Zustand zeigen sich somit alle Spannungen gut, aber dynamisch, beim Anlaufen stimmt was nicht.
Nun versuche ich gerade die Schaltung zu verstehen, habe aber NULL Plan ;ich? wie die funktioniert.
Könnt Ihr/Du mir da etwas auf die Sprünge helfen, wo ich was messen/tauschen sollte ?
Hier noch der Versuch das Band am Kopf über die Spiegelkassette zu fotografieren:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Bandlauf.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Bandlauf.jpg)
Sieht da Euer geschultes Auge was Auffälliges ?
Anders sieht man da leider nicht ran, weil selbst mit einer seitlich ausgeschnittenen Kassette nichts zu sehen wäre, weil vorne noch eine Blende ist, die man so nicht wegbekommt ohne das LW zu zerlegen.
Hi,
zu der Bandspiegelung.....sieht aus wie Links weiter unten als Rechts.....
Wobei das auch teuschen kann .,a095
Bei der Schaltung:
Mach ma größer....ich sehs nicht, bin doch schon älter .,111
Zitat von: m_ETUS_alem am Dienstag, 07.Februar.2012 | 22:28:55 Uhr
Bei der Schaltung:
Mach ma größer....ich sehs nicht, bin doch schon älter .,111
Habe ich gerade nochmal neu hochgeladen in besserer Auflösung.
Zitat von: m_ETUS_alem am Dienstag, 07.Februar.2012 | 22:28:55 Uhr
zu der Bandspiegelung.....sieht aus wie Links weiter unten als Rechts.....
Genau, so habe ich das auch gesehen :_good_:
Sieht man nun auf dem Foto nicht, aber wenn man seitlich rein schaut (im Bild wäre das dann unten), dann meine ich dort gesehen zu haben, daß das Band leicht vom Kopf abhebt.
Drei Dinge habe ich nun getan, bzw. herausgefunden:
(1) Die Andruckrolle (war damals eine Gebrauchte, welche aber mMn noch ok war) habe ich nun durch eine wirklich neue ersetzt.
Die alte Rolle war bei genauem Hinsehen leicht ballig und hat das Band wohl leicht seitlich abdriften lassen, was dann in Folge wohl zu dem Bandabheber am Kopf geführt hat.
(2) Den Azimut nochmal neu eingestellt. Damals war ich ja noch ziemlich unerfahren und hatte noch nicht das Equipment von heute. Könnte sein, daß ich damals auf ein Nebenmaximum eingestellt hatte
.,35
(3) Dann ist mir noch aufgefallen, daß sich die Kassette im "Takt des Wickels" hoch und runter bewegt, also nicht ausreichend gegen die unteren Auflagen gedrückt wird. Grund war, daß die Andruckfeder oben im Schacht (siehe Bild) ausgeleiert war.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Andruckfeder.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Andruckfeder.jpg)
Hi zusammen,
die Schaltung ist u.U. doch nicht so kompliziert wie ich dachte.
Ich hatte da einen Stromregler drin vermutet, aber ich denke das ist alles einfacher als gedacht.
Die Mimik von X602 nach links dient ja wohl "nur" der "Auto Stop" Abschaltung des Motors und der Ansteuerung des Hubmagneten.
Ansonsten wird der Motor per S3 von den 13V an GND gelegt.
Zieht der Hubmagnet, dann öffnet sich S3 über die Mechanik und dem Motor wird der harte Massepunkt entzogen.
Somit bekäme der Motor seinen Strom direkt über den Gleichrichter D607-D610.
Das wiederum richtet mein Augenmerk zunächst auf die beiden Elkos C609 (1000u) und C611 (470u).
Die werde ich nun mal tauschen.
So, die beiden Elkos sind ersetzt. Damit läuft der Motor zwar immer noch nicht so schnell an, wie direkt über Netzteil versorgt, aber doch deutlich flotter.
Man hört nur noch ein kurzes Anlaufjaulen.
Noch jemand Ideen dazu ?
Wenn nicht, dann laß ich das jetzt so....
:_55_:
Hi zusammen,
keiner mehr Ideen zu der Motorsache ?
Ich auch nicht, also laß' ich's wie's ist....
Was anderes:
Ich hatte ja die Andruckrolle nun gegen eine 100% neue ersetzt.
Nun sitzt die Rolle in so 'ner U-Schwinge.
D.h. das ist so'n Deck, bei dem nur die Rolle eigentlich gar nicht zu wechseln ist, sondern man hätte die ganze Schwinge samt Rolle tauschen müssen, was natürlich mangels E-Teilen nicht mehr geht.
Ihr wißt was ich meine ?
Die Rolle war auch nicht wie sonst oft üblich eingesetzt mit einem Passtift, der in der U-Schwinge "nur" eingepreßt ist, sondern die Achse war mit der U-Schwinge vernietet :-(
Das mußte ich also gewaltsam aufbiegen.
Beim Zusammenbau habe ich natürlich meine Mühe gehabt, die seitlichen beiden Teile der U-Schwinge wieder so hinzubiegen, daß die Rolle wieder einigermaßen parallel zum Capstan laufen kann.
Daß das überhaupt funktioniert, daran hatte ich gar nicht geglaubt, aber Tests mit Spiegel- und aufgeschnittener Bandlaufkassette haben dann gezeigt, daß das Band vom Kopf in Richtung Capstan nicht verzogen wird und auch kein Bandsalat entsteht. Evtl. habe ich hier nur Glück gehabt, was ich aber kaum glauben kann.
Da stellte sich mir dann die Frage, ob eine 100% exakt parallele Ausrichtung von Rolle zu Capstan eigentlich überhaupt notwendig ist.
Schließlich haben die Rollen auf ihren Achsen ja immer etwas Spiel. Wenn also die Rollen bezogen auf den Capstan nicht ganz krumm stehen, dann sollte sich die Rolle beim Andrücken an den Capstan ja eigentlich immer (im Rahmen der Möglichkeiten des Achsspiels) parallel ausrichten.
Liege ich da korrekt ?
Zitat von: kuni am Dienstag, 14.Februar.2012 | 08:42:50 Uhr
Hi zusammen,
keiner mehr Ideen zu der Motorsache ?
Naja, ist schwer etwas dazu zu sagen, wenn man es nicht selbst sieht.
Zitat
Was anderes:
Ich hatte ja die Andruckrolle nun gegen eine 100% neue ersetzt.
Nun sitzt die Rolle in so 'ner U-Schwinge.
Rischdisch :__y_e_s:
Zitat
D.h. das ist so'n Deck, bei dem nur die Rolle eigentlich gar nicht zu wechseln ist, sondern man hätte die ganze Schwinge samt Rolle tauschen müssen, was natürlich mangels E-Teilen nicht mehr geht.
Ihr wißt was ich meine ?
Jupp...GA-Rolle mit Arm
Zitat
Die Rolle war auch nicht wie sonst oft üblich eingesetzt mit einem Passtift, der in der U-Schwinge "nur" eingepreßt ist, sondern die Achse war mit der U-Schwinge vernietet :-(
Das mußte ich also gewaltsam aufbiegen.
Um Gotteswillen, nein....an den 2/3 Schlagpunkten den Arm leicht anbohren, dann kann man die Achse leicht austreiben
Zitat
Beim Zusammenbau habe ich natürlich meine Mühe gehabt, die seitlichen beiden Teile der U-Schwinge wieder so hinzubiegen, daß die Rolle wieder einigermaßen parallel zum Capstan laufen kann.
Daß das überhaupt funktioniert, daran hatte ich gar nicht geglaubt, aber Tests mit Spiegel- und aufgeschnittener Bandlaufkassette haben dann gezeigt, daß das Band vom Kopf in Richtung Capstan nicht verzogen wird und auch kein Bandsalat entsteht. Evtl. habe ich hier nur Glück gehabt, was ich aber kaum glauben kann.
Du hattes Glück, das Du mit dem Verzug des Armes innerhalb der Tolleranzen bist.
Zitat
Da stellte sich mir dann die Frage, ob eine 100% exakt parallele Ausrichtung von Rolle zu Capstan eigentlich überhaupt notwendig ist.
Jain... Normal gibt es da immer eines an Tolleranzen, geht aber immer zu kosten der GA-Rolle
Zitat
Schließlich haben die Rollen auf ihren Achsen ja immer etwas Spiel. Wenn also die Rollen bezogen auf den Capstan nicht ganz krumm stehen, dann sollte sich die Rolle beim Andrücken an den Capstan ja eigentlich immer (im Rahmen der Möglichkeiten des Achsspiels) parallel ausrichten.
Liege ich da korrekt ?
Jupp, solange die Oberfläche der GA-Rolle noch egal ist und sich noch nicht wölbt.
Bei CamCordern mit Bandlaufwerk ist es z.b normal, das das Lager nur in der Mitte ist und am Außenrand der Rolle nichts mehr an Halt ist.
Das hat aber auch den Vorteil, das bei schmutzpartikeln einseitig, das Band nicht "wegläuft"
'n Abend :_hi_hi_:
Zitat von: m_ETUS_alem am Dienstag, 14.Februar.2012 | 13:37:25 Uhr
Naja, ist schwer etwas dazu zu sagen, wenn man es nicht selbst sieht.
Is klar bzgl. Mecha und so, ich meinte aber wegen der Elektrik.
Wobei .... an der Versorgung des Motors kann ja nun sonst nichts mehr sein, ist ja echt übersichtlich die Schaltung....
Zitat von: m_ETUS_alem am Dienstag, 14.Februar.2012 | 13:37:25 Uhr
Um Gotteswillen, nein....an den 2/3 Schlagpunkten den Arm leicht anbohren, dann kann man die Achse leicht austreiben
Zu spät ... da bin ich immer fix (
zu fix) mit dem Brecheisen bei raucher01
Zitat von: m_ETUS_alem am Dienstag, 14.Februar.2012 | 13:37:25 Uhr
Du hattes Glück, das Du mit dem Verzug des Armes innerhalb der Tolleranzen bist.
So ganz dann wohl doch nicht. Wollte da gerade Bilder machen und dann habe ich gesehen, daß das Band sich nicht mittig auf der Rolle abdrückt (siehe letztes Bild):
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_vernietetem_Stift01.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_vernietetem_Stift01.jpg)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_vernietetem_Stift02.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_vernietetem_Stift02.jpg)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_vernietetem_Stift03.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_vernietetem_Stift03.jpg)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_vernietetem_Stift04.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_vernietetem_Stift04.jpg)
Muß also nochmal raus und etwas nachgerichtet werden...
Hallo,
Wegen dem Motor sind die Gleichrichterdioden alle noch ganz ?
Der Bandlauf ist nicht OK mann sieht auch schon bei der aufgeschnittenen Kassete das das Band zu weit unten läuft, eigentlich müsste es mittig im Kassettengehäuse laufen.
mfg
Und man sieht auch leider an der GA daß das Band einseitig läuft. :wallbash
So wie es aussieht ist das Zurückbiegen an der Front zu tief geraten......gewalttätiger Du :_55_:
So und nun ist die Sch...ße richtig paniert :wallbash.
Mir ist aufgefallen, daß die ganze Andruckrolle wackelig ist. Also heute mal das LW und die Rolle ausgebaut, auf der Suche nach der Ursache für den wackligen Stift. Dabei ist mir das Sche...ß Teil rausgebrochen - war wohl eingepreßt.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_Stift_abgebrochen01.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_Stift_abgebrochen01.jpg)
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_Stift_abgebrochen02.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_Stift_abgebrochen02.jpg)
Jemand Ideen wie man das wieder vernünftig rein bekommt ?
Kleben vlt. ?
Weiter zerlegen ist nicht, weil da muß ich wirklich alles kompletti auseinanderrupfen....
Ich könnt' kotzen :girl_devil:
Wenn der Stift nur Starr ist, entfetten mit Aceton und Einkleben mit UHU Endfest 300.
Dieser Klebstoff wird bei Erhitzen dünnflüssig; gleichzeitig erhöht sich die Festigkeit der Klebeverbindung.
Ich nutze den Klebstoff bei meinem anderen Hobby regelmässig. Hält da auch Schläge aus.
Kleben wie der Kautz es meint oder doch wieder nach zerlegen einnieten :_hi_hi_:
Definitiv nieten !
mfg
Jungs, kompletti zerlegen und neu einnieten wäre schon, aber das bedeutet hier wirklich zerlegen bis auf den letzten Pinökel.
Der Stift ist auf der vorderen Basisplatte eingenietet und da müßte man von hinten her sukzessive jede einzelne Schicht abtragen, bis man dann mal vorne angekommen ist. Hab' ja schon manches zerlegt, aber das bekomme ich nie wieder zusammen.
UHU Schnellfest + UHU Acrylit hätte ich hier gehabt, war aber heute morgen beim Baumarkt und habe mir wie befohlen den Endfest 300 besorgt.
Rechtwinklig ausrichten war bei der wackligen Angelegenheit schier nicht machbar, aber ich hoffe ich hab's hinbekommen.
Muß jetzt über Nacht trocknen, dann sehen wir weiter.
Ich melde mich...logo
Wenn Du kannst, mach die Klebeverbindung mal mit einem Fön o. Ä. warm. Endfest 300 härtet abhängig von der eingebrachten Temperatur mit unterschiedlichen Festigkeiten aus.
Hi zusammen,
es gibt Neuigkeiten - und zwar Gute :_yahoo_: .
Käuzchen - YOU MADE MY DAY, der Tip mit dem UHU Endfest 300 hat doch tatsächlich funktioniert.
Wenn Du man in Richtung Stuttgart kommst, dann melde Dich. Du hast ein Maultaschen Essen frei bei mir .,a095
Der Klebeversuch war es mir wert. Zerlegen kann man schließlich immer noch, wenn dieser Strick reißt.
Um es kurz zu machen: Der Nippel sitzt wieder und hat sich nun seit einigen Tagen auch nicht gelockert oder verzogen. Aber der Reihe nach ....
Nachdem ich den UHU besorgt hatte, stellte sich erst mal die Frage, wie ich den Zapfen denn überhaupt wieder nach allen Seiten rechtwinklig fixieren kann, während der Kleber aushärtet. Dazu habe ich erst mal das LW im Gehäuse um 90° nach hinten umgelegt, daß die Kassettenseite oben zu liegen kommt. Dann das Ganze im Wasser ausgerichtet und gut fixiert. Soweit erst mal um eine vernünftige Arbeistbasis zu bekommen. Danach habe ich fast ich den kompletten Sa mittag damit verbracht, mir eine irgendwie geartete "Stütz- oder Klemmkonstruktion" zurecht zu frickeln, die den Stift eben rechtwinklig fixiert. Durch eine leichte Unebenheit der Auflagefläche, wollte der nämlich immer wegkippen. Diese Auflagefläche gerade richten ging nicht, weil die eben Teil der Basisplatte ist und ich an die ohne Zerlegen ja nicht rankomme. Den Stift so vernünftig zu fixieren, war einfach nicht hinzubekommen. Schlußendlich habe ich dann das ganze Gerät unterlegt und so in Schieflage gebracht, daß der Stift sich von ganz alleine rechtwinklig hingestellt hat. Zunächst ohne Kleber.
Als nächstes dann also wie befohlen alles mit Aceton gereinigt und den Kleber dran gemacht, Stift reingesetzt, Rechtwinkligkeit kontrolliert und mal 4h trocknen lassen (anhand des Kleberrestes in der Spachtelwanne konnte ich den Aushärtungsgrad gut bestimmen). So habe ich also den ganzen Sa Abend und einen guten Teil der Nacht verbracht, den Stift immer wieder zu kontrollieren und etwas "nachzurichten", so lange der Kleber noch "honigzäh" war. Irgendwann bemerkte ich, daß er nicht mehr "wandert" und hab' das dann so gelassen.
Ab So Mittag war er dann komplett ausgehärtet. Dooferweise ist natürlich ein Teil des Klebers unter den Schieber (siehe nächstes Bild) gelaufen und hat den auch "fixiert". Viel "popeln" und "sticheln" mit diversen Cuttermessern unter dem Schieber, hat ihn dann wieder gelockert und gangbar gemacht. Später aufgetragenes Fett lies ihn dann wieder leicht laufen.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_Stift_geklebt.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_Stift_geklebt.jpg)
Dann also mal einen ersten Test mit eingabauter Rolle probiert, wobei sich gleich auf den ersten Zentimetern gezeigt hat, daß das Band von der Rolle seitlich weggezogen wird. Es hat sich dann aber später herausgestellt, daß nicht der Stift "krumm" stand, sondern die Rolle in der von mir aufgebogenen Schwinge nicht sauber rechtwinklig saß. Das wieder zu richten, hat mich den restlichen So Mittag und Abend beschäftigt. Immer wieder, nach "Trial & Error", etwas gebogen, mit der Schieblehre kontrolliert, eingebaut und Versuch mit der Spiegelkassette gemacht. Irgendwann So Abend war das dann nach gefühlten zig Millionen versuchen soweit, daß das Band sauber in Flucht mit dem Kopf lief.
Hier mal ein paar Bilder, der Schwinge, die nun doch etliche Blessuren abbekommen hat, dafür aber auch wieder "gerade" ist:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_geklebtem_Stift01.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_geklebtem_Stift01.jpg)
| (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_geklebtem_Stift02.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Adruckrolle_mit_geklebtem_Stift02.jpg)
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Hier noch ein Versuch, den Bandlauf in der Spiegelkassette abzulichten.
Was in diesen Bilder "krumm" erscheint, ist der Ablichtung geschuldet. Vernünftig fotografieren kann man das wohl einfach nicht.
Wichtig war mir hier, daß das Band wieder mittiger auf die Rolle kommt und nicht so knapp auf Kante, wie bei meinem letzten Versuch (http://new-hifi-classic.de/forum/index.php?topic=4604.msg151719#msg151719). So ganz mittig gelingt das aber auch nicht, war aber auch schon mit der alten Rolle wohl bereits ab Werk so (sieht man an den Bandspuren auf der alten Rolle).
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Bandlauf_mit_geklebtem_Stift01.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Bandlauf_mit_geklebtem_Stift01.jpg)
| (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Bandlauf_mit_geklebtem_Stift02.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Bandlauf_mit_geklebtem_Stift02.jpg)
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Bei der ganzen langwierigen Einstellerei sind mir allerdings ein paar Dinge und Kniffe auf-/eingefallen, die ich erwähnen möchte:
Die Parallelität von Rolle zum Capstan sieht man recht gut, indem man hinter Rolle und Achse ein blatt weißes Papier hällt und das dann von hinten beleuchtet. Fährt man dann die Rolle langsam in Richtung Capstan, dann sieht man am Lichtspalt recht genau die Paralleität.
Wie sich das Band genau verhällt, läßt sich mit der Spiegelkassette auch ganz gut dadurch ermitteln, indem man die Rolle mit der (hier mechanischen) Pause-Taste langsam in Richtung Band bewegt. In dem Moment, wenn die Rolle in Eingriff kommt darf sich idealerweise das Band nicht seitlich wegbewegen. Real tut es das schon ein wenig, aber das muß sich dann wieder in die Urspungslage zurückbewegen. So sah ich recht ganau, ob ich an der Rollenschwinge noch etwas weiter biegen muß um hier nicht gleich Bandknitter zu bekommen, wenn die Rolle auf Tuchfühlung zum Band geht.
Soweit diese Aktion. Hätte nicht geglaubt, daß das wieder hinzubekommen ist.
Azimut habe ich natürlich nochmal nachgestellt und zudem W&F gemessen.
Letzterer hat sich von 0,14% auf 0,2% (bewertet) verschlechtert.
Spezifiziert ist das Deck mit max. 0,09% (WRMS) aber die alte DIN liese ja 0,2% noch als "Hifi" durch.
Egal, besser geht nun nicht mehr und ich bin Gott froh, daß es überhaupt wieder so rennt, daß man Musik damti hören kann.
Hätte schlimmer kommen können, daß es komplett unerträglich jault, damit zwar wieder laufen würde, aber trotzdem zu nichts mehr zu gebrauchen ist.
Das ist also das Fazit aus nunmehr rund 30h Arbeit, die alleine die Aktion mit dem Stift samt Rollenausrichtung "gekostet" hat.
Macht man nicht oft, aber das Deck war ja mal Geb.-Geschenk von meiner Frau und vermeintlich das einzige Gradiente Deck auf europäischem Boden :grinser:
Nachtrag:
Wegen der noch leicht vorhandenen Anlaufverzögerung des Motors (nach dem Elko-Tausch) habe ich diesen Tip
Zitat von: garlock am Mittwoch, 15.Februar.2012 | 01:38:38 Uhr
Wegen dem Motor sind die Gleichrichterdioden alle noch ganz ?
noch aufgegriffen und die Gleichrichterdioden D607-D610 (4x 10D1 - waren ausgebaut alle iO) ersetzt durch 4x 1N4004.
Ohne Veränderung.
Den meißten Effekt hat hier wohl doch der Elko-Tausch gebracht. Laß ich jetzt auch wie's ist. Das Deck jault beim Hochlaufen nur noch kurz.
Jetzt kommt die nächste Spielerei, aber dazu dann zu gegebener Zeit mehr.....
Hallo Kuni,
ich bedanke mich für den Bericht :_good_:
Wie man (fast immer) sieht: Ausdauer zahlt sich eben aus .,111 :__y_e_s:
... und die Hilfe eines kompetenten Forums :drinks:.
Die Idee das zu kleben liegt ja auf der Hand, aber welchen Kleber man da genau nimmt, da wäre ich nie drauf gekommen.
BTW:
Als ich den UHU im Baumerkt gekauft habe, gab's da einen Bildschirm (Werbemaßnahme von UHU) um den passenden Kleber für eine bestimmte Anwendung zu finden. Ich also gleich mal geschaut, was mir das Ding so empfehlen würde.
Eingabe:
(1) Erste Klebefläche = Metall
(2) Zweite Klebefläche = Metall
(3) Klebung = punktuell
(4) Beanspruchung = hoch
Raus kam dann an Pos 1 erst mal ein Sekundenkleber, erst bei "weitere mögliche Klebstoffe" kam o.g. Endfest 300.
Kann man mal sehen. Daß Sekundenkleber dafür nicht taugt war mir eigentlich sofort klar. Um mal ehrlich zu sein. Sekundenkleber hat bei mir irgendwie noch wirklich gehalten und schon gar nicht bei eher punktuellen Verbindungen.
Irgendwann irgendwo hätte mir in einem Fachgeschäft vlt. mal einer den Tip mit dem Endfest 300 gegeben, aber ich vertraue natürlich immer eher, wenn mir jemand sozusagen aus erster Hand was empfehlen kann und - in diesem Fall mit dem Kleber - schon gute Erfahrungen aus erster Hand gemacht hat.
Ich verwende diesen Kleber seit vielen Jahren (meist, wenn am Wohnmobil etwas kaputt gegangen ist = Kunststoff),
aber bei Metallteilen habe ich den auch noch nie verwendet (man sollte beizeiten auch das kleingedruckte lesen). :flööt:
Super,
Dann doch noch das kleine Tape zum Leben erweckt....freut mich sehr .,a095
Jou Dominik :__y_e_s: - kennst mich ja. Wenn's eine Möglichkeit gibt, dann ziehe ich das auch durch :drinks: .
Sodele, eine letzte Aktion war noch fällig:
Der Kassettenschacht war mir immer zu duster. Nachdem das Dingens ja nun eh etliche Tage offen war, kam da also eine Beleuchtung rein.
1. Oben am Rahmen erst mal etwas Alufolie mit Patex eingeklebt, als Reflektor:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung01.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung01.jpg)
2. Einen passenden Streifen Lochrasterplatine zurechtgeschnitten (@ Dominik: Hätte man auch prima fräsen können, so man den hätte können :grinser:) und Lämpchen aus der Krabbelkiste geholt (hier Barthelme 6V 100mA). Angeschlossen werden die parallel zur Beleuchtung der VU-Meter. Die haben ebenfalls Glühlämpchen, mit 6V direkt AC versorgt aus einer separaten Wicklung des Trafo.
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung02.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung02.jpg)
3. An der eh schon vorhandenen Schraube (LW mit Chassis) befestigt - hällt. Kabel nach hinten links durchgezogen, in Richtung VU-Meter:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung03.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung03.jpg)
4. Angeschlossen, eingeschalten, tut - kein Kurzer :_good_: :
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung04.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung04.jpg)
5. Dann mit montierter Frontplatte:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung05.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung05.jpg)
6. Im Ganzen:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung06.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung06.jpg)
7. Mal ohne Kassette:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung07.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung07.jpg)
8. Mal mit Kassette:
(https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/normal_Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung08.jpg) (https://magnetofon.de/nhc/Gallery/albums/userpics/Gradiente_CD-5300_Kassettenschacht_Beleuchtung08.jpg)
Ende Gelände und nun kann das Deck wieder zurück an seinen Stammplatz und das tun was es soll.....
Idee ist gut, viele der "kleinen" Tapes werkeln im Dusteren :__y_e_s:
Aber wie sieht es mit der Wärmestrahlung gegen die Kassette aus...erträglich ?
Und die 400mA Mehrbelastung macht der Trafo noch mit ?
Solltest beobachten.
Oder alternativ 120 Grad "warmweis" LowCurrent LED´s nehmen
Schönes Tape...siber, schlicht und funktionierend....ganz wie ichs mag :_good_: .,a095
Zitat von: m_ETUS_alem am Mittwoch, 29.Februar.2012 | 19:19:46 Uhr
Idee ist gut, viele der "kleinen" Tapes werkeln im Dusteren :__y_e_s:
Ja, und das hat mich irgendwie immer schon gestört. Ist (a) unpraktisch und (b) sieht's beleuchtet einfach besser aus.
Zitat von: m_ETUS_alem am Mittwoch, 29.Februar.2012 | 19:19:46 Uhr
Aber wie sieht es mit der Wärmestrahlung gegen die Kassette aus...erträglich ?
Absolut. Nach heute 2h Musik ist die MC gerade mal lauwarm und ob das von den Lampen kommt, lasse ich mal dahingestellt.
Zitat von: m_ETUS_alem am Mittwoch, 29.Februar.2012 | 19:19:46 Uhr
Und die 400mA Mehrbelastung macht der Trafo noch mit ?
Sind nur 200mA mehr, die beiden Lampen in den VU's waren schon drin.
Werd' ich aber vlt. nochmal aufmachen und schauen wie warm der Trafo wird.
Denke aber nicht daß die 200mA mehr ein größeres Problem darstellen.
Zitat von: m_ETUS_alem am Mittwoch, 29.Februar.2012 | 19:19:46 Uhr
Oder alternativ 120 Grad "warmweis" LowCurrent LED´s nehmen
Hatte ich mir auch überlegt, aber die Lämpchen hatte ich halt und die ließen sich (weil liegend und schlank) halt ideal dort einbauen und dann noch ohne weiteres, schaltungstechnisches Gefummel. Bei Glühlämpchen paßt dann halt auch die "Farbe" automatisch recht gut zusammen.
Bon. :-handshake:
Hallo Kuni,
großes Kino, super gemacht :_good_:
Frage:
läßt du die Beschriftung am Tastenfeld so wie sie ist?
Nachtrag:
...oder wäre das etwas für dich?
http://old-fidelity.de/thread-1733.html
@Stony:
Du meinst das an der Stop Taste ? Ist ja die einzige Stelle, wo was fehlt.
Tja, hat mich auch schon geärgert, aber ich habe ehrlich gesagt nie darüber nachgedacht, das wieder zu flicken.
In erster Linie natürlich, weil ich kein kostengünstiges Verfahren kenne, um solche Stellen wieder aufzupäppeln.
Die Idee aus Deinem Link (mit dem Toner + Tesa) ist wirklich nicht schlecht, eignet sich aber (wie dort auch erwähnt) nur wirklich dann, wenn die Schrift komplett fehlt und der Tesa hinterher nicht groß auffällt, also z.B. bei irgendwie umrahmten Beschriftungsfeldern.
In meinem Fall müßte ich dann aber irgendwie den originalen Schrifttyp scannen und "nachdesignen".
Aufgeklebt würde man mMn dann auch den Tesa an den Kanten sehen.
Finde ich persönlich unschöner, als es gerade ist.
Werd's wohl so lassen wie's ist, wobei der Tip aus dem Link ansonsten schon genial ist.
@Dominik:
Zu der Lampensache nochmal, weil ich das nochmal aufgemacht habe.
Der Trafo wird bei geschlossenem Gehäuse gefühlte 40°C warm, Spannung sackt bei 200mA Mehrlast von 7,1VAC auf 6,7VAC ab.
Ich meine, wäre ok, was meinst Du ?
Grenzwertig.....
denke daran, aussen 40 und innen 60 Grad....oft der Tod von StBy-Trafos
Wenn an dem Trafo auf der letzten Wicklung eine Thermosicherung mit eingearbeitet ist, ist das egal...die Greift schon wenn zu hohe Last...wenn nicht
dann...........dingens.....ähhh
Zitat von: kuni am Samstag, 03.März.2012 | 18:19:02 Uhr
Werd's wohl so lassen wie's ist, wobei der Tip aus dem Link ansonsten schon genial ist.
yep, ich habs mal probiert, klappte nicht schlecht.
Man sieht/sah es, WENN man es weiß/wußte... meinem Freund war es aber egal :__y_e_s:
Zitat von: m_ETUS_alem am Samstag, 03.März.2012 | 20:02:36 Uhr
Grenzwertig.....
denke daran, aussen 40 und innen 60 Grad....oft der Tod von StBy-Trafos
Ich riskier's ;0001 .
Hab da die Tage immer mal wieder die Finger drauf gehalten.
Wenn das Gerät offen ist, dann merkt man schon Unterschiede in der Temp. zwischen mit und ohne die zusätzlichen Lampen.
Gefühlt: Ohne 30°C, mit 40°C
Bei geschlossenem Deckel kann ich da mit dem Finger keinen Unterschied mehr ausmachen. Da scheint die Temp. in beiden Fällen um die 40°C zu liegen.
Sollte der Trafo irgendwann doch mal die Grätsche machen, dann kommt halt ein neuer rein. Die Sekundärspannungen würde ich dann halt durch einzelne kleine Trafos nachbilden.
Zitat von: m_ETUS_alem am Samstag, 03.März.2012 | 20:02:36 Uhr
Wenn an dem Trafo auf der letzten Wicklung eine Thermosicherung mit eingearbeitet ist
Ich schätze mal nicht, daß der sowas hat. Der Plan zeigt zumindest da nichts...